Agent Caxvauzas, Pesquejra. erklärte, die Note Car- ranzas an Wilson sei uiciit feindlich, sic sei als Grundlage für weitere Verhandlungen gedacht, Carranza erlvarte die Antwort des Staatsdepartements, Der Standpunkt der Rebellen wäre, das; die amerikanischen Truppen zurückgezogen werden sollten und Earranza de facto als Präsident oder wenigstens als lriegsührende Partei anerkannt würde. Nach seiner Anerkennung würde Earranza nicht zögern, sich wegen der Handlungen eines Mannes zu entschuldigen, den er als Verräter betrachtet.
Die Flüchtlinge,
Beracrnz, 24, 'April, In der vergangenen Nacht ist hier ein Zug mit Flüchtlingen eingetroffen, in welchem sich der britische Geschäftsträger und andere Passagiere, meist Frauen und Kinder, befanden, Es sind 'Anordnungen erlassen worden, nach denen die Bürger nach 7 U b r 30 abends in ihren Wohnungen bleiben sollen. Die Nächte sind ruhig, Tie Gesamtzahl der Gefangenen beläuft sich auf 300; viele sind bereits wieder srcigelasjcn worden,
Bcraeruz, 24, April, Als der hier eingctrofseneZug mit den Flüchtlingen Mexiko verliest, schleifte dort die V o I k s m e n g c die Fahne der ll » i t e d S t a t c s durch die Strasten und bedrodte die Nordameritaner,
In einer Depesche aus Tampico erklärt Admiral Mapo, es sei Entgegenkommen und der Tatkraft der Kommandanten der deutschen und britischen Kreuzer zu verdanken, daß die amerikanischen Flüchtlinge glücklich an Bord der amerikanischen Schiffe gelangt seien, . lche außerhalb der Flußmündung über neun Meilen von Tampico lagen, Tie Offiziere der deutschen und britischen Schisse hätten freiwillig den Transport der Flüchtlinge übernommen,
Washington, 24, April, Kontrradniiral Fletchcr meldet: In Beracrnz ist ein Eiscnbahnzug mit 74 deutschen, 50 englischen, 150 amerikanischen Flüchtlingen und 300 Flüchtlingen aus Mexiko (City) cingc- troffen. Die Flüchtlinge berichten, die Zustände in der Hauptstadt seien siir Ausländer nicht allzu beunruhigend.
Mexiko, 24, April, Ein a m e r i k a n i s ch c r I u w e - lierladcn ist gestern um M i t t c r n a ch t vom M o b geplündert worden, wobei die Polizei zusah, ohne einzuschreiten, Europäer und Amerikaner haben sich vorbereitet, im Augenblick der Gefahr sich unverzüglich an Versammlungsorten zusammen,zufindcn, die zur Verteidigung eingerichtet worden sind. Alle Bahnbeamtcn in Mexiko, die Amerikaner sind, sind auf Befehl der Regierung entlassen worden. Es verkehren keine Züge mehr außer solchen, die von der Regierung überwacht werden.
Die abberufcnen Botschafter.
Washinglon, 24, April, Der mexikanische Geschäftsträger ist nach Montreal abgereist,,Der amerikanische Geschäftsträger begab sich nach Vcracruz,
V e r a c r u z, 24, April, Die a m e r i k a n i s ch c n V o r- p osten sind weiter südlich vorgedrungcn und haben die Wafserstation beseht Es kehren normale Verhältnisse wieder, Eine Anzahl Wirtschaften nnd Läden haben wieder geöffnet, Tic amerikanischen SchiffskapcNen spielten gestern in verschiedenen Stadtteilen,
Galveston (Texas), 24, April, Vier Infanterie-Regimenter, eine Batterie und das <!, Kavallerie-Regiment stellen zusammen 4708 Mann, die in Galveston cingeschifft werden sollen, um zur Verstärkung der Besatzung nach Veracruz abzugehcn. Sie loerden von dem General Fünften, der sich auf den Philippinen ausgezeichnet hat, befehligt, Belä" Rungen der Amerikaner in Californien,
San Diego (Californien), 24, April, Ter amerikanische Konsul in Ensenada telegraphierte, daß mexikanische Bundestruppcn und der Pöbel die Ainerikancr angegriffen haben. Daraufhin ist das Küstcnpanzcrschiff „Cheyenne" von San Diego dorthin entsandt worden.
Der Könict von England in Paris.
Paris, 24, April, Ter König und die Königin von England sind in Begleitung Sir Edlvard Grcys heute vormittag in Parts von dem Präsidenten und Frau Poinearö zum Bahnhof geleitet worden,
P a r i s, 2t, April, Der K ö n i g v o n E n g l a n d hatte gestern nach dem Diner im Ministerium des Äeußcrn eine »iel benw-rklc lange Unterredung mit deni deutschen Botschafter Fretherrn v. Schön, Beide Majestäten haben übrigens während ihres hiesigen Aufcmhatts wiederholt Veranlassung genommen, in Gesprächen mit Frcchcrrn von Schön in den sreundschasltichsten Worten ihres letzten Besuches in Berlin zu gedenken,
Paris, 24, April, Vor seiner Abreise sandte der K ö - n ig von England an den Präsidenten Po tri - c a r e ein T c l e g r a m m, in dem er seinen und der Könstsin besten Dank für den so herzlichen nnd freundschafllHlwn Empfang Ausdruck gab, den sie empfunden hätten. Der Aus enthalt in Paris werde immer eine ihrer kostbarsten Erinnerungen sein, und sie würden niemals die Ausnahme vev- gesscn, die ihnen bereitet worden sei. De, König wiederholte dem Präsidenten gegenüber die Wünsche für eine glückliche A u s r c ch t e r h a l l u n g der innigen Beziehungen zwischen den beiden Ländern, Präsident Poinearä sandte ein Danktelegramm, in dem cs beißt: Paris, welches die Freude gehabt hat, das Herrscherpaar des befreundeten Reiches zu begrüßen, und die gefaulte französische Bevölkerung werden entzückt bleiben von dem Besuch, den sic nicht vergessen werden.
London, 24, April, Der König und die Königin von England sind heute abend wieder in London cingctrosfen,
London, 2t. April, Der „Daily Chrouirle" schreibt:
Tie Kommentare der Presse des Dreibundes geben Grund zur Befriedigung, Sic erkennen besser als früher daß die englisch-iranzösischc Entente weder eine schwache und unstabile noch emc iriedensbedrohendc Kombination ist, Tic „Kölnische Zeitung" die oü die Stinime der deutschen Regierung ist, spricht 'sehr verständig in diesem Sinne, indem sic meint, daß die Rolle Englands in der Triple-Entente mehr die ist, Rcibungc» mischen ihren Partnern und den, Dreibünde zu verhindern, als sie zu schüren Ganz ähnliche Kommentare sind in den tührcnden österreichischen und italienischen Zeitungen erschienen. Wir halten diese Betrachtung sür vollständig gerecht, Tic alte enge traditionelle Freundschaft zwischen unserem Auswärtigen Amte und dem von Dien und Rom und die neuere aber aufrichtige Herzlichkeit, die zwischcnLondonu ii d Berlin besteht, sind keine Bedrohung sür die Entente und sie werden selbst »iän durch die Entente bedroht, Fm Gegenteil, die gleichzeitige Pflege dieser beiderseitigen Be- * ziehnngen wird am besten in der Lage sein, wirksam sür den Frieden nnd die Harmonisierung aller Mächte zu arbeiten.
Deritscbes Nekch».
Das K a i f e r v a a r i » Korfu, Ter Kaiser hörte am Freitag vormittag die Vorträge der drei Kabinettschess und des Gesandten von Treuster, Zur Mittagstafel war das Köirigspaar
bcr Hellenen und die Prinzessin Helene von Griecheickand geladen. Das Kaiferpaar und das Königspaar der Hellenen verwerltcn nachmittags bei den Ausgrabungen bei Garitza, wo auch Mr. Armour erschien, der aus seiner Jacht „Utowana" cingctrosfen lo«r, 2 6 badische Gymnasiallehrer, welche unter der Führung des Professors von Tuhn aus Heidelberg aut -einer - tu 0 ',-nre:>e aut Staatskosten begriffen sind, besuchte» cbcnialts die Ausgrnbnw gen, t»o Proscssor^T o e r ps ej d einen Vortrag hielt, dem auch die Majestäten zuhürtcn,
Vorträge beim Kronprinzen, Zur Abendtafcl beim Kronpriiizenpaar im Berliner kronprinzlichen Palais waren am Donnerstag geladen Statthalter Tr, v. Da l l w i tz , -Staatssekretär Tr, Delbrück, Wirll. Geh, Rat v. Kroch er. Vorher lwtte der Staatssekretär Dr. Delbrück dem Kronprinzen #ui‘ Information einen kurzen Portrag üver die wirtschaftlich-politische Entwicklung Preußens nnd Deutschlands gehalten. In gleicher Meise wurden vom Kronprinzen vor einiger Zeit der Ilntcrslaatssekrelär Zimmer m a n n vom Auswärtigen Amt sowie der K r i c g s m i n i st c r empfangen, Zimmcrmann sprach über die Lage der auswärtigen Politik, während der Kriegs- minister den Kronprinzen über allgemeine militärische Fragen orientierte.
In, preußischen Abgeordnetenhaus wurden am gestrigen Freitag vor der Beratung des Eisenbahn- anleihegcsctzes einige kleinere Voranschläge vorgenoinnicn, deren erster der des Finanzministeriums war. Beim Voranschlag des Abgeordnetenhauses, der hierauf in Angriff genommen wurde, lag ein Antrag des Abg, Dr, Dittrich (Zentr.) vor, der von den Nationalsibcralen, der Volkspartei und den Freikonservativcn mit unterstützt ist und die Regierung ersucht, während der Legislatttrpcriode den Mitgliedern des Abgeordnetenhauses für die gesamte Monarchie eine Freisahrlartc auf deu preußisch-hessischen Staats- bahnen zu gewähren. Nach der Begrllnd»iig,durch den Antragsteller verlas der Untcrstaatssekrctär Dr, T r e w s eine Erklärung des Minister des Innern, in der aus der Befürchtung heraus, daß die Pr rsenzverhällnisse des Hauses leiden könnten, eine Neuregelung iin Sinne des Antrags abgelehnt wird. Diese Erklärung wurde im Hause mit lebhafter Unruhe und Oho-Ruscn aufgenommen. Es folgte eine lange und stellenweise sehr lebhafte Aussprache, Ter Abg, v, Bockclbcrg (Kons,) sprach im Namen eines Teiles seiner Fraktionsgcnofscn gegen den Antrag nnd bat mn dessen Ablehnung, Auch die Nationallibcralc» sind sich nicht einig, doch tvird, wie der Abg, Dr, Levy (Natl,) erklärte, der übergroße Teil seiner Freunde dein Antrag Dittrich zustimmen, Abg, Lippmann (Bolksp,) rügte scharf das Berhalten der Regierung, in deren Erklärung er eine Beleidigung des! Parlaments erblickt, Ter Antrag Dittrich wird schließtich gegen die Stimmen eines großen Teils der Konservativen angenommen und dann der Voranschlag vollends erledigt. Auch der Voranschlag des Herrenhauses wurde noch angenommen.
Ehrungen des Statthalterpaarcs Wedel, Aus Straßburg wird berichtet: Bon weiteren Ehrungen für das scheidende Statthalterpaar ist zu erwähnen eine der Fürstin Wedel übersandte Adresse des Kindergartens Lündner, dessen Pr»- tcftorat die Fürstin auch weiterhin beibehalten wird, sowie eine dem Statthalter ^überreichte, von Leo Schnugg ausgeführie, Adresse des Verbandes Straßburger K ü n st l e r, in der „dem schci dcnden Statthalter Grasen v, Wedel, dem ersten, der der Kunst des Landes sein Interesse zuwandtc", der ehrerbietigste Dank der Straßburger ^Künstler ausgedrückt wird, — Am Freitag vormittag wurden im Statthalterpalais die Höheren Beamten des Ministeriums von dem Fürsten v, Wedel in Abschiedsauoienz empfangen. Der K l c i n w o h n u n g s b a n in Mannheim, Nach dcr^ „Neuen Badischen Landeszeitung" hat der Mannheimer Sladtrat beschlossen, den Kleinwohnungsban in der Stadt Mannheim dadurch zu fördern, daß er K'lcin- wohnungshäuser mit zweiten Hypotheken bis zu einer Ge- samtbclastung von 75 Prozent belehnt, Tkd Rheinische Hypothekenbank hat eine Million Mark sür diesen Zweck zur Verfügung gestellt. Mit der städtischen Sparkasse Mann- heini schweben noch Verhandlungen wegen einer ähnlichen Bereitstellung von Mitteln,
Zwei französische ausgemustcrte Torpedoboote gestohlen. Wie aus Toulon gemeldet wird, sind zwei als Ziellchcibcn benutzte ausgcmustertc Torpedoboote spurlos verschwunden. Das eine dieser Torpedoboote war kürzlich 20 Meter tief gesunken. In Toulon hat die Angelegenheit großes Aufsehen erregt, und man behauptet geradezu, daß die beiden Torpedoboote gestohlen worden seien. Im Marineministerium wird erklärt, daß diesbezüglich vom Touloner Seepräsektcn keinerlei Mitteilung Angegangen sei.
Der deutsche Botschafter in Rom hat sich nach Bologna begeben, um dort mit dem aus Korfu zurücklchrenden Reichskanzler zusammenzulreifcii.
Ai bciterberveynng.
B a r c e l o ii a , 24, April, (Priv,-Tcl,) Zwischen streikenden Fuhrleuten und Arbeitswilligen kam es zu einem Zusammenstoß, Ein Ausständiger und ein Polizeibeamter wurden durch Schüsse schwer verletzt. Die Mitglieder des Strcikaiisschusses wurden' oer-
hastct.
Arir Stadt mnv LsnK»
Gießen, 25, April 1914,
** Tages kalc n der sür Sonntag, den 26. April:
21 l lg. A iisstetlniig von Hunden alter Rassen: Licbigshöhe, 8 Uhr vormittags bis 6 Uhr abends,
W e l t v a n o r a in a: Asterweg.
Lichtspielhaus: Täglich Vorstellung,
U Ii i o n - T h c a I e r: Täglich Vorstellung. . tTicnstagS und «amstags neues Programm.)
O b er he s s i l ch c r K » II st v e r c I n, Tie Gemälde-Ausstellung itt täglich von 11—1 Uhr. Mittwochs von 3 bis 5 Uhr, nnd an Sonntagen von 11—3 Uhr geöffnet.
O v c r b e s l i s ch e s M n s e n in null ffio il'|t(it So m m. I nun eit. Geöffnet Sonntag vormittags II—1 Uhr imentgeltlich, Musen m kür Völkerkunde, Geöffnet an Sonntagen vormittags von 11—1 Uhr unentgeltlich.
Die Anlage in n s i k findet bei giilein Wetter am Sonntag vormittag IHN II Uhr statt. Sptelvtan: i. Alte Böget nnd schon da! Marsch von Gonter; 2. Ouvertüre zur Over .Der Wildschütz" von 2t. Lortzing; 3, Fantasie aus der Over .Faust" von Ehr, Gonnod; 4. Rosen nu3 dem Süden I Walzer von I. Strauß.
** Aus dem Eisenbahndienstc, Der Werkmeister-Assistent Christian Rumpf in Gießen wurde mit der Ernennung zum Etsenbahn-Betriebswerkmetster nach Dortmund versetzt,
** Auszeichnungen auf der Gewerbesus- 1t c du n g Gießen 191 4. Auf Beschluß der Stadtverordnetenversammlung tvird die Stadl Gießen deu Anregungen der Stadtverordneten S o m m e r nnd Eichenauc r folgend, künstlerisch w e r t v o I l c M c d a i l l e n Herstellen lassen, mit denen .Höchstleistnngen ausgezeichnet werden sollen,
** Uebungsreisc der Kavallerie-Inspektion, Am Sonntag morgen tvird die Gencraltnfhek- tion der Kavallerie Berlin in Gießen mikommcn, um von hier aus am Dienstag eine Inspektionsreise durch dasLahntal anzntretzen. Es werden hier 10 Gene
räle, 13 Stabsoffiziere, 8 Hauptleute. 1 Veterinärofsizier,,
8 Wachtmeister nnd Unterofslzterc, 7l Mann erwartet, 65 Pferde werden aus Hanau und Berlin mikoinmeii, Führer der Reise ist der General-Inspekteur der Kavallerie, sGoneral- leutnant v, d, Marwitz,
**ZnrFclddic»stübungdcr116er, Eine Anzahl von Bürgern aus Grünt »gen schreibt uns: „Bei der Felddiensrübnng des 2, Bataillons des Fnsanteric-Regi- , mente- Nr, 116 aus Gießen ain Freitag spielte uns die Regi- mentskapelle unter der Leitung ihres Dirigenten, des Obcr- musitmeisters Löbcr, einige schöne Musikstücke am Obcrtor bei der Schule, Es hatten sich viele Leute angcsammclt, um da? schöne Konzert mit anzuhören. Es ist ein seltener Fall, daß uns Grüninger Ortsbürgcrn solche Musik zuteil wurde, und wir sprechen unseren Dank aus. Hoffentlich haben wir in Grüningen noch öfters Gelegenheit, solche schönen Musikstücke zu hören,
** Schwerverletzt wurden am Freitag die Arbeiter Klee aus Alsfeld und G r c b aus Leusel in die G t c ß e n c r Klinik gebracht. Bei den Erdarbetten am Bahnban brr Strecke A l s f e l d—N iedcr-Aula, die über die Schwalnr und den Wicscngrnnd bei Al ten bürg führt, war Klee von der Feldbahn zwischen die Wagen gestürzt. Beide Beine wurden von den 50 Zentner schweren beladenen Wagen ab gequetscht. Der Arbeiter Greb wurde ebenfalls über fahren und verlor ein Bein.
"Selbstmord eines Liebespaares. In Bamberg wurden im Hain ein Liebespaar, der Zigarren - macher Weise ans Gießen nnd die geschiedene Margarete Goral, geb. Müller ans Hüttenbach, erhängt ans- gefnndcn.
" Eine Tovvelhochzeit, Die Eheleute Wilh. W e r zi e r, Ochtllei straffe 18, feien, heute silberne Hochzeit, während ebenfalls heute ihre Tochter 'Minna Herrn Fritz Hart mann, Ederstr. 2t, angetrant wird.
** Legate für Studierende der R cch t s wi sis r n - s ch a s t. Wie das Großh, Ministerium der Finanzen bekannt gibt, sind aus der Landrichter Tr, Müller scheu Stiftung zu Tarmstadt vier Unterstützungslegate von jährlich 500 Ml, an bedürftige elternlose Studierende der Rechtswissenschaft aus den Provinzen Starkenburg oder Ober- Hessen zu oergkbcn, Beiverbungen um diese Legate sind binnen vier Wochen bei dem Großh, Ministerium der Finanzen in Tarmstadt einzurcichcn,
** Hessische Lan dcskonferenz des Vereins der Freundinnen junger Mädchen, Wie schon berichtet wurde, findet ain 28, Avril (Dienstag) im Kurhaus zu Bad- Nauheim die hessische Landeskonferenz des Vereins der Freundinnen junger Mädchen unter dem Vorsitz'der Fürstin Maria zu Erbach-Schönberg statt. Zu den Nachmittagsvorträ- gen, die öfsentlich sind, hat die Großhcrzvgin ihr Erscheinen in AussickN gestellt,
r * Hessischer Landesverband Jungdcutsch- l a n d. Ein Jugendtag des hessischen Landesverbandes Jung, deutsihland findet morgen Sonntag in der Turnhalle statt, Ter l, Vorsitzende des Jungdeutschland-Bundes für Hessen, Freiherr v, Hehl, hält einen Vortrag über Zweck und Ziel des Bundes.
"*Dcr EvangelischeJünglingsbundim Groß- Herzogtum Hessen (Hessenbund) wird sein diesjähriges Jah- resscst am 14, Juni in Fricdbcrg feiern, Zn Festrednern sind bis jetzt gewonnen: Universitätsproscssor l), Schi an-Gießen, Geh, Obcrkonsistorialrat v, P e t e r scn-Tarmstadt, Direktor v, S ch o c l l - Friedberg, Professor L am Pas -Friedberg.
** Das Rote Kreuz feiert in diesem Jahre sein 50jähriges Bestehen und ani 10. Mai d, I, soll deshalb ini ganzen Reich eine Sammlung zugunsten dieses auch im Frieden tvcrktätigen Verbandes eingeleitct werden, um ihm die nötigen Mistel zur Förderung seiner hochbedentsamen , Zwecke zuzuführcn. Es ist deshalb vorgesehen, in der Zeic,- vom 10. Mai bis zum Ende dcS Jahres überall Veranstaltungen in die Wege zu leiten, deren Erträgnis dem Roten Kreuz zugute kommen soll, Uni darüber zu beraten, was in Gießen geschehen soll, hatte der Oberbürgermeister gestern abend die Spitzen der Behörden, die Vorsitzenden der 6!icßener Vereine, sowie eine Anzahl im öffentlichen Leben stehender Herren und Damen zu einer Besprechung inr Sttzungssaale des Stadthauses cingeladen, in der da? Programm der Veranstaltungen erörtert wurde. Die Versammlung einigte sich darüber, daß am 10. Mai Festgottes-, dienste der verfchiedenen Bekenntnisse und abends eine ösfentliche Feier abgchallen werden soll. Die beiden Turnvereine, die Gesangvereine, Radsahrervcreine usw, haben dazu ihre Mitwirkung bereitwillig zu gesagt. Späterhin soll' dann ein Gartenfest mit Tanz und allenfalls eine akademische Feier im Stadttheatcr abgehälien werden, bei der auf vielfachen Wunsch der Rektor Prof, Dr, Eck in einer kurzen Rede der Bedeutung des Roten Kreuzes gedenken wird. Zum Schluß der Sitzung ivurdc ein Ortsausschuß gebildet, der außer den Spitzen der Behörden die Vorsitzenden der in Frage kommenden Vereine umfaßt, und weiterhin wurde ein Arbeitsausschuß-bestimmt, der mit der Ausarbeitung der Fcstordnungen betraut wurde,
** N a t n r s e l! en hc i t. Am zweitletzten Baume der Pap- pelallce bei der G a n s e n b u r g tritt eine eigenartige Erschcr- nimg.zutage. Ans der Krone dieses Baumes wächst ein kleines Fichtenbäumchen, Tie ncucn grünen Triebe deuten daraus hin, dal: cs auch in diesem Jahre seinen Platz als Schmarotzer in luiiige7 Höbe behaupten will. Da die Paopcln bekanntlich viel Säst und Feuchtigkeit in sich bergen, wird das Bäumchen vorläusig noch genügend Nahrung da oben finden,
Landkreis ttsieße».
(i) L a n g s d o r i, 21. April, In der Nacht auf Freitag wurde bei dem .auf der Strecke Langsdorf—Hungen wohnenden Bahnwärter Metzger ein Einbruch versucht. Kurz nach 10 Uhr abends vernahm der ablösende Bahnwärter Sehrt von Hungen verdächtige Geräusche und Gtasscherbenklirren, Er weckte darauf seinen Kollegen Metzger, um »ach der Ursache zu sehen. Als die Beiden aus' der Hanstüre traten, wurde» drei Schüsse auf sie abgegeben, 'Nun gab auch Metzger einen Schuß ab, ivoraus sich offenbar der oder die Täter entfernten. Als die Bahnwärter gcmcin- schastlich die Umgebung der Häuser abfuchten, inachten sie die Wahrnehmung, daß die Täter die Latcrnenschciben ern- geschlagen »nd die Laternen ansgeblasen halten, Tie sofort benackrichtigte Gendarmerie ans Hungen stellte alsbald Ermittelungen an: es ist jedoch bis jetzt nicht gelungen, die Einbrecher zu ermitteln,
£ Allertshausen, 22. April. Die Erbauung der Wasserleitung ist vom Gemeindcrat beschlossen worden. Sic ivird von der KrciSbauinsvettion Gießen anSgeführt.
Kreis Büdingen.
8 B1 c i cki c » b a cki, 24, April, Am verflossenen Sonntage verabichiedcie sich der bisherige Dirigent des Gesangvereins, Lehrer I, H e i st- -Düdelsheim, welcher an die Bolksschnlc nach Kastel versetzt worden ist. Als neuen Leiter hat der Gesangverein den Cchulvcrwaltcr Karl Schnierlc aus Gedern gewonnen,
S Ortenberg, 24 April, Hier wurde infolge oer steift eil de II Schiller za hl die 3. SchnlsteUe errichtet. Als Un- tcrrichtslokal Zoird ein früherer Schnlsaal benutzt,
Ii. Bad S a l z ti a ii l e II, 24. tzlpril. Die Eröffiiiiiig der die-, jährigen Vadc-Eailon eifost» am I, Mai, Badchans »nd Iiibalatoriniii sind Emmi wieder täglich von 8—12 Uhr vormittags, soivie von 2-6 Uhr nachmittags regelmäßig geöffnet. Während


