Korps, b»runttt der deutsche Bvrschaster und Freifrau von Echoen, die Mitglieder der Regierung, die Präsidenten des Senats und der Kammer sonne die hohen Würdenträger teilnahmcn, Hieraus fuhren der König und die Königin not dem Präsidenten zur Galavorstellung in dem prächtig geschmückten Opernhaus, Der Andrang vor dem Opernhaus war so gross, das, die Kette der Sckuitzmann- ichast mehrfach unterbrochen wurde, Gegen 12V? Uhr nachts kehrte das Könige paar in das Ministerium des Acußern zurück,
Ministerpräsident D o u m e r g u e gab Donnerstag abend zu Ehrrn des Königs »nd der Königin Von England ein Diner, an dem etwa 100 Personen teilnahinen, darunter Präsident Poincare und das Gefolge des Königspaares, die Mitglieder der britischen Botschaft, die Präsidenten des Senats »nd der Kammer, das diplomatische Korps, unter ihnen der deutsche Botschafter mit Gemahlin, sowie die Gesandten von Norwegen und Dänemark, die Mitglieder des Kabinetts, hohe Würdenträger und angesehene Persönlichkeiten,
rcutidi» Neicb.
Der Kaiser an den Statthalter v, Wedel, Der Kaiser richtete unter dem 18, April an den Statts Halter in Elsaß-Lothringen, Gencraladjutuntcn und General der Kavallerie Grafen v Wedel folgendes Handschreiben: „Lieber Graf v, Wedel! Ihrem Wunsche entsprechend habe ich Sie durch Erlaß vom heutigen Tage von dem Ainlc als kaiserlicher Statthalter in Elsaß-Lothringen abberusen. Ich kann mir nicht versagen, Ihnen noch in besonderer Weise meinen wärmsten Dank zu erkennen zu geben für die treuen und aufopfernden Dienste, welche Sic mit unermüdlichem Pflichteifer in den Jahren Ihrer Statih-rlier- schast wie in allen srül>ercn militärischen und diplomatischen Stellungen mir und dem Baterlandc geleistet haben. Zum Zeichen meiner datilbarcu Anerkennung ihrer hervorragenden Verdienste und meines unveränderten Wohlwollens habe ich mich in Gnaden bewogen gefunden, Sic unter der Jbneit bisher zustehenden Namenssorni in den Fürsten st and mir dein Prädikate „Durchlaucht" fti erheben, Es gereicht mir zur herzlichen Freude, Sie hiervon in Kenntnis zu setzen und verbleibe ich allezeit Ihr wohl- afsektionierter banibarer Kaiser, Wilhelm I, K.
Der Reichskanzler ist Donnerstag vorniittag an Bord des Kreuzers „Breslau" imch Brindisi abgcre st, von wo er über Bologna und München nach Berlin zurückkchrr. Gleichzeitig traten der Generalintendant Gras v, Hülicu-Haescler und Joseph Laust als Gäste des Kaisers in Korfu ein,
D e r d e u t s ch e B o t s ch a f t c r F ü r st L r ch u o w s k v z n m Ehrendoktor ernannt. Aus London wird bekann gegeben, daß der deutsche Botschaster Fürst L i ch n o w s k v von der ilnivcrsität Oxford ani 3, Juni zmn Ehrendoktor der Rechte crnamit wird.
Liberales Wahlabkommen im Königreich Sachsen, Das liberale Wahlab kommen für die bevorstehenden Landt-agswahlen im Königreich Sachsen ist von dem dazu bestinmlten Ausschuß, dem je drei Vertreter der Nationollibevalen Partei und der Fortschrittlichen Volks- vartei angehörten, zunl Abschluß gebracht worden und soll demnächst den zuständigen Partciinstanzen zue endgültigen Annahme vorgelcgt ivcrden, Wider Verabredung wird der Inhalt bereits jetzt von einem Blatte veröffentlicht, Danach sind sämtliches)! Landtags Wahlkreise mit liberalen Kandidaten besetzt, unü zwar sollen 63 Wahlkreise von den Rationalliberalen und 28 von der, Fortschrittlern besetzt werden. Auf die einzelnen Landesteile verteilt sich der Aufmarsch der beidcck Parteien wie folgt: Dresden und angrenzende Kreise: 13 nationalliberalc, 6 volksparteiliche Kandidaten; Leipzig und benachbarte ländliche Kreise: 6 Rationalliberale, 3 Volkspartei: Chemnitz und benachbarte ländliche Kreise: 5 Rationalliberaie, 2 Volks Partei; Lausitz: 6 Rationalliberale, 4 Volkspartei: Oberes Erzgebirge: 5 Nationalliberale, 4 Volksport ei; Vogtland: 6 Nationallibe- rale, 2 Volks Partei; Zwickau und westliches Erzgebirge: 8 Nationalliberale, 3 Volkspartei; Mittleres und nördliches Sachsen: 14 Nationalliberalc, 4 Volkspartei, Nach Mitteilungen aus Sachsen ist an der endgültigen Genehmigung durch die beiderseitigen zuständigen Parteiinstanzen * nicht zu zweifeln, so daß das Abkommen, wie in Aussicht genommen, bis zum 15, Juli endgültig zum Abschluß gebracht sein wich.
KtiflaitS.
llebcr bas Befinden des Kaisers Franz Josef wich offiziell miigcteilt: Tic Nacht zum Donnerstag war durch Hustenreiz gestört. Die katarrhalischen Erschei- nungen sind noch in gleicher Stärke vorhanden. Der Kräftc- zustand und der Appetit sind, befriedigend.
Der König von Schweden hat die Ucbersührung nach dein Schloß Trottningholm am Mittwoch ohne Beschwerden überstandcn. Er hatte eine rulsigc Nacht und fühlte sich am Donnerstag kräftiger. Regelmäßige Krank- heitsberichte werden von jetzt ab nicht mehr ausgegebcn. Eine Auszeichnung Jswolskis, Ein Erlaß des Zaren anläßlich der Verleihung des Alerandecncwski. Ordens an den Botschaster Jswolski bebt dessen lwchst nützliche Tätigkeit in dem befreundeten und verbündc'e'l Frankreich und die engen Band« zwischen Rußland und Frankreich hervor, die nicht nur eine Garantie für llle Interessen der beiden verbündeten Länder, sondern q 7hi als ein wertvolles Unterpfand zur Wahrung des Wllt-
grdonkcn nild die Ausstellung, Für alle Mitteilungen steht die Berliner .^ntralc des Deutschen Wcrkbundes zur Verfügung,
— dauvtinaiin und Reinhardt, Gutem Vernclimcii nach dar! man, wie das Berliner Tageblatt meldet, mit einer Ber nnbarnng rechnen, die zv.üschcn «erhärt Hauvtmann und dem Dcutichkn Theater dahii, getroffen wird, aast die Reinhardt- Buhne die Werke des Dichters in Zukunst auisührcn wird Es wurde slchftncr um ernen ähnlichen Vertrag handeln, wie er früher zwilchen utto Brahm und Gerhait daummann deslandea ha! Wenn dieses liebere,nkommcn abgeschlossen wird, wäre damii ahne weiteres zugleich bekundet, daß Gerhart tzauptmann siö, vom Deutschen Künstlertheater trennt, dessen Sozietär und Regisseur er bislzer gewesen ist, D-a auch Rittner sich vou diesem Institut los- ko,t, mich es sich unter der Direktion des Herrn Willi Grunwaid vernnnlich nach der Richtung entwickeln, daß sein Spielplan den kommenden HauMkräitcn, Frau Tilla Duricur und Herrn Paul Degcner angepaßt wird,
^ 2 t to Ernst in Paris Der bekannte Hamburger
Schriitneller Otto Ernlt hielt am Ticnslag abend aus Einladung des Vereins für die Vcrbrcilung der fremden Sprachen einen Bartrag über seine Werke, in dem er insbesondere über seine Essays über Lessing und Nitzslbe sprach und sodann Bruchstücke aus mehreren seiner Romane, Novellen und Humoresken, namentlich ,I>ans im Glück", „Asmus" und der „Der Jünling" vorlas. Die sehr zahlreiche Zuhörcrschast nahm die Vorlesungen mit lebhaftem Beifall aus. Ter Obmann des Vereins, Professor Leon E a n e, Mitglied des Instituts und ehemaliger Dekan der Pariser Recht--- sakultät, sprach dein Vortragenden den herzlichsten Dank aus,
— Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissenschaft, In Venedig fand die feierliche Eröffnung der 11, intcr- nationalen Kunstausstellung statt.
friedens dienten, der -durch die Tätigkeit des Botschafters
noch mehr gefestigt worden sei, und wofür der Kaiser ihm sein Wohlwollen zu erkennen gebe.
Nur StaSt «nd La«K.
Gießen, 24. April 1814,
SluS der Liisung der Stadtverordneten.
Die erste Sitzung unter dem neuen Oberbürgermeister hatte keine ungewöhnlich bedeutsame Tagesordnung.^ aber dennoch machte sich der neue Geist, der in unserem L-tadt- haus cingezogen ist, aufs angenchmsde bemerkbar, a,tc Beratung der mannigfachen Angelegenheiten wurde rasch und ftott erledigt, und wenn sich auch einzeln« Stadtverordneten während der Ausführungen des einen oder anderen Herrn durch private Unterhaltungen störend bemerkbar machten, so konnte man doch mit großer Freude beobachten, daß die Zügel in einer straffen, festen Hand ruhten, und allgemeine Unterhaltungen, wie das früher häufig der Fall'war, nicht aufkommen konnten, Zn Eingang der Sitzung machte Oberbürgermeister Keller neben einigen anderen Mitteilungen auch bekannt, daß das Urteil über die S t ad iv e r o rd ne te n wahle n am nächsten Sonntag rechtskräftig werde, da im Interesse der Stadt hoffentlich niemand Beruftu,g einlegen ivcrde. Eine Sitzung, in der über den Termin für die neuen Wahlen beraten werden soll, loird gcgcbciicnfälls am nächsten Donnerstag statt- sinden. Unter großem Beifall der Versammlung teilte der Oberbürgermeister weiter mit, daß er die Absicht habe, die Zahl der Wahlbezirke zu vermehren, wodurch eine schnellere und zuverlässigere Zählung gewährleistet werde, Bon besonderem Interesse war daneben eigentlich nur noch die Beratung über die elektrische Dahn nach Wies eck, die auch eine längere Aussprache veranläßte, Tie Versammlung war sich darüber klar, daß durch den Ban von Außen- bahnen die Städte keinen praktischen Vorteil haben, und daß höchstens ideelle Gesichtspunkte in Frage kommen könnten, Erfreulich war cs, daß man von der sog, Feldbahn, die ja auch iaum einen Freund gehabt hat, vollständig ab- gcgangen ist und als einzigen Weg in der Gießener Gemars kling die Kreisstraße angenommen hat. Was die Linienführung in Wieseck ' selbst anlangt, so einigte sich die Versammlung glücklicherweise auch hier auf den Antrag des zusammengesetzten Ausschusses, der die Linie für die Graben und Kornblumeustraßc bis zum Lindenplatz Vorsicht, damit ein größerer Teil von Wieseck berührt wird und späterhin auch ein allcnfallsiger Ausbau nach Alten-Buseck möglich ist. Aber wenn man sich auch über die Grundfragen einig war, so kamen im Laufe der Beratung doch mancherlei Soudcrwünsche zum Vorschein, die jedoch schließlich alle im Orkus verschwanden. So ist denn gleich in der ersten Sitzung des neuen Regimes eine Frage erledigt worden, die seit vier Jahren hilllos in der Schwebe hing, und Gießen solvohl als auch Wiescck wird es dem Oberbürgermeister Keller Dank wissen, daß er in dieser Angelegenheit schnell und bestimmt eine erfreulich« Acnderung herbeigc-führt hat, so daß nun ein bestimmtes Ziel in absehbarer Zeit erreicht sein wird,
** Der Geheime Forstrat Pros, Dr, Karl Wirnmenauer, Ordinarius der .Forstwirtschaft an der Universität Gießen, begeht am 25. April seinen 70, Geburtstag. Geboren zu N c ck ar st c i n a ch, studierte er in Gießen, war mehrere Jahre im Großh, hessisäwn Staatsdienst tätig, übernahm 1872 die fürstlich solmsche Oberförstcrci in L ich, zunächst provisorisch, und wurde zwei Jahre später, unter Verzichtleistung aus den Staatsdienst, ebenda endgültig als Forstrat angestellt. Seine dortige amtliche Stellung bot ihm Gelegenheit zu wissenschaftlichen Arbeiten und Veröffentlichungen auf dem Gebiete des Wald- wegcbaucs .und der Holzmeßkunde, Diese vcranlaßten im Jahre 1887 seine Berufung als a, o, Professor der Forstwissenschaft an die Universität Gießen, 1888 erfolgte seine Ernennung zum Ordinarius. Außer zahlreichen Artikeln in Fachzeitschriften verfaßte er: „Grundriß der Daldwert- rechuung und forstlichen Statik" (1891), „Grundriß der Waldwegbaulehre" (1896), „Grundriß der Holzmeßkunde" (1906), „Grundriß der Wakdertragsrcgetung" (1907) und besorgte die vierte Auslage von Hetzers „Anleitung zur Waldwertrechnung", Scll 1902 ist er Redakteur der „Allgemeinen Forst-und Jagdzeillmg".
" 2ln§ dem Schuldienste. Uebcrtragcu wurde dem Lehrer Peter Sommer zu Hornbach, Kreis Heppenheim, eine Lehrerstclle an der Volksschule zu Leiselheim, Kreis Worms; dem Lehrer Eduard Volkheimer zu Heldcnbcrgen, Kreis Friedberg, eine Lehrerstclle an der Volksschule zu Horch- heim, Kreis WormS; dem SchulamtSaspiranten Philipv Hassinger au? Rieder-Saulheim, Kreis Oppenheim, die Lehrerffelle a» der Volksschule zu Feldkrücken, Kr. Schotten.
*’ f Vorträge über biblischen Unterricht, ^cin Krcisschulinspektor Professor Tr, Alles ist cs gelungen, den bei der Ausarbeitung der neuen bibkisckw» Geschichte sür die evangelischen Schulen des Großherzogtums Hessen täsig gewesenen Ausschuß zur Darlegung der dabei in Betracht tommcndeu Grundsätze in Vortrüge zu gewinnen, Es sind drei Versammlungen in Steins Garten geplant, von denen die erste am Donnerstag stattfand. Eine große Anzahl von Lehrern und Gcistlickien aus allen Teilen Obcrhesjcns hatten sich eingefunde». Superintendent Pe- tersen leitete die Versammlung, Als erster Redner sprach Lic, Jäger (Friedbergl über die Propheten des Alten Testaments, Sodann beantwortete Professor Die hl (Friedberg) die Frage: Warum bedeutet die neue biblische Ge- schichte einen Fortschritt? Als nächste Redner sind Lehrer Dollin g er (Ober-Gleen) und Schulrat Dietrich zEr- bach) vorgesehen,
** Das Lichtspielhaus veranstaltete gestern abend einen sehr gut besuchten und auch fehr hirbsch verlaufenen Konzertabcnd. der neben gut ausgew-ählten Musikstücken eine ganze Anzahl hervorragender Lichtbilder brachte, Tie unter Leitung des Kapellmeisters Jos. Herrinann stehende, gut besetzte Kapelle brachte in der Hauptsache Musikwerke älterer Meister, wie Wagner, Suppe, Berlioz. Joh, Strauß, aber auch neuere Meister wie Mich, Strauß, Puceini, Kütsckiera und , , , Gilbert lvaren vertreten. Besonderen Beifalls hatte sich Herr Heini mit seinem Violin- solo zu erfreuen, der das Konzert Nr, 1 von Berlioz mit guter Technik und sicherer Auffassung spielle. Ein Prachtstück der Darstellung war der Film Blumen im Werden und Vergehen, in dem die Blüte einiger bekannter Blumen in sehr interessanter Weis« vorgeführt wurde. Sehr lustig wirkte die Humoreske M a x e n S O r d e u, in der der beliebte Filmschauspielcr Max Linder feine ungewöhnliche Darstcllungskunst aufs neue bewährte. Eine spannende Handlung bot Der Spürsinn des Raubtiers, Neues aus^ aller Welt brachte das Pathö Journal und viel Beijall fand auch die Gruppe Alegrüi, das zwei hervor
ragende Artisten paare in tückstigen Darstellungen zeigte. Den Schluß bildete das vieraktigc Filnrdrama Frida mit Wanda Treu mann und Diggo Larsen in den Hauptcollen Eine spannende und gut du rchge führte Handlung wird hier mit großer Geschicklichkeit lind in guten Bildern packend und eindringlich wicdcrgeg'ben. Der Untertitel: eine Warnung für Mütter und jung' Mädchen sollte viele, denen die Erziehung von Töchtern anvertraut ist, dazu veranlassen, sich diesen Film anzuschen,
** Das Wcg s chießcn von Brieftauben ist leider in der letzten Zeit hier in Gießen vorgekomntan. Wir erhalten darüber folgendes Befchwerdeschreiben und hoffen, daß der Unfug eingestellt wird:
_ Als Mitglied des hiesigen Bi-icitanbcnkillLs unterhalte ich einen Schlag sehr wertvoller Reisctaubcn 'Nun sind mir in der Chor- woche an einem Tage zwei Tauben iElterntiere> geschossen worden. Daß die Tiere abgeschossen werden, mW kein anderweitiger Verlust i» Frage kommt, beweist der Umstand, daß eines der getöteten Tiere in meine Hände gelangte und ich d<rekic Schutzverletzung sest- stellcii konnte, das andere Exemplar wurde leider von Kindern, welche die hcrabgestürzten Tiere auinahmcil, in die Wieseck gc- worscn. Seit gestern habe ich bereits wieder den Verlust cinei: Taube zu beklagen. Ich inöchte nun hiermit zur Kenntnis bringen, daß derjenige, welcher sich das zweiseihasie Vergnügen macht, Brieftauben, welche unter gesetzlichem Schutze stehen, „ab- zuknallcn", eine exemplarische Bestraiuiig zu gewärtigen hat. Es sind nachweisdarc Fälle bekannt, daß sollte „Schützcii" mit Ge- sängnrs- und Geldstrafen bis zu 150 Mk. bestraft wurden. Auch im vorliegenden Falle dürste der Täter seiner gerechten Strafe! nicht entgehen,
** Das Großherzoglich-Hcssssche Regierungsblatt vom 31, März hat folgenden Jnlmlt: 1, Mantclgcfrtz, 2, Gesetz, die Besoldungen, Ruhegehaltc und die Hinterbliebenenversorgung der Staatsbeamten betressend. 3, Besoldmigsordnung, 4, Gesetz, die Abänderung des Gesetzes üder die Gehalte der Volkz- schullehrer (Reg,-Bl, 1905, S. 277 ; betressend, 5. «netz, die Abänderung des Gesetzes über die Pcnsioninuiug der Volksschullehr« tReg,-B!, 190,5 S, 284 1 betressend, 6. Gesetz, die Abänderung des Gesetzes über die Witwen- und Waisenkassc der Volksschullehrcr vom 17, Avril 1912 (Reg-Bl, 1912 S, 409) betressend, 7, Vereinbarung, die Erhöhung der Zivilliste betreffend, 8, Gesetz über die Kosten der höheren Schulen, 9, Be anntmachung der Texte van Laiwesgeictzen in der vom 1, April 1914 an geltenden Faffung.
** Grundstücksverkehr, Eine Reihe von Grundstücken zu Burkhardsfelden, die aus den Namen des Heinrich Maurer in BurkhardSscldcn und des Heinrich Maurer imd Ebcftau Marie gcb, Seip als Eiesamtgut der Errungenschafts- gemcinschast im Grundbuch eingetragen waren, sollen Samstag, den 6, Jmii 1914, vormittags 9 J 7 Uhr, in dem Gemcindesaal lSchiilhauss in Burkhordsselden im Wege der Zwangsvollstreckung veistcigert werden,
** Kleine Mitteilungen, Ter aus Hatten Heini stammende Winzer Josef Dorne, der sich vor einigen Tagen von der Oestricher Landebrücke in den Rhein gestürzt hat, wurde im Rheine als Leiche gelandet, — Zum Tatorte eines Einbruches hatte sich hier ein Gauner die Bürgermei st erei Langenlonsheim ausgesucht. Allem Anschein- nach ist er durch ein Fenster in das Gchäude gedrungen. Hier hat er ein? Kassette erbrochen und den Inhalt, der über 100 Mk, betrug, niitgenoninien. Vom Täter fehlt bis jetzt noch >ede Spur, — Ein größerer Waldbrand äscherte in kurzer Zeit im Jngclkeimer Walde oberhalb Daxweilcr etwa 5—6 Morgen Fichten knlturcn ein, Landkieis Gießen.
tt R e i 5 f i r cfi e n . 23. April, Einen besonderen Reiz bietet gegenwärtig der am Südausganq des Dockes gelegene Kirsch- berg. Hier stehe» die Kirschbaume, >»>. denen der ganze Hügel bepflanzt ist, in voller Blüte.
tt B n , k h a r d S > e l d cn, 2,1. Avril, Die Ehelrau de? Land- ivirls kl, Haas verunglückte heute dadnrcb, daß die Kühe ai>s dem Ho'e mit einem belndeiicn Wagen durchgingen. Tie Fra» versuchte die Tiere ai> der Zngkette zu luilteii, was ilw aber nicht gelnnq. Schließlich rannle das Kefoan» in einen kremdei. Ho! nild kam erst z»n> Steden, als der Wagen mit der Deichsel wider das Hau? stieß. Die Frau geriet dabei unter die Räder und wnide an den Beinen schwer v e r t« tz t.
Grünbcrg, 24. Ilpril. Slnt Donnerstag mittag verschied NechtSanwalt Ferdinand Nnbe im Alter von 38 Jahren.
Kreis Friedbrrg.
L. Fricdbcrg, 23. April. Das Gesuch um Errichtung eines Notariats in Vilbel ist vom Ministerium abschläglich bcschieden ivorden.
t. Kl c i n - K a r b c u , 23, April, Heute nachmittag tvurde die Leiche des Eiscnbahiibcamten Karl Lohmann von hier aus der Nidda geborgen, ES ist mit Bestimnitheit anzunehmen, daß Selbstmord vorlicgi, Ter Verstorbene war seit längerer Zeit an Gicht erkrank!,
Starkenburg und Rhriiihcsscn.
rm. Darmstadt, 23, April, In der heutigen Stadtverordnete n s itzn n g teilte der Oberbürgermeister mit, daß anläßlich des Prinz-Heinrich -Fluges die Hess, Eisenbahn- Akticil-Gesellschait beabsichtigt, den Verkehr der Dampfstraße bis nach dem Uebungsplatz dadurch zu vcrbesser», daß alle 20 Minuten rin Zug hin und zurückgeht, außerdem werden die sahrplanmätzigcn Züge dovvilt fahren. Hierdurch werden in jeder Stunde etwa 20 bis 30 Wagen in jeder Richtung verkehrcii und etwa 1500 Personen befördert werden können. Der Vorschlag sür die neuen Steuerveranlagung s - A ll ö s ch ü i s c wurde gutgeheißen. Nach Erledigung verschiedener baulicher Angelegenheiten wurde der neue Fahrplan der Straßenbahn sür den Lommer 1914 genehmigt, der eine wesentliche Verbesserung und außerdem die Erössming der elektrischen Dorortlinic mir llzstüiwigem Verkehr nach Ebcrstadt bringt, genehmigt, Eilw Ausiprack^ entstand durch die Erklärung des nationalliberale» Stadtverorduetcii Tr, Nnllner, der sich gegen den in dem hiesigen sozsaldemolraiischen „V o l kS fre » n d" ihm gemachte» Vorwurf verwahrt, daß er in einer Waylver- snmniluiig sür das A b st c r b c n der I ll d u st I i c in Darmstadt kingetretcn sei und es zu. einer „Pensionovolis" machen wolle. Ucbcr die Vorschläge der städt, Sparkasse, den Hhpothckcn- zinssuß von 4 Prozent aus 4»,* Prozent für Ncuausleihungeir und Zusatzhvpolhcken bei auswärtigen Objekten und bei Bcjitzivechsel «äußer Erbschaft) zu erhöhen, riitstand eüic längere Besprechung, Ter Landeswohnungsinsveklor Stadiv, Tr, G r e ft s ch c l sprach sich ganz entschieden gegen diese Maßnahme, wie überhaupt auch gegen die ZinSsvannung von 3' i Prozent sür ein Jahr »nd 40 , Prozent sür Hvvvlhekcii aus. Er fordert dagegen die Einführung der Zwougstllgung hon V, Prozent, Der Vcrwalllmgsrat hatte sich gegen die obligatorische Tilgung ausgcsvrochcn, sondern den Beteiligten die freiwillige Tilgung anhcimgestellt. Von einem Scheckverkehr soll zunächst abgesehen werden,'
in Osicnbach, 24. Avril. Die gestrige Stadtverordneten- silzuna verhandelte über den diesjährigen Voranschlag. Rach ber «eiichmiglnig des RechenichallSberichts und der städtischen Rechnungen sür dar Rechmmgsjahr 1912 gab der Oberbürgermeister Dr, D >i I l o ein Bild über die Mehrausgaben des mit rund 8)4 Mistioncn Blark abschließenden Etair, die in einer Stadt wie Ossenbach natürlich erscheinen. Der 2-oranschlag wurde zur Vor- beraln g den zuständigen klusschüssen überwiese».
Hessen-Nassa»,
N«uh Kösliner Muster.
l! Frankfurt a, M,, 23, April, Aus drm Nieder- raderRennplatzvcrhaftcle gestern die Polizei einen lungen Chilenen, der sich gegenwärtig zu seiner Ausbildung in einem Hanau c.r Geschäft aufhält. Der Jüngling halle sich nach dem Muster des zweiten Kösliner Bürgermeisters einen salschcn Namen bcigclcgt und inner de«


