Ausgabe 
22.4.1914
 
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tMm tut btc ruiiUdje tStattrum« h«bfu. wuutditi'. wir bodj bir bns niiliitfeit Ü>o!ff'J; aber wir wollen

hin« (Vtfunbjduilt, dir n»> mit einer Feindschast fltgeit cm an* b e r f ? D c v m « K M e.Ä Volk vereinbar mntr DieM orning P o st" schreibt:

England würde sein eigenes LebenSintereiie »erkennen, näm Tich das seiner Un«bbangigffit, wenn cs iitrtt tu Cpiftlt bereit wäre, um dal Benchwtnd-o Äranfrci<t>* und seiner etnütipretwen Stellung in der europäischen Politik zn Verbindern : aber England würde die Grenzen seiner P s licht überschreiten, wenn es seinen Bürgern Opfer znntuien würde, um eine B e r g r i, ße t u » g Frankreichs h e r b e t zu ! ü h re ». Das Blatt ivrinü um gegen ein s e ste s B ü n dn i S aus. solange die beiden Regte rungen einander veriranen könnten, solange werden >ic >n itetigem Derkebr sein, und ein Unterschied wird erhallen bleiben »wischen soltlren Verbindungen, an denen nur die eine Nation interessiert ist und »wischen denen, woran beide Nationen ein LebacSmterestr haben Dies sind wenige und etniache Dinge, sic werden keine der beiden Nationen zu einem Akt de« Nngristes stihren: je mehr iie der ganzen Welt oorgeslellt werden, desto geringer tmrd me G;- fahr und »ierden Mistberständnisse sein und deüo sicherer wird levc Regierung der Unterstützung ihres eigenen Volkes in der Koope­ration mit anderen sein.__

fflfrtfo.

Mexiko, 20. April. General feuert# ftot die Zu­sicherung gegeben, daß alle» Ausländern einschließlich den Amerikanern volle löaranlie für ihre Sicherheit gewährt lverden wird.

In Washingtoner Regierungskreisen wird die Meldung bestä­tigt, dag beabsichtigt ist. graste Mengen n'tr feuerta bestimmte Min - nsti t i o n z u b e s ch l a g n a h m c n. die sich gut neutralen Schiiten, die au! der Fahtt nach Veracruz >md. beiinden. Die Parteifübrer im Kongreß sind benachrichtigt worden, daß der Plan bestehe, die Munition nach der Ausladung >m Zollhauie von Brracruz zu be­schlagnahmen. Es verlautet. Präsident Wilson ordne die Beschl-g- nahwe selbst an. salls sich die Annahme der Resolution im Senat verzögere. Admiral Fsetcher ist angewiesen worden, das Zott- baus in Deracruz zu beleben. Es ist seinem Ermessen überlassen, wann die ltesle Gelegenheit gegeben ist, zu verhindern, dost feuerta 200 Geschütze und mehrere Millionen Schutz Munition, die sich an Bord fremder Tampser beiinden, erhalte.

Eine Ecklärimg Huerta?.

Maxi ko, 21. Avril, feuerta hat gestern abend eine Er­klärung erlasse». Darin bietet feuerta de» Ausländern etn- schliestlich den Nordamerikanern. welche IN Mcriko bleiben wollen, Sicherheit. Er will die Gelegenheit benutzen, um der Welt zu zeigen, dast seine Regierung in Meriko gesittet und zivitisiect ist und wünscht serncr dem nordamerikanischen Volk klar zu machen, dast nach dem Bericht des Beschlshabers in Tampico das nord- amerikanische Boot, weiches dort landete und dessen Mannschast von den merikanjschen Oksizieren sestgenommcn wurde, keine Flagge führte. Er. feuerta, fürchte, dast Präsident Wilson hierüber falsch unterrichtet sei und den nordamcrikanischen Kongreß dahin informiert habe, dast das Boot eine Flagge führte. Tatsächlich Hab« die nordamerikanische Flagge nichts mit dem Streit- lgll zu tun. fenerta wünsche, dast das nordamerikanische Volk dies vollständig begreiie Vorsichtshalber tourde eine besondere Wache von 12 Polizesbeamten am Montag abend in die amerikanisch« Ge- sanbtschast gelegt.

Line Aeichrtagrersatzivahi.

Schwetz, 22. April. (Vorläufiges amtliches Wahl­ergebnis.) Bei der heutigen Reichstaasersützwahl im Wahl­kreise Schwejt-Marienwerder 5 erhielten von 15 882 abge­gebenen gültigen Stimmen: Landrat v. fe <t t em « Schwetz (Reichspartei) 8400. ». S a ß - I a w o r S k, - Berlin Wtl- tnersdorf (Pole) 7282 und Parteisekretär Gryg e -Danzig (Soz.) 107 Stitmnen. Land rat v. Halem ist. somit gewählt.

Der Aufstand in «Spfriis.

Duraz zo, 21. Avril. Der Fürst hat gestern abend den Minister rat zusammenbernfen, der die allgemeine Lage beriet und die eoirotische Frag? erörterte. Die okl- gemeinen Richtlinien fiir eine evtl, militärische Aktion in Epirus wurden sestgelegt. Heule vormittag sand abermals Ministcrrat statt, an dem Essad Pascha teilnahm. Es wurde beschlossen, 2 0000 Mann einzuberusen. Unterrichtsminister Turt uli hat seine Entlassung ange- boten, die allerdings noch nicht angenommen worden ist.

Wien, 21. April. Tie Nachricht, daß 1000 Mann der internationalen Besatzung von S ku t ari unter einem deut­schen Major den Montenegrinern e nt ge ge»ge­schickt worden^ seien, wird als unzutreffend bezeichnet. Tatsache sei, daß die Montenegriner das ihnen durch die Dotschastcrkonserenz zugcsprochene Gebiet von fevti und Gruda besetzt haben. In den internationalen Kreisen Sku- taris befürchtet man. die Bewegung unter den Stämmen könne auf den zu Albanien gehörigen Siamin der Eastrati übergreifen. Um die Eastrati zu beruhigen, hat sich Oberst Philipp in das Grenzgebiet begeben, nachdem kürzlich zu gleichem Zweck zwei holländische Offizier« dorthin abge- gangcn waren.

*K« t «nS Flotte.

Eine Ehrung des Generals ». Leszeynski. Ti ..Kreuzzeitung" meldet : Ter Kaiser richtete an den General der In sanierte von Leszcynsti ein Telegramm. in welchem daran erinner wird, dast der General vor iünizig Jahren als iunaer feauptwan: her der Erstürmung der Tüvveler Schanzen den Orden Pour l mertte erwarb, und ihn, mitgeteilt w-rd, dast tfim die goldene Kion zum Orden Pour lc mörtlc mir Eichenlaub verliehen w orden >ü

Jlttf Stadt und fand.

Gießen, 22. April 191t.

Ti« Sterblichkeit tti Hessen.

k>iach den Feststellungen der Großh. Zentralstelle fiir di LanbesstaUstik ereigneten sich rm Jahre 101 :-> (bezw. 1912 1 6 8 46 (17 710) Sterbe fälle. Tic günstige Sterblichk-i des Jahres 1913 ist wiederum von einer niedrige Säuglingssterblichkeit beeinflußt, denn im Alte von unter einem Jabr starben int Jahre 1013 3002 Kinde fleflftt 324, im Jahre 1912. Auf die übrigen Altersklasse verteilen sich die Gestorbene» wie folgt: l4 Fahre alt - 1263 (gegen 1208 im Jahre 1012), 514 Fahre alt -- 54 (620), 15 29 Jahre alt 1186 kl290,. 3059 Fahre alt = 3691 (3944), 6069 .fahre alt > 2772 (2011 und 70 im mehr Jahre alt - 4385 (4362). Mithin ist fast in alle Altersklassen ein all#« me in er Rückgana z konstatieren a 5

Als Todesursachen kommen in Betracht' Ai geborene Lebeiissckzwäche 789 (19)2 -- 809) Fälle, Alter, schwäche 2079 , 2017:, Kindbettsieber 4«! (58 , andere Folge der Geburt 75 ,69., Scharlach 45 (33), Maseru und Rötel 209 (328), Diphtherie und Krupp 139 (184). Keuchhusten U >2lS,, Typhus 8 (25 , übertragbare Tierkrankl-eiten l ( Rose 58 ,49), andere WundinfekttonskranNieiten l 08 (116 Tuberkulose der Lungen 1654 61679 , Tub«(rkulosk ander, Organe 467 (474), akute allgemeine Miliartuberkulose f 61), Lnttgenenlzündung 1360 11466), Influenza 138 1198 andere übertragbare (venerische ustp.) Krankheiten 12 (36 .Krankheiten der Atmungsoxganc 922 (1010), Krankheit«

den .VreiSIf.i'Jsrgiue Herz u'w.) ,918 s?057 , Gchirnschlag 929 (989'. andere Krankheiten des Rervenshstems 747 (833), Magen- und Tarmßatarry, Brechdurchfall 809 (817), andere Krankheiten der Berbautinqsorgetnc 485 524 , Blindoetrm- entznndnu« 8) ,72 . Krankheiten der fegen- und Esttschlechsd oruaite 464 , 4t1, Krebs 1193 (1245 , andere Neubildungen 144 (ii Selbstmord 310 (327', Mord und Totschlag, töd­liche » :verver,etznng 35 ,21. Per inglttckung oder andere gev.-alt:ame Einwirkung 309 369,, andere bctianttte Todes­ursachen 512 545) und Todesursackte uitfit angegeben 4<iU (533) Fälle.

s« raekt , lle fiir Stadt und Landtreis Eiesten Lptechstnnd« jeden Tonneestog abend S bis

T r i » k « r - F ü r Giksteu Asicriveg S,

Ubr. . .^ ^

Stand der Maul- und Klauenseuche. Rach der letzten amtlichen Bcrösscnilichung im ReichSanzeiger ist die Maul- und .Klauenseuche in ganz Hessen völlig er­loschen. .. , ,

* Schweincsenche »nd Schweinepest bestehen zurzeit in Hessen anl 48 Gehi^sien. In O berh es seit ist die Seuche in 3 0 Gehüsten, di- in 6 v-rschiedenen Oct- schassen lieaen, neu a >, Sge b t o chen, so daß die Seuche s-tzt in 40 Gehüsten herrscht, die sich auf 12 Gctneinden und 4 Kreis« verteilen. Ttkse Tatsachen sostien doch zu ernsten Bedenken ?lnl»ß geben. In S t« r k c n b tt r g ist die Schweine- seuche dagegen vcrhältnirmäßig gering verlieien, ebenso in Rhein Hessen. In Siarkenbnrg ist die Seuche ans 6 De- dösten in 8 Beineinden und 3 Kreisen, in Rhkinhesien ätti 2 Gehöften in 2 Gemeinden und l Kreise aufgetrelen. N-u besallcn sind in Rhcinhesten l Gedöst, m Slarkenburg 2 ®c- kösle in zwei verschiedenen Gemeinben.

" Gewerben u# stell n ng Gießen 1914. Das Rmtszimmer der Geiverbeankstellung, das sich in dent Haupl- ausstellmtgSgrbonde, der allen Klinik, bestndei, ist unter Nr, 2015 an da« Fe r niv re ch n c tz ongeschlossen.

** M i! s ch w e r e n B r a nd w u n d e n wurde die junge Frau des Eisenbahnbeamien Läufer in Steeden in eine Gießener feeilanstall gebracht. Sic hatte Petroleum in das fecrdseuer gegossen und die Flomm-er, schlu­gen empor und versengten ihr Kleider und feaare. RatloK irrte die Unglückliclw umher, bis sic schließlich lichter­loh brannte. Hilfreiche Leute löschten zivar den Brand, doch dürste die Berunglückte tnit dem Leben kaum davon-, kommen.

" Zirkus Blumen seid kommt zu eine,» kurzen Gastspiel nack Gießen und wird Aufsbellntig aus Oswaldö-. garten nehmen. Dem llntcrnestinen geht ein guter Ruf dor- ätis und er hat auf seiner diesjährigen Runbsahrt in andern Städten durch die Bielsritigkeii und Güte das Spielplons übeiall graste Erfolge zu verzeichnen gehabt. Als gang besondere Anziehung ist die berühmte Rettertruppe Janslp verpflichtet, di« zuletzt im Zirkus Busch-Berlin mit ihrem Rcitsportakt, betiteltEin Rendez-v-»is der Jugend am Sportplatz", außerordentlich große ErsolHc erzielt«.

** D i c Tircktion des Lichtspielhauses schreibt uns: Morgen. Tonnerstag, findet int Lichtspieshaus, Dghnhos strahe, wi-her ein Konzertabend nnt verstärkter Kapelle statt, welcher besviiders genußreich zu werden verspricht. Besonders ßüustkwerke älterer Meister sind tue diesen Abend vorgesehen. Das Ptograaew. »eiche« mit Aich. WagnersEinzug der Gatte auf der Wartburg" und Eher ausTannhäuser" beginnt, bringt u. a. als Konzerteinläge auch das Konzert Nr. 1 von Beriot (Biolinsolo ,mt Orchest-r-Begleitung, wostir ein bedeutender Solist gewonnen ist. Fne Filmpcageamm ragt besonders das vieraktige Schauspiel Frieda" mal Wanda Treuwonn und Bigge Larscn tzervor. (Siche morgen Jnlercu.)

** Oefsentliche politische Versammlung. Wir trerden gebeten, ans die für nevigcn , Donnetstag) abend in Steins Gar.en ai-ge'e.t: »ssentltche Versammlung hinzuwcen, in der Rcichstagsabgeordneter Pros. Dr. Werner überDie politische Lage" sprechen mtrd.

" Lattdwirllcholclicher 53« r t r n o. Wie die Land tvlrtschallsk-tnuter sür das Kioßtterzsatiim Hessen bekaimt gibt, ktndet am Lanntag, den !8. Apetl, nachmittags 3 Ufer, in !lt ö t l> g e s (Kreis Et eh» n) in, Gastltausc von Gantrnm ein landtvtrischgltlicher Vortrag Uber:Tie Feldbereinigung lind ihre VoetetleE statt Por­ttagender ist Oekonontterai W e i tz e l - Lich.

** Der Bäurische Gesang»« rein wurde tviedcrum sür die dtesiäppize Saison von der Großh. Kurdirektiou Bad N a u h c int engagiert.

E i n Eindecker IRumplertaubc) überflog heute morgen etwa UN, 7V> Ilpr Gießen IN per Richtung FrankfurtKassel. Die Taube flog in beträchtlicher feöhe.

** Klein« Mitteilungen. In Witzenhausen an der Werra wurde dec dreisähiige Junge einer Arbcitersamilze, wahrend er in dein Garten seiner Eltern Ipielte, durch einen Schuß in den Kops getötet. Tie Rachsorschungen nach dem tmbekannten Täter waren bis jetzt ersolglos Der bjoranichlag der Stadt Bingen für das Jahr 1914 siebt in der Betrtebsrechnung eilte Ausgabe von 1 122 374 Mk. und eine Einnahnee von 678 874 Mk. vor. Der lleberschnß aus dem Waflerwerk ist mit 1000 Mk der aus dem Gaswerk mit 36 000 Mk. und der Getoinnanieik an dem Elektrizitätsiverk mit 25 030 Mk angenommen morden. Bon einem Gerüst gm Brückenbau der neuen Rbeinbrücke bei Kemp­ten stürzte der 20jäpttge (simneerniann Joses Benz aus Wei- bcrsbrunn bet Aschassenbnra in den Rhein und ertrank Der in Zürich vcrbaitete Einbrecher Anton Sch äs er, per. obwohl noch Zwangszögltng, in sehr dreister Weise in einem D o r m - st ad I e r Wassengeschäst stark geplünderi bat, gestand dem Unter­suchungsrichter, daß er die gestobleuen Gegenstände zun, Teil im Wald vergraben, zum Teil dritten Personen zur Aufbewahrung übergeben hatte. Am Montag nachmittag um n s 6 Uhr wurde in Klein-Steinheim die Feuerwehr gsarmiert. Es brannte aus den, in der Nähe »es Bahnhoss gelegenen Floßplatz^ Eine Partie Flößholz, der Firma (tzeorg Mütter in feanau gehörig wurde durch das Feuer vernichtet. Ter angerichtete Schaden be laust sich aus etwa 1000 Mk Der Arbeiter Schmidt aus Ossenback, a. M. dtang in Dit lenbu r g in die Wohnung seiner von ihm getrennt lebenden Frau »nd verletzte diese und die Schmie gcrmutter durch Messerstiche schwer. Der Täter wurde verhastet L««»kreis Gießen.

C, 0) Leihgestern, 22. April. Für die aus morgen alwnd 8; Uhr anberaumte Gemein deratssitzuna ist iolgcnde Tagesordnung iestgeketzt: l. Degherstellungen, 2. Gcländeberpach t,,ng. 3. Gebührentestsetzung sür die Steuerveranlggunaskommis- Iwn 4 Ernchtung einer Tchuttgosadestette. 5. Etnirtedtgung von Ggrtengelände. 6. Anstellung eines Wteseniogrts. 7. Vergebung der Ebcrhgltung - Heute morgen 7>1. Uhr überflog ein Einbeck« Tgubei in sehr beträchtticher feähe unseren Ort.

tt Betten Hause», 20. uspril. Am Samstag weilte stier der Stogtsanwoli, ttm 15 sticstge Etntoohner wegen der Bürger, »etsterwästi vom 28. Oktober 1918 zu vernehmen. *ei dieser Wahl siegte bekanntlich der bisherige «ürgermeistee mit 51 gegen 39 Etinnnen, der bi» jetzt ober noch nicht vom Kreisamt bestätigt ist. Eottte die Bestätigung bis zun, 28. April dr. Je. noch nicht erfolgt sein, so muß der Bei> geordnete die Eseschäste übernehnten.

Grünb e r g, 21 ?i,srik Der Ge mein berat k» schajtiqte sich mit der Umgestaltung des Galkutz-, Marktes, mit bem künfttg ein ZuchtVi ehmarkt für Bogeksberger Bi eh verbunden werden soll- Arq den

srüsteren Autrag des Olemetnderates hin Yen der "atu. Wirtschaft» ramme r-Ausschiiß für Oberhessen den Zuchtviehmarlt genehmigt und seine Unterstützung zu­gesagt. Dadurch entsteht den Viehzüchtern Oberhessens eine neue An- und Verkaufsgelcgenheit für Vogel^berger Bieh. Der Gemeinderai nahm die Ncrcksricht »rit Ewnugtuung ent­gegen.

Kreis Büdingen

X Büdingen, 21. April. Der hiesige Rechtsanwakk Koch hat die aus ihn gefallene Wahl zum Bürger-, meiste r in Langenselbold bei feanau nicht an­genommen.

--- Kohden, 21. April. Dem Sohne de? Gastwirts ferch. Uhl III. von hier gingen heute nachmittag d.e Vjerdc durch. Der junge Mann kam zu Fall und der Wagen ging mit einer Sämgichine über ihn himveg. Dabei wurde er durch Hujtrttte und dar Uebcrjahrcn sehr schwer verletzt.

Kreis Lautcrüach.

R. Lautet buch, 21. April Für die fettige Eröiinwtg des ersten Tchükighees der IN eine Realschule unrgewandclten, bisherigen höheren Bürgerschule Halle die Dtrrküon eine besondere Feier aus Anordnung des Großh. Minister ürms tm Saall'au znm Johgnncsbcrg veronttaltet Tet^ Feier wohnten als Vertreter de« Kreises Krctsgmtmgnn Dr. Heß, als Vertreter der Stadt Bei­geordneter Mols er, sowie die Eltern der Schüler und eine Anzahl Ehrengäste bei. Von der Großh. Oberrealschule Msteld war Direktor Professor Pitz zu der Feier erschienen. In einer Anspracktc des neuen Direktors, des Profeliors F« e r m c r ,^schil­derte er die Eniwtcklungsgeschtcküe der bisherigen höheren Bürger­schule. Für das Kreisamt brachten Krctsamtmann Dr. H c ß. sür die Stadt Beigeordneter Möller und für dic Oberrealschule Alsseld Direktor Droscssor P t b ihre Grüße. Bon Schülern wurden Klavier- und Gesangsvorträge ausgesührt.

Kreis Friedberg.

-2, Griedel, 21. April. T«r Kriegs Veteran Friedrich Müller ist im Alter von 71 Jahren gestorben. Er hat als preußischer Soldat di« Felchzüge 1866 und 1870-71 mrt- gemackst.

D Trais- Münzenberg, 21. April. Landwirt Sil bert G o r r wurde an Stelle des versiorbanen Bürger­meisters Tag einstimmig zum Bürger in ei st er gewählt. Hessen-Nassau.

: Marburg. 21 April. Nachdem im vorigen Jahre die städtischen Behörden der beantragten Einrichtung einer st ädti scheu Mittelschule gegenüber einen abkebnen« den Standpunkt einnahneen. bilvete sich eine Bereini­gung von Interessenten, welche eine derartige ans privoter Grundlage beruhende Anstalt cinzririchten gedach­ten. Die Regierung h«t jedoch Inerzu di« Genehmi­gung versagt.

Frankl urt a M, 20. Avril. DieBereinigung der Fahrrad - undNähmaschtnenhändler Frankfurt a. M. und Umgegrnd, E. V." hielt ihre dtesiährtge austerorventlichr feauplpcrsammlung ab. Aus Eintrag des Boritandes wurde be­stimmt, die Vereinigung in einen Verband umzuäitdern. Fer­ner wurde beschlossen, die iGelczenfeits- und Etagenhändler nach wie vor zu bekämpfen und der stgotsanwaltschait wegen unlaute­rem Wettbewerb zur klnzeige zu bringen. Geschädigte Käufer kön­nen sich in allen Fahrradgcschäflen melden.

h. Franksuri a. M., 21. ?lprik. Wie aus gutunker- richleier Quelle verlmitei, dürste der Fran furter Sit­ten Polizei- Skandal möglicherweise den Rücktritt des Polizeipräsidenten zur Fwlge haben. In weiten Kreisen würde dies außerordenilich bedauert nwrden, da der Polizeichef nicht ohne weiteres für da? peinliche Bor- komntnts verantirwrtlich gewacht werden kann. Inzwischen hat die llntersuchnng ihren Fortgang genommen. Sie er- gad sür .Krtmtnalkomniissar Schmidt außerordentirch be­ st e n d e Momente. Es nmrde feftgestellt, daß der Kommtssar von den Bordellindaberinnen Ge­schenke von bedeutendem Wert und hohe Geldsum­men eiapsing. Wieureit andere Polizetbeamte in den Sumpf geraten sind, darüber sind die Untersuchungen noch nicht abgeschlossen. Es ist aber sehr trahrscheinlich, daß nicht nur gegen Schmidt allein vorgegangen tvird. Soweit sich freute übersehen läßt, bedeutet die Angelegenheit den völligen Zu­sammenbruch der Kasernierung der Prostitution. Die Folge wird sein, daß in Kürze mit der ganzen Bordelstvirtzchaft aufgeräumt tvird. Regicrungsprästdcut Dr v. Meister hat sich bereits eingehend über die Schmntzgeschichte be- richten lassen.

--- Obernrscl, 22. April. Die 30jährige Ingenicue- srau Müller hat sich in ihrer Wohitung mit Petroleum begosten, dann einen mit Petr ölen ttt gefüllten Schwamm in den Mund genommen und angezünbet. Nachbarn fanden die völlig verkohlte Leiche.

-s- fe e r s f e l d a. d. Fulda, 21. April Aus der benach­barten Danipsziegelei Heddersdorf wurde der mit Lehmabtragen beschästiqw 42jährigc Arbeiter Hederich aus dem Dorse fe«dd«rsdors durch plötzlich cinftürzendö Lehmmassen verschüttet und schwer verletzt. Er wurtw dem hiesigen Landkrankenhause zugeführt und ver­schied dort kitrz nach der Einlteferung. Der Bermiglückte hinterläßt ein« Witwe und fünf unversorgte Kinder

Cuftfefeiftaltrt.

Mannheim. 21. April. Das LustschistTchütte- L a n z II" ist nach etwa süusstündiger Werkstätteniahrt in der weiteren Umgebung von Mannheiut um 10 Uhr 35 Minuten glatt vor der Lustschisihallc in Brüh! gelandet.

Straßburg, 21. stlpril. Obcrleutttänt Geber, der mit seinem Begleiter gestern abend 6,20 Uhr von Königsberg in Mülhausen i. Elf. cingetrossen war, ist alsbald von dort hier- fer weiiergeflogen und um 8,05 Uhr glatt aus dem Polvgon ge­landet.

tKiridtUIagL

D ff t tt b a rfe a M 21. April. Tee frühere Gemeindevertreter in Hensensiamin, Landwirt Eleorg Weber, hat in einem Flug­blatt, das er in 2600 Eremplaren verbreiten liest, Behauptungen über das pültche Verhalten des feeuseitflamnter Bürgerineisters Kännneree «nlgekteklt, die den Staatsanwalt zur Erhebung der Olüztaltlage veianlastten. Es handette sich nnt Veelelilungen, die steh der Bürgennetsler tu seinem Amisztntnter an Fratten habe zu schulden kommen lassen. Das Gericht erkaunte heute gegen den Angektagten auf 50 Mk. ® «1 b (t t « >' e wegen tormaler Beleidigung; in der Begründung des Urteils heißt es ater, daß der Wahrheits­beweis itn wesentlichen erbracht sei. Ter Slaatsanwalt hatte im Gegensatz zu dieser SInschammg den Wahrheitsbeweis als voll­kommen ntißlungen bezeichnet und gegen den '.'Ingeklaglen eine vretheitsürale von drei Monaten G»>ä,igiS beantragt. Siuherdetn eeklielt Weber «inc Ectdktraie vo) 10 Mk., weil er eine Druck­schrift ohne Eingabe des VeriallerS und Druckers veröffentlicht balle

L e i pzig, £1. Upril (Pnvatlelegramim.) Bor dem Reichs- g« r t ch t fand feuie die Revisionsverhandtiing tm Pro- ze» glegen die Gräfin F i s ch l« r - T r r u b e r g statt. Die An­geklagte «at wegen Wucl»«e«, Brletbtgung und Betruges zu einer GkiatMibrate von einem Jalw und drei Monaten GetänntüS und 1506 Mk. Elelbstrasc verurtcüt nwrden. Gegen dieses llrieü legten cm Das Rctchsgevicht verwarf bctüe Aevzszo»en als zttwe-rtprdet.