Ausgabe 
21.4.1914
 
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von Armeekorps fomu- mehrerer Kavallerie- Divisionen Pom 14. bis 18. September zwischen der .utn.vifl >»d der oberen Lahn statt Durch umfangreiche Einziehung »an Reserven iverden die Infanterie Bataillone aus 700 hlann vcrslarlt. Vorher haben diese Korps je drei UebungS- lage für die Tivijlonsmanöver zur Verfügung Die Divi sionsmanöver müssen so beendet sein, das; die Truppen ain Abend des 12. September im Versammlungsberciche zum Kaisermanover eingctrosjcn sind, lieber das 7 Armeekorps halt der Kaiser am 7 ». September bei Münster in Westfalen, über das 8. am 8. September bei Koblenz Truppenschau,.

Als Armeeführer kommen der cheneralinspckteur der 4 ArmeeJnipeklion, Generaloberst K r o n P r i n z R u p P - recht von Bayern und der Generalinspekteur der 7. Armee- Inspektion, Generaloberst v. Eichhorn in Frage. Die Heerestavallerie der erneu Partei ivird voraussichtlich GeneraNeutnant v. Knorzer, der Kommandeur de» -I. Kavallerie Inspektion, führen. Tic beteiligten Armee­korps unterstehen den kommandierenden Generalen v. Ei­nem gen. v. Rothinaler (7, Armeekorps!, Xülff v. Tscktepe und Reidenbach (8. Armeekorps ', v. P l ü s k o w (11. Armee­korps), v. Schenck (18. Armeekorps!, Ritter v. Sa rtini i2. bayerisches Armeekorps», p. K re ß (3. bayerisches Arnice- lorps).

Ter Aufkläriinasdienst bei der Arniee toird in großem Umfange von den Pustschiffer und Iliegerbalailkonen aus­genommen »verden. Tie strategische»» Vorbereitungen für das Kaisermanover liegen zu»n neunten Mate in der Hand des Ehess des Gencralstabs der Armee, v. Moltke, die verwaltungstechniichcn, d h. die Regelung des Mnnover- suhrparlwcsens, die Einrichtung vv»i Proviant- und Fou- rageämtern, sbeldjchlächtereien und Feldbäckereien »verden von dem Generalmasor v. Schüler, ocin Direktor des Armec-Verwaltungs-Teparteinents des preußische», KriegS- ministeriums, geleitet. Gerade an die verioaltungstechnischen Arbeiten werden diesmal, wo zum erstcnnial so bedeutende Truppcnmassen auf einem immerhin kleinen Raume unter- gcbracht sind, riesige Anforderungen gestellt »verden, und sie »verden zeigen, wie sie'sich apwickeln. Denn vo»i ihnen hangt die GefechtSlrast der Truppen und letzten Endes der Sieg ab.

Tie Eisciibahnabteilung des Große» Gencralstabs unter ihrem Leiter Gencralmajoc Schumann mit Unterstützung der Linienkommandante» in Köln, Münster, Elberfeld, Frankfurt a. M., Mainz, Erfurt. Kassel und der bayerischen Orte, wird bei der Heimbesörderung der Truppen am Schlüsse des Manövers eine erhebliche Rolle spielen und eine gewaltige Arbeit zu leisten haben.

Zahlreiche Fürstlichkeiten »verden voraussichtlich an den Manövern teilnehmen, so der König Ludwig lll. von Bayern mit den Prinzen seines Hauses, die während der Manövertage Schloß Aschafsenburg beziehen, der Groß­herzog Friedrich II. vo» Baden als Generalinspekteur über das 8. Armeekorps, der Thronfolger in Württemberg als Gencralinfpetteur über das 11. Armeekorps, der Groß!»er­zog Ernst Ludwig und die Grobherzogin von Hessen, der König der Hellenen, der, Großherzog von Sachsen, der Herzog von Sachsen-ftzobnrg und Gotha, der Erbprinz von Sachsen-Meiningen, der Fürst Günther zu Schtparzburg- Riiüolstadt und Sondershauscn, der Fürst Heinrich XXVII. Reuß jüngere Linie, Leopold Fürst zur Lippe, Prinz »nd Prinzessin Adolf zu Schaumburg-Lippe, Prinz und Prin­zessin Karl v. Heisen, der Fürst zu Wakdeck.

Tie Einzelheiten, die zurzeit noch beraten iverden, und die dann in der Manöverabtcilung des Großen Genc­ralstabs verwahrt werden, kommen erst in der Woche vor deni 14. Sepie,über als Befehle anBlau" undRot" heraus.

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** 6 nf t uii 9 des Fii hrher rn bet leichtsinnigem Fahren des Kutschers. Wenn ein Kutscher durch Fahr- lähigftü mit scinc»n Geschirr jemandem Schade», zugefügt hat, so il'i hierfür nach § 831 des Bürgert. Gesetzbuches der Dienstkecr basibar, n>enn er nicht nachwcist, daß er bet der AuSivahl des Kutschers die im Verkehr erforderliche Sorgfalt beobachtet Hai. Dieser dem Geichästshcrr» nachgelassene Entlaitungsbewcis lrnn schon dann nicfu als geführt angesehen werden, »oenn der Kutscher »ich häusig nach Feierabend beirunken hat Mid auch im Dienst nicht immer ganz nüchtern »var. Denn solchenfalls mußte »ich der Dienstherr tagen, daß der Kutscher infolge Angcirunken- scius leichtsinnig fahren und dadurch andere Personen gefähr­den könnte. So war d»r 14 Jahre alte Sohn des Bergmanns C. in denrichenburq auf der Straße von einem Wagen des Fuhr­unternehmers B. in Gelse ii lirchcn, de» der Fuhrmann R. gelenkt hatte, überfahren und schtvcr verletzt worden. Es steht sc»!, daß der "Unfall, aus ein Per schulden des Fuhrmannes iiiriid'uiüfvrcn ist, der übermäßig schnell gefahren und beim Uibcrholen eines a»ldcrcn Wagens so »vcit ausgebogen ist, daß er den hart am Bürgersteig gehenden Knaben angesabren hat. Der Fuhrmann R. ist deshalb rcchtskräitig zum Schadenersatz verurteilt worden. Das OberlanbeSIcricht Hai nun aber auch den T i e n st h e r r n zum SAtdenersatz veeurteiit Es steht den vom" Bellagien angctretenen Entiastungsbciveis nicht als erbracht an, indem cs anssührt: Es ist crtvicsen, daß R. schon in seiner früheren Dienststelle ab und zu betrunken »var. Auch während »einer Tätigkeit bei dm» Beklagten hat er »ich nach Feierabend häufig bclninken, »vor aber ab und zu auch im Dienst nicht ganz nüchtern. Daß R. bei der hier fraglichen Unglückssahrt betrunken war, ist zwar nicht erwiesen. Es liegt aber eine Hobe Wahr­scheinlichkeit dafür vor, daß sein unvorsichtiges Fahren eine Folge von Anqetrunkniheit war Wenn ein Kutscher »ach Feierabend »ich häuiig betrinkt und auch im Dienst selbst nicht immer nüchtern ist, bann muß ein vorsichtiger Dienstherr damit rechnen, daß der Kutscher möglicherweise nicht stets mit der gehörigen Vorsicht fuhren wird. Dar Beklagte kann »ich auch nicht damit entschul- fci eu, daß ein stellemveiies Angetrunkensein fast bei allen Kut­schern vorkonim». Hier liegt »neh. vor» dam Bet" -Osten konnte ti Neigung des R. zum Trinken nicht entgehen Mag der Br Ilagle auch bei der An st ell » v g .des R. djUeu mit der ge hörigen Sorgialt ausgawöhlt haben, so ist doch » , ch l bewiesen, daß R. bei »einer Auswahl für die hier fragliche Verrichtung,

' te IIn lüttSiahrt, noch geeignet n d zuverlässig »var. Das Reichegericht bat dieses Urteil bestätigt

* + Feuchtes Wiedersehen! Ein Leier schreibt uns das folgende nette Histörchen» Am Sonntag kehrte ein Mann aus dein Nachbardort "R, der seit langen Jahren die Welt durch, wandert hat, nach seinem Hrimatdvrie zurüei. In dein ein Bicrtcl- stündchen entfernt liegenden Orte T. tvird noch einmal Halt ge in acht und zum Abschluß der legten Reiicetapve werden einige linier die Binde"" gegolten. Doch zu stark tvar der Alkohol und bald hat sich der Wanderer es »vor inzwischen Abend ge luvte« den Straßengraben als Fridbctt erkoren. Tie kalte Nachlluit bringt ih»i jedoch bald »vteder aus ruhigere Gedanken. Langsam such! er nach einem besseren Ruhepläpchcn Plötzlich verliert er den Boten unter den Füßen und . »itzi plötzlich in deni vorbeistießenden Bach. Hätte nicht das Dienstmäbchcn des in der Rad" wohnende» Müllers die Hilieruic de Bedauerns­werten g-hört. »"a hätte der Weg nach der Heimat nach der Weg zurewigen Heimat"" »ein können.

** ft»nfw»ic in Hesse». In dem Konkursvertafiren über das Vermögen der Will» Beckert Eheleute in AlSteId ist zur Prüfung der nachträglich augemeldete» Forderungen Terinin nu> Dienstag, 28. April 1914, vormittags 10V, Uhr, vor dem Großh Auüllrirscht >n Alsfeld anberaiuut »vorden. In den, Konkurs-

vermhren über de» Nachlaß der Eheleute Johann Wetze! I. nnd Katharina geb. Bretter von Nackenheim ist Terntin zur Gläubigerveisgnimlung zwecks Anhörung über den Antrag des Konkursoerwallers aus Einstellung des Verfahrens mangels Malle bcflimmi auf de» 13. Mai I. I., oorni. 10 Uhr, im StUnngSsoale des Großh, Amtsgerichts Lvvenbetm. Das Konknrsverlahren über das Vermögen des Landivirts und Eparkasienrechners Pbtlivv Man.» V. von E r n st h o i e n ist narb erfolgter Adhaltvnq des Schlußterniins hierdurch aulgehoben. lieber das Berntogin des Peter Knocke, Kaufmann in Pt a i II t, ist an, 16. »April das Konkursvcnahren erössnet. Der Reelilsamualt De. Winter in M-.inj ist zum Konkursverwalter ernannt. Konkurs'orderimgen sind bis zum .b Mai 1911 bei dem Gerichte anzumelden. Es wird zur Befchl»b>a>"»"lu,g über die Beibehaltung des ernannte» oder die Wahl eines anderen Berivalters usw. ani Samstag, 18. Atai 1911, vor­mittags 9>, Uhr, vor dem Amtsgerielite Mainz Termin - »- beraumt. Personen, tvelche eine z»r Konknrsninste gehörige Lache in Behl! haben oder gur Konkurs maste etwas fchnldtg sind, ivird ansgegeben, dem Konkursvernvalter bis zum ». Mai 1914 Anzeige zu machen.

Landkreis Gießen.

& Al len. Bus eck, 20. April. Die Hauptversommlniie» des Spar, und B or j ch u ß vc rei »S fand gestern bei Elast, wirt Krämer statt. Nach dein Jahresbericht de? Vorsitzenden zählt der Verein 122 Mitglieder. Das Guthaben des Ver. eins beträgt 274 785 Mk der Reingewinn 1870 Mark.

M ü stcr, 19. 'Avril. Nach dreicinhalbsähriger Tätigkeit im Bahnbau in Asien ist Ingenieur Serth von derSleinesinühle bei Münster im vorigen Monat wieder zuriickgekchrt. Er hat ans "einer Reise durch Palästina »ud "Aegypten vhotographiiche Aus- »alnneii gemacht. d>e er am Samstag abend im Saale des Gast­wirts Dauer als Lichtbilder zeigte.

(i) Ob vorn Hose», 19. April. Von einem bebaue» lichen IlnglnckSsoll wurde die Familie des Maurermeisters Heinrich Litt betroffen. Der achtzehnjährige Sohn, der in Stuttgar! bei einer Herrschaft als Diener beschäftigt war. stürzte mit einer brennenden P e t r o l c u >» l a in p c ii Bode» nnd brach beide Beiiic, »vovon ihm das eine bereits abgenommen werden ninßte. Auch hat sich der Ber unglückte bei seinem Sturz schwere Brandwunden am ganzen Körper zugezogen. Er liegt hoffnungslos im Krankem Hans zu Stnltgärt darnieder.

Kreis Schotten.

Ober-See me» bei Gedern, 19. April. Ein Berkäu fer von Nähmaschinen stellte gestern sein Fahrrad auf der Straße ab und begab sich tn ein nahes Haus. Nach der Rückkehr ivar sein Rad verschwunden. Noch gegen Abend ging ein Knecht mit einer Laterne mit dem Verläufer aus die Suche» das Rad fand sich nicht. Der Bestohlene fuhr nach Gedern und holte einen Wachl- mcistcr. Nach Rückkehr hatte »ich das Rad gefunden. Der Knecht mit der Laterne war der Täter. Er Ivar gesehen »vorden, als er das Rad bei einem Eiskeller versteckte.

* Ulfa, 20. "April. Man schreibt uns: Wie »ehr die den Bemühungen des Landiagsabgcordneten Dr. Weber zu ver­dankende Errichtung eines G e st ü r s in unserem Orte einem wirklichen Bedürfnis entsprach, beweist die Tatsache, daß die Ein­richtung von den Pfcrdcbesitzern von hier und der Umgegend »che stark in Anspruch genonunen wird. Aus jeden F-all ivird an unte­rem Orte solvohl, als auch in den benachbarten Gemeinden, die Pferdezucht sehr gefördert, was um so mehr zu begrüßen ist, als sich hier ein anerkannt vorzügliches Psrrdematerial an Zuchtttcrcn besindel.

Kreis Friedberg.

L. Friedberg, 19. April. Die neu errichtete Sc m i n a r s ch >» l e, »velche unter der Leitung de? Seininar direklors steht, »oird nächsten Dienstag eröffnet,

m. F r i e d b e r g , 20. April. Der Friedbcrger Polizei gelang es heute vormittag, einen gcl'uchlen Verbrecher zu verhaften. Tk,L 48jährige Johannes B o ck b o l d aus Bujendorf, Kreis Lübeck, ver­suchte nämlich in dein Hause Ludwigstraße 33, in das er angeblich, um zu "letteln, eingedrungen war, einen Diebstahl auszusührcn. Von eine»» Hausbcivohner hinausgewtesen, kehrte er kurze Zeit daraus wieder zurück und versuchte, einen Anzug, ivclcher aus einem Balkon hing, mit einer Stange vom Garten aus heruntcrzuneh- mcn. Hierbei wurde er von einem benachbarten Bureau aus beob­achtet. Die" Bureauangestclltcn benachrichtigten telephonisch die Po­lizei, welche sofort zwei Schußleute zur Stelle sandte. Dst Beamten ertavpten den Drei!», als er immer noch den vergeblichen Versuch machte, den Anzug vom Balkon herumerzuholen.

t» O b e r - R o s b a ch , 19. April. Ter weit und breit be­kannte Kirschbcrg »wht in »oller Blüte. Heute kamen zalzl- reiche Llusflüglcr nach hier, um den herrlichen Anblick zu ge­nieße».

L. Kloppenheim, 19. April. Durch den Kreisrat von Friedberg wurde der »>c» geivählte B»»rqer»ne»stcr in sein Amt eingesührt. Zu gleicher Zeit verabschiedete sich der Altbürgermeister, welcher 39 Jahre sein Amt bekleidete. Während seiner Amtsführung »viirdc ein neues SchulhanS er­baut nnd das Dorf erhielt Wafferleitnng »nd elektrische Beleuchtung.

Starkenburg unv Rhrinhcssen.

NI. Ojsenbach a. M., 20. Amil. Für den vroiektierten Neubau einer Nolkirche mit Klcinkinderschulc hat der Groß­herzog der katholischen Gemeinde einen jährlichcn Beitrag von 10O Mark aus die Dauer von fünf Jahren bewilligt. Wegen Untcrichlagung von Kundcngeldcrn in Höhe von fiter 100 Mk. wurde der 20jährige Hausburschc Hcnnann Kürschner verhaltet.

-- Ebenfalls ^estgenommen und dem Gericht Mgesührt »vurdc der 25jährige Schlosser Johann H a ck c n b r t, ch aus dem Siadi- teil Bürgel, der unterwegs einen Arbeiter zu berauben oersuchle, der sich aber entschieden zur Wehr setzte und seine Fesniahmc bewirken konnte. V

Hessen-Nassau.

X Königsberg, 20. April. Tie »ach eincin Plan des Kreisbaumeisters A ck, e n b a ch-Biedenkovt erbaute Schule wurde heute ihrer Bestimmung übergeben. Gleichzeitig fand üie Ein­führung des neuen Lehrers Tomski statt.

s» Marburg, 19. »April. Das hessische LaudeF.

» u »e u m z u K a i f e 1 fiat der im hiesigen Landgrasenschlolse linicrgebrachten Sammlung des hessischen G c schi ch t s v c r- c i I, s eine Anzahl »vcrwollc Stücke als dauernde Leihgabe» über- wicstn. Es ist dies eine Gegenleistung für von hier aus nach Kassel gesandte Llltertümer. In Zukunst dürste die Marburger Smnmlung in einem besoiideren Museum, für das ein Platz oberhalb des Marktes in der »og. Mainzergaise, da itx> ,ctzt das sog. Arbeitshaus steht, vorgesehen ist, "Ausnahme finde».

^ Ha, gcr, 19. April Fn de» Tagen vom 14. bis 16. Juni feien «arger das lOMjälwige Jubiläum seines Bestehens nn Hauptanziehungspunkt des Festes »vird die Anfsührnng d>-s von Hosrat 2 p ie l ma n n-Wiesbaden verfaßten Festspieles bil­den, an dem über 100 Spieler Mitwirken. Montag ist großer historischer Festzug, an dem Hunderte in etwa 20 Gruppen Mit­wirken.

_ X Hanau, 19 "Avril. Der neuernannte Kommandeur der Lchutztruppe sür Kamerun, Major Zimmcrmann, ist ein Lohn unserer Stadt, 1864 als Sohn des Pfarrers an der »Fo- hanncSkirche, Zimmennann, geboren. Seine noch lebende M u t - t e r ist die älteste Bewohnerin unserer Stadt, sie wird am '29. d. Mts. ihr 91. Lebensiahr vollenden. Der neue Schutztrupven- wiiiinandciir weilt in unserer Stadt. Vorgestern hatten sich seine Konobtlurienie» von Ostern 1883 hier vereint, um mit dem von der K^o ngokonfcrenz in Brüi'iel heimgekehrten einige fröh­liche stunden der Erinnerung an die Panälerzeit zu verleben. Man wußte noch nichts von der Ernennung, die erst später ein­traf. Zmrmcrmann, der zuerst als LcuMant im Ins.-Regt. Nr,

l8.1.< ging er als Jllstruktioiisgstizier in die chilciiische ".tlrnree Nach »einer Rückkehr trat er in das Inf.-Regt. Nr. 72, 1898 wurde er zum großen Gcncrali'tab kommandiert. J,n Juli 1901t ging er zur Kaiserlichen ^chutztruppe »ach Kamierun. Hier war er bis 1908 zuerst als Staiioiislciter von Ebolova tätig, dann war er Resident von "Adannrua nnd den deutschen Jsadiee-Ländcrn. ".»IN Januar 1907 erltielt. er rin lim 2 Jahre 5 Monate vor- datiertes Patent. 19081912 war er im Kommando der Schutz truppe in Berlin iinb ging 1912 als Oberlcitcr der deutsch-sran- zo»»chen Grenzezpedilion aus der Südtront von Kamerun toieder IN die Kolonie. Nachdem die Verhandlungen m Brüssel über die Grenzrcgulierung in der Hauvtläche vor Ostern ihien Abschlup geiundeit haben, ist er nun zum Kommandeur der Schutzttuvte, in der er »ritz 14 Jahren gedient hat, ernannt »oorden.

X Bilstein, 19. Apnl. Heute ivurde in eineni feierlichen Gottesdienste die nach dem Brande im Vorjahre wieocr ncucr- Kirche ei »geweiht. Die Baukosten Katen 70 000 Mark betragen.

X IS i7" . f ^ ch' i9 April In einer chemischen Fabrik »stürzte stroeiter Marck aus Geisenheim in einen mit Schwesellätirc angeiülttki»»Bottich. Er starb a» den erlittenen Brandwunden.

vermischte«.

* ~ tv § >> i> eingang des SiinplontunnelS v e r- schnttet. Ans Iselle wird gemeldet: Ain Sonntag zer- »löclc ein Felssturz den Südcingang de? Siinplon- Iiinnels nnd einige Häuser der Unternehmer, Die Ursache »osten verbotene Minen sein, die die Arbeiter anlegtcn »nd entzündeten. Die Arbeiter leugnen dies und haben die Arbeit eingestellt. Falls die Arbeit bis Dienstag nicht auf- genommen ivird, iverden die Arbeite» ans ein Vierteljahr eingestellt.

* Brände. Aus Tebreczin, 20. April, wird gc- meldel» In der Waggonfabrik der Staats- bahnen ist gestern ein Brand entstanden, welcher auf die übrigen Werkstätten üborgrifs. Hundertfünszig Waggons und zahlreiches Material sind vernichtet worden. Der Scha­den beträgt drei Millionen Kronen. Aus Pa­ris wird gemeldet» In der Nähe des Friedhofes Psre- Lachaisc brach ein G r o ß f e i> c r aus. Das Warenhaus und Stapellager von Waring Gillow stand in hellen FAam- inen. Es gelang, den Brand auf das Lagerhaus zu be­schränken. Der Schaden wird aus über eine Million Franken geschätzt. Aus Ko bürg, 20. April, wird gemeldet» Heute abend sind 13 Scheunen und Stallungen, darunter solche des herzoglichen Marstalles, vollständig niedergebrannt. Einige Privativobuhäuser wurden beschä­digt. Tie Entstchniigsnrsachc des Feuers ist unbekannt.

* Verhaftete Buchmacher. Aus Berlin, den 20. April, meldet ein Priv.-Telegr.» In einem Cafe im Zentrum von Berlin tmirden heute die Namen von 150 Buchmachern und Wettenden, die ganz offen die verbotenen Geschäfte betrieben, durch die Polizei festgestellt. Die Poli- zei beschlagnahmte das Geld nnd zahlreiche Wettzettel.

* Schlechtes Flötsch. Aus Leipzig, 20. April, melbet ein Priv.-Telegr » Nach dem Genuß von Fleisch erkrankten am Samstag und Sonntag im Osten der Stadt etwa 70 Personen, von denen sich die meisten jedoch auf dem Wege der Besserung befinden. Nach Mitteilung des Gesundheitsamtes ist als bestimmt anzunehmen, daß die Erkrankungen auf den Genuß de- Fleisches einer not­geschlachtet e Kuh zurückzufnhren sind, deren Stücke jedoch vorschriftsmäßig abgestempeit waren. Zur Verhütung weiterer Erkrankungen sind die umfassendsten Maßnahmen getroffen.

* Des Mordes beschuldigt. Aus Paris, 20. April, wird gemeldet» Der Zeichner C o t t e r c a u hat seinen früheren Arbeitgeber, den Möbelsabrikantcn und Antiguitätenhändler Otto, als besten Heliershelser er vor einigen Monaten wegen verschiedener Muscumsdiebstähle verhaitel worden war, beschuldigt, am 1. No­vember 1912 im Boulogner Wäldchen eine Halbweltdame namens Juliette Sonavin erdrosselt zu haben. Nach den bisherigen Er­gebnissen der Untersuchung scheint diese Beschuldigung begründet zu sein. Die Polizei fahndet nach einem jungen Manne, »velcher der Mittäter Ottos bei diesem Verbrechen gewesen sein soll.

* Eine tollkühne Fa hrt Wie aus Toulon gemeldet Ivird, fand ein Fischch in einer Bucht ein Boot, in dem ein Täsch chen mit mehreren hundert Franks und Schmucksachen lag. Tie Untersuchung ergab, daß das Täschchen einer Halbweltdame namens (Seltne Rouliii gehörte, die am Samstag in Gesellschaft der Leutnants der Kolonialinsantcrie S o u ch e t und Lenormand und eines jungen Tvuloners namens E e s s e t vom Fort Collc- Noir nachts zur See nach Toulon zurückkehren wollte. Bei dieser tollkühnen Fahrt sind alle vier Insassen des Bootes zweifellos er­trunken.

* Die Zeitungsjungen und Hamlet. Die beiden Zeitungsjungen sehen zum ersten Male ein Theaterstück, den Ham­let. Bor Aufregung zitternd verfolgen sic von der Galerie aus die Ereignisse. Tie letzte Szene kommt. "Als Hamlet den Lacttes und den König getötet l»at, als die Königin vergiftet gestorben ist und nun Hamlet an seiner vergifteten Wunde stirbt, da kann »ich der jüngere der beiden Zeitungsjungen nicht länger halten. Und dem Genossen einen Rippenstoß gebend, sagt er, ein Meer von lchmerz- licher Verzwriilung in der Stimme»Mensch, Justav, wat könnt man da an Extrablätta verlausen! Wie warme Semmeln!""

* Im Stich gelassen. Mr. Maß»Dieser Katalog ist ein richtiger Schwindel, nicht ein Preis steht darin."" Mrs. Moß: Wieso denn? Wolltest du denn etwas kaufen?" Mr. Moß:Das nicht. ?lber tvie kann ich denn kbissen, ob die Bilder was taugen, wenn die Preise nicht angegeben sind.""

Vanvcl.

GewerkschastGießetlerBra» nsteinberqwerk, vor m. F e t it i c in Gießen. Eine ordentliche Gewerken- versammlung ist aul SamStag, de» 2. Mai 1914, mittags 12 Uhr, in das Werksburean auf dein Oderhos bei Gießen einberusen worden. Tie Tagesordnung ist folgende: I. Recheuschaüsbericht der Per- waltiina» 2. Vorlage der Jahresrechuung und Bilanz, soivie An­trag aus Entlastung » 3. Wahl zweier Ülcckinmigsvrüser» 4. Grube»- vorstandswahl. Tie Bilanz pro 1913 wird den Gewerken rechtzeitig zugehe,i. __

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