n*äfel die Irren N9 SWa iflfc Me bc> Bürgers limraBicn. B sonders feierte ickließlich Tr Aenner die Fürstin Wedel als dir gewaudte Veraustalrerin der Straßburger Wohltätia keil riefte: „Die Alineu und Notleidenden der Stadl und der Landes locrdcn rbrc stille Woiftlaterin in dankbarem Gedäcktnis behalten." Der Redner schloß iure berzlickeu 2lbschj>ds- und Tanker Worten an das scheidende Zkalkballervaar. I» das fdeck am d>is Stetlbeliervaar stimmrc dir vielxruiendtöoffae Menge ein ^
Stack Schluß der Seeeimde waren die Vorsitzende» der Befände und Beremc. die an dem Iaäelzugc teilnadmen. sonne Sie Prä'i- dentcn der Stammrr. des Landtages im Palast zum Euw'anq ge- bete». wobei das Siattbaltervaar Gclcgenbcit hatte, mit 'einen Elsaß Loklrriuiieru einen letzten .Händedrue! »um Abilbied ausiii» lauschen. Ter Siaubalter, der 'ich für den Rest des Monats beurlauben lieft, und Fürstin Wedel verlassen kommenden Samstag dauernd Ttraftburg und siedeln nach Berlin über.
Tie Auiprache des Fürsten Wedel.
Auf die Anivrache des Rechtsanwalts Tr. Zenner erwiderte der Statthalter Fürft Wedel mit folgenden Worten: Meine Herren. Im Namen meiner Frau und in nicinem eigenen tage ich Ihnen herzlichen Tank ür die so freundliche und ehrende Anivrache, die Herr Rechtsanwalt Tr. Jenner als Ihr Wortführer au uns gerichtet hat, und für die hohe uns innig erfreuende Ehrung^ die uns durch den imvofanlen Fackelzug und Lurch die großartige Ler.z uadc brieiter worden in Aus der regen Beteiligung weiter ft TOR der Bevölkening an diefer Ehrung glauben wir den uns mit gröftter Freude erfüllenden Schluß ziehen zu dürfen, daß unser redliches, immer auf des Lundes Bestes gerichtetes Wollen gewürdigt worden ist. Wenn es mir dabei ot! nicht vergönnt war, auch das Beste zu erreichen,!» wollen <aie in dcr menschlichen llnvollkommcnben tiird in den oll fchwierrgen Berbälttniien eine Entschuldigung dafür finden. W o b l b a b e a u ch ich im ft oin vic gestanden und — wie ich hier guc-drücklich hervorheben möchte — in voller Einigkeit mit meinen e i n st i - g e n M i l a r b c i t c rn. Unser Kamp' aber bat sich niemals gegen das Polk gerichtet, da» wir als tonal u,ch zuverlässig stets aufrichtig geschätzt und gewertet haoen. sondern lediglich gegen einzelne Elemente, deren Wirksamkeit wir für Reich, Land und Polk als schädlich erachteten Meine Frau und ich haben dieses schöne und »n? zur zlvciten Heimat gewordene Land und feine kernige und arbeitsame Bevölkerung wodrhan lieb gewonnen und werden feine ferneren Geschicke mit lebhaftem Interesse und den wärmsten Wünschen bis an unser Lebensende begleiten Bringen Sie, meine Herren, der neuen Re. girrung vollstes Vertrauen entgegen: Tragen Sir die lleberzeugung in immer wertere ft reffe. Saft des Landes Wohlfahrt und Entwicklung bei ungestörter Wahrung feiner b c - rechtigten Stammcseigcnart mit dem z i c l b c - wußten und festen inneren Anschluß an das große dentfchc Vaterland eng verknüvit ist, daß nur der nach vorwärts »nd nicht der nach rückwärts gewandte Blick den Weg in eine glückliche Zutun'! findet, schaffen Sic damit das sickere nationale Fundament, aui dem einst weikergebaut werden lann! Ehren Tie die Armee, welche die Blüte unseres Volkes darstcllt und die dcr Hort unserer Zicherhert ist, und widerlegen Tie damit am besten die manchmal auftauckcnde ungerechtfertigte Bchauvtung, daß die Elsaß- Lothringen, die ja von fkher gerne und dabei tüchtige Soldaten waren, dem Militär unfreundlich oder gar feindlich gegenüber ständen. Ties, meine Herren, sind die Bitten, die Ibr schctt-ender Ttattbalter. dem das Wohl des Landes warm am Herzen liegt, an Tie richtet. toeil Tie damit den Gegnern, den ehrlichen wenigstens, die A n g ri ii Sw a sie aus der Hand nehme» werden Tanken Tic herzlich allen Teilnehmern an der heutigen Ehrun-r »nd bewahren Tie auch tti der Ferne uns ein ircundliches An denken, ivie Ihnen ein solches bei uns allezeit gesichert ist. Und mm, meine Herren, fordere ick> Tic aui, auch bei diesem Anlaß mir uns deSienigen dankbar zu gedenken, der an höchster Ztelle die Geichicke deS Landes leitet, der denselben während feiner iast LKiährigen Regierung stets ein gleich warmes Interesse gewidmet hat und aui dessen gnädige und tatkräitige lanhesväterlichc Fürsorge des Landes auch ferner unbedingt zählen dar' Teinc M afcftät dcr Kaiser lebe hoch!
Ehrung der Fürstin Wedel.
Straßbura (Ekfaßl, 20. April. Ter Kaiser bat auf Vorschlag der Kaiserin der Frau Fürstin Wedel den Luisen orden erster ftlassc .zweiter Abteilung verliehen.
v-rrrtschss rrcxch.
Kaiser und Reichskanzler in ftorfu. Das Kaiierpaar, der Rcichslanzler und das Gefolge machten am Freitag nachmittag eine Automobilfahrt über Bcnizza und den Hagidhela. Für Abendtafel war die Königin der Hel lenen geladen. Nachher sahen die Majestäten, die Königin der Hellenen und der Reichskanzler im Torfe Gasturi eine große Prozession dcr Dorfbewohner Samstag früh inachte der Kaiser mit dein Reichskanzler einen Tpazjergang. Zur Mtttagstaiel waren geladen Freiherr von Wangenyeim und Graf Qnadt zu Bykradt und Jim,. Nachmittags wurde der Tee in Koulura genommen, wohin sich dcr Kaiser und der Reichskanzler nebst Gefolge im Automobil, die Kaiserin, die Königin der Hellenen und eine Reihe anderer Gäste auf dem „Slerpncr" begehen hatten. Das Wetter ist schön und heiß. f>
T ic Einfuhr russischen Fleisches. Dem Be r liucr Magistrat liegt nunmehr dcr endgültige Ab
sen s v i c l e beute abend mit Richard Wagners „Bk c i st e r i i n « gern" begonnen. Tic Oper stand wieder, wie im Boriahr, unter dcr Leitung des Generalmusikdirektors Leo Blech-Berlin und er hatte als besondere Anziehungskraft den Kammersänger Walter ftirck'hoii von dcr lönigttchcn Oper milgcbracht, der als Walter Trolzing eine Glanzleistung bot. Ist auch 'ein Organ nickt de sonders wuchtig, ja besitzt eS dock in der trüberen, wie in der Mittellagc auserordenilicheu Wobllont und der mackt ihn zu einem geradezu klassischen Vertreter des Trolzing. Den , Hans Lachs" ivltte', ivie >m vorigen Früluabr, auch ,eek wieder Walter T.'vmer übernehmen, an feiner Stelle erschien aber ein Gast vom Mann beimer Hof- und Ratienaltheater, Hans B a hl> n g , der natürlich keinen nolicn Ersatz bieten konnte: der „David" des Frankfurter Operniängers Hermann Schramm ist schon von früheren Ausiüb- runge» in guter Erinnerung: er tat anch heute weder -eine volle Tä-iivigieit. Den Beckmesser, der in letzter :-eit eine oa-z I-, l—, - Lei'« gunse-rshestni chenfttmtmeriängers ö «eg Wekrrbi ic:. sani
d'e.ira: Leo Sckützendori. der zwar etwa; ,!,r. ig,i». eie. aber sein durckdack ren Humor entwickelte. Den auswärtigen Gäst-u stellte sich Frl. Gertrud GeucrSback als Evck-n wurdm zur Teile: ffe wurde beute besonder? gestiert. Ruck die übrigen heimischen Kräfte, Frl. Anna Jacob», Tteoliani, Tel» ver u. a. schlossen sich dem Geiamtiviel trefflich a» In der Regie zeigten iich einige Mängel, so namcntlick durch den engen Prospekt im ersten Akl. durch den die ganze Tzenc der Tanger etwa» gedrückt erschien: auch die am Johannistage noch rosarot blühenden Pstriichbäumc erregten einige Verwunderung. Die Ge iamtaustllbruug übte aber einen ticstn Eindruck ans die Zuschauer au», di- iowobl dem genialen Dirigenren, wie den Hauptdarstellern lebhafte Kundgebungen bereiteten. Fr. h
— Kurze Nackrichten au S Kunst und Wissen- schast. In dem für da» Jahr 1914 mit bem Gebiet der Bildhauerei und Malerei ausgeschriebenen Wettbewerb um den großen Staat- preis im Betrage von ic 9300 Mark zu einer einjährigen Studienreise ist jetzt die Entichciduug gciallen. Sieger 'ind der Bildhauer Otto P l a c z e k und dcr Maler Paul P l on t k e in Berlin—In den Raumen des Landesausstclluugsparkcs zu Berlin wurde der zehnte deutsche Röntgcnkongreß eröffnet.
schluß für die erste Einiuhrperiode ruifischeu Fleisches vor» und zwar von Oktober 1912 bis Juni 1913. Eingeführl wurde I
Fleisch von 11383 Rinder::. 29 212 Schweinen und >271 ! Kälbern mit einem Estiamtgeivicht vo,l ff 134 283 Kg. Der wirkliche Zuschuß der Stadt Berlin betrug nicht, wie früher verlautete, 1.70000 iondern nur 20 340 Mark
itoiii Braunschweigischen Hose. Wie au» Braun- 'ckweig gemeldet wirb, machte die h c r z o g i n V i k t o r l a Luise am Sonntag nachmittag in Begleitung de» Herzoge, ihres itzc- matls. ihre erste Wagenausiahrt feit der esteburi des Erbprinzen. Da.. Peor wurde übcralk von dem Publikum mit dem gregten Jubel begrüßt.
Z a d c r n und seine Garnison 2luS Z<> b e r n vom lb. April wird herlchtet: Fri die ichrone Bogeienstadt an der Zorn orachten die hentrgcn Nachmittag stunde» ein regeS Leben. Die hakb-e Stadt war auf den Beinen, nm dem Wicdereinzug des Fnsantcrie-ReglinentS Nr. 99 beizukr»ohn»'u Um 4 Uhr 47 Minuten traf, von, Truppenübungsplatz Oberhofen mrt der Bahn kommend, ein BataiNon mit dem Regrmentsstech und der Musik hier ein und rückte durch die Hauptstraße nach der Kaserne, begrüßt von einem reichen Flaggenschmnck in den deutschen und den etsäiiischen Farben und manchem frohen Zuruf. Ans dem Sckstoßvlatz wurden sogar von einem hotel- dalkon Freudenichüsse abgefeuert. Unter klingendein Spiel brachte die Fahnenkompagnie die Feldzeichen nach der Tchloßkaserne, um dann nach den Kaserncments abzurücken Ein, Zwüchenfall hat sich nicht ereignet.
Ausland.
Ter große Rat der interparlamentarischen Union hielt am TamStag in Brüssel eine Sitzung ab. Nachdem dcr Präsident, Lord Weardalc, Bericht erstattet hatte über die im Haag unternommenen Bemühungen zwecks Einberusnng der dritten F-rledenSkonfe- restz, wurde der Bericht de» Generalsekretärs und des Schatzmeisters genehmigt, s»N7ie die Arbeitsordnung für das Bureau für das Jahr 1914 festgcstellt. Die nächste Sitzung beginnt in Stockholm am 19 August d. F. Auf der Tagesordnung stehen u. a. Vorträge über den Luftkrieg, über die Frage der Neutralität und über die Mittel »nd Wege, welche gerrosfen werden lönnen, um salschcn Pressenachrichten, welch« den Frieden stören können, entgegciizutreten.
Ei ne Programmredc des französiichcn Ministerpräsidenten. 2)>i»istcrvrä'ident Dvumcrgue, der in Touillac irrack, kritisierte lebhaft die Haltung seiner Vorgänger uns wart it.nen besonders vor, daß sie das republikani'ckc Pregrgnnn ledig ick als Etikette benutzten Zur Frage dcr mili- täriickeu Organiiation übergehend, legte er dar, daß irine Regierung das D r e l f a h r g e i e tz^loval engewendct habe, und sagte, es würde für die Ttckerlzeit des Landes gefährlich fein, wie es dir (tzegner wollte», zu tagen, ditz dic'e; G»ietz da» letzte Wort in der militärischen O r g a n i f a t i o a bedeute und für die Zukuntt jeden Verbei crungsver uch aneickliexc. „Wir nrüiscn uns sehr stark erhalten, solange um uns die anderen Mächte ihre militärischen Machtmittel auirechtcrha ten oder verstärken, solange der Horizont nicht ganz entwölkr und solange Nicht alle Volker, wie cs zu wünschen wäre, durch gleichzeitige Pterträgc ihre Rüstungen einichränke» und entschlo'sen sind, itwe Meinungsverickiedenheiten »nd Ttr:i igk i cn aus schiedsgerichtlichem Wege zu regeln." Zur Wablresorm tagte der MinisterpeS'idcni, er könne sie nur aut der Grundlage des Mehrhettsprinzips zulaiien, wobei jedoch den Minderheiten gerechte Vertretung zuzubilliqcn wäre.
Die a l ba nr iii ch c Kolonie in Bukarest beschloß die Ausrüstung eines F r e i wi ll i g c n k o r v S zur Ilntcrilützung der Rrgierung von Albanien gegen die griechischen Bonbem B>S- ber buben >ick> 200 Freiwillige gemeldci, die baldmöglichst nach Albanien abrciscn sollen.
Tiraßenlundgebungen in Riga. Am Freitag veranstalteten in Riga Arbeiter Ttraßenkundgebungen. Wie amtlich gemeldet wird, lvrirde ein Polizeibeamter durch einen aus der Menge geworfenen Stein verwundet. In dcr Marienfiraßc feuerten die Ruhestörer Schüsse ab, iroraus auch die Polizei feuerte, doch wurde niemand verletzt. 25 Ruhestörer, darunter ff Frauen, wurden verhaftet.
Ter tü^isch-deutsche Handelsvertrag In einer vor einigen Tagen au die deutsche Dotichast in Kon- stantinopcl gerichteten Note schlägt die Psortc die provisorische 4*c r I ä n g e r u n g des am 26. Juni avlaufcn- keu türiisch-dcut'chen Handelsvertrages auf ein Jahr vor.
AttbeitenderveHNntz.
Rom, 13. Avril. Dos Personal der st a o t l i ch c n T a b a k- i a b r i k e II in 2* c n c d i g . Florenz, S c st r i Ponente
und Luce a ist in den Aiisstond getreten.
Ans stitzdt und Land.
Gießen. 2". Ülpril 1914.
Ein Flicgerabstur; in (stießen.
Am Tooiita» morgen gegen ' S Uhr stürzte ein M i - litir-Tovpeltzecker infolge Mstorsthgrens im Schiffen- berger Tal ab. Ta? Flugzeug wurde zertrümmert, Ter Führer k..m mit leichten Hautabschürfungen davon.
2lm Sonntag morgen drang mit Windeseile die Kunde durch Gießen, daß draußen im Schliienberger Tal hinter den Sandgruben ein zertrümmerte-- Flugzeug liege, und schon eine halbe Stunde nach dem Unfall hatte sich dort eine g r o ße Menge Schaulustiger -rngesundeii, das unerhörte Ereignis mit eigenen Augen festzustellen. Tic Neugierigen jühllen sich beim Nähcrlommen angenehm ent täuscht, denn ganz so snrchtbar, wie man sich aniänglich vor- gestellt hatte, war das Flugunglück nicht. Gottlob war weder ein iNenichenteben zu beklagen, »och eine ernste Tterletzuug voegeiommeu. Ter Führer des Toppeldeckcrs, Untcrofsizier Tch l ich tin g von dcr Tarmstädker F.'iegcrstotron. war mit leichten O » e t s ch u n g e n an Nase und M n-n d i^a v o n g c k o m m c n , obwohl er recht heftig von seinem Sitze aui den Erdboden geschleudert worden war. Tas Flugzeug war hingegen dermaßen zertrümmert worden, daß es an kOrt und Stelle abmonliert werden mußte.
'Nach dem
Bkrichi ciues Avgenzeugeil
spielte sich der Unfall folgendermaßen ab:
»m ’ .8 Uhr stieg in, Tchisfenbergertal ein Militär- Toppcldeckcr mit einem Flieger-Unteroffizier auf. Ein Sergeant der Fliegerabtciluna, der angenscheinlich zu dem Flugzeuge gehörte, blieb aus dem Platze, von dem der^ '.'lbjlug erfolgt mar, zurück. Ter 2Ipparat konnte nick»t recht hoch kommen, da allem '.'lnschein nach der M o t o r d e s e k t war Der zurückgebliebene Sergeant ries dem Flieger crn „halt!" nach Ter Flieger hörte at-er nicht inchr. Er r i ß rm Fluge b o n e i n c m G a r t c n- h ä u^s ch e n d a s T a ch a b und brach dadurch eine Stange der Tragfläche Tas Flugzeug verlor das Gleichgewicht, ü bersch lug sich und sauste zertrümmert aus de» Erdboden. Ter Führer wurde hinausge- j ch l e u d c r t und war erst nach einer Weile fähig, sich zu erheben. Er Hatzte an äußeren Verletzungen nur haut-
abschürfnngeu an der Nase und dem tyßunde erlitte» ‘JVjIK nach dem Unfall erschien ein 2lrzt und bemühte sich um: den Verletzter,.
Tic beiden Militärflieger. Unteroisizier S ch l i ch t i n g als Führer und Sergeant Gültig als Fluggast, beide von der D a r in st ä d t c r F l i e g c r ft a t i o n . waren am Samstag niorrgen in Tarmstadt zu einem Fluge nach Kassel aufgestivgen, waren glücklich dorthin gekommen und hockten: am Abend desselben Tages den Ruckt lug nach Darms stad! angetreten. Kurz vor Gieße» erlitt der Aviatik- Toppeldccker einen Defekt, der die Flieger zur Landung zwairg. Tic verfehlten den Exerzierplatz und gerieten in das Tckniienberger Tal, das sich ani nächsten Sonntag morgen für den Wiederaufstieg als sehr ungünstig erwies. Ter Führer versuchte am Souniag morgen allein, um tue Belastung des ßlpvarates zu verringern, den Ererzierplotz zu erreichen. Dcr Sergeant wollte indessen den Benzinvorrar ergänzen. Von dem günstig gelegenen Exerzierplätze aus wallte man am Sonntag den Flug nach Darmstadt fortsetzen.
Tirstelimg de? Flikgcrs.
Unteroffizier S ch l i ch t i u g, der Führer des Flugzeuges, gab uns folgende genaue Schilderung seines Unfalles :
„Am Samstag abend nach 7 Uhr wurden wir auf unserem Rückfluge von Kassel nach Tarmstadt durch einen Motor defekt gezwungen, 10 Kilometer vor Gießen im Gleitslugc hcruntcrzug.'hen. Wir gelangten nicht, wie wir wünschten, bis zum Exerzierplatz, sondern mußten im Sturzacker nredergehen, wo die Landung gut von statten ging. Später sind wir dann iveitergeslogen und haben nochmals versucht, den Exerzierplatz zu erreichen. Das gelang uns nicht ganz, wir mußten vorher im Schissenberger Tal landen, wo das Flugzeug die Stacht über stehen blieb und von mir bewacht wurde
2lm Sonntag morgen gegen 1 28 Uhr versuchte ich nochmals den Exerzierplatz zu erreichen. Ich startete allein bei starkem Seitenwind von Osten, durch den mein Apparat abgetrieben wurde. Ein Draht vom unteren Tragdrck bakte sich an dem Dach, eines kleinen Gartenhäuschciis seit. Dadurch brach das untere Tragdeck, das Dach des Hänschens wurde abgerissen. Nun konnte ich d a S G l c i ch g c w i ch t nicht mehr halten, dcr Slpparat lag seitlich und ich war daher gezwungen, hcrunterzugehcn. Tas Flugzeug setzte sich mit der rechten Seite aui und über s ch l-n g sich insokge- dessen. Dadurch wurde die Maschine zertrümmert und ich herausgcschleudert."
Das Flugzeug ivurde abmontiert und noch am Sonntag nach dcr Bahn bcsördert. Tie Flieger begrben sich am Sonntag abend mit dcr Bahn nach Darmstadt zurück.
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** T i e G clv erbraus stell» n g (stießen 1914, die in jeder Beziehung Außergewöhnliches bieten kann, wird zweifellos eine bedeutende Anzichungskrast ausüben, und dies wohl umsomehr, als die Eintrittspreise sehr niedrig gehalten sind. Ter Preis dcr Einzclkarten ist aus l Mark für Sonntags und 70 Pfg. für Werktags angesctzt. Eine Familienkarte kostet .7 Marl, jede Beikartc 60 Pfg. Stu- dcntenlarten werden zu 3 Mark abgegeben. Vereine uird' Arbeitgeber erhalten eine besondere Ermäßigung; sie zahlen 40 Psg. für die Karte, wenn mindestens 20 Stück abgcnom- men werden Schulen und Militär erhalten bei mindestens 20 Karten Zutritt für 20 Pfg. Außerdem werden noch: besondere Schlußtarten ausgcgebcn für 10 Pfg., die nach dem offiziellen Schluß dcr Ausstellung gültig find Kinder bis zu 12 Jahren sind frei, wenn sie fickr in Begleitluvg Erwachsener befinden. — Geöffnet ist die Ausstellung von 10 Uhr vormittags bis 8 Uhr abends: Sonntags von 9 Uhr vormittags an. Eine besondere Erhöhung der Eintritts- kreisc bei Konzerten findet nicht statt, nur die Schluß- larten werden bei solchen 'Veranstaltungen nicht ausge- gcbcn: an ihre Stelle tritt ein Einheitspreis von 40 Psg.
"Tas Jrifantcrie -Regiment K a i s e r W i l - Helm begibt sich am 1.7. Mai aus den neuen Truppenft Übungsplatz bei Bad Orb zu Regiments- und Gcsechits- übungen. Ein Zielbaukommando ist bereits nach dort ab- gcgangcu. Vorige Woche weilte der Kommandicrendc General des 18. Armeekorps v. Schenk hier zur Besichtiguitg des Regiments.
"'Militärische U e b u » g e n in d e r 2.7. T i 0 i - f i 0 ». Tas Fcldartillcrie-Rcgnnent Dir. ffl ist am Freitag -u einer mehrwöchigen Exerzier und Schießübung nach der Senne bei Paderborn abgereist. Das Inf.-Regiment Nr. 115 wird vom 28. d auf dein neuen Uebungsplatz bei Lad Orb eine vicrzchntägige Hebung im Bataillons- und Regimcntsexerziercn abhalten. Tic Hebung wird sich ma» növerartig gestalten, da ani diesem Platze noch nicht hin- reichende Baracken vorhanden sind, die Mannschaften in Zelten schlasen, wie auch durch die Feldküchen verköstigt werden.
'* Provi nzia l direkt or GShei inerat Tr. IXfi nger ist heute vo» seine», Urlaub zurnckgckehrt und hat die Führung seiner Amtsgeschäsic ivieder üderuoinuien.
" Vorträge für Lehrer. Der Ausschuß für Revision der ReUgionSlcbrpIänc hat die ßlbsicht. die seinerzeit in Duiinstabt veranstalletcu 2?orträge in (stießen ;» wiederhole», damit sie auch von den Lehrern OberhesfenS besucht iverden können. Es sind dafür die Donncrstagnachiiiittag« am 23. und 30. ?lpril und 7. Mai vorgesehen. Tic Vorträge finden in Steins (starten statt. Vortragende sind: Prosen or Dia. I äger.Friedberg, Lehrer D ollinger- Ober» (stleim, Pfarrer D. Wa i tz»Tarmstadt und Projessor Lic. Me> tthes - Taruisladt. — Für Rhcinhesscn finden die Vorträge a», 14, 20. und 28. Mai IN Mainz statt.
’ * Ter Hessische Rcallchrcrvcrein, der die an den höheren staatlichen Lehranstalten des Landes wirkenden feminarifch gebildeten Lehrer unifaßt, hielt feine Haupi- veriammliing am 1.7 'Avril in Frankfurt ab. Nach Erledigung von Vereinsangelegenheiten beschäiiigic man sich u a. auch mit der Rede des Abgeordneten Geh. Schulrat Münch vom 17. März in der Zweiten Kammer der Stände, worin er die Umwandlung von R c a l I c h - rerstelle» r» Oberl ehrerstellen wünschte. Eine der 'strersammlung unterbreitete Entschließung fand in folgendem Wortlaut einstimmige Annahme:
1. Ter Hessische Reallchrervercin sieht sich veranlaßt, gegen das von dem Herrn Abgcordiielcn Münch in dcr Zweiten Kammer dcr Stände an die Regierung gerichtete Ersuchen, „Reallehrerstellen an den höheren Lchranstallc» Hessens in solche für 2lkademikcr, nrnzr, wandeln", Stellung zu nehmen, um so mehr, als der Herr Abgeordnete Münch fcft'ft der Tätigtest der Semi uariker on d-n höheren Schulen „höchste Achtting" gezollt hat.
2. Te> 5D fische Reallchrcrverein darf uasti der Er' llärung des »eprn TGrsitzendcn der Schulabteilung vom


