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&t>OTlutt(j ge»iitivt, im 0>cge«teit! Und nun will auch der frühere französische Minister des Auswärtigen, Pichon, vositive Vereinbarungen und ein völliges Zusarnmenhal- len innerhalb des Dreiverbandes? Die Hetze gegen Deutsch­land ist vorläufig mißlungen Noch gibt es weite Gebiete, aus denen England und 'Deutschland zur Wabrring ihrer Interessen gemeinsam arbeiten können

Aureinanöersctzungen innerhalb der Tripleentente.

Der frühere sranzösischc Minister des Acußern Pichon ,rieht in eine», Artikel des von ihm geleitetenPetit Jour- nal" einen Ve r gle i ch z wi s ch c n d e in Dre i b n n d u n d der Triple-Entente und schreibt u. n.:

Es ist klar, das; der Dreibund durch die Einheit seines Gefüges und durch die Uebcreinstimmung seiner etwaigen Bcichlüssc gegenüber der Trivlecntcinc eine Ucberlegciihcit besitzt. Diese Ueberlegenbeii gibt sich schon in den täglichen Entschei­dungen kund, welche die laufenden diplomatischen Drage» mit sich bringen. Ist nicht zu befürchten, daß sie noch ostenkundiger Uikd ernster würde, wenn die Ereignisse zwischen den bcioen Mächtcgruvven, aus deren Gleichgewicht die allgemeine Sicherheit beruht, einen Zwischcniall hervorruien würden? Die Dreibnnd- mächte sind mit einander durch genau« Verträge vcrknüvst, welche bcstimmlc Eventualitäten vorsehen und ibr gemeinsames Nor gehen regeln, von den Tcip!eententc-M ächten sind nur zwei durch einen Nerlrag gebunden, welcher für vorausgesetzte Fälle ihr mililärischcs Zusammemvirken sesllcgl, Gewiß, die Büirdnisic sind nur das Ergebnis- der Ucbcreinstimmung der Jntercsten der vertragschließenden Völker und in dieser Hinsicht besitzen England, Frankreich und RuUand sichere Bürgschaften und eine unleugbare llebcrlegenheit, Tie sind durch tiefere Gründe und viel natürlichere Gefühle miteinander verbunden als die Mächte des Dreibundes und namentlich als zwei derselben. Deshalb dringen wir auch nicht zu einem sörmlichcn Bündnis mit England, Wir sagen bloß, daü die Organisation des Dreibundes betreff-? der Bestimmtheit und raschen Durchführung der gegebenenfalls zu ergreisenden Maßnahmen unbestreitbare Vorteile gegenüber der Drixleentrnte besitzt. Falls biete mit der erforderlichen Wirk­st, mkei» ihre FftedniSausgabc crül c» und der Drribnn'-grupvc. deren Gegengewicht sic bildet, eine gleiche Kraft entgegenstcllen will, müssen zwischen den Trivlecntemächten ein st ä n d i g e r M c i - nungsaiistausch, positive Vereinbarungen und ein völliges Zusammenhalten besieh n Nur Um diesen Preis pird die Dripleentrntc vollständig ihren Zweck erfüllen, die Anftechlerhalttrng des Friedens »wichen den Großmächten, ohne das, dieser durch die gesviiderlc Aktton einer derselben bedroht werden könnte.

DerMatiu" veröffentlicht die nachstehende Aeuße- rung des Londoner BlattesD ai! » N e w s a n d L e a d e r" über den vom französischen Historiker Lavisse in der, Times" veröfscnilichieii Artikel über die Entente cordiale, Wir kön­nen Herrn Lavisse versichern, baß die englische Nation trotz ihrer Svmpathie für die Franzosen ein militärisches und Marinebündnis nicht dulden würde und daß eine bloße Anspielung aus ein derartiges Bünd­nis mit Rußland einen Sturm Hervorrufen würde, der die Regierung, welch: einen solchen Irrtum beginge, wegseqen würde,

TieDailn News" bemerken zu der gestrigen Zu­schrift des Professors Lavisse an dieTimes",

Lavisse blickt aus die englisch-französische Entente wie aut ein Bündnis, das durch daS Abkommen von 190, in einen Zwci- bund verwandelt wäre. Dur ihn gilt Deuiichiand als die Drohung und alS der Geaner, und Enalond, Frankreich und Rußland Und gegen Deutschland verbündet. Lavisic und seine Freunde wünschen, daß der Besuch des Königs so verstanden würde, daß er teuer Anfsassung der englisch-sranzönschen Entente ei» Tiegel aufdrückt. Um jede Täuschung zy verhindern, beeilen ivir uns, von vornherein zu sagen, daß das nicht die Aussasmng der bri­tischen Regierung oder irgend welcher verantwortlichenPeriönsichkeil in Enaland ist. In Englands Augen iif die Entente kein Bünd- nls: sie ist nicht gegen Deutschland gerichtet Und sic ist nicht exklusiv.

Die tzeqecknilNst in Abbazia.

Abbazia, 17. April, Marchese di San Giuliano und Gras Berchtold machten einen Aiitomobilausflug nach dem Staalsqestüt Lipizza und kehrten abends nach 'Abbazia zurück. Sie nahmen das Diner gemeinsam ein und wohnten cincin von der .Kurkommission veranstalteten Fest­konzert bei.

Ein neuer widerstand Huerta? ?

Washington, 17, April, .Huerta verlangt neuer­dings, daß sein Salut gleichzeitig erwidert werde. Es gilt wie sicher, daß Wilson diese Forderung ablehnen wird.

In einer anderen Mcldnng heißt es ,

_ Wie man amtlich erfährt, hat Drvan den amerikanischen Geschäftsträger in Mexiko telegraphisch beauftragt, tzuerla davon in Kenntnis zu setzen, daß sich die Union nur mft einem Geschützsalui voi?21 Schuß zufrieden geben würde, den die amerikanischen Schiffe erwidern würden, nachdem der Salut abgefeuert sei.

An» Stadt «nd La-iS.

Gießen. 18. April 1914,

vo» der E>twerbe-?l»»ftcllung

Die Arbeiten, das KlinikSgrund stück für unsere Aus­stellung zweckentsprechend und würdig herzurichte,i, schrei- ten mit Macht fort. Am Hauptzuaang zum Vorplatz ivird jetzt ein schmuckes Portal mit zwn Kassenbäuscheu errich­tet. Am Hauptgebäude schlagen die Deiffbinder ein Ge­rüst aus, um den Verputz auszubessern und den Ba» neu zu tünchen. Nachdem sesigestellt worden war, daß das Ge­bäude aus rotem Sandstein errichtet ist, hatte man erwo­gen, ob es nicht besser wirken würde, den Putz von den Wandssächcn heruntcrzuschlagen und die Außenfront, ähn­lich wie bei der ehemalige,, katholischen Kirche, zur Wir­kung zu bringen. Man ist aber der höheren Kosten wegen davon abgckommc», hätte ober auch dann zugleich das Lie- big-Musenm und die frühere Ohrenklinik in'gleicher Weise behandeln müssen. Zweifellos würden die Gebäude in ihrer architektonischen Wirkung als rote Sandsteinbauten sich, besser ausnehmen.

Die Ausstellungsräume, welche sich in 10 Gebäuden befinden, haben 6000 Quadratmeter überbaute Boden fläche, also Raum genug, daß die Ausstellung sich bei sach­gemäßer Verteilung aus die einzelnen Räume recht über­sichtlich gestalten ivird

Schon jetzt sind einzelne Firnie» tätig, die Vorberei­tungen für die Unterbringung der Ausstellungsgegenstände zu treffen Im .Hauptgebäude zu-ebener Erde hat Män­nin g e r bereits seinen Ausstellungsrauin in Besitz ge­nommen, um darin als einzige deutsche Fittingsfabrik ihre Fabrikate aufzustellcn. Die Firma Schaffstaedl läßt ihren Ausstellungsraum zu einer Badceinrichtiiiig und zur Vorführung einer modernen Einrichtung für Krankenhäu­ser, Sanatorien usw. vorbcrciten, Georg App ei baut eine vollständige Zentralheizung, welche sehr übersichtlich angelegt wird. Auch Oskar Gutmann (Jean Tern

Nachf.) rüstet sich, in geschmackvoller Weise moderne Fuß­böden, Wandbckkeidung und seine Keramik in Form von Brunnen nsw, für die Ausstellung herzurichten. In den nächsten Tagen schon ioerden auch andere Aussteller das 'Ausstellungsgut einliesern. An der Hinteren Front des linke» Flügelbaiies vom Hauptgebäude, wo prächtige alte Bäume stehen, ivcrden jetzt die Wege angelegt, um für die Friedhosskunst einen stimmungsvollen Rahmen zu schas­sen. Bedeutende Künstler haben zugesngt, würdige Teuk- niäler zur Schau zu stellen. Eine Urnenhalle und eine Grustkapelle werden in Verbindung mit gärtnerischer Kunst etwas außergewöhnlich Sehenswertes bringen. Dieser Teil, der von drei Seiten von Gebäuden umschlossen ist, erhalt seinen Eingang durch ein wuchtiges massives Tor, dessen Steinmaterial aus der Gegend von Nidda stammt und das merkwürdigerweise, so eigenartig es ist, in der breiten Qessentlichkeit nur wenig bekannt ist.

Tie Ausstellung wird auf allen Gebiete» zweifellos viel Originelles und Neues bringen und hat eine» Umfang angenommen, loie man ihn anfänglich nickst geahnt hat. Soll doch die Zahl der Aussteller 400 betragen Die meisten der Aussteller tun mit dem, was sie ausstcllen wollen, sehr geheimnisvoll, da sie die Konkurrenten überraschen und überbieten wollen,

** Die Räume für die Gewerbeausstellung beziehbar. Die Ausstellungsräume sür die am 16, Mai beginnende Gewerbe-AussteUnng sind nun soiveit vollendet, daß mit dem Ausstclleu der Aussteltungsgegeiiständc bc- gönnen werden kann. Wie man uns mikteilt, müssen alle Aussteller bis zum 9. M n , ihre Ausstellung völlig vollen­det haben, so daß es dringend notwendig ist, sofort mit dem Ausstellen und Einränmen zu beginnen. Diese Maßnahme der Ausstellungsleitiing ist freudig zu begrüßen, denn da die Zahl der Aussteller sehr beträchtlich ist, wird sich die Ein­richtung der Ausstellungsräume um so rascher und einfacher erledigen lassen, je früher die Beteiligten ihr Ausstellungs­gut hcrauschafscn und auch für die Eröffnung der Austz stcllung ist es ivrsentlich. daß alles pünltlich am Platze ist. Zudem darf nicht oerlännt werden, daß sich die Aussteller selbst empfindlich schädigten, wenn sie alle erst im letzten Augenblick angefahren kämen und sich dann gegenseitig be­hinderten,

** Tagcskalender für Sonntag, den IS. Avril: LiebigSböhe: Sonntag nachmittag 4'/, llhr Äilitärkonzert. W e l I v a » o r a in a: Asterweg,

L i cki t i p i e 11) n u S: Täglich Vorstellung lln »on - T!i ea te r: Täglich Vorstellung. <Tie»SlagS »nd SanisiaaS neues Pragraiin».)

O h e rl> e 11 > I ch c r K n n stv e r e i n. Tie Geinälde-Ansstellung ist täglich von III Uhr. Mittwochs von 3 bis ö Uhr, und an Sonntagen vo» II3 Uhr geöfinet.

O b c r h e l 1 1 s ch e s Museum >, n d G a ! l ' s ch e S a in m l» » gen. Geöffnet Sonntag vormittags 11 1 Uhr nnentqeltlich, M u i e ii ui i ü r Völkerk » » d e, Geöffnet an Sonntagen vormittags vo» 11I Uhrentgeltlich.

Die An ln ge,nullt nndet Sonntag vormittag bei aulem Wetter IN» II Uhr statt. Svielvlan: 1, Die schönsten Äugen!

Marsch von E, Krautze; 2. Ouvertüre zur Operette »Tie Amazone' von Kr, v, Blon ; 3. Tiverttffement a»S .Rheingold' von R. Wagner: 4 Tie Amazone, Eharakterffück von L. Iesiel.

" Prinz Heinrich der Niederlande hat am Freitag Nassau ivieder verlassen und sich nach dem Haag ziirückbcgeben. Ec hatte sich zur Kur in der Klmik des Professors Friedländcr in Hohenmark bei Franksurt ans. gehalten und von dort ans eine ganze Reihe von hessischen Städten und Ortschaften eingehend besichtigt.

** Offene L e h rerstel lc». Erledigt sind: Eine mit einem katholischen Lehrer zu besehende Schnlsiellc an der Volksschule za Büdesheim, Kreis Bingen, und eine mit eineni evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Volks­schule zu St» m pertc ii ro d, Kreis Schotten. Mit ihr ist Orgonistendienst verbunden. Tein Inhaber kann eine Orts, zulagc beivilligt werden,

** Eine Verschlechterung des Verkehrs mit Mücke wird uns der Toniincrsahrplan bringen. Der Eil- zugach Fulda, der 2 Uhr 1(1 M, mittags Gießen verläßt, hat bisher auch eine Minute in Mücke gehalten. Vom I, Mai ab soll der Zug aber, wie man uns schreibt, an Mücke vorbeifahre». Welche Gründe sür diese Neuerung maßgebend ivaren, entzieht sich unserer Kenntnis, doch müssen wir unserem Gewährsmann bcipflichten, wenn er meint, daß durch diese Maßnahme wichtige Interessen ver­letzt werden und daß die .Handelskammer unseres Bezirks nicht ivird umhin können, vorstellig zu werden, damit Mücke als Haltestelle für den Erlzug erhalten bleibt.

** Oberhessifcher Kunst Verein. Die Ausstel- lung des Aussteller-Verbandes Münchener Künstler ist nur noch am Sonntag geöffnet. Bon Montag an bleibt die Aus­stellung wegen vollständigen Wechsels der Gemälde einige Tage geschlossen. Tie neue Ausstellung wird unter anderem Kolleftionen von Pros. Richard Kaiser-München und Pros. A. Lnttcroth-bainburg bringen.

** Di e D i e n st st u n d e n d e s Ch e in. i s ch e n Un te r- suchungsamtes für die Provinz Oberhessen sind für die Tomniermonatc (l. Mai bis 80. Septeniberj auf die Zeit von 7 Uhr morgens bis 8 Uhr mittags festgesetzt worden.

" Vcrhastnng einer Schwindlerin. Die W,ebener Polizei verhaftete die 4ljährige Luise Graul ans Halber­stadt. Die G. ist eine gcsährlichc Schwindleri», die unter allerlei klangvollen Naweii in ganz Hesse» und Hcssen-Nassa» »gezählte Betrügereien verübt hot.

** Zusammenkünfte hessischer Lehrer, In der Osterwoche fanden zahlreiche Zusammenkünste hessischer Lehrer, Abiturienten der drei 'Seminarici! in Darmstadt, Mainz und Frankfurt statt, wo nach einer langen Reihe vo» Jahren frohes Wiedersehen gefeiert wurde. Einen besonders würdigen Verlaus nahm die Zittammciikunst alter Lehrer, die in den Jahren 1868 und 1869 das Lehrerseminar in Friedberg verlaßen haben, i» Frankfurt. Nach einem Besuch des dor­tigen Schulmuseums land gemeinsames Miitageßc» im Wartc- saal 2. Klaste des Hauptbahnhois statt, wobei der Frankfurter Lehrer Friedrich Schäfer die alten Klassenbrüder herzlich be­grüßte »nd dabei der leider ichon in großer Zahl Dvbinge- ichiedeiien gedachte Im Mitielvunlte der Feier stand die Gc- dächlnisrede des Tchulrais Süß-Friedberg, der zur lOOjähri- gen Iubelieier des dortigen Ledrerieminars im Iabrc 1917 schon iebi einlud. Will-Rendel widmete seine» Drinkipruch dem Va­terland, Gomps Uetzhausc» gedachte der Lehrcriraucn, der Leh- rerdichtcr S ch ä f c r - Darmstad! entbot einen poetischen Gruß und Schuch mann - Ossenbach lud sür 1915 zu eineni Besuckze von Hessens größter Industriestadt ein. Ten musikalischen Teil der Feier hakte Lehrer G ö b e I - Franksurt übernommen.

** D i c Evangelische Konferenz sür das Groß­herz v g t u m H e s s e n (Friedbcrgcr Konferenz) hält am Mittwoch, dem 22. April, in Slockbei »I (Oberhessen) im Restaurant Wal lhcr eine Bezirksversommlung ab, in der das Vorstandsmitglied der Konferenz Lehrer D o l l i ng c r - Ober-Gleen einen Bortrag

halten wird über die FragetWelches Evangelium wNen wir der Behandlung des Lebens Jesu in der Volksschule zugrunde legen'?"

** Jung-Deutsch land, Am Freitag abend hielt der Bezirk Gießen-Stadt seine ziocite diesjährige M i t g l i cd er ve r- l a IN IN l u n g in Hotel Schütz ab, die Iveit bester als die erste besucht ioar. Aus dem Bericht des Bezirksvcrtrauensmannes, Rechtsannwlt K a u s I» a n n, war zu cutnchnicn, daß im ersten Vierteljahr dem Bezirk 5 Einzelmitglicder und 5 Vereine neu bcigctrcten sind. Die erste allgemeine Bezirksvcranstaltung ein Mannschaits-Waldlauf ist planmäßig bei gniem Besuche des Publikums verlaufen und ha! der Jung-Dcutschlandbewkgung in Gießen neue Anhänger und Förderer gebracht. Zum hessischen Ingendtag in Friedberg hatte der Bezirk 3 Vertreter entsandt. Au, Antrag der Rechnungsprüscr ivurde dem Rechner für das Iah- 1918 Entlastung erteilt. 'Aus Anregung des Vorstandes imirde bc- ichlosten, am Sonntag, den 26, tzlvril, in der Turnhalle des Turn­vereins vo» 1846 eine große Werbeversammlung abzu- haltcn, zu der die beiden Vorsitzenden des Landesverbandes, General­major Freiherr v. Hehl und Generalleutnant Bernhardt, ibr Er­scheinen zugesagl haben. Im Verlauf der Sitzung wurden die «atzungen beraten und der vvm Vorstand ausgearbeitcte Entwurf ohne bedeutende Aendcrungen genehmigt und angenommen. Auf Eirund der neuen Satzungen wurden als Vertreter der Einzelmit­glieder in den Bezirksausschuß gewählt: I. Oberst Schimmel- se n n i g, 2 . Geh. Schulrat Dr. tz c n s c l l, 3. Kommerzienrat S ch a f f st a e d t, 4. Direktor Brackemann. Zum Schlüsse wurde bekaiiiitgegebcn, daß in Zukunft jedem der allgeschlossener» Vereine ein Stück der VerbandszeitschriftIungdcutschland-Pvst" auf Kosten der Bezirkskasse geliefert wird, wobei die Vereine lediglich die geringe Bestellgebühr zu bezahlen liabcil. Nachdem der Vor­sitzende noch kurz auf die anderen in diesem Jahre geplanten Ver- gnstalttingen hingewicsen und zur lebbaflen Werbetätigkeit alle Er­schienenen ausgcfordert hatte, wurde die sehr anregend verlaufene Sitzung geschlossen.

** D ie Tagung der hessischen Oberlehrer wurde am Freitag in Oppenheim begonnen Ztmächst landen die Beratungen der verschiedenen Fvchabteillrngen statt, an die sich eine Besichftgnng der Wein- und Obstbrru- schiile anschloß. Den Schluß des ersten Tages bildete ein Pegrüßungsabend. Heute erfolgt eine Besichtigung der historischen Baudenkmäler der Staht, dann werden in nicht- ösfentlicher Sitzung n. a. die Neuwahl der Vorstände, die Bestimmung des Ortes und der Zeit der nächsten Haupt- Versammlung (gemeldet hat sich Bad-Nauheim) und die Ernennung eines Ehreinnilgliedes erledigt ioerden. Dia Hauplversammlung sindet nachmittags auf der Landskrone statt. In dieser wird Professor Dr. H e n k e l - Worms einen Vortrag halten überKulturgeschichtliche Beobachtungen an römischen Fingerringen".

** Kleine Mitteilungen. Ein in Tor n Holz­bau s e n als Lehrling untergebrachter Fürsorgezögling verstüm-- mclic eine hochträchtige Ziege und suchte dann bas Weite. Am Freitag abend wurde die Leiche des verstorbenen nationalliberalcn Stadtverordneten Jos. R e i n a ch zu M a i n z einqeäschcrt. Beim Besteigen des Kossclsteincs, eines Felsens zwischen B r a u b a ch und Oberlahn st ein, stürzte am Freitag vormittag ein ISjähriger Gymnasiast aus Franksurt a. M., der in Koblenz zu Besuch weilte, ab und erlitt lebensgefährliche Verletzungen, Durch Zyankali ver­giftete sich am Freitag der etwa 45 Jahre alle Tapeziermeister Anton Rödel in 5bcvvcnheim a. d, B, aus bis jetzt nicht ermittelten Gründen. 'Am Schwanheimer Mainnser in Frank- s u r t wurde die Leiche eines achtjährigen Knaben gelandet. Ver­mutlich handell cs sich um den am 21. März bei Ossenbach in den Main geiallenen Ludwig Z i m m c r m a » n. Das sechs Jahre alte Töchterchen des Kaufmanns Gabriel Becker aus Wiesbaden geriet am Freilag mittag unter die Räder eines Privalsuhrwerks und wurde totgcsahren.

** Konkurse ii* Hesse». In den, Konkursverfahren über das Vermögen des Peter Johann Born in Ober-Mörlen ist das KonknrSoeriahre» eingestellt, da eine de» Kosten de? Ver­fahrens cntfv>echende Masse nicht vorhanden ist. Das Konkurs- versahren über den Nachlaß des Kausnianns Leopold Paul von Mainz ist nach eriolgter Abhaltung des Schlußtermins auf­gehoben. lieber den Nachlaß des Polizeidieners Drais-, doch VII. NUS Rann beim, der seuierzeit in einer Rüffels- beinier Diebstahls- und Schnnigglcrgeschichte wie in seinem lockeren Lebenswandel von sich reden machte und sich dann vor k»rzeni da? Lebe» nahm, isi am. April das KonknrSverlahren eröffnet Rechtsanwalt S ch o l l in a n e r in Krob-Gern» ist zuin Konkurs­verwalter ernannt. Konknrswrdernngen sind bis zum 1, Aiai 1814 bei dem Gerichte anznmeldcn. Es ivird zur Äeschlußlnffung ober di« Beibebaliung des cinannleu oder die Wahl eines anderen Ver­walters usw. auf Mittwoch, l3, Mai 1914, vormittags 8', Uhr, vor dem Gerichte ln itzroß-Meran Termin -beraumt, lieber- das Vermögen des Schiniedemeisters Nikolaus Wahl lg in Fehl he in> ist am 13, Avril das Konkursverfahren eröffnet, Rechtsanwalt Tr, R c n S i» Zwingenberg ift zum Konkursverwalter ernannt. Konkurswrdernngcn snid bis zum 14, 'Mai 1914 bei dem siierichte anznnielden. Es wir» zur Besthlußfaffung über die Bei­behaltung des ernannte» oder d e Wahl eines anderen Verwalters usiv. ant iFreiiag, 8, Alai 1914, vormittags I» llhr, und zur Prsifnng der angeineldeten Forderungen au! Freilag, 22, Mal 1914, vor­mittags 19 llhr, vor dem Gerichte zu Ziviiigenlecg Termin a»- beranntt-

Krcis Frikdbrrg,

I. Friedberg, 17. April. Seit Beginn dieser Woche ist dos Großh. Steuer, »nd Zollamt, welches bisher in deni neuen Museinn »nlergcbracht war, in sein neues Haus an der Mainzer Tor-Anlage eingezoaen,

b, Vilbel, 17, April, Ter Gemeinderat beschloß eine Her­absetzung des Preises sür Leuchtgas auf 17 und für Krastgas aus 14 Psg, bei einem monatlichen Mindcslvcrbrauch von 45 Kubikmetern,

«tarkenburg und Nheinhessen,

Mainz, 18. April. Wie nachträglich bekannt wird, landete am ersten Ostcrsciertage in einem abgelegenen Teil des Taunus ein französischer Freiballon unter ausfallenden Umständen, Die beiden Insassen hatten vor der Landung verschiedene Gegenstände, darunter fran­zösische öl e n e r a l st a b s k a r t c n aus dem Ballon ge- worscn, dann den Bauern einen Betrag für Rücksen- d n n g de-- Ballons nach Paris übergeben und sich ohne weiteren 'Anfenlhalt entfernt, Ter Ballon mit Inhalt sei, wie gemeldet ivird, vom Gouvernement Mainz bc« schlagnahmt worden .

Kreis Wetzlar,

> Wetzlar, 17. 'Avril. Nur noch vier Kreisorte (Hvlzhauscn, Gried.lbach, Neukirchen uud Obcrwetz) erheben noch keine Gc- Mki,besteuern. In d»n meisten vlcmcindcn werden im Gcgen- leil recht kräftige ,'Vchläge zur Ttaatrernkommensleuer erhoben, linier >00 Prozent gibt cs noch fünf Orte Niederkleen. Hörnsheim, Lützellinden, Niedcrwetz und Krößelbach. Rund 100 Prozent Zuschläge erheben sechs, 150 Prozcnn acht und 200 Prozent' zwölf Orte, 300 Prozent werden in drei Onen lEdingcn, Bellersdorf, und Bil'senbergi erhoben. Realstcuern werden auch fast durch- gängig in Höhe von inchr als 100 Prozent erhoben Am bäusigsten kämmt der Satz von 200 Prozent vor <20 mol); 150 Prozent (6 mal ; 250 Prozent (5 mal), 300 Prozent und mehr erheben zehn Gemeinden, Den höchsten Steuersatz (400 Prozent) hat das kleüre Dorschen Bellersdorf.

W. Krosdors, 17. April. In den heutigen Srhun- geu der Bürgermeistereien Lktzbach und Launsbach hier in Krofdorf wurde beschlossen, von der Verschmelzung der beiden B ü r g c r m e i ft c r e i c n Atzba ch u n i> - a u n s b a ch vorläufig Abstand zueh me » , da her Name der vereinigten Bürgermeisterei noch nicht fest»