DerenglijcheFlottenbau Tic britische Sftmlra*' litot hat zu Angebote» für zwei von den vier Schlachtschiffen, die im Bauprogramin für 1914 15 vorgesehen sind, aus- gcsordcri. Die Aufforderung ergebt früher als seit vielen Jahre». Die Schisse solle» im Juli aus Stapel gelegt werden und im Oktober I9l6 fertig sein. Tic beiden andere» Schisse werden ans den Werste» in Portsmouth und Devonport gebaut und mit acht und fünszchnzolligen Geschützen ausgerüstet werden.
Be s u ch e de s englischen M i t t e I m c e r g e s ch >v a- ders. Wie die „Wiener Allgemeine Zeitung" erfahrt, tvird in der ersten Mainwche das englische Mittelmecrgcschwaüer, das aus neun großen Kriegsschissen und den dazu gehörigen kleinen Kriegsfahrzeugen besteht, beit düsen von Triest, Polo und Fiume einen Besuch abstatten. Das österreichisch-ungarische Ge sch w a d c r wird am 22. Mai den Besuch der englischen Flotte in Malta erwidern.
Tic Begegnung in Abbazia. Aus Abbazia wird berichtet:Der von Graf Berchtold und SanGiu.lia.no geplante Meerausslug ist wegen ungünstiger Witterung unterblieben. Tie Minister arbeiteten am Donnerstag vormittag in ihren Wohmingcn und frühstückten gemeinsam. Am Machmittag unternahmen San Giuliano und die Grä sin Berchtold einen Autoausflug, die Botschafter Herzog von Avarna, Mere» von Kapos-Mere und andere Persönlichkeiten der beiderseitigen Begleitungen machten im Tor- veüoboot „Tatra" eine Rundfahrt im Golf von Quarncro. Gras Berchtold begleitete di« Teilnehmer der Rundsahrt zum Schiffe.
Der Aus st and in Epirus. Bei der albanischen Regierung sind Meldungen ciugctrossen, daß trotz der Blol- kade von Santa Quaranta wieder etwa 300 griechische Freiwillige dort ausgeschisst worden und in das Innere des Lpirus abmarschiert seien. _
OeHtfdx Kolonie«.
Berlin, 16. Avril. Tic in Brüssel gevtlogcneu Schluß- hesprechliiigen der Qbcrleitcr der Kameruner Grenzver- Messung wurden mit der Unterzeichnung des Protokolls abgeschlossen, das noch der Prüfung und der Genehmigung der beiden Regierungen bedarf. Im allgemeinen wurde über den Verlauf der last 3000 Kilometer langen Grenze zwischen den Kommissaren eine volle Einigung erzielt. Streitig blieben sechs Kilometer am Ubangi-llser oberhalb Singa und die Insel Waleachc im Logonc- iluB Außerdem in noch zu entscheiden die Führung der Grenzlinie vor den deutschen Nierstrecken im Kongo und llbangi. womit das Schicksal der diesen vorgelagerten Inseln und der bisher zu Kamerun gehörige» Schariinseln zusammcnhängt. Die von deutscher Seiic erhobene Forderung aus die T a l w c g g r e II z c ist von Frankreich noch nicht anerkannt tvordcn.
Aus Stadt und Land»
Dieben, 17. April 1914.
Gießen vor 50 Fahren.
Wie es in Gießen vor ungefähr 50 Jahren anssah, verrät uns ein Ende 1867 im Verlag der Brühlschen Ilm» versitäts-Truckerei erschienenes Adreßbuch der Provinzial- Hauptstadt, welche damals 9 bis 10000 Einwohner zählte. Tie Stadt war »och in füns Bezirke, A bis E, eingekeilt und die Läufer hatten sortlausendc stummem. Das Adresscn- verzeichuis umfaßte nur Einwohner, die einen selbständigen Haushalt hatten. Aufsällig ist es, daß es damals sehr viele alleinstehende Mädchen und Witwen mit eigener Wohnung in der Stadt gegeben hat, bei denen merktomtdigerweise der anscheinend sehr bellebte Borname Johcmnettc recht ost vorkommt.
Unter den Berufen der Gießener von damals findet man eine ganze Reihe von Grwerbszweigen, welche heute nicht mehr geübt werde» ES gab nämlich einen Fruchth wicqcr, einen Holz- und Kohlenmesser, 3 Holzmacher^ einen Hoizsetzer. einen Blaufärber, einen Federputzer, 2 Stiefelputzer und 2 Schäfer. Neben einem Gasthalder, der sich heute mit Hotelbesitzer bezeichnen würde, finden wir euch einen Schenkwirt, während unter den übrigen 58 Gastwirten saußcr den vier Hotelsi nur acht sich (tzastwirtc nannten. Gewisse Berufsarten liebten es, ihre Tätigkeit mit einem Fremdwort zu bezeichnen, so finden tvir 90 Skribenten,
3 Pnoatskribenten und nur 2 Schreibgchilfen. Dagegen be- zeichncten sich der spätere Kanzletrat Demuth und der verstorbene Beigeordnete Grünebcrg schlicht als Bürger- nieistcrei- und als Kreisamlsgehilse. Tie 15 Landtvirtc in Gießen nannten sich Oekonomcn. Polizeidiener findcii wir 5. nebst 3 Rachtivächtern. Es folgen dann wieder mit fremdsprachlicher Bernssbezeichnung: 1 Möbeltransportant, 2 Af- kordanten, 2 Magazinier?, 1 Insignations-Mandalar. Auch Amtstrtcl m-ie Krrmrnalrickster, Stadtrichter, Universitäts- richtcr, Fiskalamoalt waren noch sehr gebräuchlich.
An den verschiedene» Bernsen gab es in der Stadt:
4 Seiler, 2 Posamentierer, 1 Spinnmcister und mehrere Leinweber, 1 Siebmacher, 2 Strumpsweber, 1 Seifensieder,
fung der Schwindelsirmen in Lübeck Rat und Auskunft. Ihr wolle man auch etwaige Beschwerden vortragen, denen sic dann »acbgehen wirb. Ferner gewährt die Städtische Rechtsauskunftsstelle in Darm- stadt, Stadthaus, Rhcinstraßc, Minderbemittelten gern Auskunft.
— Tic Zukunft des Münchener K ü » st l c r t h c n - t er e. Aus M ü n ch e n wird uns geschrieben : Die vlötzlichc Hci- mailoiigtcit der Sczcsston nnd die immer mehr um sich gleitende Zeriolitterung im Münchener Kunstleben hat die Gemüter wach- samer Lokalvatrioten nervös gemacht. Seit Wochen hallt es wi der von Alarmrulen, in Venen zur Erhaliung der gesährdeten Vormachtstellung Münchens als Kunststadt zum Sammeln geblasen wird. Als drittes Moment, das Anlaß zu ernsten Besorgnisse gab, kehrte in diesen Artikeln die Sorge um die Zukunft des Miinche- »er Künstlenheaters wieder. Diese Musterbühne im Aussie!l»„gs- vark Hai in den fünf Jahren ihre» Bestehens bereits rech! lvechsel- volle Schicksale durchlebt. Bon Georg Fuchs mit einem Kreis sübreudcr Münchener Kiinftler begründet, wirkte sie nni den aui- sehenerregenvcn Erfolgen ihrer ersten Svielzeit gerade;» kaust- revolutionierend in szenischer und dekorativer Hinsicht. Die neuen Prinzipien d:r Inszenierung machten unter dem Namen ..Rcliei- bühne" Schule und auch die Architektonik des ohne Logen angelegten Amphitheaters ivurdc ieatdem tviederhott von Biibmmarchi tckten benutzt. Zwei Jahre hindurch feierte Reinhardt, erst mit seinen Schauivielern, später als Overetten-Regisscur, dort laute, aber in München selbst nicht ganz imwiberivrocheiie Siege, und schließlich ging dg» Haus durch Pachtvertrag a» den Münchener Drei-Masken-Pcrlag über, der mit künstlerisch belangloicn, aber prunlvoll ausgemachten Ausstattungsstücken um die Gun» de» Publitnms warb. Nun ha! der Verlag, da der stnanzielle Erfolg gusblieb, seinen Pachivcrirag mit dem Verein Ausstcllungspart gelöst, und e» bestand Gefahr, daß die Bühne in dieseni Sommer unbenutzt bleiben würde. Diese Sorge, und mehr noch die Verhandlungen. die mit dem Düsseldorfer Schauiviclhauie wegen eines Eniemble-Gastipiels im Künftlertkeaicr schweben, hat einen flammenden Aufruf veranlaßt, in dem eine Reihe von Münchener Matern, Schriftstellern und anderen bekannten Persönlichkeiten gegen die neuerliche Verpachtung an auswärtige Unternehmer energisch protestiert. In dem Aufruf ist viel von einem ganz im Gründungssinn der Bühne zusammengestellten, scn um- ristenen Svielvlan hie Rede, aber es fehlt eine nälicre Angabe übec die Art dieses Repertoires. Und doch wäre ein Spiet mit
7 Zimmermcister, 6 Drechsler, 3 Kammacher, 2 Glockengießer, 1 Pumpen machcr, eilte Qsenfabrik, eine Zengfabrik, l l Bierbrauereien, 1 Blech- und Metallwarenfabrik, 10 Ger der. Tic Zahl der Küfer, welche jetzt aus 3 zurückgcgangen ist, betrug damals >6. 3 nieckninischc Webereien beschäftigten eine größere Anzahl von Arbeitern. Die Metzgerznnft zählte 1867 30 selbständige Meister, eigentlich ein wenig viel für die kleine Sladt. Ziegelcibetriebe gab? 3, Zigarrc»fabriken 16, Tabaksabriken 4. von denen jetzt nur noch eine Tabak- sabrik besteht.
Für das körperliche Wohlbefinden sorgten 17 praktische Aerztc und ein einziger Zahnarzt, während für die, ivelche sich in Gießen nicht wohl fühlten, 4 Auswandcrnngsagcittcn die Reise übers Meer vermittelten. Für Rcchtssti.eitigtcl.tcii standen 31 Advokaten zur Verfügung.
" ßs „ z dem Schuldienst, llebertragen wurde deni Schulamtsaspirantcii Martin Klein, ans HcchtShenn, Kreis Mainz, die erledigte Lehrerslellc an der katholische» Volksschule zn Frei-LauberSheim, Kreis Lllzey; dem Schnl- antiSasptranlen Heinrich Ohl anS Vilbel, Kreis Jriedberg, eine Lehrerstcllc an der Volksschule z» Schwalheim, in dem- selben Kreise: dem Lehrer Johann Heist ans Düdelsheim, Kreis Büdingen, eine Lehrerslellc an der Volksschnlc zu Mainz- Kostcl; der Lehrerin Marie Merz zn Herbstein, Kr. Lanter- bach, eine LehrerinsteNe an der Volksschule zn Mainz.
*• Os scnc Le h rcrstel lc n. Erledigt sind: Eine mit einem katholischen Lehrer zn besetzende Schulttelle an der Volksschule zn Wackernheim, Kreis Bingen, mit der Stelle ist Oeganistcndienst verbunden; eine Lehrecstellc an der evang. Volksschule zu Bingen und die mit cineni evang. Lehrer zu besetzende Lchrecstelle zn MctzloS, KreiS Lauterbach, milder Käntordienst verbunden ist. Dem Inhaber der Stelle kann eine Ortszulage gemährt werden.
** Zum Wechsel im Kommando der 25. Kavallerie-Brigade. Der neue Kommandeur der 25, Kavallerie-Brigade, Oberst v. Bodelschwingh, bisher Koni- inandcnr des 2. Hannoverschen Dragoner-Regiments Nr. 16 in Lüneburg, hat am Donnerstag das Kommando der Brigade übernommen, die am 1. Januar 1860 als .Rciicr- brigadc" ausgestellt wurde und am 1. Januar 1872 den Flamen 25. Kavallericbeigade zKcoßherzoglich Hessische) erhielt. Die Kommandeure der Neitcrbrigade ivaren: Oberst Klingclhöffer, Willich, genannt v. Pöllnitz, Prinz Ludwig von Hessen, der nachmalige Großherzog Ludwig IV. und Freiherr Gcdnlt von Jungenseld. Die Konnnandenre seit 1867 waren: v. Wtchmann (bis 1870), von Rantzau (bis 1876), v. Radecke (bis 1883), Freiherr v. Loqnenhicn (bis 1886), v. Eolomb (bis 1889), v. Masiow (bis 1893), v. Schmidt (bis 1897), v. Winlerseld (bis 1901), v. Schmidt (bis 1805), v. Werder (bis 1909), Generalmajor v. Ocrtzen (bis 1911), Clifsord Kocq v. Brengel (bis April 1914). Der neue Kommandeur, Oberst v. Bodelschwingh ist somit der 13. Kommandeur der Brigade seit 1867.
•• Keine .Ed c r ta lspe rre". Die seit mehreren Jahren fest eingebürgerte Bezeichnung .Edcrtalspcrre" für das jetzt vollendete große Staubecken ini Edertal hat durch eine» ministeriellen Federstrich ansgehört zn existieren. Die Sperre hat die amtliche Bezeichnung „Waldeckec Talsperre" erhalten niit dem eigenartigen Zusatz: ,In der Eder bei Hemfurth".
** Ter Landesvcrban d der Friseure von Hessen und Nassau hält am 20. April in Wiesbaden seine dritte Landesverbandsversammlung ab. Der Berbandsvorstand beantragt Durchführung von gleichmäßiger Lehrzeit für mäiiiilickze und weibliche Lehrlinge, sowie Verbot von Kursen für letztere und gleichmäßige Prüfungs- bcstimmnngcn für das Frisenrgcwerbe in Stadt und Land. Die Innung Groß-Gerau beantragt, der Landesverband möge bei der Handwertskain mcr idahin wirlen, daß das Beschäftigen von Lehrlingen nur auf dem gesetzlichen Weg von drei Jahren geschehen" kann und daß das Beschäftigen von Einscisjungen oder jugendlichen Arbeitern im Friseurgenerbe gesetzlich verböte» wird. Tie Innung Mainz beantragt, der Landesverband möge dahitGovirken, daß in den Kasernen ähnlich wie in Bayern Friseurzimmcr eingerichtet nerden, um sic an Friseurmeister zu vermieten. Tie Innung Wiesbaden beantragi cinlxeitlichen Feiertagsschl-rß im ganzen Bezirk.
‘ ** G e mcindcsteucr-Rückstände. Unter den bentigen
amtlichen Bekanntmachungen der Stadt Gjtzßen bcsindet sich auch die Mahnung des 6. Zieles vlcmeindesteue.n nnd Kanalgebühren. Die Zahlung kaini noch bis zum 2. W a i d. I. einschließlich ohne Kosten bei der Stadtkassc crtolg cn. Nach Ablauf dieser Frist erfolgt
ossencn Karten fraglos der beste Weg, diesen Absichten Vcrnürk- lichnng zu versckzassen. Tenn an sich ist diese Forderung keineswegs unbcrechnet, und eine Devise wie die: „Das Münchener Künstlcrlheater den Münchener Künstlern" wird den Münchenern natürlich besonders leicht cingehe».
— Unbekannte Wagner- und Liszt-Briese anf- g e l IIII d e II. Aus A IN st e r d a IN wird berichtet: In den Archiven der Amsterdamer Gesellschaft zur Förderung der Musik entdeckte man vor einigen Tagen drei Briese Richard Wagners und acht Brief von Liszt, die sämtlich bisher unbekannt geblieben waren. Tic Briese Liszts sind aus Weimar datiert, die Briefe Wagners aus Zürich und aus Luzern. Sie wurden in den Jahren 1854 bis 1857 geschrieben und sind an den Begründer der „Niederländischen Gesellschasr" gerichtet.
T i c N ar ko s e s ä h i g kci t. Zur Beurteilung der Herz- lrgli iür die Frage ter Nirlosc empfiehlt'Dr. Stange, Petersburg, in der Rußk. Wratsch den Atmungsversuch. Patientinnen mit guter Herzkrast^ können die Atmung nach einer tieferen Atmung gul 20 30 Sekunden aussetze,i, während solche mit Ivenigcr leistungsfähigen Herzen cs nur 10 15 Sekunden aushallen. Dr. Stange
mack I unter anderem daraul aufmerksam, daß einige amerikanische Lcbeiisversich-rnngrgcscllschaftcn niemand veriichcrn, der nur toc- nigcr als 20 Sekunden aushält. Diese Probe sei natürlich neben anderen Prüsungen des Herzens anzuwenben, nicht aber als deren Ersatz.
— * » t Gebauers Reise nach O st t i b e t und I ü n -
ä," " ..." Unterstützung der osicrrcichischeu Regierung und der
Wiener Akademie der Wissenschaften hat Ant. K. Gebauer, der bereits verichiedene Reiten in Asien misgesührt Hai, eine Jorichungsreise nach Osttibei angetccicn. Während die Stötznerickie Ervcdltion dieiem Ziel von Osten her aui Jangtsekiang zustrebi, wirb Gebauer von Birma ausgeben, wo Bdamo am oberen Jra- waddl >e>n Ausgangspunkt sein wird. Am Saltven, den er ans der Karawanenstraßc erreicht, will er sich stromaui wenden, um in die wenig ersorschicu Grenzgebiete zwischen Tibet und Ebina, in denen Dr. Brunhuber und K. Schmitz ein Ovier ihres Wagemuts ge- worden waren, ein.udringen: später tvill er nach Jünnan, um auch hier für die Wiener Museen zu samineln.
>l>ie Beitrelhung, wobei die Psänduugskosien erhoben tverden A»
27. und 30. Avril ist die Kasse geschlossen. Es wird noch besonders daraus ausmcrksam gemacht, daß die Stadtkassc mit Wirkung vom l. d Mts. unter Rr. 8315 an das Postschcckanit Frankiurl a. M. aiigeschlosscii worden ist. Tic Zahlung der Steuern und Kanal gebühren kann daher auch aui genanntes Positchecklonlo crjolgcn. Die BuchungSgebühc beträgt in jeden, Falle 10 Pig. und ist oon dem Absender niilcinzuzahlen. Aus dem Abschnitte ist der Name des Stcuerzahlcrs, die Nr. des .Heberegisters, der Betrag und das Ziel genau anzugcben.
Verb c s s e r u n g der Po st verbind ungen mit Holland. Tic Briespost, ivelche nachmittags uou Mannheim oder gegen Abend von M a i n z und Frankfurt nach Holland versandt wird, gelangt erst in der Mitte des Bormittags des nächsten Tages in die Hände der Empfänger. Diese langsame Bciördcrung ist für den Geschätisvcrkehr außerordentlich störend, namentlich, wenn es sich um Uebersendung son Konnosscincntcn und ähnlichen Tchiisahrtsdolumenten handelt. Die Handelskammern zu Amsterdam und Rotterdam machen jn cineni Rundschreiben an die 59an- delskannncrn zu Mainz. Mannheim, Frankfurt a. M., Köln, Düffeldors und Duisburg den Vorschlag, daß im Anschluß an den abends 8,25 Uhr von Mannheim und 9,01 Uhr von Frankfurt a. M. abgchenden und gegen 2 llhr nachts in Duisburg an- kommenden Zug von Duisburg ein besonderer Nachtpostwageu nach der holländischen Grenze erpediert tverdc. Tie beiden holländischen Kammern haben die deutschen Kammern gebeten, bei der deutschen Post- und Eisenbahnverivaltnng die erforderlichen Schritte zn tun. damit die für den Gcsckiästsvcrkchr unbedingt notwendige Verbesserung der Po st Verbindung herbrigeführt werde. I» ihrer letzten Sitzung sprach sich die Grosib. H a n d c l s ka m m c r zu M ainz für eine Unterstützung dieser aus eine Verbesserung der Postverbindung urit Holland gerichteten Besirebungen aus und beschloß, sich zu dem Zwecke mit den Handelskammern zu Frankfurt und Mannheim in Verbindung z» setzen.
** Gü t c r recht s re g i st c r. Otto K l e bm . Fabnkarbeite, zu Stauscnberg, und desicn Ehefrau Bertha geh. Stahlsänger haben durch notariellen Vertrag vom 3. April 1914 Errungen s ch a f t § g c m c i II s ch a i t vereinbart.
** Grund st ücksvcrkchr. In bet Zwangsverstcrgerungs- suche des Heinrich Theiß des fünsten in Flensungen gegen die Heinrich Eckhardt dritter Eheleute daselbst — IC 4/14 — findet der aus den 18. Mai 1914, nachmittags 1' Uhr, an- beraumic Verstcigerungstcrmiti nur noch bezügl. der dem Heinrich Eckhardt dem dritte,, an de» Grundstücken zustehenden Eigen- tumshälfte. statt.
** Kleine Mitteilungen. In F r i s ch b o i n trat ein von einem Milchfubrwcrk Herablollender sckwerer Sack den liinier. dem Wagen stehenden ncuniölirigen Sohn des Landwirts Döring und riß ihn nieder. Der Knabe erlitt einen schweren Beinbruch. — In der Nacht zut^ Donnerstag wurde in der Villa eine - Professors in M a r b u r g, der mi! seiner Fannlie verreist ist, cingebrochen. Den Dieben sielen Herren- und Tamenichuhe. lowie Kleidungsstücke nnd Schmucksachen in die Hände. Der öttjähriae Privatmann Sol» Kuhn in Frankfurt, ein mchriäcktcr Millionär, hat am Mittwoch seinem Leben durch Erhängen ein Ende gemacht. Ter Lebensmüde wollte sich demnäck-st mit einer Schauspielerin verheiraten. — Beim Svielen geriet der icchsiährige Sohn des Landwirts H e ck e r t in H o ch st a d t unter einen sckiwerbeladencn Wagen. Er wurde übersahren und getötet.
Kreis Büdkregen.
£ Büdingen, 16. April. In dem Brc it enb orn er Bnsaltwerk ist der verheiratete Arbeiter K. Schwab ans Ri n der b ü g e n tödlich verunglückt. Ein abstürzender Basaltblock verletzte den Mann jo schiver, daß er ans dem Transport starb. Der Verstorbene hinterläßt eine Witwe mit acht kleinen Kindern.
A Nidda, IG. April Die Bäcker-Innung für den Kreis Büdingen hielt ihre Frühjahrsoersammlung im Krastschcn Saale ab. Das ausscheidende Vorstandsmitglied Wilhelm Schinück-Büdingen wurde wicdecgewählt Für die hessische Verbandstagung in Alzey am 16. und 17. Juni wurden Vertreter gewählt. ES soll eine Ein -und Verkaufsgenossenschaft gegründet werden. Für die Gesellenprüfungen wurden zwei Beisitzer bestimmt.
A 2 i u ti [] e i m , 16. Avril. In der Woche vor Pfingsten feiert die Landwirtschaftliche H a n s h a l t» n g s I ch n l i ihr LöjährigeS Bestehe» i» Verbindung mit der Feier der lause »dsle» Schülerin. Aus diese», ülnlaß sollen alte Schiileriiiiien des zugleich abschtießeudeu 50. Kurses mit einem Geschenk bedacht wert.»: die tauseudsle Schüleiiu erhält »och en» besondere Gabe. Vor nicht langer Zeit wurde das Schulgebäude durch einen Anbau beträchtlich erweitert.
Kreis Alsfeld.
AU de »hau scn, 16. Avril. Das Ehepaar Gastwirt Johannes Necb feierte seine goldene Hochzeit.
Kreis Schotten.
— Herchenhain. 16. April. In der vergangenen Nacht trat im oberen Vogelsberg leichter Frost ein: zeitweise siel Schnee. Kreis Friedbcrg.
8 B a d N a u l> c i m , 16. Avril. Denn der Kur und Bade- beirieb auch schon seit Wochen wieder stark int Gange ist. so hat die ossi zielte Saison hoch erst am heutigen Tage mit der Eröffnung des Kurhauses und den Erössnungs- klängcn der Großh. KurkapeUe iWinderstein-Orchester, Leipzigs ihre» eigcnisichen Anfang genomnic». Tic stkainr ltzit sich dazu bereits sesriich geschmückt.
Starkcnburg und Rhciuhesskti.
rb. Tarmstadt, 16. April. Tic T i v l o m v r ü fu n g e n an der Technischen Hochschule haben gestern mit der mündlick»cn Prüfung ihre» Anfang genommen: die Klausurvrüsnngen beginnen am nächsten Montag. Es beteiligen sich an den Prüfungen im Hoch- bausach 27, im Baningenieursach 32 nnd im Maschinenbaußrch 33 Kandidaicn: in der Abteilung iür Elektroicckmik II, in der Abteilung für Chemie 6 und im clektroicchnischcn Fache und dem Pavicr-Ingenicurwesen je vier Kandidaten. Tic Prüfungen dauern bis zum 24. Avril.
" , Darnistadt, 16. Avril. Das Großh. Seminar für Bolksschullehrcrinncn war nach dem Jahresbericht ini verflossenen Jahr von 109 Schülerinnen besucht. Die Enilassungs- prüfung bestände» die 22 Schülerinnen dee ersten Klasse und 13 Erlerne, linker der ösesanitzabl der Schülerinnen waren 64 ev. und 45 kaili. Aus Ttarlenburg waren 81, aus Obcrh essen 5, aus Rheinhcssen 18, nicht aus Hessen 2. Zehn Töchter' von Lehrern waren darunter, von Landwirten 7, von Handwerkern und Ge- schäflslenten 38, von Beamten 52, von Eltern anderen Standes 2. Borgcbildet waren in Volks- nnd Mittelschnlon 83, in höheren Mädchcnsck ulen 4, in Bürger- und Realschulen 6, in Institute« 16. An der Anstatt wirkten außer dem Dir-ktor 7 Lehrer und nenn Lehrerinnen. Das neue Schuljahr beginnt am 22. April.
M a i n z, 16. April. Die Bürgerineisterei hat im Ein - vernehmen mit dem Aeltestcnrat heute beschlossen, den Termin für die nochmaligen Stadtverordnete n >v a h l e n auf den 7. M a i anzuberaumen. Dieser Beschluß unterliegt noch der Bestätigung der Stadlverord netcn. iBekänntlich sind die Stadlvcrordnctcnivahlcn twm 3. Dezember v. I. vom Provinzialausfchuß wegen formaler Verstöße für ungültig erklärt worden.)
Hessen-Nassau.
>v Neustadt, l6.April. Tein in Aachen im Ruhestand lebenden Sanitätsrat Braun von Neustadt, der am 24 Februar d. I. sein 50fähriges D o kt o r j ub il ä um gefeiert, ist aus diesen, Anlaß durch die medizinische F<r- lultät der Universität Marburg die Verleihung der vor .'<> Jahre» erfolgten T o l t o r w ü r d c e r neuert tvordcn.
w. Neustadt, l«> Llpril. Seit gestern ist die Auto- Po st v c r b i n d u » g zwischen N e u st a d t und Alsfeld,


