Wfiäfn, Utogarn. 'T’Tt»d>?rurfit, Jömcr, ffinftt imb Um« »arjuitrtmm. ®u- iit bfv Begrünbung des GntrouiH herborgehoben mirb, ii> bieie ?tntirn! niif m'tR'rnhtge ?rg«n,;nng brr iSmtrflatiftif und brv Slcmtnt ober dir tein mib 'Xu«fu6v brr wichtigsten lanbwirt- schoNUchr» Erzeugiiiiie. Erst mit Hilfe rinrr VornitSstatistik läßt 'ut> rin »rbrrktiik itbrr bir Bewegung bes GetreibeS gewinnen, bis rS in br» Verbrauch nbrrnrtn, übe, bir BvrrSIk, mit brnrn baS Laub in bir nrur Ernte rmlritt, unb endlich imrb zusammen mit brn Zahlen brr Statistik über Ernie, llin unb ötuSsuhr eine Ber- brauchsstanstik. bir bis beute ganz (rillt, ermöglicht, liirte besondere Bedeutung bnt eine Vorrats ft atiftik für Dir Lanbwir t I tö o i t. Tie Versuche, ohne gesetzlichen Zivang solche Statistiken auszustellen. hatten bisher frinrit Eeinig Drr Entimief lehnt sich <>n bir aus Anlaß brr Beeilst- und Brteirbstiihlungrn erlassenen Gesetze an, Nach dem Entwuri wirb auch für bir aus Binnen waiierßraßen nrrlehrrnbrn Schisse rinr gesetzliche Ausklinilsvsticht bestehen. An Betracht kommen für bir Statistik etwa 2 M i 1 linnen Betriebe, Am allgemeinen sollen die Ausnahmen nur alle vier A a b r r stattsinbcn. Um sichere Ausnahmen vor nehmen zu könne», eine Strafandrohung im Gesetze für salsclic Angaben ober Berweigerung her Auskunsi vorgesehen werben.
Aut die Anfrage des Adg, Erzberger wegen der Gründe des Selbstmordes z w e t e r_® ii r f a» e_it be-ÄeneralmajorsBoetz i n N e i s s e hat Staatssekretär Tr, Delbrück bm Reickslage eine schriftliche Antwort zugehen lassen, Sarin wird ausqesührt, das', einer ber_ Burschen den General angegrijsen hätte und aus Neue darüber Selbstmord verübt habe, Ser General, ein nwhlwollenber Vorgesetzter, habe den Burielien morgens durch Begießen mit Wasser ge» weckt. An Schlaftruukenheit habe der Bursche aus'den General eingeschlae,e», eine Bestrafung würbe aus diesem Grunde kaum rrsolgt sein. Wieweit der andere Bim'che am Angriss beteiligt war, hat »ich »ich« seststelleu lassen. Er bürile sich bas Leben genommen haben, weil er befürchtete, als Mittäter in Verdacht zu kommeii. Fest steht, das! beide Burschen wegen Herumtreibens abgelöst werde» sollten, auch diese Strafe dürste mit ein Grund des Selbstmordes sein. Ein gerichtliches Einichreiten ftatjjer Ile- berialt nicht »nuvendig gemacht. Die Beerdigiing der Soldaten fand im Garniionvrte statt, weil die Eltern eine lleberiühning in die Heimat nicht wünschten. Ans Wunsch der Mntler deS einen Burschen soll seine Leiche letzt nachträglich in die .Heimat über- füljrt werben)
Tie mecklenburgischeBcriaisungSsr - ge An Bezug am das vom „Berliner Sage blatte" gebrachte Jnter- view, dos der LiaatSniinister Boisart einem Vertreter beS Blattes gewährte >u»b von dem auch wir Notiz nahmen) »t die „Lanbeszeimng für beide Mecklenburg" narb Erkunbigimg an maßgebender Stelle iit der Lage, folgendes zu erklären! Ter be treiienbe Vertreter des Blattes bat vor einigen Tagen beti Minister in einer wichtigen Angelegenheit" um eine Unterredung, die ihm, ha der Zweck der Bitte nicht erkennbar war, auch gewährt mürbe. Hierbei richtete er die Frage an den Minister, ob der Negierung ln der mecklenburgischen Bersai'ungSangelegeiiheit Unterstützung durch die Presse erwünscht sei, Ter Minister besahte dies unter Hinweis barani, baß die Negierung bas Zilstanbekommen der Reform wiederholt als eine Staatsnotwenbigkcit bezeichnet hätte, fügte aber ausdrücklich hinzu, bah gerade die liberale Presse der Sache am besten dadurch bienen würbe, bah sie ihre übertriebenen Fvrverunaen einschränke. Wünsch?, wie z, B bas allgemeine glerche und direkte Wehtrecht, ieien selbstverständlich unerfüllbar unb könnten daher nur schaben, da der Ausbau der Verfassung nur mii der historisch gewordenen Grundlage niöglich sei, Tie weiteren Aeuhcrnngen des Ministers sind in dem betreuenden Artikel teils b i r c k t u n r"i ck I i g w i e b c r g c g e b e n , t c i l S t e n b c n z l ö S zu gespitzt, Sieö gilt insbesondere für die Ausführungen über die Frage der Einmischung deS .Reiches in die mecklenburgische Beriaiiunasangelegenheit und bezüglich der weiteren Behauptung, dah der Minister der liberalen Presse für ihre bisherige dankenswerte Unterstützung besonderes Leb geipenbe! babe, Tie letztere Behauptung ist frei e r s » n b e n , unb was die Frage der Einmischung bcs Reiches anhclangt, so wurde oom Minister betont, dah er die Weigerung des Bundeskats, durch Erweiterung der ReichSkompetcuz sich in die einzclstaatlichen DcrsasiungSverhältnissc einzumUchen, schon mit Rücksicht auf den Ansturm gegen die preußische Versaliüng für durchaus begreiflich und berechtigt halte, Tie ganze Unterhaltung wurde vom Minister als eine rein persönliche lind nickt für die Oessentlichkest bestimmte angesehen Eine Bitte, den Inhalt der Unterredung verössentlichen zu dürfen, ist nicht gestellt, auch die Genehmigung seitens des Ministers dazu nicht erteilt worden.
DaS Befinden des Groh Herzogs von Mecklenburg - S t r e l i tz, Sie „LandeSieitung iür beide Mecklenburg" verbreitet nach Erlunbigung an zuständiger Stelle über das Befinden des GrohberzogS Adoli Friedrich von Mecklenburg-Strelitz folgende Mitteilung! Das Befinden des Großherzogs bietet zu irgendwelchen Besorgnissen burchonS keinen A n I o h. Ter Heilungsprozeh schreitet normal fort. Die Nächte sind meist sebr gut, so dah der Patient ohne Schlafmittel nachts sieben bis acht Stunden schlaft, Ter Kiäitezustand des GrohberzogS bebt sich täglich, so bah er seit einigen Sagen das Bett aut einige Stunden berlafsen und cinige Schritte selbständig im Zimmer gehen kann,
Erzherzog Franz Ferdinand in München, AnS München wird vom Id d,M brridttet: König Ludwig und sein hoher Gast, Erzlzerzog Franz Ferdinand von Sesterreich besuchten heute mittag in Begleitung des beiderseitigen Gefolges die alte Pinakotlzek und daraus das bayerische Nationalmuseum Um 1 Uhr gab der österreichisch^ ungarische ttzefandte zu Ehren des Erzherzogs ein Tiner, an dem anher deni Gefolge und dem Ehrendienst auch Ministerpräsident Graf von Hertling, Kultusminister von Knil- linig, die obersten Hoschargen und eine Anzahl geladener Gäste teilnahmen. — Ans das vom König an Kaiser Franz Josef gesandte Begnißuiigsckclegramm ist folgendes A n l - w o t tt c tc g r a m nt ein gegangen: Aus das innigste danle ickt 'Sir und Marie Therese für den Franz Ferdinand bereiteten gnädigen Empfang, Ich lnn ausrichtig gerührt von der liebevollen Erinnerung, die Ihr von Eurem vorjährigen Besuche bei mir bewahrt Auch ich gedeihe der leider nur zu schnell verflossenen Stunden unseres Beisainmenscins mit Freude und Tanlbarkeit und erwidere che lieben Wünsche in alter Treue für Tein, Marie Theresens und Seine» Hauses Glück und Wohlergehen,
DcrwürttembergischcFina uzmini st er von Gehler ist aus GesundheiiSrücksichten von seinem Amte zurnckgetrcten, Ter König hat den bisherige» Ministerial- virelkor im Finanzministerium Tr, von P i st o r i u s zu dessen Nachfolger ernannt,
Düppelseier, TaS 4 Gardercgiment wird, wie ans Berlin gemeldet wird, die Tuppelfeicr wie folgt abhalten: Am 17, April 8 Uhr 40 Min, abends Begrüßung der Gäste und Aufführungen im Kriegervereinshaus in der Ehanisee- straste; am 18, April ll Uhr .40 Mi», vormittags Regiments- avpell und Parademarsch vor den Veteranen von 1 Si> 4 aus dem Moabiterplatz Anschliehcnd hieran findet ein Festessen mit den Tüppclstiirnlern in den UnierofsizicrkasinoS der Bataillone statt. Um i! Uhr nachmittags sind Schauturnen, Wettlämpfe und Exerzieren der Maschinengcwehrkompagnie auf dem Moabiterplatz,
Auslariv.
Tie deutschen und die französischen Interessen in der Türkei. In deutschen Kreisen in Kon- stantinopel wird betont, das; die in Paris zwischen Frank- reich und der Türkei abgeschlossenen finanziellen Abmachungen erst nach dem Aistehlns; der wirtschaftlichen M-- machungcn zwischen Deutschland und der Türkei als endgültig angesehen werden dönnen. Die Verhandlungen über
letztere sollen »nveizügltch m Berlin Ist! cd er ausgenommen werden Auch die kompetenten französischen Finanzkreise
verweisen darauf, daß ausgenommen des ersten Teiles' der Anleihe, für ivelche bereits ein Jrade erschienen ist, die Konventionen über den Bau und Betrieb der Bahnlinie im Schwarzen Meerbecken und in Syrien, sowie über mehrere Häsen in den gleickwn Gegenden noch nicht unterzeichnet und mit der Sanktion noch nicht versehen sind, vielmehr von gewisse», noch zu erfüllenden Vorausfctznngen ab- hängcn, deren Realisierung man jedoch nicht bezweifelt.
Ein drohender PostbeamtenauS stza nb in A t n * 1 i c «. Ans Mailand wird berichtet! AIS der Sekretär des Verbandes der Post- unb Telegraphenbeaniten in einer stark bejuchten Versammlung mitleilte, daß der Postminister alle Forderungen der Beamten und sogar die Erhöhung bcs Miiwestgehalics der ^anb- briesträger aus jährlich 400 Mark abgelehnt hat, helchlotz die Versammlung die S I el I n n g e i n cs U I t i m a t u in s a n b e n M z -
n > st e r, unb erklärte sich zum Generalstreik bereit,
lieber das Bctrndcn des K önigS von schweben wurde am Mittwoch volmittag 10,30 IIln folgenber Bericht ver- öjscnllicki! Ter König schtiei in der Nacht ruhig, äeniperatur oi. Pul-, 58 Ta? AUgemeinbesinben ist anbauenib zulrlcbcnttetlenb, Abends 7 30 llhr wurde folgenber KranklieitSbencht anSgegeben! Tie Besserung in dem Bennben beS Königs ,'chreitet „l bcirn-bigen- bee Weite fort, Tie Tarmfunktion ist in Ordnung, Temperatur 37,3, Puls 56,
Eine P o st b a m p s e r I i n i e mit bewaffneten Schissen Im amerikanischen Senat ist eine GesetzeSvor- lnge zur Errichtung einer Postdampferlinie mit bewafftleten Schis,en nackt südameritanischen Häsen eingcbracht worden, Ter Plan hat die Billigung deS Marinesekretärs gesunden,
Tie Liste des neuen japanischen Kabinetts ivurde am Mittwoch nachmittag dem Kviser unterbreitet. Sie ist noch nicht amtlich veröjsentlicht, doch glaubt man, daß sich das Ministerium solgendcrinaßen zusammensetzen werde! Vorsitz und Inneres: Okuma, AeußereS: Baron Kato: Finanzen: Wakatsukü: Marine: Admiral Hashiro; Krieg: General Oka: Justiz: Ozaki, Unterricht: Jchiti, Verkehr: Taketann: Handel: Viscount Oura Bon den Mitgliedern des Kabinetts gehören ztvci den Parteien des Abgeordnetenhauses, der Toshikai und Teheseikai-Partei an, die zu unterstützen sich die Kokuminto-Partei verpflichtete,, aber die Seipukwai-Partei behält die Majorität, — Ädan glaubt, daß dies die Auflösung des Parlamentes notwendig mache.
Aus Stadt und Lanv.
Gießen, 16. April 4814 .
»»VonderLandesuniversität, Ans einen füns- undzwanzigjährigcn Abschnitt ihrer akademischen Lehrtätigkeit können die beiden Ordinarien der Mathematik cm der Landesuniversität zurückschauen, Ter eine. Pros, Friedrich Engel, wurde im Frühjahr 1880 an der Universität Leipzig zum außerordentlichen Prosessor ernannt, der andere, Professor Ludwig Schlesinger, hat sich zu Anfang des Sominersemesters 1880 an der Universität Berlin als Privat- dozent niedergelassen, Professor Schlesinger wirkt seit Ostern 1011, Professor Engel seit Oshern 1013 an der LandcS-Uni- versität,
" Ernennung, Ter Oberlehrer an dem Realgymnasium zu Tarmstadt Professor Ta, Wilhelm Kalbfleisch wurde zum Tirektor der Realschule zu Butzbach mit Wirkung vom 5, April 1914 an ernannt,
** Ans dem Pfarrdienst,«. Der Großhcrzog hat dem Pfarrer Adam Glück zu Hcuchelheim die evangelische Psarrstelle zu Oder--Eschbach und dem Pfarrverwalter Wilhelnt B n ch h o l d zu H a i n ch c n die evangelische Psarr-- stclle daselbst überrragen,
Veränderungen im Gerichisdienste, Der OberamtSrichtcr bei dem Amtsgericht Grünberg, Geheimer Jnstizrat Ernst Mickel, wurde auf sein Nachsuchcn, unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste, mit Wirkung vom l, Mai 1014 in den Ruhestand versetzt. Der Großherzog verlieli ihm gleichzeitig das Elircnkreuz des Verdienstordens Philipps deS Großmütigen, — Ter Amtsrichter bei dem Amtsgericht Ulrichstein Karl Dölp wurde zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht Grünberg mit Wirkung vom 1, Mai 1014 ernannt,
Handwerk nnb HeercSvermehrnng. Bei der Tagung de? Arbeilgcher-SchntzverbanbeS hatten die Frankfurter nnb Mainzer Delegierten ivegen einer besseren Negelnng der Preise für die Garn isonsarbeiten im Bereiche des 18, Armeekorps Rücksprache mit den maßgebenden Instamen gepflogen. Die Folge war, daß in einer von allen v! Frage kommende» Verbänden ans dem KorpSgebiet die Mindestpreise für die einzelnen Arbeiien fcstgelcgt und der Korpsmtenbantnr eingereicht wurden. Diese hat die verlangten Preise als berechtigt anerkannt und deren Auszahlung versichert, falls keine Unterbietungen stattsinden. Aach das-sehr veraltete VergebungSverfahren der GarnisonS- orbeiten soll zeitgemäßer gestaltet iverdcn. Entsprechende Perhanbümgen mit dem striegSministeritU» sind durch den ReichSbnnb bereits eingeleitet. Tie Vergebung der einzelnen Arbeiten erfolgt vom nächsten Jahre an nach der neuen Lille, während die erhöhten Stnnbenlohnfätze bereits am I. April .»r Einführung kamen,
"^TieFrauenab teile, nberEiienbabn, Trotzdem die Mehrzahl aller weiblichen Reifenden die Nichtraucherabteile benützen, wirb im Gebiet der vreußifch-heisischen Eiienbabnoerwaltung daran seiigehalten, baß in jedem Zug eine bestimmte Anzahl Franenabteile vorbanoen sind, Nenerbings ist aber bestimmt worben, baß i m F r a u e n a b t c i 1 unter Ilmst nben auch M-innerP atz nehmen können, wenn der Zug star! besetzt ist unb sic oom Zug- veriouol dorthin gewiesen werben. Das soll jedoch in der Regel nur geschehen, wenn es sich um die Abiahrt von der vorletzten Haltestelle des Zuges bandelt, Bedingung tür die Besetzung des Frauenabteils mit Männern bleibt aber, daß keine Frauen darin sitzen,
Ter Katholische Lehrer verein im Großher- o g t u m Hessen hielt am Dienstag im Konkordiasaale zu Darm stabt eine Vertreterversammluug ab, mit der eine Mit- gliebcrversammlung der Fürsorge lasse berbnnbcu war, Tic Kaste vertilgt gegenwärtig bereits über ein Beimiögen von 01000 Mark, Sie Zahl der Versicherten beträgt »»rzeit 563 Samen und Herren Ser Verein selbst zählt gegenwärtig 1380 Mitglieder, Tie Vcreinstätigkeit war nach dem vom Lehrer Loren; S ck> m i t t- Tarmstadl erltatteten Jahresbericht im abgetauienen Jahre besonders lehhaü: namentlich die jetzt geregelte GelialtSfrage er- sordcrte viele Arbeit und Ansregung, Dem Voriitzenden, Lehrer Schorn-Mainz, wurde für sein Auftreten in dieser Frage Anerkennung ausgesprochen, Ser Antrag Bingen, der die Bildung einer Jugenbickriitenkommission iorbert, wurde angenommen. Eben- so erfolgte die einstimmige Annahme des Antrags Otieübach aus Bildung eines Ausschusses, dem die Ausgabe zusällt, jungen Lehrer» bei Ableismng ihrer einjährig-ireiwistigen Tienßpsticht mit Rat und Sat zur Seite ;u stehen. Von Internst bürste auch der Antrag sein, der daraus hinzielt, ein gesetzliches Verbot des W i r t s h a n s b e i I, ch o für Schulentlassene unter 17 Jahren herbeizusühren, Weüerhin soll der Vorstand des Vereins beim Großh, Ministerium dahin vorstellig werben, baß bei Eingemeindungen die völlige Gleichstellung der Vorortlchrer mit denen in der Mntterstadt sowohl in Gehalt als auch in Woh-
nungsen!>ck>äbigung gesttzlicd teltgekegl wette kkbniw lollen Wt Lehrer mit SemmarbNbung int Gehall überall glcickigntellt und die WohmmgSentsckinbigung nach ServiSllnssni wie bn anderen Beamten gewährt werden. Ein weiterer Antrag bezweckte dst itzriin- bung eines P r e s s c a u s sch u i ic S innerhalb des Vereins,
** Sprechende Lichtbilder Edisons Kinetovhon bat seinen Laus durch die größeren Städte Deutschlands gemacht, Ivurde' überall mit mehr ober minder großem Bestall ausgenommen und zeigt sich nun drei Sage lang im L i ch l i vi e l ha u se auch den Gießener Kinosreunbeu. Man hat, solange die Kinematographie bestcht, danach gestrebt, mit dem Bilde auch das gesprochene Wort z„ vereinigen, um so das Leben iioch täuschender wieder zugeben, und es gab ein? Zeit der „T o n b i I d e r", die als die erste Stufe dazu angesehen wurde Ticst Tonbilder verfehlten jedoch ihren Zweck und wurden bald wieder aufgehoben: da die Ausnahme des Sones gesondert von der kincmatogravilischen Aui- nabme ersolgcn mußte, gab es liier und da Lücken unb Ilnstimmig- leiten, die die Wlber der Lächerlickteit anheimgaben Nun hat Edison seit drei Jahren Vcrsuckie mit einer gleichzeitigen Auf' nähme von Bild und Ton gemacht, wobei zum Austangen des Wortes neben dem uicchanisthen Wege auch elektrische Elvergic verwandt wird, und er hat eine Wirkung tiervorgeinsten, der man bei weiterer Vervoltlommnuna eine große Zuknnst Voraussagen bavf._ Geste, Sprache ober Gesang der Darsteller sstmmm vorzüg- lick überein und, was nicht unwichtig ist, die Töne werben deutlich und llar wiebergegcben. Das gestrige erste Enistspiel der Kinr- toPhon-Gcstllschait hesricbiglc bas zahlreiche Publikum vollkommen. Nach einem einlestenben Vortrag wurden Szenen aus „Hostmanns Erzählungen" »Nb der „Zauheritöte", ein humoristisches Sing. »viel und ein Solovortrag vorgeführt, Tie Sarstkller waren samt, lich Wiener Opernsänger,
** C b c r h c f f i f di c r Bienen züchterverei» Ter Oberhessische Bicnenzüchtervcrein hielt seine diesjährige A n S - ichnßiitznng im Hotel Schütz ab. Es waren sämtliche Zweig, vereine Oberi^sstnS vertreten Ser Poriitzende, Lehrer Buß- Leihgeslcrn, erstattete den Jahresbericht, wonach der Verein zurzeit 1185 Mitglieder hat, seine Aahrescinnahme betrug 3570 Ml,, die Ausgabe 3251 Mk„ so daß ein Uebcrschuß von 328 Mk. »er bleibt. Das Vermögen beträgt '2000 Mk, Ter Ertrag der Bienenzucht war 1013 in einigen Teilen ObcrhessenS bcsrie - digend, im Kreise Gießen sehr gering, Tie Jmkerkuric in Hirzenhain waren gut besucht: Wandervotträge sind in ver- schstbenen Zweigvcrcinen gebalten worden, Ter Verein richtet ein besonderes Augenmerk aus die Förderung der Anvstanzung von Biencnnährptlonzen und cmpjicblt die Aussaat von Samen solcher Dilanzen, Tic diesjährige Wanderversammlung lindct am 26, und 27. Juli in Mücke statt, — Lehrer Hentcl - Hirzenlustn berichtete über die Vcrbanblungen der beustchen Jmkervercine zur Gründung eines beut scheu Jmkcrbunbes, dessen Zu- Itanbekommen nötig wäre, NM den Erlaß eines Honigichutzgesetzes iinb eine-? solchen gegen die Ausbreitung der Bienenieuchen zu sördern Leider verhalten sich die baberiickien Verbände noch ablehnend, Herr V e ! t e r - Gießen legte der Versammlung eine von ihm ausgearbeitete neue Preisrichterordnung vor, die ungeteilten Bestall iindet und bereits in diesem Jahre in Kraft treten soll. Ein Antrag des Zweigvereins K i r I o t i aut Herab ictzung des BercinSbcitrageS von 2 Mk. aut 1.50 Mk, wird, nach dem der Vorsitzende unter Hinweis aus die VcreinSrechnung die Unmöglichkeit der Ausführung dieses Antrages kurz bargelegt hat, zurückgezogen.
** S o n n t a g - Ra ch,n i t ta g ve r k> i n d un g Wctz- la r — Gießen Man schreibt uns: Von Weßlar hat man an Wochentagen Nachmittags vier Verliindunaen znr Fahrt nach Gießen; cs sei denn, daß der 11, oder 10, im Monat gerade auf einen Sonntag fällt, dann geht nämlich der Zug 6 Uhr 12 Minuten ab Wetzlar aurli Sonntags nach Gießen In der Regel fällt dieser Zug 6 Uhr 12 ?Nstnuten ad Wetzlar an Sonntagen aus. Man kann also an Sonntagen nur 4 Uhr 40 und 7 Uhr 5 Minuten von Wetzlar nach Gießen reisen. Merkwürdig aber ist ec-, daß der Zug 6 Uhr 12 Minuten auch Sonntags nach Gießen fährt, aber Reisende dorthin nicht lnitnehinen darf, weil er nach den, Fahrplan eigentlich Sonntag-? nicht gehen soll. Die Sacke liegt nämlich so: Ter Zug verkehrt Wochentags von Weil- burg bis Gießen sahrplanniäßig. Am Sonntag aber vcr kehrt derselbe Zug nur von Weilburg bis Wetzlar, tvv alle Reisenden, auch solche mit Fahrkarten bis Gießen, ans- steigen müssen. Nachdem dies geschehen ist, werden die Wagen nicht etwa auf ein Nebengleis der Station Wetzlar gestellt, nein, das Züglcin rollt — jedenfalls wegen »er kchrstcchnischcn Gründen, mit vollständig leeren Abtei len nach Gießen weiter, Tie Reisenden, welche Fahrkarten nach Gießen haben, und deren Zahl war am letzten Sonntag nicht gering, märten geduldig bis 7 Uhr 5 Minuten oder 7 Uhr 41 Minuten, Was den Wetzlarcr Touristen, die Sonntags früh wieder zu Haus sein toollen, recht ist, sollte den Gießener Sonntagsansflüglern billig sein, und wenn dieser fahrplanmäßig eingelegte Zug Sonntags von Weilburg bis Weimar einem Bedürfnis entspricht, dann liegt für dessen sahrplanmäßige Durchführung bis zum größeren Eisenbahnknotenpunkt Gießen ein verstärktes Bedürfnis vor: umsomehr, als man den leeren Zug ja doch bis zur Endstation Gießen lausen^läßt,
** Beilegung des Fen st erpu heraus st andes i n G i e ß e n. Die Fensterputzer in Gießen hatten, um bessere Arbeitsbedingungen zu erzielen, vor Oshern die Arbeit eingestellt, Es kamen dabei 12—15 Arbeiter und 2 Unter-, nehmersirmen in Frage, Jetzt ist eine Einigung erzielt. Tie Unternehmer zahlen bei lOsründiger täglicher Arbeitszeit für die WockM 27 Mk„ übernehmen die Krankenkassenbeiträge, zahlen den vollen Wochcnlohn, auch wenn Sonn- und Feier- tagc hintereinander fallen, und bezahlen jede angefangene Ueberstunde,
** Glänzende Lei st ungen eines Polizeihundes, Einen schlagenden Beweis, nwlckze Bedeutung der Haltung von Polizeihunden beigemcssen werden muß, erbrachte ivährcnd der Ostcrfeiertagc der deutsche Schäferhund „Sektor" des Gemcinderechners Hofmann von Bob c »hausen II, Unsere frisch gesetzten Obstbäume waren nachts gestohlen worden Ter Täter n»ar nicht zu ermitteln, Ter aus den Tatort gebrachte, von seinem Besitzer geführte Hund nahm sofort die 'Spur auf Und arbeitete sie an der Leine ohne jeden Fehler ans. Das Tier führte in raschem Tempo seinen Besitzer und dessen Beglei-' ter gucrseldcin nach dem 6 Kilometer entscrnten Dorfe O O, Nachdem das starkbclebte Torf durchgncrt mar, hielt der Hund vor einem Hanse und verbellte nach den Fenstern, Nach kurzem Leugnen gestand der Bewohner die Tat ein. Selbstverständlich wurde der Mann sofort zur Anzeige gebracht,
" Die Absertigungsbesugnisse des Salz- st c u e r a m t s Bad-Nauheim — Hanptsteueramtsbe- zirk Gießen — sind, wie uns das Großh, Hauptsteueramt Gießen schreibt, vom 1 ds, Mts, dahin erweitert worben, daß nunmehr Zollbegleitscheine I und II über Warensendungen aller Art, soweit deren Absertigung nicht gemäß 8 4 des Zolltarifgesetzes beschränkt ist, vom Salzsteucramt Bad-Nauheim erledigt werden können. Bisher war dieses Amt nur zur Erledigung von ans Reisegepäck ausgestellte» Begleitscheinen I befugt,
* ** 3 um Sch u l a n fang. Bald beginnt das neue Sckul-
lahr, bei vielen eine Weiterarbeit, bei manche» eine Wiederholung, bei anderen ein Anfang, Zum Gedeihen dieser Arbeit ist ein Lrl- traucnsverhältnis zwisckien Elternhaus und Schul« nöbg Darum


