XutlanO.
Da« ffaiffipaar und die Königin der .Hellenen. besuchten, wie au« Karin gemeldet ivird, am Dienstag mit den Proinforr» Cars und Dörpfeld da« Museum und daraus die Ausgrabungen ,n Garitza, wo u. a. ein 3tri:i mit einer Widmung an die Göttin Artemis gesunde» und srcigelcgt ivurde. Bi« tetzi sind etwa 40 Zaulenstümpse non ui'gesädr einem Meter Lange, übereinander gcsckncknet, gefunden worden.
Der deutsche B o t s ch a s t c r in K o n st a n t i n o » e l, Freiherr v. Bangenbciur, und der Militärattache, Major v Laisert, sind nach Korfu abgercist. Lasiert begibt sich »ach Rordalbanien, wo er an den Schlußarbciten der Grcnzrcgu- lierungSkommissivn teilnimint.
Da« Prinzcnvaar Heinrich von Preußen machte am ziueitcn Feiertag bvn Ri od eIanes r o einen Ausflug nach deiii Corcooadobcrg. Es wurde von dem Generaldirektor der politischen und diplvmaiisckrn Angelegenheiten im Ministerium des Acußern Frcderieo Carvalho begleitet, der einen Iltiiall erlitt, wobei er eine Kniescheibe brach. Das Prinzenpaar besuchte den Germanialtub und die deutsche Schule. Abends >a»d ein Banlett lni Prälidentenvalast statt, am den ein glänzender Empiang folgte. Der Minister de« Acußern Lauro Müller blieb dem Empiang sern, da er erkrankt ist. — Prinz n n d P r III z e I - sin Heinrich tun SreuSni gaben am Dienstag dem Prä- iidenren von Brasilien ii»d seiner Geinahli» ei» Frühstück an Bord dr« DampserS Kap Traialgar.
2m k n g I > i ch c n ll v t e r b a u i c fragte Per« tUnioniit), ob da« Auswärtige Amt der englisch-deutschen Gruppe, die an die türkische Negierung brrangatrcten sei oder heran- lrrtcn köniite, um bezüglich der m es o p o t a m i s che n O c [ selber Konzessionen zu erlangen, diplomatische Unterstützung zuteil werde» lasse, serncr, ob die türkische Negierung, soweit England in Krage komme, vollkommene HandlungSsreibeit stabe, solche Konzessionen nach Gutdünken zu vergeben. Parlamcnts- untcrsekretär Acland erwiderte, er könne während der Verhandlungen keine Erklärung abgebcn, abgesehen von der Mitteilung, daß die türkische Negierung vor mehreren Jabrcn gewisse Beipflichtungen übernommen, habe, die sic, wie er Grund babe zu glauben, erfüllen iverde. — ParlamenISuntersekretär Ac- 'and eiklärte in Beantwortung einer weiteren Anfrage, es sc, zur Kenntnis de« britischen Botschafters in Washington gebracht worden, das; die b r > tisehe n I n t c r c ss c n in T u x v a n ernstlich gefährdet würden, sali« die m e x t k a n l s ck, e n Kusu r g e nt e n ihre Tätigkeit in der Gegend van Tampico wieder ausnebmrn sollten. Der Botschastcr habe daraus am lebten Donnerstag dem Staatssekretär in Wesbington diese Sachlage vor gestrill. Noch an deuisetbcn Abend habe der Staatssekretär den amerikanischen Konsul s» Tampico telegraphisch angewiesen, den Kämpfenden bkider Parteien einzuschäricn, daß fcnrrt» eine mutwillige Vernichtung der Oelsetder eine sehr ernste Lage geschaiwn werden würde. Der Botschastcr habe ferner durch den britischen Vizckonsul in Elvaso und von Cacranza befriedigende Zusicherungen erhalten, daß Weisungen zum Schuhe der den fremden Untertanen gehörenden Oclgnellen gegeben 'worden seien.
Z n d c n s r a n ; ü s i s ch c n K a m m e r w a h l e n Der Prinz Viktor Napoleon hat au« Anlaß der bevorstehenden s r a n z ö s i s ch e » Kammerwahlen an den Vizepräsidenten de« vlebiszitären Ausschusses, General Tho- m a s s i n, ein Schreiben gerichtet, das eine Art Wahlmaniscst darstellt und rinc sehr scharfe Kritik de« repiiblikanischon Regimes enthält. Die Allmacht de« Parlaments, heißt c« in dem Schreiben u. a, hat notgedenngen eine schwache und schwankende Regierung«- gcwalt zur Folge gehabt. Tic Regierung ist da« Werkzeug einer Partei, die regiert, und nicht sür die Nation Ta« einzige Heilmittel ist die N c v i s i v n der Verfassung und die direkte Wahl de« Staatsoberhauptes. Man muß den Willen de« Volke« höher stellen als die Launen des Parlanients »nd an die Spitze der französischen Demokratie eine starke, dauernde und unbehindert tat- krästige Autorität setzen, die allein, wie vor einem Jahrhundert, Frankreich den politischen, religiösen und sozialen Frieden geben kann Frankreich, da« die Skandale satt hat, strebt eine Aera der Ruhe und Ehrenhaftigkeit an. Die Rechtspflege wird nicht mehr respektiert. Man muß ihr die zur ErsülliMg ihrer hohen Ausgabe unabweislsche Unabhängigkeit zurückgeben. Man muß den Arbeitern, die von ihrer Arbeit leben, wie den großen kauimännischen, gewerblichen und sinanziellcn Unternehmungen die Sicherheit sür die Zukunft verbürgen. Die drückenden und vero. torischen Steuern beunruhigen alle Interessen. Da« Parlament gibt aus, ohne zu rechnen. Das Budget, da« 5 Milliarden übersteigt, hat seit fünf Jahren um eine Milliarde zugenommen. An diesem surchtbaren Anwachsen der Ausgaben Kat da« neue Militärgcsetz nur einen verhältnismäßig kleinen Anteil. Unter den gegenwärtigen Umständen konnte nur die Rückkehr zur dreijährigeu Dienstzeit der Armee die Kraft und das feste Geiüge verleihen, welches sie braucht, um die Größe Frankreich« zu sichern. Da« Land hat die Militär- resorm, die so schwer aus ihm lastet, mit bewundernswerter Selbstverleugnung hingenoulnien. Wenn die Franzosen sich wieder einmal aus den Namen Napoleon einigen wollten, dann ioürde er die hervorragendsten Männer aller Parteien anru'en, um mit ihnen auf der Grundlage der Vollssonveränität eine Negierung fruchtbarer Tätigkeit und nationaler Versöhnung z» gründen.
Tie Wahlen in Schweden Am gestrigen Dienstag fand in ll Wahlkreisen die Z ä h l u n g der Stimmen der letzten Wahlen statt. Im ganzen sind bisher gewählt! 37 Mitglieder der Rechten, 20 Liberale und 32 Sozialdemokraten. Tie Rechte gewann neun Sitze und verlor einen, die Liberalen verloren zehn, die Sozialdemvkraten gewonnen vier und verloren zwei. Der frühere liberale Finanzministcr Freiherr von Ahelsvaerd ist wieder gewählt worden.
Das^Be finden de« Königs von Schweden. Nach dem am Dienstag vormittag in Stockholm ausgegebenen Bericht stat der König nachts zehn Stunden ruhig geschlafen, seit der Operation da« erstemal ohne Schlasmittcl. Die Temperatur beträgt 37, der Pul« 60. Die Kräfte nehmen beständig zu und da« Aussehen zeugt von guter Genesung.
Vcrtreterversainnllung des hessischen Londeslehrervereins,
A Tarmstaht, 14. April.
Die Vertrcterveesamnisung des Landeslehrcrvcrein«. die heute vormittag im Kaiserfaal begann, war au« allen Teilen de« Groß- her-oglums gut besucht. Es waren vo» den 102 Zweigvercinen 100 Vereine mit 186 Abgeordneten vertreten. Ter Obmann H u f f. Tarmsladt gedachte noch kurze» Begrüßungsworten de« verdienstvollen Lehrer« »nd Vorstandsmitgliedes Valentin Wagner ans Große» Bus eck, der i» diesen Tagen sein .»jährige« Amt-- jubiläum begehen kann. Herr^Wagncr wurde in Anerkennung seiner Verdienste »m Verein »nd Schule z»m Ehrenmitglied de« Landeslehrervereins ernannt und durch Verleihung einer Ehrenurkunde ausgezeichnet. Im Namen de« Darmstädter Lehrcrvcrein« begrüßte Lehrer Ger big die Vertreter de« Landeslcbreroercins in dem Orte, in dem vor kurzem dir Organisatio» die glänzendste Probe bestand. Ter Ausgang der letzten Besoldungskänipfe kann, so führte er an«, die Lchrcrschast nicht entmutigen, olle«, »ws nachzittert, wird umgesetzt werden in lebendige« schassen an Volksschule und Lehrersrand. Ferner teilte er mit. daß am Nachmittag die Besichtigung de« neuen Hallenschwimmbades, der neuen Pestalozzi-Hits«, schule, der Mathildenhöhc und de« Groß!, Mausoleum« vorgesehen sei — Ter frühere Schriftführer Lutz suchte sein Verholten in der Geholtsangelegenheit zu entschuldigen. Lehrer Jung II.-Darm- stadi spricht bei der Aussprache über den einmütig gntgeheißenew Jahresbericht über dir Fälle Käufer und Jung, betrcsicnd Verbot von Bortrügen durch Lehrer. Tie Vortrags- freiheit der Lehrer entbehre einer gesetzlichen Grundlage, die bei der Revision des Schulgesetze« anzustrclen sei. Den Lehrern müßten die gleichen Freiheiten gestattet sein wie anderen staatlichen Beamten. Die Lehrer würden sicher mit der Redesreiheit keinen Mißbrauch treibe» .Eine dahingehende Entschließung iand mit einer kleinen Abänderung Annahme!
..Au« den Fällen „Käufer" und „Jung" hat sich ergeben, datz die Vortiagsfreiheit der Lehrer einer gesetzlichen Grundlage bis
her entbehrt, und es ist deshalb der dringende Wunsch des Laudes- Ichrerverein«, daß bet der bevorstehenden Revision de« Bolksschul- gcsetzcs rechtliche Klarheit in dieser Frage geschassrn ioerdc. sollte Großh. Regierung Veranlassung ilehmcu, eine Einschränkung der bisherigen Borlrogssrriheit cintretcn z» lassen, so hossen wir, daß die daran« entspringenden Gejahren für die Lehrer durch bestimmte Abgrenzung und Kennzeichnung der verbotenen Vereine beseitigt werden. Jedenfalls dürfen wir fordern, das; dcil Lehrern mindesten« dieselbe Freiheit gesichert werde, wie den staatlich» und kirchlichen Beamten."
Die I a h r c « r c ch n u n g de« Landeslehrervcreins ze>gt eine Geiamteinnadme von 20 573 Mark, eine Ausgabe von t9 3r8 Mark, da« Vermögen stieg aus 7800 Mark. — Der ^anre«bericht des Unter st ützungsverein« provisorisch angcltellter Le>t- rer zeigt ein erfreuliches Bisst, fast sämtlich Lchulvernwltcc und Verwalterinnen gehören dem Verein an. S.ic Ernnanmcn betrugen 5273 Mark, die Ausgaben 3468 Mark, der Ueberichuß 1805 Mark, so daß das Vermögen auf 23 280 Mark anwuchs. Infolge de« günstigen Abschlusses wird von min ab die monatlich Unterstützung der Schulverwaltcr und Vcrwaltcrinncu von 00 Marl aus 70 Mark erhöht. _
Ucber die künftige G c st a l t u n g ü c s -s n) u I u o t r ll, Verlag, Truck und Inseratenteil, entsteht eine längere Aussprache. Der alte Vertrag war bei der Vertreterpersammlung 1913 IN Bad- Nauheim gekündigt worden. Ter Aezirksvereiii Lampertheim br- antragte, den Schulboten in vollständig eigene Verwaltung zu „chinen. Ter Vorstand stellt nach Prüfung von Eingaben von 25 Farmen den Antrag, den Inseratenteil einer leistungsiihigen Firme, gegen eine» bestimmten Anteil am Reingewinn zu über- lasfen. Ter Antrag des Vorstandes wird mit grotz.-r Mehrheit angenommen. Als Druckort nnrd Darmstadt bcltimmt. weil Tarmstadt Sio de« Geschäftsführenden Ausschusses ist. Zugleich wurde beschlossen, daß beim Abschluß des Vertrags Fachleute zu- gezogen werden. Krapp Tarmstadt hebt unter Bestall hervor, daß der Vorstand in der Schulbote,israge seine volle Schuldigkeit getan habe.
Ter Voranschlag für das nächste Vereins,abr nmrde mit
einer Einnahme von 19 030 Mark, darunter 17 550 Mark Mit- gliedcrbeiträgc. genehmigt. Darin ist zum erstenmal eine Summe ousgeworseu sür die innerhalb des Landcslehrcrvrrein« neu gegründete Rechtsschutzkassc aus dem Gebiete des Zivilrechts. Ter Mitglicderbcitrag soll von 5 aus 6 Mark erhöht werden. In bezug aus die Schritte des Gssamtvorstandes gegen den Mißgriss des früheren Schriftführers in der Gehaltsfrage stimmt die Benamm- lung voll und ganz zu Uedrr den Antrag Heusenstamm, der die allgemeine Festsetzung der W o h n >1 II g s c n t s ch ä d i g II n g aus 500 Mark wünscht, wird beschlossen, daß der Purstand Erhebungen anstelle» und gelegentlich der Neuberatung des Schulgesetze« geeignete Schritte tun soll. Ter Antrag des Darmstädter Lehrcr- vcrcin«, daß ans den L e h r e r b i l d u n g s a n st a l t c n künftig Schulgeld und zwar das gle,ck>c wie in anderen höl»eren Schulen erhoben werden io 1 1 sinöet einstimmige Annahme. Ferner wird der Antrag angenoinmen, daß bei Eüigemcindungen die Lehrer der Vororte denen in der Stadt in jeder Hinsicht gleichgestellt werden sollen. Ter Obmann Hufs mackst ans den Besuch der allge- gemeinen deutschen LehrcrvcrsammliiNg in Kiel in der .Pfingst- wochc aniincrk'am.
Bei der V o r st a n d s w a h l werden Bach- Mainz, M o l l - Selzen und W a g n c r - Großcn-Bnseck einstimmig wiedcrgewählt. Zu Schriftführern bestimmt die Versammlung, ebenfalls einstimmig, Loos- und S e > tz« Darmstadt.
Der Verlaus der Tagung -engte von der inneren Geschlossenheit des Verein« und bedeutete für den Vorstand eine glänzende Bertrauciiskundgcbung.
Aus Htadt und Land.
Gießen. 15. April 191-4.
T r i irk c r f n r s o r g e it c I l e für Stadt und Landkreis Gieße», Gießen, 2Istcr>veg s. Sprechstunde i Jeden Donnerstag abend von 6—7'/, Uhr.
** T i c Großhcrh »gliche F n ni i l i e ist heute früh um 7 Uhr nach vierwöchiger Abwesenheit von ihrer Reise nach dem Süden nach Tarmsdadl zurückgekehrt.
** Einführung neuer Schuldirektoren. Tie Einführung der neuen Direktoren in dem Roalghmnasium und der Oberrealschüle zu Gießen findet in einer gemeinsamen Feier am Montag, den 20. April, vormittags 10 Uhr, in der Turnhalle der Oberrealschule stakt.
** Ans bem Staatsdienfte. Ter Revisor bei der Brandversichernngskammer Jakob Petrp zu Darm- stadt wurde mit Wirkung vom 16. April an z»m Bnreau-l Vorstand bei dem Verwalfungsigerichtshos ernannt. — Bureaugehilfe Adam Schmidt ans Freimersheim und Bureaiigehilfe Ferdinand Debus aus Lalinsbach l.Kreio Wetzlar) wurden zu Burenuassistenlei0>ei dnn Oberversiche- ruilgsamt Darmstadt ernannt. — Tue Geometer 2. Klasse Theodor Spamer aus Schotten, Peter Wolpert ans Heppenheim a d. W„ Johannes Weimar aus Klein- Gumpen, Peter Kumps aus Heppenheim a. d. B. und .ivcrrl Metzger au« Hamm wurden zu K'reisg-eoinetmgehilfrn inst Wirkung vom 1. April 1914 ernannt. — In den Ruhestand versetzt wurde der Schrerbgehilse ain Amtsgericht Alzey Johann Daniel R o s e n t h a l auf sein Kdachsnchen, unter Anerkennung seiner lairgjährigen treuen Dienste.
** Veränderungen i in Schuldienste. Der Großherzog hat am 10. April d. I. den Oberlehrer an der höheren Bürgerschule zu Bingen Dr. Peter Ehrhard zum Oberlehrer an der Oberrealschüle am Frtedrichsplatz zu Offenbach und den Oberlehrer an der höheren Bnrger- jchule zu Vilbel Tr. Hermann Stock haus eit znm Oberlehrer an der Oberrealschüle zu Worms ernannt, beide mit Wirkung vom 20. ?lpril 1014 an. — Ueder tragen itrnrbe am 9. April d. I. denr Schulamtsaspiranten Karl Lepper aus Niede r -L> t o l l. Kreis Lauterbach, eine Lehrerstelle an der evangelischen Volksschule zu Lampertheim, Kreis Bensheim: ferner den Lehramtsaspirantinnen Maria Rover und Emilie Tugend aus Mainz Lehreriimensdellen an der höheren Mädchenschule in Mainz.
** Offene Lehrerstelle. Erledigt ist eine mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Volksschule zu R a d m ü h l. Dem Inhaber der Stelle kann eine Ortszulage gewährt werden.
— Feuerwehrehrenzeichen. Das Ehrenzeichen sür Mitglieder freiwilliger Feuerwehren wurde vom Groß» Herzog dem Adam Lukas in Bieber verliehen.
" D ie Eisenbahninteressen Gießens. Wir hatten bekanntlich vor einiger Zeit eine Zuschrift ivieder- gegeben, in der Besorgnisse ausgesprochen waren, die Eisen- bahninlcrcssen Gießens würden aus der Lahnbahn eine Verschlechterung ersahreil. In der Stadtverordnete,iversanimlung war darauf ein befriedigendes Schreiben der Eisenbahn- direktion Frankfurt verlesen worden. Wie unS der Rcichs- tagSabg. Dr. Werner mitleilt, war er in dieser Angelegenheit beim Minister v. Breitenbach vorstellig gcivordrn. Er erhielt nnmnchr die Mitteilung, daß die Sisenbahndircktion in Frankfurt die Interessen der Stadt Gieße» an den Zügen der Lahnbahn „ach Kräften wahre, wie ja ans der Verbesserung der Zngvecbindnngen zum 1. Mai 1914 hervor- gehe.
" Die Konferenzevangelischer Re liqions- lehrer an den höherenLehran stallen Hessens wird ,hrr Jahresversammlung als Fachsitzung beim Hessi
schen Oberlehrertag am Freitag, den 17. April, in L P p e n « heim a. Rh. abhalten Die Tagesordnmig sieht zwei Sitzungen vor! I Vormittag« 10’ - Uhr, in der Mick-aels- knpelle! a) Gesckxistliches; b) Lehrplanreform -'Professor Lampas); c) Vortrag „Der Unterricht in der Glaubeitss und Sittenlehve in den Oberklassen der höherel. Schulen" sProf Lie. Matthe-. -Darmstadts. 2. Mchmitlags 3llhi! B>r- trag „Die Bedeutung der Religion sür Unterricht und '„'ie» zichung ans unseren höheren Schulen" (Professor Kirnkeb- Darmstadt!.
** Geheimer Baurat Stahl +. Am letzten Samstag starb i» Darmstadt nach langem Leiden INI eben vollendeten 69. Lebensjahre der Geheime Baurat Philipp Stahl. Ter Dahingegangenc hatte sich nach Aln'olvierung seiner Fakultätsprü jung für das Bau- und Jngenienrsach in Gießen (Herbst 1869) sofort dem besonderen Fach de« E l s e n b a h n d a u e s zu gen^ndet und Uwe von, 1. Juli 1869 b>« Ende 1875, als Ingenieur bei der Hessischen Ludwigs-Eisenbalni-Gefellschaft tätig. Unter seiner Mitarbeit >» dieser Eigenschast sind, wie die „Daimst. Ztg." niitteilt. die Verbindungsbahn bei Tarmstadt (zum Zweck direkter Durchsührnng der Güterzüge Mainz—Aschassenbura mit Umgehung des Personenbahnhof« Tarmstadt- und van der Bahn- strecke Frankfurt a. M — Limburg iLahn) die Strecke Niedcrn- l-ausen—Idstein—Wörsdorf 'in ihren Projekten cntuwrsen und »ach regierungsseitiger Genehmigung zur Ausführung gebracht worden. Vom 1. Januar 1876 ab von der Großh. Hess. Regierung al« Vorstand des lech». Bnrrau« für die O b c r he f f i f che n E i sc n b a h n e „ criiaiint, begann Stahl scinc Töirikei! im St ats dienst und bestand in, Frühsahr 1879 die Staatsprüfung iür die technischen Fächer. Durch Dekret vom l6. November 1881 als Se krctär der Lbcr-Betriebsinspe'lian der Main—Neckar-Bahn bestellt, ward er nntcrui 1. Mai 1881 zu oemBau von Nebenbahnen in Hessen abkommandiert und im Lause der nächsten Jahre zum Er- scobalmbaitmeister I. Juni 1888- und znm Eisenbadn-Bauinspektor <1. April 1895) der Oberhessischeil Eisenbahnen befördert. Schon unterm l. April 1899 war seine amtliche Ernennung als Vor stand der Großh. Baubehörde sür Nebenbahneil i» dcni Groß - Herzogtum Hessen erfolgt, und in dieser Eigenschast sind von ihn, die Prviekte sür die nachstelwnden Bahnstrecken bearbeitet und »ach Genehmiguiia unter seiner Leitung zur Anssüdrnng ^gekommen! 1. die Strecke Nidda — Schotten, 2 die Strecke Stockheim— lÄedern, 3. die Strecke Hungen — Laubach. 4. die Strecke Wcinhcim—Fürth, 5. die Strecke Bickenbach—Seehkim, 6. die Strecke Liicnbach—Dieburg—Reinheit», 7. die Strecke Hasen bahn bei Lssenbach 1895 wurde Stahl Bai,rat. Mit Wirkung vom l. April 1897 wurde er Rcaierling«- und Banrat und Mitglied cincr Eisenbahndircktion der Hessisch-Preußischen Eisenbalmgeinein- schask. In dieser letzteren Eigcnsckiast war er zunächst Mitglied der Eisenbahndirckiion Mainz, und unter seinem dortigen bautrch- nrschen Dezernat kamen das 2. töeleise sür die Bahnstrecke Frank- surt—Mannueim und der Bahnhvs Mannheim—Neckarvorstadt zui bluLillbrung Am t. April 1900 wurde St. Mitglied der Kgl. Eisenbabudircktion Halle >Saalc>, wo er bis zu seiner am I. Dezember 1909 erfolgten Pensionierung tätig ivar.
" Ein Ballon aus Lurenibnrg. Am DicnStae. morgen lim 7 Uhr fand der Streckenwärter Joh. Weitzel an? Gießen. Kaiser-Allee 117, bei seinem Streckengange Gießen—Gelnhausen ans einem Acker in der Nähe der Fabrilev Gail und Bänninger die Hülle eines kleinen Ballons, der ziveimal die ?l»sschrift Ltixembiirg trug. Daran war eine Postkarte besesligt, ans der der Llbsender um sosortige Niick- sendnng der Karte bat. Die 2>drefie lautete: Kipgen Pierre- Kuborn Laupersberg Luxembourg.
Kreis Schotten.
P, Babenhausen II, 14. April. Nachdem die Genie! n d cra t Sw a h l vom 30. August 1913 durch Beschluß des KrciSanSschusses des KreiscS Schotten vom 31. Dezember 1913 für ungültig erklärt worden ivar, fand heute eine neue Wahl statt. Hierbei wurden gcivählt: Konrad Hofniann mit 84, Wilhelm Jung mit 75 und Georg Fett mit 69 Stimmen. Fast sämtliche Wähler machten von ihrem Wahlrechte Gebrauch.
Kreis Frievberg.
— Fricdbcrg, 15. Llpril. Die Stadt Oppenheim lRhcin) verkaufte einen ausgedehnten Gcländekomplex an den Fabrik, und Grnbeiibesitzcr Tr. Wilhelm Blegerle zu Friedberg ^Hessen) in Verbindung mit einer rheinischen Jndnstriellcngruppc zur Erricht» ng eines großen Z e ni e n t iv e r k s.
1>. Butzbach, 14. Avril. Dem bekannte» Voekämp<er kür deutsche Einheit und Freiheit, dem Rektor und svoüeren Plärrer F. L- Weidig zu Ehren plant man >» der neuen Sebreuzeranlage die Errichtung eines E h r e n t e in p «l s. Schon früher vtlaiizie man dem hervorragenden Vollserzieher >»> WeidigShain ein Ge- dächtnisnial. Eine von dem Hanpllehrer Storch versaßie Weidigschrpt soll in ihrem Reinerträge den Grundstock sür den Baufonds des Tenipels bilden.
Slorkendnrg und Rheinhrssen.
— Darmstadt, 15. ?lpril. Am Samstag wurde in Tarmstadt der Großh. Geh. Forsttat i. P Ulbert Haber» korn zu Grabe getragen. Der Verstorbene gehörte der alten hessischen Familie Haberkorn an, die dem Staate schon viele Beamte, und besonders Forstl-ente, geliefert
at. Schon Philipp dem Großmütigen und den folgendci- andgrafen dienten seine Vorsahren als Jagdjuirker und Förster zu W i n d h a u s e n in O b e r h e s s e n, und durch fast vier Jahrhitnderte gin-g die Försterei und spätere Ober- sörstrrei von deni Vater auf den Sohn über. Albert Haberkorn setzte die Tradition fort »nd Ivar in ununterbrochener Folge der neunte Haberkoril auf derselben Stelle. Hessen-Rassau.
Lahnkanal-Bcrein.
F. C. N i e d e r l a h n st e i n , 14. April.
Jil Niedcrlahnstein im Hotel „Zum weißen Roß" tagte heute die sechste ordentliche Hauptversammlung des Lahnkanal-Bcrein« unter dem Vorsitz des Generaldirektors, Bcrgrat Groeblcr- W e tz l a r , bei sehr guteni Besuch aus allen Städten an der Lahn, von Gießen bis Lahnslkin. Ten Bericht über die Täliakcit des Vereins erstattete Tr. N i c t s ch k e - Wetzlar. Das Laknschiss der Lahnschissahrlsgesellschast, das, bevor der Minister der ölsentlickien Arbeiten den Ausbau der Lahn zu einer S ch > s s a h r t s - st r a ß e befürworten kann, sich erst bewährt haben müsse, icl nun sertigaestellt, allerdings 10 Monate später als bestimmt gewesen. Das Schiss wird, nachdent es ein halbes Jahr aus eigne Rechnung der Ladnichissahrlsgesellschast ans der Lahn ausprobiert ist, der Rhetn-Sce-Schissahrtsgesellschast zur Bcrsügun§ gestellt, um es ans dem Rhein und später aus dem Main von Mainz bis Frankfurt a. M. lausen zu lassen.
Die Mjtglscderzah! des Vereins beträgt zurzeit 341; 38 Mits der find im Berichtsjabrc anstzetreten. Ter Vorstand habe beschlossen. nur das Interesse sür die Lahnkanalisatson zu sördern, in der V c r k c h r s a b t c i l u n g der G c w c r b e a „ s st c l l u n g 1^9 1 4 i n Gießen Zeichnungen des Lahnkanals und de« Schisse« dem Besucher vvrzu>nhren und Vorträge über dir Lahnkanalfraqe zu halten.
In der sich anschließenden Aussprache ivics Joseph K ä s ch b k r g e r -Bad-Ems daraus hin, daß die Mitglieder mißgestimmt seien, weil das Stadium des Abwartens in der Lahnkanalisations- trage zu lange ausgedehnt werde. Die Frage sei überhaupt auf dem absteigenden 2lstr angekommen und er glaube, das; die Gründer des .tzaiialvercins es kaum erleben wriirdcn. daß die Kosten für den Känal IN den Preußischen Voranschlag eingestellt werden.
Reichs- und Landtagsabgeordneier Dr. Dahlem - Nieder- lahnstcin widersprach dem entschieden und betonte, daß im Jahre


