kogcn. Bei der ^voratiijtt wurde eine Magenwund'e in der lutttnMi Unterwund m der Nähe de-Z unteren Magenmundes gefunden. Die Untftefcmtn der Wunde, die ziemlich oberflächlich ilt. N'ur otnxi'5 angndyiuüücn, organisch aber nicht mit den Bauch ineicheldrüsen fest verbunden. Zeichen bösartiger B er ander urigen rr-urderr nicht g-e nnden. Zwischen dem Magensack und dein L-arm nnrrde eine Leffnnng angelegt. Die Operation dauerte knapp fünfviertel Stunden und wurde vom Patienten gut ausgebalten."
Der am Freitag vormittag über dos Beiirrden des USnrgs ausgegebene Krantheitsbericht lautet: Der ttönig batte nichts im ganzen drei Stunden geschlafen. Die Schmerzen, die den schlaf rrnterbrachen. deuteten rricht auf eine Störung des Äeueiurrgs- verUruses. Temperatur 3$, Puls l>6 bis 68.. keine Erbrechungen. Der König genosz ohne Unannehmlichkeit während der Rächt nicht unbedeutende Mengen .Wasser und Tee.
Prinz Heinrich von Preußen gab am Mittwoch an Bord des ..Kap Trafalgar" ein Bankett zu Ehren des Bizepran- dcutcn der Revubtik Argentinien, an dem die Spitzen der Behörden und die Minister mir Ausnahme des erkrankten Ministers des Aeußern. teil nahmen. Das Prinzenpaar hat am Mittwoch in Lk Plata den Gouverneur besucht und das Maturhistorischc Mn;eum sonne die Universität besichtigt.
Das P r i n z e n p a a t Heinrich ^ on Preu ß e n Nt am Freitag in Montevideo eingctroffen.'. Der Sekretär des Präsidenten der Republik, Urugun. der deutsche Gesandte, der Einsubrer des diplomatischen Korps und die deutsche Kolonie waren zur Begrüßung au der LanduugSstcllc erschienen. — Heber den Verlauf d-.'s Donnerstag, den das Prinzenpaar noch in Bucnos-Aires verbrachte, wurden noch folgende Einzelheiten gemeldet. Mittags, besuchte Prnrz Heinrich die zum Manöver abräckenden Truppen. Nachmittags machten beide Fürstlichkeiten einen AiKamobilausfUrg nach Tigrc und besuchten, daraus den Ruderklub „Teutonia". Im Anschluß daran unternahmen Prinz und Prinzessin Heinrich ans der Jacht des Präsidenten eine Rundfahrt im Delta des Parana. Rach der Rückkehr wurde ihnen vom Bürgermeister ein kunstvolles Albunl mit Ansichten von Bnenos-Aires und eine Sammlung von ErinnerungZmedaiUcn überreicht. Abeuds gab der deutsche Gesandte von dem Bussche-Haddenhausen, ein Essen im Jockeiklub. Später nahm der Prinz umh an einem Bierabend aller deutschen Vereine im deutschen Klub teil, aus deni Bankdirektor H er in ann die Begrüßungsrede hielt und das Kaiserhoch ausbrachtc. Der Prinz erkannte in seiner Antwort die Pflichttreue und Anhänglichkeit dev ' Deutschen an. dankte dann für die Beteiligung an der Ftugfpende und begrüßte freudig die am Dienstag erfolgte Gründung eines F l o t t e u v e r e i n s. Die Prirrzessin wohnte inzwischen einer Vorstellung im deutschen Thea^enrerrin bei. Um Mitternacht begab sich der Prinz auf dem in Deutschland erbauten Torpcdoboots- zerstörer ..Eatamarca" nach Montevideo. Die Prinzessin fuhr Freitag vormittag 10 Uhr an Bord des „Cap Trafalgar".
Aus Stadt und Land.
Dieben, ll. April
Ostern.
Ti? Menschen, die ohne Osterglaub.'n sind und der Bot- I r.-Inft. das: cd ein ewiges Leben gibt, ein kurzes Nein ent- j gegcnstellen, staben es, inie cs aus den ersten Blick scheint, ‘sehr leicht mit ihrer Bcwcissiihrung und brauchen w'dcr i nicl Zeit noch viele Warte, um ihre Ansicht zu begründen. Erde wird Erde, mit seinem, Abstcrben sinkt jedes Wesen zurück in das Nichts, die nivberne Astronomie hat keinen Raum mehr für einen Himmel im Zinne der Gläubigen gelassen, darum ist eine beherzigenswerte Maxime das Wort, Ü>as in den 70cr Jahren an dem Portale dcS Friedhofes -einer Berliner freireligiösen Gemeinde geschrieben stand: „Macht hier das Leben gut und schön, kein Jenseits gibt's, ikein Wiedersehen!"
Bei näheren. Nachdenken findet man jedoch, daß daS nicht nur eine sehr trostlose Weisheit ist, sondern auch eine Weisheit, die dein eingehenden Tcnlcii nicht standhält. Die Menschen, die nicht den Glauben an eine einige Welt haben, werden, wenn die Jugendzeit mit ihrer Freude und die . Zeit der noch aufstrebinden Kraft vorbei ist, leicht von lähmender Mutlosigkeit befallen. Alles ist eitel, das ist der ^Inhalt ihrer Lebenserfahrung, Das Leben gleitet an ihnen worüber wie ein Schattenspiel an der Wand, Bor ihnen ftst es dunkel und hinter ihnen ist cs dunkel. Alle Arbeit ist :cin mühsames Ringen, das für die Tauer leinen Bestand Bat, Auch die Völker tauchen ans, streben emporurnd sinken zurück in die Nacht, Um mit Eduard von Haetinann zu reden, so ioärc cs da? beste, wenn dieser Weltlauf sich wieder in das Nichts zurückbilden würde.
Gegen diese pessimistische Weltanschauung hat sich kein Geringerer als Mollkc aufgclehnt. In seinen 'hi,itcrlassenen Papieren fanden sich die Sätze: „Unmöglich kann diej'-ck Erdeulebcn ein letzter Zweck sein. Eine Höhere Bestimmung müssen ivir haben, als etwa den Kreislauf dieses traurigen Daseins immer nneder zu erneuern. Sollen die uns rings umgebenden Rätsel sich niemals klären an deren Lösung die Besten der Menschheit ihr Leben hindurch geforscht haben? Wozu die tausend Fäden von Liebe und Freundschaft, die uns mit Gegeiuoart und Vergangenheit verbinden, wenn eS 'eine Zukunft gibt, wenn alles »nt dem Tod: aus ist?" —
Jesu Auscrstehung, sein Sieg über Welt und Tod ist die sicherste Garantie für das Vorhandensein einer Welt die mit irdische» Sinnen nicht zu erfassen ist. Man bars seine Auferstehung freilich nicht isolieren, sondern must stets sein ganzes Leben zur Beweisführung heranziehen. Jesu ganzes Wirte,i, seine Worte, seine Persönlichkeit verbürgen uns, dass cs einen lebcubig.'n, persönlichen Gotl gibt, der die Liebe ist und der mit dem Menschen, der seine Hand ersaht, sich in inniger Gemeinschaft verbinden null Unfassbar aber ist, dast dieser Gott die Menschen, denen er so Großes zuwendet, nur zu kurzem Eintagsdasein ge- schasjen habe, die notwendige Folge dieser Erwägung ist vielmclir, daß die Verbindung, die Gott mit ihnen eingeht in ei,rem höheren Dasein, über dessen Art wir freilich nichts genaues wissen, das aber ungeahnte Entnncklnng.- nuigliriitcitcn in sich birgt, fortbesteht.
Dieser Gedanke vermag auch Trost an den Gräbern zu geben. Ohne die Hoffnung aus eine Wiedervereinigung mit unseren Lieben, die uns der Tod geraubt hat, wären wir die ärmsten Geschöpft unter dem Himmel, Tausendfach kommt diese Hoffnung ans den Grabinschriften, vor allem der deutschen Friedhösc. zur Geltung, Auf einem Soldaten- grabv, das aus der Höhe des Spicherer Berges liegt stellt d,c Inschrift: „Hier ruht bei seinen treuen Kameraden unser vielgeliebter Sohn. Bruder und Neffe Johann Peter Pütz von Biebelhausen. Kreis Saarburg, Gefreiter bei der ». Kompagnie Äohcnzollcrnsck>«n Füsilierregiments Nr 40 Er starb hier den Heldentod am tz, August 1870. Sanft ruhe seine Hülle in der Totenstille und wartend einer fröhlichen Auferstehung am jüngsten Tage," Tiefe schlichte Inschrift gibt davon Kunde, daß eine innere Stimme vi'lcn in unserem Bolle sagt, daß cs ein ewiges Leben und e,n Wiedersehen nach dem Tode gibt. Nicht aber von einem Theologen oder einem strenggläubig,'« Manne aus dem Volke, sondern von Schiller, der mehr in der Kantische» Philosovhi- und im klassischen Altertums wurzelte als in der gcosftiibartcn Religion, rührt das Wort her: „Und was die innere Stimme spricht, das täuscht die hoffende Seele nicht." H. E.
»* TagcSkalender bir Sonntag, de» 12. April: Steins Garten, I. Olterl-ierlag: Ä i l i t a r k o n z e r l
„nt-r Leitung des Sb-rmnstkm-istcrs W. Lob er. SInsang 8 '4 Uhr. I
L i e b l g 3 h öh e: Am dritten Feiertag, nachmittags 4 ^ Uhr : Konze.t der Negimeutskapelle unter Cbernurfifmtifier* 2 ober Leitung.
Wektvanor am a: Aklerweq.
Lichtspielhaus: Täglich Vorstellung.
U n t o n - 2 I) e a t **. r: Täglich Vorstellung. (Dienstags und
samstags neues Programni.) .
O d e r h e s s i s ch e r K,r n st v e r e r n. Die Gemäkde-IlnSstellung
an Souutaaen von 11—3 Uhr geöffnet.
^bcrhess'scheS Musen m und GaU's che Sa mm- tun gen. Geöffnet Sonntag vormittags 11—1 Uhr unentgeltlich, M u s e n m s ü r Völkerkunde. Geöffnet an Sonntagen
vormittags von 11—1 Uhr unentgeltlich.
** Ernennungen, Die Gehilfen im^ Gewerbcauf. sichtsdicust Heinrich Spalt in Darmstadt, ,vraiiz Mahr
in Osfcnbach, Ludwig Melcher in Gießen und Georg Messer in Mainz wurden zu GcwcrbcinspektionSgehilfeu mit Wirkung vom 1, April ID 14 ernannt,
" Offene Stelle, Erledigt ist die Stelle eines Revisors bei dem Großh, Kataster« mt,
*» Geologische Studienreise. Am Mittwoch abend trafen sich hier ans allen Teilen Deutschlands eine: größere Anzahl von Mitgliedern der T c u t s ch c n natur- wissenfchaftlichenGesellschaft, um von hier eine lltägigc geologische Studienreise in das rheinische Schftfer- gebirge und die vulkanische Eifel anzntrcten. Am Donnerstag erfolgte von hier aus zunächst ein Ausflug nach 1 den an Versteinerungen so reichen und weithin bekannten Sandsteinbrüchen von M ü nzen b er g, Abends kehrten die Teilnehmer, dariknter 'zahlreich« Damen, nach Gießen zurück, um am Freitag die Exkursion nach den Lahnbergeu sortzujctzcn, zunächst nach den ..ealbsteinbrüchen bei Wetzlar, Leiter der Studienreise, wie solche von der Deutschen naturwissenschaftlichen Gesellschaft seit einigen Jahren nnt Erfolg unternommen werden, ist Tr, E, Riem an», Dezernent für Geologie und Bodenkunde am Kalisyndikat in Staßfurt-Lcopold-
«$011 derGewerbeausstellung. Mit den Vorbereitungen zur Gewerbeausstellung Gießen geht es rüstig voran. Zwischen dem Liebig-Mnseum und dem alten Klinik, bau ist man au der Arbeit, aus schwerem Balkenwerk einen Fachwerlbau zu errichten, in welchem das gesamte ober hessische Berg - und Hüttenwesen untcrgcbracht und auch für den Laien interessant veranschaulicht werden soll. An diesen Ban wird sich ein 10 Meter langer Stollen anschlicßen, in welchem die Gewinnung von Braun! otzleu, der verschiedenen Erze und des Salzes bargestellt wird, Ter Stollen wird elektrisch beleuchtet und eine HauptanziehungS- lraft für die Besucher der Ausstellung bilden. Ferner wird eine geplante alt hessische Bi erwirtschaft, welche noch besonders neben dem Haupt-Restaurant errichtet wird, einen Anziehungspunkt bilden. Die gärtnerische Anlage in nerhälb der Ausstellung wird großzügig von einem auswärtigen Garlenarchitekten durchgeführt werden. Sämtliche Arbeiten werden so gefördert werden, daß die Ausstellung pünktlich am IN Mai, wie vorgesehen, eröffnet werden kann,
** O b e r h e s s is ch c r Knnstverci n. Die Ausstellung ist an den beiden Ostcrseiertagen von ll bis 3 Uhr ununterbrochen geöffnet.
** Ter frühere Direktor der Lollarer Gewerbe b a n k a u s der Hast entlassen, Ter am 23. November 1913 auf Antrag der Großh, Staatsanwaltschaft Gießen in Untersuchungshaft genommene Schuhmarcnrci- sende Hermann Nies, der frühere Direktor der in Konkurs geratenen Gewerbebanl, ist vor einigen Tage» aus der Haft entlassen worden und zwar, wie wir hören, gegen Stellung einer Kaution von 6000 Mark,
** K leine Mitteilungen, Ilm die Krcisstraßcn im Kreise Friedbcrg zu verbcsscrn, werden zurzeit eine 'Anzahl Straßen gewalzt und mit Kleinpilaster versehen, — In Bad - Nauh e i in sind scbon icpt nicht ynr in den vericlncdencn Hospizen, sondern auch in den Privathäusern viele Kurgäste angckomnicn, sv baß zurzeit clwa KnrsremOe i» Bad-Nauheim wm'len, — Ter Erlllosierlebkiing Heinrich Tiebl, welcher bei dem Tchlosscr- meistcr Rupoel in B u k> d a ch in Lehre steht, hat sich a u s unbe kannten Gründen a»: >, 'Avril 1911 ans seiner elterlichen Wohnung dahier entkernt und ist bis jetzt nicht wieder zurnckgekehrt. Derselbe ist ein sehr geweckter, lebenslustiger lijäbriger junger Mensch, Es ist anzunehmen, daß ihm ein »usall zugcstoßcn ist, — Geh Forstrat i. P, Albert Haberkor n ist am Mittwoch abend in Dar IN st a d > nach längeren Leiden im 73, Lebensjahre ge- storken, — Nach iängcrci» Kranksein starb in Maanz eine in waten Kreiten bekannte Persönlichkeit, Herr Wilbeliii Hartz n r g e r. H, nnu ein Bruder des tzelannten, 1906 i» München verstorbene» Malers »nd Zeichners der „Flieg, Bl,", Edm, Harbnrger,
— Einen außergewöhnlichen Fund mackllcn einige Schulkinder in S c l i g c ii si a d t. In der Nähe der Stadtmühlc schwamm ei» Palet ans Land mit der Leiche eines neugeborenen Kindes, bas bic unnatürliche Mutter jedcnialls den Strömen des Mains auSgesetzt batte, Tie kleine Leiche >»»rde dem Leichenhansc zu- gelührl. Eine geeichlliehc llntersuchung in cinqeleitrt, — Eine Windhose richtete in ,F r o s ch h a » I c n beträchtliche» Lchadcn an. In einer Rcihc von Häusern wurden die Fensterscheiben zertrümmert, Ein Hojtor wurde aus den Angeln gehoben iiitd weil iortgeschleudert. Bon einem Hause wurde die ganze vor- dcre Hälste des Daches abgehoben und aus dir Straße gestürzt,
— Seit Ende März ist der 42jährige Exportcur Eiigcn Rci- ningcr aus Frankfurt vcrschioundc», nachdem es ihm gelungen war, auswärtige Firmen .um sehr bedeutende Beträge, die zusaiiiine» mehrere >00000 Mark ausmache», zu betrügen. Vermutlich hat sich Rcininger, in dessen Begleitung sich die Frau eines GeschSstsireundrs befindet, nach Amcrila gewandt, — Tic Bahnvcrwaltung beabsichtigt, g» dem Bahnübergang der Strecke Lollar Grünbcrg in der oberen Hauptstraße in unserem Orte eine Schranke errichten zu lastciz. Zu dicsrni Zwecke faßt iic den Ailtomobil-, Fuhrwerks- lind Personrnverlchr vom
bis 13, d, Mts. durch einen Bedienstetcn zählen. So ivurdc festgcslellt, daß au einem der letzten Tage 74 Aiitomobilc „n- seren Ort dnrchiuhrcn. Ter Kreistag setzte den Haushalisvlan i'ir 1911 für B ied e nkopi auf lö3 988 Mar! fest, — Ter Haushaltsplan für den Kreis F l 0 n kc n l> c r g wurde vom Kreistag an: -,01 003 Mark iestgejetzt. Ferner ivurdc der 2lnichluß des Krei'es an dir Ilebertanüzentrale der Edcrtalsverre beichlos- ien , Der Zweigvcr-i» vom Raten .Kreuz zii K i rch ha inl lloü't^ iür den Baufouds der Marv'.irger Walderholungsstätte
LnnökieiS Gießen, ft. Lollar, ll>, April, Seit Wochen sind die Preise jür Schlachlvieh erheblich gesunken und allenthalven liest mc.ii von eine», P r e i s a k > ch l a g des Fleisches, Hier sind die Preise jedoch nach wie vor gleich hoch, ES wäre sehr zu ivünschcu, daß die hicsigeii Metzger dein Beispiel ihrer Kollegen auscher Ilingegeud solgcn wiirden und eine» Prcis- abjchlag^jür Fleijcki- >ind Wurstwaren eintretcn ließen,
, ,..T — t a u je nb erg , 11, April, Zu dem L'ijährigcn Dicnst- lub'lauu, des Bürgermeisters Stephan wird uns noch gc- Ichrieben: Krieger-, Gejang- und Turnverein, sowie der Orts- Vorstand brachten dem .Jubilar eitlen Lampionzug dar, wobei der Gcjangvcrc», einige Lieder vortrug. Nach dem ersten Lied „DaZ
ist der Tag des Herrn", hielt eine Gkiiieiiidcrgtsinilglied eine Anjvrachc, die mit eine»! Hoch aiif den Bürgermeister endete. Hieraus wurde deni Jubilar ein vom Ortsvorsland gestifteter Ruhesessel sowie eine von dem Verein gestistetc Ehreiiurkunde überreicht. Tan» ,eog man niit Sang und Klang nach bem VerrinSlokal, ivo die Teilnehmer zusanimcn mit dein Bürgermeister in feuchtfröhlicher Stiinm>i„g einige Stunden verlebten,
Kreis Alsfeld,
— SR nin r ob, II. April. Am zwcitei, Oflerleiertag begehm, die Eheleiite Landwirt Joh», Hof das Fest der silbernen Hochzeit.
Starkcilburg und Rhcinhessen.
m, Osscnbach, ll, Llpril. Ten Schauvlatz einer schweren Bluttat bildete am Karfreitag die Sandgasse, t*m' >ener Gassen Alt-Ossenbachs, die in schmutzigen linb winkligen Häusern zweifel- hasten Elenienten Untcrschluxj gewährt. In dem Hause Sand- gassc 24 bewohnt der 21jährige Schirmslickcr Karl Wein- g ä r t n c r mit Frau und Kind ein Zimmer, dos »ach dem Hot zu gelegen und nur ganz notdürftig möbliert ist. In der Kärirntogs- »acht wurde ctwa gegen > .,3 Uhr morgens Frau Weingärtirrr durch einen Elegenstand, der vom Fensterbrett heruntergetalken war, gus deni Schloie aufgeweckt, 'Als sie Licht gemacht hatte und nach dem Fenster sah, geivahrtc sie einen trcmden Man», der nach ihrer Aussage sich an, Fenster zii schaffen niackftc und in der einen .Hand einen g e z ü ck t c n D o l ch hielt, Ta ihr Mann nicht gleich munter ivurdc, ergriss sie einen Revolver, UNI damit den Einürrngling zu verscheuchen. Tiefer aber ging nickst vom Platze und konnte sich auck> nicl.t dazu bewegen, nachdem der mit großer Mühe aus dem Schlafe ausgerütteltc Ehcmaiin, der ausänglich vermutctc, daß es sich um ciucn Bekannten handle, ihn durch Zureden ziim-Nachhausegehen zu beivegcn versucht hatte. 'Als danach Weingartner sich aus den Hof bewegen wollte, trat ihm der llnbekaiintc mit dem Dolchmrsser entgegen, W, feuert: aiis seinem Rcvolvrr zwei Schreckschüise ab Und gab von dcr Haustür aus einen dritten Schuß aut ben Eindringling ab, nackidem dieser sich abermals mit den, Atesser gegen ilgl geivandt liottc. Tiefer Schuß versohlte sein Ziel nicht und trat direlt in die Hirngcgcnd, Ter Mann brach am Voreingang blutüberströmt zilsammcn, Tic Polizei war bald am Tatort erschirnrn und nahm den 'Attentäter fest, dcr iwch in der Nacht cinrm eingehenden Verhör unterzogen wurde. Der Erschossene wiirdc im Krankengutomobil ins städtische Krankenhaus gebracht, wo er am Freitag mittag i/,ll Uhr seiner schweren Verletzung erlegen ist. Der Erschossene ist der 3k Jahre alte Gelegenheitsarbeiter Lldani Preis, der verheiratet ist und in dem.Hause Gclcitsstraße 75 wohnt,
Hessen-Nassau.
= Frankfurt, 11. April, Am Tonncrstag abend um -,9 Uhr ivurde die Feuerwehr durch den Feuermelder deci großen Getreidesilos im Westhgfen zu Großfeuer alarmiert, Tie Wohnlabine deS 30 000 Zentner fasjendeii Kohlen- schifscs der Bereinigten Frantsurtcr Reedereien „Duisburg 10" stand in Helle» Flammen, Ter Schisfmann aus H o »i b c r g am Niederrhein war gegen 6 Uhr mit einem Bekannten nach der Stadt geganacu und die Matrosen halten schon zuvor das Schiss verlassen, so daß während des Brandes u i e m a n d a n B o r d war, Erft gegen 10 Uhr läm dor Schisser zurück iliid fand sein» Habe vernichtet. Eine Untersuchung des Schiffes, besoiibers des Border-j WohnraumeS dcr Matrosen, bewies, daß dieser Raum, ivie auch die Schränke und K oinmod e ausgebrochen waren, Wäsche „nd Kleidungsstücke lagen umher und in dem ilutersten Raume, in dem nur der Borraum ailSgcbrannt ist, war der Verschluß des Schrankes abgerissen und eine Suiumc Geldes i» Gold schltc, ivährend die Jnvalidcn- iärteu und die Pcrsoualpapicrc noch vorhanden waren. Es liegt soniit Einbruch und Brandstiftung vor,
-i- Eschwcgc a, d, Werra, 10, Avril, Während dcr vergangenen Nacht wurden in dem benachbarten Torfe K a l t c n c b c r durch ein verheerendes Großseuer vier B a u e r u g x h ö f t e v o l l st ä n d i g ei n g « ä s ch e r t, Mit- verbraunt sind große Stroh- und Futtervorrätc, sowie land- ivirtschaftlichc Maschinen, Dcr entstandene Schaden beträgt ctwa 80000 Mk, und ist nur teilweise dlirch Versicherung gedeckt, Tic Eutstehungsursache das Fciters ist noch unbekannt.
Spott,
-hnndcsvo r t. Am 26, Avril d, I, ist wieder einmal allen chiinbebesitzern Elclegenheit geboten, ihre Ticrc von sachmännlsibcr ereile beurteilen :» lassen und sich dadurch über bereu Wert in zuverlässiger Weise unterrichien zu können. An diewm Tage veranstaltet nämlich dcr Verein „H u n d c sv o r t für Gießen und Umgegend, c. V.", aut der „LicbigShohc" eine allgemeine Ausstellung von Hunden aller Rassen, die vom Kartell der Stammbuch snbrendcn Sondcrklubs anerkannt ist und bei dcr nur Kartrll- richtcr die Hunde vrnscn werden, vlrößcre Verbände gliedern ihre S o n d e rau s ft e l l u ng e n an diese Veranstaltung an, so der „Pinscher-Klub, Sitz K öl n", der „Deutsche Boxer- Klub, 2l b t c i l n n g Hessen-Nassau Hesse n" und de: „T e ii t s ch e T o g g c n K l II b , Abteilung Süddeutsch- t a n d". Die Geschäftsstelle ftir die Ausftellnnq ist bei Wilhelm Hombcrgcr, Seltcrswcg 52, Meldeschluß >6, 'April,
Lattdwirtschaft.
--- Leihgestern. 11, Avril, In den Tagen vom 12. bis 14, d, Mts. hält •••>! er Mitteli> e „t sche ll'nnt neben > ii ii b Geflügelzucht-Verband seine Jubiläums- Aus stell un a ab, Sic wurde dem Kaninchen- und Gcslügel- zuchtvercin Leihgestern übertragen nnd findet in den großen Hallen der Restauration W, Tern am Bahnhot statt. Aller Voraussicht »ach ist eine Schau zu erwarten, die sich i„ allen Teile» den bislicrlgcn Veranstaltungen des Mitteldeutschen Kaninchen, luid Geflügelzucht-Verbandes würdig zur Seite stellen kann.
knitschiffahrt.
4l- Gotha, 10, Avril. Ter Flieger Ernst Stöfs ler wird am Montag, 13.April, früh um 5 Uhr vom hiesigen Flugplatz ab seinen Start zum Sternslug nach Monaco beginnen, Stöfflcr fährt ohne Passagier, er nimmt aus seinem Toppeldcckcr 130 Kilogramm Benzin mit.
Dresden, 10. April, Als der Flieger R e i ch c l t heute nachmittag 6>Z Uhr auf einem Eindecker mit einer Tamc als Fluggast ausgesticgen war, explodierte nach einet Schleisenfahrt über dem Flugplatz Kaditz Plötzlich der Motor, Ter Apparat stürzte brennend zur Erde,' Tic Tamc blieb tot, wahrend R e l ch e l t schwer verletzt unter dem zertrüminerten Apparat hervorgezogen wurde/ Reichelt ist kurz „ach seiner Einlieferung ins Krankenhaus gestorben, Ter Unfall seiner Aerotaube wird aus die Beschädi- guog und den Bruch eines Flügels des Apparates zurückgc- suhrt. Die bei dem Absturz getötete Tamc soll eine Schwä- gerin Rcichclts sein.
^ 1 10 m . c N " voleon Bonapartc, dcr N r g r o s
fllc J{ a o l c o n § I., hat sich, wie aus Washington gentclb vermählt^ CmCr ® rau blanche Sircbeigh, geschiedenen Picri
Kleine Tagcrchronik.
-- , der Nachtzum Freitag wurden an vier Tenkmälcrn in d S, 1 C >r„ C Berlin die Sckinäbel mehrerer Marmoradlc
die die Bankprosilc zieren, schiver beschädigt, Tic abgeschlagen!


