Ans Stavr nnt Land.
©icSeii, 7. April 1914.
Eas Benutzungsrecht ni» kommunale»» vinrichtnugen.
Tie vielsalb» Aufgaben, die I»cule bii' Kommunen zu erfüllen berufen find, wurzeln olle in dem Gedanlen. dem Geineindeailge- hörigen seinen Aiiienlhalt in der Gemeinde möglichst beouem zu iiiaäicn. Ans dieser Erwäiiung heran« noch der sah gefolgert Iverden, dass die Stadtgcmeuide bei der Eiiinänung von Anstalten irgend ivelcher Art eder zum Wodlc der Einwohner etwas tun muv, ole dast fic möglichft für ihren 3tabniicfcl zu arbeiten bedacln Ich Abgesehen von den einiachen Bedürfnissen, die eine moderne Lladl ihren Einwohnern bieten muß, tmc etwa Wasserleitung und Sn- nalisation, beherrschen aber noch andere, feinere zlulturerzcugnme das Leben u»ü bedingen d'e Annehmlichkeit de« Wohnens IN einer Stadt, Hierher gehören vor allen, solche Einrichtungen und Anlagen, die der Einzelne jich nicht anlcgen und einriäNcn kann, die aber .von ihm notwendig gebraucht Iverden, wie,;, "-das Gas und Elektrizität- Für den Bewohner der Großstadt ^ist es beute etwas Sctbswersländiiches, von der Stadt clcttrischen «trom zu bekommen, oder an die Gas- und Wasserleitung onge'chlosicn zu sein. Er macht sich gar keinen Begriff davon, was cS heißt, mit dem Lieferanten der Elektrizität, des Gafes, des Wallers IN Verbindung zu stehen, Ihm ist eS einerlei, ob die -^tadl ie.bst diese Lieserantiu ist, oder ob irgend ein anderer Betrieb, etwa eine Geiellschafi, ihm das notwendige Beleuchtung» und «ciznngS- niatcrial uiw. liefert. Und doch ist dieses Verhältnis, das zwischen dein Lieierainrii, also der Stadt, und dem Abnehmer des Wassers, des Gases und der Eleltrizitüt, aiw elwa dein Hans- eigentümer besteht, nicht ganz uninleressanr. Ist es doch lelblt von unscrn grohen Rechtslehrern nicht einheiilich mitgelalzt.
Die Stadt, so sagen die meisten unter ihnen, ill in dieier Beziehung nichts anderes als ein Kaufmann. -Lie verlaust das Wasser, das Gas, d'ie Elektrizität an ihre Dinden. Dabei luckr sie freilich, wie jeder Kauimann. recht viel Gewinn heraus zu schlagen und lial eilt i'ellarses Auge au, etwaige K'onlurrenz-- iintcrnehnicn. In erster Linie bat also die -otadl erlt ihren Verdienst in, Auge damil. Damit vcrstösst sie aber argen die Bestimmungen der Städieordnung In diesem Gesetze ist gesagt, das; die Städte nur zum Wöhle ihrer Bewohner derartige Aiisialte» einrichten und Nicht ein Gewerbe damit treiben sollen. Dies geschieht „UN aber doch und hat auch seine Bestätigung in der Rechtsprechung unserer höclnlen Gerichte gefunden. Als Gcwerbelreibende kann die Stadt einen Vertrag abschlieüen Mit wein sie will und unter welchen Bedingungen sie will. Sie könnte allo -. B. einem Betriebe ans irgcndeistein Grunde den Anichlusj an ihre Leitung iinlersigeii. Dies erhält aber zwei Einschräiikungen. Einmal must die Stadt bei Einrichtung der Anlage ein Orisstatnt ausstellen, das durch den ^Bezirksausschuß genehmigt werden ninst. Andererseits wird^die Stadt nicht frei sein, wcnil sie a l l e i n in der Lage ist, die Stadt mit Wasser und anderen Kräitcii zu versorgen. Zwar Hot das Oberverivalluugs- aericht erst in neuerer Zeit erklärt, dast Streitigkeiten um den Wasscrzm- vor dem Amts- oder Landgericht einzuklagen seien, weil es sich um eine privatrechtliche Forderung liondle. Diese Entscheidung besagt aber auch nicht, dast die Stadt in drin Abschlitst ihrer Verträge völlig frei ist. .......
Eine modernere Strömung geht deshalb dahin, die städtischen Einrichtungen als öisentliehe guzusehe». Diese öffentlichen Anstalten müssen dann, luic cs auch die Städtcoranung will, allen Be wohnern zugänglich gemacht werden, vmi die Stadt allein die Bercchligiliig der Versorgung mil Wasser uiw., etwa Mil ei» anderes, als das städliiche Werk nicht vordanden ist, daun must sie eben allen Anträgen a»i Lieserung entsprechen. Sie dars sie auch nicht verweigern, weil etwa der Antragsteller selbst eine Wasserleitung oder eine elektrische Krasistation hat. Wohin sollten sich z. B. die Bewohner der Stadt Ivcnden, wenn es der Stadt einfielc, zu erklären, dast sie ihnen kein Wasser mehr gebe. 1891 bat daS Ober- »erwaltungSgcricht eine Klage auf Lieferung von Gas abgewiesen, ober nur ans dem Gesichtspunkt, weil die Sag,' nicht zu seiner Zuständigkeit gehöre. Würde heute das Reichsgericht in kincr solchen Sache z» cuticheioe» haben/ so dürste wohl die Enticlieidling dahin ergehen, dast ein Anschlust an eine städtische Leitniig erzwungen iverden kann, denn die heutige wirtschaiilichc Lage ist derari, dast die Verwertung der modernen Kulturcrzeugnisse für ieden Betrieb vo» weitlra-geudster Bedeutung ist. Beim Wasser erscheint dies selbstverständlich. Das Gas, die Elektrizität sind mm ober fast genau so notwendig zur Erlaiigung des täglichen BroleS, wie cs des Wasser ist. Ein Unterschied kann hier nicht gemacht werden,
** Ernenn« na er», Ter Großherzog hat den Tirck- for der EleonorenschRc zu Darmstadt Tr, Albert Lucius zum Vortragenden Rat im Ministerium des Inner« ernannt mit dem Aintstitel , Oberschulrat": den Ministerialrevisor Karl Bernhard zum Ministerialbuchhaltcr bei den Ministe- ricn des Innern und der Justiz, die F-iiianzaivirantcn Georg Lamp und Georg Fco in Darmstadt zu Oberrechniiiigs- probatoreti bei der 2, Justisitatiirabteilniig der Lberrcch- nungslammer mit dem Amtstitel „Oberrechnungsrevisor", Der Grosthcrzog hat den Buchhalter bei der Hcinptstaats
Schönen gegenüber war, las die Dichtungen aus Ibsens erster Periode mit Eifer und wurde zum cuidusiastischen Fürsprecher des Skandinaviers! besonders die „Kronprätendenten" und „Nordische Heerfahrt" wirkten sehr stark aus ihn. Ibsen, der überhauvt nicht viel von Dichlerkollegcu las, bcichäiligte sich ebensalls ziemlich eingehend Mil dem Schasteu des neuen Freundes und schähtc HeyseS Drama „Eltriedc" io hoch, dal! er er nach Kopenhagen zur Auiiührung empfahl und sich sür eine Ucbersepung der Dichtung intercssicrle. Als daiin Ibsen sich den, niodcrncn Drama zuwandte und ;» dem schansichtigen Zergliederer der modernen Gesellschait wurde, den die innge Brlvcgung begeistert Nils den Schild hob, da gingen die Wege der beiden, die in München so srelindsäwsilicy miteinander verkch-r! batten. stillschweigend auseinander, H eiste äußerte sich über die neue Wendung in Ibsens Schassen liidit össcnilich. aber war er dabei eurpiand, gebt gns - einer Tageblichguizeichnung nach der Lekinrc der „Geivenstcr" licrvor, die Helene Rail in ihrem Hehse Buch inikgelcilt hat. Er las das Drama ,,iit einem Zuge", nannte es aber daiin „Ibsens schauerlichste Meistcrarbeit, höd,)t peinlich und abstoßend, die Fi giircn zivar trcsslich gezeichnet". Die beiden Dichter sabe» sich letzt selten noch, zumal Ibsen den Bocksitzuiigen im Hotel Aäuitz, Ivo mau sich vereinigt hatte, sernblieb. Seine Verehrung iiir Ibsen aber bat sich Hehse immer bewahrt, In Ibsens 60, Ge- burlsiag brachte er ihm persönlich seine Glückivniiichc dar und überreichte ihm Lorbecrzweige. An diesem Tage haben sich bcide zuni texten Male gesehen.
— Eine neue Stiftung R o ck c s c l l c r s. Ans Neiv Bor! wird berichtet: John D, Rockeieilcr (>at den, von ihm be gründclcii Rockcskllcr-Inftiiut für ärztliche Forschung eine weitere Stiftung von vier Millionen überwiesen, womit seine für diese Anstalt ausgesekien Schrntungei, 40 Millionen Marl erreichen, Mit diesen letzten 4 Millionen hat der Oellönig inr die Wissenschait lind sür Erzichungsziocchc nunniehr 720 Millionen Mark gestiftet Das Rocheieller-Inftitiit für ärztliche Forschung bcschräiilte seine Arbciien bisher aus die grundlegenden Probleme der Biologie und der menschlichen Kraiiklreiicii. Die neuen vier Millionen solle» dagegen zum Sliidium der Di er krank hciten diene». Vom ipirtschasilicheii Standvuiikt erbosit »ian von der neuen Schenkung großen Nüven: sie wird dazu beitragen, dei' j hrlichen Verlust des Nationalvermögens durch Seuchen in der Di rwclt zu vermindern. Die neue Abiellung der Anstalt soll in erster Linie der Ucberwachuiig und der ErtorsehiiNg senche» artig austretciider Tierkrankheilen^ dienen: welche Werte dabei aus dem Spiel,' stehen, zeigt die Schätzung amerikanischer Volks Ivirtichaftlcr, nach der im vergangenen Fahre allein im Nord westen der Vereinigte» Staaten durch das Auftreten der Schweiuc leuch' Werte von nahezu einer Viertclmilliardc vernichtet wor den sind.
Taffe Rechnungsrat Ferdinand Dv r m c f - unter »IcTTmtg des Charakters als Rechnnngsrat — »um ^ekret Oberbuchhalter bei dieser Kasse ernannt
.. 2 t e n e r p e r s o n a l i c n. Der <^oßner °g ba de Re
visionsinspettor bei dem Hailtchsteueramt Ossenbüch P M>pp Lohnes z» Ofsenbach in gleicher D.enMgenscha't a -ms
Hauptsteueranit Gicstc», den BcjlrkSk<lfs«asl>stcn
der Bezirlstassc Worms Emil' Ahlheim zu Eorms gleicher Dienste,genschaft mit Wirrung voin , n • an die BezirkSkasse Mainz I venctzt und den VaupMcuer
amtsassistenten bei dem HautAitcueranit Dantistadt Konrao
^ r n li f T-annfbabt vmn 30. Miirz ds. AUM h
visiouskontroNeur bei dem gleichen .Hauptsteueramt ernann .
" Schulangelege»heile,t. Erledigt 'st «n- m»t
einer evangelischen Lchrcriu zu besetzende ^ehrerim i - au der Voltsschnle zu Alsfeld. —r» «n'irr
’** * Fuvalideuversicherung. Mehr als . ,0 Mtl.. Wochenbciträgc der Invalidenversicherung sind »m ^ahl' 1916 vereiiiuahnit ivvrden. lvenail betrug die ldesamtzai t der Wochenbciträgc 709610659. Welch euio Unmasse ton älebcarbri! hat da iibertvältigt werden müssen, che aue diese Marken fein sänberlich nnb ordnnngsgcmatz ttt_ Oie entsprechende,i QuittungSkarten untergebracht worden iiiiv. Und dabei ist die Kunst, die Invalidenmarken richtig einzn- kleben, gar nicht so leicht und einfach. Bor allein niilsseii sämtliche Marken alsbald nach dem TiiiNeben entwertet! werden. Beiin (5'litwerlen dürfen d-ie Marken nicht. unrcn.m-' lieh gemacht werden: insbesondere müssen der Geldwert, die LvhnNassc und der Raine der Versicherungsanstalt crncht- iich bleiben. Das Enttocrten muß nnt Dmte oder einem ähnlich sesthaltenden Farbstoff auf jeder cinzelue^n Aiarke handschriftlich oder durch Stempel erfolgen. Der s.ag dar, nur init Zahlen bezeichnet iverden, z, B, 2, 4, l4„ nicht etwa April I9l4, oder gar Entwertet am 2, April 1914, Biele Ärbeitqebei- waren bisher der Meinung, als Tag der Ent-> Wertung könne auch der Dag der Lohnzahlung bezeichnet werde». Das ist »ich! richtig. Als Tag der Entwertung muß der letzte Dag des Zeitraums angegeben werden, für den die Marke gilt. Dies ist immer der Sonntag, selbst bei Zwci-i liiid Dreizehiiwocheiimarke», sogar wenn eine Beschäftigung am Sonntag überhaupt nicht stattfindet oder die Beschäsli- gung während der Woche aufhört. Es ist dies dabei ganz gleichgültig, iva»n die Marlen verwendet oder entwertet werden. Aber auch hier gibt es eine Ausahme, Bei den Zusatzmarkcn für die freiwillige Zusatzverficherung muß der Tag vermerkt werden, au dem sie in die Quittungskarte eingeklebt werden.
" Die allgemeine hessische Bea uitcnsterbekassc hielt am Sonntag i» Mainz ihre diesjährige Hauptversammlung ab, in der »iitgeteilt ivurdc, daß der Kasse jetzt 35 verschiedene Bcamiciigriippcn mit 2182 Mitgliedern und einem Beiricb-kapital von etwa I 460 346 Mk. angehörcn. Im ocr- flosseiien Jahre sind sieben Persoiien gestorben, deren Angehörige ein Sterbegeld vo» ctiva 5560 B,k. ansbezahlt erhielten. Die Vergütungen des Sekretärs, dcS Rechners und des Revisors wurdcii auf 200 Mk,, 900 Mk, inid 300 Btk, erhöht. Die nächstjährige Hanplversanimlimg soll in Dar ruft a d t staltfinden. Die Dividende ist von 35°/ 0 nnf 38°/ 0 erhöht worden.
** B o n der K r i e g c r k a in c r a d s ch a s t H a s s i a. Die vaiiptversammlung der Hassia sindet in Verbindung mit der 40jährigen Festfeier ani 7. Juni iit Butzbach statt. Gleichzeitig begeht der Berbandsschristsührer Medizinalrat Tr. Vogt sein 40jährige» Jubiläum. Für die Hauptvcr-i sammlung stehen bedeutende Fragen zur Beratung. So soll ain 1. Oktober 1914 für den Verband eine eigene bicschästs- stellc mit einem Generalsekretär in Tarmstadt eingerichtet werden. Die Kosten betragen hierfür 3000 Mk. Ter Bezirk Mainz beabsichtigt 1915 in Mainz e in cn Bct c-> r a n e ii a p p c l l abzulwlie» und wünscht hierzu 3000 Mk. vom Bcrband. Das Präsidium beantragt 1915 einen K o r u- blumentag zum Besten der Veteranen abzuhalte». Ein Antrag des Rriegervereins Gimbsheim wünscht, das; d-r Preis für das Verbandsorgan „Hessischer Kamerad" rill- gemcii, ans 1.50 Mk. jährlich sestgesckt lverde. Ter Vors onschlag für 1914 schließt mit einer Einnahme nnd Aus-« gäbe von 88 185 Mk, Für Wohltätigkeitszwecke sind 26 573 Mark vorgesehen. Dieser Tage wurden als Konsirmanden-. Unterstützungen an Waisen und Halbwaisen nahezu IltOO Mk, verausgabt.
.** Stenographie, Der Bezirk Gießen des Hess.- Nassaiiischen (Main-Rhei»gaii)-Verbandes Gobclsbergerscher Stenographen, der vergangenes Jahr in Lich lagie, hält seinen dicsjähr. Frühjahrs-Bezirkstag am 3. Mai in Schotten ab.
. ** cknvindc l. Ter Frühling kommt, mit ihm erscheint auch gleichzeitig ivieder der mit alten löeigen Hans delnde Zigeuner, und wir möchten deshalb zur größten ?ors,cht raten. Gewöhnlich leitet der Zigeuner das Geschäft nit der Angabe ein, daß er in Geldverlegenheit wäre nnd nur aus diese», Grunde seine alte Geige,' ivclche scüon der Urgroßvater gespielt hatte, aus Rot verlausen müßte oder weiiii das nicht möglich ist. ivird es mit Umtausch aeaen Zuzahlung versuckit. Jedoch fast regelmäßig bekommt der Danichende inr seine Geige und die öfters nicht unbedcnz tonde^^uzahlung -ein schlechteres Inrsbument, als er qchabt ^kdauerlich ist es, das; es fo.qar Fabrikanten aibt, welche ,ur die Zigeimer besvndcre „alt imitierte" (beigen in ganz minderwertiger Onalitäi anfertigc» und mit salscl, eingeietzten Raiideiiilageii und nachgeahuitcn Rissen den Anschein erwecken, als waren sie ivunder »nie alt
"Verlosung. Die Stadt Grün der gbeabsich-
™ l rr bm S rS m rV’- €fbtobc1 ' dieses Jahres dort stattsindei, L^Eus'Markte eine Verlosung von Bich und landwiri- ,cha,tl,»e„ Geraten zu verbinde,,. Das Größt,. Mnistcriuin de-' d'mcrn hat die uachgesuchte Erlaubnis zur Veranstal- dieser Verlosung unter der Bedingung erteilt, daß bi« zu 4000 Lose zu I Mark das Stück ausgegeben werden dürfen nnd uiiiidcstens bO Prozent des Bruttoerlöses aus de», Ver- auie ocr ^ose zum Ankauf von Gcwinngegcnstäiiden zu v'r wenden und. Zngicick, wurde der Vertrieb der Lose in be„ .Kreisen Atsield, Gießen, Lauterbach und Schott.'» 'ge ötG
. "Zu r B e r u f s w a h I. Mit den, Verlassen der Schule begimil ,„r unsere Kinder die eigentliche Lernzeit HatTr b'^er.ge Unterrkcht sie dazu bcfähigh fiel, mit offe,wn T',"- f-- umzusehen, eigene Schlüsse zu z eben und Entsckstus,- zu fassen, so sollen sie erst jetzt mi Grund bf-j viel eicht für das ganze Leben wickstiqste» Eulschlusse« d?^ -u lerne» beginnen, was sie fähig mache,, wird, einst a,... Erwacki ene „ch 'hron Platz in, Leben und in, Kam« um die Eristenz zu „cpern, L a ß d e i n e n I u n q e u d a « werden, wozu er Lust und Liebe zeigt' Das ist noch imn.er die einzige Richtschnur, die den Entschluß der Eltern bestimmen sollte. Erziehe deinen Jimqei, zu der Er- am",!»'?' J ll -T i>ei: ciceiheit der Selbstb'estiminung die Pflicht treuen Ausharrrns liegt, Eltern ,'oivohl ivic Kindern wird hierdurch manche traurige Erfahnlng erspart bleiben.
** Postf v r »> ulare. Die Zahlkiiitensoi innlare für Ein» zalilnnqcn int Postscheckverkchr können vom 1, Juli ab auch von der Privatindnilrie hergestellt ioerücn. Ten Druckereien wird icdoch enipsohien, hiermit vorlänstg noch nicht zu beginnen, da eine Aende inun des ichigen Formulars bevontehl. 'Auch die braunen Naä, nahinelarten und Nachnahme-Posipakeladreiien mit anhängende, Postanweiinng oder Zählkarte, die schon jcpi von der Privai ivdnstrie hergestclll werden dürfen, werde» geändert Iverden. Bon der Herstellung oder Beschasiung größerer Vorräte an solchen Formularen ist daher zweckmäßig abzuschen Tic Postvirwaltung wird demnächst Musteriormnlarc herniiSgebcn, die alsdann von den Postscheckämtern und Postanstalten bezogen werden können.
" Kouknrsc in Hesse», lieber das Vermögen des vciniich
Michel in Etc in de rg ist an, 3. April 1914 das kloiikiirs- verlahrcn eröffnet. Ter Geineinderechner Anguil Flach z„ Wenings wird zuni Konkursverwallcr ernannt. Könknrsiordcrungen sind bis zum 24, April 1914 bei den, Amtsgerichte Lrtenberg an- zunieldcn. — Tas KonkurSveriahren über de» Nachlaß des Karl Philivv Jakob B c cl c r von G o n l c n l, e i n> Ivird nach erlolqter Abhattnng des LchlnhlerniinS Niligeboben. — In dem Konkurs, versahren über das Vermögen des Kansmanns Jakob Inkob- i o I) u i» Dar »> st a d t Ivird an Stelle des verstorbenen Kann inanns Ernst Wolg der Kaiilmann Heinrich H i l Z ü o r s in Darmstadt zum Konknrsvcrwglier bestellt
Landkreis Gießen.
Z' Lich, 6, April. Viele Landwirte haben bcträcht-, lichen Schaden dadurch erlitte», daß der Wiiitcrwcizen ausgewintert ist. Große Fläche» mußten daher umgcackert mid mit Sommerweizen oder Hafer ueubeste-llt werden. So sind von einem Besitzer allein über ICH) Morgen Winterfrucht niugepslügt worden.
l. Mainzlar, 5. April, linier Leitung des Kreisobstban- leckiiikeis Hebe rer lonrde IN den beiden letzten Woche» in der hiesigen Gemarkimg ei» V o g c l s ch n i, g c h e g c angelegt. Das 1080 gm grobe ölelände ist von der Gemeinde Iinentgclilich zur Versngnng gesieNt worden,
Kreis Alsfeld.
di. Aus dem Kreise Alsfeld, 6. April. Durch die häufige nasse Witterung der lctztcu Zeit hört inan überall Klage über den schlechten Geiundheitszustaud. Besonders viel tritt anscheinend die Lungenentzündung und Influenza aus. Auch die Blinddarmentzündnng ist in jedem Dorsc mehrmals anzutressen.
Kreis Lautcrbach,
ge. Aus dem östlichen Logclsbcrg, 6. April, Seit heute herrscht hier heftiges gicgcnwctter und Hagcl- schlag, das viel Schaden angcricktct hat. Die Birnblütcn, die unmittelbar vor den, Aufbrcchen waren, iind vielfach vernichtet worden. Winterspinat und -Salat haben schwer gelitten und die ersten Frühjahrsaussaaten in den Hausgärten dürsten verloren sein. Auf den, Felde Irat der Klee und das Wintcrgetreidc sehr viel Schaden gelitten.
Kreis Frievbcrg.
Ij. Friedberg, 6. 'April. Der neue Gütcr- bahnhof mit allen Gebäuden ist jetzt vollständig fertig und eit einige» Tagen dem Verkehr übergeben. Ter alte Bahnhof st geschlossen.
r. Bad Rauhe im, 0. 'April. I» Rödgen hatten die l l und 4 Jahre alten Knaben des Arbeiters Kern eine Floberlbüchse gesunden. Der älteste Ktiabe lud diese mit einer KUgcl, die er de», Anzug eines Arbeiters entnoiunien hatte, und schoß seine», jüngeren Bruder in den Kopf. Das Kind wurde jchzvcr verletzt i» da« Friedberger Krankenhaus verbracht.
Starkcnburg und Nhcinhcssen.
m. Osfcubach, 7, April. Der Weichensteller Burkhardt und der Schrankenlvärtcr H erzog, die das Eise n- b a h n u „ g l ü ck i», September v. I. an der Sprendlinger Landstraße verschuldet haben sülltcn, waren bckanntlick, tvcgcn fahrlässiger Tötung — bei dem llngllick wurden zwei Mensche» getötet — von der Straskcunmer zu einem Monat Gefängnis verurteilt worden. Diese Frcihertsstrase ist jetzt im Gnadenwege in eine Geldstrafe von 150 Mt. um- gewandelt worden, wohl im Hinblick darauf, daß die beiden Verurteilten lediglich Opfer der völlig unhaltbaren Ossen- bachcr Eisenbahnverhültnisse sind,
ch, Geisenheim, 6. April, Für den hiesigen Bür- gcrmeisterpostc» hatten sich nicht weniger als 227 Bewerber gcnicldet. Von diesen sind nur 8 in die cnZere Wahl gekommen,
— Al ai „ z, G. April, In, Mainzer K r e ,» a t o r i» m liaben in, J. Dielt Hahr 1914 85 Einäscherungen stnltgesimdc».
linier den Eingeäscherte» waren öö männliche und 30 weibliche Personen.
Kreis Wetzlar,
w, Wetzlar, 6, April, In Greifen stein brach l culc G r o ß f e u e r aus. dem bis Mittag zwölf Häuser zum Opfer sielen, Be, dem herrschenden Sturme ist de» ganze Ort gefährdet,
Hessen-Nassau,
o R o d l> c l >„ n. d. Bieber, 6. April, ülm Sonntag wurde daS zclnitc llnlerrichtsialir »»lerer (bewerbefchiile neichlossen, welche im letzten Halbsalir 41 Schüler zälilic. Dem Ortsvercin aebvrcn jetzt 48 Glewerbclreibende an. — 'Ans den, Ratliansc er- solgle in rer Krankenkasse die Geschnilsübergabc an den ncn» gewählten Rechner L. Paul.
Gerichtes«, crl.
A! ü n ch c n, 6. ktvril. Ein ganze v M agistrat zuHast- st r a sei, verurteilt. Wegen schwererBcleidiguiiz einer Lehrerin ist der ganze Alagistrat von P a r t e II k I r ch e II von der Münchener Slraikainmer als Berustnigsinsta»! zu Hailstraicn uernrlcilt worden. Der Bürgermeister erhielt drei Tage Halt, die übrigen Magistrats- Mitglieder je zwei Tgge. Der Slreit war ii», die Lienstwohiinng der Lehrerin cnlstanden.
Sport.
— Fußball, Ergebnis von, Sonntag: Dciilschlaud gegen Holland 4:4 „»enlschieden. Kassel F. P, gegen Alünster verlor Kalicl 2:1, Svtelv, Duisburg gegen Köln B. E. miemlchiiSen I : I
— Wett fechten u nt_b i e B! elsterschast deS M i t- t c l r he i ii k r e i s cS. Tie Schlustkäinise im ManiischgsteMeit'cch- tcn um die Mcisterschait im zweiien Bezirk des Mittelrhern- kreiies wurde» am sainStag abend in der Turnlrallc de? Osten- bachcr Turnvereins zum ^ Austrag gebracht, die bei einer zahlreiche,, Zuichauermengc einen recht interessanleii und ipaniienden Verlaus nahmen. Tie Schlußkäinpse brachlen für die O i i c II - b a ch e r^Tiirnersechter 1t Siege, während die Franklnrtci: nur ,< ^iege ans sich bereinigen konnten. Rach dem Gcsgml- crgcbnis hatte Frankiurt 31 Siege lind Oiienbach 36 Siege, da -
wiint die Bezirksmeistcrschait errang.
~ ‘,r f ‘J bekannte Recht-Historiker und Acltestc der Berliner
ei-a! Wirkliche Geheime Rat Prof, Dr, „ir, et phil,
s "in,’i v r ”’ l . n ,er, Mitglied des Herrenhauses, begeht am 8- April die oy,ahrige Doktorjubelfeier,
bekleideten^ mit den, Titel und Rang eines o, Proseisors tbem -z^-w, „ - Protenor an der Universität München Dr.
1 idieit ^roW 1 -w-k. 111 h "i nnt '-' ctatsmästigen ordent-
'__rninn^ lr ^"dastotzt! nnd Katechetik übertragen worden.
der iiinim ri Jf'i' ^ r0 >- Vr. Friv Schwangart. Lester der »oologiichen Abteilung an.der Kgl. Vcriuil»sanst-lt iüc Wein-


