imb ObKxm in Neustadt » v u»L Pr<oatö«»ent au Tramschen Lochschule ,u .Karlsruhe. »um ordenilicho» Professor der Zoolog,c an der Slfll. süchs JotltofflDi'imc zu Tharandt als Rarvlolger von Prof. St. Eschcrick».
Luftschisfahrt.
Hirth leicht verunglückt.
Marseille, 6. Avril. Als der Flieger Hirt h heute früh Oi, Uhr bei Tainaris landen wollte, schlug der Apparat uin. Hirth und sein Passagier blieben unverletzi. Aach den notwendigen Reparaturen steigt der Flieger wieder auf.
lieber Kinds Mißgeschick wird der „B. Z." bericht«: Nach dem so brillant durchgciührten ersten Teil seines Flages nach Monaco, der die l l00 Kilometer lange Strecke von Gollu» »ach IMarseille umfaßt, ist Helmut Hirth aut dem zweiten Teil seines Fluges, der 200 Kilometer langen Route Marseille Monaco von einem bedauerlichen llnjall bctrossen worden, der weder von der Qualität des Flugzeuges noch der Fähigkeit de- Piloten abhängig war. Das Wasserflugzeug, das Hirth von Marseille aus benutzte, geriet in der Tamarisbucht in ein Fischernetz und schlug UNI. Hirth hatte in der 47 Kilometer von Marseille cutsernten Bucht von Tamaris, dem Hasen von Toulon, eine Zwischenlandung ausgeführt: als er dann wieder starten toollle, geriet der AlbatroSdoppeldeckcr in ein über Wasser nicht sichtbares Fischerneß. Hirth und sein Passagier wurden in die Jec geschleudert. Glücklicherweise befand sich eine Fischerbarke in der Nähe, die sofort hcrbeieiltc und die Verunglückten auinahni. Beide liatten einige Schrammen erlitten. Man brachte sie in das Hotel Just, wo sie vervslegt werden. Der Apparat ist schwer beschädigt. Es isr nackt nicht sicher, ob Hirth nach Erledigung der notigen Reparaturen wciterflicgcn oder ansgebcn wird.
Berlin, 7. April. 120 Kinobesißcr wollen den Ertrag ihrer Theateriuslitnle an> 7. Mai dein HaiiptauZschuß iür Lnslsahrl zur Vcrsügnng stellen,
Berlin, 7. Avril. Ans der gestrigen Tagung des Berliner Vereins für Lnltschiffahrl ivurde nach emeui Vortrag des Vorsitzenden Geheimrats Dl i c t h e über den F a t l Berliner ei» Antrag Tr. Korn angenoinnie,,, in einem Telegramm um ein Ein- greiien zngunfte» einer alsbaldige» Freilassung der denlschcn Lillt- schiffcr zu bitten.
Kopenhagen, 7. April. Tic gestern in einem deutschen Ballon aui der Insel Camsö gelandeten bi ei deutsche» Luil'ahrer wurde» nach ihrer Landung eineilt polizeiliehei, Verhör »»terzoge». Sie erklärten, daß sie am Sonntag vormittag 10'/. Uhr in Eutin nulgestiegen seien, um über Flensburg zu fliegen. Unterivegs habe der Wind jedoch eine andere Richtung genommen, so dass sie nach Camsö verschlagen wurde». Tie drei dculschen L»stfnbrer sind Hanptinann Freiherr v. H a I» Ni erst e i n , Leutnant Müller »nd Echnlinsveklor Harder. Alle drei Herren sind aus Lübeck. Ter Ballon beißt auch „Lübeck" >md gebärt einem vrivaten Lillt- ial,rtve>em. Tie drei dentschen Herren sind heute mit dem Damvler nach Aarbus abgeiabrcn, um dort den Ballon auszubesser», ivorans sie die Rückfahrt nach Eutin antrete» ivolle».
Lin kleines Zabern in Tiro!.
Aus B r ii n ii e cf wird gemeldet: Hauptmauu Ritter vo» Dittmanu vom ;;G. Jnf.-Rgt. in Brunneck befand sich in der vergangeueii Nacht mit fünf Herren einer Jagdgesellschaft iin Gasthos „Zum weißen Lamm", später im Weinkeller der Weinhandlung Meyer. Als der Offizier den Keller verlassen wollte, fand er die Mir verschlossen. Als diese nicht sofort geöffnet wurde, geriet der Offizier in große Aufregung, schrie und zog den Säbel. Als dann die Tür geöffnet wurde, holte der Hanptmann ans der .Kaserne einige Mann herbei, welche dann mehrere Herren auf seinen Befehl verhafteten und in die Kaserne brachten. Es trifft jedoch nicht zu, daß die Herren, wie hier verlautet, mit scharf geladenem Gc- tvehr bedroht worden seien. Soweit sich die Angelegenheit, loclche von dem Kommando des 14. Korps bestätigt lvird, iibersehen läßt, handelte der Urheber des bedauerlichen Vorfalls in einem Zustand völliger Sinnesverwirrung. Von zuständiger Seite ist sofort alles nötige cingclcitet, uni den Sachverhalt klar zu stellen.
Auf Sen Spuren der mexikanischen UedeUen.
Ter bekannte italienische Korrespondent Luigi Barzini hat in diesen Tagen von der Stadt Mexiko aus eine Reise in die nördlichen Landteile, die Stätte der gegenwärtigen Revoliilionskämpsc, nnternomme» und schildert in einem Kaboltelegranim feine Beobachtungen, die gerade jetzt, da in jenen Gebieten unparteiische europäische Berrcksterstatter schlcn, von besonderem Interesse sind. Huertas Truvpcn haben in den letzten Tagen eine Reihe wichtiger militäriscl/er Erfolge errungen, durch die sic zur Zeit die Revolution Niederhalten können. Ende November belagerten die Revollltivnäre Tampico, hielten Torreon. bedrohten St. Luis und hatten alle Verkehrswege zur amerifailischcn Grenze ver- sverrt. Heute sind gewaltige Landsircckcn Eoahuilos und Rueoo »Leons wieder erobert, die Bahnen wieder ausgebcisert und so bewacht, daß über Larcdo und den Eagle-Pah der Verkeim noch durchaus normal aufrecht erhalten wird. Torreo» ist zum Hauvt- stutzvimkt der Regierungstruppen geniacht, eine Reihe erfolg- verbeißendcr Osscnsivbcwkgungcn find in Vorbereitung. Am interessantesten aber ist die Wandlung der öffentlichen Meinung, in den revolutionären Nordprobinzcn. „Tie Bevölkerung deS Nordens 'war vor sechs Monaten int allgemeinen Huerta »kindlich gesinnt. Nun ist das anders. Die grausamen Ausschreitungen der Revolutionäre haben das bcwirlt. Wohin die Revolution auch kam, sie sengte, plünderte und mordete. Nicht nur, daß die Zeitungsberichte über die begangenen Scheußlichkeiten nicht übertrieben sind: wenn man die betroffenen Stätten gesehen bat. weiß man, daß nicht ein Zehntel der Wahr bei. belannt geworden ist! Von St. Luis aus bietet das ganze Land einen Anblick wüstester Zerstörung, Verderben und Tod grinsen ‘ einem überall entgegen. Tatsache li't, daß die Revolution, infolge des brutalen und wilden Charakters ihrer Kämpfer, zu blutigen» Ränbertum und blinder Zerstörungswut degeneriert in. Ganze Stadibeoölkerungen find ihres Eigentums beraube und leben in schlimmster Armut; angesehene Damen Chihuahuas sind nach El Paso geflüchtet I»nd ernähren »sch als Wäscherinnen, da Villa alles Privateigentum an sich reißt. Tic besten Besitzungen der Stadt und der Umgebung hat er für sein Eigentum erklärt und die Besitzer nach Möglichkeit nmbringen lassen, um alle Umstäudlichkeitcu zu sparen." Barzini hat aus unbedingt zuverlässiger Onelle genauere Einzelheiten darüber cr- sadrcn, 'wie Bcilton ermordet »o u r d e. „Es »var dieselbe Geschichte Benton kam. unbewasfnet, zu Villa, um zu fragen, in Ivelcher Weise Villa ihn für das gestohlene Vieh entschädigen wolle. „Ich lgtbe nichts von Ihnen geüohlen," sagte Villa. „Sie nickt, aber Ihre Leute." „Ich kann für Tic nichts tun," schrie Villa und brach in wüste Beschimpfungen aus, „hinaus mit Ihnen!" Vollkommen ruhig erwiderte Benton: "Ich bin briniäwr Bürger, tvenn Sie mir nicht Gereckitigkeit ge ben, werde ich inick an die Behörden »»eines Landes wende» " Daun wandte er sich zur Tür. Als er au» der Schwelle stand, riß Billa seinen Revolver, zielte und schoß Benton in den Rücken. Sein Adjutant tat gleichzeitig dasselbe. Tor Engländer siel vornüber ans sein Gesicht — tot. Es ist ossenkundig," berichtet Barzini, „daß die amerikanische Regierung den wirkliche» Stand der Dinoe nickt kennt und nicht ahnt, in welchem Maße sie sich zum Mitschuldigen an diesen grausigen Verbrechen geaen die Menschlichkeit und die Zivilisation macht. Präsident Wilson sollte seine Verurteilung Huertas anibeben und lieber Pie Revolution nach ihren bestialischen Methoden und ihren ber- necht enden .Resultaten beurteilen.
vermifebtes.
, * Stürme. Im Thü ringer Wald hülfet heute
anhaltender, heftiger Sturm. In Blrrnkeckburg wurde ein leerer Lokomotivschuppen umgeivorseu und ein großer Schornstein »mgcstürzt, der in die Telcgrgplwu- »nd Fern- sprech-Starlstroindrähte siel und eine große Anzahl Leitungen, so »»ach Taalscld und Rudolstadt, zerstörte Erhebliche Sturmschäden »vurdcn in der Umgegend vo»i Eisfeld ange- richtct. In Kobnrg wurden Schlote umgeworsen nnd die oberen t'öeschosse einiger Anwesen .beschädigt. Aus anderen Orten loird ebenfalls von großen Schäden an Gebäuden und Bäumen berichtet. Auch int Vogclsbcrg hat der Sturm »lauchcrlei erchädc» angorichtcr. Seit Montag mittag loütct in Südbaycrn ein orkanartiger Sturm, der an verschiedenen Stellen Schaden anrickstete. In München »vurde ein Haus abgedeckt, wobei sechs Personen verletzt ivnrden. In Pass an ivurde ein 2.7 Meter hoher AussichtStur,» umgestürzt und zertrümmert.
* Konkurs Werthcini. Tic Gläubigcrversaiumluiiq der in Konkurs geratenen Wareiihaussirnia Wol» W c r t h c i m findet am Ii. Mai statt. Mit dcni Konkurs schließt das Passagekaushaus eine der letzte» Uuternchmungeii, die den Namen Wol» Werthcini trugen. Ten» „Lokalanzciger" zufolge dürflen bei dcr Turck,- sührung des Konkurses nur etwa 6 Prozent hcrauskoinmen. 1200 Angestellte des Passagelaushauses werden.stellungslos. Tie Zahl der Gläubiger soll 4000, die dcr gesamten Passive» 25 M > l - lioncn Mark betragen, denen au Aktive» nur 3Millionen gegenüber stehen.
* Nack» Hinterlassung einer T ch »l d c n! a st von 1 000 00 M a r k hat dcr Kettensabrikant Karl Wilhelm Müller in Pforzheim das Weite gesucht. Ter Psorzl>cimer Bankverein soll um .70000 Mk. geschädigt sei».
^ Bl utigeStr eilig leiten. Ans Saarbrücken 6. April, meldet ein Privat-Tclegr.: Der Gastwirt Spiel ni a n n in Menkcssel-Neudorf har in der vergangenen Nacht seinen Schwager Johann Kunzler im Slreit erschossen. Der Streit lvar infolge von Faniilienzwistigkcitcn entstanden. Di.' Frau des Wirtes soll von diesen östcrs mißhandelt worden sein und der Erschossene ergriff Partei für seine Schwester. Der Täter wurde verhaftet. - Aus Ludwigshafcn (Rheins, ii. April, meldet ein Privat-Telegr.: Drei Radfahrer, die aus dem Wege nach Rheingönheim waren, gerieten lurz vor dem Torf mit einem gewissen Johann Monskn, der mit einem Gewehr ausgerüstet war und offenbar wildern ging, in Streit, in dessen Verlauf Monskn einen der Radfahrer, den Arbeiter Georg W i t l e in e r aus Friesenheim, erschoß. Die Begleiter Willemers fielen nunmehr über Monsiy her und mißhandelten ihn so schivcr, daß er ins Krankenhaus übergeführt worden mußte.
* K c i n c P a s s i o n s s p i c l c i u O b e r a m »i e r g a u. Die „M. R. R." inelven aus Oberammergau: In eins» stark besuchten Gemeindeversammlung wurde die Frage der Ausführung von Passionsspielen im Jahre 1917 einstimmig abgelehnt, weit man in früheren Jahren (zuletzt 190.7) schlechte Erfahrungen gemacht habe, und hauptsächlich auch deshalb, »veil in den Jahren nach dein Tpieljahr der Fremdenverkehr sehr zurückqegangen sei.
•3m W ahnsin n. Ans P r a g , 6. Avril, meldet ein Priv.- Telkgr.: In B i r k e n b c r g bei Pribram erschlug dcr BciIarbeitcr S ch e r u c r in einem Wahnsinnsansall seinen elfjährigen Sohn »nd seine Fra» n»d berübte dann Selbstmord. Sein anivescnder zweiter Sohn verlor vor Schreck die Sprache. ^ 1
* Geschieden und verheiratet in einer Stunde. Aus London wird gemeldet: Gestern nnirbr die Mutter des Marincministcrs Winsto» Churchill von ihrem Ehemann Qi. Evrn ivallis W e st geschieden. Ein- Stunde »pater verheiratete sich dcr geschiedene Ehemann mit der Schauspielerin Patricia Eambell
^EinelFraui n Bi änncrklriduitg wurde in N e a p e l sestgcnommcn. Sie erklärte, sic habe die Verkleidung benutzt, um ihrem Gatten „ a chz u spü r c n , dcr mit ihrer minderjährigen Schwester dnrchgcbrannt war.
* Bruder m o rd. Aus Wadendvr f (Unterfranken) wird gemeldet: Der 62jährige Waldarbeiter Frie dma nn erschlug seinen nni drei Jahre älteren Bruder mit einem Beil. Der Täter wurde verhaftet.
••Ter Urheber d e s B o m b c n a n s ch l a g s im D eb r e ez i n er B i sch o s s pala st, Catarau, ist in der Umgebung von tlcsküb festgenominen worden. Das österreichisch-ungarische Konsulat hat die Gesandtschaft in Belgrad verständigt, um die zur Auslieferung nötigen Schritte einzuleiten. Tie Spur Cataraus wurde durch einen Brief gesunden, in deni er seinen Eltern mitteilte, er wolle sich zunächst ui Ueskiib aufhalten nnd sich später nach der Schweiz begeben.
* Meuterei im Gefängnis. Aus Cherson, 6. April, wird gemeldet: Während einer Durchsuchung der Arrestanten des Zuchthauses nbersielen die Sträflinge die Aufseher nnd verwundeten zwei. Bei der Unterdrückung der Meuterei wurden zwei Sträflinge von der Gefängniswache getötet und fünf verwundet.
kos. Englands Haltung 1864. Nach dem Einzug dcr Verbündeten, Preußen und Oesterreichcr, in Flensburg 1864 be- geui» das Ausland den Ereignissen in Schleswig-Holstein größere Aumierksamkeit uzuwcndcn. Besonder» Lord Palmerston creijertc sich über den „srevelhasten Krieg" und das englische Parlament bröckle eine Entrüstungs-Interpellation nach der anderen ein, so daß Bismarck, wie wir in den „Zeiten nnd Völkern" lesen, alle Hände voll zu tun haue, um eine Einmischung de-; Auslandes zu Verbindern: denn auch Navoleon machte Miene, sich näher nät der Schleswig-Holsteinischen Frage zu befassen. Besonders an maßend Ivurde England, als bei vcn Kämpfen um Düppel auch die Stadt Sondcrbnrg in Mitleidenschaft gezogen wurde, »veil in ihren Straßen dänische Batterien standen. Tao neidische England suhlte sich dadurch veranlaßt, wegen angeblicher Verletzung des Völkerrechts durch Lord Ruisel zu protestiere,I. Bismarck tat hier in seiner bcgrciilichcn Entrüstung und nach seinem eigenen Geständnis etwas, dos sonst im diplomatische» Verkehr nicht üblich ist: er zerriß die englische Rote und war! sie einiach in den Papierkorb. „Tenn dieses Land mit seinem Häuslein Linientruppen ist eine Großmacht, die sich nur durch fortwährendes tantenhaitcs Bc- vormmidcn einen gewissen lünstlichcn Einfluß geschassen l,«l. Man muß sie ans ihre reale Bedeutung »vicdee zurücksühren." Einer .-.weiten und dritten Note ging eö nickt anders, nnd Lord Rüssel batte dann die llnvcrirorenheii, aus eine Anfrage im englischen Parlament hin zu erklären, daß er „von Preußen völlig — befriedigende Erklärungen erhalten l»abe " Sv lgindelie damals das kleine Preußen unter dem großen Bismarck.
Klein» Cageschrdnik.
Wie das „Zabcrner Wochenblatt" von zuständiger Stelle erfährt, findet dcr Termin bctr. die EntscklädlgnngskiLge des Arbeiters Murer gegen den Leutnant Frhrn. v. Forstner am 28. April statt.
Der Inhaber der Firma Karl Frank in Wien stiftete zur Erbauung einer Filiale des Wilhelminenspitales für kranke Kinder drei Millionen Kronen soivie drei Bauerngüter.
In Vcsoul lOstsrankreichi ist ein junger Deutscher, namens Ä t r ft etter, hingerichtet worden, der einen Gutsbäckter ermordet hatte, weil ihm dieser die 5gand seiner Tochter verweigert hatte. _
vüchertisch.
— A r m e c - C i >lt c il u n g u ndOnarti c r^l i st e. Soeben erschien im Verlage von Karl Sicgismund, Kgl. Tkchs. Hosbuch» Handlung, Berlin SW.. Dcfiauer Straße 13, die neueste 'Ausgabe von Stccherts Armcc-Eintcilung und Quanicrlißc des deutschen
Rcichshccres und der Kaiserlichen Marine, nach dom Stande rom 1. Avril. Preis 80 Pi Tiefe seit 7.7 Jahren regelmäßig er- »chcinende Armeeliste enthält eine tabellarijcktc und sehr übersichtliche Zusanimcnstcllung aller Truppenteile der deutschen Armee mit namentlicher Angabe der Chefs (Inhaber!, Kominandcnrc und Standorte, sowie kurze Unisorni Beschreibungen nnd Abbildungen der Regimcnts-Nanienznge, ferner die Personalien der Kriegsmini stericn nnd höheren Militärbehörden, die Gcneralsläbc, Jnspcktio ne», Gouvernements nnd Koniniandanlnren, Erzichuiigs'- und Bit dungswescn, Berivattiingsbchördcn: ferner die Landwehr und Ter ritorial-Bezirke: ein Verzeichnis sämtlicher Truppcmeilc nach Was iengattung nnd Nnmnieriolgc nnd den alphabetischen Quartierstand: die Kommaiideurc dcr Bczirkskommandos: Platzmajors. Adjulaniei, dcr Kgl. Prinzen nnd denlichen Fürsten, sowie als wichtigste Rene rnng: die durch die HcereSvcrnichrung cingctretencn Trnppcnver Mehrungen, Stellen Nenbesetznngen nnd Standorte Veränderungen. Mit diesen Neuerungen ist die Steckzcrtsche Liste die vollständigste geworden und entsprich! allen an sie zu stellenden Änsorderungen. Tie Abteilung „Kaiserliche Marine" enthält die Personalien des ReichsmarinelAmlr, die Ober » omniaiiüos und Inspektionen, die Küftcn-Bezirke, Verwaltungsbehörden, Schntztrnpvcn für die Kolonien und eine genaue Liste Sr. Majestät Kricgsschisse nebst Deplacement, Pserdekrästen und Besatzungs-Etat. Für den praktischen l>»e brauch aller Behörden, Landraisämter, Polizei- und Gemeindever waltnngen, besonders für alle Beamten militärischer Bureaus, sowie für jeden Zeiiuiigslescr ist dieses altbewährte Ärmeeschema ein unentbehrliches Hilssiniltcl.
— Tonn Kellen, Lcl> rbn cb der k a u f »I ä n n t j ch e n Probaganda, im besonderen der Anzeige und Reklamekunst. Zweite verbesserte und veruiehne Anilaae. Preis gcb. 2,7,7 Mk. Verlag der Modernen kaufiirännischc» Bibliothek, G. in. b. H., Leipzig-R. Dieses Werk loar das erste, das schon vor einer Reib,' von Jahren dm deutschen Kaufmann in daS gei'amw Gebiet der Propaganda cinsührte. ES >»at vielen jüngeren und älteren Kam leihen große Dienste geleistet, weil cs sie über das Wesen der Re klamekunst unterrichtete und ihnen zugleich zahlreickw vraktfickw Winke erteilte. Der Verfasser bclianbclt daS Geschästsgedäude, seine Firmenschilder und seine Schaufenster, die Waren, ihre Am machung und ihre Preise, ferner die.Kunst deS VerkausenS und »war nicht bloß im Laden, sondern auch durä» Reisende und INI Ausland. Sehr eingehend ist der Abschnitt über das .Anzeigc- und Rcklamewcsen in Zeitungen nnd Zeitschriften.
Märkte.
Ff. ©ic86ftbcit. Diel,hol»Markt bcrlcht vom 8. April. Austrieb: Rinser e?7 lOehsen 70, Bullen 26, Kühe nnd Färse» 181», Kälber 7'ö, Echate 004, Schweine 1078.
Dlärktverlaus: Großvieh mitlcl, lieberftonb, Kälber, Schaie,
Schivciiic miltcl, geräunit.
Prelle iür 100 P>d. Lebend« Schlachi- MgewichtM
Ochs ei»
Poklslellchige, a»e-gemäs!e!e. höchsten Schlacht- inertes im Alter von 4—7 Jahren , . . .
Jimae. fleischige, nicht ansgemästele und ältere
autzgemäslete............
Mäßia genährte junge und gut gegenährte ältere ...........
Bullen,
Volltleiscblge, ausgew., höchsten Schtachlw. . .
Vollflelschige, jüngere..........
Färsen. Rn (je.
Povsleischige ausgeinästete Färsen höchsten
Echlachtwcrtes...........
Bollsteischig» ouSgemästete Kühe höchsten
Schlachtwerlcs dir zu 7 Jahren.....
Aeitere auSaemästete Kühe und wenig gut ent-
«vickeüe süngere Kühe.........44—48
Mäßig genährte Kühe und Färsen ...
Gering genährte Kühe uno Färsen. . .
Kälber.
Feinste Mastkälber........... 67—i
Mittlere Mast- „nd beste Saugkälber. .
Geringere Plast- und gute Saugkälber
Geringe Saugkälber..........51'
Echake.
Weidemasischafe:
Mastlämmer und Masthamniel .... 4L,öl Schweine- Üotlflcischtge Schweine von 80—100 hg Lebendgewicht ..............
Vollsteischigc Echweius unter 80 üx Lebendgewicht Bollflcischigo Schweine von 100—120 kg Lebendgewicht ............. 47-48'/,
Bollflellchige Schweine von 120—1ö0 kg Lebend
gewicht........... .
Fetlschweme über 150 lt» Lebendgeivicht
Wctteroussichlen in .Hessen am Mittwoch, den 8. Avril 1914: Uubenändiq, meist trüo und wolkig, zeilweise stiegcusälle, elwns kühler, iveslliche Winde.
Mk.
50-53
Mk.
85—93
49—52
85—92
78—85
43-48
39—42
73—78
63-71
49-52
85—93
39—43
74-80
44—48
34—38
30—34
fff
67—69
62—66
58—62
51—56
110—115
104—110
06—103
86-94
1-47.00
84—96
47-48 •/, 46-49
60-62
59-61
47-48'/,
60-62
46-47
44-45'/,
58 —59
Lrtztc rract-richtcn.
Eine polizeiliche f «ßn n h m e in Kön! gsberst.
Königsberg i. Pr., 7. April. Eine hier von sozinl- demokratischcr Seite veranstaltete Schulentlassiiiigsfeier wurde von der Polizei für politisch erklärt und geschlossen. Bei dieser Gelegenheit wurde der Sozialdemokrat K r ii fl c r verhaftet, dann jedoch »viedcr freigclasscn.
Ein Nachspiel zum SpiviiagesallRcdl.
Prag, 7. April. Der Nachlaß des Spions 3tcdl, der iw. Dezember zur Versteigerung gekommen »var. »vird jetzt zum Teil durch die Polizei von den Käufern zuriickverlangt, damit die Gegenistäudc dem Kricgsministerium süi die llntersuchiing in dcr Assäre Redl zur Verfügung gestellt werden können.
Der Kurdische A n f st a n d.
Konstant in oo p cl, 7. April. Das Ministerium des Innern vcrössentlickit ihm zugcgangcnc Telegramme k „ r d i - sch e r N o t a b c l n ans den Bezirken Kid hi und Hakkiari, worin die Bewegung IN Bitlis heilig geladel! wird, die in dem Angcnbück entstanden sei, als die Regierung sich mit Fragen be- schäiiigte, von denen das Schicksal des Reiches abhänge. In den Telegrammen wird die Regierung in ihren Rcpreiiivmastnahmen ermutigt nnd die Bereitwilligkeit ansgcdrückt, dcr Regierung Bei stand zu leisten.
Konstantinopel, 7. April. Offiziell wird gemeldet: Ter Divisionskommandant von M n i ck> ist heute mit Infanterie nnd Artillerie nnd Matrose» in Bitlis eingctrossen. Ter Kurdenckies Mola Selim weilt mit seinen zwei Anhängern „och immer im Konst,latsgebände, wo noch 30 andere Personen Zuflucht gcsuckn haben. 10 von ihnen versuchten zu flüchte», wurden aber scstge- Iiommen. In den Kämpfen wurden 22 Personen, darunter zwei Christen, verwundet oder getötet nnd zwar wurden von der Zivilbevölkerung zwei Muselmanen, darunter eine Frau, getötet. Tie Türken batten 6 Tote und l 1 Verwundete. Außerdem wurden zwei Gendarnien getötet nnd einer verwundet. Die Behörden ver hasteten 42 Personen, die an der Bewegung beteiligt waren. Tic Kurden hatten in den Kamvfen 170 Verwundete nnd vier Tote. In dcr Stadt ist wieder Ruhe cingctreten.
k HaaLrrrdlcih.
reinigt. Kräftigt und erffrifcht x '%% «2as Haar und die Kopf Kaut.
. \ FUfcSie zu 2 M. für mehrere a-,
Wochen ausreldiend.


