Ausgabe 
3.4.1914
 
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fernem wiui ix, '.tprtl <uu 1 i manchmal ein gar Mttcclitfers ("f ficht macht ei ijt dach rin schütter Monat ®4 ift der Monat de? gslgemernen Äuslüftens, de» Großreinemachens der Natur, »>o iie ixn Wenter gründlich au&trfert. lind mag'-? auch noch w berb üü einen. mag selbst einmal em bleicher Zchnersttleier nach einmal die junge Natur zudecken: letzt wird's dockt ichöner »nt tedent Lag, wie der dichter unflk Tie ausinlltgste Erscheinung IN der Pstanzrnwelt ist'die Betäubung der Bäume Die winterlich braunen Lanbknotpen bekonnnen ans einmal belle Ringe, sie schwelten an und wickeln sich dann auseinander^ die zarten Blatt chen der Früfelingsionne entgegenskreckend Ztachelbeerltraucher und Jobanntc-beeren iind gewühnttck besondere- unnuilsift -rer Hollunder legt ziemlich trüb sein Lanbkleid an, Birken, Fliemtr, Vogelbeere und Hagedorn folgen ihm : auch die groben decken snosven der Kastanie brechen aus, und an ibnen kann man br sonders schön sehen, wie die Plätter zuerst herabhängen, la dal! die starken Sonnenstrahlen ilmen nichts an haben können, mit 'ich erst, wenn sic stärker und kräftiger geworden iind, auszuricktten und ihre bolle Fläche wie eine ossene Hand dem Lickte entgegen- znhalteu. Auch die Nadelhölzer beginnen mit dem Farbemim schlag ihrer Blätter, -und nur die Eichen nnd Linden unter den einheimischen und die Robinien I Akazien und Platanen unter evit ausländischen Bäumen sind mit ihrem grünen Friihlmgs- lleidc noch weiter»zurück, (»legen Ende des Monats tauchen auch an einzelnen Bäumen, die keine Kästchen tragen, die Blüten aus, nnd die weine und rosige Pracht der Obstbanmblüte beginnt. Mit dem raschen Fortschritte der Pilanzenivelt nimmt das Tier leben in Wald, Hain und Feld in ausfälliger Weise zu. Tic letten Winterschlaicr nehmen ihr gewöhnlicktes (leben wieder aul. Vor allem aber wendet tickt die grobe Schar der Zugvögel nach Morden: die nordischen Wintergäste verlassen uns und dafür kom tuen aus den toormeit ('andern unsere Frühlings nnd Sommer Vögel znrixl. Der Kiebitz ist schon ileißrg beim Eierlegen, nnd während er mit Brüten beginnt, kommen die Schlvalben. (Gras­mücken und andere Sänger, der Kuckuck kommt und mit ihn, des ..Kuckucks »düster", toic der Wiedekops genannt wird, imd für die >7uhnerüöael bricht die Zeit der Liebe aut Auerfeafene, Birkhähne und haselhätme balzen, und der Jäger benutzt die Gelegenheit, den liebestollen .Balm int Dämmerlicht anzuschleichen und zu schieben. Auch IN der Welt der niederen Tiere beginnt ein reges Leben. Wetve» und Bienen streichen summend umher, aut der Suche nackt dent Honig der inngen Blüten, eine gattze Reilx' von Schmetterlingen taucht auf, ttnd wenn das Wetter nicht^allzu lühl ist, erscheinen attch die Maikäier schon IN den letzten Tagen des Aprils.

Jo regt sich übttall neues Leben. Neues Leben bringt der Avril auch vielen mngeti Menschenkindern. Fsi das^ Ostersest vorüber, so sängt das neue Schuljahr an, und zu Tausenden Ivallen die kleinen Rekruten den Schulhäusern zu, die nun lange Jahre ihr tägliches Ziel sein werden. Wohl berrscht^in unseren kritischen Tagen so manches Mißtrauen gegen die Schule, und wahr ift's, die Schnlerziehnng des Kindes muh, wie eben alles an­dere Gute im Leben, auch mit manchem Loser bezahlt werden. Missen möchte darum doch niemand unsere Schule und ihre Lei stimgen, imd wir dürfen, wenn wir unsere Kinder der Schule an- verlranen, uns getrost sagen, dab wir sie den Ständen ernster, besonnener nnd wohlwollender Männer auvcrtranen. Glück ans, ihr kleinen Menschenblüten!

Ter April bringt Erlnuernngstage von inancherlei Art. Dar hundert Fahren, am ll. April, brach endlich der Stolz dr-s Imperators zusammen: i>ie Erinnerung an Napoleons Ab­dankung in Fontainebleau schließt die lange Reihe der vaterläudi scheu Erinnerungen an die Befreiungskriege 50 Jahre später, ntiefe an einem Apriliaqe, dent 18, tvor es, daß Düppel nackt langer schtvercr Belagcrung siel. eine Rnfemestot der prenßi sckten Watten, deren Kunde toic cm elektrischer rvchlag durch dir ganze Welt ging und eine neue Zeit verkündete. Der, der sic herausgctührt hat, ist auch ein Avrilkindt Bismarcks Geburtstag am l. April ist sür jeden Deutschen ein Gedenktag, zu dessen Feier es der bekannten dezimalen oder säkularen Anregung nickt erst bedari. Zur Frier rtnes anderen Groben vereinigt tickt in dietem Avril die -tanze Knlturmenschheit t das ist Shakespeare, dessen 350. GcbnrlS »der genauer t Taus, Tag am 26. Avril überall begangen tvetden wird. Nicht zuletzt in Deutschland, das sich mit England IN Shakespeare teilen zu dürfen glaubt, nird das das Gedächtnis des gräblen aller Tramaliker an diesem Tage durch zahlreiwe Festanisührungcn seiner Werke seien, nürd. Wer len mir schließlich auch noch einen Blick aul die Lebenden, so laitn der Berliner Philosoph Professor Riehl am 28, seine» 70. Geburtstag begehen. Heinz Tovole. früher einer von der Heer schar der jungen Naturalisten, tritt am l2. in das gemächliche fünfte Lcbensjahrzchnt und ebenso alt wird am 10. Avril Eugen d'Albert, der geniale Klavicrlünstler imd erfolgreiche Tonsctzec, der fick das Feuer der Jugend noch bis heute ungeschmälert er­hallen bat.

** ,,P erschürfte Bestimmungen für Sott» ir o l l ve rs a m in l n ng e n" sollen Berliner Blättern zu­folge erlassen morden sein. Hierzu bemerkt das Militär-l Wochenblatt: Es sind von militärischer Seite keine An­ordnungen getrosten worden, die ans eine Berschärsnn.q der über die Konti ollvrrsommlitngen bcstefeendett Bestimmun­gen abzielen. Die in der Zeitungsnotiz erwähnten Sttaf- nndrohnngkn beruhen auf der Wehrordnnng und heer- ordnung und den seil Fahr und Tag bestehenden gesrtz-, lickten Bestimmungen. Wenn einzelne Bezirkskommandos diese Bestimmeinigen erneut bekanntg.'geben halten, so ist dies nur im Interesse der Kontrollpslichtigen geschehen.

** Ter Bilder schmuck der neuen Wohnung. Zur Gemütlichkeit der neu bezogenen Wolmung trügt eine gute An ordnnng des Btlaerichmnckes bei. Allerdings ist es nicht leicht, die Bilder wirklich gut nnd praktiich am der zur Beringung stehenden Wand zu verteilen Tabei schadet ein Zuviel ebenso tote ein Zn wenig. Um eine gute Wirkung zu erzielen, beachte mmt folgende! Regeln t t.ian hänge nicht mehreve gleicharligr Bilder nebenein­ander. linker gletckxnttgen Bildern oerstelxn wir solche von unge­fähr gleicher Große, gleicher Form als da find Rechteck, Kreis, - "öl uiw. > oder gleichen Rabmen. Gegensätze sind stets von reine­rer und stärkerer Wirkung als ein unausgesprochenes Einerlei! Man tut deshalb gut, über oder neben einem Rechlecksbilde eint Et-albild, über ober neben einem Längssormat ein hochsorma! an- ,»bringen. In der Nabe eines Bildes, in dem das Grün über- Iviegt, itwrft ein Bild mit vielem Rot stärker und ichöner als ein gleichfalls grängestimmtes. Ebenso hängt man «if eine rote Tapete ei» grünes oder gelbes Bild, niemals ein rotes. «Gegensätze lind fe rner zu berücknchtigen in der- Größe und in rxi schiedenen Graden von Helligkeit und Dunkelheit. Eine zwecke haupiregel - Man hänge die Bilder nicht zu dicht. Jedes Bild muh Luit um sich, haben tick auswirkeu können. Die Wand dark niemals so belningt werden daß sie eigentlich nur noch Fugen zwisckzen den Bildern abgibt' Deshalb ist es bester, ein Bild lei für die BFarid zu Nein als zii groß. Ferner dürfen sich die Möbel und die Bilder- nicht gegen­seitig stören, sonst entsteht eine unruhige Wirkung IN dem Raume.

** Pavier, Früchte, Obstreste und sonstige Mrällr- svllte man nicht mri Bürgersteige und Straßen werten hierdurch loerden die Straßen verunreinigt und «»eßrhren sür die Passanten hervorgeruien, die durch Ansgleiten aus Obstresten und dergleickxn zu Falle kommen imd sich erheblich verletzen können. lTiehe amt Uche Bekanntmachung.)

** Die Po st verbin düng über Serbien. Tie Pöstverbtndniig über Serbien ist imederhergestettt

** Güterrechtsregister. Gütertrennung haben vereinbart: Lolzan» Karl Fink, Weißbmsernuüster zu Kl in Lin den, und dei,en Ehe trau Justine grb. Stamm. 'Bauunternehnter Heinrich Joseph scheibet zweiter und dessen Ehefrau Sophia Elisabetha geh. König zu O b e r-M ö rl eu. Errungen- s ch a s t s g e m e i n s ck>a i t hoben vereinbarl t Schreruermeister und «tzaftwirt Peter Foieph Fedler N7st> dessen Eheirau Julie Marie ged. Treml zu Ober-Mörlen.

*»- Grundstücks per kehr. Gadststtücke zu Büdingen, die aul den Namen der Ehristian Altmann, Weißbindrr und

dessen Eheirau Marie geh. Beckstold, eiugclrqge» warrw .tollen Donnerstag, den 28. Mai 1011. nacktmitlags l Ufer, tra -itzungs- inctl an Gcricküsnelle im Wege der Zwangsoollnrecknng versteigert werdet! - Das Ztvanqs versteigernnqsvertahren b«ugl»ckt »er int Grundbuch für L br r' FI ° r st a d t an, Kock, »nrl

nd Ellle ged Hetterich, dessen Ehelräu. cmgelragemn Grundstücke ist ausgehoben.

» lloukurjr in Hessen Heber den Nachlaß des Hos- tcktlotlernieisters «Seorg Friedrich Rahn zu Darm st ad t Ick am 11. März das Konti,rsoenahren -rössn-t worden da die lleber- schnldn», des NachlasieS dargetan ist. Rechtsanwalt Dr. Broch er zu Darms,ad, ist zum Konkursverwalter ernanot. Konkttrslorde- rtmgeir lind dis zum 20. April 1914 bei dem Gertchle anzum-lKn. In dem KonkrirSvcrsahren ober das Berotogeo des ..iichael herber! io Höchst i. Ldroiv. ist Schloßtermio am greitag, den 31, April Ibis, oachoiiltags 3 Uhr, vor dem Grolih. Rnitsgericbt höchst bestimnil worden - In dem Konkitrsver-iabren ober das Verm.geo des Wilhelm Büllner in Butzbach ist Bergleickto- lertntn ans Dienstag, den 7. April 1911, vormtllago 10 Mir, var dem (Brofil). Amtsgericht in Butzbach anberckum«. N>dein »on- lorse über- das Vermögen des Michael herb er k von ho ch l. t, loll die Schluüverteilnng crtolgeo. hierzu sind .txtz?» Mt, ver- feigbar. Zn berücksichtigen lind noch 246,12 Mk. bertorrechtrgt- gor- dcrimgen und 13 830,2» Mk. nichtbevorrecht'glc gorderunge». lieber- das Vermögen des Johann 2ldam Köhler tl ^and- und Gastwirt in Bürstadt, ist am 26, ällärz das Konknrsversahren eröffnet worden. Rechtsanivalt N o a ck in Lorsch nwrde znnr 5ton° kursverivalter ernannt. Kon^trsiorderungtn fnw bi£ juui 20. ,lptu 101 4 bei hem Gerichte cmrnmelden.

Landkreis Gießen.'

»u. Lich, l. April. In der Ge NI c i n de ra ts si tz u n e, am Dienstag tvnrde in geheimer Abstimminig der Kaufmann Ludwig Häuser von hier tust 8 von 11 Sitiumen zum Stadtrechuer an Stelle des »lnfong Februar diese? Jahres verstorbenen Stadtrechuer? Heinrich Zimmer XII. geivählt.

Kreis Büdingen.

(-( Gelnhaar. 31. März Die W a u d e r - h a u s- hal-tuiigsschule des Kreises Büdingen schloß gestern ihren siebenwöchrgen Kursus mit einer Prüfung. Der Kreis» rat, Geh. Regierungsrat Böckmauu, richtete an die Lehrerin Frl. L ist m a u u auerlcnncnde Worte, hierauf folgte ein gemütliches Beisammensein.

Kreis Alsfeld.

Alsfeld, 3. Llpril. An der Großh. L b c r r e a l s ch u l c zu Alsseld wurden nach dem Jahresbericht 1013 ll 282 Schüler, darunter eine Sckiülcri», von l7 Lehrern unterrichtet. ^Nack, dem Glaubensbekenntnis waren 241 Schüler evangelisch, 7 rünntch- kalbolitckt und 32 israelilisch, nach dem Wohnsitz der Eltrrn stamm­ten 16:! ans Alsfeld, 90 ans anderen hessischen Orten, 21 aus nichthessischen Orten in Deutschland. Tie Reiseprüsnng bestanden >0 Schüler, dir wissenschaitliche Bekähigung znm einjährig freiwil­ligen Dienst erwarben im herbst 1013 drei, zu Ostern 1914 snns- zwanzig Schüler. In der ftädlislbeii höheren Bürger« ,M ä d chc n -> S ch ul e zu Alsseld Helles sich die Zahl der stflii- lerinnen im letzten Schulsahre auf 0l, von denen 83 evangelisch, 3 römisch-katholisch und .5 israelitisch waren und 80 Alsseld, 9 an­deren hessischen Orlen, 2 nichthcnischcn Orten entsiammtrn. Im Vorjahre war die Schülerzahl 98. Außer drin Direktor unter­richteten süns Lehrer und sechs Lehrerinnen.

Kreis Schotten.

§ SFH o 11 c n , 2. April Tic hiesigen Metzger 'zählen für die Schweine das Pfutid Schlachtgewtcht sc noch Dualität 5658 Psg. Auch die Preise für Rinder und Schafe sind sehr gesunken.

§ Burkhards,*^. April. Bei der im'hilterswald" abgchaltencii Brennholzvcrsteigcrung wurden für Buchcuscheitfeolz l. Klasse 78 Mark, 'für Prügel 1. Klasse 56 Mark hurchschiiittlich bezahlt.

Kreis Friedberg.

P Bad-Nauheim, 2. April. Seit gestern Ist die E r n st - L u d w i g - § ch u l e "n staatliche Berlvaltung übet- gegangen. Sie ist nun eine Realschule, deren Lehrplan und '"erechttguiigen sie bereits seit ciutgen fahren hatte. Prof. Tr. Zimmer, der bisherige Rcklor, ist zum Direktor ec- uaunt worden. Dem sdeoeu erschienenen Jahresbericht zu­folge betrug die Schiilcrzahl im nbgelaiifencn Schuljahr 201 igegen 188 im Vorjahre), darunter 81 Schülerinnen Außer­dem Rektor wirkten an der Anstalt 9 ordentliche Lehrkräfle. Die Einjährigen-Prüfung bestanden im herbst 4 nnd im Frühjahr 7 Schüler In steter. Zunahme Ist in den 9 Jahren des Bestehens der '2cl)ule der Besuch von auuerhalb fee griffen, besonders gilt >v'rd die Obersekunda von atltzerhalb besucht, was durch den (riugsng der entsprechenden Aassc an den Realschulen zu Fr'edberg und Butzbach bedingt wird. 10 Schüler und Schülerinnen verlassen mit den, Zeugnis der Primareife zu Ostern die Anstalt. Nach dem Jahres­bericht wurde in dem Schuljahre zum ersten Mal« ein Ktirsns in Gabelsbergerscher Stenographie abgehalten, den Lehrer Oswald von der Stadtschule leitete.

f. Butzbach, 2. April, heute nachmittag wurde die Leiche des Kaufmanns' Ludwig M ater n * von Butzbach zur letzten Ruhe bestattet, der als Einjährig-Freiwilliger Tefden Jägern an dem Feldzug 1870 71 teilgenomme? hatte, Ter ftriegernerein marschierte unter Borantritt br-r Spiel heute des Infanterie Regiments Nr. 168 dem Leichenzug« voran. Soldaten des Jnfanterie-Btegtments Nr. >68 gab«,, die üblichen Ghrensalven ab. Medizinalrat Dr, Bogt, Vor­sitzender des Kriegervereins, legte für den Verein einen Kranz nieder nnd gedachte in kernigen Worten der Ver­dienste des Verstorbenen. Für den Evangelischen Arbeiter» bereit: legte Pfarrer Loos einen Kranz nieder und hielt ebenfalls eine Ansprache.

r. Reichelsheim, l. l'lpril. Am Dienstag fand an der hiesigen g c >v e r b l i ch c n Fortbildungsschule eine von Freunden der Schule stark besuchte «chlußscier statt. Die im letzten Schuljahre angeserttgten Zeichnungen und schriftlichen Arbeiten ivaren ausgestellt. Das neue Schuljahr beginnt Dienstag, den 21. April.

Starkenburg »na Rheinhrssen.

-out in |i u ü l ; »iyv 11, -*/ lv uiuuiw crunnitlE

vcr>a m mluna beschäitigle sich heute abend mit dem ftäbtiii -fe°tanjtftlafl für 1914, der mit einem Tesizit von 803 .llark ahschlrcßt. Zur Deckung des Fehlbetrags hatte der Ol burgcrmerster vorgescktlagen, neben einer Entnahme van 500 Wtort ajijbtm itäfetiidjet 1 Ausgleichstoitds und einer Ueöerweii von 7.-000 'Mark ans den Bctriebsmilleln der Stadtkaiie replichen 230000 Mark durch eine Erhöhung der Ö mombeftfuer auszubringe», nnd zwar sullle die Einkomn Nenrw von 128.4 Prozent ans 132,2 Proz., also 4,8 Pro-, die BermogensNener von 21,6 Pfennig sür je 100 Mk aul °> tfctenmg erhöht werden. Ter städtische. F i n a n z a u s s ckt n ff jebod) dem Plan einer abermaligen Steuererhöhung ni z u ge» t m m t, sondern in der heutigen Sitzung beantraal, nc einer wetteren Lleuermehreinnalmte von 70000 Mk. den gan dann noch verbleibenden Fcblbelrag von 660000 Mk. dem A gletchstonds zu entnehmen. Sämtliche Redner traten tn der Ä wrache kur den 'Antrag des Finali',anstchusses ein. E» tm darant dtnc,ewie,en, daß nach Entnahme der bczeichneten Sun jcki Ausgieichswnds noch immer zwei Millionen Mark verblei!

ö l ä iji n-q erklirrte fich ebenfalls ocm ^orichlaqe des <nnanzaus,chn,ies einverstanden und die $ famntlung belchloß dann auch demgemäß.

n. Roßdorf, 2 ?1prrl hier [tunt ganz uurrlvnrKt der Lehrer August Emmerich, der Obmann des Be­zirks Lchrervercins Ob e r- R a in stadt. Ter Verstorbene war cknßcrdem Vorstandsmitglied des VereinsLchrerheim Vogelsberg" und Mitglied des 'Aussichtsrats desFcurr- verstchcrungsverbandcS hessischer Lehrer". Fritlptr loar dcr Dahingeschiedene lange 'Jahre in E j ch o t l b r ü ck c >i als Lehrer tätig.

Kreis Wetzlar. -

Ä r o s d o r s, 2. April. Tie neurrrickstete Ge n d a- ni e r i e st a t i o n tvnrde durch Wachtmeister H. Heiners, bisher in Ransbach sUiiterwesterwald! besetzt Der Station sind die Orte Dorlar, Atzbach, Kinzenbach, Vetzberg, Glei­berg nnd Krvjdorf zugeteitt. Auch Wißmar bleibt nach Ivic bor Wohnsitz eines Gendarmen für die Bürgermeisterei Launsbach.

Braunsels, 2. April. Von den Räumlichkeiten des Schlosses tvcrden der Rittersaal und die Schloßtäpcll« erst vom l. Mai an gezeigt lvcrden.

Lattvwirtschaft.

L i ch, 3. tzlpril. Bis zun, Ende voriger Woche war insolge des schlechten Wetters noch kein Acker in unterer Getnarknng aus­gestellt, während sonst um diese Zeit die Frühjahrssaat schon beendet tvar. Umso etlrtnlicher ist der Fortschritt, den die Fcld- orbcrten aber nun in dieser Woche noch genommen haben. Tic Landwirte nnycn die günstige Witterung so fleißig aus, daß bis zum Anfang nächster Woche die meiste Frucht gesät sein wiro.

h Bo in oberen Vogels berge, 2. April. Jnjolgc der in diesem Winter außerordentlich lange liegen geblie­benen hohen Schneedecke ist das junge Korn auf den Aeckern fast gänzlich verfault. Von 5 Morgen Kornsaat müssen dnrchschnittlick» 4 Morgen neu bestellt werden.

tu. Leipzig, 2. Avril heute vormittag begann vor dem vereinigten zweiten nnd dritten Sttaklcnal des Reichsgerichts der Spionage Prozeß gegen den Fabiikatbeilcr Jakob Strub, den Schweizer Bürger Monteur Otto Keller aus Burgfelden 'Elsaß, und den Arbeiter Georg Walter aus Frted- rtchsteld tBaden, alle zuletzt in Basel wolmhosl. Gegen den 2ln- gellaglcn Keller wurde tvegcn Beirats militärischer Geheim­nisse in Tateinheit mit schwerem Diebstahl und wegen veriuchten Verrats militärischer Gelieimnin'e ans acht Jahre Zuchthaus, gegen Strub wegen der gleichen Verbrechen aal sechs Jahre Jnchl- daus, gegen Walter wegen Verrats in Tatcinbeit mit t'chwc- rem Diebstahl auf sechs Jahre Zuchthaus nnd außerdem gegen alle ans zehntährigen Ehrverltnt nnd Stellung unter Polizeiam- tidrt erkannt. Keller und Strub wurden sechs Monate, Walter vier Monate der Untcrsutfeimgshast nngetechnet. Wie aus der Urteilsbegründung hrrvorgeht, drangen die Verurteilten, nachdem sie sich mit einem lranzösischen Nachriä.trnbnrean in Belsvrt in Verbindung gesetzt ltatten, in einen Geichntzschnvvc» in Frei- butg t. Br. ein ttnd ciuwendeien Geschütztcjle, die sie dem lran- zösischen Nack,richtend,trean auslicsettcn. 'Außerdem knüpsten Kel­ler und Strub, um noch andere Geichützteile zu erlangen, mit einem Lstiziersburichen Beziehungen an, der diese Teile bcsckat- scn sollte. Der Burtckte ging scheinbar aus das^tzlntuchcn ein, crstaitelc jedoch Anzeige, woraus Keller nnd Strub verhattcl wurden.

Lustkctiiffttbrt.

München, 2. Avril, heute früh 4»9 Ufer stärzten aus dem Flugi'cld Schleiß Helm zwei Ospziere mit einem Flugzeug ab. Oberleutnant Ruckte vom 16. Infanterie Regiment tvnrde schwer verletzt und Leutnant Lankmetter vom 12. Feld-Artillerie. Regiment wurde getötet. Ter Unfall ist vermutlich daraus zurück zutnhren, daß ein Gegenstand in die Luittchtauben geriet, wodurch sie zertrümmert Ivurdcn. Durch diese Trümmer wuroew die Drähte gm Flugzeug zerrissen und so der Absturz herbeigesührt. _

vermischter.

"Entführ it it g. Aul der Psälzer Straße in Köln sprang gestern vlützltch ein Herr aus einem Automobil, ergriff einen an der Hand eines kleinen Mädcktcns gehenden drei Fahre alten Knaben und warf ihn einer im Auto sitzenden Tamr aui den Schoß. Das Aulontobil sauste davon. Ter Herr slüchteie vor der sich tammeln- dew Menschenmenge, wurde aber später sengenominrn und als der Rcchtsbcistand der Tante int Automobil sestgeftcllt, die mit ihrem Gatten in Ehescheidung lebt.

* Militärische Mathematik. Ter Leutnant meldet

sich beim General zum Urlaubsanlrttt. ..Tie sind Artillerist, also ttcherltckr guter Mathematiker?" tragt die Exzellenz.Ja, ja . . Jawohl Exzellenz."Also sagen Sic als 'Artilleric- lcumant: l 2 -j- 8 macht . . .V"20"Gilt t und 20 6 . . .?"

26".Ausgezeichnet. 12 fütjtic »nvorschriitsmäßigcn Achsel­stücke, 8 für den ungeputzten Säbel und 6 für den zu hohen Kragen macht 26 Tage Stubenarrest nun gehen Tie."

* D i e letzte Rettung. Signora Nichettini ist mit Träg­heit gesegnet und morgens nie vor 10 Uhr ans dem Bett zu bekommen. Ter Gatte, der NM 9 Uhr Bureauzeit hat, muß früh auistehen und selbst Feuer machen, NM sich sein Frühstück zu bcreiieu. Alle Borwürfe prallen jitt Signora Nicktettini ab. Ta. am nächsten Morgen, hört die Signora ihren bereits wieder in der Küche befajäfttgtrn Mann entsetzt rufen:Feuer! F-eucr!" Sie (bringt aus dem Bett nnd stürzt zur Tür,Um Gottes willen, wo denn, too denn?" Worctuf die Anttvort ertönt:In den .Herden, in allen Käthen, nur nicht bei uns".

ßatfdd.

O österreichische 4> -»» i g e st euer f TV i e am o rl i s a b l e S t a a ts - S cha tza it w e i s u n g c n von l 9 l 4 im Be­trage von Nominal 396 600000Jlronen. Dir Schatzanweisungen sind crngcteilt in iünizehn Serien nnd w rückzahlbar in süntzehn Jahren durch Auslosung von einer rverie im ganzen Jahre. Die erste Atislosung findet am 1. Avril 1915 und Rück­zahlung per I. Juli 1915 statt. Ter Zeichnungspreis von 95>', Prozent sichert in Anbetracht 'der 'Auslosung zu pari einen Kursgewinn von 4F»«. Die effektive Verzinsung stellt sich ans etwa 5,30 Prozent.

Citigciaiidt.

lFür Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Vermntwortung.)

Fellingshausen. Schon seit einigen Monaten erstrahlt unser Tors im Glanze des elektrischen Lichtes. Wünschensmert tväre es nun, wenn sich die Gemeindevertretung entschließen würde, die W a s s e r le i t u n g nicht noch iahrelnng hinauszuschicben, denn Wasser ist in unserer Gemarkung zu haben.

Ein gut geratener Kuchen ist von jeher- der Stolz aller Hausfrauen gewesen. Früher, als man hksc als Treib­mittel verwenden mußte, war das Kuchr-nbockeu immer eine zeit- raubende ^ und umständliche Sache. Das tourde anders, als Dr. Oetker sein BackpulverBackin" in den Handel brachte und den hauslrauen leine zuverlÄsigen Rezevle kostenlos zur Vi'rsügung stellte, heute kann jede hausfran mit Tr. Octker's Backin-Back- vnwer und nach Dr. Oetker'S Rezepten in kurzer Zeit einen wohlgklungcnen Kuchen auf den Titckt billigen, und das ist der (»rund, daß Tr. Oetker'S Backin Backpulver lteute last in jedem »ante verwandt wird. Dr. Oetker'SBackin"-Backpulver ist übcr- vi u das Päckckten zu 10 Psg. Man versuche die Rezepte

aus der Rucktcttc der Päckchen. fev-/.