bet Nusletzung be? 'VifKt' iit am richtigsten ba»-
beiit, nxiat f*e dm Beamten bie hvckfstmöglichen Verbesserungen ttfrrr Stellen rutommon läfct. __
Veutsetze» Reich.
Der Kaiser uno dir .Herren des »feiolges waren, ivic n u - Korfu «rmelbet iw*», am Donnerstag mittag zin Tafel beim Kö- nigsvanre der Hellenen ein 3Möt)rt>loii geladen Lviiier bemalte d< r .Haijer rtneöev s,e 'Jlu-snmbima de, <üari»a '.Oiilitärobciplärret Go c » s lft als «Hott des 'iaiiet-i in Satin eingetroiien
Di e Kaiserin ist am Donnerstag abend l,.t > ilbc fit Begleitung De? Prinzen Ioackstm und ihrer vaibauten in Sten c»i finflflToiien. Nach der Begrünung ani Bahn- lios durch Vertreter der Negierung und der -todk nalnn die Kaiserin unter lebhaften Kundgebungen der Bevölkerung in einem Ruderboot Platz, fuhr durch den banale Gtandc und ging um 7.1-“> Uhr an Bord der „Hohenzollcrn . Tie Abfahrt ist auf Freitag früh 7 Uhr festgesetzt.
Eine R ei ch ? pöniion für den E r w erber D e n tscho st a f r i ka s Dem früheren kaiserlichen Koni misjar Teutichostatritas Tr. Karl Prtc rsist jetzt auch von offizieller Leite für seine Verdienste um unseren Kolonial besitz in Afrika Anerkennung getvorden. Aus Anregung des Staatssekretärs tm Auswärtigen Amt, nnterstützt von dem weiter des Reichstolonialaints, ist dem gegenwärtig zur Erholung von schwerer Krankheit in Parientirchen teilenden aus dem kaiserlichen Dispositionsfonds eine jährliche Pension zugcwiesen worden.
Der Bundes rat tat die Vorlage Herr, die Rechnung der Schutzgebiete für 1311 an teu 7. Ausschau verwiesen. Dem Gesetz, entwuri betr. itatiitische Auinahmeii der Vorräte von Getreide und Erzeugnissen der Getreide mittler ei wurde mit einigen redaktionellen Aenderungen zugestimmt. Aus den Bericht der Reichsschuldenkom- Mission vom 8. März 1913 rouroe der Reichsschuldenverivaltung für die Rechnungen der Kontrolle der Staotspaviere und der Staatsschuldentilgungskaiie Sntlastung erteilt. Aus den mündlichen Bericht über die Umdriickvorloge von, 27. Mär; belreiiend die Be setzung zweier Stellen voll Vortragenden Räten beim Rechnunoshoie wurde beichtoiien, dm, Kaiser den Vortragenden Rat des Reiebsscknitz- omtes, Geb. Regierungsrat Prosig, und den Landgerichtsdirekior tzever Potsdam vorzuschlagen. . . .
Württemberg und die N e ck a r k a n a l i i o t i o n. Tie .vürttembergiiche Zweite Kanimer beendete am Donnerstag die Beratung der Anfrage des Mg. hanjer iZtr > belr. die Neckarkanali iation und nadm einen Airtrag Hauser iZtr.), haußman» Bv Müblberger Rau. und Vogt-Weinsberg Bd ' in namentlicher Abstimmung mit 7,9 gegen 14 Stimmen und 8 Enthaltungen au, der die Zustimmung des Hauses dazu anoivricht, daß die wiirttem - bergische Regierung wiederholt bei der Reichsregierung aut die Wich tigkeit und Tringtichlett der Stromverbesserungen am Rheiit und Neckar hingewiesen bat, dast ferner die Reichsregierung mit der niederländischen Regierung über die Stromrerbeiierungeu am Rhein und seinen Nebenflüssen und über die Finanzierung des deutsäien Strombauvrogramms in Berbindung getreten iit und dar die wärt kembergiiche Regieruna erneute Berhaudlunaeu mir Baden und Hessen eingeleilet hat. Schliesilich ersucht der Antrag die Regierung, aus eine möglichste Beickil'unigung der Verhandlungen mit de» Regierungen der Niederlanae, Badens und Hessens hinzuwirken.
Aus Stadt und Land.
Gießen, 3, Avril 1914.
Tie Hauptstakion der Kaiscrinanöver 1914.
h. Kinzenbach, 3. April.
Das große Kaisermanöver ivird im September d. I. i » d e r II in g e b t> n g v o » G teste n zu Ende geführt. Als tzanplstation für die Rückbeförderung der gewaltigen Trust-- pcnmasse» in ihre Standarte ist die kleine Station Kinzenbach westlich van Gießen in Aussicht genommen. Ter kleine, verhältnismäßig ivenig bekannte Ort liegt an dem sog. Schicnendreicrk Wetzlar — Kiesten — L o kl a r. und zlvair an der jedem Militär bekannten Kanonenbahn, die bei Lollar von der Main Weserbahn abzlveigt, um von hier bis Wetzlar als selbständige Strecke z>t gehen und dann durch da? Lahnthal nach dein Rhein ,zn führe».
Der in Aussicht genommene Militärbahnhof Kinzenbach liegt von Wetzlar 8,2 Kilometer, von Lollar 9,8 Kilonieter entfernt: er wird täglich nur von dreizehn Zügen berührt, so dast er für die Einlegung von Militärzügen hervorragend geeignet ist. Einmal zweigen von den nächsten größeren Stationen Eisenbahnlinien nach allen Richtungen ab, so von Wetzlar aus Anschlüsse an die Strecke Frankfurt beziv. Gießen— Betzdorf—Deutz-Köln: ferner von Lollar Mücke Anschluß nn die Litiie Gießen-Fulda. Bon Gießen sühren Verbindungen nach Fulda, ferner nact) Gelnhausen, ansterdem von Zriedberg, an der Frankfurter Linie, die Abzweigung nach .Hanau. Diese letztgenannten Strecken dürften für die Rückbeförderung der bayerischen Trnpven von besonderer Wichtigkeit sein Slls weitere Ab zwcigungsstationcn kommen in Frage Niederwalgern für die Strecke nach Herborn, Eolbc für die Linie nach Biedenkopf, Laasphe nsl.
Neben Kinzenbach finden sodann die Nachbarstaiione» Wetzlar, Lollar und Gießen als Eckstationen des Schienen dcciecks für die Verladung der Trnpven ausgedehnte Per- Ivendung. Insgesamt ist bis jetzt die Versendung von mehr als HOO Solcherzügen im Zeitraum von zwei Tagen auf diesen Stationen vorgesehen
" % a g e 3 ta l e nbc r für rvteilag, den 3. April: Stadt- lheater: .Liebelei.', ,K.ir»iärker imd Picarde'-. Abschieds- vorstelltmg Karl P o l cf. 'Anfang 8 Nh*.
** Eine n n nur. Ter Groß Herzog hat den Ober- rechnnnqSrevisar RechnnngSrat Julius Koller mit Wirkung vom l. Avril 1914 an unter Belastung de? Charakters als Rechnungsrat zmn Oberreviior bei der I. Instisilätnr.Abteiliing der OberrechnimgSläininer ernannt.
" Offene Steile. Erledigt ist die Stelle des Pfand»,ciiterS für den BeitreibungSbezirk Offenbach IV.
** Berufung Wie wir hören, hat der ordentliche Professor der semitischen Philologie Dr. phil. Lic theol. Friedrich Schwall» einen Ruf an die Universität Königsberg i. P r als Nachfolger voll Pros. Friedrich Sckinlthcß erhaltrii. Prof. Schwall» ist am 10. August 1863 zu Butzbach in Oberhessen geboren, besuchte das Gym-l nafium z» Darmstadt und studierte in Gießen und Skraß- lmrg Theologie und orientalisckw Sprachen. Ostern 1886 promovierte er znm Tr pliil. und habilitierte sich >893 i» Straßburg i. E. für semilisäie Sprachen und Geschichte. Ebenda lvurdc Schivall» a. o. Professor und siedelte im Fahre 1901 in gleicher Eigenschaft auf beit neugegriindcten Lehrstuhl der semitischen Philologie in Gießen über, >vv er 1 OOS zuni Ordinarius befördert lvnrde. Eine Berufung auf den Lehrstuhl der arabischen Sprache an der mohäinme- danisckfen Universität Aligarh hat er abgelehtit. Seine loissenichastiiche Tätigkeit umfaßt das Gesamtgcbiet der femilifchen Sprache» nach der Seite der Sprachvergleichung, Kultur- und Religionsgeschichte, besonders arabische Lilr- ratuc und Geschuhte des Fslam. Ec veröffentlichte: „Das Leben nach dem Tode nach den Vorstellungen des ölten
Israels und des Judentums einschließlich des Votksglau beus im Zeitalter Christi" l 1892^ „Idiotikon des chrrft» lich palästiniisten Aramäisch", ,,Semitische Kwiegsalter-
lümer" 'I90lj. Auch gab er vcrsehiedene Büelfcr des Allen Testaments in englischer Ueberjctzung heraus.
" T i e Ä e w e r b c - A u » st e l l u n g G i e st e n 1914 bekommt scyi auch sichtbare Gestalt. Während bisher ini Innern des Ansstellnngsgebäudes Tüncher und Stukkateure arbeiteten, ist in den letzten l t Tagen'auch in dem geräumigen Borgelände tüchtig gearbeitet worden. Die weite Lirtschaftsballc ist im Rohbau so ziemlich fertig^ geworden und lehnt stell uumittelbar an die ehemalige Ohrenklinik an. Vor dieser Halle wird gegenwärtig der Musikpavillon errichtet, während nach dem Licbigmujeum zu eine hus- eisenförmigc Eckashalle für Ausstellungszwecke ansgebaut wird. Der iibrige Raum des Vorgartens wird durch gärtnerische Anlagen geschinückt und mit Wandelgängen ausgestattet werden. Ter Konzert- und Vcrgnüqnng<»An-ssch»st, der in bestimmtem Rahmen vollständig freie Hand hat, schloß mit unserer Militärkapelle bereits eilten Vertrag für 30 Konzerte ab. Geplant ist ein O b e r h e s s i s che s T r a ch- teufe st, bei dcni die Besucher als Preisrichter Mitwirken sollen. Ter Besucher der Veranstaltung schreibt die Nummer der von ihm rincs Preises für wert erachteten Tracht auf einen an der Kasse verabfolgten Zettel und fvirst ihn in eine bereit stehende Urne. Eine Auszählung der Zettel bestimmt die Oilncklichen, die Preise erhalten Der tüedanke, das Publikum urteilen zu lassen, ist für ttzießen neu und wird sichrrlich auch großen Anklang finden. Im übrigen sind noch eine ganze Reihe von Ucberraschnngen geplant.
** Großherzogliches L a n d g r a s-L u d w i g s-G n m - n a s i u in nab ft Vorschule z u Gießen. Nach dem^Iabees- bericht toui-de die Vorschule am 15. Mai 1913 von 98 Schülern, das Gumnaiinni von 247 Schülern und sieben Schülerinnen be- incht. Eingetretcn sind im Lause des Schuljahre» in beiden An- stalken zuiammen lö, ausaetreteu 18 Schüler. Tie Elesamtichüler- .-.ctlii belauit sich iotttit ,-ich 367, die von 23 Lehrern unterriditeJ wurden Bon den Schülern nnd Schülerinnen waren 300 evangelisch, 26 kaflfvliich, 24 israelitisch, zwei wiesen ein sonstiges Glaubensbeiennini? aus. Nach dem Wobniitze der Eltern stamm len 296 aus Gießen, 4t aus anderen liessischeu Orten, 14 aus uichthessischen Orten, ein Schüler enfilamnue einem ntchtdeutiebeu Staate. Tie Reiieprüiung am 28. Februar 1914 bestanden 18 Schüler, 13 waren von der mündlichen Prüiung beireit. Fm abgefauienen Schuljahr trat Reallehrer Edmund h a r l m a n n in den Rulfestand. Seine Stelle wurde Herrn 2Ir,gnst haggen- m ü l l e r , der bisher an der Gnmnasialvorschule fäfig mar, durch Dekret vom 27>. Mörz 1913 übertragen. Zur Erledigung ihres Por- bereitungsdienstes im zweiten Jahre wurden der 'Anstalt von Ostern 1913 an die Herren Karl D a h m e r und Dr. Fritz Fischer, vom herbst an Tr. Ludwig hoiimaun überwiese». Herr Lchramts- rescrendar Nassua ging im herbst, um eine Oberlehrerstelle au dem Ev. Pädagogium zu Godesberg o. Rh. zu übernehmen. A» Fortbildungskursen für Oberlehrer nahmen i» dem Berichtsjahre vier Herren teil. Prosesior Hüter machte vom 14. bis 21. Juli einen archäologischen Ferienkurius in München mit, die Herren Pros. Knitsch, Lu eins nnd Tr. Bernbeck beteiligten sich an dem matlfemakisch-tiaturwisienichasllicken Fortbildnngskursus, der vom 4. bis 12. März an der Landesuniversität abgehalten tvurde. Dr. Gnndel »abilitiertc sich an der hiesigen Unitocriität am Schlüsse des Schuljahres für das Fach der klaifischen Philologie. Das Schulialtr begann den 31. März mit der Prüfung der nenauge- meldeten Schüler und wurde am 1. 'Avril 1913 mit einer Feier cr- öiinet. Es schließt am 4. April. Am 2. Dezember besuchte Geh. Ober - schulrat N o d n a g c l die 2lnstalt. In das pädagogische Seminar traten Ostern 1913 neu ein die Lehramtsreiereudare Dr. Fphann Kohl aus Gadern IKriech., Lat , GeichiMe), Hans K r ä - m e r aus Wobufeld (Gefch., Deulichi, Lat.) und Dr. Emil Sehrt aus Gießen .-Kriech., Lat., Teutich,. Zu diesen kameü im herbst 1913 Tr. Hermann Buß aus Dolzheim iGriech., Lat., Deutichl, Friedrich Malzan ldesgl.), Tr. Ernst Mever tdesgl.), Gustav Paul ltiiesch.. Teutsch, Lais, Tr. Hans Rol oss 'Enal., Franz., Teutsch'. Erich Schmidt (Fraitt.. Lat., Deutsch, sämtlich aus Gießen, „tid Wilhelm Schmidt (Religion, hehr., Deulichi, aus Franliurt a. M.
** Schulschluß. Tie Osterserien beginnen an den Gießener Schulen am Samstag morgen. Ter Tchnlichluß bedeutet iür die Jugend, die Eltern und die Lehrer etwa dasselbe, was iür den Geschäitsinann Inventur nnd Bilanz bedeuten. Ta gibt es iröb- liche und traurige Gelichter, je nach dem Ergebnis der Arbeit eines Jahres. Ten Glücklichen, den von der Natur begünstigten Kindern, ist die Freude loohl zu gönnen, noch nicht denen, die durch angestrengten Fleiß sich ein gutes Zeugnis ertvorben baden. Toch hüte man sich bei geivendetem Lob davor, der Eitelkeit, dem Eigendünkel Vorschub zu leisten. Ten Kittdern muß znm Bewußtsein gebracht werden, daß gute Beanlagung lein Verdienst ist, sondern zu enlivrechenden Leistungen, verpflichtet. Gegen die weniger Glückliche», die mit der Jahresarbeit Gescheiterten, sollen die Eltern nicht ungerecht sein. Wie der Geschästsmann dir Ursackeit eines schlechten Jahresabschlusses erforscht und für Abhilse sorgt, so innssen auch die Eitern bei einem Mißerfolg des Kindes nach den (tzründen inchent töten das alle Eltern, dann würde manchem armen Kinde der Schulichluß nicht zu einer Zeit der Qual und des Jammers werden. Meistens liegt die Schuld des schlechten Erfolges an schlechter Beanlagung. Tann trifft den Jungen oder da? Mädchen keine Schuld: es darf nichts Unmögliches von ihnen verlangt werden. Seltener iit der Mißerfolg durch Mangel an Fleiß verschuldet. Tragen dann nicht die Eltern glich einen Teil der Schuld? haben sie sich mit der Schule häusig genug in Verbindung gesetzt, um sich über die Leistungen ihres Kindes zu unterrichten? haben iie ihr Kind bei der Hausarbeit genügend beauiiichtigt? haben sie sich darum gekümmert, toelche Gesellichast der Junge bat, wa? er außer der Schule, außer dem Hause treibt? Wenn Elter» sich io ernstlich prüften, dann könnte manche Ungerechtigkeit vermieden werdeti, die leider in einzelnen Fällen sciwn zu bedauernswerten Verzweiilungs- taten geführt bat. Man muß dann allerdings auch den Mut baben, mit ialichem Elternstolz, Übel angebrachter Eitelkeit, nnbetechligtem Standesdünkel zu drecken nnd sein Kind in die Schule schicken, die keine über seine Beanlagung binansgehenden Leistungen von ihm Verfangt. Nickit selten wird auch, die Lchtile für Mißerfolge verant- worllich gemacht. Toch soll man auch ihr geaenüber nicht ungerecht seilt. Sie ist in ihrer Arbeit durch manaierlei Umstände gehemmt, all.'.» große Klassenstärke, ungeeignetes Schülermaterial, Gleichgültigleit oder gar Feindseligleit mancher Eltern. 'All das sollte man bedenken, wenn man mit der Schule ins Gericht gelum ivill.
" Rohheit eines Ehen, an ne S. Durch Messerstiche verletzt, wurde am Mittivoch nachniittag die Ehefrau deS Tagelöhners Heinrich Fa u b el onß Grüningen in die Gießener Klinik eingeliefect. Die Verletzungen sollen der Frail von ihren, Ehetnanne beigebracht ivorden sein, mit dem sie wegen einer geringfügigen Angelegenheit in Streit geraten ivac. Die Verletzungen sind so schwer, daß an de», Anfkommen der Frau gezweiselt wird. Fanbel soll gleich nach der Tat geflüchtet sein.
** Im Philofophenwalt» erhängt a ufge- f u » d c n. Tie,er Tage wurde ein alter Mann aus W i e f e ck von einer Abteilung Soldalci, im Pdilojophenwald erhängt anfgefunden. Er soll die Tat aus Furcht vor dem Siechenhause, in das er gebracht fverden sollte, begangen haben An, Freitag „ackmiittag wird die Leiche des Bedauernswerten, der an den Felvziigen der Fahre 1866 und 1870,71 teilgenomincn halte, beerdigt.
** u » s a l l v e r s > ch c t u I, g. Der Former Ä. K. in Wetz- lar hat im <zahre 1911 int Betriebe der Buderusschcn Eilenwerke in Wetzlar dadurch einen llniall erlitten, daß ihm ei» Brett gut den Kovi flcl Da die Verletzung nur leichter Natur zu sein l cmcit, hat der Verletzte von der Geltendmachung etwaiger
"lnipritäie seinerzeit adtN'ieden. Später versäßinimerle sich sein Zn- stvnd derart, daß er monatelang arbeitsunßähig mar. Er stellte hierani Antrag ans Rente, wurde aber smoohl von der Beruis genassenichast, wie auch vom 2chie»-?.ger>äst iür 'Arbeiteroersicheriing abgeiviesen, weil inzunsche» Benährung eiiigistreten ivar. Aus dcu vom Verletzten durch die G e NI e i n n ü tz i g e Rcchtsbera t „ n g s stelle des Evang. 'Arbeitervereins Gießen eingelegten Rekurs hat das R e i cli sver siche rn ug samtBer l i n beichloiien, zunächst der Bei'uisgenoinmfchast anheimzugeben, mit Rücksicht auf die Sachlage de» Venächrungsernwnnd ialken zu lassen. Es behebt sonach die Möglichkeit, daß der Verletzte für den Unfall noch nachfräglich entschädigt wird. — Der Metzger I. D in Butzbach bat vor längerer Zeis einen llniall erstr len. Ta er nicht Nachweisen konnte, daß er sich die fragliche Ber letznng im Betnebe zugezogen hatte, wurde er mrt^feinem Anspruch sowohl von der Bernssgenossensckfait wie auch vom Schiedsgericht iür 'Arbeiterveriichernng adgewiese». Inzwischen ist einwandsrei fest- gefti'tlt worden, daß es sich im iragl. Falle NM einen Betriebs NN soll handelt. Ta aber der Verletzte seinerzeit versäumt hatte, gegen das Urteil des Schiedsgerichts recknzeitig Eim'prnch zu erheben, ein Grund znr Wiederaninabmr des Veriahrens nicht gegeben ist, io bleibt dem Verletzten nur nock, die Möglichkeit, zu versuchen, ob nicht die Beruisgeiioiienichair IN tAnbelracht der Verhältnisse sich zu einer Entschädigung bereit findet.
** Stadttheater Nochmals sei daranf hingewiesen, das; in der Sonntagnamittags Ansuilnung des neuen Schauspiels „Wahrheit" von Karl 'Adolf Metz sich eine letzte Gelegenheit bietet, etwa noch vorhandene Gnticheine zu verwenden.
** Berichtigung. In dem Bericht über die Aniisein sührung des Oberbürgermeisters Keller iit bei der Wiedergabe der Rede des Provinzialdirektars ein sinnentstellender Drueksehler nntetlauien. Herr Gebeimerot Tr. »sing er hat nicht geäußert. Ich habe mir erlaubt, die holte Bedeutung eines Oberbürgermeisters . . . zu schildern, er hat vielmehr gesagt: Ich habe mir crlaubt, die hohe Bedeutung des Amtes eines Oberbürgermeisters ... zu schildern.
** Eine Schutzvorrichtung für Kinder. Ein fielet schreibt uns: Dieser Tage sah ick, in dem Hause einer ländlichen Familie eine Vorrichtung, die es den kleinen Kindern nnmöglick, macht, an den Ofen nnd daMiil an das Feuer heranznkvmmen. Diese Einrichtung erscheint umsomehr nachahmenswert und sinn reich, als allein während des abgeianienen Winters im Gießener Anzeiger von 6—8 Füllen berichtet wurde, bei denen kleine Kinder durch Spielen mit den, Feuer Schaden erlitten. Dieser sorgsame Pater lfatte vom Tischler ein tKestett in der höhe von etwa dreiviertel Meter machen lassen, das mit Draht überzogen ist und das von den drei Seiten den Oien umgibt. Tie Ellern kömien über das Gestell hinwegreickten mW sich mit dem Feuer beschüitigen, lvährend es den lleinen Kindern unmöglich ist Auf dem Lande, wo sich die Mutter nicht ausschließlich mit den Kindern beschäftigen kann, erscheint diese Einrichtung als besonders zweckmäßig.
** Fortschrittliche Bolkspartei. In dem gestrigen Bericht über die Versammlung des Vereins der iortschritlichen Volkspartei ist gesagt worden, daß Herr Hermann hammer- ichlag in den Vorstand gewählt worden sei. Das ist ein Irrtum, den» nicht er, sondern Herr F r i e d b e r g e r ist in den Vorstand oewädlt Ivorden, wübrend Herr Hermann hgmmerschiag gegebenen- alls als Stellvertreter einzutreten l)a!.
■** Kleine Mitteilungen. Die Scheueriran der -Schule in G r o ß e n L i n d e n , die Witwe K l i n g e 1 1) ö f e r , feierte am 1. Avril ihr silbernes 'Arbeitsjubiläum. Tie Gemeinde schenkte der Jubilarin einen Sessel. — Bei 61 so nr ob im Vogelsberg fiel ein 7vjähriger Landmann infolge eines Schwächeanialls fo unglücklich zu Boden, daß er nach kurzer Zeit in seiner Behausung stgrb. — Ter 60jabrige Sfoiirab Lotz aus Hohenzell wurde in K l e i n sch w a l b g ch bei Eronberg bei einem Wirtshgns einbrncki überrgicht und nach längerer Gegenwifbr feftgenomiwen — In der Stadtverordneteniitzung zu Offenbach lonrde am Donnerstag zu den Unterhaltungskosten der Trinkeriürsorgestello, die von der hiesigen Ortsgruppe des Vereins gegen den Mißbrauch geistiger Getränke und den übrigen 'Abstinenzoerrinen ins Leben gerufen ivorden ist, eine städtische Beilstffe von 350 Mark jiir das Fahr bewilligt. Am Donnerstag nachmittag geriet in den Oisenbacher Elektronwerken der 22jälfrige Fabrikarbeiter Magnus Mever in eine Mischmaschine, wobei ihm die rechte Hand abgeg,letscht lvnrde
Lanokrtis Girsten.
Z. Lich, 3. April. Vor einigen Tagen fand am V o r- se n, i n ar die llebergangsprnfnng für die 4. Seminar- klasfe in iüegemvart von Seminarmusiklehrer höckcr- Friedberg statt, der zurzeit noch die Geschäfte des Seminar- direltoro in Friedberg führt. 11 Schüler wurden nacll Friedberg versetzt, heute nimmt atn Borseminar die ?Lif- nahmeprüfung in die 6. Seminarkkäfse ihren Anfang.
--- G r ü n b c r g , 2. ?lvril. In dem seftlick geschmückten Sinz, mal der im Fahnenschmuck prangenden Realschule sand wegen der durch die beiden Ständekammern beichloisenen Umwandlung der Anstalt in eine G r o ß l, e r z o g l i rh e Realschule in Gegenwart des seitherigen Kuratoriums der Schule, der gesamten Gemeindevertretung und eines Vertreters der Bolksschute eine ein- drnckc-votle Sckmlieier statt. Nach Gesang nnd Deklamationen durch die Klirder zeichnete der Leiter der Schule. Reltor Angelberger, i» seiner vortreiilichen Festrede einen kurze» Ueberbliik über die Entwicklung der 'Anstalt während der letzten Jahre nnd gab dann neben der Freude über das erreichte Ziel der dankbaren Gesimwng der Anstalt 'Ausdruck. Das Kuratorium nnd die Vertretung der Stadt bat er, der Schule auch nnter den veränderten neuen Verhältnissen ivobllvollendeS Jntereiie und Benranen entgegenzubringen. Bürgermeister R a n i l versicherte dieser Bitte nachtommen zu wol leu nnd erwiderte den Glückwunsch des Rektors. Tie Glückwünsche der Volksschule überbrachte Lehrer La über.
D u n g e n , 3. April. In das Genoiienichgflsregister itmrbc bei.der „Spar» nnd Darlebnskaiie, e. G m. u. tz., Rodheim a. b. horlofs" eingetragen: 'Alis dem Vorstand sind
ausgeschieden: 1. Bürgermeister Sch ä ser, 2. Wilhelm hr r - tzinger, beide von Rodheim. 'An ihrer Stelle sind in den Barstand eiz-getreten: l. Wilhelm Reichhgrdt II. von Rad- Heim, 2. Friedrich Keil von Steinheim.
Kreis Büdingen.
r. Lcidhecken, 2. März. Der dem Trünke ergebene Gelegenheitsarbeiter Johanne? Gürtler von hier erhängte sich am Dienstag im Reichelshcimcr Gemeinde- wald. Kreisarzt Tr. Freien in S von Büdingen und Assessor Lu zins von Nidda weilten am 1. 'April hier, um den Tatbestand anszuiiehmen.
Kreis Friedberg.
I, Friedberg, 2. April. In derCitznnq der Handelskammer wurde der bisherige Präsident, Fabrikant Langsdorf, wiedergewählt,
L. Friedberg, 2. Avrils heute iiacknnittag iaud i»> große» Saale des Hotels Trapp die Schlußieier der Schiller ich ule idöberen Mädchenschule, statt. Die Säiillerschnle, welche seit einem Jahre den Berechtigungsschei» ausstellt, ivird von über 200 Schülerinnen aus Friedberg nnd auswärts besucht. Bei der Feier weckt selten gut vorgetragenc Chor- nnd Sologesänge mit Biolin nnd Kloviervo-trägen, Teklaniationen und 'Ansprachen ab. Mit einer 'Anivrache entließ der Direktor der Schule, h. Weiß gelber, die 'Abiturieniinnen.
-- Butzbach, 3. Avril. Bei der Firma „P hi l I v p K>. i e r" >» Butzbach wurde eingetragen: Die Firma ist in „Phi litzv Kiesel Nachfolger" geändert. Fetziger Fnhaber: Fräulein Else Stock mg nn in Franlmn a. M. Ter Erwerb der im Gc schäitsbetrieb begründeten Verbindlichkeiten nnd Ausstünde ist aus geschlossen. Die Firmainhaberin hat dem Kanimann .herniaim Stockm-anii in Franksuri a. M. Prokura erteilt.
Starkenliurg und RlKinheisen.
rm Dacmstadt, 3. April. Der'Ausschuß der Ver einigten Bezirksoerei nc hat der Bürgermeisterei einen Antrag überreicht, t„ welchem die städtische Vcr.


