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v«r ttaiftr i« ttorfu.

A ch i 11 e i o n , .30 Mürz. Der fl n ii c r uutei'imfim ficutc nachmittag mit Gefolge einen Ausflug in Autoinobrlcii durch Bcnizze über Hagidekn Zur gestrigen Abendtafel beim flaiscr >r»ar Professor Tocrpseld geladen Heute morgen unternahm der fliaiser einen Spaziergang ini Park, _

Veutsche» Reich.

Das Prinzenpaar Heinrich von P r c u ge n i» Buenos Aires, Aus Buenos Aires, 30 März, wird gemeldet : Die Ankunft des DampfersCop Tra i falgar"-niit dem Prinzenpaar Heinrich an Bord erfolgte, am Sonntag nachniittag gegen 1>.« Uhr bei herrlichem Tonnenschein. Infolge des vorhergegangenen Sturmwettcrs hatte sich die Ankunft etwas verzögert. Tic int Hafen liegenden Schiffe hatten Flaggengala angelegt, desgleichen lvar die Stadt selbst reich beflaggt, Zur Begrüßung de^ Prinzenpaares hatten sich der deutsche tßesandke Freiherr von dem Bnfche-Haddenhansen. der deutsche tfleneralkonsul, der argentinische Minister des Äeußern, der Marine- ininifter, der Bürgermeister und das militärische Gefolge des Präsidenten an Bord t>egcbcn, >vo der Prinzessin im Aufträge des Präsidenten Bluinenspeilden überreicht wur­den, Um ."> Uhr gingen die Herrsckxisten an Hand, >vo sie von der deutschen Kolonie, dein deutschen ,Eriegerver«ii und dem deutschen Gesangverein, der ein Begrüßnngslied vortrug, empfangen wurden. Das Prinzenpaar war von der Reise auf deni herrlichen Schiffe hochbefriedigl. Am späten Nachmittag machte das Prinzenpaar in Automobilen, die der Präsident zur Verfügung gestellt hatte, eine Spazier^ fahrt Abends fand an Bord desCap Trafalgar" ein kleines Essen statt, zu dem die Herren der Gesandtschaft, der Generalkonsul und die argentinischen Herren des Ge­folges eiiigcladen waren. Die Presse bringt in dem herz­lichsten Tone gehaltene Bcgrüßungsartilel und Bilder des Prinzenpaares,

Schüsse auf einen Sergeanten in Elsaß- Lothringen, Aus Stratzbnrg i. Cr. wird gemeldet: Als am Freitag gegen Mitternacht auf dem östlich von Kehl gelegenen Fort fl i r ch b a ch die Glocke der Einlastpforte ge zogen wurde und der Wachthabende, ein Sergeant vom In fanleriercgiment Nr, >30, in demi Glauben, es fei der aus der Stadt zurückgetchrte >tv>nmanldaut des Forts, der Einlaß begehre, die T ür öffnete, fiel aus u ü ch st er Nähe ei n Schuß, Tie flrigel streifte leicht die Brust des Uutcrofsi- zier-, und als dieser einige Schritte voraustzing, siel ein zweiter S chu ß. Diesmal wurde der Wachthabende au der Leisteugcgeiid getroffen, die Kugel plattete sich aber an einem Fünimarksttick seines Portenronnaies ab, ohne weiteren Schaden zu tun. Die alsbald ansgefchickten Palrvuillen kehr­ten wieder zurück, da es bei der tiefen Dunkelheit im Gelände nicht möglich lvar, de» Täter zu ermitteln.

Zknsflanv.

Ein Aufruhr au der serbisch c n Grenz c Aus Belgrad ivird «zemclvet: In dem serbischen Torfe Banjo bei Pxjzren kam es zu einem, von Albanesen aus ,Al- öenren Herborgerusenmi A u fr » l> r, in dessen Verlaus der serbische Kreispröfelt kitsch perioundcl wurde, Militär stellte die Ordnung wieder her.

Die Kampfe u im «d c i, Besitz Tor reo ns. Nach einer van der Heeresleitung der »rsxlIonischen Aujständi- sche» herrührenden Meldung hohen die Känipse uni den Besitz Torreons am Sonntag bis zuni späten Abend ange- dalicrt. Die dlusstäiidischc» befinden sich jetzt im Besitz säst aller Steltungen. S>e geben zu. i» den sechStägigen Kämpfen 900 Tote und Verwundete gehabt zu haben. Der Verlust der Hundestruppeu wird auf ADO Mann geschätzt. Bon anderer Seite wird angenommen, daß die Verluste der Ailfständischen zu niedrig angegeben sind. Die gefange­nen Bundestruppen ivurden gezwungen, zu den Ausstänüi- schcn übcrzutreteu, Die gefangenen Offiziere werden er­schossen, ivenn sie nicht der Sache der Aufständischen den Trcuech schwöre».

Der Kabinettswechsel in Japan, Der Kaiser non Japan hat den Präsidenten des Oberhauses, Fürsten T o k ii g a w a , zur Bildung eines Kabinetts oufgefordert. doch hält man cs für zweifelhaft, daß Fürst Totugaioa den Auftrag aniichinrn wirb. Sollte er abtehncil, so wird wahr­scheinlich Aaron H i c a t a mit der Bildung des Kabinetts betraut werden, Nach einer späteren Meldung erklärte sich Fürst T o k u g a w a außerstande, die Bildung des Kabinetts zu übernehmen Tie Scchukwni oder Unionisten- partei hat bcschloiscu, jedem Ministerpräsidenten oder Mini­sterium Widerstand entgegenzusetzen, die sich nicht verpslich- >e», die Regierung nach ihrem Parteiprogramm zu fllhrcn.

Heer «nv Flotte.

Die neue K a i s e r > a ch IH o h c II z o l l c r n" wird nach bkn neuesten Tispositionc» Milte Juni in Stettin vom Stapel lauifn, iic wird im Svötberbst die ersten Probciabrlcn machen und im Frühjahr 1915 in Dienst gestellt werden, Tie neueHohcn- zollarn" ist größer als die alte Jacht, sie umfaßt 7SOO Tonne» und mißt 101 Meter, Tie Bauart erinnert an die der Schncll- scgler, indem der fllivverbug Verwendung gesunden hat, den der mobtrnc Kriegsichiiibau nicht mehr kennt, Tic neue Jacht macht dadurch cincil elegantere», jachlmästigercn Eindruck als die alte Hohcnzaklcru", Die Fahrgeschwindigkeit beträgt nur 18 regen 21,', Knoten der alten Jacht, Tie Maschinen lind mit Tur- arnen ausgestattct, Der Raununangel, der anch aus der alten Jacht herrscht, lir aus der neuen Jacht beseitigt, in Bezug aus Sicher- heil. Vorrichtungen, Tovvclbodeu mrd Schotten sind alle modernen Eriahruugen beim Neubau verwandt loocde», Werl ist aui den ruhigen Gang des Tchiiscs gelegt ivorde», Tie Besatzung wird 150 Mann beirageu,

DcrKamma u d e u r d e r d e u i s ch c u S ch u tz t r u v v e n, G e II c r a l m a i o r G l a i e >l a p v , Hai aus Gesundheitsrücksichten sein Abschiedsgesuch eiiigcrcickt, lieber seinen Nachiolger sind noch keine Bestimmungen getrosten worden.

Aus Stadt und Land.

Gießen, 31. März 1914.

reohiliuigsprciic und Wohnungsnot in Gießen.

Durch die mangelnde Bautätigkeit in unserer Sladl, deren Ursachen nicht schwer zu finden sind, wird in gar nicht allzu ferner Zeit eine allgemeine Woh­nungsnot bei uns entstehen, welche zurzeit schon ihre Schatten »orauswirst, denn es nnrd allgemein darüber ge klagt, daß die Ansiveihl größerer Wohnungen sehr beschränkt ist, und daß die Mietpreise für Logis in unserer Sladl außer­ordentlich hoch sind

Daß die verfügbaren Wohmingeu innerhalb eines Jah­re? in Gießen stark avgcnommen hoben, und daß der Woh- mmgsvreis sich in einer kräftigen Anfwärisbewegiing be- findet, beweisen aucli die amtlichen Erhebungen, netchc lEiide 1012 und liklll vorqenommcii wurden. Während 1012 17 5- und st-Ziminer-Wohnungen leer standen, waren 1913 wir noch 16 solcher Bohnungen zu vermieten. Bei den

3 und l Zimmer Wohnungen rvar das Berhälluis 100 zu 71, betrug also beinahe eine Bcrminderung von 33s , Proz, in einem Jahr, .

die M i c t f cf) r a lt b c tcciftiö in dem Fahre >912,13 angczogcn wurde, beweisen ebenfalls die auu- liche» Erhebungen. Bewegten sich die Preise l B für Bier- zinimerwohnnnqen, die leer waren, 1012 zwischen -10 bis 810 Mk,, so steigerte lickt der Preis bis Ende Ull i aus<*) bis 0,70Mk, Br-i 6-Ziminerwohnungen betrug diese Preis- steigerung 180 bis 9.00 Mk, aus 7.fl) bis l.lOO Mk. Diese Tat­sachen, die das drohende Gespenst einer allgemeinen Woh­nungsnot anzeigen, sollten die städtische Be rw a l i nng veranlasse», schnell zu Handel u. Es liege» eine Anzahl Pläne vor, die einer uniiichtigeu Prüfung durch erneu lach- kundigen Vertreter der Stadt bedürfen. Hoffen mir, daß die Reorgaliisatio» des städtischen Pauamles bald in die Wege geleitet werden kann! 1

" LageSk-l-uder für Si»n«t«a, boi 31. aiiärj: Stadt-

theater:Ter Widerspensligen Zähmnngck Allianz 8 Uhr,

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Die Hauptversammlung des hessischen Landes-Lehrerinnenvereins findet dieses Fahr an, Samslag, 18, 'April, in der Turnhalle der höhereitz Mädchenschule zu O s s e n b a ch a M statt In der auf 0 Uhr' vormittags festgesetzten M i t g l i e d e r v e r s a»i ni - lung ivird der Jahresbericht und der Bericht über den, Stand der Hilsstasse von Fräulein Neuling, Darmstadt erstattet, lvährcnd Zrl, German», Worms den Kassen­bericht mache» wird. Um l l llhr sindcu dann Sitzungen der Lehrerinnen für höliere Schulen, sowie des Lau des Vereins hessischer technischer Lehrerinnen statt,

** P oj» Gieße »er Elektrizitätswerk, Durch Be­schluß der Stadtvcrvrdnctcn-Veriomiiilung vom 10. März ist der Strompreis für Krajtzwecke init Wirkung vom l, April d, I, ermäßigt worden. Zu welche» Preisen das Elektrizitätswerk die elektrische Energie im Stadtgebiet liefert, linden die Leser unter den amtlichen Bekanntmachungen der heutigen Nummer

N i e d r i g e s P e k ö st i g n n g s g e l d i ü r d a s ; w e i i e

Vierteljahr des Kalenderjahres 1414. To« Be - köstignngsqeld für den Bereich des 18, Armeekorps beträgt ihr das 2, Vierteljahr für die Garniionen Friedbcrg, Hanau und Well- hurg ic 13 Pfg, für Gemeine, 77 Ptzgl für Unterostizicrc, für Gießen und Wetzlar je 13 Pfg, für Gemeine, ,70 Pig, Tür Unterostizierc, für Babenhausen, Butzbach, Frankfurt a, Mi, Homburg v, d, H, je 12 Pig, für Gemeine und 77 Pig. iür Unter, oisiziere, ihr Offenbach a, M, ll Pfg. iür Gemeine, 58 Pig, für Unteroffiziere, für Tarmstadt 10 P'g, für Gemeine, 72 Pig für Unteroffiziere, iür Mainz, Wiesbaden und Worin» je 39 Pfg. iür Gemeine und 7l Pjg, ffir Unteroffiziere. Hiernach ist das Bc- kästignngsgeld für Friedberg und Worms für Unteroffiziere und Mannichalleii »Ni je 1 Pig,, für Babenhanjen und Tarnistadt um je I Pjg, für Gemeine und 2 Pfg, für Unti-rosfiziere gegen das laufende Bierieljahr hernntcrgegangen, für Offenbach ist dagegen das iägliche Bekösttgungsgeld »in je einen, Pfennig für Unicroni- ziere und Mannschaften erhöht worden,

** Eine Fahrschule in Gießen, Der Tierschutz- Verein hielt gestern abend im Hotel Kaiierhos seine gut bifuchle Hauvkvcriammlung ab. Man kam dabei ans die Begründung einer Fahrichulc in Gießen zu sprechen. Es imirde in der tcbhaffen Ausiprachc ancrkannl, daß eine solche Einrichtung auch im Inter­esse des Tierschutzes nützlich sei, daß aber in der .Hauptsache die Gewerbetreibende» von der Einrichtimg direkte» Vorteil tiabcu würden, inbem ihr Fahrperwnal in dieser Veranstaltting Belehrung und Schulung erhalle» ivürde, Ter Ilnlerrickü lheoreiiich und hraktiich gedacht, er ist ans 2 M o n a I e, die Wvch, mit zivei Stunde» berechne!, NN» sott iür die Teilnehmer unentgeltlich lein. Es iverdcn für den .Unterricht 3 Lehrkräfte gcbrauckß, deren Kosten man iür einen Kursus aui 100180 Mark veranschlagt har. Troß gewisser Bedenkeii war man doch in der Versammlung einstimmig der Anlichr, daß der Tierichutzoercin den Versuch inachen soll, in Gießen eine Fadrickmie ins Leben zu rufen, wenn sich die beieiligien und intereffiereten Kreise wie Metzger- und Bäcker- Innung, soivie Fuhrwerksbesitzer und Unternehmer, der Pfcrde- markl-Änsschuff, der Reiterverein Gießen, der 2lniomobilkl»b usw, zu einem idürficltcn Beitrag iür das Unternehmen verpffichtk» lvür- dcn, zu dem dann auch der Tierschußvcrei» einen entsprechenden Zuschuß leisten würde. Aus dem Iabresbericht ging hervor, daß der Verein 561 Mitglieder zählt, welche zusammen einen Jahres­beitrag von rund 60Ö Mark leisten. Zu dieser Einnahme kommen die Zinsen einer Ttislung von jährlich 100 Mark und eine Zuwen­dung der Bezirksioarkasse von 100 Mark, sowie sonstige kleine Zu­wendungen, Der Verein, welcher ein Vermögen von '2100 Mark har, ivcndetc im abgelauienen Jahre iür Zwecke dcS Tierschutzes etwa 1500 Nöark aui. Es ivurdc anerkannt, daß auch unsere ge­samte Vcvölkcrung in dankeiisioerrei Weise sich an der Vogel- jütterung lebbait beteiligt hat, Tie Wiederwahl der ausicheideiidcii Vorstandsmitglieder wurde durch Zuruf erledigt. An Stelle des nach auswärts verzogenen Oberbürgermeisters Mecum und des vettiorbenen Stodtvcrorducten Loos ivurden Oberbürgermeister Keller und Brauercchcffscr Bichlcr kinstinimig in den Vor­stand gewählt,

** Gießener T i a d t i h e a t c r. Der 'Abschieds­abend dcS Herrn Ludwig Grosser gestaliete sich zu einer Ehrung des vielseiffgcn Künstlers, lvie mir sie in Gießen noch selten erlebt lmben. Als Doribader Zangerl im Iägerblut trat Herr Grosser, dem die Gießener Theatersrcnnde io viele und schöne Leistungen zu verdanken lmben, »och einmal in einer größeren ikolle vor die Rampe und nicht nur bei seinem ersten Austritt, sondern jedesmal, wenn er im Lauie des Abends auf der Bühne erschien, wurde er von dem vollständig ausoerkausten Haus Mit starkem Beffaff und herzliche» Zürnten emviangen. Von Akt zu Akt steigerte sich die Begeisterung, immer Ivieder niußie Herr G r o s s e r vor den Vorlmng treten, und zahlrcickie Svenden häuften sich zur Freud«' des Publikums um ihn her, bis »ach unzähligen Her­vorrufen und 2lbjchiedsgrüßcn der Vorlwng zum lctziim Malcnieder- qing über dem gelehrten Doribader und den tüchtigen Förstersleuten, Wie alle Theaterfreunde, sehen auch wir Herrn Großer nur ungern von hier scheiden, denn aus jeder Rolle wußte er etwas zu machen und rmmcr stand er mit bestem Erfolg seinen Mann, sei cs in der Posse oder int Sämuspieler bar nie versagt. Möge er i» seinem neuen Wirkungskreis eine ebenso dankbare Znhörerschast finde», wie das hier in Gießeir imn«er der Fall gewesen ist,

** Stadtthcatcr, Aus die Abschiedsvorstellung von Herr» Karl Volck am kommenden Freitag sei ganz beiandrrs hinqewiejen, Herr Volck bat vor 5 Jahren zum ersten Male unsere Bühne und damit das Theater überhauot betreten und sich zu einem erste» und beliebten Mitgtiede unseres Stadttheoters ent­wichet, Neben der Vielseiffgkeit seiner Betätigung ist bei Herrn Volck noch besonders die mißerordenlliche Gewiffenhostiqkeii zu rühmen, mit der er an jede neue Ausgabe herantrat itnd die es ihm ermöglichte, stets abgerundete ck»raklerisnsche Leistungen zu bieten. Die 'Abschiedsvvrstellnug (Liebelei" von Schnitzler und ein umsikalffcher Einakleri iindct int Abonnement statt und es ist dadurch den Dienstag-ich Mittivoch-Abonnenten Gelegenheit geboten, noch etwa vorhandene Gutickicine zu verwenden,

** E i n neuer A st a-Nielsen-Filin lvird in dieser Woche in den hiesigen Lichtspieltheatern gezeigt Ilrbem Gad hat diesmal ein rührendes Bild von der Liebe einer! Mutter zum Kinde gezeichnet und szenisch wirknilgsvolli ausgcsührt,Das Kind ruft" nennt sich der Zweiakter. Asta Nielse» nnrkt als Mutter erschütternd.

** Prüfung von Kindergärtnerinnen und lKindcrvslegerinnen, Gestern fandnter dem Von'itz des Kreisschulinspektors Professor Tr. Alles die staatliche Prüiun.i der Kindergärtnerin mm und Kinderpstcgerinncn im Gießener Frä- bel Seminar statt, Sämilichc Prüflinge haben bestanden und toer- dcn zum Teil schon vom. Avril an ihren Bcru, apsühen, ,

** Das G e i chä ftsj u biläu m der Frrmio Nowack, 'Anläßlich des Läsährigen Gcsckäitsjuknläums der Firma Fritz tzkowack >and am Freitag abcich eine Feier im Hotel.Großherzog stall, welche in gemüllichee Weise unler Gesang und Vorträgen

verlies. Ein gemüttiches Tänzcku'n beschloß die Feier,

"" Ein goldenes Doppel- I u b j l ä i> m begeht mor­gen Frau Witwe Kurz, ioelche bei ihrer Tochter, der Witwe

Tchaejer, i» der Neuen Baue wohin, 'Am I. Avril 1801 kam sic als jung verheiratcle Frau von Greiieustcin nach itzicßen und nahm beim Bäckermeister R ü h l am Marktplatz Wohnung, Seit ihrer Ueberiiedelung, als» 50 Jahre hindurch, lmt che Greffen steinerin und deren Nachkommen unnnlerbrochen in treuer An banglichkeit ihren Brotbedarsvons Richlc" entnomnien Mcisdv Rühl, der nicht Ntz'iiig stolz aus die treue flundichast ist, will den seltenen Jubiläumstag nicht vorüber gehen lgijcn, um einen Extratuchen herzuftcllen,

** HeberKricgsdrangsale in Obcrhcssen vor t!»dort Jahren" hielt Lehrer Oßlvald in einer gut de luchten Verlonmiluiig des Krieger- und Miliiäroereins ...Halffa" zu Bad Nauheim einen Vortrag, Die fesselnden Ausiub rangen, die sich ans ein eingehendes Aslensiudium sffitzten, titochteu vor allen, nnt chm, Durch marsch der Russen chirch Ober Hessen bekannt und schilderten die Erpressungen, che ,m Vogelsberg und vor allen, in der Gießener Gegend che Bewotmor durch die Koläkeu zu erttagen batten. Die Gemeffidcrechminqen vieler Orte Oberchiiens ivcijen ganze Bündel solcherEr vre s- s u n q S l i ft e n" aui, Au«ch das damals mir etwa 1000 Einwohner zählende Tors Nauheim, das von 18101810 schon einmal vorübergehend zu Hesfen-Tarmüadt gebötte, hot während der Trupvendurchinärsche in den Jahren 1813 >815 ircht hode flriegskosten an Einguartierungslasten. KriegSsuhre» und alle gemeinen Erpressungen lrngen müssen: lie belaufen sich für das Jahr 1813 allein aui rund 10000 Gulden. Zahlreiche Belege aus den 'Akten und Rechnungen des Bad-Nauheimer Stadtarchivs erläuterten che 91 rt dex Reguffition, iche sie damals von den floiakcn ansgeübt wurde, Schlinimer noch als cheic fllrregÄasten trafen die Bewohner in Oberheffeu aber noch die von Z>en Raffen mit ins Land geschleppten Krankheiten und Seuchen, die unter Menschen und Vieh umgingen und verheerend ivirkten Eine N erven lieber- >m» T v v h n s e p i d e m i e , che 1811 und 1815 in vielen Orten Oberbeffens recht sarchibar anstrat, bildete den krassen Abschluß der lvährcnd der langen KriegSsahre ertragenen Drangsale und Lasten. Auch in Nauheim, das wie Gieße», Bntzbackl und Arnsburg ein Lazarett für rerwundele und kranke Soldaten hatte, wurden von diesem La­zarett, das im Tejchhans «ingerichlet lvar, che geiährlichcn An stecknngskeimenter die Einwohner getragen, und der Kreis vhvffkns in Friedberg und der Amischirurg haben für che Be­handlung der Kranken in den Gemcinderechnuaigen von doMals manchen Beleg hintcrlaffen, Tic Ausführimgen des Redners, che zablciche Einzelheitren über den Lluienthalt der Rußen in Ober Hessen brachten, wurden mit Interesse verfolgt und ernteten lebha'iten Beifall, dem her Vowiftende derHassia", Tladtral Schäfer, in Dankcswotten Ansdrvck verlieh.

Kleine M i t t c i l u n g e n. Als gestern nachmittag 1.02 Uhr der Eilzug den Bahnhof Butzbach vastiertc, geriet ein Gespann gegen die gesckßolsenc Schranke an der Kleebergstratze bei dem Stellwerk I, Ter Zug kam zum .Halten. Die Schranke wurde stark beschädigt, Verletzungen trug niemand davon, In Rom rob stöberte ein Hund tu cineui Reisigbauien die Leiäu eines ncugeboreueu Kindes aui, Ei» Einbruch wurde in der Nacht au, Montag bei Briefträger Schäfer in Lich verübt. Dabei ivurde ein Fahrrad gestohlen, Bon dem Dieb hnt man noch keine Spur, Der Amtsgcrichtssekrctär fl ü h ii in Franksurta M wurde vom Dienst enllwbc», weil er sich in seiner Eigensthaft als Mitglied des Kirchenvorstandes der evangelischen Kirchengemcinbc Bockenheim an den iogimannten Klingelbeiitelgeldern vergriffen Hai, Der 38jährige verheiratete Arbeiter samnet LimpV, der erst seit einigen Tagen von Mannheim nach Osjenbach »erzogen ist, stürzte am 2Nontag aus dem Fenster ieincr in dem Hause Eiienhahn straße 12 gelegenen Wohnung, Er zog sich neben inneren Verletzun­gen eine» Sckwbelbruch zu und imirbe schwer verletzt ins städtische Krankenhaus gebra«i>t. Ter frühere Bürgermeister Schneider von O st h e i m bei B u tz b a ch ist ini Atter von 70 Jahren ge­storben,

LauSkrcis Gießen.

= Lan g Gön s , 30. März, In Ser Bersammlintg dos Bürgcrdereins am Sonntagnachmcktag ivurde ein Vvrtrr»' über die am l, Jauuar 1911 in Kraft getretene Rei chs ver- j i ch c r ll n g s o r d II UN g und zwar über den letzten TeilTie Kra ii k c n v ersi ch c r u n g" gehalten. Als Redner war hierzu Herr Kirchner von Gii'ßen gewonnen. In der Aussprache wurde Herr Kirchner von den Anwesenden, Arbeigcb>nn lote Arbru nehmern, über die LMidgemcinde , Ottskrankenkaffenivahlchi, Knavvichastslrankenkasse, solvic verschiedene Rechtsfragen bei vor gelommcnen Kranken- und Wöchnerinnen,»,lerftütznngen befragt und erteilte ausführliche Auskunit,

ä( Lich, 30, März. Tie Landwirtschastliche W i u t e r s ch u l e, die im letzte» Semester von 19 Schü­lern besucht lvar, hat mit einer öffentlichen Feier da« Halbjahr beendet, in der Unterrichtsprobcn erjoigteii und wobei Oekonomierat Weitzel und Bürgermeister Tür­mer Ansprachen hielten,

Kreis Kricöberg,

h Friedberg, 30. März. Für den Kreis Friedberg hat das KreiSaint die Stcnerpflicht jetzt auch ans die ausländischen Saisonarbeiter ausgedehnt. Jeder Arbeiter mit einem Tagesverdienst von weniger als 3 Mk. hat 6 Mk. und mit ^j»em Verdienst von mehr als 3 Dkl. hat 10 Mk. Stenern für die Zeit vom Tage seines LlnzugS bis zuni Schliisfe des Kalenderjahres zu zahlen. Ein Drittel der Steuern fließt in die Geineindekaß'c. Jeder Zuzug eines Ar« beiters ist sofort dem Finanzamt anzuzeigcn,

Starkenburg und Aheinhessen,

mi Darm stad t, 30. März, Der ll, Bundestag deutscher Zimmermeister findet i» der Zeit vom 15. bis 18. August in Darmstadt statt.

= Darmstadt. 30. März. In Bürstadt bcsuchte heute nachmittag die Ehefrau Lcininger mit ihren beiden Töchtern ihre Schwester. Als die Kinder einen Augenblick im Nebenzimmer iinbeausiichtigt waren, fiel plötzlich ein Schuß. Die fünsjährige Anna Leiningcr hatte in einem schranke herunigcwnhlt und dabei war ihr ein geladener Revolver in die Hände gefallen, den sie sich aus die Brust setzte und abdrückte. Durch den Schuß, der ins Herz ge- drnngcn ivar, ivarcn auch die Kleider in Brand geraten. Ans dem Wege zum Arzte verschied das Kind.

Kreis Wetzlar.

® > ß "i.<> r, 30. März. In den letzten Tagen lwt der de lieble Lehrer Richard Kühl igeb, in Kinzenbach« Wißnvai per lauen, um am 1. Avril in de» Schuldienst der Stadt Düffelbork pherzutrelkn, ZA ls sein 'Nachfolger ist von der Kgl, Regierung Koblenz der ^chlilamtskauküdat August Mehl von Dulcnhojcv, der im I^bruo, vom Kgl, Seminar in Wetzlar abgegaugen ist, be>ttnn»tZvord>m, Zu 'Anfang dieses Ialnes ist auch hier mit o ff 1 Tflhresfrist beschlossenen wirlichastlichen Zusammenlegung der Grundstiicke, der bedeutendste» Verbesserung für die Landwirl laxut m kleinen Betrieben, begonnen Ivordcn, Es ivird dem Kgl Sonderausschuß bedeutende Schivierigkeiten verursachen, die um langreiche und meist hügelige Gemarkung den qeometriich-tcch nilchen Grundsätzen und den Wünschen der Landwirte ent'vrechend neu .zu parzeNicren.

Hessen-Nassau.

!j Aus Kur Hessen, .30. März, Der Bezirk-sau-oschaiß zu Kassel gibt bekannt, daß der Voranschlag der ordentlichen > Einnahmen und Ausgaben für 1911/15 aus 1527000 Mk,