Ausgabe 
27.3.1914
 
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IM, bewcfcu, f«K «mtUdie 'W«öro,irtnutg«ii midi fernem Bei bleib uodi iu feinem Ergehw-S geführt hoben. .In dem 'fiadi- lajfc von toihMMi Kovv lfnt si» eilt Brief, ime imv hören, incht vorgefunden.

E z » e A u f r a g e i 111 Reichstag über die Verhol tung bt» haveriscken ü a itb 1 agsa bg e i> rb n o tr n 'Ihr cf (ft 'Xbg HKütTcr Slrinmgnt bat UI, Reich-»»,, folgende furze Anfrage gimrSt: Die Verhakung einer- baneiifchen Üoitßtan-- ubgeorbueteu erfolgte in Baden während der Sitznngsdaner der daher,>dn-n Abgeordnetenfaniuier burdi Beschluß einer badiickeii cne vichts unter Umifunben, Sie bei bev Bo,nähme auf bäuerlichem We biete eine Verletzung der venalsnngsmäßig garaniierlen Jinimi liitdt der Abgiordneren bedeuten würbe. Alt der Herr 9Hdwloiii fer bereit, mir de» Cinzetregierungei, in Verhandlungen über die Anerkennung der Auiniunilal der Mitglieder der eiureliieu Landes- vertretungnr in sämllicken BundcsstaatiN ein,»treten V Ach begnüge mich mit einer fchriftlidien Beantwortung

Die U eher nah nie der Bahn ft recke 2 l -de n b u_r g Wilhelms baven non Preußen auf den Oldenhnigiieheii c=ta«i für 23 Miüionen Mark in von, oldenbuigitätenLanolag Mil großer Mehrheit angenommen worben. Die Verzinsung der Dumme ist an, etwa 900000 Mort angenommen c der Ucherickuß von etwa 300 000 Mark wirb zur Deckung von Staatsschulden verwandt. Mit der Strecke Dlbenbnrg-Willnlmobaven bot Oldenburg die gesamten lrifenbahnftrecken, die ans feinem Grnnd und Boden liegen, in feinen Belitz gebrackit.

Wünsche der Elf an Lothringer. An der Rack »rittagssltzung der eliaä lotbr. Zweiten Hammer begründete,, Red­ner des Zentrums, her Lothringer und der Liberalen Anträge da hingehend, hie Regierung zu erinchen, sie möge sich dafür^ ver -miitx-u, dost dencerngen Elfaß Lothringern, welche bis zum Fahre 1890 wegen V»tletzu»g der Wehroflidtt bestraft worben find, die Strafe, ioweit sie nicht bereits verjährt oder erlaffen lei, in, öi» blick auf b je inzwischen verilosieüe Zeit und die eingetretene Aenbe rnng der Verhältnisse ,n Gnaden erlass«« werde. -

Ter Thronfolger von Rumänien, Prinz Ferdi­nand, fft mit Gemahlin und den, Prinzen Earol am Donnerstag abend 11,20 Uhr von Berlin »ach Petersburg abgereist.

Auslanv.

Tie französische Kammer nahm einen Gesetzentwurf, an, ivodnrch die Regierung von Französi f ch - A e a n a t or i a l a f r i k a ermächng, wird, eine A n l e i h e vo» I 7 .7 M i I I innen für Eifenbab » ban inffznnehmen

Tie e, n m a l i a e n A » s n a b c n bei der ! ranzöir - Ichei, tze e r c s n o r l a g r. Tie franz. iiammer beriet gestern über die Vorlage, welche den Kriegs und den Marineminister zu ein uialige» Ausgaben zur Testung der Bebürfnisie iiir die imtionale Perteidigung ermächiigl. Es bandelt iist» um l I l3 .300000 Fianes für die Armee, und 703 Millionen Francs ihr die Marine. 'Mehrere Sozialisten rrboben Einivruch dagegen, dost die Borlage nicht von den Hingaben über die iinanziellen Mittel und Wege begleitet iei, wie dies bei der deutiche» Militärvorlage der Fall war. Ter Nrieasminister antwortetet Tie Regierung beabiickstigt, die Mitiel durch den erworbenen Reichtum aufbringen zu lassen. Die wird die Vorlage sogleichad, Wiederauinabme der varlamentari- fchen Arbeiten e,»bringen Bestall aui der Linken . Tie Vorlage wurde daraui im ganze» Umfange mit 394 gegen 9.3 Stimmen a II - g e n o m m e ii.

An» Stadt «nv Lanv.

Gießen, 27. Biärz 1914.

" T a g e - k a I e n b c t für Freitag, den 27. 'März: Stadt- tl) tatet: .Ter Schlmwageiikoiitrolleui-." Benes, . R o l t e ck. An lang 8 Uhr. .

** _ .» o m m t b i c landwirtschaftlich c P o r suchsstation n a ch Gießen 7 An der gestrigen Stadt- verordnetenfipung zu T ärmst ad t wurde von verschiede neu Stadtverordneten gegen die in der Zweiten stammet zur Sprache gebrachte Absicht, die Landw. Bertnckisst.iiion, nach Gießen zu verlegen, Einspruch erhoben, da die Versuchsstation vor allem and, für die weitere Melioration in der Provinz Stai'tendnrg vvn Bedeutung sei. Man emp fahl noch besseren Anschluß an die Tarmstäüler Technische Hochschule.

** A u s dem Schuldienste. Tein Lehrer Philipp Schröder zu Lindenfels, »reis Bcnsheim, ivurde vom Beginn des Schuljahres 1914 1.7 an eine Lehrerftclle an der Volksschule zu Friedbcrg lstadtleil Fauerbachs über tragen. Ter Oberlehrer an dem Realgvinnafium zu Mainz, Tr. Otto schmidt-gen, wurde auf fein Rach suchen mit Wirkung von, 3. 'April 1914 aus dem staats dienst entlass«. »Erledigt ist an der Volksschule zu Dudenhofen eine mit einem evangelischen Lehrer zu de sehende Lehrerstelle, mit der Orgänistendieiift verbunden ist.

"Anschlag auf einen Zug FrankfurtGießen. Bei der Borvrtstaiion Berkersheim an der Strecke Frank- snrtGießen wurde ein Anschlag ans einen Eifenbahnzng entdeckt. Bisher nicht ermittelte Personen hatten auf die Gleise einen schweren Stein he wälzt. Ter Führer des Gießenee Frühzuges sah das, Hindernis - und brachte den Fug rechtzeitig zun. Halten.

E i n c Handwerk e r'v e r i a nt m 1 u n g Am Dienstag, 21. März, nachmittag» I>- Uhr, fand eine gut liesuchte, öiientliche Handwerkerpersammtung im Gewerbe [laufe statt, sie war einbernien von der Handwerterzentrale. Rock,'Erledigung einer Wahl von verschiedenen Handwerks meistern zu einem Ausschuß, der mit dem neuen Herrn Oberbürgermeister über Handwerkersragen verdändel» soll, sprach der Vorsitzende. Obermeister Willi, K niest ans Kassel, über:O r g an i s a t i o n cn des H a n d w c r.k s". Ter Redner, welcher im Aufträge des Ardeitgeberichnn ' Verbandes für das Tenliche Holzgewerbe erschienen war, otiiec. daraus hin, daß die modernen Arbeitgeberverbände eben den bestehenden Annungeu durch die ivirtschailliche Entwickelung eine unbedingte Rotwendigkeit geworden sind. Befassen sie fick, einmal mit dem Abschluß von Darüber trogen mit den Arbeitnehmerverbänden, so werden sie aber auch eine gewichtige Rolle mitspielen. bei, Kollegen den Zusainmenichluß zur Bessernng ihrer materiellen Lage zu beweisen. Hierzu sind, sa in erster Linie die Herren »ol legen berufen, die in einsichtiger Weise vom Verbände von ihren Ist«schäften gelöst sind und ganz zur Förderung der Arbeitgeberinteresseii berufen sind. Taß hier ein großes Ar beitsgebiet vorliegt, bewies der Redner an vielen Be, spielen des praktischen Lebens Es ist natürlichum-, gänzlich notwendig, daß durch Gründung neuer Ortsver bände und Gewinnung neuer Mitglieder solche Organisation geftärlt wird, deshalb richtete auch der Redner das dringende tkrsuchen an die Gießener Kollegen, sich zu einem B e z i r ks v e rb a u d e zu vereinigen. Ter Vor­sitzende dankte Herrn .ikniest für seinen mit großem Bei fall ausgenommenen Vortrag und lniipste die Hoffnung daran, daß recht bald ein tveiterer derartiger Bortrag, folgen werde. Rach reger Aussprache stellte Herr Kniest seine weiteren Besuche gern in Anssickit. falls sich die Slot, legen des schreinerbernss zusmnmensiuden würden. Eine Beriaminlung sür dieien Zweck soll demnächst ftattjinden.

** Tie Kettviehpreise, ivelche unsere Gießener Metzger jetzt durchschnittlich anlcgen müssen, stellen sich wie folgt: Ochsen l. Lual. 9092 Ks,>. Onal- 87.89 Mt.:

Rinder >. Qual. M- 1*0 Mk , 2. Qual. M Lei Mk. : Stühe in Miltelgualität, wie solche am Platz gebraucht werden, 71 -78 Ms : Wurstkiihe « 1870 Mk.: stälbtv 8590 Ml.: Schweine 8t) -82 Mk. rür den Zentner Schlachtgelvicht.

** G > c ß e ii et Pferde m arkI Lotterie. Bei der Lotterie am Donnerstag fielen die zehn Hauptgewinne ans folgende der Reihe nach geordnete Rümmer»: Rr '28000, 21 534, 4378, 29,808, 586», l 192, 25 3HH, 3341, -115.3 und 18 429. Ter erste Hanpkgewinn siel »ach Trotie.

** Das leidige Verb > e n n e n der H eden. Das Berbrennen der Hecken im Frühjahr ist eine Unsitte, die gar nicht genug bekämpsl lverden kann Schon jetzt sieht man allenthalben in den Getnartungen die Feuer rauchen, die viele Hecken mit ihrem dichte» Bestände von vorsährigeu dürre» Gräser» zerstören Und gerade dieses Untergias der Weiß- und Scktzvarzdor»Hecken bildet eine viel begehrte Riststätte der meisten Singvögel. Es wäre doch zu ivüii fcktz'n, daß bald etwas mehr Ratnrsinn und Perslinünis für des Menschen Freunde aus der Tierwelt Platz griffe,denn nicht nur jugendliche Ucbelläter sind es. die das dürre Gras der Hecke» anzünden, sondern häufig sieht man nach Er­wachsene ain Werke, in »nüderkeztem Tun den kleinen Sängern die Schutz und Wohnplätze zzi zerstören

" £ I n & 11 b c a I e r. Rocknnals hi in Ichltc Slimde auf die heutige Ausführung d«s Eckiwanles ,Stt S (& I nf ,u n g c n* famratlenc* hüigewieseii, die bekanmlicki als Beuestzoorstellinig für Herrn »arl Rotleck, de» believle» Bonvioant unserer Bühne, statisindet. , .

Forst und Aagdidintz. Das Großh. tzreisamt Gießen erläßt eine Betanniuiadnmg, in der es die zcsetzlidten Beslimmungen für den Forst und Aagdfchutz in Erinnerung bringt. Es handelt lick, dabei um das inibkfngte Betreten und Befahren vvn Gebieten oder Schonungen, das Restausnelpncir von lagdbareni Fedenoi» oder von Singvögeln u. a.

G ü l e r r e ch t s r c g i st e >. Errungen.sch g ltsge- rn ein sch oft haben in-reinbarl: sck istner Adam BlFckban der vierte und besten Ehefrau Aulmne geb. Müller, Bäcker Stephan Mütter der siebente und dessen Ehefrau Anliane geb. Euler, alte zu Evvertsttaufen. G ü t e r t r e » u u H g fwhen vereinbart: Hammcni» Albert Han und besten Ehefrau Anna geh. .Hamann, Witwe de? Edmund Schmitt, zu Tarmstabt. Philipp B u > ch. Weiß- binder, Stulkateur und Anlmber eines Hohlengeschäits jh Lich, und Edeirgu Helene geborene schöne, »arl schönc. Schreiner in Lich, und Ehefrau Luise geborene Loh, Mathias Anng, Gärtner, und destrn Eheirau Barbara, genannt Hälhe, geh. Lieb ter in Bingen. Heinrich Strenber. Weißtnndermeister zu Lotlar. n»o dessen Ehefrau Marie geb. Groß. Friedrich Hndilil, Laiwiriit und Schankwirt in Mainzlar und heilen Ehefrau Mai gareihe geb. Freu.

* Hl eine Mitteilungen. Gemeindevorsteher Aoh. Ohl» zu Niederkleen wurde für weitere 8 Aahre gewählt. Bellersdorf hat jetzt als letztes Hinterlanddörfchen Amchluß an das Telcphonnetz genommen. - Ans Furcht vor einer zu er­wartenden Haitstraie erichoß jich am Donnerstag der Fahrikarbeiter Äarl Schäfer zu Höchst. Der 42jährige Arzt Tr. Wilhelm ä n o 11 in Fra n ksurt ist seit einigen Tage» verschwunden.

An dre Racken heim er Hapselsabrik genei der 17jährige ffllulli- r ans Oppenheim mit der Hand in eine Maschine, wobei ihm mehrere Finger zeeguetscht wurden. An ein, Schneidmoschiiie geriet im gleichen Betriebe ein lstjäliriges Mädchen und erlitt schwere Verletzungen. Der Odenwälder Reiterverein beschloß in seiner kürzlud in Erbach i. C. nbgelwltenen vauplvtr- sarninlung, auch dieses Aabr wieder ein Pieederenne» mit Bei loinug abzubaltkn An der Haiiplveriämmlung des Verkehrs ausschnsscs Langen wurde II. a. auch die Frage der elek Irischen Verbindung Oikenb^id» Darmstaftl er öeiert. Wie nunmehr ieststeht, soll die Bahn von Ostenbach bis Langen von einer Franliurter Firma, und vvn Langen bis Dgent- stadl von einez Daemstädtee Firma gebanl werden.

Landkreis Gießen.

= Lollar, 27. März. In dem KonknrsverjaHren über das Vermögen der La ndivi rtscha stl ich en Bezngs- nnd Absatz-Genojsenschaft, e. G. m. b. H. in Lollar ist Termin zur Ertläcnng über die vo» dem slonknrSvercvalier eingereichte Vocschnßbcrechnung aist DomierZtaa, 2. April 1914, oormiitagS 9 1 /, Nhr, Zimmer 21r. 11, anberaninl worden. Die Berechn,mg liegt 3 Tage vor diesem Termin zur Em- stcht der Bekeiligten ans der Gerichtsi'chreiderei des Groß h. AintSqerschls Gießen offen.

o Ro dH ei in a.d. Horloff, 25. Marz. Bei der Aagd Verpachtung wurde ein um rund 400 Mk. höherer Preis als irücher erzielt. Tie Feldjagd hat rin hiesiger Bürger ge­steigert, während der Rentner Zeltmann Bad salz- hanje», jetzt -in, Haira, Höchstbictender der Waldjagd blieb. Tie Mehrestmahme kommt der Gemeinde sehr zu statten, da hier in den letzlen Fahren große Aniordernngen an den Ostmcintesäckel gestellt ivorden lind. 'Auch im benachbarten Stcinheinl wurden bei der Fagdverpachtung jährlich 270Mk. nithr vereinnahmt. Die Waldsagd hal auch hier der Rentner Z e l t m a n n gepachtet.

St reis Büdlugeu.

O Bad £ alzhansen. 28, Marz. Während in früheren Aahren erst im Mai die hiesige Badeiaison eröffnet und der Badebetrieb anlgenonnnen -ourbe. wird in diefem Aahre schon bald die Perabreichmig von Bädern erfolgen, denn das K auf mann s- Erholungsheim wird bereits am I. 'Avnl geöffnet. 'An diefem Tage treffen über 80 stansleale zur fiiir im .Ernst-Ludwigs, heim" ein.

Kreis Lauterbach.

R. Lauterb ach, 28. März. St r c i s a n s s ch u ß - sitz» ii g Am 18. Februar d ZS. fand in Be r m uts Hai n Beigeordnete n w a >, l statt, bei welckwe Hch. R a u i cki mit 38 stimmen gegen lach O echter VII. mit .38 Stimmen ,'unt Beigeordneten gewählt wurde Die Wahl ist von dem Großh »reisrat beanstandet worden, weil, wie allmäh­lich in die Ocsfentlichkeit dnrchgedrungen ist. vor der Wahl heimlich und unter verdeckten Vorwände» Freibier ge spendet wurde. Eine Voruntersuchung ergab, daß schon vor Weihnachten oft Freibier in Wirtschaften gelrunteii wo: den ist. was angeblich aus 'Anlaß einer Verlobung, die nie­mals staltgejnnde» hal, und eines Geburtstages, der jedoch in eine spätere Jahreszeit fällt, geschehen sein soll: auch von solchen Personen war angeblich gespendet worden, von denen es nach ihre» Betinügcnsverlzältnifseii tnnm an znnehmen ist, daß sic das Bier ans der eigenen Tasckie bezahlten. Ein Zeuge, der jedoch unvorbereitet unterwegs verhört wurde, ließ in seiner Aussage dnrchblickcn, daß Freibier ans »osten der Beigeordnelenwahl getrunlcu >vor den ist. Tie Sache wurde deshalb dem »reisausschuß zur Entscheidung vorgelegl An der henlige» Sitzung wurde un­ter vereidigten Zeugenaussagen festgestellt, daß tatsäch­lich vor und am Tage der Wahl Freibier ans .Kosten des als Sst'ger ßervorgegangcnen Hch. Rausch getrunken morden ist. Das Urteil lautet: Der Beanstandung des Olroßh. »reis rats wird stattgegeben und -die Wahl des Beigeordneten in Bermuts'hain vvn, l8. Februar 1914 für ungültig erklärt. Der Wert des Streitgegenstandes wird auf 500 Mark festgesetzt.

Kreis Ariedberg.

te. Friedbetg, Ltz.März. B-, der Krankenkasse,-.- ivahl wurden von den Bürgerlichen 19 Vertreter der Arbeit» gcber und 17 der Arbeitnehmer gewählt, von den Sozinl»

demokratcii ein Arbeilgebervertreicr und 23 Vertreter der Arbeistiehnier. Die Bürgerliche» haben somit die Diehrlieit.

h. Vilbel, 25. ctrDas Frankinitti Hohle n I ä IIre» wer! ..Gewerkickiaii Wahl'- I " in Franlnirl Rodelheim erwarb

vor etlichen Monaten in de: Röhe des Rordbahtzhois ^III größeres Gelände zum Preiie vvn 11000 'Mail. Ans diesem soll unter der Ansticht der Großh. Hess. Berghehörde eine Betriebsanlage zur Gcnnnumig und g,',vcrl>lid-> n Perwellung der heim Zmageiii'ten de» bekannten Brodichen Sbrudets in natürlicher Weste irrnverden- den gasiöruiigen Hohleniäure errichtet ».erden. Bisher gehen täglich 788000 Liter stark kohtemänichaltigen Waistrs nutzlos verloren oder iährlich eine Million Kilogrannn Kollleniäurc. Die GemesttüeMricetmia ist seil längerer Zeit mit dem 'Abichlnn der Verträge zwischen dem svrudelbesitzrr und der Geietlichail drichä!» ligt. Inzwischen har nun das .Kreisamt F r i e d b e i g sich vor einigen Tagen gutachtlich dahin geäußert, daß die Erteilung d e r El cu e Hni i g i,» g e i » c r » d l> l c n s ä u r elr i t n n g durch R ä h r e » v o m S I> r u d e t II a ch d >' IN B a t> n h o t he zw. de UI acvla Ilten Werke ui ch t z u h e a II st.a II d c u ! ei. 'Auch das Guiachte» der Heisischeu Oberbergbehördc ist ietzt^einge- gangeu. Die nächste Gcmeinderatsiitzuua Ivied zu beiden Sckiriit- tären Steilung nehmen und damit die ihr Vilbels Mincratioaiier- Handel lieseinschiieidenbe Frage endgültig zur Erledigung bringen.

starkrnbura und Rheinhessrn.

IN. Oiienbach a.M.. 27 März. Der Istjälirige Tagtöbner Aatob Tcheitzger, der INI Stadtteil Bürgel wohn:, unterhielt seil einigen Monaten mit einem Mädchen ein L i e b e s v e e h ä l!.- n i s . das von de» Eftern dos Mädchen-: nicht aevilldet wurde. Auch dos Mädchen halte üdi van ihm losgcsagt. Als er gestern ahend seine Geliebte ivreckaen ivotlre. wurde ihm von der--: Schwester entgegnet, daß sie iidi ackwn ickilafen gelegt habe Darüber geriet er in Erregnilg und als i'välcr die Schwester das Fenster östn-tc. um nachzutehrn. oh er sich ent-ernt bah', teuer'.' er, in der An, nähme, seine ttzeliebte vor fick zu haben, vtötzlick secks Re­volver s ckn sse Hintereiuaicher ob. die jedock sämtlich fehlgingen. Danach ergriff er du' Flucht, wurde aber auf dem Wilhelmsvlatz eingeboll und von einem Schutzmann festgenommcn. Den Revolver hakte er ans der Fluch- lveggttworfen.

Hessen-Nassau.

Höchst, 27. März. In der Höchster Stadlverardnctcn« Versammlung ivurde bekannt gegeben, daß ein Bürger, der nicht genamit sein ivill, der Stadt eine Etistnng von 10000 Mark gemacht habe, ans deren Zinsen städtischen Beamten und Llrbeitern >> Rolfalle llntcrstntzung ge­währt werden soll.

UnrversitätS'Nacbrifch-en.

- Pros. Dl. Ernst Gövpert in Ri a r b » t g lxit den Rui als Ordinarius der 'Anatomie an die Univeriität Franklurl angenommen.

Dkl Vertreter der lateinischen Svrache und Literatur an der Univeriität Basel, ord. Prosvffor Dr. bdil. Waller Oktv. bat emen Rus an die Unipersität Frank iur t a. M. erhalten. Er ist am 22. Juni 1874 zu Hechiugen in Hohenzollern gehören.

Ter o. Professor iur römisches und deutsches bürgerliches

Recht Tr. Aost'vh Part sch in .3- e e I b i: i, Br. Hai Riff an die Franksniter Iliiiveriiiät ah gelehnt. ,

Der Professor der lheoreliichcn Phpsik an der Universität 111 r r di t (Holland, Tr. Peter Dehne hat einen Rui an die Frankfurter Unireristäi erhalten. Dr. Debye ist 1884 zu Maastricht in Holland geboren.

Ter Hamburger Senat bat die Proiefsur für Kultur und Gciändne Andiens am Hamburgitchen Kolonialinffflut dem Pro iessor der Andologic an der Universität Ehristiania, Dr. Steil K o u o w, nbcrtragcn.

Der ilichteiatsmätzigc a. o. Proiessor für Strafrecht, Straf­prozeß und Zwilpiozeß an de, Universität Heidelberg. Tr. jur. Gustav R a d b r I, d> hat einen Ruf als etatsniäßiger Etztra ordinarius nach K ö uigsberg i. Pr. als Rackffotger vvn Pros Kriegsmann erhalten. Er ist 1878 zu Lübeck geboren.

knkticbitzsdbrt.

Wc'lilau, 26. Mär',. Ein mit zwei Offizieren, irus Königs- Ihtii aufflcfticgciic^ Mi l itärfl » g zeug naürn heute vormittaa eine Notlanduna vor. Beim Anlaffen des Propellers zum Wieder^ aufftiep wurde Leutnant Groeuer durch die Luftschraube am Ä o p f e s ch w e r v c r l e tz t. l^r erlitt einen L ch ä d e l b r il ch. Von Köniqsbera ist ein Automobil der Flieqerabteilung ab^eqangen, um den bewußtlosen Leutnant Groener nach Üöniasbcrg zu bringen

Das vootrunglück auf der Spree.

Am Toiinerstag abend wurde die Leiche des letzten Opfers der .Katastrophe auf der Oberspree, die des Fräu­leins Heidehrcchcr, gefunden uiid geborgen. Der til Fahre alte Färber R >, tz t i n a t, der vom Ufer aus lms Boots- unglnck bei .Köpenick beobachtet hat und zusehe» mußte, wie seine Tochter, die sich in dem Fährboot befand, von den Flulcii verschlungen tourde, hat vor Schreck die Sprache verloren.

vermischte».

* Tie B c i s e tz u n g: H a r ii a ck s. Tie Leiche des Pro- scfsors Otto Harnack wurde am Donnerstag im Krema­torium des Stuttgarter Ptagfriedhofes eingeäicherr. Unter den Trauergästen bemerkte man u. a. den Bruder des Toten, Ezzz. 'Adolf v. Harnack. Rach einer 'Ansprache des kpeistlichrn und mehrerer Vertreter des Lehrkörpers der Technischen Hochschule sprach namens der Fortschrittlichen Volkspartei Rcichslagsabgeordneter Haußmann.

- U eb c r sa !>r e n. Ans Pren'Zau. 28 März, meldet ein Priv.Tcl.: Gestern abend wurde vor dem 'Babnhof Haßlcbcn der Ästigen des 'Bäckermeisters Groß aus Veenz überfahren und zertriiinnicir. Tie beiden Pferde wurden über 100 Meter weit lmtgeüftlei»: eines geriet unter die Lokomotive und wurde völlig zernnilnir. ,'liif dem Wagen befand sich außer den> Bäckermeister der Viehbäüdlcr Säiemel ans Haßleben. Beide Männer wurden,ckwer- verletzt INI Zuge Nack, Bcenz mikgenommcn, wo sie in, »ranken hause cingelicsert wurden. Der Bäckermeister erlag bald seinen Ver­letzungen. An der Ilnglücksstelle henndet lick ein Bahnäbcr- 4iiig ohne Sckrank e.

V o I! eine NI .» IaftwagcII erd r ii ck l 'Ans E l m s - liot», 28. März, meldet ein Priv. Telegr.: 'Aui der Pinne berget Landstraße wurde ein RadiaHrcr, der Aibeiker Paul W i e jener aus Langeloe. vo» eurem eiffgegenkommenden '.Amoniobil. denen Steuerung versagte, gegen einen Ehauffccbaum gedrückt und getötet. Das Anlomohil übcricklng iicki und begrub seinen An- sassen, den Gastivirt Gti'eniann ans Barmstedt, unter lick. Giiese man» wurde so idmvr verletzt, daß er ebenfalls verstarb. Der Eliauffkur Wicb unverletzt.

- E i n c S I r a ß e s o r l g c s ch w c in m t. 'Aus Stabanger wirs gemeldet: Turch den über die Il'er getretenen Vinnenice Vre devand in eine ganze Straße, die mit Bäumen bevstanzt war, fort geschwemmt worden. Die jdwnsteii Teile der Stadtud ebenso die Eisenbahngleise fiirb in Gefahr Mcnscken sind nickt nmge lomme».

" M a s s c n v c r g i s t II lt g. Ans P ctkIsb u t g wird ge meldet Bei der Bereitung einer Salbe, die giilige Gase entwickelte, erkranlten in der Petersburger Gnmmisabrii Treugolnil über 200 Ardeuerinnen. Zehn von ihnen sind infolge der Beigst tung gestorben. Unter den männlickea Arbcitesgimoffen bracki daranfhi» eine starke Erregung gegen die Verivaltnngsbeamte» aus, irelcke dnrck die Polizei vor der Wut der Arbeiter gc- sckiützt Niirde».

^ D ampsk r u n g-tüd 'Ans Honolulu wild ge­meldet: Te> den Verkehr zivischcii den Anieln veiMiitelnde Damv jerM a » i" ist, wie verlautet, aus der Höh,- von Pearl Hai-