bürgermeister ciiicit SiKfommtntrunf der Stobt bnrrcirfitc. Ter Stönio Sanfte für bic Begrüßung nitft trank aus das Wohl, bns Vachien und, Blühen brr Stabt. Tarant begab sich bas Königs- paar mit Gefolge, und brni Ehrendienst z» einem o-rübftiirf in bic württrinbergische Gesandtschaft, Um 0 »Pr 30 Min ist bas Kö »iasvoar von Wnrttemberg^nach hcrzliiticr Verabschiedung vom bayerischen Känigspaar im Sonberzng wieder nach Stuttgart zn- rückgekehrt.
Ausland.
Der i a v a n i s ch e Ministerpräsident B a m a - Unat» bleibt bi* zur Bildung des neuen Kabinetts int Amt. Er erklärte, der Rücktritt des Ministeriums sei erfolgt. weil die Be ratungen über bas Budget auf einem Wien Punkt angckommen seien, »nb nicht im Zusamiiienbaiig mit bcni Marincskanbal.
An» 5t«M «nv Land.
©iegen, 25,»März 1914.
Gilt Lbervrrsicherunzsamt in Gießen,
Man schreibt Nys:
*TC ir brachten in der Montagsnummer unsere* Blattes die Mitteilung, das; vorn Abgeordneten Leun und (Meit. ein Antrag int Landtage ein gebracht worden sei, in Gießen für die Provinz Oberhessen ein Ober-Versicheriiiigsamt, mindestens aber eine besondere Spruchka in in e r zu er richten. Bereits in der gestrigen Sitzung des Landtags ist i'tbt'P den Antrag verhandelt worden. Der Antrag Leun wurde zu Gunsten eines von anderer Seite gestellten An > trage*, der den gleichen Zweck verfolgte, zurückgezogen. Die Regierung wandte ein, daß bei Verwirklichung dieses Antrages eine erhebliche Mehrausgabe entstünde, Anfolgt- dessen wurde der Antrag mit einige,i Stimmen Mehrheit abgclehnl.
Wir können uns nicht erklären, wodurch die erheblichen Mehrkosten entstehen sollen, find vielmehr der Hebe r- zciiguiig, daß nicht nur nicht Mehrkosten entstehen, sondern Kosten gespart, zum mindesten aber nicht mehr Kosten, als z, Zt, in Kapitel 67 des Staatsvoranschlags angesctzt siich, verursacht werden, denn es handelt sich lediglich mit die Verlegung der in Tarmstadt für die Provinz v b-rhe sscn gebildeten Spruchkammer al* besondere Spruchkammer in die ,hauptstecht dieser Provinz, Diese Verlegung liegt zweifellos auch tn>. Interesse der versicherten Bevölkerung der Provinz Oberhessen.
ES wäre zu wünschen, daß der Antrag von den Vers tretern der Stadt Gießen tu der Ersten Kammer wieder' anfgegriffcii wird,
** Ta g es kal ende r ihr Mittwoch, den 21. März: Stabt- theater: »Ter Widerspenstigen Zähiniingck Aiilang 7 Itbr,
5t i » b e r g a r t e » v e re > n n»b Giebencr Fröbel-Scniinar : 'Abends 8'A Uhr im Holet Schütz: Oessemltcher Bortrag von Frl. Hebwig Hübner.
Trinker-Fürsorge st «l!e für Stabt nnb Landkreis Gienen Gieße» Asterwez 8. Sprechstunde jeden Donnerstag abend « bis 1'U Uhr, ,
** 11 c b c r t r fl g c li wurde dem Lehrer Hermann B c n- d c r zu Stumpertenrod, Kreis Schotten, die erledigte Lehrerstelle an der Volksschule zu Lauter, Kreis Gießen,
** Verleihun g, Ter Großherzog hat dem Briefträger Johann Meusdorf in Lautertwch und dem Post- hilfsstctlcninhaber Briefträger a, T, Ernst Schaaf -in Ober-Gleen das Allgemcine Ehren,zeickien mit der Anschrift „Für langjährige treue Dienste" verliehen,
** Tc ch ii i s ch e H o ch s ch u t c. Kommerzienrat Wilhelm Opel hat der Abteilung für Maschinenbau an der Tech iiischen Hochschule in Tarmstadt 20000 Mark zur Errichtung einer Wilhelm-Opel Stiftung überwiesen, deren Ziiis- eriräguis zur Förderung der Lustschiffahrt, insbesondere zur Vornahme von Versuchen auf diesem ltzebtete Verwen billig finden soll.
** Maria Perl ü udignn g ist eines der ältesten Feste und wirb schon 3-10 n. Ehr, van Athanasius erwähn,. Die Griechen nennen es „Tag besGnißcs", dieRömer „Empfängnis oderMcnich - Werbung Ehristf", An beiNfchen Urkunden finden sich „Fest der Boicfchast", ,"iinr Fra een-Abend", „Ehrenmesse Unserer Fra -", „Marti Engelgniß". 65 i erllä d: Konl ;-i T led», da- die Verkünbignng wcaria ein eigenes Fest bilde. Wo:! es aber ofl in die Karwoche siel, so wurde es ou! den 18. Dezember verleg,, was lange Zeit in Svanien her Fall war, bi* man es auf d»'n 25, März endlich mrückverlegke: jedoch erschien ISIS die kirchliche Beiordnung, so orl das; Ostern im März geßnert würbe, Maria Verkündigung erst nach dem weißen Sonntag gebaiken werben solle. Die Protestanten i» Sachsen feiern dieses Fest, has einzige Marien fest. Am Mittelalter ist die lßeickiirbie von Maria Verkündigung bramaiiücr, worden: aitein 1656 verbietet ein väpstliäier Erlaß die Verwendung der Kinder zu diesem Zwecke, All Rom wurden Prozessionen angestellt. An Löwen besuchten die Kinder ehemgks die Pelerslirchc, ,dinier dem Bilde Mariens war ein Knabe versteck,, welcher an Stelle der Maria sprach. Ans einer Oeffnung an der Decke ließ man einen Knaben 'als Engel Gabriel herab, um die Bo,schalt zu verliinbigen. Währenü die Kinder naä, dem Engel blickten. ließen ibre Eltern ihnen unvermertl Leckereien aui den Schoß iahen, ais ob der Engel cs getan bätle. Als 1750 bas Seil riß. warb das Spiet verboten. Das Nest selbst weist wenig
An Unmittelbarer Rahe besanden sich viele Zimmer, vielleicht Bureaus, Tic Mauer besteht aus gewaltigen, guadra,lärmigen Marmorblöcken,
Tic Grabungen in Klei nassen hat die. Schule in diesem Aahre erst wieder neu ausgenommen, Ta die iranzösische Kammer den, Institut für da* lautende Jahr 50 000 FranlS mehr gewährt bat, sollen die Grabungen dort in größerem Umfange nn*-„ geführt werden und zwar in dem früher bedeutenden Cotophon und seinem Hasen Rotion, wo »um bereits da* bcrühnilc Nvollo Orakel Elaros scftgesteklt t>at.
Es wäre zu wünsche, daß da* Deutsche Reich das hiesige deutsche Institut IN ähnlicher Weise unterstützte wie die sranzösischc Regierung da* ihrige,
— Die r e ich * d c n 1 1 dl e U l anfsnh r » n g von L e b a r s
„Endlich allein". Ans Erfurt, 22, März, wird uns ge schrieben: Tic reickisdeutsche Uraussübrnug von Lübars „Endlich allein" fand nicht, wie dieser Tage angckündiqt Ivurdc, im 3,ob: theater zu Hildes heim, sondern heute in imsercm statt, Tie Handlung in bereils ans den Wiener Berichten bekannt. An der Musik geht Lehar einen neuen Weg: nur der 1, und 3, Akt gehören der Operette an, und diese enthalten eine Fülle leicht eingänglicher Melodien im Tanz- und Marschrhlsthmu*, die auch hier zündend einschlugcn. Musikalisch an, höchsten^stcht jedoch der 2. 'Akt. in dein Löhar ersolgreich das Gebiet der Svicloper betreten bat. Dieses Rieienduo war ein kühne-* ÜAagnis, Löhar hatte sedoch auch hier »ich, ans die geschlossene Form verzichte,, Die ivmpbonisch gehaltene Einteilung zeig, Einflüsse Wagners, Puccinis und Richard Strauß', Nicht zu ihrem Nachteil, Das Orchester ist wie immer meisterhait brbandell. Die von Kavellmeifter Riedel geleitete, sehr ilottc 'Aufführung fand eine sehr herzliche Aufnahme, F, M,
— Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissen- s ch a i t. An Florenz ist Giuseppe B n o n a m i c i, einst ein gefeierter Ksavicrkünstler, im Alter von 63 Jahren gestorben. Er hatte in München unter Bülow und Rheinberger studiert, war dort mehrere Jahre Lehrer des Konservatoriums und schrieb auch u. a, ein Streichauartctl. das Wagners Beifall «and. Er war zuletzt Dirigent des, Florentiner Chorvereins und Klavierlehrer am Kal, MuftkinstiluI in Florenz,
Gebräuche auf. Bezüglich der Witieruug sagt da* Sprichwort: Regne, c* au Maria Verkündigung, so regne, es noch vier Wochen, — Maria Verkündigung, die Schwalben kommen wiederum, - Der ilavonische Bienenzüchter dar, am 25, März Hans und ,Hvs nicht verlassen, sondern muß tagsüber Späne und Splitterwerk zusamineiiteien und ans den Küchcmberd legen, indem er dadci spricht: „Ach sammle weder Holz noch Zweige, iammie vietmebr Honig ein zur Versüßung meiner Bienen aus dem Meer und der Donau", i
; * Versa in in lu n g z u r Ort * lassen w a h l. Mit den Wahlen zum Ausschuß der Ortskranlenkaise Gießen beschäftigte sich gestern abend im Saale de* Cafe Leib eine stark besuchte Versammlung, Herr Kontrolleur B e tf m fl n n schilderte die Entwickelung der Sozialgesetzgebung iu Deutsch- land und erörterte besonders die Stellung, welche die Parteien dazu ciunahmen. Wenn der Sozialdemokratie vielfach vorgeworfen würde, daß sie gegen die Sozialstes,me gestimmt hatte, so hätten die damaligen sozichldenivkratischeu Abgeordneten die besten Gründe für ihr Verhalten gehabt. Sie stimmten dagegen, weil die lüesetze ganz ungenügend und die Organisation des Veriichernngsweien* nndemokratych >var. Mit der Reichsverficbernngsorditting sei vieles für die Versicherten verschlechtert worden. Bei den Wahlen beobachtet man nun, daß von Leuten, die sich früher nie um Kran lenfassenwesen usw. gekümmert hatten, eine sehr lebhafte Tätigkeit entwickelt würde. Nachdem die Dienstboten vcr-- jicheriingspflichtig geworden sind, zeigen ans einmal, so führte der Redner ans, Herrschaften ei» früher nie, beobachtetes Interesse an dev Wahle», Man sehe, daß allerlei Gruppen sich zusammen tun, um die sreigewerkschastlichen Arbeiter ans den Kassen heranszn- dränge». Hier in Gießen habe sich ebenfalls ein Ausschuß gebildet, als dessen geistiger Leiter wohl Herr Professur B o g t anzusprechen sei. Man mache die Dienstmädchen mobil, die sich bisher keine Kenntnis vom Berjichcrungs - wesen verschaffen konnten, um den oben angegebenen Zweck zu erreiche». Es müsse aber gesagt werde», daß die hiesig? OrtSkrankcnkasse unter der bisherigen Verwaltung Tnai tige* geleistet habe. Redner zählt die Mehrleistungen guf und schließt mit der Aufsorderiing, bei der Wahl am Dienstag für die Liste der Gewerkschaften, für den Wahlvori schlag ? zn stimmen. An der Aussprache ergriff Herr Pros, Vogt da* Wort und lehnte cs ab, der „spiritas reeior" des Wahlausschusses gn sein. Der Ausschuß habe sich an die Gewerkschaften gewandt ,u»t eine gemeinsame Liste zu erreichen, diese hätten aber abgelehnt, — Ter Vorsitzende M a n n erklärte, lvarum die Gewerkschaften nnf den Vorschlag nicht ein- gchen konnten. Bei der Verteitnng der Ansschnßsitze wären sie doch gar zn schlecht weggckommeii. Außerdem habe man sich von dem Wahlausschuß an die sozialdemokratische Partei gewandt, was darauf hindentr, daß man diese Wahl vom politischen Gesiehsspniikte behandeln ivolle, das wollten die Gewerkschaften nicht, — Herr Professor Bogt und Herr Fabrikant H o r st ergriffen noch das Wort, um das Verhalten ihres Wahlausschusses zn rechtfertigen. -- Rach einem Schlußwort Beckmanns schloß die Bersainmlniig,
" H e i in a r b e i t c r i n n e n e l e u d. Es ist bekannt, daß die Heimarbeit ein recht wenig einträgliches Gewerbe ist. So zahlt ein Frankfurter Geschäft, das Papierroscn- zweige fertigen läßt, den Heimarbettcrinnen jür 100 Zweige mit je 15 Rosen und ungefähr 30 Blättern, die alte zuzn- schneiden und anznßrtigen sind, also jür 1500 Rosen iindl 3000 Blätter, insgesamt 3,50 Mk, Eine Heimarbeiterin fertigte gemeinsam mit ihrer Schwester bei flottem Arbeiten in einer Woche 70 Zweige an, Ta* machte für beide Personen einen Verdienst von 2,45 Mt, pro Woche oder 2l Psg, den Tag ans. An einem anderen Geschäft erhalten die Arbeiterinnen für die Anfertigung von Taschen aus' buntem Scideiistosi, wobei sie das Garn liefern inüsicn, 50 Psg, pro Dutzend, Jin .Höchstfälle kann inan drei Dutzend ansertigen, wen» inan allerdings l-5 Stunden täglich 'arbeitet. Aber nur die hervorragendsten Stücke finden 'Abnahme, Das sind nur einige Beispiele aus den Berichten von Heim arbeilerinnen. Eine gesetzgeberische Körperschaft fände hier noch ein niiendliches Betätignngsicld, um diese Aermstoii vor Ansbeiitnng zu schütze»,
- Die B l i n d d a r in e r k r a n k n n g e n mehren sich in anssaltender Weise, So sind in Lich in den letzte» acht Tagen nicht iveniger als acht Fälle van Blinddarmentzündungen vorgekominen, die die Ucberführuiig der Betressen- den i» die hiesige Klinik notwendig innct>tcii. An La » ns -z hach sind acht Schntkiiider erkrankt. Die Krankheit lani meist bei weibliche» Personen vor,
** Ter tausend st e Fernsprech Anschluß in unserem Stadtbezirk ist in der vcrgangeiltzn Woche tier- gestellt, so daß luir setzt ans das zweite Tausend Fernsprechteilnehmer tossteuern, Eiiie Steigerung der Teilnehmer steht wieder am i. April bevor, zn deni schon teilweise recht belangreiche Anschlüsse angcmeldct sind,
Lichtspielhaus, Der zioeite Konzertabend im Lichtspieihause batte denselben Erfolg wie der erste. Da* Hans war roll besetzt lind spendete sowohl bc» sehr guten Leistungen der vom Kapeitnieister Herrincknn geleiteten Kapelle, als auch deil für de» 'Abend besonders ausgeivählteii Lichtbildern lebbaslen Beisatt, Neben leichten Musikstücken, die Humoresken n, a, begleiteten, war das Hauvtangeninerk aut eine sorgsäliig angcpaßte Begleitung de* technisch ineisterhaslen Pathö-Schanspiels „Der König der Lüste" gerichtet. Hier waren Goiiiiod, Schubert, Pi:c- ciiti, FeiraS, Oschcit u, a, vertreten und boten eine stimmungsvolle Begleitung m dein intereßänten Fliegerdrama, - Die Konzertabende ichcineu sich schon jetzt eingebürgert zn haben, ** I »in 11 in znge, Ta* Umziehen macht keine Freude, Schon wochenlang vorher denkt die Hansiran mit banger Sorge an den bevorstebenden Wohnungswechsel, lind immer drohender nähert iich der schreckliche Tag, an dem der Möbelwagen vor* Haus iäbri iiiid die Packer an den saiön gestellten Hausrat rücksichtslos iioand anlegen. Da beißt e* Vorsorge iressen, daß alles ungefährdet ins neue Heim komme und ordentlich packen, damit nichts von den teuren Möbel», von den tiebgeivonnencn Sachen Schaden leide, Desbalb sollte am» sich schon Tage vorher den Plan vorzeichnen, I»ie nian ZUIN Umzüge zu packen hat, 'Alle Sachen, die man ein vacki, müssen vor altem vorher gesäubert werden, Polstermöbek und Teppiche werden geklovst, die Teppiche zniamiuengeroUt und mit Bindfaden NI»wunde», Zieraj^ und Aufsätze von Möbeln, Marmorvlalten von Waschtischen muß man abnebmen lind gut verpackeii, Svicget und votierte Möbel, besonders auch die Ecken, mit loollenen Tüchern, Lappen, Watte, Seidcnpavier umwickeln, Schubladen fülle man ganz voll, evenll, noch freie Räume mit Panier aus. damit sich die eiugevackieii Sachen nicht schütteln. Außerdem schließe und sichere man die Schubfächer, Große Schränke, Soia.^Betteii müssen aiiseinander genommen werden. Piano, Bü fett, Spiegel schütze inan, wenn io große Kisten nicht vorbanden, sind dura, Cuerfolten. Zerbrechliche Sachen, Porzellan und Kunst- gegenftände iverden einzeln in Walle, Seidenpavier und Zeitungspapier gepackt, Mot man dann alles fein sauber und ordentlich in die Kisten gebracht, so kann man mit Ruhe dem gefürchteten Umzugstage entgegeiisehen. Er wird dann nicht so fdXtrrrml sein, wie es anfanqs ans sab
** Vieh, das bic Konjunktnr bat. Ein Bäuerchen aus einem dar Dörfer des Hintertauües ivar gestern mit seiner Frau, seinem Rindchen und dessen Kälbchen aus unfern Viehmarkt gekommen, um ein Geschafi zu mache«. Er lzqtte es sich oorqe, nominell, unter 600 Mk, wollte er nicht losichlageu, aber niehr als 450 Mk, Halle ihn, niemand geboten, Ta trat ein ihm bekannter
Handessmann an das bänerlich? Ehepaar heraii: Hannes, ivas soll die Stilb kosten,' Ter Bauer machte ein kluges Gesicht und verlangte für beide Tiere wieder 600 Mi. Der .Handelsmann bot lächelnd 100 M-k, weniger, Ter Vertänfer aber lehnte emichieden den Handel ab und ionrteie vergeblich, bis an> Ende de* MnrktrB uns cineir Stunden, der geben looltie, was er verlangte. Die Bäuerin machte ibrem Manu die bittersten Lorwürfe, daß er mit den Tieren den weiten Weg ans den Gießener Markt gemacht habe, Toch deiseu Ekesicht leuchtete plötzlich hell ans, als er den befreundeten Vieh- händler, der im Begriff wag, den ichon geleerten Mgrttptatz zn verlassen, ans sich zukoniinent sah. Nun bo: Hannes dem Handels maiin beine Tiere z» seinem 6>cbol von -'>00 Mk, zum Kaufe aü Hamies! Tn Hast die Konjunktur verpaßt, sagte dieser, ich tann jetzt die Kob und das Slälb für 500 Mk. nicht mehr gebrauchen. Traurig zogen die Bauersleme mit ihrem Vieh den weilen Weg wieder heim, nnp als die Nachbarn den Mann iragten, wariöml er denn sein Vieh vom Gießener Markt ioieder mit beimgebracht habe, da sagte dieser, er bätts verlaaie kenne, ab-Sc der Handelsmann babe gemeiiit, die st a II h h e 11 bic Konjunktur, er kenne sc nct gebrauche.
““ Aius dem handelsrcgister. In das Handels 'register Abt, A des Amtsgericht* Gießen ivnrde bezüglich der Firma „F e r d i n a II d Re n n ft sei" zn OS i c ß c n eingetragen : Ferdinand Aennstikl 1. zu ('Sieifit ist verstorben, Tie Firma ist mit 'Aktiven und Passiven aui seinen Sohn'Ferdinand Nenn st i >' I zn Oiieße» als alleinigen Anhaber übergegangen, Ti»' Pirolura des Fritz Adolf Rcunstirl zu OSießen ist erloschen: der Feikinand Nennstiel Ehesran, Elise geb, Enders in OSießen, ist Prokura erteilt.
Kleine Mitteilungen, Bor Aufregung starb dcr in den 60er Jahren stehende Rentner Jean Galette ans Ossen dach, als er in einer 0>riindstncl.*angetegenheit im Amtsgericht vernommen werden iollte, — Ter Banuntrinebiiirr Frindler !ve!nha»>en wurde heute früh ans dem Bahnhof Ful da von dem Rhönzug iwerjadren und ioiort getötet, — In, Gr, -Rohr beim wurde gestern nachmittag nach vier Uhr das 20 Jahre alle Dienstmädchen de* Mitchbändlers 0ig, Rück III, beim lieber schreiten des Geleises von der Maschine eine* Personenzuges ersaßt. An den erlittenen Berketznngeil starb das Mädchen nnäi einigen Stunden, — Auf oem Kreistage des .Kreises .Kreuz. II a rb wurde bic Erhöhung des Zinsfußes für Einlagen dei Kreissparkasse vo» 15 1 auf 3> 5 Prozent mit Wirkung vom I, 'April 101 l beschlossen.
Kreis Lantcrbach,
lz, Wakkeiirvd, 24, März Gestern fand hier d-ie diesjährige ordentliche Hauptversaminlnngder M v lkereist e n v s s c n s cli a s i Walle n r v o H erster* darf statt, Zu der Genvssenschasl zählen die Dörser: Aallenrod, Her» gersdors, Allmenrod und Sickendors, Ter Präsident cröss- nete die Versammlung und brachte die Jahresrechnung und Bilanz vom Jahre 1013 zn Gehör. Ter Reingewinn wurde unter die Mitglieder verteilt,
Sircis Schalten,
Schotten, 24, Mürz, Ilnter dein Vorsitze de? Geh, Obcrschulrats Btvck fand an der hiesigen Realschule die Abschlußprüfung statt. Es konnte I I Abiturienten die wissen schaftsiche Befähigung znm etnjährig-freiwMgen Militärdienst erteilt werden,
Kreis Friedberg.
L, Friedberg, 25, März, Jin Volksbildungs- Verein iiieti Professor Tr. liollin einen Vortrag über Goethe* „Fällst", der bei den zahkreichen Hörern großen Beifall fand,
Starke-.iburg und Rheinhessen,
~ Ostenbach, 24. ‘Stcirj. Die Zahl der Fortbildung §» I cki »(er ist hier namentlich auch durch den Zuwachs von auswärtigen Orten derart gestiegen, daß eine ineüere Av>eit»--q mit besonderer Leitung gebildet iverden inichte, die deni Hanvktebrer With. Seidert übertrugen worden ist. Die Grnvve der lieber- arbeitet mitb künttighin in der Friedrichscbnle untergebracht, die der UVetallarbeiter in der Alalbildenschule, während in der Cchiste i»> Französlschen Gäßckien alle Bernte verlrelen sein werde». Jede Abteilmia lunfaßt 10 .Klagen mit durchslhiiitttich 30—40 Schüler», die »ach ihren Ber»>en einasleill sind.
- M a i n z, 24, März. Lsilf dem Wege zwischen K a st e l und K o st ti e i in iimtisc gestern abend die Telegraptien-Ge hitsin Elise Schmitt aus Kostheim von z >v e i M an n e r n übersatten. Einer von den beiden gab drei Schüsse ans sie ab, die sie an einem Ohr und am Kops trafen: dann sackten sic die beiden Sterte gleichzeitig am Halse, zerrissen ihr Kleid und schlugen ans sie ein. Einer der Kerle verletzte da* Mädchen mit einer in ei» Taschentuch gehüllten und heute früh ani Tatort gesnndeneii großen Schraube am Stopfe und an einem Auge schwer, Tie beiden Mordbuben schleppten dann ihr Opfer nach dem rechten Fußsteig und warfen die Aerinstx in den Straßengraben, Die Hilferufe der Schwerverletzte» hörte der 16 jährige Sohn des in der Nähe wohnenden Banunternehnier* Lutz, der aus dem denach- barten Gasthause .Hilfe herbeiholte. Das Mädchen wurde ins städtische Krankeiiha»* gebracht Von den beiden Tä lern, von denen nicht feststeht, ob sie ein Sittlichkeitsver- brechen oder einen Raubübeifatl beabsichtigten, hat man noch leine Spur,
Hessen-Rassau.
X Hanau, 24, März, Die -Verhandlungen über die' H ö h e r l e g u » g des Eise n b a h n k ö r p e r -* zwischen den Stationen Wilh e lm * b a d und s_* a n a u*C st aus dcr Bahnstrecke .Hanau -Frankiiirl a. M, sind nunmehr, vor. behältlich der Ziistimmimg de* preußischen Ressortministers und der Stadtverordneten-Persainnitung in Hcmau, znm Abschluß gekommen, Tas Projekt, das schon lange schivebl, erfordert für die Eifenbahnvertvaftung einen Stostenaufwand von über 3 Millionen Mark, Tie Stadt Hanau, der dann durch die Untersührungeii die Möglichkeit gegeben ist, ihre Perlehrswegc, namentlich die elektrische Straßenbahn, ivei- ter ausznbauen, soll einen erheblichen Zuschuß zu den Baukosten leisten,
X Gelnhausen, 24, März, 2tit anstauchenden Gerüchten über eine Erweiterung des Trnpven» ii hungsplatze s BadOrb (13, Armeekorps ! nach Süden zu und der damit verbiindcueii Auflösung der Ortschaften .Kempfenbrunn, Flörsbach und Mosborn, ist ans eine ?(»» frage des Landlggsabgeoronkten H c n gsb e r ge r der M e u ß i s ch e Kr i eg s m i n i st e r entgegengetret c».
veretnsimchrlchten.
— Turnverein von 1 846. Alan ichreibt uns: Am nächsten Sonntag begebt der Turnverein von 18 46, Mit alied des Jnngdenlschland-Bnndes, ein Schauturnen in sei»ee T»n,halle. Von einer eigentlickieii Feier loll abaesehe» werden, da die Turner nur zeiaen wollen, daß ste auch de» Winter über eiiri-, a» der Arbeit gewesen sind, Tie große Znbl der Jnngniannichast will insbesondere ihren Eltern zeigen, Ivar sie durch die Aiiteiliwg älterer Vorturner gelernt hat. Es ist eine Freude, z» sehen, welch irischer Zug besonders in der noch schnlpflichliaei, Jugend vor- banden ist. Hoffentlich iverden diejenigen, die der Sache »och lern- steben, bald die guten Eigenschaüe» unseres denlichen Vollsiuriiens- wie er Jahn gelehrt hat, erkennen, znm Wähle nuferes lieben, Vaterlandes »nd zum Heile ihrer lelbst.
Merlchtssaast.
Ter Roman einer polnischen Gräf i n ■ Frankfurt a, M„ 24. März. Ta* hiesige ObertandeS- gericht hat heute das Urteil in einem Fninitienstreit gefällt, dir überreich an romanhaften Episoden ist. Die persönlich erschirnnir
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