einen Schrei aufaciwcft wurde. Er sprang ans der Koje. Während er die Treppe hinauflief, fand der Zusmmnenstoß statt. Der .Kapitän behauptet, daß das Unglück auf einer ManSvrierfehler des Dampfers „Kaiser Wilhelm der Große" Aurürtzuführen sei.
* Familiendrama. Aus Goslar wird gemeldet Die Frau des feit Dienstag aus Goslar verschwundener. Baumatcrialienhändlers Teichmann erhielt von ihrem Gatten einen Äbschiedsbricf mit der Antündigung, daß er.Selbstmord begehen werde. Darauf erhängten sich Frau Deichmann, ihr: 16jährige Tochter und der 10jährige Sohn in Trauerfleidung in ihrer Wohnung.
" Ueberkahren. Am Samstag nachmittag wurden zwischen Barnstors und Drebber vom V-Zuge 94 zwei Frauen und ein zweijähriges Kind bei »nbelugtem Ileberlchreiten der Gleise ü b e r i a l> r c n. Die eine Frau und das Kind wurden gelötet, die andre Frau fchivcr verletzt.
* Menschenfresser. Nach einer Kabelnieldung von den neuen Hebriden haben Eingeborene int Norden der jJnsel Mallikalo sechs eingeborene Lehrer einer australischen Missiousstation ermordet und verspeist
Kleine Lagcschronik.
Der Direktor der N a t i o n a! b a „ I iiir Deutschland S t e t n ist am Montag vormittag an cincm Herzschlag plötzlich verschieden.
In H a m b o r n sind in einer Wir schaii d?r K llncr S ch u st c r und der Musiker Rottwciler von Italienern erstochen ioorden. Drei Italiener wurden verhaftet.
Lingcsanvt.
lFür Form und Jiihalt aller unter dieicr Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Berantivortung.)
Gießen, l 8 . März. In Bezug aus das in Nr. 6 l dS. Bits, erschienene Eingesandt habe ich dem ocrchrl. Hundesrcund folgendes zu erwidern: Es dürste de» hiesigen Bürgern bekannt sei», daß unsere Stadtverwaltung schon in beu letzten Jahren von, Frühling bis zum Spätherbst daraus bedacht war. die herrenlos umher- laufenden Hunde in unseren stböne.n Anlagen durch einen Schntz- ittnitn oder Anlagenwärter zu veriolgcu, i,m die Namen der bclrcs- ienden Lundebesitzer sestzusiellen und diesen eine Strafanzeige aus- zustellen. Leider ivurde diese Handhadung wenig beachtet, ja iogar noch mit schrosscn Ausreden dem diensttuenden Beamten geantwortet- Deshalb gab im vergangenen Jahr das Polizeiamt eine Verordnung heraus, um diesem liebet abzuhclien. Die Anstellung eines H u n d e s ä n g e r S war daher iwtwcndig und hat sich schon gut bewahrt. Der betressende Einsender klagt über den Schaden seines wertvollen Lieblings, den das Tier davonlrägt, wenn cs in die Schlinge gerät. Don einem Schaden kann aber gar keine Rebe sein, lind wegen der Eritacrung von 00 Psg. Fanggeld droht inan sogar mit einer Abwanderung der leiskungSjähigcn Steuerzahler. — Man stelle sich vor: Ein Lpazicrgängrr geht durch unsere Anlagen, alles ist in frischein Grün. Bäume und Sträuche! blüheir. In wilder Hast rasen eine Anzahl Hunde kreuz und aucr, reißen emo Anzahl blühende Zweige ab oder den Rasen aus. Vor dem Theater ist ein vrachtvolleS Tevpichbeet ongepflanzt, das ziemlich kostspielig ist. Eines Tages ioird es von einem so wertvollen Liebling vollpändig zerstör!. Wahrlich ein schöner Anblick! Damit nicht genug. Mitunler fällt ein Hund, der herrenlos brrum läuft, ein wehrloses Kind an, das nnS iedensalls näher steWund wertvoller ist »IS ein Hund. Was nun da? Einsangen der Hunde aus der Straße betrifft, so könnte man die Hunde aus der Straße schon eilet laufen lassen als in den Anlagen. Jedoch zeigt iich's auch hierin, daß unsere Palizeiverwaltung zu solchen Maßnahmen greisen muß, da eS schon öfter vorgekommen ist. daß ein Hund in oder vor einem NahrungSmittelgeschäst die ausgestellten Waren verunreinigt hat. Bei solchen Mißständen muß sich doch jeder vernünftig denkende Mensch sagen, daß die Zustände nichl geduldet werden können. Deshalb möchte ich dem geehrten Herrn Einsender raten, daß ec alle Hundebesitzer aussordert, ihre wertvollen Lieblinge durch die Anlagen an der Leine zu führen und möglichst ihre Hunde in Obhut zu nehmen. Dann wird auch die Polizeiverwaltung mit dem
Einsangen dieser werlvollen Lieblinge Nachlassen und eS könnte dem hier ür Betracht kommenden Hnndebesitzer das Fanggeld erspart bleiben . H. B. Ein Natur- und Tiersreuiw.
-- Weickartshain, 18. März. Ende der 70er Jahre des vorigen Jahrhunderts wurde der fiskalische Walddistrikt Pfingstweide abgeholzt, und da die Gemeinde Weickartshain darum eingekommcn war, an die Einwohner in U Abtei lungen zu landwirtschaftlichen Zwecken verpachtet, die Pächter mußten sich die gepachteten Lose selbst anroden und in ertragssähi- gen Zustand setzen. Tie Verpachtung geschah seither immer aus 12 Jahre und ist mit diesem Herbst zun, drittenmal ivieder abgelauien Man erwartete daher eine neue Verpachtung. Jetzt heißt e? aus einmal, daS ganze Gelände von etwa 18 Morgen solle an die fiS - k a l i s ch e n Arbeiter abgegeben werden, so daß verschiedene 3, 1 bis ö Lose erhalten. Ten seitherigen Pächtern, dir meisten? arme Leute sind, welche die Erträgnisse zu ihrem Lebensunterhalt gebrauchen, soll eS genommen und anderen gegeben werden, die es weniger notwendig brauchen, bloß weil sie itaatliche Arbeiter sind. In unserer Gemeinde sind etiva 80 Arbeiter, von denen nur 8 in fiskalischen Waldungen beschästigt sind, alle^übrigen müssen sich m den Waldungen des Graten Laubach, der Stadt Grünberg und in den Bergwerken Arbeit suchen und werden dorthin keiner Weise begünstigt, müssen aber ebensogut dem hessischen Staat ihre Steuer zahlen wie auch die sislalischen Arbeiter. Warum eine solche Bevorzugung? In den letzten 12 Jahren war daS ganze Gelände, zu welchem auch ein Teil von der Eisenkaule gehört, an die Gemeinde Weickartshain abgegeben worden, welche eS wiederum an die einzelnen Leute verpachtet. ES ist auch, wie ich höre, am 23. Februar von der Gemeinde bei der Grvßh. Oberförsterei Lanbach ein diesbezüglicher Antrag gestellt worden, aber bisher keine Antwort erfolgt. Im Interesse der ärmeren Bevölkerung unserer Gemeinde und im Interesse unserer nicht fiskalischen Arbeiter wäre c? zu wünschen, daß das Gelände der Gemeinde wieder in. Pacht gegeben würde oder der FiSkuS es selbst zur össentlichen Verpachtung brächte.
Ein Arbeiter.
Tie V nrktvrcise Mir Vieh und ,Frucht und die Giesener Fleisch- und Brotpreise
am 23. Mürz 1914.
Schlachtvietivreise in Frankfurt cu M.
Uleischvreise in «Ai ejetr
Ochsen
St albet Schweine
bf^ Ka. Cchlachtqeivicbt 74—9 'M.
', Kq. Schlachtgkv. 98 107 ' 1 >S.
V; , „ 60-64 .
■1, Kg. 92—100 tilg.
v, . 86-90 .
", , 75 96 .
6 etreidepreise in M a n n he im
Brotvreise nt tts t e ft e t
Weizen 1 < 0 !!g. 20.25 20.75 Mk. Roggen tOO Kg. 18.25-16.50 Mk.
•v r».p r ( v ' 6 ' Schwarzbrot 3 Kg. 54 Pkg.
Märkte.
Gieren, 24. März a r k t b e r t <'b t 9Ittf den« kentinen
Wocheumoikie kostete: Butter da? Mund ',8 —1.18 311 f.; büimer» cier 1 Stück 7-013(1., 2 Stück 15 iil ; Enteneier 1 St. 8 — 9 13h., 2 et 00 P-g,: Gänjeeicr 1 et. 0-0 13g, 2 Sl. 00 Pia.; Knie das et lick 6 8 13g, Käiema ie 2 Stück 5-6 13g.: Dauben das Paar 1,00—1,48 Mk., Hübner da? Stück 1,50—3,00 Ulf., Halmen das Stück 1,50- 3,Oll Mk, Eulen das Stück 3.80-4,00 Mk, Gänse dos 13i>. 75-8513g.: Welsche 4—5'Bit.: OchlenNei'ch dos-vid. 90 - 98 P g , Rindfleisch da? Plnnd 90-94 13a, Knbsteilch 80 13g, Schweinc- ileisch dg? P'nnd 75 90—96 Psg, Kalbflkilch das Pid. 6 -9» P!g, Hmnmelsteiscli da? !'k 70—96 13g. ■ Kartoffeln WO Kg. l-,00 bis
6,50 Mk : Weiükrant dg? Stück 10—20 Pig.; stwiebeln der Ztr. >2,00—15.00 Mk.; 'Milch da? liier 22 Pfg-: Aepiet der Zeniner 25-30 Mk., Birne» da? Pknnd 25—38 Pig., Aüffe 100 Stück 50 - 8 g Psg. — 'v'arktzeit von 8 bi? 2 Uhr.
sl Marburg, 22. März. Au! dem Frübiahrs-Pkerde- m arit etbidten folgen e Zn vier Preiie: Warmblüter raar- wei e : t. Peil-Mölln, 2 Boß-Mariacb, 3. Seberer-Tagvb.riS- hansen. Kaltblüter lpaarweijet: 1. Tannenberg-Weiter, 2 . Grcbe-
Neuhos, 3. Tannenberg-Wetter. Warmblüter leinzeln): I. Peil- Mölln, 2 . R»tb-Goi,seiden, 3. Schäfer-HeSkeni. Kallbl ter keinzelnj: t. Zick-Herrnersiianle ,. 2 . Wisker-Leidenboke», 3. Erkel-Mellna». Warmblüter I. Schäker-Heskem und Erkel-BIellnau, 2 . Dollmar- Steribanken Kastbliter: 2 Blntb-statzenbach.
Wiesbaden. P lebh o i-M a rk t b e ri ch t vom 23. März. Austrieb: Rinder : 1 (Odilen Bullen 25, Kühe und Färsen >26), Kälber M <', Schake 9, Schweine 1009.
Marktverlaui: Mittleres Oleschäit, Gronvleb Ueberstand,
Schweine und Kleinvieh geränint.
Ochken.
Boklklelkchlae, ansgemästete, böchsten Schlacht» , Mk, wertes im Alter von 4—7 Jahren .... 50—54
Jnnae. kleikckiiqe, nicht ansgemästete und ältere
ausgemästele ............49—53
Mäßig genährte junge und gut ge-
genährte ältere...........44—48
Sutten.
Boklkleikchige, onsgew, höchsten Schlachtio. . 42—46
Pollflejschige, jüngere........38—42
Kücken. K i h e.
Boklsteijchlge ansgemästete Frirsen höchsten
kchlachtwertes ... .......48 -52
koll fleischige ansgemästete Kühe höchste»
Cchlachtwcrles bis zu 7 Jahren .... 39—43
- kliere ansgemästete Kühe nnd wenig gut ent-
N'ickelte jüngere Kühe......... 43—47
Mäßig genährte Kübe und Färsen .... 35—38
Gering genährte Kühe und Färsen.....29—34
Kälber.
Feinste Mastkälber...........66-69
Dlittlere Mast- und beste Saugkälber.... 60—66 Geringere Mast- nnd gute Saugkälber . . . 53—58
Geringe Saugkälber .........48—52
Schake.
Weidemastschake:
Mastlämmcr und Mallhammel . . 45,50—47,00
Aestere Mastbaiinnel, am aenäbrte junge Schake und gerinaere Mastlämmer . . 44,50 -45,50 Schweine, kollsteischige Schweins van 80 -100 k<? Lcbend-
gewi bt..............
Bollflcischige Schweine unter 80 kg; Lebendgewicht Lollfleischige Schwel,,« von 100 -120 kc Lebendgewicht ... . .
Vollsteischigc Schweine von 120—150 kg Lebendgewicht ..............49-00
Feuschweme über 150 kg Lebendgewicht . . 44—46
Prelle kür 100 Pkd. Lebend- Schlachtgewicht
Alk.
88-94
85—93
78—85
72—78
6.3-71
84-93
72—78
76—83
66—71
58-66
110-115
100-110
81-97
81-83
94—96
92-94
48' ,-49'„ 62-63 477,-48V, 61-62
4934-50 62-63
61-00
55—38
DaS beliebteste Mittel der Bstbmatiker ist Ilstmol Ilstdma- Pulvcr, indem dadurch rakcke Bcseiiigung der Ankälle erzielt wird und eine normale Atmung ersvini. was ruhigen Schlaf sichert. -'-II Astmol Asthma Pulver l«H? -!m7. «)< auch
in Cigareiienkorm. in Apoihekcn zu M. :2.50 erhälilich. Hauvt devot: Engel Avoibcke, Frankiurt a. M. *»
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ödile Sodener fDineral-PastllleD sind seil löst 3 Bahrzehnten beiadhrl bei Kasten, Heiserkeit, Katarrh der Mrnege etc. ächte Sodener Mineral- Pastillen — und nur diese! werden aus den bekannten, von alters her zur Kur nerordneten Gemeinde - Beilquellen rio. 3 u. 18 des Bades Sodea a. Taunus gewonnen, ächte Sodenar [Dineral-Paslillen müssen Sie verlangen, wenn Sie die wirksamen Salze der genannten ßeitquellen haben wollen.
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