Ausgabe 
24.3.1914
 
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Nr. 70 Zweiter

Erscheint täglich mit Ausnahme LeS Sonntag«.

Die«jeßcnerFamilienblälter" werden den, .Anzeiger' viermal wöchentlich beiqelegt. Las ltrelsdlatt ffir de« Kttis Sietzen" zweimal wöchenlllch. Di-randwlrtschastllchen Zeit- tragen" erscheine» monallich zweimal.

NIatt Jahrgang

Giehener Anzeiger

General-Anzeiger für Vberhejsen

Dienstag. 24. März W4

Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen UniversitälS - Buch- und Steiirdruckcrei.

R. Lange, Gießern

Redaktiorr, Expedition und Dnickerei: Schul« straße 7. Expedition und Verlag: e# 51« Redaktion:«^Ä^II2. Tel.-Adr.:AuzergerGießen.

Der Entwurf betresteöd Paftdaii'pfschiffsverbindungen mit überseeischen Ländern

der dcm Reichstag z,-gegangen ist, ermächtigt den Reichskanzler, vom l. Oktober 1914 ab die Einrichtung und Unterhaltung von regelmäßigen Postdanwffchiffsver- bindnngcn zwischen Ostasien, Australien und den Schutz- gebietcn in der Südsec auf eine Tauer bis zu In Jahren <rn einen geeigneten deutschen Unternehmer zu übertragen, der eine Beihilfe bis zun, .döchstdctragc von fährlict, 1300000 Mt. erhält. Ter abzuschlicßendc Vertrag muß solgende Hauptbcdingungcn enthaltene

Tic Linie H o » g k o n g2 idncy muß in vierwvchent- lichcn Abständen, die Linie SingaporcNcn - Gui ncaSamoa in achtwöchcntlickcn Abständen, der eigent­liche Jnscldicnst in vierteljährlichen Abständen unterhal­ten werden, Tic Fahrgeschwindigkeit muß 9,5 bis ll Kno­ten betragen. Eingestellt dürfen nur deutsche Dampfer werden,

Ter augenblickliche Vertrag mit dem Norddeutschen Llol'd laust am 3i, September d IS, ab, cs ist notivcudig, vom l Oktober d, I, ab die Verhältnisse ueu zu regeln. Mit dcm Norddeutschen Llohd sind aus diesem Grunde Verlmudlungen angetuüpst worden, die zum Ab­schluß geführt haben. Sie haben zu den, Ergebnis gc- sührt, daß eine Reichsbeihilfe nur noch für die in der Hauptsache unseren kolonialen Interessen dienenden Süd- scelinien zu beanspruchen sein wird, während für den Per lehr mit Ostasien und Australien von Rcichsbcihilscu bis auf weiteres abgesehen werden kann, Soivohl die Hane­burg - A m e r i k a - Li n i e wie der Norddeutsche Llond haben sich bereit erklärt, den ostasiatischen Dienst ohne Subvention zu übernehmen, Ter Dienst auf der ostasiatischen Linie wird sich demgemäß so gestalten, daß neben einen, freien, eiumonatlichc» Betriebe der Ham- burg-Amcrika-Linie der Norddeutsche Lloud ohue Sud vcution, mir gegen Vergütung der Poftbcförderring, der von ihn, ausgrführten Marrnetransportc und der sonsti­gen Regicrungssendnngcn einen vierzehntägigen Dienst ver­tragsmäßig weitcrfiihrt, Tem Wunsche der Marinevcr- waltung ciitsprechrnd lvird Tsingtau vierzehntägig an- gelansen. Ter Vertrag bringt n, a. Vergünstigungen für amtliche Reisende und Rcgierungsscndungen in erweiier- icr Form als bisher, Tie Fahrgeschwindigkeit trnrd von l l auf 14,5 Knoten vermehrt. Der mit dein Norddeutschen Llond abzuschtießende Vertrag soll sich nicht mehr aus 15 Jahre, sondern nur auf fünf Jahre erstrecken, weil erprobt werden imii;,_ ob fielt der Dienst nach Ostasien aus die Tauer ohne Subvention wird dnrchfiibrcn lassen. Auf der australischen Linie bat der Norddeuischc Llohd stets Verluste gehabt, Ter Llond steht hier im Wett­bewerbe mit zwei englischen Linie», linier solchen Umstän­de» erscheint es nicht angängig, daß die australische Reichspostdampscrlinie in der bishcrigen Weise weiierge- führt wird, Tie englischen Linien unterhalten nach Au­stralien eine wöchentliche Verbindung, während der Llohd .eine solche Verbindung nur alle vier Wochen anSsnhren kann, Tic Ausicchterhaltung der australischen Postdampfcr- linie würde sich auch in Zukunft unrentabel gestalten, zu mal der größte Teil der Briespost mit den englischen Tampfern befördert wird. Für die Kolonialinteressen und für die Marineverwaltnng ist die Ausrcchtrrhallnng einer eigenen deutschen Personcndampserverbindung nach Au­stralien erwünscht, aber nicht von solcher Bedeutung, daß dadurch die Aufwendung einer Reichsbeihilfe von mehreren Millionen Mark gerechiseriigt erschiene Es wird deshalb von der Subventionierung der australischen Linie Ab­stand gcnonlmen in der Hoffnung, daß der freie Wett­bewerb den sonstigen deutschen Schiffsverkehr mit Au­stralien sv entwickeln und erstarken lassen wird, das; eine Benachteiligung der deutschen Interessen auf die Dauer vermieden wird. Für die Regelung des Sndscedicn- ste s ist die Gewährung einer Reichsbeihilfe nach wie vor erforderlich. Bei der Größe der Kolonien kann eine Schisj- snhrtslinie obnc Subvention den Fahrdienst für diese Kolo­nien nicht übernehmen, Ter zurzeit unicrhaltcnc Dienst soll verbessert werden und durch die Einbeziehung Samoas, da- nanecntlich zur Beschaffung der für die dortigen Pflanzungen ersordcrlichcn ostasiatischen Arbeitskräfte einer eigenen regelmäßigen Schiffsverbindung dringend bedarf, ergänzt werden, Ter Llohd hat sich bereit erklärt, für diesen Südscedienst sich mit einer Subvention von 1292000 Ml, einverstanden zu erklären, und zwar soll er erhalten für die AustralHongkong-Linie 569 000 Mk., iür die SingavoreRcu-Gninea-Llnie 257 000 Mk,, für den Jnseldienst 151000 Mk,, ffir die neue Samoa-Linie 915 000 Mark,

Tem Gesetzentwurf ist eine eingehende Denkschrift mit statistischen; Material bcigefügi über die Leistung der Reichspostdaniviertinien biniichitich des Warenverkehr- und über die Einwirkung der Reichspostdampferlinic auf den allgemeinen .Handelsverkehr,

wünsche öes Scwerbestandes unv in Vergessenheit geratene Negierungroorlagen.

Vom Hansa-B»nd tvrrd uns geschrieben:

TaS neue Bnck»n»acknrgesetz wird »ach der Erttagsichätznng dem Reich eine Mchreinnabnee van rcichlrch lo »mtlonen Mart erbringen, abwvbt »ach vriratcn -chatzungen noch höhere Er- rräqc erwartet werden dürfen, Ver diesem A nlas se ltl zu er­holten. daß die gewerbeircundlicken Abgeordneten, des Reichs lagS au; alsbaldige Aul Hebung des roch eckst cm vels hinwirken werden, dessen Ertrag zulebt nur noch etwa zwei Millionen erbrachte. Wette Krcne de- Mittelsmndes und Detailhandel- und zahlreiche Gruppen des San,a-BundeS haben unter anderen dicie Wüuici,e geäußert, und man dar; erwar­ten. daß ihnen jetzt Eriütlung rutcll w;rd, Auch die au- nnan- ziellen Grütrden nicht erfolgte W l c d - r e l n , n h ru n g eenes billiacn Orts vortos sollte nunmehr UN Jntcrche des Verkehr" wieder versucht werden. Im Jahre 1909 wurde intens der övcrbündetcn Regierurigen vorgeschlagcn, das Ortsvorio >ur Postkarten zu ermäßigen, und über erne Ermäßigung auf drei Plennig ist auch verhandelt worden . .

Tie Au; Hebung der Fahrkartensteucr wllic cbcn- ialls wieder einmal in den Mittelpunkt der Tiskuhion gerückt werden Zu dieser Abgabe wurden seitens der- verbündeten Re­

gierungen seinerzeit ausgeiührt, daß dieselbe unpopulär und m; gerecht sei, 'Auch hat diese Steuer, deren Ertrag au; -tO Mil­lionen geschätzt wurde, nicht entscrnt diese Summe erreichen können. Ein Eingehen aus dien Wünsche würde in weiten Kreisen des Gcwcrbcstandcs und des Hansa-BundcSsfrcudig begrüßt werden und den gerade in letzter Zeit bezweifelien Nachweis erbringen, daß der Reichstag sich die Wünsche des Gcwcrbestandes wohl angelegen sein laßt.

vcuticde» Reick».

Ter Kronprinz niimnt in den nächsten Tagen an einer Ilcbungsrciie des Großen Generalstabs teil.

Vom braun schm cigiichcn Ho», Tas herzogliche Ober- hoimarschaltaml i» Braunschweig gibt folgenden Bericht bekannt! Ihre König!, .Hoheit die Frau Herzogin und der Erbprinz ersreuen irch auch heute de- besten Wohlseins,

Ter Ael testen rat des Reichstags trat am Mon­tag vor der Plenarützung zusammen und beschloß, die Ostcr- icrien, die bis zum 28, April dauern rollen, am 1 Freitag abend beginnen zu laiscn. Bis dahin soll noch der Voranschlag für Kiaulschou. dann Wahlprüsungcn, der Tuellantrag und der Ge­setzentwurf über die Konkurrcnzklausel erledigt werden.

Zur zweiten Lesung des E t a t n o t g e s c tz c S sind im Reichstage Abänderungsonrräge eingebracht worden, die da­hin gehen, die neugesckmisene» Stellen für Beamte im Pvst- voranschlag bereits am l April zu ichaffen und damit nicht bis zur endgültigen Fertigstellung de- neuen Voranichlogs zu warten. Ferner wird beantragt, aus dem ElaMoigcictz zwei Positionen /Neubauten der Bckleidungsämtcr in Spandau und Magdeburgs heraus-,unchmen ;md sie endgültig erst später zu bewilligen, kr in> beiden Anträge dürsten im Plenum Annahme finden, Tic Konservativen beantragen außcrden; noch die 75,00 000 Mark zu Auswandscntschädigungen an solche Familien, von denen be­reits drei Söhne durch Ableistung ihrer gesetzlichen Ticnstvrlichi eine Gctänttdienstzcit von mindestens sechs Jahren zurückgelegi haben, cbenmlls durch das Eiarnorgesctz zu hcwiltigen.

Eine Anfrage über den Zeitpunkt der Ein b ringnng des Theatcrgcsetze- Itaben die sozialdenro- kralischcn Abgg, Tr, Frank und Scheidemann im Reichs r a g e an den Reichskanzler gcrichcet, In der Anfrage wird daraus hingcwiescn. daß die Befürchtung lau! geworden sei, da» die zugcsagtc Regelung des ganzen Theaterwesens au; lange Zeit hinausgcschobeu sei, da in a»r jüngst vorgelegter; Gcwerbcvrd- nnngsnovellc für einen Teil theatralischer Vorschläge neue Bc- slimmnngcri vorgeschlogen werden,

DasKöniaSpaarvon Württemberg traf an; Mon- tag zum Besuche des bahcrischcn Königsbauscs in München ein. Zum Empfange an; den; Bahnhof hatte» sich eingesunden: das Königsvaar, begleitet von dcm kleinen Dienst, der Kronprinz, die Prinzen de- Königlichen Hauses, Staaisnrinistcr Gra; Hcrtling, der bäuerische Gesandte am württembergirchen Hose Gras Mo», der Scadtkommandani von Münebc», die beiden Bürgermeister usw Tic Fürstlichkeiten fuhren durch die in reichern Flaggcnrchnruck vrangerchen Straßen, von den; zahlreichen Publikum au; das leb­hafteste begrüßt, nach der Residenz, in der sic kurz nach Ich- Uhr eintrafen, Nachmittags fand in den Reichen Zimmern Familien- tascl statt,

Nene Eisenbahnen in Baden, Frnanzmrnister Tr, Rheitzrboldt legte der Zweiten Kammer ocn Voranschlag des Eiienbahnbaugcietzes sowie den Voranschlag der Eiscnrbahnichul- dcntilgungslaiie iür die Jahre 1914/15 vor. Rach dcm Voranschlag des Eisenbahnbaucs rverden für neue Bahnlinien in Summa 5 790 000 Mark gefordert. Der Gesamtbetrag der Forderungen beläuft sich an; 60 985 665 Mark, wozu nach der Restkrcdit mit 17 294 261 Mark tritt, rodaß die gesamten cin- znilcltcnden Tcckuugsmittcl sich au; 78 220 926 Mark gegen 86 125 375 Mark betauten. Es ist somit ein wenn auch nicht erheblicher Rückgang der Ausgaben crngetrcten. Immerhin stellt der Voranschlag große Anforderungen, Tic Eisenbahnschuld wrrü iceientlrch erhöht, indcnr sie sich aut über 600 Millionen Mart er­höht, Ter Voransck-lag der Eiscnbahnschnlden-T.lgungskase schlreßt mit 168 937 957 Mark ab.

Aurlanv.

Im englische» U n t c r h a u s c erklärte ans eine Anfrage der neue Handelsmrniftcr Burns, die britische Regierung habe au; Einladirng der deutschen Regierung und entsprechend dem Klutach- tcn der buchgcwcrblichcn Verbände Englands beschlossen, an der Internationalen Ausstellung für Buchgewerbe und Graphik in Leipzig ieilzunehmcn, Tie aus öf- ienilichcn Mitteln auizubriugcnden Gcsamtlostcn werden au; 13000 Pfund geschätzt,

Präsident Wilson und die P a n a m a k a n a l - G c - b ü h r cPräsident Wilson brachte den letzten Sonntagnachmittag in seinem Bureau zu, wa» ein ungetvöbnlicheS Vorkonrnrnis Heden- ict. Ter Präsident besprach dort die Frage der Panamakanal-Ge bühren mit den rührenden Anhängern im Kongreß, Es ergab sich dabei, daß die ickilicßliche Aurhcbung der Gebührensreiheii Linerika- nischcr Küstcnschiisc im Panamakonal zwar kaum bezweifelt werden kann, daß aber doch gegen diese Maßnahme eine hartnäckige Opposition besonders im Rcoräseniantenhanse, entstanden ist. Ein eigenartiges Moment der Lage besteht darin, daß der Sprecher Clark, der Mchrheitssührer llndcrwood und andere, die sonst ge­wöhnlich die Regierung unterstützen, in dicicm Falle Opposition machen, Tie Freunde des Präsidenten geben zu. daß er diesmal aus d i c c r n st e st c O p p o s i t i o n gestoßen ist, d e r e r b i s h c r b c g c n e t e,

Kabinettswechsel in Japan, Aus Tokio wird ge­meldet! Das Parlament hat das Budget nicht angenonimcu! infolge der Meinungsverschiedenheiten beider Kammern hinsichtlich der Ein- schränkung des Floricuvrogramms hat das Kabinett bcschloüen, zu- rückzurrctcn. Ein kaiserlicher Erlaß ordnet die Vertagung des Reichstages vom 25, März ab an, Tics ist gleichbedeutend mir seiner Auslösung. Äerrn kein weiterer Erlaß die Session vcr- langeri, findet das Budget von 1913/14 auf das iür 1914 15 An­wendung,

An» k»ef?en.

Gehilrienrückgang und Aerzlc,

Tie Gr, Zentrale für Mutter- und Säuglitrgssürsorge in Hessen (Darnistddt), die siä> seit langem mit dieser schwer­wiegenden Fwage befaßt, erläßt folgenden Äufrusan die A e r z t c Deutschlands!

In der Budgel'ommiision d!s prcußisckien 'AbgeordnelenhauK- erklärtc der Vertreter der Regierung, daß das Ungünstige Verhätr- nis ztrnickten Gebutten- und Sterbezifscr ravide zunehmc, und daß daran in erster Linie dieMittel zur Bciertrgung der Schwan- gerickraii" icfmlö seien. Er fuhr fort!In der Bevölkerung weiß man gar nicht, eine wie große Anzahl junger Frauen und Mädchen an diesen Micteln zu Grunde gehen oder schwer erkranken", Tamit ist die Stelle bezeichne;, an der unser Bolkskörpcr wirklick; krank ist. Es gilt, die örsentlichc Meinung und die Aunnerkiamkcit aller Acrzic aus diese Stelle hinznlcnken, Tic Frage lautet! Ser kann etwas von den Mitteln zur Beseitigung der Schwangerichatt, ihrer Anwendung und ihrer. Einwirkung aus Leben und Gesund­heit von Frau und Kind! iver kann etwas von der relativcn Zu­

nahme der Fehlgeburten und Aborte und ihrem veränderten Ber- hälrnis zu der Zahl der Lcbcndgcborene;; mitleilen / Eine Samm­lung derartigere Materials, die anonnm die Schweige­pflicht des Arztes nicht berührt, lvird der Sache außerordentliche Dienste mn.

Wir Haber; bereits für ein kleineres Gebiet derarttges Material gesammelt. Danach hat die Zahl her Schwangcrichaiten nicht ab- genorumcn! dos Defizit an Lcbendgcboreneri roar nicht aut das Konto der antilcnzeptirnellen Mittel, sondern au; da- dcr Mittel zur Beseitigung der Schwangerschaft zu setzen.

Unsere Untersuchungen ltabcn Ivcitcr ergeben, daß kaum eine Industrie eine derartig unheimliche GeschäsNgkeil errtunckelt, wie die Industrie, die mit den Mitteln Geld vcrdrertt, mit denen eine Nation Selbstmord begeht. Tiefes Material muß noch vervoll­ständigt werden. Es ist eine vornehme Pflicht aller Acrzte, dieser Sache ihr besonderes Interesse zuzuwenden, Tcc Gr, Zen­trale sür Mutter- und Säuglingssürsorge in Hessen tTarrn- stadt) ist für jede Mitteilung dankbar, Tabc; wird sttengstc Tiskrc- »; zugcsichcri.

Ans StaSt nnd LanH»

Gießen, 24. März 19t4,

** Techi; ifchc Hochs ch ule, Ten; Tirektorralassi- stenien am römisclr-gcrrnanrschen Zentralmnseurn in M a i n z Tr, Friedrich B c h n wurde die venia legendi sür Attcrlums- kunde an der Tcchnischcrr Hochschule in T a r m st a d t erteilt,

** AuSdcmMilitär-Wochenblatt (Fortsetzung). Ms Stabshauvtleutc versetzt! die überzähligen Hauorleuie Kuhn im Ins, Regt, Prinz Carl (4, Groß!;, .Hess,) Nr, 118, in das 1. Nassau. Ins,-Regt, Nr, 87. Unter Beförderung zu Haupücuicn, vorläu sig ohne Patent, als Ttabshauvtleute versetzt: die Oberteuinanls Wünnenberg im Ins,-Regt, Prinz Earl (4, Großb, Hess.) Nr, 118. in das In»,-Regt, Vogel von Falckenstein (7, Wcstsäl.) Nr, 56, Lin den au an der Umerosiizier-ichule in Potsdam, in das Jns,- Rcgt. Kaiser Wilhelm (2, Großb, Hess.) Nr, l 16, Zum über­zähligen Hauptmann befördert: Oberleutnant Hebold im 5, Großh, Hess Ins,-Regt, Nr, 168. tommandiert zn»; Seminar sür orien­talische Sprachen in Berlin, Kälweit, Fähnrich im Leibgarde- Jni. Regt. (1. Großh, Hess,) Nr, 115, in da- Jäger-Regiment zu Pferde Nr, l0 verletzt, Als Eskadron-Ehe; versetz!! Rittmeister Broichcr beim Stabe des Gardc-Tragoner-Rcgiments (1, Großh, Hess,) Nr, 23, in das 2, Bad, Dragoner-Regiment Nr, 21. Versetzt: der überzählige Rittmeister Loebbecke im Magdeb, Trag, - Rcgimeitt Nr, 6, zum Stabe des Kiarde-Tragoner-Regiments (1. Großh, Hess. Nr, 23, Zum Obersten befördert! Oberstlt, Eggerss, Koin. des ttzroßh, Art.-Korps, t, ttzroßh, Hess, Feldart, -Regts, Nr. 2.5,Versetzt: Hanvtm, Wagner im 2, Groß^rzoglich Hessischen Fcldart,-Regiment Nr, 61, zum Stabe des l, Obcrcliäss, Fcldart, Regiments 9!r, 15.- Beiordert: Zcugscldwebel Schmidt (Rcinlwldt bei dcr 2. Artillcrie-Devot-Dircktton, unter Versetzung zum 'Artillerie-Devot in Tarmstadt, zum .Zeugleutnant, Ver­seht : die Zeug-Oberleutnants Gnu» bei»; 'Artill,-Devot inSlainjj zur Geschützgicßerei, Rohling beim Artillcrie-De», in Darmstadt zum Art.-Dev. in Mainz, - Zwecks Vorbereitung für den Schntztruppcudienst vom 15, April bis 15, August 1914 zum Seminar für orielttatisän; Sprachen in Berlin kommandiert! Raters int Jnsant-Leib Regiment Großherzog;n (3. ltzroßh, Hess/ Nr, 117, Der 2lbsckncd mit ihrer Pension wcd ißn- ÄuSsichi aus Anstellung im Zivildienst bewilligt: den Obcrstleut nants z, D,: Praßt, Kommandeur des Landwehr-Bezirks Barten- stcin. mit der Erlaubnis zum Trage» der Uniform des Jn;.- Lcib-RcgtS, Großherzogin >3, Großh, Hess.) Nr, 117, Pamvc > Kommandeur des Landm.-Bezirks Wetzlar, mit der Erlaubnis zum Tragen der Unisonn des In», Regiments Kaiser Willmtm 52, Großb, .Hess,) Nr. 116. Der Abschied mit ihrer Pension bewilligt: dcm Oberstleutnant z, D. Mootz, 2, Stabsoffizier dein; Kommando des Landm 'Bcz, I Tarmstadt, mit der Erlaubnis z. Tragen d, Uniform des Leibg -Jnf. -Regts. > I, Gr. Heiß) Nr, 115. Zu Leutnants mit Patent vom 23. März 1912 beiördett: Fähn­riche Gcntz. Eichel rm Jnf.-Leib-Regt. Großhcrzogin (3. Großh. Hessisches) Nr, 117, Enck im In»,-Regt. Prinz Earl (4, Großh, Hess, )Nr, 118, Leipold tu; 5, Großh, Hess, In»,-Regt, Nr, 168, Schräder im Großh, 'Att, Korps l, Großh. Hess, Fcldart,-Regt, Nr, 25, Eichhorn in; 2, Großh, Hess, Fcldart,-Regt. Nr. 61. Zum Leutnant beiördert: Fähnrich Fiick'ler Gras von Trenbcrg in; Leibgardc-Jni, Regt. (1. Großh, Hess - Nr. ll5. Zum Fähnrich befördert! dcr Untcrossizicr Haagncr i»c Int,-Regt. Kaiser Wilhelm (2 Großh, Hess.) Nr, 116, - Nachgenannte Kadetten

dcr Haupt-Kadcttcnanstalt in der Armee äugest eilt und zwar: als Leutlmnts. vorläung ohne Patent! dcr Selektaner, Portevceunter- ossizier: Frhr, v, Wangenhcim in; Leibgarde-Jm -Regt. (l. Großh, Hess.) Nr, 115: als Fähnrich der Schüler der Kricgsschulklasse II, Portepee»,Itterosfizicr v, Koch in» Garde-Trag.-Regt. (1, Größt;, Hess.) Nr. 23: als charakterisierte Fähnriche: die Obeffekundaner Hölzingcr im Leibgarde-Jni.-Regt, (t, Großh, Hess - Nr, 115, Marguart im Ins,-Regt, Kaiser Wilhelm 52, Großh, Hess.) Nr. H6, Bickel im 2. Großb, Hess, Fcldart,-Regt, Nr. 61, Im Sanitätskorps: Im aktiven Heere: Tr, Budd c, Stabs­und Bataillonsarzt des 2, Bats Jni, Regts, Kaiser Wilhelm 2. Großb, Hess,) Nr, 116. unter Beförderung zum Ober-Stabsarzt zuui Regimcntsarzt des Lehr-Regiment- der Feldaitillerrc-Schieß- schule ernannt, Versetzt: Stabs und Bataillonsarzt Dr. Szubinsli des Großh, Mccklcnl», Jäger-Bataillons Nr. 14. zum 2, Bataillon des In»,-Regt-, Kaiser Wilhelm 52, Großh, Heil.) Nr, 116. Tcr Abschied bewilligt: dem Stabsarzt Pros, Tr, Bötticher dcr Landwehr 2, Autaebots 5Gießen5, mit der Erlaubnis zum Tragen der llnisorm der Sanitäts-Ossijicre.

Landkreis Gießen.

-IN Hungen, 23, März, Tas Grundstück des Rech. ncrS des Vorschuß- und Krediwercins, Schmidt, ging am Samstag durch den Konkursvertoalter zugunsten der Kasse zum Preise wo» 34 200 MP, in den Besitz des Mctzgcr-- meisters Wilhelm Hofmann über,

Kreis Alsfeld.

lz, S t o r n d o r f, 22, März, Gestern fand im Hofmann- »chcii Saale die diesjährige ordentliche Hauptpersammluncs der Molkereigenossenschaft S t,o rn d o r s-B a- dcnrod statt, Präsident Jäger crüsfnetc die Versamm­lung mit einer Begrüßungsansprache und erteilte dcm Ren­danten Kreudcr das Wort, Es folgte Vorlesung dcr Jahrcs- rechitnng und Bilanz vom Jahre 1913, Als Tircktor dcr Ge­nossenschaft wurde Herr Gg, .Hamel, Storndorf, toicder» gewählt. Die zur Genossenschaft gehörigen Mitglieder »voh - nen tn Storndorf, Vadenrod, Ober- und Untersorg, Herders dorf, Meiches, Windhansen und Helpershain, Ter Rerngc- winn wurde den Aktionären als Dividende ausgefchiittet,

lz. Vadenrod, 22. Nkärz, In; Saale des .Herrn So- läser fand die diesjährige ordentliche Gencralversammluno des hiesigen Kvnsum- und Kreditvercins statt, Präsident Schm idt begrüßte die Erschienenen und ließ die Vorlesung der Johresrechnung von 1913 folgen. Eine Dividende konnte sür diescSmcll nicht verteilt werden, da die Genossenschaft noch Verluste durch die Gcnossenschaftsbmlk zn decken hat.