das bte gliche» 'FefummuHgcu hat, hie fk& dort durchaus bewährt haben folfen. ISr hak fei«« selbst Bedenken gegen da- in de», Entlvurs vorgesehene Vorkanssrechl, soweit eö in »rivatrechtlickie Berhältnisse einzuqreijen droht, erhofft von ihm aber audt wesentliche Vorteile, so die Erhaltung des bodenständigen Besitze«. Uederdies toill die Regierung das Vorkaufsrecht nicht selbst ansüben, sondern es den Sied- luiigsgefellschaften überlasse». Die Konservativen stehen dem Entwurf, ivie sich aus der Rede des Abg. Dr, v. Krie s ergab, vorläufig sehr reserviert gegenüber und be Kalten sich die endgültige Stellnngnnlime für den Ausschuß vor. An erster üiiiie sind es das Rücktritts- und das Vor kaufsrecht, gegen das sich ihre Bedenken richten. Freilag >oer den die übrigen Parteien zu Worte kommen.
DaSprenßischeWohnungsgesetz. Ter ll. Ausschuß des vreuti. Abgeordnetenbanfes hat die Bestimmung, dag für Ge- ineiichen init über lOOltOtl Einwohnern ein Wohnungsamt zu errichten ist, mit einer redaltioaelten Aenoerung aiMomiiim. Die 'Seittmmuiiq bet, die kleineren Gemeinden wiirde tzabin geiaht, dar, in Gemeinden mit 50000 bis 100000 Einwohnern die Errichtung eines Wolmungsanues oder die Ansleltnng von Wohnnngsanifeherii, in Gemeinde» von 10000 bis 00000 Einwohnern die AnsieNung von Wohnnngsauffeherii von der Äniiicknsbehviüe aiigeordnet werden sann. Unter Ablehnung aller Adandernngsanlräge lvurde sodann der Rest der Bestimmungen über die öriliche WohiinngSani- licht soivie die Beflimninng über Bezirks Dohnnngsanifichtsbeantte in der Fasiuirg der Vorlage augenonime». — Damit ist die erste Lesung des Wobnnngsgesetzes beendet.
Die Schitsbarista cl) u u g desObe r r h e i n S, An der Sitzung de'c badiicheii Zweiten Kainnier ani Donnerstag erklärte der Minifter des Innern Freiherr vo n u n d zu Bodman auf eine Anfrage betreffend die Schifibgr inachnng des Lberrhesns: Air find tiickil allein in der Lage, die Rheinregulierung durchznsnhren. Air beiindeii uns noch ini Stadiuin der Studien, ob das Unternehmen wirtschal! lich auch rentabel ist. Gewiß ist, das; unsere Eisenbahnen große Verluste erleiden würden. Ein Wettbewerb für die Schiffbarmachung des Rheins von Basel bis Konstanz ist ausgeschrieben. Voraussetzung ist natürlich die Lckiillbar inachung der strecke Straßburg Basel. Durch die Reg» lierung des Rheins würden 200 ktOil Pferdekräsie geschassen, die zwischen Baden und Elsaß-Lothringen zu teilen lvären. Ter Rheinreguliernng bis Konstanz stehe die elf aß lothringische Regierung nicht inmpathisch gegenüber, da sie eine Schädigung der Handelstitteressen Straß burgs befürchte. Air können aber keinen Pfennig für den Großschissahrtsweg bewilligen, wen» er in Basel enden soll, er muß vstlmehr bis Konstanz dnrchgesührt werden. Ferner muß die Schweiz ihrerseits zu den Kosten beitrage», auch für die Strecke Basel- -Straßburg, da die Schwei; dann direkt mit der Nordsee verbnnden lvird. Wesentlich ist ferner, daß Holland z» den Schissahrtsabgabe» feine Znstlmmilng gibt. Eine Einwirkung auf die elsaß-lothringische Regierung steht uns nicht zu. An der kühlen Snikipaihie Elsaß-Lothringens kam immer wieder zum Ausdruck, daß Elsaß-Lothringen lein Anteresse habe an einem Wasserstraßenansban, der am Elsaß vorbeiführt. Aber den Interessen Strnßbnrgs stehen die Anteressen des ganzen Landes gegenüber. Wir haben sür die Reguliernng des Rheins bis Straßburg große Opfer ge bracht, obwohl die Befürchtung nahe lag. daß M a n n he ims Verkehr leiden würde. Unsere Sonderinteressen haben wir znriickgestellt, und >vir dürfen deshalb erwarten, daß auch das Elsaß, uns gegenüber frenndlickt handelt. Der Ban einer Wasserstraße bis Konstanz ist »ach Ansicht der Dechniker n u S t ü h r b a r. Die Schissbarmachnng des Rheins von Breisach bis Bafel ivürde 105 Millionen Mark kosten, wobei 00 Millionen Mark aus die Schiffbarmachung und 35 Millionen Mark auf die Anlage von Wasserkraftwerken entfallen würden. An der an die Regierungserklärung sich anschließenden Aussprache brachten sämtliche Parteien der Zweiten Kammer ihre Freude über die Einigkeit des Hanfes mit der Regierung in dieser Frage einniülig zum Ausdruck und erklärten, daß die Jchifibarniachung des Rheins bis .gonstanz und die Erschließung der Wasserkräfte mit allen Mitteln zn fordern seien und daß man hoffe, die bestehen den Schwierigkeiten überwinden z» können.
Die n a t i o n a l l i b e r gck e il Fraktionen des m ü r t t e m b e r g i i ch e n und des ha d i s ch e n Land tages hatten am Mittwoch in Pforzheim eine Zusam menkunst. Es beteiligten sich daran 20 Abgeordnete. Zweck der Veranstaltung ivar, sich persönlich näher kennen zn lernen und sich über einige besonders aktuelle, beide Staaten gleichermaßen berührende Fragen auszusprechen. Im Mittelpunkt der Beivrechnngen standen Erörterungen über die Dona n- versickerung und die Neckarkanalisation. An die Aussprache schloß sich ein gemeinsames Abendessen an.
Ter s r a n z ö s i s cki e M a r i n e i» i n i st c r M onis hat seinen Rücktritt gegeben. Mil d er Leitung des Marinen»»,-- sierinms wurde interimistisch Kolonialiilinfttcr L e b r u n betraut.
Staatss e k re lä r Grey über Englands auswärtige Polittl. Am englischen Unterhaus hielt Sir >Ed>v. Eren eine längere Programinrede. Er sagte darin n. a.i Er erinnere gern daran, daß das Kriegsbeil nicht irur begraben, sondern jetzt vollständig außer Sicht gebracht sei. Oke!) ging dann aus die M i t t el m e er s r age lein lind fagie, Churchills Progranim könne nicht als ein Anf- geben des Mittelmeeres bezeichnet werden, aber England könne nichr überall eine außerordentlich hohe Flolteninacht tnksitzcn England tonne im Mittelmeer keine allen anderen Mächten überlegene Flotte ansrechterhalten. Ter englische Standard muffe dort offenbar jo hoch sein, daß er jeder wahrscheinlichen Kombination gleickikomme. lieber die Beziehungen der Flottenstärke zur auswärtigen Polilil jagte der Staatssekretär: Wenn Sie aus einen Standard der uölligen Ueberlegenheil über alle andere,^Mächte zusammen hinaus wollen, dann ist Ähre auswärtige Politik Verhältnis lnäßig einiach, wenn Sie aber nicht darauf hinauswollen, muß Ähre Regierung ihre Politik so einricküen, daß Eng- land in feinem Augenblick eine Kombination gegen sich hat. der seine Flotte nicht gelvachsen wäre. Die Politik Englands der Türkei gegenüber besteht jetzt, wo der Friede her. gestellt iit, darin, daß wir unseren' diploinatisckw» Einfluß brauche,i. um die Unverletzlichkeit des türkischen Besitzes zu wahren Die Regierung tonnie nicht in die Finanziers dringen, der Türket Geld zn leihen, und wenn die Türkei ein Anlehen aufzuiiehinen wünschte, so mußten die britischen Bankiers darüber selbst entscheiden. Die Regierung har von der Türkei noch ivährend der letzten Aockwn die ausdrücklichsten Versicherungen erhalten, daß die Türkei ihr Haus selbst in Ordnung zu halten wünsche, keine aggressiven Absichten habe und nieder den Frieden verletzen, noch innen Rachekrieg in Europa beginnen wolle. Ich glaube, diese Versicherungen stellen die aufrichtige Absicht der gegenwärtigen türkischen Regierung dar Die britische Regierung konnte gegen diejenigen, die der Türkei Geld vorstreckten, keinerlei politische Einioeiidüngen erheben: diese Finanziers taten das in dem gegenwärtige» Augenblick ans handelt politischen (gründen. Ans die Einzelheiten der armenische»
Frage kann ich nicht eingehen. aber der armenische Resorm- plan ist soweit gefördert, daß ich glaube, er hat in seinen
wesentlichen Punkten die Zustimmung der Mächte und der türkische» Regierung gesunden. Ack) hasse, daß er bald genehmigt wird. Die türkische Regierung hat erfahren, wie sehr sie durch ihre schlechte Regierung in Mazedonien und in den verlorene» Gebieten in Europa verlor, und lvie lvesenllich es wäre, die Lehren, die sie in ihren europäischen Provinzen bekam, aus die asiatische» Provinzen anzniven den. Das Abkommen über die Aegäiscben Inseln ist non Arie chenländ bereiiwillig angenvmnien tvorden Sollte es i» der Zitknilst einmal in der Türkei in feindlichem Sinne an- geiuandt werden, dann würden die Shnipckthie» Englands immer ans seiten derjenigen Maßnahmen stelze», die zur Sicherung der Türkei gegen solche Umstände getrosten werde», dereli Entstehen all« dem Abkommen der Mächte nicht beabsichtigt loar.
Der r n in ä nische T h r o » s o l g e r P r i n z Ferdinand ist, wie ans Bukarest gemeldet wird, mit Ok- mahlin nach Berlin abgereist.
Ans Stavt u»d Land.
Gießen, 20, Lstärz 191 Städtische Rachrichtenämtcr.
In viele» Stabte» des Reiches ist jetzt ei» städtischer Ra ch r i ch t e n d > e » st eingcstihrt, der direkl unter der Leitung der Oberbürgermeister steht mid den ;5u>e(f hat, ohne Entgelt der Presse Nachrichten über städtische Angelegeliheiten zu übermitteln. Dem N a ch r i ch t e » a in t jällt i» erster Linie sowohl die Ab t a s s u n g als auch » » e » t g e l I l fch e P e v ra i 111» n n »tut Nachri ch- ! f » ans der gesanite» Ttadtverlvaltnng an die Presse zn, ierner die Erteilung von A u s k» n i t e n über Vorgänge i» der Stabt» Verwaltung n» die Presse und die Entgegennahme ihrer Wünsche und Beschwerden, iowelt sie iitlt ani die dienstlichen Beziehunge» der Siadtgemeinde zur Preise beziehen. Daß diese Einrichtung, die ivwohl der Städtverwälinng wie auch der Presse selbst die beste bl e w ä h c gegen sali ch e Rachrichte » bietet, immer inehr Nachahmung sindet, darüber gibt uns ein Tekegramni Auskimst: Karlsruhe, 20. März. Nach dem Vorbild anderer Städte ist »NN auch in Karlsruhe ein städtisches Nachricht e n a m t errichtet und damit eine Einrichtung getrosten tvorden, wiesieder Staat ! n r d i e E r s ü l l II » a seiner A it f g a t> in schon feit A a h r zehnte» besitz t.
Ein anderer Punkt ist es aber, daß die Zeitungen durch diese Nachrick!e»überi»itll»»g gar zu leicht beeiniluV werden, zum Sprachrohr der Verwaltung herabstnkeit und jede Kritik an städtischen Dingen verlieren. Von diesem Slanvvnnkt ging eine Ver s a m m l n ii g in Franks» r t ans, die zur Berat,mg der Frage ziisainniengetreteii ivar, nnd kam zn dem Entschluß, alles beim Alte» zu lassen, wenn man nicht eine großzügige n iid der Presse in jeder Beziehung dienliche Einrichtung l chatten will. Unser Frankfurter Mitarbeiter schreibt uns darüber:
- 3 i aiOiun a. M, IS. März. ;iu der beabsichtigten Errichtung eines S l ä d I > s ch e >EA a ch r > ck l e n a in t r 3 nahni heule eilte vom Aonrnalisten lind Schriststeljerverein einbernienc Ver s a m m l ii n g van Magistralsmitgliedern, Stadt- i'crotbiinfn, Pressevertretern n n d Berussio » v null st c » Stellung. 'Nach einem Bortrag des Redakteurs F l e i - i ch e r wurden die Wünsche der Presse dahin sestgeiegt, daß das geplante städtische Nachnchlenaml ani die Dauer nur dann Ersprießliches leisten kann, ivea» zn»i Leiter des Amtes ein ! ü ch 1 i g e r B e r » i s j o » r n a l > st bestettl ivird, loenn das Aml aut großzügiger nnd leisinnqssähiger IKrundlage ans- gedant wird: wenn keinerlei Verluche gemach! werden,
bei und nach Errichtung des Amtes die selbständige Stellungnahme der Presse zn allen liädti s che >t Fragen zn erschweren, nnd loenn schließlich die ganze iRlsä ästsgebarung des Amte? sich »ach dem Grundsatz richtet, in verständnisvoller Weise iiir die Preise nnd »nt der Presse zn arbeiten, nnd die Presse nicht ä I s ein An st r n m c ii < z ii r ll III e r d r ü ck n li a jeder selbständigen K r I i i t a ii den st II d ! is ch e n Dingen betrachtet imrd. Die Versammlung, stellte fid ans den Standpunkt, daß man es lieber beim Allen lasse» soll, wenn man nicht linbedingt an der ertchtistling einer großzügigen und der Presse in jeder Beziehung dienlichen Einritt,tung teilIiaiteit will. Eine im -inne dieser Forderungen gebaltene Enlschkießiing sand einmütige Annahme.
** Tage Skalen der Oie Freitag, de» 20. Mürz: Stadt- theater: .Tie Frau des KonnnaiidenrJ." Anfang 8 llhr.
** Prinz Heinrich der Niederlande, der gegenwärtig Ortschaften in Lberhessen besichtigt, stattete auch Butzbach einen Besucki ab. nni Rathaus, Markus-i lirche. Marktplatz u. a. in Augenschein zu nehmen.
* Offene Lehr e r st e l I e. Erledigt ist eine Stelle für einen Oberlehrer mix Lehrbefähigung in Mathematik nnd Physik an der Oberrealschule am Stadthaus in C s s e n b a ch. Bewerbnligen sind bei den, Fürsten zn Asenburg und Büdingen in Birstein einznreichen.
** Lehrerko n serenz des Bezirks Ei ie ß e »- Land linier dem Vorsitze des Kreisschulinipektors Pro- feffor A lies fand am Donnerstag in der Turnhalle zu Großen Linden die Lehrerkonserenz des Bezirks (Kießen-Land stall, an der als Gäste Seminardirektor i. R. Onentell und Pfarrer Schulte teilnahmen. Lehrer Schmidt aus Grvßen-Lindeu hielt die Probelektion über den Unterricht in der Elektrizität. Es wurde ein Ausschuß ernannt, ivelcher die für den Vvlksschnlimterricht notwendigen Versuche und Apparate answählen nnd zusaliimenstetleu soll. Tie Apparate sollen dann bei einer späteren Jnsammelikunst vor- gesührt iverden. Tie n ä ch st e Bezirk konser e n z sindet in G i e ß e n statt, Lehrer Linden st r u l h Gießen lvird eine Probelettion über den freien Anssatz, Lehrer Keller Lollar einen Vortrag über den biologischen Kursus in Friedberg halten. Die Kreiskonserenz ivird ebenfalls in Gießen abgehalten iverden: ein Vortrag über ei.verimen teile Psychologie ist vorgesehen. Tie kürzlich in Tarmstadt gehallenen Borträge über Rellgionsunterricht sollen ans all- genieinen Wunsch der Lehrer nächstens auch in Gießen stan- iinben; mit dein Konsistorium wird darüber verhandelt. Vortragende sind Träger und Dr. D i e h I - Friedberg und T o l l i n g e r Oberkleen. Ter Vorsitzende teilt mit, daß die Fortbildung s! p a r k a s s e n z. B. Heuchelheim und (Kroßen-Linden - sich sehr bewähr: haben und empfiehlt weitere Elnsührnng. Ter K u a b e n h a n d a r b e i t Be rr i n hält vom 2. bis 7. Anli und 0. November bis >!>. Tezember Kurseab. wozu er die Lehrer einladet. Ter Vorsitzende wies 0,2 Verlranensinai», für den Kreis Gießen aus die Aung- deiilichlandbeivcgung nnd die Mithilfe der Lehrer hin, woraus slck> eine große Anzahl der Lehrer als Mitglieder an- meldeteii. Ein Essen im Saale des Gastivirts Schnnm be- tchloß die Zusammeiikiintt.
K r i e g s s ch n l k» I l e. Die neue» Kriegsschnlkurse daneru m vaiinover von, lg. Februar bis tzl Oktober, in Bers- Atärz bis 22. November und ber in Metz vom -2- -Nar» bis -' Dezember d. A. Einberuien ilnb nach Hannover: D'., Fähnltche aller Watten, darunter von der 20. Division der Fälinricn vour N. 118. itaef) öcrdfclb 141, davon,
btc c-sohnriche v a a n \i c r vom -.X. 118. P rin; M a r i m i ^ 1 1 a tt Bau Hessen, zweiter Sohn des Prinzen Friedrich Karl von Seyen, vom Leib-xrag Reg! 21: nach Metz 132. davon die Fähnriche Lue rb rock? und M cnr r von, A.-R 118 . - . Bis- ber ivar der durchschnittliche Bestand der drei genannten Krieg«-
sckmlen 120, g2 und 120 Durch die ^errVtM-emchnam ist net bisherige Stand der 10 Arregsichulen von 1010 aut 1730 Fähnriche der vom 1. Juli d. F. ab bestehenden 11 Kriegsschulen rdie neue, in Bromberg wird an dieseänl Tage ervssnet, während die nvchi ini Ban begrüfene in Erfurt erst später hi«zutrrlt!,erhül)t. Tie nächsten oorjährigen Lehrgällge schließen in Engers am I. nnd inj Neiße an, !t. April d. I. und werden demenliprechend auch tue dann zunächst zu eröjineirdeii sein.
** II r l » nb S r eisen s ü r Un terossiziere und ®, meine. Am 1. April tritt eine Vermehrung der freien Urlaubs reisen iür »ltiecossizicre »Nb Gemeine der 'Armee nird Marine ein Während bisher mir iür die Hülste der UMerotjiziere nnd Gerne: ne» eine freie Ilrlaubsreije beivilligi wurde, kann »m 1. April 1914 ab jedem Unteroffizier IIII d Eie meinen jäh, lich einmal eine freie ll r l a » b 3 r e i f e gewährt wer den. Tie freien llrioubsreijen dürfen nur in die Heimat d. l, nach dem Aohnarie der Eltern oder ilächß-n Angehärigen. nach den Sätzen des Mililärtariis für die Hill - nnd Rückfahrt auf deutschen Eisenbahnen bewilligt werden.
' - H e > s t s ch c r T i n l o ii i ev e r e i n. Dir ries,lche»ge Hanp: vecsantmlung des Hessischen Diakonierereins findet an, 25.MNI-, nachmittags i -9 Iltsr, im Landesfnnodalgeboude in Darm stad t statt. Wie in iniftemt Jahren schließt sich an die geschlossene Miraliedeiverfammlnng loirder eine össentiiche Versammlung a», zn der Gäste iviltkommen sind nnd freien Eintritt Haben. Piai rer D. I>r. P reu scheu- Hirschhorn wird ivreNrn über: „Die Bedcutung der altkirchlichen Frantiiorganisation für imsere Ge meinden".
"Der Verein derHan sbesißer läßt, wie man uns mitikilt, an, Sonnlag nachmiltaa ö lllre f» Steins Saalbon durch Martin Leoigard an? Franksnrt o. M. einen Vortrag halten über: Die g e g e n ,o ä r t i g e 2 n a e b e s H a ll s- u » bjö rnitd- besitze s mir besonderer W ü r d i g n n g d e r S t e » e r - plage <»eilen'.
- - Ä e I e l l s ch a i t s a b e n d im S t a d i t b e a t e r mit bunte IN P r o g r a U! IN. Tie Vorbereitungen iür den knnfl- lerifcheu Teil des' Abends, wie für den der leiblichen Eririschung geividmeieii sind soweit beendet, daß nur noch ein? zu wünschen bleibt: ein ausverkansteS Haus, damit der Zweck des Älbends, der Ilnlernütznngskafse des Städltheaters einen namhaften Betrag zn- aulührens erreicht nnd — damit alle die schonen Sachen, die treundliche Menschen gestiftet haben, auch verzehrt werden. Die Preise dafür sind so mäßig gesiellt, daß sich allein deshalb der Be such de:. Abends lohn!, z. B. ein belegles Brot von lv Pfg. an, «NI GlaS Bier 10 Pfg. »>>v. Jin übrige» ivird auch noch das Konzerl der Neqinientsmnslk znr Sieiqernna des GennfseS beilrageu.
ll e b e r ,v i s s en s cki a stl i ch e nnd s p o r t l i ch e Freiballon s a h r t sprach gestern abend aus Vera» - lassuiig des Lesehalleiivereiiis Privaldozent nnd Lehramts assessor Tr. Albert Pevpler vor einer sehr zahlrercki erschienenen Zuhörerschaft in der Turnhalle der höheren Mädchenschule. Der Vortragende setzte die heutige Zeit mit der 'Alexander von Humboldts in Beziehnng. in der man die ganze Erde mit einem 'Netz meteorologischer Beobach - lnligsstationen zu umspannen begann, während man heute im Begr-isse steht, dieses Netz durch Gründung neronantischer Observaloriei, bis 10 km und höher zn erweitern. An der Hand von Lichtbildern erläuterte der Vortragende die heute verwendeten Forsrhungsmittel, wie F-reibnIlone, Pilot- und Registrierballone nnd Draehen. Die ZultzOrer geivaniien einen volltoinmenen Einblick in den Betrieb eines derartigen Ob- seroatoriiillis, das mit gefesselten nnd nngefesselten Flugkörpern ständig die Atmosphäre dnrckstorjäN. Man lernte die großartigen Eiilrichtunigen kennen, die zun, Hochlassen der Drachen mittelst elektrischer Winden benutzt loerden, zu den Ausstiegen großer Fesselballone, die Einricvrnugen nnd mit den, Fernrohr die Flugbahn der nngefesselten sFlng kürper zn versolgen und dadurch Richtung nnd Geschwindig- feu des Windes bis in die Höhen von 20 nnd MO km festzü- steilen. Der Redner tvies weiter auf die Itzesahren hin, die dies" Observatorien mit sich bringen, lvenn die Drachenp: drähte reißen und sick> über .Hochspain,u»gsleituitgen legeik oder mit ihrer straffen Spannung iiber Straßen lzängend den Verkehr gefährden. Besonders gefährlich sind die Obser- vatorien für Flieger Daher loerden sie nachls mit etnem lveiihin lenchlenden Blinklicht versehen, um vor den Drachen- n,>d Ballontabeln zu lvarnen. Am zweiten Teil seines Vortrages schilderte Dr. Peppler die Freuden und Gesahrcn der'sportliche» Freiballonfahrteii. Auch der Gießener Verein ivird in Kürze einen eigenen Ballon besitzen, der dann den Ramen der Stadl Gießen übers Land trägt. Die Zuhörer dankien den fesselnden Llusführnngen des Redners mit lebhaftem Beifall.
" Mutter und Säugling Im April findet eine »vni Fraiiksurler Verband für Söngliiigssllrwrge ini alten Sencken bergiichen Muienm veranstaltete Ausstellung Mutter und Säugling stall. Der Vei-band bittet uns, entgegen anderen Mitteilinigen sestzustellen, daß infolgedessen an einen AI,brnch des alten Gebäudes vor Mai nicht z» denken ist.
"• 5 0 Zahre Buchdrneker. Hellte kann der seit melit als zehn Jahren im Betriebe beS Gießener Anzeiger« beschäftigte Gustav Schreiber ans eine sünszigjährige Tätigkeit als Schriftsetzer znrüekblicken. ein Gedenktag, deffen sich nur lvenige, die im graphischen Gewerbe tätig sind, z» ersrenen haben.
** Landung eines Fliegers in Gießen. Am Donnerstag mittag um 2 Uhr landete ein Flugzeug ans dem Trieb, das von Tarmstadt kam. Insassen waren Leutnant Roeeo von der II Kompagnie des hiesigen Infanterie Regiments und ein Offizier aus Darinstadt, der als Beobachter an dem Fluge leilgenominen batte, ©er Fing von Darmstadt hierher war in -10 Minuten zurück- gelegt ivorden, trotzdem die Flieger in der Nähe von'Lan g- G ü i, s mit heftigem ißegeinviiide zn käinpfen hatten. Die Flieger ivaren an, Miitlvoch von Worms nach Tarmstadt geslogen. Sie stiegen heute morgen zivischen 8 und 9 Uhr wieder aus. um nach Mannheim zu stiegen. Von dort gedenten sie nach Tarmstadt zurnckzukehren. — Der Flieger, der am Mittwoch über Gießen gesichtet wurde, ivar ^eat- nant v. Osterroht von der Darmstädter Fliegertruppe, der mit Passagier nach Marburg nnd zurück ohne Zwischenlandung slog.
** Beim Einkauf v v m Tode überrascht. Am Donnerstag morgen gegen in Uhr betrat der Arbeiter Fv- hannes Schinidt aus der Soiinenstraße einen Laden in der Brandgasse. Er besorgte dort seinen Einkauf und stürzte dann plötzlich 10 t zn Boden. Ein anwesender Sanitätsmaru, machte Wiederbelebungsversuche, die jedoch ohne Erfolg lvaren. Der herbergernsene Arzt Dr. Pt och tonnte nur den durch Herzschlag veranlaßten Tod seststellen und veranlaßt,' die Uxbersiihrung der Leiche nach der Totenhalle des Friedhofs. Schmidt loar seit einiger Zeit herzkrank. Wie wir hören, war er nicht verheiratet.
"Selbstmord eines Sechzehnjährigen. Gestern erhängte sich in der Wertstüttc des SteininetzmeisterS A. in Leihgestern ei» bei diesem m der Lehre stehender ltzjähriger Junge auS Gießen, lieber den Grund zur Tat ist nichts bekannt. Nachmittags iveilie die GerichtSkommijsion zur Aufnahme des Tatbestandes an Ort und Stelle.
** Die Maul- u u d 51 l a u e n f c u di c, die in Helsen ganz erloschen ist. ist nun auch im Biehhos :Auslandshvl) zu München erloschen, so daß für die nach dort gesandten Tiere keine Gefahr besteht.


