Ausgabe 
19.3.1914
 
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ffnthrr 3ot», *üc die Jhifhrr und Geschichte Indien? und sür die Geschick»? und Kultur Rußland?, sonne die Errichtung einer koloniatge!chiä.tiut>cn Abteilung am historischen Seminar an.

Der Vertreter der Kinderheilkundc an der Präger deut­schen Universität Pros. Tr. med Friedrich Ganghoincr, Direktor de? Kaiscr-Franz-Foieph-Ürnder,vitales. begebt am 20. März seinen 70. Geburtstag.

<ßcricb($faal.

V Wiesbaden, 18. März. Ter Bergwerkzdirek'or Adolvb .Schmidt in Wiesbaden wurde beute von der Stratkammer Wiesbaden naeb zwölttliindiaer Verhandlung z» einem Jahr und s 'Monaten ««tängnis verurteilt, weil er den, Graten bernian» zu Tokna dga Mark and dem Baron v. i'eeriiia'.'.u 20 00 " f. obgeschwinbelt balle, indem er diesen Geaenwerli von Unter- vrhmuaaen in ircuador gab, die eS aber tatsächlich nicht gab.

Cutttdmrabrt.

Metz, 18. März. Als gestern abend der Oberleutnant Bon gar d vom 12. sächsischen Fmßortillerie-Regiment aus dem Flugplatz Frescattz landen wollte, Überschlag sich sein Flugzeug, lveil das Steuer zu steil gestellt worden war. Doligard stürzte aus dem Flugzeug und erlitt einen Schädelbruch. Heute früh ist er seinen Verletzungen erlegen.

Hochwasser und Ztürme.

M e tz , 18. März. Einer Blättermeldung zufolge hat der vorgestrige Sturm bei K r e u z w a l d zwei Menschenleben ge« fordert. Ein nom Sturm enliourzeller Baum siel aus drei heimkehrendc Bergarbeiter. von denen zwei so schwer verletzt wurden, daß sic auf dem Weg nach dem Krankcnhause starben. Der dritte erlitt nur leichtere Verlegungen.

Wesel, 18. März. Das Hochwasser des Rheins ver­ursachte hier großen Schaden. Im Hafen stehen sämtliche Lagerhäuser bis,um Dach unter Wasser, einige wurden fortgcrissen. In der Hafenstraße reichen die Fluten bis dicht unter die Fenster der Wohnhäuser. Der Rhein bildet mit der bochgeschwolleneu Livve einen meilenwcilcn See. Mehrere Wohnhäuser sind durch das Wasser vom Lande ab- gcschnilten.

N o w o t s ch c r k a s k, 18. März. Rach den letzten Mel­dungen sind während des Orkans in der vorigen Woche in den Dörfern Gossu und D a r e s w o sechs Personen, in St a - galnik 18 und in H a ch i l s ch e w a n t s ch i k über 20 Per­sonen umgckommen. Die genaue Anzahl der in anderen Orten Ilmgekommenen ist noch nicht festgestcllt. Die Dörfer waren buchstäblich unter Wasser gesetzt. Hunderte von Kosaken- d ö r f e r n an der Donmündung sind vollständig z e r st ö r t.

Dcrmiiditef.

* Ein rabiate er Landsmann Aus Paris, 18. Rtärz meldet ein Privotlelegramm: Gestern begab sich' ein Deutscher namens Wilhelm Kebbel auf das deutsche Ge­neralkonsulat und bat, nach Deutschland znrückgeschnckt zu werden. Ms der Sekretär ihm erklärte, daß er schon das zweitc Mal mit einem solchen Ansuchen känie, und ihn aus- sorbcrtc, sich an den deutschen Hilssvcrern zu ivendcn, zer­schlug Kebbel vor Wut drc Fensterscheiben und warf alles auf die Straße, was er erlangen konnte. Schließlich wurde er von dem Personal des Generalkonsulats der Polizei übergeben.

* Eine falsche Kran kens chwe sie r. Aus Hirsch berg im Riesengebirge wird gemeldet: Die Frau eines Oestcrreichers, namens Z e s ch k o , wurde verhaftet, wclcl-e es verstandcu hatte, als angebliche Krankenschwester

voll einem Berliner Rentier wahrend U, Jahren etwa 21000 Mk. zu erschwindeln Gleichzeitig wurde ihr Mann unter dem Verdacht der Beihilfe verhaftet. Das Paar wohnte jetzt in Rochlitz in Sachsen mit vier Kindern, wäh­rend der Betrügereien hatte es seinen Wohnsitz in Lichtcn- rade bei Berlin.

* Selbstmord eines Deutschen in Konstan­tinopel. Aus Ko n st an t in o p el, 18. März meldet ein Privattelegramm: Ein früherer deurscher Offizier, Leut­nant von Stangen, der nicht Mitglied der deutschen Militärmtssion ist, ist heute morgen in seinem Hotelzimmer tot ansgesundcn worden. Anscheinend handelt cs sich um Selbstmord. Ter Offizier kam am 16. Januar nach Kon- stantinopcl, um im türkischen Heere Dienste zu nehmen. Seitens des deutschen Konsulats ist eine Untersuchung ein­geleitet worden.

Der Luxuszug Ostende Frankfurt a.M. ist aus dem Bahnhof Tolhain auf einen Güterzug gefahren. Ein Beamter wurde getötet und einer schwer verletzt. Der Zug ist mit zwölsstündiger Verspätung in Frankfurt a. M. angekommen.

* Die englische SchonerparkBalder", von Cuzhaven nach Poole unterwegs, ist am Mittwoch früh, als sie ftch im Schlepptau des deutschen SchlcvpschissesBulkan" befand, auf der Höhe von Reedlcs untcrgcgangen. Die ge­samte Mannschaft ist umgekommen.

8att6tl und Pcrfcbr, Volkswirtschaft.

T i e Verkehrseinnahmcn der deutsibcn Haupt- und vollshurigen Nebenbahnen einschließ­lich der bayerischen Staats- und Privatbahnen betrugen im Fe­bruar 1.911 im Perionenverkcbr 61 167 950 Mk. tgcgen das Vor­jahr 3 802 911 Mk. mehr): im Güterverkehr 179 547 907 Mk. tgege» das Vorjahr 611562 Mk. mehr).

Eingesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stchcnbrn Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

Das Logengebäude, da? allen Gießencrn in seiner jetzigen Gestalt wohlbekannt ist, wird zur-eit einem größeren Umbau unterzogen und dürste nach der Volleirdung der ganzen Umgebung zur Zierde gereichen, sein jetziges ctivas mystisches Aussehen hat bei manchem einem beim Vorbeigehen ei» gewisses Grusel» erzeugt, weil man in weiten Dolkskreiscn immer noch nicht die rein menschlichen Humanitären Bestrebungen der Logen anerkennen und würdigen will, und glaubt, daß hinter den Mauern dieses Gebäudes sich Dinge ereignen, welche das Tages­licht zu fdicuen hätten und mit der allgemein üblichen Moral nicht in Einklang zu bringen seien. Richtig hei dieser Beurteilung mag ja sein, daß die Logen ein gewisses Zeremoniell haben, welches nicht jedem Beliebigen bekgnnt sein soll, aberSchlech­tigkeiten" aller Art, Religionslosigkeit oder etwa gar staats- stürzlerische Umtriebe werdcn dort sicher nicht gctiieben, denn der Schreiber dieses batte jetzt Gelegenbeit. wo die ostcnen Türen jedem Gelegenheit boten, cinett Blick in das Innere des Gebäudes zu werien, und gleich über der inneren Eingangstür einen Wabl- ivrnch stehen zu sehen, der besser als alles andere die Tätigkeit der Logen bezeichnen und in ein helleres Licht rücken dürste. Der Wahlspruch lautet:Wer Arme drückt und Waisen plagt, den sei der Eintritt hier versagt!" Fürwahr, gibt cs crnen schöneren Wablspruch als diesen und wird nicht mancher, wenn er diesen kennt, seine Ansicht über die maurerische Tätigkeit ändern?

Welteraussichten in Hessen am Freitaa, den 20. März 1914: Beränderliül, vorwiegend wolkig, zeitweise geringe Niederschläge, toasimer wärmer, südwestliche Winde.

Letzte Nachrichten.

Zweite hessische Ständekammer.

rb. Darmstadt, 19. Dtärz. Bei der heutigen Fort­setzung der Etatberatung beim Etat des Staaisministe- riilins des Innern sprach zuerst Abg. Fenchel (Bauern­bund), der u. a. die Tatsache seststclltc, daß der Preis für Schlachtvieh in Oberhessen 42 bis 45 Psg. betrage, während in Mainz das Fleisch für eine Mark verkauft werde. Das sei doch ein Beweis dafür, daß die Landwirtschaft an der Fletschverteuerung keine Schuld trage. Die Sitzung dauert fort.

Ernennung von deutschen Kardinalen,

Rom, 19. März. Das Konsistorium wird kurz nach Ostern, zwischen dem 20. und 30. 90x51 stausindcn. Dein Vernehmen nach iollc», abgesehen von der Präkonisicrung des Erzbischofs von Breslau, zwei deutsche Bischöfe den Kardinalshut erhalten.

Tic Verteidigung der Frau Caillaux,

Paris, 19. März. Advokat C a b i r i hat dem frühere» Finanzmliiister Caillaux erklärt, er könne die Verteidigung seiner Gattin nur dann übernehmen, wenn es als ausgemachte Sache angesehen würde, datz er das Ansehen Calmettes, sür den er volle Sympathie habe, aus dem Spiele lasse. Er habe eine Erklärung aut der Redaktion des Figaro abgegeben, die sich daraul bezog, Frau Cailiaur nncdcrbollc ihr Bedauern über die Tat und gestand zu, daß sic cüic schwere Schuld aus sich geladen habe.

Die echte

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nachzumachen, wird vielfach versucht. Mft welchem Erfolg, zeigt ein Vergleich des Origi­nals mit irgend einem der Ersatzpräparate. Schale und äußeres Gewand trifft man wohl, aber den Kern, das, worauf cs ankommt, nie­mals Dazu gehört eine Erfahrung von säst 40 Jahren, auf welche die Hersteller von

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znrückb licken, dazu gchört vor allem das nur ihnen bekannte Scottsche Verfahren.

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