igeuibeauä irartun, uio dcr Schlüjsel zur Lösung des deutsch- russischen Problems zu suchen ist:
Der „kranke Mann" liegt im Sterben, Immer häufiger wird er gezwungen, Kriege zu führen, immer gröber wird die Zadl der Anwärter für die Teilung seines Erbes. Immer häufiger und häufiger drobten unserer Ausfuhr Gefahren, Die Abänderung der Meere II gen frage muii unsere Hauptaufgabe fei». Ihr Besitz durch die schwache Türkei ist nicht imstande, unseren freien Turchsghrlohandel zu garantieren, Nock) schlimmer wäre >-s, wenn die Meerengen im Besitze einer starken Macht wären, die imstande wäre, unseren Handel für sich auezunutzen, EsgibIn » r ei n c m ü g l i ch c K a r d i » a l l ö s u n g dc r F r a g c: Die Besitzergreifung der südlichen Meerenge durch uns! Jeder, in dessen Brust ein russisches Herz schlägt, must diese Ausgabe begreifen. Ein mächtiges Russland muss seine Interessen ver leidigen, es muß die Meerengen bekommen.
Das in die Ausgabe der Schwarzen M c e r - Flotte, das ist die Richtschnur bei ihrer Gründung gewesen, das der leitende Gedanke bei ihrem Ausbau
Auf der O ft I e e bat bisher die Freiheit unserer Ausfuhr nichts bedroht, Tie zu ihr führenden Meerengen befinden sich im Besitze des schirachen Dänemarks, Seinem Harten Rachbar iTeutich- landf iit cs nicht schwer, dies k l c i n e R e i ch z n v e r s ch l i n g e n , wenn ihn Hiera» niemand hindert, Tie Freiheit der Durchsahrt durch die Meerengen in die Ostsee ist unweigerlich ver knühst mit der Existenz Dänemarks, Deswegen erscheint cs als Hauvtauigabe Russlands, seine Unverletzlichkeit und seine Existenz aufrechtzuerdalten.
Deswegen müssen wir furchtbar für unseren w e st l i ch e n R a ch b a r sein, der ja auch gleichzeitig der Rachbar Dänemarks ist. Es ist möglich, das, dieser selbe Rachbar mit Rücksicht aus seine ökonomischen Interessen in der Türkei uns bei der Lösung der Frage der südlichen Meerengen hinderlich seil! wird, und wir müssen daher aus ihn drücke» Wir müssen surchterweckend im Westen sein, wir müssen die rechte Flanke unserer Armee gegen Bedrohung sichern, wenn sie an der Meeresküste operiert und dabei leicht einer Umgehung ausgcfetzt ist. Das ist die Ausgabe der Baltischen Flotte, wie sie als Grundlage für ihre Entwicklung genommen werden muss.
Das ist eine deutlickie Tpracbc, deutlicher als die Andeutungen der „Rossija". „Wir müssen furchtbar für unseren lvestlichen Rachbar sein," Dieser Sab steht nicht nur auf dem Papier, sondern er ist durch die russische Politik mit neuen großen Rüstungen in die Wirklichkeit übersetzt worden.
Rach der „Rossija" bat nun auch d is aintlich« d e u t s ch r Organ, die „Norddeutsche Allqcm, Zeitung" das Wort gefunden, Wir erhalten vom Wolfs-Bureau folgende Meldung: Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" bringt in ihrer Freitag Ausgabe iolgcdes: Tic „Petersburger Börsen-Zeitung" brinol nach einer telcgraohischen Meldung einen Arttiei in Sperrdruck, dcr sich über den hohen Stand der riipiichvn HecreScmrichttmgen. verbreitet und deren o j s e n s i v e. Kriegsbereit schast iie neben der Erwählluna dcr friedlichen Tendenzen dcr Politik des Zaren unterstreicht. Wir iüblen kein Bedürfnis, an dein gewist berechtigten Lobe des rusiischen Heeres Kritik zu üben, vermögen aber anch k c i n e n G r IIII d zur Beunruhigung daraus her zulciteii. Vielmehr ist die Zuversicht begründet, das: dergleichen aus den Ton kriegerischer Ileberlcgenheit gestimmte Erörterniigen in den guten Beziehiiiigrn der beiderseitigen Regierungen ebensowenig stören können, als cs der unbegründete A l a r m r u i getan hat, der neulich in dar Petersburger Korrespondenz cincsdeut scheu Blattes enthalten war, llcberhauvt wäre es verkehrt, eine entscheidende Bedeutung für die Gegenwart darin z» erblicken, wenn sich I»oi» Zeit zu Zeit mit Hilfe von Tinte und D ru ck c r i ch w ä r z e die alte Ersahrniig bestätigt dast ourch »otio nalistischc Erregungen die ieststehcnde Ehrlichkeit dcr oiiiziellen Friedenspolitik zu koinprvmitlieren versucht wird, W i r st i III IN e II neit dcr „Rossija" ganz darin überein, da» die Regierungen dcr beiden benachbarten Kaiserreiche nicht die Absicht lmbe» können, über der „Legende" von dcr riistifch-dentichc» Freundschaft das Ären- zu machen.
Trotz der hier ausgesvrochenen Abneigung gegen Tinte und Druckerschwärze spricht gus diesen Ausführungen beinahe noch mehr der Bureaukrat als der Divloinal, Soweit aus der amtlichen Erklärung kühle Gelassenheit spricht, können wir sie begrüße». Nachträglich aber über „unbegründete Alarmruse" hochmütig zu urteilen, das ist kein Heldenstück, Wir meinen nun im Ernste zu wissen, daß jn dcr „feststehenden Ehrlichkeit der offiziellen Friedenspolitik" im- zweifelhaft eine Krisis eingetreten ist. Es mag das Amt der veraiilworllichen Divlowatse sein, dies zu verschweigen oder in Abrede zu stelle», wenn durch die Tat möglichen Verwicklungen vorgearlieitet wird Wenn aber hinter amtlichen Erklärungen nichts anderes stünde als BeschwichtigungSioorte, so inüßte die Presse nmsoinehr auf der Wacht stehen. Der deutsche Michel mit der Zipfelmütze muß sowohl aus der obersten Amtsstube wie aus den Zeitungen verbannt werde», lind eine zielbewußte Regierung wird sich freuen, wenn hinter ihre» Wünschen und »nter nchmunge» auf dem Boden der Oesfentlichkeit ihr die rr- iorderliche Unterstützung erwächst, , , ,
sich Nun, wie die weitere» Foricbungen ergaben, ans anderem Wege erreichen: Stvjse, die die giftigen Ttossivechielproduktc dcr Bat lericn IN ihrer Wirkung ausheben, lasten sich auch aus natürliche Weise erzeugen: das Blut bildet sie selber, wen» ei» Tier allmählich au die Bakteriengifte gewöhnt wird: es wirs glittest, den Torinen dcr Batterien stellen sich die Antitoxine, wie Behring tieic Stotse nannte, entgegen^ Wenn man dann Tieren, die an die Balterien gewöhnt sind, Srrum entnimmt nnb cs erkrankten Tieren einspritzi, das war der Schlußstein des Gcdankengcbändes, so ist bas erfvaufte Tier der Arbeit enthoben, die Gegengistc selbst zu erzeugen, die cs so rasch auch gar nicht Herstellen könnte. Seit Behrings Entdeckung und ihrer Anwendung aus den Mensche» wir» Dtvh herieserum in großem Maßstabe hergcstcllt, so da» es überall vorrätig zu haben ist.
Im vergangenen Jahre hat Behring einen neuen, autzcrardenl- lich wichtigen Fortichritt seiner Scrumtherapic mitaeteilt, der sich ebenialls a»i die Diphtherie bezieht: z» der pastioen Immnni- fiernng lügt er die attive, die nicht, wie scne, den Erkrankten rette», sondern de» Gesunden vor der Erkrankung schütze» soll, lieber die Wirksamkeit dieses neuen Tivhlhericserums sind die Unter snck-ungcn freilich noch »ichk abgeschlossen, ES gibt nocki eine Reibe anderer Krankheiten, aus die Behring seine Serumlherapie angewandt hat. So liak er kI895> gleichzeitig mit Ransom ein Cholera,crnm hergeftclü. Weit Ivichligcr als dies find aber feine Bcriutbe, die Tuberkulose serumtheravcutiich zu belämrsen, Tic Riiideitubcrlulose bekäinpst er blirlb einen Bovovaein aenannten Impistoss, und die menschliche Tuberkulose durch einen weiteren, Tnlwe genannten, der die Säuglinge vor der Tiiberkiiloseerkran knng durch Milch zu schützen bestimmt ist.
— W e n , g v h i l o s o p h i s ch c S ch r i f t st e l l c r haben mit ihren Werken einen iolckien Erfolg gehabt, wie Ludwig Büch- „ e r, der durch sein bekanntes Buch Krasl und Stosf, das für viele Jahrzehnte allen inotcrialistisch gesinnten Gebildeten »nd Halbgebildeten als Evangelium galt, mit eineni Schlage zum weltberühmten Manne nmrde. Seiner Weltanschauung und seinen Gedankcngängcn widmet der Gießener Philoiovh, Hermann Siebcck, in dem ersten Heste dcr im Auftrag dcr historischen Kommission für daS Großherzogtuni Hessen herausaegebenen Hessischen Biographien (Tarmstadt, Großh, Staatsverlag) eine cingchciidc Würdigung und Kritik, die eö verdient, auch von weiteren Kreisen, beachtet zu werden.
Aus Stadt und Land.
Gießen, 14. März 1914. Denkmalrat für Sas Großherzogtum Hessen,
Unter dem Vorsitz des Ministerialrats Tr, Kratz iaiw am 9, März im Cornelianunr zu Worms die 10, Tagung des Denk malratS statt. Der Vorsitzende ciftatlctc zunächst denGeschäftsbericht für das Jahr 1913,14, in dem er II, n, iolgendeS behandelte:
Ä i e d c r h c r ft e l l n n g d c s M a i n z c r D o NI s, Das Ministerium des Innern hat die endgültigen Vorschläge, insbesondere die Bildung eines ständigen beratenden Arbeitsausschusses, sowie die Ergänzung dcS großen Tenkmalrats durch zwei weitere sachverständige Mitglieder iür-Angelegenheiten dcr Domiviedcrherstellung grilkhmigt, Tic entsprechende» Berusungen sind eifolgt. Ter Arbeitsausschuß hat seine Tätigkeit ausgenommen, — Im Zusammen Hang damit wurden die letzthin von einem Frankiuitci Blatt gebrachten Lärninachrichten über die neuerdings angeblich ausgetretene Gefährdung des Mainzer Doms und die hierdurch ganz iingerecht- scrtigterweisc hcrvorgeruscnc Beunruhigung der Ocssentlichkeit bc- spcocheii.
In einer Reihe von Kirchen wurden wieder alle, wertvolle Wandmalereien a u s gcde il t, ausgenommen und erhalten, z, B, in Alsfeld, Banschheim. Hühnlein, Mainz, Obcrmossau. Osiheim, Schornsheim, lieber die einzelnen Aufdeckungen und die bei Erhaltungsarbeiten in Frage kommende Technik berichteten die Trnkmalpslcgcr Geh, Baurat Pros, W a l b c und Proi M c i ß- n c r. Auch ose sn dm Hauvtvorauschlag iür 1914 eingestellten Beträge und ihre in Aussicht gcnomuiene Verwendung wurde mil- geteilt. Mit Ausnahme von zw i Fällen, in denen Schwierigkeiten erwuchsen, waren bei Turchsnhrung des Tenkmalschutzge - setzes im Geickäitsiahr lllltz I l keine Weiterungen entstanden und es tonnten eine ganze Reiße von Aufgaben zum guten Abschluß gebrack Werren äußere Herstellung der Schott euer Stadt- kirchc, Wiederherstellung zweier interessanter Bauten, des evangelischen Pfarrhauses in Großen-Linden und der evangelischen Psarrlircke IN Schwickartshausen, der katholischen Stadt- lirche in Hirschhorn, der katholischen Kirche in Gau-Hevpenheim, der katholischen Kirche in Psaiicn-Sckiwabenhcim »iw. W,i er wurden lie neu vorliegenden Ausgaben kurz crlvibnt und sodann von Pros, Walde aus die wichtige Frage der zunehnicnden Errichtung von K i r ch e» b a u t c n in i t elektrischer Bclench- t n n g und ihre Ä u s st a t t u n g m i t B e l e» ui t u » g s k ö r p e r hingenneseil Die hierbei zu beobachtenden künstlerischen und denkinalvilegeriichc» Gesichtspunkte sollten von den Kirchenvor- ständeii beuchtet lind zu rechter Zeit d, h vor AuSsühruna der Installation und der Beickiaiiiivg der Belenchtiiugskörver die Tenk- malpfleger beiragt werde», lieber die in Kirchengemeinde» in neuerer Zeit öfters ausgetretenen Wünsche wegen Erhöhung der Kirchtürme, die dazu manchmal de» Anstoß gebende B c s ch a s s u n g n c u c r G l o ik e n, berichteten die Herr,-» Proi Meißner, Prälat Flöring und Proi, Pützcr, »nd emvsahlen, daß die Gemeinden liier auch im eigenen finanziellen Interesse mi> Maß und Vorsicht vorgeben möchten. Hier wurde die Verhandlung abgebrochen, um die Wiederherskeltnngsarbeiten an der Licb- srauenkirchc zu besichtigen.
Racki dem Miltagscsseil wurden die Verhandlungen fortgesetzt durch einen Bericht des Prof, Dr, Aiithcs über die Gründung und Ai,fgaben von Ortsmuscen,
Elektrische Straßenbahn nitfi Wieseck — oöev Auwomnibus?
Po» gut unterrichteter Seit? wird uns aus Wiesen geschrieben:
Da sehr wenig Aussicht Vorhände» ist, daß die von der Einwohnerschaft Wiesecks au die Stadt Gießen gerichtete Eingabe in, zuskimnienden Sinne erledigt wird, und da dann in absehbarer Z'it nicht daran zn denken ist, daß für Wieseck ein Verkehrsmittel geschlissen wird, tritt der A n t o- omnibus wieder in greifbare Nähe,
Es haben sich z» dieseiu Zweck einslußreiche Bürger zusanimengeian, um die Gründung einer Gesellschaft mit be > ch r, Haftung zu betreiben. Das Ergebnis d-.-r bereits gepflogenen Besprechung:m soll einer demnächst ein zubernsenden B ü r g e r v e r s a m m l n n g vorgelegk werden, um dann die Gründung der G, m, b, H, zu vollziehen,
V -ß
** Tageskalcnder fflr Sninetno, den 14. 'tD/ör*, und Sünntna, den 15. Mürz: 6 t a b 11 b e n t e r: Soni'tan: „Tns
Pinsjksti tenmüdel". uaciunittttgs 3’/., llfjr; „Tic SchmetlcrlinqL- schlacht", abends 7'/, Uhr.
B mi crj rl) c r (Ä c \ an n u c r c t u: ^nfciiäumShafl Snmf-tno 8 Uhr in dcr Turnhalle. Ausflug mich der „Liebii^lchhr" am Sor.mnfl.
L i ch t i u i c ( h a n 3: Täatlcb Vorstellung.
'Union-Theater: Täqlich Vorstellung. (Dienstags und Samstags neues Vrokiramm.i
O b e r li e s s i s cl> cs Muse n m und 6) a i l' s ch e Sa m m - lnnaen. (Geöffnet Sountaq vormittags ll — l Uhr unentgeltlich
Museum für Völkerkunde. Geöfrnrt an Sonntagen, vormirtaqs von 11 — 1 Uhr nnentaeltlich.
The r'l> e s s i i ch c r 51 n n it v e f e i u. Die Gemälde-^lusstesluna ist täqlich von 11—1 Uhr. Niitlivochs von 3 bis 5 Uhr, und an Sonntaaen von 11—3 Uhr aeösinet.
Die n l a a e m n k ik findet hei c.ntein Wetter morgen vormittag >1 Uhr statt. Dir.' Musikiolge ist: 1. Mniziger-Marsch ..1863—1913" von B. b'un: ’J. Tantasie ans der Dver »^igaro< vochMt" von W. VI. Mozart; 3. Cuucrtiirc zur Operette: „Ein sLtoraen. cm Uh'itkaa. ein Äbeud in Wien* von Fr. v. Enppö;
l. Tie Sieger! Marsch von W. Elbel.
** v e i s i i ch e Staatsschuld e u k a s s e, Tie am D April 1014 fälligen Zinsen der in das Hessische Staatsschuldbuch eingetragenen Forderungen werden bei allen in Betracht kommenden hessischen Kassen und bei den Reichsbankanstaklen vom l K, M ä r19 11 ab gezahlt. Vom gleichen Tage ab wird die Staatsschuldenkasse die durch die Post oder durch Gutschrift aus Reichsbank-Girokonto zu berichtigenden Schuldbuchzinsen überweisen,
- ^ Aus de in Militär wvchenblat t, v, P i g n y, Hauptmann a, T. im Lnndlv -Bez, I Tarmstaüt, zuletzt Komp -Chcs im Jni.-Regt. Gras Barfuß (4, Wests.) Rr, 17,
m, sr, Pens, und d, Erlaubn, z. ferneren Tr, d, Unis, d,, Inf Regts, Landgraf Friedrich l, vvu Hessen Kassel (1, Kur- hess,) Nr, 81, z, Tisp, gest.
Vom L a n d e s l e h r e r v e r e i ii. Der LaudeS- lehrerperein hält in der Osterwoche in Darmsladt seine diesjährige Hanplversammlung ab. Zugleich tagt auch der U ii re r stütz ung S ver e i n für provisorisch allgestellte i.'cl)vcr und Lehrerinnen, der N a t n r l e h r e r v e r e'i n und der Feuerversichernngsverband hessischer Lehrer, Wichtige Berufs- und Staiidessragen stehen zur Beratung, Auch über die von der Kammer beabsichtigte Einführung von -ochulgeld in den Lehrerbildtmgsanstalten ivird zur Besprechung kommen, Ei» Antrag Feik-Büttelborn fordert die Vereinfachung der deutschen Rechtschreibung, Auch über Gründung einer^ L e h r e r k r a n k e n k a s s e und der bereits erörterten Hilfs lasse wird verhandelt, flach dem Voranschlag des Hauptviereins für 1915 betragen die Mitgliederbeiträge 17 5,7,0 Ml,, an den deutschen Lehrcrverem werden 11/0 Ml , an die Kaiserjnbiläumsstlslung des Deril- schcn. Lehrervercins 1640 Ml, abqeführt,
E, fft a d t I h e a t c r. Zum Benefiz von Herrn Oberregisicnr Lauer w iv o r k o w 4 k i am koiiiineiiden Tien-ttaa sei noch be- merki, daN ein Idsensches Stück auch ans dem Grunde acwäblt worden vt. weil der -Benet'iziant mit den Werken des nordilcheii Meiners ganz belonders vertrant ist nnd mit keiner Gemadlin seiner,eil die Aiislaiidtoiirnde des Tnheldotter Schansvielhaules mitgemacht, Ten .Engstranü" in den .Gespenstern', den Herr
Dworkowskt am Dienstag hier geben wird, hot der Künstler niit schönem Erlolgc io auch in Paris, Antwerpen, Rotterdam, Amster- dani gelvielt. — Für den Bcneüzabend am Dienstag gilt dcr sirvcnle ErmaßigungSkuvoil für Aboimciiteii.
** Museum für Völkerkunde Gießeu Das Museum für Bölkerkniide stelit vom nächsten Sountag ab als neueste Erwerbung eine Sammlung von Gegenständen der Fulbe-Reger aus Ada man« (Kamerun) aus, die der verstorbene Dr, H v n y gesammelt hat, Dr, Hony, der bereits im Jahre 1911 die Ostasrikanische Expedition Pros, Hans MeyerS mitgemacht nnd bei dieser Gelegenheit für das hiesige Museum eine Sammlung aus Ruanda mit» gebracht lnrttc, nahm iin vorigen Jahre als Arzt und Zoologe an der Kameruner Grenzerpediliotr längs dcr Logone-Pania-Linie teil, hauptsächlich uni Studien über die Bcrdreitnng der Schlafkrankheit vorzunehmcn. Er wurde dabei von seinem Diener ermordet, Tie von ihm gesammelten Ethmographica sielen dem Berliner und Gießener Bältcrmnsenm zu und zwar sind nach Gießen alle Gegenstände gekommen, die aus dem Fnlbe gebiet stammen,'zumesst aus Garua, Bola und Lokodja, Es sind hauptsäckilich Erzeugnisse der Lederindustrie und Flechterei, ferner Waffen und als die wertvollsten Objekte zwei große aus ausgehöhlten Baumstämmen hcrgestellte Troni nieln.
** K o l o >i i a l v o r t r ü g e. Allen Kolonialsreunden,' besonders den Frauen, die sich für unsere koloniale Lache begeistern, ist die Gelegenheit geboten, eine der besten und gründlichsten Kennerinnen unserer Kolonien zu hören, Frau v, Eck c »breche r. Sie spricht auf Veranlassung der Deut schen Kolonialgesellschaft am morgigen Sonntag im „Hessischen Hoi" zu Butzbach und am Montag abend zu Bad Rauheit» in der Turnhalle, Die Vortragende, der der Ruf einer vorzüglichen und fesselnd schildernden Redüerin vorausgeht, kennt ein gutes Stück unseres afrikanischen Kolonialbesitzes aus eigener gründlicher Anschauung und hat ihre Erlebnisse, die sich an ihren Aufenthalt und die mit ihrem Gemahl unternommenen Reisen und Erveditionen in Südwest und Ostafrika knüpfen, in ihren Büchern „Was Afrika mir gab und nahm" nno „Im dichten Pari" in vackenden Schilderungen niedergelegt, Jn Südwest weilte Frau v, Eckenbrecher als Ansiedlerssraii im Hererogebiet, Während des Ausstandes beteiligte sie sich an der Verteidi gung von Okoinbahe, bis dieses durch Hauptmann Francke von Omaruru ans entsetzt wurde. Die südwestasrikanischcn Erinnerungen dcr Frau v, Eckenbrecher, die als deutscher Kulturpionier in Afrika die Leistungsfähigkeit nnd Energie manchen Mannes in den Schatten gestellt hat, werden auch das Thema der beiden Li chtbildervor träge bilde»,
** T i e e v a n g, G e m e i n d e s r a u e n v e r e i n e be mühen sich, den Mädchen, die ietzi lonsirmiert werden, geeignete Dienststellen zu verschaffen. Da derartige gemeinnützige Bestrebtnigen jede Förderung verdienen, so machen wir .Herrschaften, die Dienstmädchen suchen, daraus aufinerkfam, (Inserat.)
** A u s b e s s e r u n g s a r b e i t e n i u der I o - hannislirche, Tie Kirchenbesucher der Johaimiskirche haben die Wahrnehmung gemacht, daß dort eine empfind iiche Zugluft herrscht.'. Man hat die Ursache nun entdeckt, die einzelnen kleinen Scheiben der Kirchenfenster sind mit Blei inngefaßt, und diese Einfassung ist an vielen Stellen undicht geworden. Die Ausbesserung findet gegenwärtig stait, so daß deni Uebelstandc in kurzer Zeit abgcholsen sein wird,
** D i e A b e n d »i a h I s s e i e r n in dcr P a s s i o » s- zcit Für die Abendmahlsfeiern am Ende der Passiono zeit lgmnien folgende Termine für die beiden Kirchen in Betracht: Palmsonntag im Abendgottesdienst, Grün -
donncrsiag, abends 7:> > Uhr, und Karfreitag im Anschluß an den Vormitiagsgottesdi'nst,
HandelSregister, Jn das Handelsregister, Abt, 6 des Amtsgerichts G i e ß e n wurde heute bezüglich derFirma „M i 11 c I - d c u t s ch e K r c d i t b a n k, Frankinrt a, M„ FilialcGicßc» i» Gießen", eingetragen: De» Bankbeamten Mar Roscnthal und Geerg L » st, beide zu Fraukiurt a, M„ sowie den Bankbeamten Erich P i n d t e r , Wilhelm B e u r m a n n und Renö 2 ch w a r tz zu Berlin, ist G e j a »i t v r o k u r a derart erteilt, daß jeder van ihnen berechtigt ist, in Gcmeinsckzast mit einem Vorstandsmitglied oder stellvertretenden Bernand-mitglicd die Oiesellschaft zu verirrten.
Kleine M i t t e i l u n g e n, Tie Goldene Hacktzeit feierte das Edevaar Johann Jakob Bus: V!. in G ambach in bester Rüstigkeit. Sämtliche Arbeiter der Weißbinder-Großsirnia S o m iwe r ii. Ei n seid in Frankinrt a, M, legten gestern vormittag wegen Rickitbewilligung eines Stundenlobncs von 63 Piennigen statt dcr bisherigen Ist» Big, die Arbeit nieder. — In Frankinrt a, M, überfuhr ein Kraitwagen ei» Schulmädchen nnd iügte ihm dabei schwere Quetschungen an der Brust sowie mehrere Rivvenbrüchc zu. Das Okseiibacher Rcgiments- iömmaiido hat über 60 Wirtscharten den Militärboykott verhängt, Kreis Lauterbach
Ir Lnuterbach, 13, März, Bei dcr ordentlichen Kreistagssitzung wurde der Vvranichlag der Kreiskasse für 1914 aus 245661,98 Ml. in Einnahme und Ausgabe festgesetzt gegenüber 294 767 Mk,im Rechnungsjahr 1913. Ter Unterschied gegen das vorige Jahr ist »ui einen Brückenbau über die Schlitz bei Uetzhausen sowie eine Verlegung des Flußbettes zurückzuführen, das line» Köstenauswand von 44 000 Ml, erforderte, Ter Beitrag der Gemeinden zur Kreiskasse beträgt für >011 124 000 Mk, Es ist gegen das Vorjahr eine Erhöhung um 1000 Mk, notwendig geworden, die bauvtl'ächlich aus die Aufbesserung dcr Gehälter der Kreis- straßcnwärter vom 1. Avril 1914 an zurückzuführen ist. Der Endgehalt der Kreisftraßenwärter beträgt vom genannten Tage an 000 Mk, gegen einen seitherigen Endgehalt von i iO Mark, Tie iit Lauterbach nnd Schlitz stationierten Straßenwärter erhalten außerdem wegen der höheren Aufwendungen an Wohnungsmicte eine <julage von je 60 Mk Für den gewerbsmäßigen Handel mit ländlichen Grundstücken wurde eine Kreislatzniig beschlossen, Personen, die den ge- werbsmächgen Güterhandel betreiben, werden zu einer besonderen Steuer herangezogen-, Ter Steuersatz beträgt f ii r alle Veräußerungsgeschäste 30 Prozent des Reingewinns, Kreis Friedberg,
.A Fßicdberg , 13. Mürz, Das größte hiesige Geld- institut, der Vorschuß- und K r edi t v c rei», hielt im Ratskeller seine Haupiveesammlung ab, Ter Geschäftsbericht für 1913 zeigte folgendes Ergebnis: Die Zahl der Mitglieder nahm um :)4 zu und ltieg auf 1372, diese stellen eine Hastsumme von 1II6000 Mk, Ter Gesamte Umsatz beläuft sich auf 32,5 Millionen Mark, die Spareinlagen betrage» 4 339 000 Mk, Es wurde ein Rcingelvinii von 79 ,->30 Mt, erzielt. Für gemeinnützige Zwecke, Teile» rungszulagen »sw, wurden ferner 4870 Mk, verausgabt,
r. B a d -R an he i in , 13, März, Jn der heute abge- haltenen Stadtverordnetenversammlung kam »uter anderem folgendes zur Verhandlung, Ter Versammlung liegt eine vom Grotzb. Polizeiamt ansg.-arbeitebe Verordnung vor, die sich mit der Regelung des Verkehrs auf den Straßen, Musizieren in den Häusern usw. beschäs» tigt, Derboten ist unter anderem das Rvllschuhlanfen, das


