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Fahren der Kinder mit sogciiauutcu Holländern ans den Fnststciqcn, sowie daS Fußballipiel auf den Ztrcißen. Wäh­rend der Kurzeit Mai bis Oktober ist Klavierspiel oder sonstiges Musizieren in den Wohnungen nach 10 Uhr abends irur bei geschlossenen Fenstern gestattet und sind in Aus- nahmesällen auch tagsüber die Fenster geschlossen zu halten. Ferner sieht die Berordnung verschiedene Vorschriften be­züglich des Radfahrens vor. Nach eingehender Aussprache lehnte die Versammlung unter der Begründung, das; wir genug Polizeiverordnungcn hätten, alle Paragraphen der Verordnung bis auf deu, der das übermäßige Musizieren betrisft, ab. Eine zweite Polizeiverordnung, die den Last- suhrwcrksverkehr auf der Rundfahrt vom Teichhaus bis zum Golsklubhaus ausschließen will, teil! dasselbe Zchict sal. Teni Verein der Freundinnen junger Mädchen wird auf sein (Kesuch hin ein im alten Rathaus gelegenes Zimmer behufs Abhaltung von Schachstunden unentgeltlich über­lassen. Auf Antrag des Stadtv. Kisscl übernimmt die Stadt auch die Einrichtung des Zimmers. Das neue «tadtwappen ist iertiggrstelll und der vorliegende Abzug sinket den Beifall der Versammlung. Ter Vorsitzende teilt mit, daß die Bürgermeisterei das Wappen an W?-- schäftsleute oder sonstige Interessenten gegen mäßigen Preis läuslich abgibt.

Hessen-Nassau.

II Ma r^burg, 13. März. Die Beratungen zur Fest­stellung des 2 t a d t h a u s h a l l s e t a r s wurden heule Ende gejührt. Ter Etat für 1914 schließt ab in Einnahme und Ausgabe mit rund 1630 000 Mk. Tie Steuern bleiben dieselben wie im Vorjahre. Es werden erhoben 162 Prozent Zuschläge von den Rcalstcuern und 160 Prozent Zuschläge» zu deu (Gemeinde- und Gewerbesteuern. Ter Fehlbetrag von 11000 Mk. wird aus dem Stcucrausglcichsnnds gedeckt.

MerichtssaaL

|1 Marburg, 13. März. Gin Zigeuner verurteilt. Tie Straikammer verurteilte deu Zigeuner Andreas Wagner, der vor einige» Jahren in Wittelsberg einen. Landwirt angeschollen halte, Ivegen Körperverletzung zu 2 Jahre» SieiänqniS. ES ist dies derlclbe Zigeuner, der in der Verhandlung gegen Ebender als Zeuge vernonuneu Ivurüe. Er behauptete dainals und auch heule, Meier zu Heide» und stamme aus Lyon in Frankreich. Tic ihm heute zur Last gelegte Tal ücllie er i» Abrede.

ff Marburg, 12. März, Beleidigung durch die Pres je. Ter Lokalredakteur der »vessilcheu Laudeszeitung" stand heute vor dem Lchrsleugcricht nuter der illuk aae, durch eine Be- lprechung d(S Buches Scini-Kürsib er oder Literarischer Lerikon de» Herausgeber, CchriüücUcr Staufs in Berliti, beleidigt z» bade«, TaS Kericht kam zu einem lreisprechendeu Erteil»!»--; mit der Be­gründung, daß in der Kritik des Buche» nicht zu iveil gegangen sei.

Dcltcrausiichtcn in Helsen am Sonntag, de» 15. März Iglti Mets, trüb und wolkig, mild, Riedertchläge, lüdwestliche Winde. Lchnecbekicht der Schiklndr »ziehen.

H o h e r o d s k o p s: Bei 1 0 Wärme Rege»weiter.

Letzte llncbriebtcn.

DlcSchltllastciiausdcnprcußischcnGcnteinde n. Berlin, 11. März. Ter Budgctausschuß der Abgeordnctcn- haujcs hat gestern abend einen Einigungsantrag der Naiiouallibe- ralen, des Zentrums, der Konservativen und der Freikonservativen angenommen, der die R e g i e r tlngcrsIIcht, schleimigst ein W c scß boczulegcu aus Beseitigung des unerträglichen Drucke», ivelchcii die S ckn ll asten teils wegen ihrer Höhe, teils wegeu ihrer Uiigleichinäßigkeit aus eine große Anzahl der preußischen Gemeinden und Gutsbczirke ansüben.

>DreNegclnngdcs militärischen W a s f c n g c b r a i> ch S.

Berlin, 11. März. Tic Verhandlungen zwischen den B il » - d c s reg i c ri, ngc n über die Regelung des Waüengcbrauchs des Militärs in Friede,lszcitcu iinft, wie derLvkalanzetger" schreibt, noch nicht zum Abschluß gekommen. aber es gelte bereits als nahezu auSgeschlojsen, daß es zu einer einheitlichen Regelung slir das Reich kommen würde.

TaS Ai ü n st c r i n N c u ß in Fla m »t c n. c ii ft , 14. März. Seit heute früh 6 Uhr steht das Münster in Flanimen. Tie Feuerwehren bau Tüiicldorl und Köln find loiori herangezogen worden. Das Tach ist zusamniengebrochen und in das Innere gestürzt, wodurch die lvcrtvolle Orgel zerstört wurde. Um 8 Uhr stürzten die Nlocken in das Schiff, und kurz darnach folgte der Glockenstuhl. Das Mitkelschifs, das wertvolle Galerien enthält, und schon Feuer gefangen hatte, konnte vorläufig gerettet werden. >

M a r i n c b n d g c t n n d B c st c ch u n g c n in Japan. Tokio ,13. März. Nachdem da» M a r i » e b u d g c t mit Lei» Abänderungsantrag vom 9. März vom Oberhausc verabschiedet wor­den ist, wird e» wieder dem Unterhaus zngehen, das sich toahrschein lich weigern wird, den Abänderungsantrag anzunehmen. Daher wird e» zu einer gemeinsamen Tißnng beider Häuser kommen. Gut unter­

richtete Kreise glauben, daß ein Snllstaud eintrete,l wird insofern, daß eine Berständignng mit der Regierung durch Annahme des GcsamtobstricheS i» .Höhe voll 70Millionen Aen erzielt wird. Im Verlause der ausgedehnten Aussprache richtete Murata einen a>» sehencrregcndcn Angriti gegen >dcn Premiermiilister, den er der B c ftechung beschuldigte und dessen Abdankung er als einzige Vor­bedingung für die Annahme des MorinebudgctS forderte.

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