von ihrem Wahlrecht Gebrauch. Sämtliche Vereine oer Gemeinde brachten den, wiedererwahlten Lrtsoberhaiipt einen Fockelzug dar.
Kreis Friedberg.
s Bad-Nauheim, 10. März. Bohrungen, die in den letzten Tagen am Karlsbrunnen vorgenomnicii worden sind, haben ein günstiges Ergebnis gezeitigt und eine neue Trinkquclle erschlossen, deren Wasser iich durch be sondere Milde auszerclmen soll. Tie grosse Ergiebigkeit der neuen Quelle hat aber nicht im geringsten ein Nach s lassen des nahen Karlsbrunncns im Gesolgs» gehabt Tag Wasser der erbohrten Quell« wird zum Karlsbrnnnen geleitet und dort zur Derabreül,ung fominen. Gegenwärtig ist man mit den KassungSarbeiten des neuen Brunnens, der als weiteres Knrmittel hier sreudig begrünt wird, beschäftigt.
Hessen-Nassau.
h. Franklurt a. M., 10. März. Nachdem schon heute srüh etwa 000 A r b e i t s l o s e in einer B c r s a m n, l u » g siliars gegen die Auihebnng der Arbeitslosenunterstützung protestiert hatte, zogen nachmittags kurz vor Beginn der Stadtverordnetenversammlung Inmdcrlc von arbeitslosen Männern äus den Römerberg, Zn besonderen Jwischeniällcn kam es nicht.
h. Griesheim a. M., 10. März. Wie ,vir bereits durch Anschlag bekannt machten, wurde der Chemiker an den Elcltroiiiverken Dr. Geißenbcrger wegen Unterschlagung von 70000 Mk. gestern in Wiesbaden »ct» hastet. Neueren Meldungen zusolge ist die veruntreute Suninie jedoch weit erheblicher als zunächst angenommen wurde. Tr. Oleistenberger, der voll geständig ist, gibt die Summe selbst aus etwa 1 ö 0000 M k. a n. Tiefe Summe hat er der Gemeinnützigen BaugesalI - schast 01. m. b. H. zu Griesheim, deren Gcschäfts-t siihrer und Vertrauensmann er ivar, veruntreut. Cr wiisttc sich durch fingierte Landankänsc nach und nach diese Gelder zu verschasse». Tie Baugenosscnichasiler, die sich durchweg aus Angestellten der Eteltronwerke zusammen setzen, schenkten Tr. Geiftenbcrger unbegrenztes Vertrauen und übten an seiner Geschäftsführung säst gar leine Kon trolle. Ter Verhaftete bekleidete hier zahlreiche Ehrenämter, u. a. war er auch G e in c i n de r a t. Seine Stel-, lniig als Leiter der sozialen Abteilung der Elektronwerke benutzte er besonders zur Olründnng gelber Eewerkvereinc.
— Wiesbaden, 11. März. Ter in Wilmersdorf lvohnende Opernsänger Sei dl er stellte sich heute morgen nur das Fensterbrett seines im dritten Stork gelegenen Zimmers, schoss sich eine Kugel in die Schläfe und stürzte auf.das Stratzenpflaster. Er starb aus dem Transport nach dem Krankenhause. Seidler war als Tenor in Wiesbaden tätig und war jetzt in Eharlottenbiirg engagiert. Er hat die Tat unter einer ftnrfcit seelischen Tepression ausgcsührt.
Gcrichtrfaat.
Giesten, 10. März. (Schöffengericht.) W > d e r st a n d b c i m Zivangseid Ter (Keleqenhcitsarheiler W. W. von Gicsten tollte am Morgen des 5. Januar durch cinen Gerichtsvollzieher NUI Grund eines Haftbefehls dem Amtsgericht zum Zwecke der Ablcismng eines Ossenbarungoeidcs vorgeiührt werden. Er leistete zunächst dem Gerichtsvollzieher passiven Widerstand, indem er erklärte, er würde Nicht niilgclicn lind cs bringe ihn auch keiner dazu. Ter Gerichisvoltzicber iah sich deshalb genötigt, einen Schutzmann herbeizuruien: auf diesen cnilnü iich ni»i dir ganze Wut des W. Er bedachte den Schutzmann mit den gemeinsten Schimviworte», drang mehrmals aui ihn ein und bedrohte ihn ,»ir Totstechen. Schlirstlich wurde er handgemein, io dast sich ein heitizer Kanipi zwischen beiden cntlvickcltc. Ter Gcrichtsvollzichcr sah sich deshalb nach weiterer Hilie um, und holte noch zwei Schutzleute herbei. Dem gcmemlamen Vorgehen dicicr drei Sicherhcitsbeainten
gav W. 'chuegttch nach und liest sich -,um .Justizgebäudc abinhrrn. W. erhielt heute wegen Beamtenbeleidigung, Bedrohung, Widerstands Uiw. eine G e s a IN t g e s ä n g n i o st r a i c v o n 4 W o ch e n.
Im angetrunkenen Zustande rüttelte der Student A. L. an einer Gaslatcrne, io dast Glüdstrnmvi und Zylinder entzwei gingen. Er erhielt wegen Sachbeschädigung eine Geld st r a s c von 2 5 M a r k oder ü Tage Gefängnis.
Zirri Sffisiere wegril Meineid vernrteill.
Koblenz, 10. März. <Priv. Tclegr.' DaS Kriegsgericht der K o m ni a n da n t n r verurteilte gelte, „ abend nach zweitägiger Verhandlung de» Hauptmann Vogel vom Be zirlskommanbo Köln, früher bkim Jmaulcric Rcgiincnt Nr. 68 in Coblcnz nege» Meineids zu s ü n k Monaten G e > ä n g - n i s und Dienstentlassung, den jh a n v t m a n n Linst vom Fnst Artillerie Regiment Nr. !> wegen Meineids und Uli erlaubter Entfernung zu fünf Monate» Ges äug nt» und T i c n ft c n i l a ss u ii g und den Leuinon! und ?tdsutanien 3 i e g lcr vom Fust-Ariillerie Regiment Nr. 0 wegen Beihilse zur uncrlaubicn Entscriuing des Linst zu I I Tagen Stubenarrest. Tic beiden Daupilcutc hatten in einer Ehescheidungsklage unter Eid nnirahre Aussagen gemacht. Als durch fpntcre Eriniticlnngen sich die tatiächlichen Vorkomnmiiic ergaben, wurden die beiden in Hast genommen. Der Adinlani Ziegler batte den .Hauvtmann Linst von seiner bevorstehenden Verhaftung benachrichtigt, woraut Linst »ach Luicmbnrg fuhr, jedoch nach zwei Tagen wieder zurück- kehrte. Von der erlittenen lliitcriuckungshast wurden den beiden Vcinrteiltcn je ein Monat angerechnei Während der ganzen Tauer der Verhandlung war die Lesientlichkeit wegen Gcsähr- d n n g Ni i l i t ä r d i e n st l i ch e r I n t c r c s i e n und ivcgen G c - t ä h r d u ii g der Sittlichkeit ausgeichlossen.
pcrmUcbtcr.
H ii » b fl c 6 ii ii fl c n Wiener Studente n. Aus Wien, 10. März, wird gemeldet: Tie Studierenden der Wiener Tierärztlichen Hochschule, ivelche seit langem fordern, dast dieselbe von der militärischen Kompetenz abgetrennt und gleich anderen Hochschule» dem Unterrichtsministerium unterstellt werde, sowie eine bauliche Ilnigestaltuitfl des Instituts im modernen Sinne verlangen, demonstrierten vor der Schule. Sie durchbrachen die Flügel, versperrten die Tore und drangen in die Aula ein, um dort eine Versammlung abzuhalten. Ta sie die Aula nicht freiwillig räumen wollten, wurde der militärischen Bereitschaft der Befehl erteilt, sic zu säubern. Angesichts des energischen Vorgehens des Militärs verliesten nun die Studenten die Aula tti der Absicht, innen Temonstrationszug zum Üriegsniiiiisterium zu unternehmen, doch scheiterte dieser an dem energische», den Studenten bckanntgegebeiien Entschluß der Polizei, einen solche» Zug auf jeden F-all zu verhindern. Bei der Räumung der 2lula wurden l 2 Ber hastiinge n von der Polizei vorgenomme,,. Gegen 12 Uhr mittags trat völlige Ruhe ein. Tie Tierärztliche Hocti- schulc wurde durch eine Verfügung des Rektors gesperrt.
' E i n N ach > vict zu dem Kieler W c r i t p r o z c st.Tic Morgciiblättcr melden aus Kiel: Ter Landgerichtsdiener W o l i i, der irilher als Aufseher im Unterinckinngsgesängnis beschäiligt war, wurde gestern hier verhastet. Tas Versahren gegen ihn wird streng gchkii» geführt, es verlantct nur, dast es sich um ein Nachspiel zu dein Werjlvrozcst rin Jahre 1900 gegen die Kapiteitte Franken t hal und Jakobsohn handcli.
* uebcr eine neue Gemein heit der W a h l w e i b c r ivird uns ans London. 10. März, gemeldet: Heute vormittag Ivnrde in der Nativnalgaleric die Venns von Belasauc, durch cinen Schnitt schwer beschädig!. Tie Täterin iourde verhaltet: cs ist eine sehr bekannte Anhängcrin des Franenstimnitechl- nnniens Marv Richard Ion. Bor dein Polizcigericht in der Bowstteet crllnrt« itc: ,.Jch versuchte das schönste Bild der Fra» der Mvthologie zu zerstören, um gegen die Regierung zu protestieren, die Mrs. Pankhurst zerstört, die der schönste Ebäraktcr in der modernen 01c- schichke ist." Tie Angctlagic wurde in der Halt behalten. Tie Frei lassnug gegen Bürgschait wurde abgelebnt. Tas beschädigte Gemälde har einen Wert von 10 000 Pfund.
Amtlicher Wetterbericht.
Ocjscntlichcr Wetterdienst, Gieheir. Wntcraussichtcn in Dessen am Donnerstag, den 12. März 1914 Porwiiaend wolkig, trocken, kühl, nordivesttiche Winde.
Letzte rtactzrichten.
Ans der Hesstschen Zweiten Kammer.
rb. Tarmstadt, 11. März. Tic Zweite Kammer beschäftigte iich bei schwach besestten, Hause zunächst mit der Rück- änstcrnng der Ersten Kammer über die l a n d st ä n d i schc Geschäft s o rdn un g. Als erster Redner sprach Dr. Schmitt: er begründete die Ausschnstanitäge, die z. T. aut Bclwrrcn der früheren Beschlüsse lauten. Nach kurzer Aussprache stimmt das Haus den Ausschustanträgcn zu. Alsbanu iourde dic Beratung des Haushaltes bei dem Kapitel Slaatücricnbahiren fort geicstl. Als erster Redner tritt Korcll (Angenrod) für bei B a h ii b n u Mücke -Ulrich st ein ein.
Tas Studium der deutschen P o st c i n r i ch t u u g c ».
Berlin, 11. März. Zuni Studium der deutschen P o st c > n r i ch t u ii g c n ist, nachdeni erst vor einige» Tagen der englische Generalpostmeistcr IN der Rcichsdanvtstadt anwesend war, n»n>nehi der Generaldirektor de» holländischen Postwcscns hier ein getroisen.
Kautschuk bei Operation» wunden.
Paris, II. März. Ter Professor der Chirurgie Del de teilte in der Aladcmie der Medizin mit. dast cS ihm in zwei Fälle, gelungen >ei, die durch die Operation verursachten Sud st a » z c n v e rlu stc durch Auipsropsen von Kantschukplätzchen z» ersetze», ivelche sich mit dem lebenden .Gewebe zu verschmelze» scheine.
Ein s c k t s a ni c r Unfall.
Paris, N. März. In der Ehamvagne-Zechc bei Aurillae stürzte ein lFährigcr Heuer in den Fördcn'chacht und siel dabe' aus einen anderen Bergmann. Beide waren sofort tot. Ein dritter Bergarbeiter erlitt schwere Verletzungen.
Schädigungen durch S ch i e ß ü b u n g e u.
Paris, 11. März. Wie aus L o r i e n t gemeldet wird, wurde durch die bei den Schiestübungc» niii schweren Marinegeschützen hervorgernscne Erschütterung der Einsturz eines Olchästcs i„R i a Ille c verursacht Ter Bürgermeister des Ortes richtete an dic Behörde das Ansuchen, dast Mastnahnien getroisen werden, um das Leben und Eigcntnin der den Schießplätzen benachbarten Landwirte zu schützen.
Ein R i e s e II s e u e r bei N c w - O r l e a n s.
New-Orlcans, 11. März. Nach einer sunkentclc graphischen Melduiig aus dem Hafen Eeiba wütet dort ein riesiges Feuer. Zur Zeit der Meldung waren 28 Häuserblocks in dev Stadt zerstört. Der Schaden wird auf lOMillioncn Mark geschätzt.
Lin überaus uurtiame» Mittel gegen veraltete MageuleiSeu um ' 1 Verstopfung.
Tie raschen und sicheren Eriolgc, welche mit Stonioxvgen erzielt wurden, machen es Iveir und breit zu einem beliebten Haus mittel, «lomoriigcn ist ein vollkomine» harmloses Sauerstoii Präparat und ist in jeder Apolhele erhältlich. Man nimmt cs am besten dreimal täglich, und zwar ie 1 bis 2 Tabletten zwischen den Mahlzeiten. Dic Ersolgc bei Magenverstimmungen, Verstopfung und den vielen Leiden, welche drc>c liebet nach sich ziehen, sind geradezu glänzend. Dic Säure im Magen verschwindet, man hat kein Hcrzklovien mehr. Tic Schnrcrzen in der Leber und de» Nieren, sowie im Rücken treten nicht mehr auf. Die Nerven werden gckräiligl. Tiomorngcu wird von vielen bedeutenden Älarzten vcr ordnet, da der Tanci stois, ivelche» cs entlstilt, eine Wirkung hervor mil, wie nian iic günstiger tnuni beobachten kann. Es ist allgemein belannt, dast Sauerstoii die Luit verbessert: er reinigt und kräfttgt aber auch den Magen und dic Nieren und tötet dic Keime, wellhe häufig dic Ursache schwerer Kranlhcitcn sind. Jeder Apotheker führ' Stomozygen, oder wenn er es nickst hat, kann er cs ^Zhnen bcschasseu Ei» Berinch ivird jeden von der Vorzüglichkeit dieses Präparates überzeugen. 3333hv) (Bitte ausichncidcn.)
E' c/rtA *y*LC<)'■'t'C/ •
Saxlehner's BstterqueHe
HUNYADIJÄNOS
Gegen Verstopiling, gestörte Verdauung, Fettleibigkeit, Blutandrang, etc. Oanöhnl. Oa;/s ■■ 1 WaFserglac ix>!!.
Todes-Anzeige.
Teilnehmenden Frenndrn und Bekannten hionnit dic trau Mitteilung, dass mein lieber Gatte, unser ffutcr \ ator, Schu te, vater und Grossvater
abend sanft enischlafcn ist.
Die tieftrauernden Hinterbliebenen
Bertlia Moog geb. Juug Familie Georg Moog Familie Emil -Moog Familie Karl Kolb.
Giessen. Ludn isshafen a. Rh.. Bcrlm, den 11. Marx litt I.
Die Beerdijrunp: lindet in aller Stille statt. — Ynu Kondolenz besnchen und Blumenspenden bittet man abzuselien. 341:
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spart Arbeit, Zeit, Geld.
Himbeersträuchei
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werden alle Herdplatten mit meinem vorzünt. bewahrten Ilerdplnttonpnt/ci\
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(3018)
Für dic vielen Beweise inniger Teilnahme beim Hinscheidcn unseres lieben Kindes sagen wir hiermit herzlichsten Dank.
Im Namen der trauernden Hiiiterblicbencii:
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Klein-Linden, den 10. März 1014.
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