Ausgabe 
10.3.1914
 
Einzelbild herunterladen

Sir Duell-Anfrage bei 3 c n t c n m ?. Teiltfötal* ans." jutofflc twirb narii Mitteilungen, die die Regierung dem Reichstag hat zugehen lasse», die Anfrage des Zentrums tvegen des Meder Duells am kommenden Freitag auf die Tages­ordnung gesetzt werden. Wie verlautet, Iverde der Kriegsminister die Anjrage beantworten.

antlaiiB.

A ii S A l b a n i c n, AUS Duraz z o wird vom 8, März gemeldet: Im Laufe des heutigen Tages empfingen der Fürst und die Fürstin vo» Albanien zahlreiche Ab­ordnungen aus deni Innern des Landes und Abordnungen auSkündifchei Albanesenlolonien In der Stadt herrschte auch heute Feststiinmung, Eine zahlreiche Menschenmenge durchzieht die Straften unter Absingung von nationalen Liedern und unter Hochrufen aus den Fürsten, Am Abend war die Stadt wieder illuminiert, Wie aus T kiltart berichtet wird, trifft am Dienstag eine aus 500 Miriditen und Malissoren bestehende Abordnung unter Führung des Erzbischofs Sereggi in Durgzzo ein

Der allgemeine Au ist and in Rom, Am Montag früh begann in Rom der Llstündlgc allgemeine Ausstand als Protest gegen die Schließung einiger Krankenhäuser in Rom, Straßenbahnen und Wagen verkehren nicht Die Läden im Zen­trum der Stadt sind geschlossen. In den äusseren Stadtvierteln, anher in dem Trest eve ra-Viertel, wo noch zahlreübe Läden ossen und, wird überalt geleiert! nur in rinigen Fabriken wird wie gewöhnlich gearbeitet. Aut der Piazza del Povolo fand früh um fl> ,< Ilhr eine Versammlung statt, zu der sich eine ungeheure Menge einiand. ES kam zu einigen Rausereien: ernste Zlvischen- sälle haben jedoch nicht stattgesunden,

D i e f r a n z ö s i s ch e F- i n a » , r e s o r ni, AuS P a r, S wird vom st, d, M, gemeldet: Tie dreizehn anwesenden Mitglieder deS ZenatsausicknisieS lehnten die neuen Porichläge deS Finanzmini­sters Eaillaur, betreffend die Besteuerung de« Einkommens auS der französischen Rente ab, Tie beiden abweseitden schlossen tickt schriftlich drm Beschlüsse a»,

B e i d e » K a m m e r w a b l e » i n S v a n i e» iiegien die M i nineriellen in säst allen Nabibezirke», In Madrid sollen fünf Re- vublikaner und drei Monarchisten gewählt worden sein Im Ver­lause der Zwischenfälle in Terror, Eastellon und Valencia wurden zwei Gendarmen und drei Wähler gelötet, etwa 30 Personen ver­wundet und insgesamt 34 verhaftet,

E i n Zwischenfall an der bosnisch mo » te » c - 'grinischen G r e it j e. AuS Eetinje wird geineldet: Wie verlaute«, kam es am SamStag srüh bei dem bosnisch niont: negrinsschen Grenzvrte SienokvS zwischen einer österreichiichen Abteilung und dem montenegrinischen Greuzvosteu wegen eines angeblich striltigen Gebietes m einem Zwischenfall, Eine monte­negrinische Patrouille unter eineni Oberleutnant verwehrte einem österreichisch-ungarischen l-'renzjägerzuac das Betreten eines Saum wegeS, der sich unstreitig ans bosnischem Gebiet befindet. Der Grenstügerzug besetzte den Weg und da sich gütliches Zureden vergeblich erwies beHanlstele er ihn mit Waiiengewalt, Die Montenegrinische Regierung hat, da angeblich vier Montenegriner getötet morden sind, eine iitble an den österreichisch-ungarischen Gesandten oerichiet,

AnS Meriko Wie drahtlos aus Tamvico gemeldet wird, haben die Rebellen Altamira geschlagen, der sich noch Tamvico zurückgezogen bat. Der britische KreuzerHermione", der deutsche KreuzerDresden" die Schlachtschiiie der Vereinioten StaatenEonnecticut" undMinnesota" und das amrrikanische LazarettichisiSolare" sind eiligst nach Tamviea abgegaugcu. Unbekannte Persanen brachten den Leichnam des in Meriko getöteien amerikanischen Untertanen Bergaras ans merikonisches Gebiet und verschwanden dann, ohne eine Spur z» Hintertasten, Die Leiche toeist ztvei Schnszwunden am Kopie und eine im Racken auf: sie zeigt außerdem Svuren, die darauf hindenten, daß Dergaras gefoltert worden ist.

A«» Stadt und Land.

Gießen, 10. März 1814.

** Tageskalenbrr iür DienStaa, den 10. März: Stadt- theater:Rösselsprung,' Antang 8 Uhr,

" Von der Laudes-Universität, Ter Grotz- kzerzoq hat am Samstag den ordentlichen Professor an »er iliiiocrsität Basel Tr, Rudolf .Herzog zum ordent- stichcn Professor in der philosophlschen Fakultät der Landcs- nniversrtät in Gießen, den außerordentlichen Professor ,an der Universität Leipzig Tr, Karl Schau m zum ordent­lichen Professor in der philosophische» Fakultät der LandeS- universilät in Gießen, insbesondere für das Fach der vhvsitalischen, theoretischen und anorganischen Chemie, den außerordentlichen Prosesior an der Universität Leipzig Dr, Paul Schmidt zuui ordentlichen Professor in der medi­zinischen Fakultät der Landesuniversität in Gießen, ins­besondere für das Fach der Hhgiene und zum Direktor des Hhgienischen Instituts daselbst sämtlich mit Wirkung vom 1. April 1914 ernannt,

** Offene Stellen, Erledigt ist eine mit einem evangelischen Lehrer zu besehende Lehrerstetle zu U l r i ch- stein und die Stelle eines Revisionslontrolleurs bei Großh .Hauptsteueramt Darinstadt, Meldeschluß: Montag, den 16, März,

Ernennung. Finanzassessoc August Wein,er (ge­boren in Mainz) wurde mit Wirkung vom 1. April 1914 ab zum Obersteuerkantrolleur ernannt.

** Für die Sitzung der Stadtverordneten- Bersammlung am Donnerstag, den 12, März 1914,

Begleitung a», Flügel iührie in bekannter Meisterschan Herr -Pianist Julius Hahn aus.

Nicht unerwähnt möelsten wir lassen das mit warm beseeltem Vortrag gebrachte Bariton-Sola detz Herrn A, Ha filier Ver- emSmitglied, in AbtsNachtgesang",

Tie instrumentale Umrahmung des Konzertes, sowie die Be­gleitung des Anfang- und Schlußchars würbe durch einen Teil ber Kapelle de« hiesigen Inianlerieregiments unter Leitung beS Herrn LbermutiknieisterS Löher in lobenswerter Weite ausgelührt. Die kleine Besetzung konnte allerdings die Wunder beS VemiSberges imb rhren bacchantischen Jubel und Trubel nicht recht glaubhait machen, Eine glücklicher^Wahl war dagegen dieMorgensrimmunq" ans der I, Btn Goni-suiie von E Grieg, so daß das steine Charakterstück und Ltttialtoiishttbchen mit feiner total-fkanbinavitchen Haltung und rei-vollen .tnstrumentation hei den Hörern die rechte Stim­mung tue die nacttialgenbe Allenhoieriche Komposition weckte.

Summa: Mit ircubigem Selbstgefühl dürfen Dirigent und 4 -erem aut Metes iMön und würdig verlaufene IubiläumSkottzerl ziirückb.icken. Lie allteuigen Ancrlentlnnaen ttnd Ehrungen aber, , »> Tlrtgcnien in Kranzspenden und dem Verein durch eine allerhochn- .luszercktnung '.uieil wurden, werden ihnen ein Attsvorn lern, auch nt :->ukitnst den böa'men Zielen zttzustreben und festzttbal- ten an den Prinzipien des freien deutschen Sanges, L, G.

Zu unserem gestrigen Bericht Über den .KotiiulerS des Bauer- t'chen Getangoeeein« iei noch hinutgeiügl -

Weitere Geschenke wurden dem Verein von einer Anzahl von Vereinen überreicht, Ed überreichte die GeiongSabieilung des Turn Betrins Wieseck eine a:ichstanoarle, der Geiangverein Harmonie C;icftrn einen Po!al, der Mgschinenbaner Gesangverein Gießen ein Btto Beethovens, Geionglebrer L, Gell-r Gießen ein Bild, der >, Vorfttz-'fde Mg T odi ein Lied, Bon einem Gönner des Verein- r.-t-rden 2'<» Bände her VolkStiederiamti t.ng des benlichen Kaiieis '«schenkt Ehrenmitglied,Fr. Heuler, der einzige noch lebende Gründer li, Tcrstno, stisiele sei» Bild,

iiachmittags 4 Uhr, nöliaci,falls Forlsetzung Freitag, den 13, März, nachmittags 4 Uhr, ist folgende Tagesordnung aujgeftotlt worden: 1. Mitteilungen betreffend a) Eingabe wegen der Straßenbahn nach Wieseck, b) Rückzahlung von Schtildverschrcibuiigeu der Auleihe von 1909. 2. Beteiligung der Stadt am Postscheckorrkehc, 3, Zuschuß a» den Ober- hessischen Ktinstverei» zum Erwerb eines Gemäldes, 4, Rech­nungsabschluß des istas- und Wasserwerks für l!N2, 5. Des­gleichen des Elektrizitätswerks und der Straßenbahn, 0. Rechnung des Rcalgumtiasiuins und der Oberrcalschule für 1912, st, Porsage der Rechnung »nd des Berwallungsi bericht« für 1912. 8. Zuschuß für den »iildergarlenvereitü. 9, Voranschlag des Tladterweiierungssoiids für 1914, 10 Vor auschlag des städt, Gas-und Wasserwerks für 1914, l l, Vor­anschlag des Elektrizilätswerks und der Straßenvahu für 1914, 12, Preis der elektrischen Energie für Kiaslztvecke im Stadtgebiet. 13, Voransihlag der Stadt Gießen für 1914, i i, Uederlassung eines Schulsnales an die Guitempler -Loge. 13. Ueberlassuug einer Turnhallc an das Fröbclseminar, lt>. Desgleichen an den Lehrermnenvcrei» 17. Gesuch de» Wilhelm Hofmann um Erlaubnis zum Schantwirtschasts- betrtebr im Hause Marburgck Straße 27, 18, Desgleichen des Heinrich Kühl zum Schankwirtschastsbetriebe im Hause Aeuenweg 36, 19, Desgleichen des Heinrich Ruh! zum Gast tvirlschaftsbeiriebe iin Hause Bahnhosstrafte 15.

** Gieße» unb d i e S o l m s b a ch t a l b a h n. Die Handelskammer hatte im Interesse der beteiligten Kreise die Durchführung der Züge der Solinsbachtalbahn iGrävenwiesbach AlbshausenWetzlar) b i s G i eft e n bzw, die Herstellung guter A n s ch l ii s s e zivischrn den Zügen der S o l »l S b a ch t a l b a h n n»d der Strecke G i e ft c n Wetzlar beantragt, Taraushin hat die Kgl, Eisenbahn- direltioii Frankfurt a, M, angeordnet, daß vom 1. Mai d, I, ab die Personenzüge 4703 ) Usingen ab 8.03, Wetzlar au 10.7 vorm ) und 4706 (Wetzlar cib 1.82, Usingen an 3.10 nachtln) zwischen Metzlar und Gieße» täglich verkehren wer­den, Weiter erhält der Personenzug 4707 (Grävenwiesdach ab II,!8 vorm, 29etzlar an 12.34 nachm,) ln Wetzlar An­schluß au den Schnellzug k> 123 nach Gießen. I», übrigen soil geprüft werden, wieiveit die .Herstellung der Anschlüsse ztvischen den Zügen der Solmsbachtalhahn und der Strecke Gießen-Wetzlar verbessert werden kann,

** Zollstelle am Güterbahnhofc Gießen, Dem langjährigen Wunsche der Handelskammer entsprechend hat das Großh, Ministeriuin der Finanzen, tzlbtetlung für Stenerweseii. jetzt niigeordnel, daß vom l , April d, I, an versuchsweise (für die Dauer eines Jahres) sämtliche mit der Eisenbahn einiressenden Zollgüter am Güterbahnhos in Gießen von Beaniten abgefertigt tverdeii, die der dorti­gen Eisenbahiiabseriigungsstelie ständig zugeleilt sind. Diese Stelle wird auch das Zollbegleiischeiil-Tiilpfangsregister und das Begleitzettel-Einpfaugsbuch sühren und sowohl morgens als auch nachmittags während der üblichen Abferliguiigs- stundeii geössnet sein, Tie Zollentrichinng hat, soweit sie nicht durch Abgabe von Stundungsaiierkenntnissen bewirkt tvird, bei der Hauptkasse zu ersolge». Die Handelslamuier hat beantragt, daß die Zollstelle auch mit der Befugnis zirr Erhebung von Zollgesällen ansgestaltet tvird.

** Tagung ber hessischen K r g n k e n k a s i e » » e r - bände. Die beiden hessischen Kegnsenkassenverbände hielten in Mainz abermals eine Taguna ab, nnt zu einer Reihe wichtiger Fragen Stelltitig zu nehmen. Den Berhandlungen wohnten der Di­rektor des hessiicheii Oberversicherttngsamts v, Krug und die Ver­treter der staatlichen und städtischen Verticherungsämter bei. Zur Frage der T i e n st o r d n ii II g s ü r B e a m t e n n d St » g e st e 4 l - t e, wie sie im Einvernehmen Mit den hessischen Krankenkassenver bänben unb bem OberversicherungSaml zustande gekommen ist, äu­ßerte mg» sich zustimmend: sie wird in nächster Zeit von den neuen Vorstänben der Kassen verabschiedet werben lieber die Wochen- h i l s r sprach Regiernngsassesiar Dr, M e l i o r, von der Zentral stelle für Mutter- und Sätiglingssürsokge, der den Kassen emviabl, bgsUr einzutreten, daß sie im Interesse der Vallswodliahrt Mehr­leistungen aus dem Gebiete der Wochenhstse, Hebammeubleitste.Slilt- geld usw, gewähren möchten, Bon 133 in Hessen bestehenden Krankenkassen haben bereits 83 Mehrleistungen auf dem Gebiete der Wochenhstse eiugcsitbrl. Ueber die V e r s i ch e r u n g s v s > i ch t der bau «gewerblich Beschäitigten sprach Regierungs- assessar Dr, Braun vom Oberverischerungsamt, Der Vertrag mit den Spezialärzte >l lvurde nach einigen Aenverungeuangenom- tneu. Ueber die Arztirage selbst ist zu berichten, daß bereit« viele Kassen in Veriragsverhondlungeu eingelrete» sind, und daß man in kürzester Zeit Vertragsabschlüsse erwarten kann, Tie Anregung der Aerzte, entsprechend ihre» ÖrganisationSbezirken auch die Frage der Führung de« ArztregisterS und der Bildung de« Vertragsaus- schusseS zu regeln, und nicht, wie da« Berliner Abkommen vor- ichreibt, für jeden BezH:k eines Versichernngsamts Arztregister und Vertragsausschuß zu bilden, wurde einslinunig abgelehnt. Nach den Vorschlägen der Aerzte wird beispielsweise die ganze Provinz Oberhesseu ein Arztreaister führen Mid die Zahl der Bezirke von 23 aus 8 herabsinken. Maßgebend iür die einmütige Ablehnung dieses Borschlags >oar neben der Erwägung, daß mau sich nach irühereu wiedcrhosten Beschlüssen streng au daS Berliner Abkommen Hallen müsse, die ZweckmäfsgkeitSsrage hinsichtlich einer gleichmäßi­gen ärliick:eii Behandlung >on Aeezleverträgen, Die ttterbältilisse von Stadl- »nd Landbezirken kännte» nicht übereinstimmend be bandelt und bettrteilt werden, a,:ch Iverde die Kanirolliätigkeit er­schwert, Eine Anregillig, die i d e i, K r a II k e k a s s e » v e r - bände, die zurzeit nur ai« ivirtschaittiche Verbände gemeinsam arbeiten, in einen Verband umzuwaudeln, wurde begrßßt,

** Der Landesverband Hessen der Deutschen Milttäkanwörter dielt am Sonntag in Tarmstadt seine» diesjäbrige» Berbandstag ab, der gut besucht war. Auch Vertreter der Nackiborverbände Bavern, Württemberg. Elsaß-Lotbringeu, Nassau, Frankfurt loaren erschienen, Alls dem FabreSbericht ist zu entnehme», daß die Mitgliederzabl ietz! etwa 1000 beträgt, Jahre«- und Kassenbericht, sowie der Wirischastsvia» iür >914 wurden ge­nehmigt, Ten Hgitotgegenstaiid der bis zum Nachmittag dauernden Berbaudlnngeii bildeten die schon bei den irüberen Verhandlungen znm Ausdruck gebrachlen und durch Eingaben ailer Art geltend geniackiten Wünsche nach besserer resp rascherer »nd vermehrter Ver Wendung im Staat«- und städtischen Dienst, bei der Post uiw, und es wurde beschlossen, auch diesmal wieder geeignete Schritte zu nnternehmen Dann wurde der Verba»d«vorstand wiedergewöhll und die Wahl iür die BnndeStagSdelegierten voraenommen. Des weiteren wurden noch eine Reihe interner geschäitlicher Angtltgen- heiten erledigt,

" S t a b«i h t a ( e r. Die Inhaber po» Gutscheinet, feien daraus bingen'iesen. daß noch in neun Abo»nrnii»lS-V«rsi«llnng»n Oieleaeiilieit ist. bieie zn benutz«»,

** W a 1 1 erBloe NI in Gießen, Air lese» in erneue Berliner Blatt über eüien Dortragsabenb Waller Bioems: Walter Bloeui ließ sich am Sonntag abend wieder einmal gm Bortrggstistb hören. Im Lanbwebroiiiziersigtino trug er an« seinen Werken auf Ein- ladiing der Kunftgemeinde Groß-Berlin o»r. Ter Beriasiee der Kriegärotiiantrstogie von 1870/71 ist mm schon über die Äilie der vierziger Jahre, Aber er sieht so ,ung und stubentisch aii« »Nb trägt so stisch vor, baß e« ihm keiner glauben kanu. Ter schlanke Herr im Frack, der aussiebt wie ein Osiizier!» Zivil was bpi Dichtern imnterhin eine bemerkenswerte Nuance ist, dkr vom Rechtsanwalt zum Bühnendichter, voui Wihnenbichter zum Ro­mancier, vom Romancier zum Tramaiiirge» de« Stuttgarter Hof- idealer« ivurbe, trug Bunte«. Kriegerisches vor: Aus demEiser­nen Iodr" gl« er den bloßen Titel nannte, rauschte im Saale der große Avvlutij atii , aus dem Buch1813", g»«Volk wider Bolk" mib au« l-m erwähnten dritten Band der Trilogie, Waller Bloen, ist Heini Vorträgen saugtiimsch-lebendig, ahnrl Stttnmen, Tialekle

realistisch nach und bleibt iiiuner überlegezn, toa« zu der ii»uva<- thisckien Gestalt paßt, die einem au« den Werten her wohlbetännt. ist, ** Der V erba » d c v a n g e k i s ch »k i r ck> l i cfi e t Franc n vereine im Gr oßhc rz,ogt ii m Hessen vermittelt die Llusbilduug vo» Frauen und Mädchen ats Nothelferinnen in der Kranlenhikie jür Stadt und Land Ter Kursus, der in Darmstadt srnttsindet, beginnt am I, Mai und dauert 1 Monate, Davon dienen 3 Mvnatc zur Unterweisung in der Krankentzilsc in, Diakoirisscnhaus Eiisabeihknstift i,nd 1 Monat zur Ilntarlvcisilng in der Säilglingspstege im Eleonorentzcim der Großh. Zentral­stelle für Säuglings« und Mutterfürsorgc,

" Eine Feier in der Herberg« zu» Heimat, In der Herberge zur Heimat gab am Comiiaa abend Obern,eistet. Tack au« Dliilan seiner silberneti Hochzeit den Wandernben ein Abknbeüet!. I» der Erinnerung a» ieine Wanbcrjahre, di« auch er n>s Äietzgergeiell« dnrchgemaclü hat, batte er dem Herbergs­vater ein grabe« £3inntum Fleischwurst geickiickt, z» den, die HerbergsiiNitter Kartoffelialat zubereite! hatte, Mil einer kernigen 7t»>vrache erösinete Herberglvater L o li den Abendtisch. Tie Männer, die sich« an dem ianber gedeckten Tisch Ivobl sein lieben, brachten dem Stlbervaarc ans dankbarem Herzen ein Hoch aus,

** Sendungen an Milikärversonen aut Tr»p v e n - ll c b n n g S v l ä tz c n. Aus Postsendimgen an Militärver- sonen aus Trupven-Ilebungsplätzeii werden vielsach als Bestim­mungsort sowohl der Garuisonork als auch der Truvven-Uebiiiigs- vlap, also zwei Bestimmungsorte, angegeben. Dadurch entstehen bei den Postanstglten (lweiiel über die Leitung der Sendungen, sowie Unzuträglichleiten für den Betrieb und die Emvsänger, Namentlich wird auch die Unterbringiing der an Ossiziere, Fahnen junker, Einjährig-Freiwillige ltsiv, gerichteten Sendungen häufig durch derartige Ausschristen erschwert. Mit Rücksicht aus die au,- der Angabe von zwei Bestiinmungsorten entstehenben erheblichen Weiterungen »nd Verzögerungen emviiehlt es sich, auf Sendungen an Miliiärpersotten »us Trurven UebungSvlätzen entweder den Garnisonort oder den Trnpven llebungSviatz am zweckmäßig stell den llebungSvlgtz als Bestimmungsort anzugeben,

** Sie erste Schnepfe iii Gießen ist am Montag nachmittag im Stadtwalde geschossen worden,

** Kleine Mitteilungen Wahrend der Karnevalsreit stahl ein junges Mädchen in Bad Nauheim seiner Herrscktait au« einer verschlossenen Kassette 200 Mark, benutzte einen Teil de« Gelde«, den Karneval zu genießen, und führte mit gleichalterigen Mädchen mehrere Diedstätzle au«, E« wurden bei der Haussuchung viel wertvolle Sachen gesunden. Iii der Nacht aus Sonntag hat sich eine ältere ledige Person in S ch l i tz aus utibekanntenGrün, den im Teich beim KarlShos ertränkt,

Kreis Alsfclö.

Groß-Fclda, 8, März, Tic heute im hiesigen Schulhausc veranstaltete Wau d e r a u s sr elln » g de« hessischen B o l k s s ch r i s t e n v e r e, n s bot eine reiche Austvahi von Jugend- und Volksschristen unserer besten zeitgenössischen Volksschriftsteller, Der Besuch der 2luSstci- luug war recht befriedigend, die Nachfrage nach guten Büchern über Erwarten groß, so daß der Zweck der Aus« stellnng, guten Volksschrisien in den Oiemeiiiden Eingang zn verschaffen, vollständig erreicht wurde,

Kreis Lautcrbach,

R, Greben Hain, 9. März, Zu einem heißen Wahl« lawpf gestaltete sich die heutige Slichtvah, zwischen den Bürgermeisterkandidaten Heinrich Lind VII, und Wilh, Z n I a u s. Bei dem ersten Wahlgang am 28, Februar er­hielten Lind 38, Zulaus 40 und der drille Kandidat Ehr. Keißncr 33 Stimmen, Bei der heutigen Stichwahl entsieleu auf Lind 93 und ans Zulauf 30 Stimmen, Sämtliche Stim« men Kcißners haben sich nach der ausgegebenen Parole auf Lind vereinigt, der sonach als Sieger aus der Wahlurne hervorging. Der auf Zulauf entfallene Stimmenzuwachs ist durch die bet der ersten Wahl ferngebliebenrn Wähler entstanden

x Schlitz, 9, März, Wie bestimmt verlautet, ist die Inbetriebiiahme und Einweihung der Bahnliuic Schlitz Rieder-Aula, die für den 1. Juli borge scheu ivar, a u f d e n l, September verlegt worden. Während zwischen Nteder-Anla und Queck der ganze Ober bau bereits vollständig zum Betrieb sertiggestelli ist, bedarf cs für die Herstellung der Linie zwischen Queck und Sehlitz noch beträchtlicher 2lrbeit,

id, Frischborn, 9, März Der zweite Lehrer, der wegen des gegen ihn crossneten Verfahrens wegen Sittlich, lcitsverbrechen slüchiig geworden ivar, ist freiwillig zurück« gelehrt, hat sich den« Gericht gestellt und ist gegen Hintcr- tegilvg einer Kaution ans freiem Fuß gelassen tvordeu. Der <Dchuldicnst soll zunächst durch einen Vikar versehen werden,

Kreis Schotten,

z. Ober-Seemen, 8, März, Gestern abend brgiiiiie zun, erstenmal ln den Straßen unseres Ortes das elektrische Licht, ob wohl man erst Nus Ostern mit der eleklriickten Beleuchtung rechnete. Da« Licht IN den Hausern wird noch einige Zeit aus sich warten lassen, da man mit den Anlagen noch nicht so weit vorgeschritten ist. Kreis Frirdberg,

I- Friedbcrg, 9. März. Gestern starb nach mir ziveitägiger Krankheit der Dorsitzende des hiesigen Postamtd. Postdireklor Becker in Friedberg, Posldicektor Becker ist erst drei Jahre hier tätig und sollte in wenigen Wochen das neu erbaute Postamt übernehmen, Di« Leiche tvird nach Tarni- stadt übersührt.

/. Butzbach, 9. März, Gestern nachmittag wurde aus dem hiesigen Postanit ein junger Mensch in dein Augen­blicke von der Gendarmerie verhaft et. als er einen pvst- iagernden Brief dbhcben wostte. Ein allerer wohlhabender Herr Sch, ans Pohl-Gön? wurde dieser Tage brieflich aus. gesordcrt, bi? zun, SamZiag abend 11 Uhr einige Zehn- markschcine postlagernd Butzbach einzusenden, andernfalls er erschossen werden würde. Der Be­drohte schickte Brief mit fingierter Einlage ein und benach­richtigte gleichzeitig die Polizei, die den Schalter beobachtet« und den Erpresser dann dingfest wachle. Ter junge Bursche stammt au? Pohi-GönS, ist der Sohn achtbarer Eltern und sofl bis zur Stunde ein tüchtiger und fleißiger Mensch ge« ivesen sein,

r, Bad-Rauhein,, 9, März, Heute nachmittag fand ln Ziegenbcrg ein« Bersammlung der Bürger- ni e i st e r d e s ll s a t a l c s »nd verschiedener anderer Inter cssenten statt um eine Aussprache über die elek- <l rische B a b H u tz b a ch B a d »R a u h e i m herbeizn sühren. Bestimmte Beschlüsse wurden nicht gefaßt, jedock: kam man überein, an bcitzc Landtage Preußen und Hessen Eingaben zu machen, sn denen um Ausbau der Ilssngerbahn ans beiden Landesgebietsteile» gebeten Ivird,

h TraiS - Mstnzenberg, 9. März. Der langjährige Btirgermeistcr de? Orte?, Herr Tao, ist am SamStag nach längerem Leiden gestorben.

Hessen-Nassau,

!! Au« bem Kreise Marburg, fl. März. Wegen eines eigenartigen Schwindels wurde ein bei einer Marburger Behörde betcktäitigter, au« einem Kreisdorfe stammender Sckireihei­le hrl in g sestgenommen. Er versertigte eine Versügung d«g