Ausgabe 
7.3.1914
 
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nm qt 2fnrinorlffirer rtnb daran erkrank, 7?» Tvranffurt Boltanheim erschoß sich der Elektrotechniker Hubert Rieg ans Stühlingcn. Ein. Ingenieur, der be, Riet, weilte und diesem vermutlich die Waffe entwinden wollte, erhielt durch eine zweite Kugel einen leichten Ztrenichus- an der Schulter In W c t t e r - seid sciertcn Landwirt Wilhelm Tövser und Frau die sil­berne Lockzeit. In B i n g c r b r n ck tvurdc beim Rgugiercn der Aushiffssck anner Heinrich hem aus Neurath bc, Backarach er­faßt und überfahren. Er ivar sofort tot.

Landkreis Gieße».

R Oden Kausen. 6 März. Ani 20. Avril verläßt der bisherige Inhaber des Pfarramts 2 London. Pfarrer Bausch, seinen jetzige» Wirlunaslreis, um nach Kölschbauien Kreis Wer. (ori überztinedeln. Zeine Bcrninnq erfolgte ,m November v. I. durch den Fürsten von Braunscls Pfarrer Bausch wurde ,IN, 5. Februar 1912 in der Kirche zn Londorf vrdicniert und versah zivei Jahre die Geschäfte des sogenannten oberen Kirchspiels, be­stehend ans den Orten Rüddingshan!en. Weitersbain. Geilshausen nd Ldenhausen. Ihm ist die Errichtung einer Krankenvilege Nation für die Orte Geilshausen und Odcnhauscn zu verdanken, welcher sich Lumda am' 1 April anschließt

Kreis Schotten.

Laub ach, 0. März. Auf der großen allgemeinen GeflügelauSstellung zu Bonn a. Rh., welche mit fast 1000 Nummern beschickt war. erhielt $>d,. Högl, von hier einen 1. rmd Ehrenpreis, einen Rcfcrvepreis und einen 4. Preis auf Hamburger Schwarzlack

Kreis Frieüberg.

kr) Bad-Nauheim, l>. März. In der heutige» Z t a d t - verordneten Versammlung wurde unter anderem solgen des verhandelt. Tie Landeshlipotbckenbank hat den Be­trag von 83 000 Mark, der unserer Stadtverwaltung aus dem lebten Darlehen in Höhe von einer halben Million Mark noch ittstcht, bei der Nationalbank für Deutschland hinterlegt und bittet nm Zustimmung der Stadtverordnetenversammlung. Tein Ge such wird entsprochen. Ter Borstand der Freiwilligen Feuerwehr hat neue Satzungen ausgearbeitet, die mit einer kleinen Abände rung genehmigt werden. An die Kasse der F e l d b c r e, n i g u n g. die schon 138 000 Mark empfangen bat, sind zum Ausgleich der Rechnungen noch 458,98 Mark zu zahlen. An den Staat werden verschiedene Grundstücke, darunter der in den Kuranlagen gelegene Tonnersgraben, aus die Zeit von 50 Jahren zum Pachtprciö von 1'/, Pfennig für den Quadratmeter verpacktet -- Ter Minveft- verbrauch von Wasser war bisher auch für das kleinste .Häuschen, mit ein oder zwei Bewohnern, auf jährlich 20 Mk. cingeickätzt. Heute setzte die Bersannnlung einen früher eingebrachten Antrag des Stadtv. Minder enttvrcchcnd, den Betrag für den Mindcst- nerbranch von 20 auf 10 Mk. herab und entlastete damit eine große Anzahl kleinerer Hausbesitzer.

Hessen-Nassau.

( -Marburg, 6. März Ter Vorstand der Marburger Ortskrankenkassc bewilligte für die Marburger Wald- erholungsstättc 1000 Mk. Bei den Abilurientenpräfungen im Kgl. Gymnasium Philippin bestanden von 22 Prüflingen 21 und in der Lberrcalschiile sämtliche l0 Prüflinge.

Frankfurt a. M., 6. März. Heute mitlag fand daS erste telephonische Gespräch zwischen Frankfurt a M. und Mailand statt. Tic Verständigung lvar sehr deutlich. stsach diesen gelungenen Versuchen soll die tele­phonische Verbindung von Mailand über Frankfurt bis Berlin verlängert werden.

vereluMachrkchte«.

r. Bad-Nanheim, 6. März. Ter Bortragsverein hielt gestern abend seine Hauptversammlung ob. Derberem zählt 262 Mitglieder. Es landen drei Konzerte und zwei Vortragsabende statt. Die Einnahmen betrugen 2007 Ma»k. die Ausgaben 1920 Mark. Ter seit langen Jahren im Amte besindliche Vorstand mit Bürgermeister Tr. Kays er an der Spitze wurde ans Antrag Tr. B-auhcrS durch Zurus wicdergewählt. Für nächsten Winter sind zwei Gicßencr Gelehrte für Vorträge in Aussicht genommen

Neues vom hausichwamm. *>

Alsidanssckwamm" bezeichnet man eine Erkrankung des HolzcS in Gebäuden, die veranlaßt wird durch bcftimmle holz- zerstörende Pilze. Ter Schaden, der alljährlich durch diese -achwammerlrnnknng des Holzes nickt bloß in Gebäuden, soichern mich ans den Holzlagerplätzen verursacht wird, beziffert lich 'aus Millionen. Abgesehen aber von diesem Materialschaden hat das Austretcn des Holzickwammes nicht selten noch eine andere un­angenehme Folgeerscheinung, ick meine den HanSschwammorozeh. Kaust semand ein Gebäude, das sich dann als schwammkrank er wcist. so wird er natürlich Preisinindernng oder Wandlung des Kaufes beanspruchen. Ter Verlust eines hieraus entstehenden Pro­zesses hat bei der Größe der in Frage stehenden Objekte nur vst gcmig den stnanzicllen Ruin der betressenden Partei zur Folge.

Der Ausgang eines solchen Prozesses ist in hohen, Maße ab­hängig von dem' Gutachten der Sachverständigen. Diese müssen neben der Größe des entstandenen Scktzldcns vor allen Tingen seststellen. ans welch- Ursache die Lolzzerstörung zurückzusührcn ist, ob Pilze beteiligt stich »nd wenn ja, was für welche hanbelt sich also für den Sachverständigen darum zu untersuchen, ob das erkrankte Hol; von einem Pilz bewachsen ist und ob dieser Pilz die Merkmale besitzt, die man als charakteristisch für den echten Hallsschwamm anzuschen hat. Trifft das zu, so kann der sach­verständige sagen, cs liegt Hausschwamm^vor: cs ,tragt sich dann ober immer noch, ob der enlschndene schaden so erheblich ist, daß er in, Sinne des Bürgerlichen Gesetzbuches die Wandlung be­gründet. . , ... ...

Das Urteil des Sachvertländigen grundei lich. wie wir setzen, ant das Vorhandensein besttmmter charakteristischer Merkmale Wie verhält cs tick aber mit diesen Merkmalen? Gibt cs etwa bestimmte Kennzeichen sür den echten Hausick,wamm, die sozusagen ans den ersten Blick gestatten, zu entscheiden: Hier liegt Haus­schwamm vor, hier nicht? Das ist nicht der Fall: cs lind viel­mehr, woraus nnlcn noch zurückzukommen sein wir», sehr genaue Untersuchungen notwendig, um im einzelnen Falle eine einwand­freie Diagnose zu sindcu. Ter verstorbene Münchener Forst- botanikcr Dartig gab 1885 wohl als erster ans Grund eingehender Untersuchungen eine zusammcnfassende .Darstellung der Lebcns- bebingnngen des Hansschwammcs und seiner mikroskoviichen Kenn­zeichen Es sollte nacki Hartig möglich sein, ans dem Vorhanden­em sogenannter .,Schnallen;,-llcn" den Hausschwamin noch an den Neinsten Holziplittercken mit Hilfe des Mckroskoves zu konstatieren. Mit dem Fortschritte» unserer Kenntnis der holzzerstörenden Pilze wurde cs aber zur Gewißheit, daß die von Hartig angegebenen Kennzeichen des echten Hausschwomms sich noch be, einer ganzen Anzahl anderer Pilze vorffndcn, die auch Holz zerstören, aber doch 'ici weite!» nickt die (Bsähilickkc,: besitzen wie der echte Haus 'chwamm Damit wurde die Harligscke Diagnose hinfällig: cs lann nick! bezweirelt werden, daß von den auf Gruns dreier üartigfchcn Kennzeichen abgegebenen Gutachten eine gaitz be Etliche Zahl unrichtig gewesen sind und zu falschen Ent- chcidungcn Anlaß gegeben haben.

»Tlü""sei hcrvorgehoben, daß bereits von anderer Seite gegen -inige sni Plerkblait vertretene Ansckwirungen Einwändc erhoben vorden sind. _

War man loniit genötigt, die bis dahin als ausreichend an gesehenen Merkmale anfzugeben, so mußte man nunmehr vcr suchen, eine so genaue Beschreibung und Abgrenzung der holz- zerstörenden Pilze gegeneinander zu erlangen, daß eine Per Wechselnng und somit ein Alschc-s Gutachten unmöglich wurde. Die Wichrigkeit dieser Frage mit lhr.m schweren wirrjchajttichcn Erscheinungen veranlaßte >905 die preußische Regierung, eine besondere Kommission n»i der Ausklärung aller dieser Fragen z» betrauen. DieseAmtliche Kommission für Forschungen auf dem Gebiete der Hausschwammsrage". der außer einige» bekannten Botanikern lOberiorstmeister Prof. Möller in EberSwalde, Prof. Falck an der Technischen Hochschule zu Hann.-Minden! auch Männer der Präzis, ferner Mediziner, Juristen sowie Vertreter der ver­schiedenen vreustischen Ministerien angehörcn, hat ihre Ergebnisse niedcrgelcgt in de»Hausschwammsorichungen" verlegt bei Fächer in Jena-, in deneni zui» Teil außerordentlichm'ongteichen Arbeiten die Hansichwammsragc vom botanischen, bansachlichcn, medizinischen »nd zuristischrn Standminkl au-s cingeheno unter­sucht Ivorden ist. Mit dem socken alsMerkblatt zur Hausschwamm- frage" erschienenen 7 Heil h.il die Konimission ihre Arbcuen zn einem gewissen Abschluß gebracht und gibt nun in diesem Merk­blatt eincn kurzen übersichtliche» Abriß über alles vom HauS- ichwamm Wissenswerte. Nächst riner für den botanisch,-» Sach, verständigen bestimmten Aufzädlnng und kurzen Beichreibnng der verickievenen bolzzcrstörenden Pilze nndcn iich Angaben über den Schutz des Holzes und der Häuser vor dem Schwamm, über die Maßregel» zur Beseitigung eines vorhandenen Schwammes, über die Ansteckungsmöglichkeiten niw In einem kurzen -Anhang geht da»» noch Profelior Dickel, Berlin, ans die Hausschwammfrage vom fnristtschen Standkunkl ans ein. Das billige Hestchen lPreis 40 Psg.) ist alle» interessierten Kreisen dringend zn cmvschlen.

Schwammorlige Erkrankungen des Holmes in Gebäuden können durch eine ganze Anzahl von Pilze» verursach! werden: so werden im Merkblatt allrin 10 verschiedene Pilze mit Name» anfgesührt, in Wirtlichkeit sind cs aber noch viel mehr. Tavon sind allerdings die meisten sellenee und weniger wichtig.

Im Merlblatt werden drei Gruppen von bolzzerstörcndc» Pilzen unrerschieden:

t Der echte Hallsschwamm Merulius lacrimans',

2. die Pilze der Trockensänlc I'ol.vporuv vaporarins, Conio- phora eerebella u a -,

3. die Pilze der Lagcriänlc -Leurites-. pulzporuz-, I-eu- tinuv-Arten ii. a. .

Als der weitaus gefährlichste ist immer »och der eckte Hans schwamm an«,seien, ilM soitt dann ?alrparua rapararju?. Ilcb-cirus Nich.i > ist die Feststellung des Mertblottes, daß beide Pilze nickt imstande sind, wirNicki gesundes Holz nn.zugreisen: es muß. vielmebr das Holz erst durch eine Borerkranlung in seiner Widerstandskrait Mckwächt sein. Diese Borerkranlung nnrd in dcn meisten Fälle» verursackl durch Enniapdora eerebella, den nndcrn Erreger der sogen. Trockensaule. der imstande ist, bei genügender Feuchtigkeit ganz gesundes Holz zu befallen.

Treten die vorbeschriebenen Pilz: meist nur in de» G-bänden selbst ans, so besorgen nun die Pilze ider Laaersänle die Zerstörung des Holzes in freier Lustlagc ai,z den Lagerplätzen. Sie zcr setzen nül Vorliebe die inneren Holzieile und sino deswe,cn lesvnders zn fürckne». weil auch in dieser Weist vorerkranlies Holz von Hausichivamm und Trockensänlc besallcn werde» kann.

Tie Unterscheidung und genaue Bestimmung dieser P-lza und damit die Al >abe eines .Hansschwammgutachlc.is ist Angelcgen- 1 eit de» Botanilers: es bedart zum wenigsten einer mikrssk wischen ünierinchung, in den meisten Fällen aber auch der Kultur des betreffenden Pilzes, bei der inLbejpnderc die Wachstmnsoerhält niise des Pilzes eingehend beobachtet werden müssen. Eine solche Untersuchung kann leicht mehrere Wochen leaiffvrnchc».

Inr Merkblatt irird dann ausiührlicher am dt' Anstcckungs- guellcn und -Wege deS Hansschwamnis eingeqangen. ^Tie Hanoi - sächlichstc Berl reitting erfolgt durch die winzigen Spore», die von den Fruchrkörpern millionemoeiie gebildet und schm bri lehr geringen Tcmrrratnränderungen von Len entstehenden Lnstströmen sortgesührt werden. Ta durchschnittlich in 50 Pro; aller Hans- schwammeriranknngen solche Fruchllörper ausgesuiiden worden sind, bilden kranke Häuser cinr ste.e Gefahr sür alle in ihrer Nähe liegenden Gebäude. Ist in diesen nur irgendwelche Disposition iür die Erkrankung vorhanden, so tvird diese mir großer Wahr­scheinlichkeit auch cintreten. Eine solche Tisvosition würde ge° gebcn sein, wenn in dem betreffenden Hause das verbaute Holz in irgend einer Weise vorcrkrankt wäre und wenn die hinreichende Feuchtigkeit vorhanden ist. Tr» letztere ist in Gießen besonders bei den älteren Häusern sehr oft der. Fall, da ein großer Teil der Stadt aus feuchten Boden gebaut und b.n den älteren Ge­bäuden eine ausreichende Isolierung des Mauerwerks nickt vor- genoninien ist,

Tie Schutzniaßnahnien gegen 2cki:oammerkronkn»ge» sind nach dem Merkblatt vor allen Tingen eine möglichst vollkommene Imprägnierung der Bauholzes mit pilztötenden Stoffen iLölunaen von Dinitrophenolnatrium »im.) »nd die Befolgung geivisser Be­stimmungen beim Bau des Hauses. Zur Verhütung von Er krtzpsmigen ist ierncr strengtzu fordern, daß in den Kellern ge­fährdeter .Häuser keinerlei ungeschütztes Holz auibcwahrt wird, löse Brennholz, Kartvffelkiste», Bretterverschläge usw. Dieses Ver­bot sollte ans dcn oben erwähnten Gründen in Gießen ganz besonders streng bcach>ct werden: die meisten hier verkommenden Hausschwammeetonb.ingcn nehmen tatsächlich von den Kcllerräu- men ihren Ansgang.

Es folgt dann eine Aufzählung der bei Schwammrevaräturen einznhaltcnten Regeln, die besonder- den Fachmann interessieren ivcrden. Erwähnenswert dürste aber sein, daß nach der im Merk­blatt veitrctcncn -Anfchonnng eine rndgültige Defciiigung des Hausi'chivamms bei fachgemäß dnrchgestihr.er Instandsetzung und Schlvamniablötnng dmrchaus möglich sein soll. Es ist das eine alte Streitfrage, die auch in Zukunst wohl noch Anlaß zu Kontro­versen geben wird. Jedenfalls wird eine solche sachgemäße Reva- ratttr. ite peinlich sauber ansgesiihrl werden muß, nicht gerade billig sein.

In dem juristischen Anhang Iverden die wichtigsten geietz- lichcn Bestimmungen anfgesührt und mit kurzen Erläuterungen versehen. ES fei ausdrücklich betont., daß der Ansganq eines Hausichwainmvrozeises inimcr ungewiß ist und ein großes Ri- !iko in sich schließt. Man dürste sich bei einem Hanskaute gegen derartige Folgen am besten schützen, wenn man in dcn Kausvu- Irag genaue Abmachungen iür den Fall eines Vorhandenseins oder dlnftrettpis des Hausfchivammcs aufnimnit.

(vegenübcr der auch heute noch verbreiteten Ansicht, daß der .Hauslckwamm Kranlhciic» der Menschen verursachen lönne, wird im Mcilblatt ausdrücklich gesagt, daß nnmütelbar« Gesundheiis- schädig,mgen durch die Sckwammvilze ausgcschloffcn find. Wohl aber weisen ausgedehntere Schwammwnchernngen in Gebäuden auf abnorme. möglin,crn,enc schädliche Fcuchtigkintsverhälmiiie der Wohnung hin: auch können von den Schwammwnchernngen üble Gerüche ausgehen, welche die Bewohnbarkeit des Hauses beeinträch­tigen und vom hvgieniichen Standminkl aus beanstandet werden müssen. Tr. R. Schramm.

Berlin, 6. März. 75000 Mark Schmerzensgeld find vom Kammergericht in Berlin ebner Dame der Berliner Gesellschaft zugeiprachen worden, die vor einigen Jahre» einen

schweren Automobllunsall hatte. Bei dem Zusammenstoß der Kraftdroschke, die sie benutzte, niit einem Privatkrastwagen, wurde die T-mc aus dem Wagen geschleudert und ertiu schwere Ver­letzungen, die auch heule noch nicht behoben sind. Das genannte Gericht verurteilte den Besitzer des Prbvatkrastwagcns zur Zahlung von 72 000 Mark und seinen Eltztttsscur zur Zahlung von 3000 Mark Schmerzensgeld an die Dame.

Wien , 0. März. T«r ehemalige Fähnrich Johann Reich, der der Svionagc zugunsten Rußlands angcklag: ist, wurde zu drei Jahren schweren Kerkers verurteilt.

vermischtes.

* In ter» atro» ale Ei»b reche r. Ans Le ipz i g, 6. März, meldet ein Prioakteletpramm: In der vergangenen Nacht drangen verinittlich dieselben inkernationaleii Ein­brecher, die bereits in der vorigen Woche in ein hiesiges Bankgeschäft eingedrimgen waren, in cm Gold und Partie tvarengeschäst und raubten ans dem Geldschrank iiir 160000 MarkBrillante n, Uhren, Kellen und Armbänder. Der Besitzer hatte nur für 00 000 Mark Waren versichert. Bon dcn Dieben hat man bisher keine Spur.

* IIeb er eine Mil 1 i o n Ma r k sollen die Passiven der in Konkurs geratene» Holzfirma Herm. Dyck in B r o in - berg betragen' die Aktive» höchstens 170000 Ml

" W ä h r r » d e i n c r P r v 1> e i n> S t a d 11 h e a t e r zn Halle a. d 3. tvurbe dem zweiten Konzertmeister eine in.rt volleAmatigcige gestohlen

'TasLawinenungluikamOrtler. Aus Z u » s- v r u ck, <>. Marz, wird gemeldet: Heute früh wurden von den Rettungsmaimfchaflen von den am Ortlrr durch eine Lawine verschüileten Soidalen 10 Leichen geborgen, darunter die jenigen von den Führern der Skipatroinlle, Oberleutnant Loeschner und Leutnant Günther, sowie die des Fahnrick'-:- Kaiser. Vier Leichen befinden sich noch unter der Lawine Ter .Korpskvmniandant stt heute mittag nach Trafo, ab gereist. Tie Leichen werden mit großen militärischen Ehren bestattet.

* B c r un gl n ck t c r R c t t u n g?v ersn ch. Aus Ro in wird gemeldet: Eine Babnwarlcrsrau, welche in Abwesen heit ihres Mannes den Dienst versah, toolllc ihre hochve tagte, schwachsinnige Mutter, die sich beini Herannahe,, eines Schnellzuges auf den Schiene» befand, retten Beide Frauen wurden überfahren und schrecklich verstüm­melt.

Kleine Tagrzchronik.

Aus einem Privatlaboratoriun, im Chemische» Institut der Berliner Universität wurden Platingerate im Werte van etwa 1000 Mart gestohlen.

BricsFastcn 6cv Ac-nktion.

ver vciuschc tzcichr-llriegzjchitz. der sich wohlveiwahrt INI

Zitliiistnrin IN Spandau befindet, batte 12Ü Millionen Mark, r> ,ü durch Ausgabe von Pavie>aeld nin > Millionen Ma>k »ernärlt worden: der Schatz bestellt aus gemünztem Gold. In, Falle eines Krieges iverden at!« Zablungeu weiter qelciüet, wurden Zahlnngs» lcknvieiizkeilcii e.Nge,nen, enttrclen, io kan» durch Geie, e e Stundung aller Zahlnagsnerpslichtunge» bestimmt werden, ü j-ie Aottvendigkett hat t:ch, ioivrit uns bekannt, bei», .Kriege labt und 1868 ln Prentzeii nicht ergeben. Während des Krieges Itz76 t l war dies erst recht nicht nötii, weil mir in Tenlschtand durch den Krieg damals einen ivirlschaitlichen tzlulschwung erlebt haben nn» sozusagen im Melde schwammen. Besonders war damals d,e Giei-cner Ziqar-eninduüric stark beschäitiat und Hai cs während der Kriegszeil in Gieße» an rollendem stclde nicht aeiebll. Für einen Krieg wird sosorl nach der Modilwachunq eine Retchsanleilie jnr Teckung der .Kriegskosten anigenommcn, die vom sofort berufenen Reichstage zu bewilligen dt.

Anfrage des h. S, von L.-K, Patenl'chutz. Wir empfehlen Ihnen, Ihr Muster oder Modell zui» Mufterregister des Amts gerichtS anz>,melden. Rach § 12 des Rcichsgefetzes von, 11. Jon. 1876 Herr, da« Urheberrecht an Mustern und Modellen ' RcichS- gefetzblatt S. 11 > beträgt die Gebühr bei einer Schutzfrist bis zn drei Jahren 1 Mk. im Jahr für ein einzelnes Muster oder ein Paket von Mustern bis zn 50 Srcf.: bei Ausdehnung der Schlitz seist aus das vierle bis zehnte Jahr 2 Mk. in, Jahr und bei Ausdehnung auf das elfte bis fünizchnte Jahr 3 Ml. im Jab, , so daß die gesamte Gebühr für ein einzelnes Mutter mit iuni- zchnjährigein Schutz 32 Mk. beträgt. Tie Anmeldung zum Reichs vatenl erfolgt bei dem Palenianst in Berlin: sie ist mit größeren Schwicrigkeücn verknüvft und ist wesentlich teurer. Tie Tauer des Patentes ist 15 Jahre vom Tage der Amneldung an ge rechnet. Tie Gebühr betrügt 30 Mk. vor Erteilung. 50 Ml. für das zweite, ,00 Mk. für dos dritte, 150 Mk. für das viert: Pe.tentjahr «ff nül je 10 Mark Zuschlag, wenn niast binnen sechs Wochen nach Fälligkeit bezahlt wird-. Tie erste Gebühr muß binnen zwei Monaten nach erioigter Verüssentlichnng bezahlt werden, die Anmeldung ersolgt schriftlich unter genauer Bescbrei bung evtl. Zeichnung der Probestücke und Modelle dein, Patent anit. einer ab« Juristen und Technikern zusannnengesetzle» Br börde mit sechs Anmeldnngs und zwei Bcschwcrdeaölcilnngen. Zweite Instanz fit das Reichsgericht. _

WelterauSsichten in Hessen am Sonntag, den 6. März 1914 Meist luoir d, einzelne Regenschaner, clwaS kühler, noidwestliche Winde.

tzchneebceicht her tzchiklnbr Sichen,

Hoherodskops, Tanwcitec, klar. Im Walde Tchilaul och möglich.

Letzte NacbeicHten.

A u s d e m p r e u ß i s ch e n A b g e o r d n e t c h a u s, Berlin, 7. März, Im Abpeordnetenliaiis haben die Abgeordneten Tr. t!i ö s i ck e »nd Tr. Hahn den Antrag efn- gebracht, eine Denkschrift vorzulegen über 1 die Tätigkeit der töniglichen Börscnkommis>are, 2. die Entivickelirng des Börsenhandels und der Emission a» den preußischen Bor sen, 3. die Emission ausländischer Werte an den preußische!- Börsen und die Anlage deutscher Kapitalien im Ausland Streikder Pariser Straße » bahn beamten.

Paris, 6. März. Tie Straßcnbal»,beamten sind heute in den Ausstand getreten. Die Behörde beschloß, den Srraßenbahnverkehr durch lveniesvldnten ansrecht zn er- halten.

Glänzende Ersolgc bat die Straßburger Höher: BildnngS- anstalt lJnstttut Barthold») aufzuwciien. Tic Anstalt hat zur Voraussetzung die Pensen der 3 Unterklassen einer holleren Schule oder den ^Abschluß einer Mittelschule und baut aut dieser Basis einerseits Klassen mit obligaten gemeinichaitlichen gymnaffateu und realen Fächern, andererseits Klassen mu fakultativen Spezial- jächern aus. Auswärtige Schüler finden je l Wohnzimnier und gute Berpslegung im Pensionatc der mitten in der <-tadt sreund- lich und gesund gelegenen Anstalt. Aus Wunsch übersendet der Direktor Karl Ruff den Prospekt. Hz--/,

Saxlehner's Bitterquelle

HUNYADIJÄNOS

Gegen Visretopfüng, gestörte Verdauung, Fettleibig, keit, Blutandrang, etc. Gewöhnt. Dosis: l Wasserglas polt.