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M nvoi-.u<dijc[ in Bayer» einen Mann an die Spitze des Lan­de? gebracht habe, der mit starker Initiative begabt sei und durch dozi München lv i c d e r r i n B r c n II p » n k t p o t i *

t i f rf» (-«r und wirtschaftlicher Frästen werde. Fer »er müßte die Fknanzhoheit der Einzel st aatcn, die stark bedroht sei, gewahrt werden. Wie Maden befänden sich auch die anderen Bundesstaaten in derselben Lage. Ein Zusammenschluß der Bundesstaaten sei not. wendig und dafür brauche inan auch die lKcsandtschost. Endlich nnistte dein p r c u tz i s ch e n Par t i kn la r i s m n s, den er der Redner als ein schweres Hindernis für die Entunttelunst des Deutschen Reiches ansehe, der badische Partikularismus cntstestcngestellt werden. Alle diese Erwö- stunstcn hätten den hculistcn Entschluß seiner Partei ver­anlaßt.

Ter Zweikainpf zweier Offiziere in Metz, der kürzlich stattstcsnndcn und den Tvd des einen Offiziers herbei geführt hatte, hat die Zcntrumssraktion d e S Reichstags veranlaßt, im Reichstage eine Auslage ein znbringcn. Tiefe hat folgenden Wortlaut: Ist dein Herrn Reichskanzler bekannt, daß es zwischen dein Leutnant La Palette Saint George twm 98. Infanterie Regiment in Metz und dem von ihm in seiner Familicnchrc schwer gekränkten Leutnant Haage vom selben Regiment zu einer Herausforde­rung zum Zweikampf gekommen ist unter Bedingungen, welche auf die Tötung des Gegners abzicltcn: daß der zu­ständige Chrcnrat auf diese Herausforderung zum Zwei­kampf entschieden hat, er sei außer Stande, einen Ausgleich vorznschlagcn: daß dieser Entscheidung des Ehrenrats gemäß der Zwcilampf am Bi. Februar dieses Jahres in der Rahe von Metz stattgcsunden hat und daß hierbei der belei­digte Leutnant Haage von dem Leutnant La Palette Saint George erschossen ivordcn ist? Hält der Herr Reichs­kanzler die Behandlung des Falles durch den Ehrcnrat mit Gesetz und Recht vereinbar? Welche Maßnahmen gedenkt der Reichskanzler zu ergreifen, um dem Zweikampf im Heer wirksam entgegenzntretcn?

Tic Nachspiele zu Zab c r n. Wie das Voss. Bureau von zuständiger Seite crsälirt. hat das Straßburger Generalkommando de» Siraiantrag zurückgezogen, den cs gegen die verantwortlichen Redakteure derStraßburger Neuen Zeitung" und desElsässer" wegen Beleidigung des Leutnants Freiherr» von Forst» er gestellt hatte. Anlaß zu dem Straiantrag hat die von den beiden Zeitungen ausgestellte bczw. vcrbreiicte Nachricht ge­geben, daß der genannte Ossizicr in einer Jnstrnktionsstundc die s r a n z ö s i s ch e Fahne beschimpfende A e u ß c r II II g c n getan ltzibe Tic gerichtliche Voruntersuchung Hai den Beweis der Wahrheic dieser Behauptungen nicht erbracht. Ten Angaben der Rekruten, aut welche sich die Veröffentlichung IN der Presse be­zogen Hai, stehen die Aussagen ebenso glaubwürdiger Zeugen gegen­über, wrlclre die Angabe bestimmt verneinen, wie denn auch schon alsbald »ach Beendigung der Juftruktionsstundc unter den betei­ligten Mannschaften Meinungsverschiedenheiten über Wortlaut und Beziehung der in Frage kommenden Aeußerung des Leutnants von Forstner sich ergeben haben. Tas Generalkommando ging von der Erwägung aus, daß die Ausführungen des Offiziers in der frag­lichen Instruktionsstnnde Redewendungen enthalten haben, welche zu Mißdeutungen haben Anlaß biete» könne», und daß die beschul­digten Redalleure sich in gutem Glauben beiunden haben.

Ausland.

Tas englische Unterhaus hat den Flottcn- ergänzungsvoranschlag angenommen.

Tie v o r t n g i e s i s ch e K o l o n i a l p o l i t i k. In der Abgeordnetenkammer erklärte Bernardino Machado ans eine 'Anfrage, die - die Gerüchte über ein e n g l i sch de n t- schcs A b k o m in e n betreffend die Einflußgebiete in den vortugiefifchen Kolonien zum Gegenstand hitte: Ich erwidere mit dem Nachdruck dem meine verantwortliche Siel, lnng Worte gibt, daß die Nachricht, von der der Abgeord-j netc ipricht, nicht bloß eine Unverschämtheit gegen uns, sondern auch gegen die anderen der von ihr erwähntem Voller darstellt. Tic portugiesische Regierung ist bereit, die Kolonien jedem guten Einfluß des Auslandes lueit zu öffnen: dieser Wettbewerb ist wertvoll. Tas Ausland, das uns diesen Dienst erweisen lvill, zeigt damit sein Verttrucn in die 'Wohl­fahrt unseres überseeischen Gebietes, -aber cs ist augcnscheiiG lidi, daß niemand darall denkt, uns seine Dienste anfzu-, drängen, lieber die Annahme des Wettbewerbs und die Fest­setzung des Einflußgebietes entscheiden wir vollkommen selbständig.

P r ä s i d e n t W i I s o n n b e r d i e L a g e i n M e x i k o. Präsident Wilson sprach sich auf Befragen dahin aus, das, die Vereinigten Staaten die weitere Entwicklung der Tinge in Mexiko obwarten könnten. Niemand zweifle daran, daß Huerta schließlich würdezurüatrcte n in ü s s c u. Darnach würde das, was die Bereinigten Staaten zu er­reichen wiinschicn, erreicht werden, ohne daß sic es selbst aus- zusührcn brauchten. Im Weißen Hause herrscht die Auf-, -fasjung, daß vom völtcrrechilichcn Gesichtspunkt aus die amrril mische Regierung nicht darauf bestehen könne, für Großbritannien zu handeln, wenn sie auch von den Mächten um ihre guien Dienste znni Schutze der Fremden gebeten worden ist. Wenn jedoch Großbritannien die Vereinigten Staaken nicht aufsordere, den Fall Bentvn bi» zu weiteren Ermittelungen mit General Earranza zu versolgen, würde firii die amerikanisch.' Regierung ans eine Feststellung der Tatsachen durch ihre eigenen .Konsulatsvertreter beschränken.

Rircl'e »rnv Schule.

Os » a b rück, 3. März. Der Bischof von O s n a tbrück, Hubertus Voß, ist heute morgen 6.35 Uhr im Alter von 73 Jahren gestorben.

Au» Stadt und Land.

Gießen, 4. März 1914»

** Tagcskalcnder !ür Mittwoch, den 4. März: Ct a dt- tlieaier: ,Tie Bäuerin", »Tie Lore', .Paul und Paula." 21»- iana 7 Uhr.

Trinker-Fürsorge stelle lür Stadl und Landkreis Gießen Gießen Asterweg 9. Sprechstunde jeden Tonnerstng abend 6 bis VI, Uhr.

** Ernenn u » g. Durch Entschließung Großh. Minisle'- riuinS des Innern wurde der Reserendar Ludwig Bernhcim in Büdingen znni Regicrungsassessor ernannt.

" AuS dein Schuldienste. Erledigt ist die evang. Schnlitellc zu Feldkrückcn. Mit ihr ist Organisten- und Vorlcsedicnst verbunden. Dem Inhaber der Stelle kann eine Ortszulage bewilligt werden.

K o r n b l u m e ii l a g. Das Präsidium des Landes? Verbandes der militärischen Vereine im Großherzogtnm Hessen hat beschlossen, den für Hessen in Aussicht gcnommes neu Kornblnmentag zum Besten bcdürstigcr Veteranen mit Rücksicht ans die im Znni d. I. stattsindendc Sammlung des Roten Kreuzes erst im Frühjahr 19lö abzuhaltcn.

Hessischer Bund sürHeimatschutz. Der Hes­sische Bund für Heimatschutz, der als selbständiger Zweig, verein des deutschen Bundes Heimat schütz vor etwa Fahre», srist begründet wurde und seinen Sitz in Darmstadt bat, hielt

am Montag abend in Offen bach unter dein Vorsitz dcs Geh. Oberforstrats Dr. W al t he r-Tarmstadt seine erste Hanpttagnng ab Aus dem Jahresbericht gelst hervor, daß der Bund aus ein ersprießliches Wirken zurückblieken kann. Der Zweck des Bundes, der heute 163 Einzelmitglieder zählt und dem mehrere Körperschalten und Städte als Mit-, glieder angehvrcn, besteht darin, die hessische Heimat in ihrer natürlichen und geschichtlich gewordenen Eigenart zu sckstitzen. Der Vorstand, dein Finanzminister Dr. Braun als l. Vor­sitzender, Geh. Obcrsorstrai Dr. Walther ats 2. Vorsitzender, Rechtsanwalt Landzettel als Geschäsässührcr und Baurnt Wagncr-T-irnistadt als Schatzmeister aiigehoren, wurde durch 3 weitere Beisitzer ans lL 'Beisitzer verstärkt. Jan Anschluß an die .Hanpttagnng hielt der Vorstand der Stiftung für Leimatschutz, Herr Fritz Koch-Meiningen, einen Vortrag überHeimatschuß in Feld und Flui-" (Baum und Strauch in der Landschaft, der durch eine Anzahl Lichtbilder iliv/ striert wurde Bor der Hanptlagnng fand unter Führung des Direktors Prof. Hugo Eberbar dt eine Besichtigung der Ausstellung malerischer und architektonisch interessanter Naturaufnahmen der Schüler der Technischen Lehranstalten, die aus Ausflügen angcscrtigt wurden, sowie der Anstalt selbst statt.

** In » g - T c u l s ch l a n d Ter Bezirk G l c ß e n - S t a d t hietl am Montag seine erste diesiährige A n S > ch n ß I i tz u n a im Hotel Schütz ab. Aus dein Berichi des Varsitzenden entnehmen wir folgendes: Nachdem Prosessor Dr. Mitte rmeicr das 'Amt des Bezirks Pertraucnsmaancs niedergclcgt hatte, wurde vom hessischen Landesverband Rechtsanwalt .Kaufmail II zu seinem Nachfolger ernannt. A,n I. Januar 1914 gehörten dem Bezirk 18 Vereine und 126 Einzelmikglieder an. Ter Kassen­bestand zeigte aus dem Jahre 1913 einen kleinen Ucbcrschuß. Es wurde ein Ausschuß gewählt mit dem Auftrag, die von dem Rechner gelegte Abrechnung zu prüfen. Ta die Erledigung aller Arbeiten durch oen großen Bezirksausschuß zu umständlich crichien, wurde heschiossen, einen Vorstand zu ivählen. Es wurde» ge­wählt als Vertreter der schule» Hauvtlehrer Kuauß, für die Turnvereine Unipeisitälsickietär Erle und Kaufmann Fix, für die Sportvereine Tr. Schütz und H o s m a» », für die Rad­ial,rer Fabrikant L ö t t g e n , als Vertreter der Wasierivortoereinc iolk ein geeianeles Mitglied der Rudergesellschait vvn 1877 und als solcher für Wandersporlverciiic ein solcher des Wandervogels gewählt werben. 'Außerdem gehören dem Vorstand an der Bezirks-Ver rrauensmann und der Rechner, Bankdircktor H c ich c l h e i nt. Wei­ler wurde beschlossen, Fachausschüsse für die einzelnen 'Arten aller Leibesübungen zu bilden, deren Leitung den einzelnen zuständlgcn Vorstanbsmstgtiedciii selbständig obliegt. 'Alle Mit­glieder des Bezirksausschusses, der sich aus je einem Vertreter aller körperschaftlich angcichlonenen Vereine zuiammensctzt, solle am die einzelnen Fachausschüsse verteilt und ihnen io Gelegen­heit zur praktischen Mitarbeit gegeben werden. Ter Vorstand wurde beauftragt, Satzungen tür den Bezirk ausznarbeilen und diese in der nächsten Ausschußsitzung vorzulege». Für das Jahr 1914 wurden folgende Beranstalnmgcn beschlossen: I. ein Wald laut für Vcreinsmannschajten über zwei Kilometer am I. April. 2. ei» allgemeines Turn- und Sporiicst am Juli und 3. eilt großes Kriegsiviel zusammen mit dem Bezirk Gießen-Land am 27. September 1914. Zu dem 2. Hestischen Iugendtaa in Fried berg werden als Vertreter des Bezirks gewählt: Hauvtlebrer Knaiiß, Univeriitätssckretär Erle, Referendar Tr. Schütz und Kaufmann Petri

** Ein Gießener in die Fremdenlegion ucrs ch t e v v l. Zu der Verschleppung E o » r a d s tu die französische Fremdenlegion wird uns noch mitgeleitt: Eon­rad war seit dem 1. Avril 1913 in der Gießencr Filiale der Allgemeinen Elektrizimlsgesellschaft angestellt, allerdings niefit als Leiter und Ingenieur, als den sich Eonrad selbst ausgab, sondern er bekleidete einen kaufmännischen Posten. Vorher war er in ähnlicher Eigenschaft etwa ein Jahr lang in der A. E. W. zu Frankfurt a. M. tätig gewesen. Tic Gicßencr Stelle verließ er Mitte Januar und wurde seit der Zeit in einer L i m b u r g e r Firma als Lagerhalter be ­schäftigt. Seine Wohnung in Gießen hatte er trotzdem bei behallcn. Seine Eltern leben in Frankfurt a. M. Der Vater ist Eisenbahnbeamter. Die Familie lebt in guten Verhält­nissen. Conrad besitzt zwei Schwestern, --eine Verlobte stamnit nicht aus Schotten, wie uns irrtümlich mitgeteilt wurde, sondern sie ist eine Wirtstochter in L a u b n ch. lieber den Verbleib Conrads ist noch nichts Näheres sestgestellt worden.

"Schon wieder ein F r e m d c n I c g i o n ä r. Ein LLjähriger junger Mensch ans U c 11 e rs h a »s c n kehrte, nachdem er Weihnachten in der Heimat verlebt hatte, wieder nach dem rheinischen Industriegebiet zurück. Trotzdem er sonst immer pünktlich im Schreiben gewesen war, bekamen seine Angehörigen keine Nachricht. Dieser Tage kam mm ein Brief, in dem er initteiltc, daß er aus der Rückreise im Eiscnbahnzng zwischen Gießen und Köln plötzlich ein, g e s ch l a f e it und erst in Pari s z u r Besinnung ge kommen sei als F r e m d e n 1 c g i v n ä r. Mit einem anderen Deutschen sei er jedoch in eine« günstigen Augen­blick entwichen und bis S a a r l o u i W gekommen, wo ihn ein Gntspächter mit Kleidern versehen habe. Bon hier aus bar er um Gelb zur Rückreise.

** D i c Maul- und K l a n c n s c u ch e in Nieder Wöllstadt, Kreis Friedberg, ist erloschen. Das Groß-z Herzogtum ist somit zurzeit wieder seuchenfrci.

** Landwirts chastska ni mer für da s G r o ß - h erzogt» m He s s e n. Landwirtschaftliche Vonräge finden stall: Am Samstag, 7.März, abends 7> Uhr, in Cticr- Rp s bach im Gasthausc von Schlotttierll. über:Durch welche Maßnahmen gelangt man in der modernen Landwirt­schaft zu einer Erhöhung der Reinerträge?" lGroßh. Land- wirtschaftslehrcr Tr. Hossmann, Fricdberg.) Sonntag, 8.März, nachmittags 4 Uhr, in Lardenbach im Gast- Hause von Diehl über:Zweckmäßige Anwendung der na­türlichen und künstlichen Düngemittel". ekonomirrat Weitzel, Lich.l Dienstag, lkß. März, abends 8 Uhr, in Bingenheim im Gasthanse von Pipv über:Tic Be deutung der Fruchlsolge und ihre einschlägigen Snsleme". (Großh. Landwirlschastslehker Dr. Hofs mann, Fried- bcrg.)

Vom S I a d 1 1 h c a l c r wird uns geschrieben: Zu der Iranzöinckirn Ausiühruiig am Donnerstag ilc eloitrc von Emile Berhaew» werden im Thealcrburcan Prospekte mit dentsdicr Inhaltsangabe des Werkes gratis abgegeben. Zu der Austüh- rung von Earl Rößlers neuem Luftipicl am Freitag dürfte noch ei» 'Auszug ans einer Befprechung desBerliner Tageblattes" inlercsstcren:Was am meisten an diesem llntcrholtungsspielc

crireul, ist aber der iclre» gut gearbeitete Dialog. Gar zu wenige 'Autoren, die den Thealcrmarkt versorgen, bclwrrichcn ihn. Rößler Hai darin eine gcwiiie, mondäne, unauldriitgliche und doch gut belichtete Vornkhmlicit gewonnen. Er hat Wen­dlingen. die so gut sind, daß man nur vergnüglich lächelt, und nicht herausvlatzt vor Lachen. Da ist die Grinieioaldvilla einer reichen inngcn 'Witwe und Monte Carlo: die Klubltzille vor dein Zpicliaal Leicht ergibt sich in einem Lustspiel, was eine Grnnewaldvilla, eine junge Witwe und Monte Carlo mit­einander zu IU» haben: b» geben die Männer eben zu tu», jene, deren Sehnsucht nach Monte nicht minder groß ist als nach der reichen inngen Witwe Drei, vier Heiratsanträge kominen. Was sott manin ? Man enlitikhi. In Monte ein Vetter des ver­storbenen Mannes zu retten. Und eine junge Frau möchte sich zuweilen gern selbst ein bißchen verlieren Dar alles wird

nach dem SchachspielRösselsprung" genannt, weil die pp. kleine Baronin auch nur so ini Zickzack, statt geradeaus zu Ihrem längst bereiten Bankier kommt. Rößler aber ein geschickter Spieler und gewann wieder einmal die groß e Partie mit beim Publikum."

" Preußische Klasse nlolterie. Tie Erneuernnq der Lose zur 3. Klaße muß »oder Vorlegung des Borklassenloses bis »NI» 9. März, abeuds tz Ilhr, geschehen. 2luch müssen bis zu dein i-orerioähnlen Ternii» die Freilose gegen Rückgabe der gezogene» Lose in Emvsgitg genoninic» iverden. I» der 3. Klasse kominen insgeiaml 2 277 197 Mark zur Verlosung, darunter Hauptgewinne von Mk. OOO, Mk. 50 000, Mk. 30 0 0 usm.

* G n t er r e ch ts r c g ist er. Güterlren »>:» g haben vereinbart: Ludwig Wassnng, Bnreauvorstehcr, und Kalharino, geb. Schtvarh, in '»-'ainz.

** Kleine 9K ittcilnngen. Vor kurzem ertrank in der Fulda bei Sandlofs ein am Babnbau beschäftigter auslän­discher Arbeiter. Tie Leiche konnte noch nicht geborgen werben. Beim Abichlicßen des Tores wurde der Hoigntsverwaltcr S v c n g l e r zu R a » st a b I von seinem Stallichweizcr überfalle» und durüi Mcstcrßichc lebensgefährlich vcrlctzi. Ter Schweizer würbe verhastei

In der Luntvensorticranßall von Ignatz Berger in Ober ursel explodierte aus bislicr nicht ermittelten Ursachen eine Lokomobile. Tabci wurden zwei Llrbciter schwer verletzt.

In L o n d o r r stürzte bei- vierjährige Sohn des Genbarmeriewackn Meisters W c i tz beim Spielen in die Janchcgrube und ertrank.

Koulnrje in »rcste». Tas Konknrsvertahren über das Vermögen der Lob Schönberg 2ö,twe in 'Weiskirche» in Hebe» ist nach erfolgter'Abhaltung des Schlunlermins anigehobe» worden. Kreis Friedberg.

Hessische Iugcnühelfer Peresnigung.

Fricdberg, 3. März. Unsere Stadt steht henke und inor gen im Zeichen Jungdeutichlands lind der Jugendpflege Mtd In­gen,'bewegung. Eine Vortagung zu dem morgen stattfindenden zweite» Hessischen I u g e II d l. a g und der Mitglicdeiocr sammlung des Hessischen LandesverbandesI n n g -deutsch! and" hielt heute nachmittag bereits die Hessische I u g e n d h c l s c r - P c r e i n i g ii n g im Predigerseminar imtcv dem Vorsitz von Tirektor Tr. Ü Zchoell ab Die Tagung war aus dem ganzen Henenlande van Geistliche», Lehrern und Berussjugcndpslcgcrit bciucht. Ter Vorsitzende begrüßte die Mit glieder und Gäste, insbesondere auch den Vertreter des Konsistori »ms. Außer gcschästlichen Berichten befaßte jich die Tagesordnung mir zwei hochinrereiianlen Vorträgen. Zunächst sprach Hauptmann T e i ß - Butzbach überW a s r r e i b e n wir mit unserer Jugend im Gelände?" Ter Redner, der aus einer reichen, vraltischcn Erlahrung schöpilc, führte »ach allgemeinen Ei »lei tungen aus, daß die meisten der zum Militär Eintretenden >2 t c i s b e i r n n d u II g c w a II d t h e i t, Mangel an richtigem Sehe I und ei» sehr geringes B c o b a ch t n » g s und A u f f a s > u n g s v e r in ö g e n mitbringcn. Diese Mängel müssen schon vor dem Ein tritt ins Heer beseitigt werden. Ter Sleirhcit und llngewandthei! arbeiien^an, besten das Turn c n und Spielen entgegen, di, in der Turnhalle oder ans dem Turnplatz eifrig gepflegt werden müssen. Tabei sind besonders die Uebungen, die das eigentlich! Ueben im (tzeläudc vorberciten und unterstützen helfen, ganz be sonders zu beachten, lvie die verschiedenen Arten des 2 pringens. das llcberwindcn von Hindernisse» als angeivandtes Turnen, das Klettern an Stangen und Tau, Tauziehen: auch das Kriechen darf besonders geübt werden. Tie eigentlichen Hebungen im Ge lande haben dann zunächst den Mangel an rechtem Sehen zu be Pitigen: cs ist das Auge besonders zu üben. >r.<? es z. B. beim En t f er ii n n gss ch ä tz en gcichicht. Zur Bekämpsnug des Be obachtuilgsmdnqels sind dauernde Hinweise und Uebungen im Ge­lände zu euwsehleu. die sich z. B. aus das Kcunenlernen der Spürer von Mensche». Wagen, 'Autos beziehen: ferner darf an keinem Weg­weiser, an keinem Kilometerstein, an seiner Höhenmarke vorbcigc gangcu werde», ohne daß man deren 'Angaben gelgsen hat. 'Auch jedes lebende Wesen, die Feldbestellung und Waldkultur, das Wo hin und Woher des begegnenden Eisenbahnzuges, die üblichen Sig­nale der Cisenbabn Iisw. lind in den Kreis der Betrachtung zu ziehen. Knopen. Höben, Sättel, Senkungen nird andere nniiallendr Merkwürdigkeiten des Geländes find vor allem zu beachten. Tie Betrachtung dieser Bodeniormen bringt ganz von selbst aüt das Karte »lesen: dir billigen 'Ausgaben der Reichslarte, sogen. Generalstabskarlc, ermöglichen es heule, daß jeder Deutichc das betrcssende Blatt seines Heimalbezirkcs in .Händen haben kann. Ist man im Lesen dieser Karlen etwas weiter gekommen, dann läßt man die Jungen auch einfache Skizzen zeichnen. Diese üben das Orienticrungsvermögen >>»t> den Beobachtungssinn in liervorragei, del» Maße. Weiler ist dann das Spähen und K u n d l cha i ten. was das Patrouillieren beim Militär vorbereitet, durchzu nehmen. Dabei sind die Jungen frühzeitig zu erziehen, daß sie ctlvas melden, loenns zunächst auch nur ivas Negatives ist. Wenn alle diese Einzelheiten in gründlicher Einzel- und Gruppen ausbildung geübt sind, dann kann man den Jungen gewissermaßen als Belohnring mit einem G c l ä n d'e - o d c r F e l d s p i c t, welche Bezeichnungeli viel angebrachter als der übliche 'Ausdruck Kriegs- spiel seien, aufwarlcii, lvobci möglichst mehrere Ortsgrnppeil zu sannncn wirken sollen.

Tas Gelände spie,, das am besten mit einem 'Abkochen in Aluminiumkochgeschirrcn endet, ist nicht das wichtigste, die Hauviiache bleib! die Kleinarbeit, die gründliche Einzelausbil düng INI richtigen Sehen, Beobachten und 'Austassen als wertvolle Vorbereitung für den später» Dienst im Heere. Tie Geländespiele werden nur ab und zu als Llbschinß der Llusbildung ,'lnqeschdben. auch aus dem Grunde, um den Jungen einmal eine besondere Freude zu bereiten. '.Auch die II n i f o r ni i c r ü n g ist Nicht die Hauptsache, wie überhaupt die ganze so ernste Sache nick» in A e u ß e rli m k e i t e n au Sorten darr. Tie 'Aus tührungen von Hauvttnann .Teiß landen bei der Versammlung ein lebhaftes Echo und regten zu einer regen 2l u s s p r a ch e mr

Ten zweiten Bortrag hielt dann der Vorsitzende überHott nungen und He >» in » i s s c in der Jugendarbeit der Gegenwart". ?lls Tatsachen, die zu .Hosßnmigcn berechtigen, bczeichnete Jet Redner de» neuen Geist, der sich in dcr Jugcnd zu regen beginnt, das A u f w a ch c n von Staat und Gemeinde inbczug auf die Iugcndpilegcirage, ferner den F o r I i ch r , 11 l n d e r M e I h o d e der Jugendpflege. Diesen er - treulichen Zeichen stehen aber auch manche Gefahren gegenüber. ES sei mir an den stark um sich greifenden Radikatisnnis unter der (Jugend, an dos Schwinden der 'Autoritäten und an die Gefahr der Oberftächenkultur erinnert. An die von hohem Op timismus getragenen 'Ausführungen des Redners schloß sich eben falls eine iördeiiide Aussprache an, die noch mit manchem erfreu tichcm Ergebnis, aber auch mit mancher Enttäuschung ans dcr Praxis der Jugendpflege in Stadt und Land bekannt Machte. So konnte dann in der späten Nachririttagrftunde der Vorsitzende die sehr anregend und gewinndringend verlaufene Vcrsammlnng mit Worten des Tankes an alle Redner schließe».

'Als Einleitung des morgigen Iugendtagcs veranstaltele die Fricdberger Ortsgriippe von I n n g - T ent sch l a II d beuü' abend im dicht besetzten Saalban dann noch einenI u g c » da b c n d", wobei alle Korvoraiioilen, die der Ortsgruppe angehörcn, mit- wirkten.

Tas Plilitärkurhaus zu Bad-Nauheim.

In letzter Zeit gingen eine Reihe von teils ungenauen, teils ialsche» Nachrichten über das Milttärkurhmis in Bad-Naubciii» durch die Presse Hessens. Beispielsweise hieß es in Berichten, daß meistens 2 üdwestatdrika»er weilen, während in Wirklichkeit nur einer zurzeit dort lvar. Ebenfalls entbehrt die Meldung von der Erbauung eines zweiten Militärkurhouics jeglicher Begrün­dung. Ii» Interesse der Sache beauftragten wir daher unseren Bad-Nauheimcr Mitarbeiter, uns a»i Grund persönlicher In sormationen einen genauen Bericht zur Beriügung zu stellen Er schreibt:

.-tz Bad Nauheim, 4. Mörz. Zu den Kuranstalten, die «eiten Krciicn der 'Allgemeinheit zugute kommen, zählt auch unser Rilitärkurhaus, eine Anstalt, wie ähnliche noch 4 oder.» im Gebiet des Deutlchen Reiches errichtet wurden. Das Bad-