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foF v~'Tnrc ?s.lvs."'5t lingen Tonen sich aber b"niÜ5cr nicht M'ich^n. Wn- lmtvit uns! aber in Luxemburg durch die Tarifermässiflimg lcbl»af Sumputbren erworben, da Luxemburg daran teil nimmt, ohne enie Mark ^n---gaben zu ssabcn. Das bedeutet nach jeder Ainnctit einen großen Gewinn für die luxemburgische Industrie. Storni: Inr.u irb die Haltung der preußischen Staatsregicrung rerbtfertig.il. Ich kann icht wobl schlietzeu, weil ich überzeugt bin. d'i; rch noch o-fter Gelc^nbeit haben werde, mit dem hoben Hanfe über diese Kragen zu verhandeln. (Heiterkeit und Beifall.)

Elsass-Iothnngi scher Bmrdesratsbevollnwchtigter Dr. Robis:

In der Krage iet Äoselkanalisicrung bestehen Meinungs­verschiedenheiten zwischen der preußischen und der clsäs- sischen Legierung. Jede elsässische Regierung muss für die Kanali­sierung der Mosel cintreten, well die natürlichen Verhältnisse dcS Landes eS erfordern. Auch der neue Staatssekretär für Elsoss- Lothr i'.gen. Graf Rodern, hat schon Gelegenheit gehabt, diesen Standpunkt zu vertreten. Die Loyalität vcrlallgr allerdings an* uerkennri'. dass die ablehnenden Gründe der preussischen Regierung urch.ni» schwerwiegender Natur sind und dass' die Durchführung des Projektes nur möglich wäre durch grosse Opfer der preussifchrn Regierung. Trotzten, Possen wir. dass das Projekt schließlich zu­stande komme", wird und gründen unsere Hoffnung darauf, dass der preußische Staat gewohnt ist nach dem vornehmen Grundsatz zu hande.n no bl esse oblige (Gelächter b. d. Soz.). Ich kenne den prciißischen Staat in dieser Richtung vielleicht besser als Sie und bon'e. dass er seinem Grundsatz treu ble^n wird.

Wir bedauern den Widerstand der prenssifchen Regierung um so mein. ,'15 b:e Krage der Moselkaualifisrnng nicht nur wirt- schaftlicher, sondern auch nationaler Natur .ft. Hier liegt e,n Kall bar. kro da' ganze El'ass zu einem engeren Anschluss an dar übrige Deutsche Reich gebracht ivcrdeu kann. Wird die K'ana- lifrcrm^g nicht durclMfüb'.t. so entsteht die Gefahr, dass die In- (ustrie. d,e den Wasseranschluss haben muß. ihn auf anderem Wege sucht, und zioar durch Anschluss an das französische Kanalnetz. Ich habe bieic Gelegenheit mit Vergnügen ergriffen, um an das Hans die vütc zn richten: Helsen Sie mit. Elsaß-Lothringen wir!»

ichastlich zn machen. Es ist der beste und sicherste und vielleicht oer einzige Weg. dieser schöne und reiche Land dauern- mit dem deutsche:'. Vatrrlande zu verschmelzen. (Beifall.)

Abg. (^ossmann (Zentr.)i

Tie ^ohl der Anhänger der Kanalisierung loäaiil ständig. Die Befürchlungen wegen der Abwanderung und übertrieben. Die Frachtermäßigungen. die man jetzt der Industrie zugute kommen lässt, sind zwar sehr dankenswert, aber gegenüber der Frachtenverdilligung, die durch eine Kanalisierung herbcigefuhrt würde, bedeuten sic gar nicht». Wir im Mosclgebict zahlen auch Steuern, wir wollen mehr berücksichtigt werden.

Abg. Dr. Oertel (Kons.):

Ter e l s a ss - l o t h r i n g i s ch e Vertreter sprach die Erwartung aus. daß Preußen sich auch in dieser Frage an den Grundsatznoblessc obligc' halten werde. DaZ ist entweder etwas selbstverständliches, dann sagt man eS nicht. Oder es soll eine pewissc Mahnung sein. Das bedauere ich. ES handelt sich hier tim keine parteipolitische Frage, sondern um wichtige Volks- wirtschaftliche Erwägungen. Die Darlegungen des Ministers waren, valllommen einlvandfr-i und überzeugend. Das möchte ich dem e l saß« lothringischen Vertreter zur ge­bührenden Beachtung empfehlen. (Sehr gut! rechts. Un­ruhe links und bei den Elsässern.)

Abg. Schass (Elsässer) empfiehlt nochmals die Kanalisierung.

Abg Lededvur (Soz.):

D: Oertel fühlte sich wieder einmal bemüßigt. sich als

Zensor a n f z u s p i e l e n. Er Hot in dieser Bezieh,urg schon einmal eine Gastrolle gegeben. Damals suchte er dein Staats, sekre:är Sols den Zplinderhut aufzubügeln.

>Heiterkeit ) ES ist psychologisch interessant, daß Dr. Oertel jetzt, seitdem er in einem preußischen Wahlkreise gewählt ist, hier immer als preußischer Pnrtikularist mit schwarz-weißer Weste cmftrilt. sHeitcrkcit.^ Er ist ja nur periodenweise im Reichstag. Aber wenn er in Sachsen einmal gewählt würde,, würde er wobt in grün-weißer Weste sich zeigen. (Heiterkeit.) Ich bof'e. daß der elsaß-lothringische Ver^eter sich aus der Mahnung Tr. Ocrtcls nichts inachen wird.

Damit schließt diese Aussprache.

Die Petitionen werden erledigt.

Damit ist der Etat der Reichseisenbahnen erledigt.

Das Haus vertagt sich.

Montag 2 Uhr: Petitionen, DesoldnugSnoveNe, Poftekt, Post, scheckgefeh.

Schluß >4 Uhr.

Die Automobile und die hessische Zweite ttammer.

Zu unserem Bericht über die Sitzung der hessischen Zweite» Hnninicr vom letzten Freitag tvollen loir heute noch eine etwas ausführlichere Darstellung der interessanten Aussprache hinzufügen, die sich über den Automobilvcrk.hr entspann -

Bei Puiill der Tagesordnung, den Antrag der Abgcord- neicn Leun und Fenchel, die Verordn,lg über.den Verkehr mit .HinitkibvjfMBcn bei ressend, nuroidrltc sich eine ausgedehnte Aulo- mobildeholte, Ter Ausschuß hatte beantragt, den Antrag Leun- Fenchel für erledigt zn erkläre» im .Hinblick daraui, dag im Bundcsiat eine Acndernng der Bestimmungen über den Automobil- vrrtebr r arbereiiei werde.

Abg. Sicun führte eine Besprechung seines Antrages berbei und legte bar. daß der Antrag bezwecke die bessere üciinelich- urachung der Automobile, welche häutig nicht testzustellen seien, weil die an, Hinteren Ende des Wagens angebrachte Nummer in viel-» Fällen nicht gelesen werde» könne, Sein Antrag bezwecke, das; ifillicnr Nummern augebrachk würde», etwa am Vordeck des Wagens, ähnlich wie hei Siraßcnbalmwagen. Er führte aus, das, die Automobile öäuiig mit grober Geschwindigkeit durch dir Torsichaitcn rasten und dast die SichrrheitSorzane in der Lage sein inüßtcn, die Identität der Wagen fcftzustellen, ES werde behanvtet, hast die Chan!,'eure häntig das (Mai, unter welchem die Wage»,lununcr angebrach! sei, verschmierten, daniit diese nicht leserlich erscheine.

Abg. Grüncwald bezeichne« de» Antrag als unpraktisch, tveil vi-; weniger leicht eine seitlich angebrachte Nummer gelcser» werden lönne. da der Wagen rasch am Auge vorüberglcitc, während sich in der Längsrichtung von hinten gesehen hie Nummer, wie sie gegenwärtig angebracht lei, länger dein Äuge darbietc. Es be- Itünden auch technische Schwierigkeiten hinsichtlich der Anbringung und rsclenchinnq solcher an den Wagensciien angebrachte» großen Schilde,. ,So sehr er übrigens mißbillige das rasche und rücklichis- loie sadern mancher Automobile und so streng gegen diele die Straivorschristen inncgchaltcn werden mühten, so müsse er doch daran' Hinweisen, das, die Schuld an Ilnglückställci, in vielen sötten nicht a» den Leuker» der Automobile, sondern au der (Gleichgültigkeit der Lenker anderer Fuhrwerke und der antomobtt- leiudlichen Gesmnung in manchen Bevölkerungstcilen liege, Es fei dringend notwendig, "Hi? die cholizcilichrn Borichristcn übcr de» Fudrwcrlsverkebr auf den ösjenilichen Ttrapen znianimen- gestellt, revidiert und vereinheitlicht würde», ^jn manchen Tori - schaticu benähme die jugendliche Bevölkennig sich ansterordemlich ungezogen, die Automobile würde» angebrülli. cs werde mit Zieinei, und>mu»ach ihnen geworlrn, und von iolckren Nab- beiten ist zu weiteren (rzzeslen, gefährlichen Attentaten aui die Automobile, wie sie in letzter Feit wiederholt vorgckonimcn seien, kein weiter Weg. Die automobilieindliche ttlesinnung der Be- vSllerung düric unter keinen Umständen durch die Perwaliungs- behörden und durch die Rechtsprechung der (»erichtk bestärkt werden, cs müsse absolut gercchi und objektiv veriahreu werde», und es müsse ciiigrschriticn werden sowohl gegen die rücksichtslose» Auto- inobillenkrr, wie gegen Fuhrleute und midcre Personen, die beim

Perkchr auf der 2tr»tze iu vorschristswidriger Weise sich benähmen. Tas Anlomobil sei ein wichtiger Faktor unseres Verkehrsntz niere, Volkswirtschaft, es tonne nicht mehr beseitigt und jeinr kristentberechtiaung müsse in vollem Maste beachtet werden. Bereits hätle in, üleqicrnngsbezirk Wiesbaden die Behörde in diesem Linne Tteilung nehmen müssen. Tie Behörden und die Lehrer leien gnaewiejen, aus die Fngeitd einznwirke», und die Borschritien !ü> die FuhrwerkSlciiker seien cingeschärst. Bei uns bestehe viel- laöi die Meinung, als wann bestimmte gesetzliche Borschnsteil in letzterer Hinsicht gar nicht bestünden. Vielfach treten Klagen hervor, dast die Fuhrleute a»! ihren Wagen schliefen, bah die Fuhrwerke »nr Nachizrit nicht beleuchtet seien, dast sie den Kraltsahr,enger, absichtlich nicht answiche und dergleichen mehr, lstinc Reihe von ichwcrcn llnalückssätten sei ans solche tzondlungsweiie zurückzu- s,ihren. Was die Fnhrordnnnq betreffe, ,'v sei er der Ansicht, da» das Ucberholen von Links richtig sei, weil der Fuhrmann, wen» er das Auionwbil von hinic» kommend gewahre, von links an seine Pferde berantretc, dieselben nach rechts drücke oder lenke, und so das Borbeisahren des Kraftwagens ermögliche.

Ministerialrat Hölzinger erwiderte, dast die Regierung die bezüglichen, für den Fnhrwerlsvcrkchr geltend,'» Bestimmungen tviederhalt habe bekannt mache» und rinsclwrsen lassen, und daß sie ans dem Tiandviinkt stehe, es müsse darans gebalten werden, dast atle an den. Perkehr aus öffentlichen Straßen Betriligten die. gesetzliche» Barschristen streng beorbten.

tttege» die .Anssührungen des Abg. (strünewald erhob sich eine beslige Bewegung unter de» Abgeordneten aus ländlichen Tistrilten. Tic Abgeordneten Wolf- Stadecken, tz a u ck - Schaafheim. Len»' Großen-Lindc!,, B r e i d e n b e. ch - Torheit», T o r s ch - Wöltersbein, wandkcn sich teilweise mit heftige» Worten gegen de» Redner, indein sic aussührten, dast es höchstens cinmal in ganz vereinzelten Fällen ziiteeffc, drst ein Landwirt die Schuld an einen, Ilnstiile trage. Tas rasende Fahren der Automobile ml! ihre» Insassen,vcrnn,mmte Faschingsaestalten", wie der Abg. Dorsch die Antomobiliahrer nannte, belästigten die Bevölkerung in emptindlichster Weise, die Borschrffien würden nicht brachtet, auch in den Tors,'chatten werde das vorgeschriebcne Tempo nicht eingchalien: die ländlichen Fuhrwerke seien vielfach gar nicht in der Lage ansznweichen vnd eine Feststellung, woher das Automobil komme, welche Nummer eg trage, sei in den meisten Fällen nick! möglich. Der Antrag Leun-Fenchel entsvrechc einem dringenden Bedürfnis, cs inühten große ikiilichr Schilder an den Kraffwagen angebracht werde», welch; die Nnmmerbezeichnung irüqen. Tie Bevölkerung sei nicht auiomobilseindlich, sondern die Verstimmung, die vielsach bestehe, sei allein znrückznsnhre» ans das rückiichts- losc Verhalten der Anton,obillenker, gegen welche die Kreisämter nicht energisch gcmig einschriiteii.

Abg. Leu» führte noch besonders ans, dast Abg ffsrüne- nald offenbar seinen Antrag nicht verstanden habe, der doch lediglich lwzwecke, auch im Intereiie der Antomobiliahrer, dast ihre Wagen deutlich kenntlich gemach! würden, technische Schwie­rigkeiten bestünden in dieser Richtung nicht, Abg. Dorsch wies aui die entietzlichcn (öeräniche hin, welche durch die Automobile verursacht würden und die geeignet seien, das tKcbör »» ver­letzen. Abg. Fenchel erzählt von einem Falle, in dem ein Lcichenzug gestört worden sei durch ein rückffchtölos vorüb-r- fahrendes Automobil. Abg. K o r e l l »Nteder-Iugelheim be­merkte, dast er die Tendenz des Aittrags Leun-Fenchel nicht mistbilligen wolle und das, in der Tai vielfach rücksichtslos von de» Auioinobilsahiern gelwndeli Iverde, an seiner Wohnung >» Nieder Ingelheim sübre» täglich etwa loO Automobile vorbei, die die Ruhe und Sicherheit onsterordrnilich störte,,.

Nachdem Ministerialrat Hölzinger nuederholi auf die ge­setzlichen Bestimmungen hingewiesen lind nach der Behauptung einiger Redner, daß die Bestimmungen unpraktisch und Vom grünen Tisch aus gemocht seien, erwiderte Abg. Grüne Iva Id, daß er von seinen Gegnern ganz falsch verstarchk» sei. Ter In­halt seiner Worte sei nicht geugnei gennsen, den Siurn,, der sich erhoben habe, zu enisesselu, sonder» gerade die antomobilseind-- l,chc T i i NI I» I, » g , die sich gegen jede» wende, der auch nur Gerechtigkeit für die Automobile verlange, sei es, die aus den Aussntzrungen der lonoliche» Abgeordneten beransteuchte Er bade kein .Wotl gegen die Landwirte, sondern von den Fuhrleuten, Reiter», Radfahrer,I, Biedtransvorie» usw. und van der Be­völkerung einzelner LandeStellc im allgemeinen gelprachen. Er habe nicht die Answncbie des Antonlabilwesens gnlgeheisten, son­dern ats schärfste mißbilligl, er habe lediglich verlangt, iwg man nicht einseitig gegen die Aiiiomobilc vorgehe, daß »ton nicht in gelährlicher Weise die atiioinobilteindliche GkiinnnNg bestärke und vertiefe, sondern daß man gleichmäßige gerechte vandbobung der Borichrüten fordere, Tie bnndesstaottichei, VcrorimilNgrii feie» revisionsbcdürstia. aber auch in brr Ritbtting, ob jie Ttirfit hier und da zu scharf seien und Unmögliches verlangen. Den Antrag Lei», Fenchel halte ec »ach wie vor iür iechnilch nndnrchiührbar Ten Abg. Dorsch Holze er für robuster gehalten, als dast sein Ge­bär leiden könne in Folge twr Aittomobilaeränschc, »ein Pariei- ireund Korell, defse» klares ilrieit er sonst ichätze, sei i» seiner Ansicht ei» loenig beeinflustl durch die Bklästiaungen. die affcr- dings wohl die 1,'ztt Automobile sür iin> mit sich brächten. Denn er de» Antrag Leun-Fenchel nicht verstanden haben sollte, io liege dies offenbar nicht an dem Antrag und an den Antragstellern, denn der Antrag gehe von einfachen Gedanken aus. sein, des Red­ners, Beriiand müfse IN diekcm Falle von, Benzindamvi derartig uninebelt sein, daß er so einfachen Gedankengänge»ich, zu folgen vermöge. Komplizierter lei schon die Ausführung des Gedontens, er könne sichich! vorsiellcn, wie die Lean'schei, Scltenschilder anqebrgchiNb beleuchtet werden sollten.

Ans Rrichstagsausichüßkn.

Berlin, 28, Fcbr.

In, Bu d g c i a us s ch u ß teilte die Regierung lwnie beim Boranschlag sür Ostasrika mit, daß die Iür die Bahn- und ldasenanlageii i» K i g o m o notwendigen Grundstücke bereits er­worben seien. Ein Kreditinstitut snr Ostasrika könne augen­blicklich kaum in Frage koinnien. Tic Schisibannachnng des Rnridsi werde wohl möglich sein, aber vermutlich 8 bis 7 Millionen Mark koste». Bei der Forderung von IOOOOO Mark zur Sa n ierUIIg von T g r - es T a l a a »I wurde von einem Rtjtgliedc die Fn» anfvruchnahme der Koni»,ne für diese Tun,me gefordert, die Position aber schlicstlich doch bewilligt. Bei der Forderung iür die Eiienbabnerlundung äußerte ein Zeulrumo-miiglied Be­denken, ob nicht ein zu raiches Temsw der Bahnbaittcn die Kolonie z» sehr belaste, Slaatssekreiär Tr. Sols erklärte die Forderung für notwendig, fügte aber hinzu, daß auch er daran denke, jetzt eine Ruhepause ein treten zu lassen.

Pon eine», andere» Fentrumsmitgliedc und Vertreter» der übrigen bürgerlichen Parteien wurde die Position sür sehr weri- »ol, erachtet gerade im Hinblick auf die bisherigen schlechten Ec- sahrungen mit »»zweck,ästiger Limensührung. Tie Forderung wurde schließlich mit großer Mehrheit angenommen. Eine längere Erörterung rief der Zuschuß für die Tigibal,» hervor. Sozial- deniokraten und :',e»lrul erklärten es für unzuläsiig, ein bantbrottes Unternehmen mit Rechtsmitteln zn nnterstntzen, , nährend von anderer Seile ans da« allgemeine Interei,c an der Erhaltung der Bah» vinaewieiei, wurde. Ter Staatssekretär und »nterstaats- sekretär Hoden die Bcdentnng der Baku für das laichunrischafflichc Institut von Amani hervor. Ter A,lösch,m beschloß gegen die Konservative», Nationollcheralen und Fortschrittler, den Zu­schuß abziilehnen und dafür die Summe zun, Zwecke des Weiterbaues bn llsambarahahn eventuell auch «Ür oen A » kaut der Sigibnh» verwenden >II lasten. Tie Beratung der A r I, s >h a b a h n gab der Sozialdemokralie wieder Gelegenheit zur Einleit,»zg einer längere» Erörterung von Arbcitcrirageir. Tie Forderung für die Aruschgbahn wurde dann gegen die Sozial­demokraten bewilligt.

Arbritrrbtw-

Solingen, 28, Febr. Eine gestrige Verla,»mlung der Wasseiiarbeiter des Iudnstriearbcuerperbande-, an der auch iitte,- cfiiertc Mitglieder des Meiallarbeiterveibaiides ieilnahme», be­schloß, über die Wassens,ibrik E, ^Eickborn die Sperre zu

verhängen, weil die Fabrik Wassenteile von auswärts bezieht. Ter Arbeitgeberverlmnd der Solinger Wassenindllstrie stellte de,' Arbeitern eine Frist, bis zum Dienstag morgens 10 Uhr, bis zu der sic aus den Ansstanö verzichten sollen, widrigenfalls sämt­liche Arbeiter der Solinger W g f s e » i n d u st r i c, ins­gesamt gegen 1000, ausgesvcrrt werden sollen.

Leipzig, 28. Fcbr. Tic hiesigen K r a s i d r o s ch kc n - s ü h r c r sind lzeutc früh in den Ausstand getreten, da ihze Forderungen aus Berbeffermig ihrer Löhne ,,d Arheiisverhälinisse, insbesondere eine Erhöhung des Brozentzuichlages vo» den Ar beitgebern nicht erfüllt worben sind. In, Hinblick aus den heitt- beginnenden Meßvcrkchr dürste sich der Ansstand besonders fühl bar »lachen.

vereinrnKchrichten.

Tic Wan bekriege bcS Turnvereins v 184G lu< wie inan uns schreibt, am vergangenen Samstag im Ve> kiimnilal zusammen gekonimen, um ihr ciniahrlges Bestehen zn feiern. Tie Abteilung, die es sich zurAufgabe macht, die Liebe zur Natur und zum B,iierlanbc zu heben, hal denn auch, »oie der Ighiesbericht ergab, ganz DcachlenSwerics erzielt, llnter- nommen imirde» 30 Wanderungen, darunlrr 6 TageStoure», mit zusammen »98 Kilometern bei 253 Teilnehmern. An, inter- effantesten und zugleich beschwerlichsten war die am Nenjahrs tag bei schneidender Kälte lind ungeheuren Schnccmoffcn Unter­nommene Wanderungach Hohensolms, wobei 28 Kilometer zurückqclegt wurden. Auch die NN, 18. Januar, ebenfalls bei hohen Sckmcemaffcn auSgesührie Wanderung nach dem Hohe rodskovi mit seine» w.inderbaren winterliche» Reizen, wird den Teilnehmern i» steter Erinnerung bleiben. Daß gerade das Wan­dern als ein wertvoller Rest aus alten Zeiten in die unsere hcreinragi, daß es Herz und Lunge weitet, die Hand saustfest, und die Beine stimmig machf, und gerade für die Jugend ei» wahres Kleinod birgt, das wir» leider noch zu wenig br­achtet. R.

Prin ^-Heinrich-Fing,

M a i lt 5 , 1. März. Bei einer l,cute hier von voriniiiags ll> Uhr bis abends 6 Uhr unter Vorsitz des Ojencrallentnants G ä de - Frciburg i. B abqehaltencn Bcrtretervrrsammlunst der Südwcstgruppe des Deutschen Lnftsahrcr-Berbandcs wurde die Mitteilung gemacht, daß zum Prinz»Hcinrich-Nug 1014 heute, am ersten Neirnunasickge, bereits die Höchstzahl der Teilnehmer von den Zivilsliegern überschritten ist, in­dem 2-t Nennungen von Flugzeugen in Privaileesitz abge­geben wurden. Für den Flug, z» deni der Nennnngsbeginn der 1. März und Nennungsschkuß der 15. März ist, werden höchstens 20 .Offiziere und 20 Zivilflicgcr zugelasscn. Ver­schiedene Firmen haben zwei oder drei Flugzeuge gemel­det. Von jedem Flugzcu-gbcsitzcr wird zunächst in der Reihensvlge des Eingangs der Anmeldungen ein Flugzeug zngclassen und, wenn hiermit die Zahl der 20 Flugzeuge nicht erreicht ist, ein zweites oder drittes Flugzeug usw.

M an n h eim, 28. Febr. Tas Militärluftschtsf2. L. 2" unternahm heute vormittag l l Uhr seine erste Werkstätten- fahrt. Das Schiss ist in seinen Abmessungen größer als das erste Modell. Es hat vier Maschinengondeln mit vier Pro­pellern und vorne eine Führergondel, während das alte nur ^wei Propeller hatte. Um 11,20 Uhr kreuzte das Lnftschifs in guter Fahrt und beträchtlicher Höhe über Mannheim und landete um 11.40 Uhr wieder vor der Halle.

verntischter.

^ Ein Doppel in o r d Ans P o t sd a »t, 28. Febr , meldet ei» Pribattelegramm i Zwei Fronen ans Nowatoes, welche sich gestern in den Wald begeben holten, um Holz z» suchen, wurden heute mittag mit Kratzwunden im Ge,'ich, und durchschnit­tener Kehle in der Nähe des Tenfelssers toi ansgesunden. Ter Tod wurde im Anschluß u» ein Sitilicki'ciisverbreckien be­gangen. Bon den Mördern fehlt jede Spur. Es ist gnzunehmcn, daß die be>den Frauen offenbar mit einen, Knubbel erschlagen worden such. Bei Frau Schwark, die augenscheinlich hinterrücks getroffen wurde, muß der Tob sofort cinoetzreten sein. Dagegen bat zwischen Frau Witte und dem Täter anscheinend ein knrzci- Kamtzf st-iigcinnden, denn ein mit Holz gefüllter Tragsorb lag nmgestnrzt am Boden. In der Nähe der Mordstellc Zvurde eine Touristcnmützc gcfimdc». Ein Polizeihund ist. auf die Spur gesetzt worden, doch sind die Tircisen einstweilen ergebnislos Tie Frau deS Böttchers Wittens die Frau des Arbeiters Schwärt aus Nowawcs begaben sich mit einem kleinen Handwagen gestern in den Potsdamer Forst, um Holz zu sammeln. Als am Abend die Ebemänner die beiden Franc» vergeblich erivaricien, wurde der Forst sofort mit Unterstützung esnigcr Männer abgefnchr. Tie Streife blieb erfolglos. Erst heute gegen Mittag wurden beide -Frauen toi mit durchschnittener Kehle und mit Krapwnnden in, Gesicht in der Nähe des Tevfclssecs bei Potsdam ausgefunden. Die Tat wurde in, 2ln,'ckilnß gn ein Sittlichkeitsverbrerkien begangen. Bis zur Stunde ,'ehlt von den Mördern jede Spur. Tie Stelle, an der die ermordctcn Frauen nusgeiundeil lvnrdcn, beilnoet sich ganz in der Nähe des Ortes, lvo int März 1900 der Gislmörder Iänicke die Näherin Berger ans Berlin niittcls eine? sog. Zauber­trankes vergiftete. Ter Regierungspräsident von Potsdam ha, für die Ernnttelnng des oder der Täter bei den, Toppelmvrd in dem Potsdamer Forst eine Belohnung von 1000 Mark ausgesetzt.

* Aus Scham. Aus Dessau wirß gemeldet: Zu einem Walde m der Nähe der Stadt lvlirden gestern der 13 Jahre alte Waisenknabe Mar Lange -erhängt ausgesundeu. Von der Mutter eines lfi Jahre alten Mädchens waren ihm Vor- lvürfc gemacht lvorden, daß er sich an dem Kinoe vergangen habe. Der Knabe stellte dies ctitschieden in Abrede. Er soll sich aber aus Scham über üble Nachrede erhängt haben.

E i ii K a s s e ii s ch r a ii k g e st o h l e n Aus de,»Schloß des (»rasen Desidcri bei P i o m b i o wurde gestern nacktt während eines furchtbaren EüdtvesistnrmeS der schlcker'e Kai - senschrank der G-utsberwaltung gestohlen und im Wälde er­brochen. Den Dieben siel etwä eine Viertclmilkion Mark in die Hände.

* Der Eltern mörder Wart iit in Paris wurde bis in die späte Nacht hinein zahlreichen Zeugen gegenüber- gestellt und einein neuen Verhör unterzogen. Er gestand, das entsetzliche Verbrechen verübi zu haben, um frei zu sein und mit Weibern ein lustiges Leben führen zu können. Er wurde nach Paris gebrackst. Tie Gendarmerie inußte große Vor­kehrungen treffen, um ihn vor der Wut der Menge zu schützen.

* Bei einem wis s e » s ch a s t l i ch r n Versuch g e st o r b e i, Aus Calcutta, 28. Februar, wird gemeldet: Der australische Gelehrte Dr, Fox, der kürzlich vor Vertreter,; der Wissenschaft sein Gegen gift gegen Schlangen­biss r vvrführte, ist heute nach einer praktischen Vorfüh­rung seines Mittels im Zoologiscben Garden gestorben. Er hmr von einer (tziftschlauge an fünf Stellen in die Hand gebissen worden. Fox, de, sich öfters von Giftschlangen hatte beißen lassen, um die Wirkung eines Antitoxin vorzu» ,ührcn, mochte an vier Giststellcn Einschnitte, übersah ober die sünstc. Am späten Nachmittag zeigten sich die Bergif- tungserscheinunaen. Als inan die Bißstelle entdeckte, war cs jedoch zu spät, da das Antitoxin nur wirkt, wenn e? nn- mittelbar nach dem Biß angewandt wird.