2l*$ tat ReichslagraitrschSfien.
"Berlin. 27. Febr.
Der Bndqetansschuß beschäftigte sich heute mit dem Bor anüblag sstr O stas r ika , und zwar zunächst mit der Frage der .Haussklaverci. Ein Zenlrumsrnitglied hätte we- nigsten« die Festlegung des Frcikaufvreises gewünscht, um ein Steigen der Preise und damit die Erschwerung des Frei- kairks zu Verbindern. Ein Nationalliberaler wünschte -war auch einen stärkeren Druck aus die allmähliche Abschaffung der haussklavcrei, hielt aber die Festsetzung eines bestimmten Termins für die völlige Abschaffung für gesährlich Auch der Staatssekretär erklärte, die Bcrantwortung für die Abschaffung bis zu einem bcstiminten Termin nicht übernehmen z» können. Die Reise des Kronprinzen in die Äolo- nien wurde allerseits freudig begrüßt. Die weitere Erörte-« riing drehte sich wieder um die Eingeborenensragc. Der Staatssekretär saate wiederholt zu. alles, was in seiner Macht stehe, zur Bekäniviung der Eingeborenenkrankheitcn zu tun. Die Erfolge mit Salvarsan in den Schutzgebieten seien sehr gut! Ungünstige Einwirkungen sind nicht scstgestcllt worden.
Im Lcuchtölausschuß unterhielt man sich heute über die Zukunft des Leuchräls infolge der Fortschritte von Gas und Elektrizität. Mit deni Rückgänge des Verbrauchs rechnet auch die Regierung. Ein Zentrumsmitglicd führte aus. die Sache sei mehr und inehr zu einer Frage eines Treibölmonovols geworden Man sollte doch eilt startellge- setz schassen und die Einfuhr für die einzelnen Gesellschaften konliiigcntieren. Ein .Hochdrücken der Preise durch die Standard Oil Comvaiiv sei in Deutschland wegen der Konkurrenz von Gas und Elektrizität nicht möglich. Ein Vertreter des Kriegtministers beiouic, dag der Donauweg im Ernstfälle für »ns in Anbetracht der Bündnisse und Machtverhältnisse sicherer sei. als etwa der Seeweg.
Der Gewcrbcordnuu gsausschuß lehnte es heute ab. G c in ü s e - u ii d B l u in e n s a m e n dem .Hausierhandel zu entziehen, nahm vielmehr eine Entschließung des Fortschrittlers v Patzer an. die vorschrcibt, daß der Hausierhandel mit Täinereic» gestattet sein soll, wenn sie sich in geschlossenen Behältnissen befinden, auf denen die Menge, die Art und das Alter der Sämereien sowie die Adresse des h-auiierers angegeben ist. Ein sozialdemokratischer Antrag, der Bijouterien und Schmucksachen im Werte von unter I Mk. dem Hausierhandel sreigebeu will, wurde abgelehnt.
für alle Teilnehmerinnen von großem Nutzen sein: sie vermitteln Kenntnis und manische Fertigkeiten, durch die nch die Teilnehmerinnen, mich abgesehen non jedem Knea und seiner Aot. >m alltäglichen bürgerlichen Leben. in der ch-ni'!ieoder sonstwn sich und ihren Nebcnmemchen durch Rat uud Beistand, nützlich erweisen können. Ter Aiiee-Frauenverein lue slraiikcnvttege vc- lrachlet es bckauniiich als seine vornehmne Aickgabe, Beruislranreii- vllegerinnen auszubildc» und a,Hüstelten xa die -l">le>>uugs-, che halt»- und Pensionsverhaltnisic der Schwestern de» .Utes. FrauenverttnS recht günstig sind und sich gegenmottig NN Mangel an Schloestern bemcnbor mack,, io ist hier Frauen und Mädchen eine passende Gelegcnheu zur Erlangung einer l^werbstteltung gc- geben. Nähere Auskunft imrd die Vereinsvorlitzende Frau Geh. Justizral Gebhardt. Bergstraße 3, gern erteilen.
** Xer Verein für Sterbeunterstützung zu Gießen bäli am-Samstag, abends 8>'» Uhr, innc .paiiDt6,-rißtnm« wng im Felsenkeller-Saal. BaKnho'stratze.ob Es ist ialgende Tagesordimna ausgestelll ivorden: I. Grlckimt--- undi staneilbcrichr 2. Festsetzung der Stcrbc-Untcrltutzung. 3. Neuwahl 0e» Borltandcs und Ausjichisratcs. 4. Verschiedenes. ,
** Freidenkcr - Vcrer»lgung. Mo» schreibt uns. Tr Bruno Wille aus Ariedlickwhagcn. der Dichter der „Oiicn- barungen des Waehholdcrbaumcs" und der ..Abendburg . die ihm den Säntlerpreis und den Reclampreis cmtrugcn, lpiucht am Montag abend in der -»esigen Fre>drn!er-Brre,n,gung. iNäheres liehe Fnseraienteil > — Bruno Wille ist eine t,ei religiöse Natur, ein geistiger Führer der deulscknm Freidenter-Bcwegung. wo er dir idealiiiiich-monistische Auslassung vertritt. Bekannt ist er Nicht uur ourä' seine zahlreichen Werte, sonkuun auch als Mitbegründer der Freien Bottsbühne" und der „Freien «ocknchule in Berlin sowie der Sagenhalle zu Schreibrrdau. Schon öiters Ivrach er hier in der Freidenker-Vereinigung und keiirlte leine zahlreichen Zuhörer durch seine ticssinnioen und geistreichen Ausiuhrunacu. Jntercsiieren wird es mich, daß im vergangenen ^ahre ein «tu» Dent der hiesiacn Alma matea sich den Doklorhut erwarb durch
eine Arbeit: „Bruno Wille als Philoiohh".
*» G ü t c r r e ch ts r c g i lt cr. Metzgern,elfter Michael Rno- laus Laren, »nd dessen Ehefrau Franziska Pauiinc ged. Bäth in Eppcr shauscn haben Errungcuschattsge mein ich all vereinbart. . ,
»» G r u n d st L ck s v e r k e h r. Ein Grundstück zu Gießen am Riegetvsad. das aui den Namen des Priest. Heinrich, und befielt Ehefrau Maihilde ged. Loth kingeiragen war. toll Freitag, den 24 Apri! 191t, vormittags 9>, Uhr, im Amisgericht Gießen in Zimmer Nr. l« im Wege der Zwangsvollstreckung versteigert werden.
Kreis Büdingen.
«Bleiche,Ibach,27. Febr. Am 28 .^Febr. l 734 wütete
Aur Stavt und kanv.
Eie neu, 28. Februar 1914.
Por der Berufswahl.
Ter Ostertermin. den zahlest- lunge Mädchen Herbeisehnen, iveil er ihnen das Ende des lästige» Schulzwangs und den Beginn der goldciicii Freiheit bringt, erfüllt die Ellern oft mit Sorgen. De»» wenn srühe, nur die Söhne vor die Berufswahl gestellt waren, so ist hcilie die Friq.- für die Töchier säum weniger wichtig und brennend. ^Was soll das inngc Mädchen werde»? Was lall es lernen? Freilich haben sich unzählige Beruic den Fronen geöffnet, w daß jede nach ihrer Begabung eine Wahl treffen könnte. Wer Neigung zu hauswtttschaftlicher Betätigung hat, dem bieten sich bei guten Kenntnisicn angenehme und gutbezahlte Stcltunge».
Die kaufmännische» Berufe, die Post, die Telegravhie. nehmen -adlioie Frauen auf. Wir haben Gärtnerinnen. Lehrerinnen, für wifscnschastlichc oder technische Fächer, Bibliothekarinnen. Röntgen- vhatograpiünnen und Stellungen in vielen anderen Berufen, die noch weniger verbreitet sind, aber doch eine gesicherte Etzisten, 'ueten können
Leider sind aber die wenigsten Familien über die verschiedenen An'bildungsmöglichkeiten und späteren AnsteNunqsbedingnngen orientiert. Man kennt nicht die Anforderungen. die der Berus Nelle» loirb, und die jungen Mädchen selbst lönncn schwer eine Mahl (reffen, weil fit oft nicht wissen, was ihnen der Bern! water biete,. Ter Bcgriii des Wortes, der das „Sichbermrn kiihlen' entlnttl. ist UN« längst iremd und Berns und Verdienst lind idenilich geworden Dazu kommt, daß man meist den Beruf wählt, der die kürzeste Borbercilungszeil erfordert, in der irriocn -ikiiiäiauunq. daß das Geld iür d'.e Aiisbildiiiig hergusoeworien wird, weil das rinne Mädchen i'i wobt doch bald heiraten wird «ie ,allst, diese Taltik ist. zeiat sich leider bald in der Praris wem, die ungenügende Vorbildung dem inngc ,1 Mädchen das Reiterlommeii und die Sieionng des Gebotts erschwer,. Jrre- whrcnd wirken dabc, Anpreisungen von Ansbildungsanstgiten di- Nicht nur v-r,pr-chr„ ln lnricr Zeit den Frauen die nötige Vorbildung inr du, Berus zu geben, sondern auch Illusionen über v «'ft ^ ten bct betreuenden Arbeitsgebiete erwecken So wirb die Ausbildung zur Redaklrice oder zur Bnchbändlerin ,n 3 Mona en >„ einem Dresdener Jnstnul verheißen Solche Osfcrien wlstii m» grotztcr Vorsicht geprüft werden, da die Angaben meist leichtscrtig gemacht und.
Um sich ouS der Ungewißheit und Unerfahrenbeit über den ’ u erwählenden Bern, heraiisziihtlsen, greiicn viele Eltern ZN den ged ruck len B e r u i t b c r n 1 1 x n und honen darin einen 8,En Ratgeber zur dank ZU imbfii. Tas genügt aber nicht: denn Vorschläge iür einen Bei», lönnen nur durch strengstes sind,- !a l ?. leeren oemnrfit werden, da Neianna und körperliche tze,cha„enbe>! eben,» wichlig lind wie die Nachfrage von seil,-,, der .libcitgeber und die Zadl der offenen Stellen Die'ei, An- Ivrüchcn tonne» gedruckte Berufsberater beim besten Willen „ich, genüaeii. ,chon weil be, der ständigen «erändernng der Berufs ,»aal,chic,len ,eher in turzer Zeil o-raftet sein muß. Tesbalb ist Gliern nur dringend zu emv'ehlcn. sich veriönlist, an die nächste Bcruisbcratungsuelle ,u wenden.
«! des Schwurgerichts für das erste
Viertel, ahr: 1 Montag, den 2 März vorm 9> - Ubr geaen ^arl Gottirled F e n von Lia, wegen Totseblagsversuck, Tie Anklage vertritt Grosth Staatsanwalt Trümvert- Verteidiger: Rechtsanwalt Freiherr v. Schenk 2. Tienstaa den 3. Marz, vorm. 84» Uhr, gegen Andreas Beck er von A„- gkrsracki wegen Littlichleitsverbrechen. Tie Anklage vertritt Größt,. Staatsanwalt Tr. Schmitt: Verteidiger- Rechtsanwalt Elsoslcr. 3. Mittwoch, den 4 März vorm 84i Uhr, gegen Georg Schsser VI. von Watzenborua Ltcinberg wegen Meineid Tie Anklage vertritt Großh Staatsanwalt Trümpert: Verteidiger: Rechtsanwalt.üguf- mann. 1 Tonnerstag. den März, vorm 8> ■, ufir. gegen ?o llnrt Ji 5 ü ! 1 ® von Evcrswalde wegen Berdrechei, geg»n 88 228, 43 -»GS Tie Anklage verttitt Größt, Gerichts- asiesior Tr Eckert: Verteidiger: Rechtsanwalt Tr Meuser "Tie Gieß euer Regime ntskapclle feiert in die,en Tagen das Fest i>ci lNOjährigcn Bestehen « AuS diesem Anlaß findet am Tienstag gbciid ein Kommers In Steins Garten statt Für Mittwoch abend ist eine Abend- Unterhaltung bestehend in Konzert. Theater und Ball geplant Zu dem Äonzert hat Kammer-Virtuose L «lüm- m el-Tarmsiadt seine Mitwirkung zugckagt. außerdem wird neben sonstigen Tarbielungen durch Mitglieder des Sladt cheaters ein Einakter zur Aufführung gebracht werden ** AliceF raue »verein für K r „ n ke » o sl e ge Wie in srübcren Jahren, wird, wie man uns schreibt, auch dieses Fahr der Alice-Fraucuvcrein einen Bortragskursus für Frauen und Mädchen über die Pflege Perwundeler und Krauter unentgeltlich veranstalicn. Tie Kurie werde»
den -rage gegen i iiiji regle.
den nicht allein beschädigt: große mächtige Bäunie wurde» soigar aus den Wurzeln gerissen. Ter Schaden, den dieser orlauartige Sturm im hiesigen Geuieindewald aurichtete, belief sich auf ca. 1000 Gulden. Uebrigeus war das Jahr 4734 ein sehr gesegnetes, fruchtbares Jahr.
Kreis Schotte».
Gedern. 27. Febr. Bo:, dem Fürsten zu Stotberg Wernigerode wurde dein Schretuermeisker Karl iö aller die Erlaubnis teilt zur Benennung „Fürstlicher .hol Schreinermeister", dem Gastwirl Ludwig Stiebeling len. desgleichen die Beiienuuna „Fürstlich Stolbergicher Lieferant" »nd dem Friseur Adolf R c in n die Bezeichnung „Fürstlich Stolbergicher Friseur" anziinchmci,. Starkcnburg und Rheinhessen. ch. Bin ge», 27. Febr. In der letzten Nacht brach aus noch nicht ausgetlürtrr Ursache im Wohnhause des Lade« meistert Georg Tortz II ein Feuer aus, das das ganze Gebäude umfaßte. Trotz allen Austreiigungcu der Feuerwehr tonnte der Brand nicht aus seinen Herd beschräntt werde». Tas Feuer griss |n»f die nebenlicgenden Grund- stücke von Jodan» Stumm III. und Anton Jakob er über. In lurzcr Zeit waren d r e i W o h n h ä u s e r und eine Scheune vollständig ein geäschert. Der Schaden ist bedeutend.
Ifcrmiiditcs.
TasErgebnisdcrNewAorkcrBolkszählung. Aus New Bork wird berichtet: Tic soeben erschienene Statistik über den Bevölkerungsstand der ameritaniichen Metropole^ gibt die Zahl der weißen Bevölkerung New Porls mit 4 669 162 Seelen au. Bon beionderem Interesse sind die Feststellungen, die sich am die Milttcriprachen der Bewohner New Boris erstrecken. Tabc, zeigt sich, daß nur bei 21 Prozent der weihen Bevölkerung Neiv Ports Englisch gesprochen wurde. Tas Jiddisch steht mit 19 Prozent an zweiter stelle, dicht gefolgt vom Tcutschcn, das mit 13 Prozent den dritten Platz behauvtet. Bon der Gesamt- bcvölkcrung New Borke- geben 42 Prozent als ibre Muttersprache Italienisch an, 3 Prozent Polnisch und ie rund I Prozent Schwedisch. Ungarisch und Französisch. Diese Ergebnisse lind nm so intmfiaiitor, als die Beobachtung des täglichen Lebens in der New Borte, Eitn trotz des ungewöhnlich hohen Prozentsatzes iremdiprachlichcr Elemeiite eine unbedingte .Herrschaft der englische» Svrachc zeigt: ein Beweis iür die Gründlichkeit, mit der hlmerito die iremde» Eimvanderer anisaugt mid amerikanisiert. Es ist last die Rcael, daß die Kinder ausländischcr Ellern die Mutlcrsprachc der Eltern nicht mehr beherrschen und nur Englisch sprechen.
* Rußlands Waldbcstand. Eine interessante Zn- sammennellung des gewaltigen Watdbestandes des russischen Reiches vcrössentlicht die Revue des Eanr et Forsts; danach erreicht der Waldbestand nicht weniger als üö0 Millionen Hektar, wovon allein 180 Millionen auf das europäische Rußland entfallen. Tic Holzaussulir des russischen Reiches belief sich im veraangcnen Jahre aus 7 Millionen Tonnen im Werte von über 320 Millionen Mark, wovon der größte Teil einstweilen aus Finnland entfällt.
* Adiüs. Ihr hcrre ! Ein Züricher wurde jüngst vow
Züricher Bezirksgericht wegen Ehrverletzung bcstrait. Er iragte nach der Uelcilsverkündung den Präsidenten: „Sv. das isch also strafbar, we me zum enc Herrn Eiel seit." — Präsident: ..Ja, natürlich, das Hand Sie soebe erfahre." — Verurteilter: „Aber wenn me zu richtige Eite seit hcrre. ist das au strafbar." — Präsident: . Ne. ne. sät nüd!" — „So, das Haiti amel au denkt, also adiö, Ihr herre!"
Liii^efanSt.
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Gießen. 23. Februar, r as Pereinstbeater aus de,» Lande, lieg, die Zeitung eines Landstädtchens. Im An- kmk -an,e Reibe von Toriverein>m eine Abenb- unterbaltmig Mi' Tdeatcr und Tanz an. Theater! Wie das io aui und melverivrechend klw»^ Ja. in der Tat — die Zetten. IN denen die Ui.-mes die einzige Abwechiliinq im ewigen Einerlei des Landlebens war. und aiücklich vorüber. Auch d.i-z Landoolk aeistiger Bc'ätigunq und geistigen Ge- nni-en. Eine Pilicht aller aber, die dazu ein Scherilein bei- Zu wirken, um diese Wünsche des ein- M'.'cn ..ianncs der die Konzerte und Th-ater der e ad! nicht hem wen kann»» bekttebigen Ganz entschieden ist de es Streben :°be-,«>ve« und zeig! den geistiv» Aut- nsiwunq des ganze-, PM'es:, aber diele. Streben in di-- ei sttiaen Bob n, zu lenken das u lehr ,chwer Gerade darin wird viel ieiundigl und viel verdorben Ich will dem La„db«w:'b-,-r nicht 'U nadt trcen. aber da« da« Mi-, doch wohl läge,,- --i„ lite- rariichcr Geschmack ist noch ungebilbel uni bis ist ia rr'- nan, Har und vetttändlich. wenn man bedenk., daß die n-eisten „och
nie Gelegenheit hatten, mustergültige Dortübrungen ZN ieben. aut nch wirken ZU lassen und ltnterfdfiebe zu machen. Es ist bekannt, daß den, natürlichen, urwüchsigen Menschen die lustigen Stücke am besten gefallen. Lachen muß man dabei lönnen, sonst wars nicht schön, so habe ich gar oft schon börei, müssen. Ter Wert eines Stückes wi b deshalb auch gar oft nach feiner Wirkung aui die Lachmnskeln bemessen.
Als man das einmal glücklich heraus batte, da brach über uns eine Flut von „sogenannten" Theaterstücken iür die ländliche Bereinsbühnc herein. Wir kennen sic alle: Berliner Schuster jungen, dumme Soldaten, stjise Turner, ichlaue Ehemänner, ge>- iernde Weiber und önastlichc Panwuelheldc» treten ans und er- hesiern durch ibre Zoten — meistens in Berliner Dialekt — die da- kba-en Zu'wrcr und je tnolliger und zweideutiger diese alten Witze sind, desto schöner n>ars. INI allgemeinen! Es gibt auch, Goit sei Tank, Ausnahmen!
Aber fragen mit uns ehrlich: Befriedigen wir mit solchen Machenschaitcn, die genug 'Arbeit und Müde beim Einüben kosten, den Hunger und das Berlangen nach geistiger Nahrung? Sind irir selbst befriedigt in unserem Herzen? Nein, ivir fühlen, daß ivir Steine statt Brot gegeben haben. Und was das Schlimmste ist: wir schaden mehr mit dem Aussühre» solcher Stücke, als wir gilt mache». Tesbalb Ist es für iedeii. dem da? Bolkswohl am Herzen liegt, eine Pflicht, dieser Art von BereinStheater cnt- gcgcnzuwicken.
Sage lcincr, daß c? leider Nichts Besseres gäbe und Wilhelm Teil oder Kabale und Liebe nicht aufzusühren seien. Das letztere ist natürlich recbl: von solche,- Sachen lassen wir die Finger, um uns nicht an Ztiinstwerk und Dichter z» versündigen. Aber zwilchen beiden — den Convie's. Duetten. Trios und drn Melsterircrke» — gibt es eine HNcnae Ivunderhübscher. inbalts- oollcr Stücke. Ich erinnere nur an die nieblitficn Einakter von Körner, an die lustiaen Fastnachtsivicle von Hans Sachs, die sich sehr leicht ans jeder noch so einsachen Tvrsbützne anssührcn lassen. Aber für den Aniana sind wir bescheidener. Im Autlrage des Arbei:sausschlisses sür Jugcndvsleqe erschien in Leipzig eine Sammlung von aiisgewähltcn Bühnenstücke» sür ländliche Vereine. 2luch die Sammlung: „Tic Torsbühne" gehört hierher. Ta haben wir alles vertreten: heldeilspielc. Volksstücke, Festsviele. Koniödic» imd Schivänke, Sagen und Märchensviele. Und was die Hauptsache ist: Diese Stücke lüiben einen Inhalt, sind sein leeres Geschwätz; davon „snimt der Zuhörer auch sür seinen inwendigei, Rtenschen mit nacki Hause. Ja wahrlich — schämen sollte inan sich, daß man seither solche minderivertigen Sachen aulsührte oder auüühren ließ mit der schmählichen Entschuldigung: Für das Dorf ist es gut genug. P-rsurhcn wir es mit andern: Unsere Zuhörer — wenigste» - die verständigen und ernsten sind »ns dankbar, wenn wir ihnen eine andere, bessere Kost norsctzeii. Bringe» wir die ganze Gemeinde io weit, daß sic am diese Stücke mit einem Austritts- und Schlußlied gern ver- »ichtct. Diesen Mach>verseii den Krieg zu erklären und sie aut die schwarze Liste der Scliundliieratnr zu setze,,, ick, glaube, dos dal inan bis jetzt vergessen. Wenn das überall rückbaltslos durchgefübrt ist. dann liaben wir auch in den Erwachicnen einen treuen Mitkämpfer gegen die Schimklileratui der Jugend gesunde». dann sind wir wieder einen Schritt weiter in der Hebung und Veredelung unseres Lemschen Volkes gekommen.
Tain,» auf zum Kamvf ihr Freunde des deutschen Volkes.
kllv „ppl!- -!»>1 am Sonnt»»,
--tehemton rttsl "43 tu» 12 Cl,r im:, ta—• bi» 12 Uhr nachts.
I flHrr, 1914,
nur für ärlugvuilo l-'iillc »iclier anxntrclfnn: Itzi. Sfnlil, Sild-Anlaee 7 . Ilr. Wo)f, Wnlltorstfassc 48.
D ■•/.
FUr drlnecnde Fäll« ist «m Sonntajt, den l.HKrz.
sicher auzntr'-flVn: D
Täet-r, Selterswoe 81 . uuUuCtl Zj l Fern-i-rcchcr 608.
Spklplan der vereinigten Zrankfurter Stadttheater.
«perndaur.
Eonntag, den 1. Märr. nachiiilttags 1 , 4 Uhr: „Ein Walzer- traum ’ 2Ibends 7 Uhr: .Ter Eorreaidor." Montag, den L. März „achn-ittags 4 Ubr: „ParstsglF Dienstag, den 3. Mär,, „dends ' 8 Uhr: „Violella" ist.» 'tzravintal. Millipot', de» 4. März, nbends ',.8 Uhr: .Polenbl»i." Tonnerslag. den 5. März, abends !L8 Uhr: .Fidello." Frcitaa. de» r>. März, abends n.d Ubr: „Ter liebe AliailstinA Samstag, de» 7. März, abends Uhr: Ren ein-
stndisrl: „Engen Onsgin ' Lnrische Szene» in 3 Akten t? Bildern). Mniit von P. Lsckinikowskii Sonntag, den 8. Riärz. nachinltlogs ",4 Uhr: „Ter Zigeunerbaron." 2Ibends 7 Uhr: „FlgaroS kioch- zell." Montag, den 9. Rlärz, abends r, Uhr: „Parnlal." Dienstag, de» I". Vlärz. abends ' - Uhr: „Engen Lnsgin,' Mittwoch, den 11. März, abends 7,8 Uhr: „Polenblnt ^
Lchaiisptelhaus.
Sonntag, den I.Vlärz. iiachniitiaqs '',4 Uhr: „Alt Heidelberg.* Abends 7 Uhr: „T :' Xmuiooniijef(m * Alontag, de» 2. März, abends 8 Uhr: „Die Tanaoprinzelst» " T-enStag, den 3. März, abends 8 Uhr! Zweites Easemble-Gn-i'viel des Großh. holthcaters ZN Dorinstadi: „Das Dbaiitoiii." Mitilvoch, den 4. März, abends 8 Uhr: „Tie aoldenen Palmen." Tonnerstag. den b. März, abends 8 Uhr: Erstes Gastsoiel der Fra» Tikla Tnrienx von, Lelstng- Töeaier in Berti»' .Pygmalion." Freitag, den tz März, abends '/..tz lllir: Zweites »nd leiites tziastsolel der Fra» Tilla Tnrtcnr: .Plaria Stnart." Sanistag, den 7. März, abends 8 Uhr! „Die Lanqovrinzeilin." Sonntag, de» 8. Alärz, iiachinittagS 7,4 Uhr: ..Tr. ttlaus." Abends 7 Uhr: „Tie Tangovrinzcina." Montag, de» 3. Mär,, abends 8 Ubr: Trittes En!en>hlc-Gasl!picl des Großh, hoiiheaters zu Tarmitadt: .DaS Phantom." Dienstag, den
10. März, abends 8 Uhr : Zum ersten Mal«: „Seite 1».V" Lustspiel in 3 t?lft--n von Aln Halm und stlob. Sandek. zlstittivoch, den
11. März, abends 8 Uhr: „Die Tangoorlnzeisii,." Donnerstag, den 12. März, abends 8 Uhr: .Rodert und Bertram."
Tie Heblkii^ unseres Körpergewichts.
Von einem Lvczialiste».
Die meinei, Maneren nehmen täglich vier bis sechs Pluno solide, ieiiprodnzlercnde Rahrnng zu »ch, „,,d ihr Aörvcrgewicht und Umlann ander» sich nichl im geringste», walnend nndererseiis runde »nd „nmigngreichc" Perionen nur ganz l--ich>e Ester lind und dabei immer mehr zmichmcn. Es i!i Unstnn zu bcdaumcn. da» läge so -n der Ramr de» öelr. Jndiv-dimaw So ei» Zustand ih fein nö;ürjid)fv. ^nneve V;ute bleiben mager, weil ihr Ltoss- wecktel deseftln x\t. ^ie abiovbicvcu ciaöe flenna uon der ein* ai-iummeuen Rabrung. »m da» "eben „nd den Anicholn von >8e. iundöei, imd Siarie zu erhal-.e-i. De. h-lil auch kein r,»v-cn. »nd von zwo,' Malilzenei, Dag bleiö! lem Piund bei ihnen, »lle ictivrodnzierende', El-,»eine der Raorunq valilcren nnbchelllgt den «erdauiinaSkanal „nd^ geben unverbranch, wieder ab clne r-chiige Verschwendung Lolche Lome brnnchen eliva». Iva» diese «nS «Äl v'.,' 1 : Z">N Ke in« Blut übergeben und vom Bluikrelslaul .an-- den dürktigen Zcllcngcivebcn Ziigesllhrl Iverdcn. etwas was die roien Blu käroercheu vervieliältigr »nd die Bcr- telluns de, Itahrkildnanien durch da» KZlm anreai. lörderi Für diesen Zweck empsehle^ ich immer io'gende. Rezeol: tö »r EardN' monimlii, lnr. HO er ^alrado coiim. und NO Kr riniachen -Zucke,
n 'xn n r'wiM e rm ^stäer zmn Anst'lllen einer LZv iNrai»» Flnickw. gar Rezept kam, ,n ,edrr Aooiiieke oder Droaerie kamm-naestellt werden: nehmen Sie davon 2i Plinuien uor jeder Mahlzeit regeln», ,i I bi - 2 E' lä te! ein die JtzewichiS-anabme in oft aanz.ervebi.ch und 7°» Woche ,,, Woche zm Lelne
»R,Gäi!una°'ehr Ei'lMsLast-i, komm.» bei
_ Nliva tuna ein o»ust itken und neben Fumal Ülteven Leuten
dem n!a/ rik' wen ? ?^onn Ihr Körveraewicht unter
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