Ausgabe 
27.2.1914
 
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bcn 2-1. April, nad)inittiig3 3 Uhr. auf hem Geineiudehauie zu 2Sie fed im Wege her Zwangsvollstreckung versteigert werden. (»tiunb- stucke zu Obertshausen, die auf den Namen des Kaipar

Storno unb dessen Ehefrau Eliiabetha geb. Becker und 8ttkolans Komo eingetragen waren, fallen aus der Bürgermeisterei Oberts­hausen zum Zwecke der Aushebung der Gemeinschaft versteigert werden. Ein Grundstück zu Worms, das auf den Name» von H » ttu m , Karl, Bäcker, nnd .Holtum, Margarete geb. Berg, Witwe einer Ehe von Eduard Oege», dessen Ehefrau, eingetragen war, soll Montag, den 20. 'Avril, nachmittags 3 Uhr, durch das Amtsgericht Worms im Wege der Zwangsvollstreckung versteigert werden.- Grundstücke zu Rimbach, die auf den Namen von Blatt, Nikolaus, Händler, Blatt, Morg. geb. Fischer, dessen Ehe trau zu Rimbach, eingetragen ivaren, sollen SamStag, den 18. April 191-1, nachmittags 1>, Uhr, auf dem Ralhause zu RlNtbach im Wege der Zwangsvollstreckung versteigert Iverde». Ein Grundstück zu KelsterKa ch, da-; aut den Namen des E >1 r i st i a II, Heinrich, nnd dessen Ehesran Philippine gevorenen Schneider, eingetragen war, soll Tonnerstag, den 23. April 1911. nachmittags t Uhr, aus dein Ralhauie in l>! elfter doch im Wege der Zwangsvollstreckung versteigert iverden.

** G ü t e r r e ch tS r e g i st e r. Gütertrennung haben vereinbart: Kaufmann Johann Friedrich Gottlicb Scharpien- ecker nnd dessen Ehefrau Wilhelmine Ehri ne Beniamine Frie­derike Margarete geb. Grast zu Tarmstadt: Adam Beri» ger, Bildhauer, und Regina geb. Müller in Mainz: stark Berg, Bäcker, nnd Ehefrau Anna geb. Jckes von Lindheim: Georg Schäfer II., Landwirt und Makler, und Latharina geb. heblich, in Arnisbemi: Kaufmann starl Christian Ru tt mann und dessen Ehefrau Katharina Luise Wilhelmine geb. Braun zu Tarmstadt.

** Konkurse in he neu lieber das Vermöge» de! Johanne: Herz in«, Tapeiier m Bieber, ist das KonkurSverfabren er­öffnet. Tee Merichistarator Jobannes 21 i e d e r b o i z» Ossenbach ist zum .flonkurSverioallee ernannt. KonknrSfarderunaen lind bis zum 8. April 1814 bei dem AmiSgertchl Offenbach anzumelden.

Landkreis Gieße».

-u. feuern, 26. Febr. Ter Slurtul der Hau? haItn » a 3- schule finfet liier im alten Schulbanie statt, Heute nachniiliag, all uerade uier der Teilnebineriniien »lii Wäsche über bei, Hano- aaiig gingen, gab der Bodeii »ach nnd stürzte mit den :"! ä d ch e ii in de» Keller. Tie Mädchen kameii mit leichte» Verlehunge» davon. Tie übrigen Fraiien »uijjUii ihren Weg durch da- Fenster nehmen.

Kreis Büdingen.

Ist Wallrrnhansen, 28. Febr. Nachdem bei de» Bilrgernicister-Stichwahl Landiviri Karl Schlenning ge. ivälilt worden isl, hat sei» Gegenkandidat. Beigeordneter Gust, Schmidt, mm »i» dir Entbindtmg von dem Amte einet Beigeordneten nachgeincht. Cr verivaltete seit der?lbdank>i!ia des Bürgermeisters R e u n i n g etiva vier Monate die hiesige Bürgermeisterei.

# U »! er. Schmi tten, 26. Febr. Hier herrschen

unter den Schulkindern Masern und andere slinderkraiik- l,eilen so stark, dast geilecii die beiden hiciiaen Schnlen ans! 'Anordnung Grosjh. Kreisgesmidheitsamts geschlossen iverdens muhten.

Kreis Lauterbach.

II. Maar, 21. Febr. Die hiesige Gein e i it de Iag o Feld- niid Waldaeniarkung) wurde durch einflimmiaen Geineinderais- bejchlntz aus ivritere 8 Fahre sreihändig an die seitherigen Pächter, Freiherren Rlbdejel zu Eijenbacki, zu eine», falntichen Pachtpreif, von 17-0 Mk. abgegeben. Der frühere Pachtpreis betrug 1550 Alt.

Kreis Friedderg.

^ r. Bad-Nauheim, 26. Febr. In der heutigen Stadtverordnetenversammlung beschüstigte nian sich in längerer Aussprache mit den BcrkehrsverhLlt n issc n i m II s a l a l. Die Bersammlung ist weder geneigt, .'i»e elektrische Straßenbahn Bad NauheimButzbach noch einen Änlobelrieb ButzbachBad-Nauheim zu unterstützen, lonücrn will mi! allen Kräften dasür eintreten. daß der Bau einer Staatsbahn II singe» gcsürdcrk loird. Ci» stimmig lvurde ferner der Beschluß gesaßt, daß gegen das Berbol, durch das der Berkehr von Lastfuhrwerken ans der neuen Kreisstraße Bad-NauheimSticbbcru ausgeschlossen ist. Einspruch eil,oben werden soll, da Bad-Nauhcim den großen Kostenzuschuß nicht geleistet bade, um eine tote Straße zu schassen. Tie vorzuiiehmenden Straßen-Walzarbeiten iverden an Theodor Ohl-Diez zum Preise von 4.80 Mk. nir die Stunde vergeben. - Be, der Firma Christian S ch ä ser-Kassel nürv ein Müllwagen zum Preise von 1282Mk. bestellt. Dem Malermeister Wilh. Gr äsen ich wird die Errichtung eines Kabaretts in seinem in der Frantsiirker Straße geleaenen .Hause befürwortet. Bei 5 WirtschastS- konzessionsgcsuchen wird die Bedürfnissragc bejaht.

H Sport-

Vom Deutschen Sportabzeichen. Ber der Be­werbung um das Tcurickie Svottabzeichcn zeigt sich, daß die Mehrzahl der Einzelmiiglieoer der dem Teulichen Reichsaus- ichuste für Olhinmichr Spiele angehörenden Verbände sich im unklaren sind, wie ihre 'Absicht, das Deutsche Sportabzeichen i erwerben, auszusühren ist, Sogar der Name scheinl ivcnig aeläuiig zu fein, denn in den meisten Briefen, die dann an die Perfiandsleiluligen oder den Teulichen Reichsansschuß snr Olinn »ische Spiele gerichtet werden, spricht man von derOlnmpia 'Medaille" oder bem Olonivijchea 'Abzeichen. Eine Medaille ist aber das Deutsche Sportabzeichen bekanntlich gar Nicki, denn hierunter stellt man sich in, allgemeinen etwas münzenähnliches vor, während das Deutsche Sporlabzeichen bekanntlich ein von einem Kianz umgebenes durchbrochenes Monogramm in ovaler Form in, das aus der »niereii Unken Brnstieite getragen loird.

* Ein neuer Schisvrungrekord ivurde bei den internationaleil Sprungweilkämpsen aus dem Semuii-ring am 22. Februar von dem sächsischen Ulanenlentnant Edler v. der Planitz ansgestellk, der bei dem Sorunala», den ersten Preis erhielt und außerhalb des Wettbewerbs einen gestandenen Sprung von bl Mir. aussübrre. .Eiermit hot er die vor kurze», von den Noriuegern Henrikion nnd Aas ansgesührte bisherige Höchst- leiftnng von -48,5 Mir Überboten. Lenrilson brachte es aller­dings bei derselben Gelegenbeit sogar an, 52 Mtr.. siel jedoch dabei. Leutnant v. der Planitz ist zivar in Normegen geboren aber sowodl väterliche, wie innlierlicherseils Teil Ucker. Er ist der Salm des Vorsitzenden der Teulichen Gcsellschait in Ebil- sliania, Hans v. der Planitz.

Cuiticbitrabrt.

W. Petersburg, 28. Febr Der Flieger Silurs kn stog Id^AUnntcn mit 16 Passagieren und einem Hunde über dem neuen Flnaselde von F l >1 a M o u r o IN e tz , wobei er eine Höbe von 300 Metern erreichte. Tie Beiasmng betrug 1310 Kilogramni ohne Benzin und Oel.

Univerkitäts-Nacbrichtcn.

Ter akademische Senat der deutschen Uni verlität und des Pr ofessorcnkollegiums der deutschen technischen Hochschule i » Prag richtet heute eine Eingabe an die Regierung, in der gegen die Äusgleicksoor» lagiM proiestiert wird. Tie Profesiornl der deutschen technischen Hochschule erklärten, unter dielen Umständen gezwungen zu sein, ihre Wirksamkeit aus Prag in die Mitte der deutschen Sprach- gebieie nach Nordböhmen zu verlegen.

Der ordentliche Projessor der Ilafs,scheu Philologie Geh. Hoirat Tr. Richarb Reißen st ein in Freiburg i. Br. lwt einen Ru» an die Universitär G o t t l n g e n als Nachfolger des ver­storbenen Geh. Rats Prof. Leo erhallen Richard 'August Reitzen-

steiii ist '1861 zu Breslau als Sah» bc-3 KonsiitorialralS Reißen stein geboren. _

Gericvb^raa!«

T i e Erben des Königs Leopold.

Ueber den Ausgleich zwischen dem belgischen Liaat und der Töchlcrn König Leopolds II. loird aus Brussel gemeldet : ^ -per Tcr^ des gerichtlichen Ausgleiches zwisärcn dein belgischen >^taat und den Prinzessinnen ^-lefsani, Louise und Elememine cnkhäll die interessante Tatsache, dan der belgische Ltaat alle br»r»fglid>cn und unbeweglichen Besiugcgeustände des verslordcucii König- Leopold II., bie rechtlich als Privateigentum erflärt iwtöcn und, um sehr hohe Summen zurückgekaust liat. Die Gärten an der Riviera, die Schlösser nnd Besitzungen in den Ardenrren mrd in Astende sowie zahlreiche Grnndsti'icte in ^er Umgebung vor Brüssel werden somit Eigenlum des Staates. Tie Prinzessin fani, jetzige C»irä»tit Lomiap hat sich nur einige Familienbilder und etwas Taselgesäurr aus dem ^cachlatz ihres verstorbenen Baiers gesichert. Ta der ventorl'ene König alle Güter in den Ardennen zuianlmen mit der nrahnsinnigen Kaiserin Charlotte von Meriko beiaü, so hat der Staat auch den Anteil des Königs an diesen Gütern für '-V Millionen aufgekauft. Chc aber alle diese Schwre- rigkeiten erledigt sind, müssen noch Kammer und Senat ihr Jawort geben. ,

Sine fiir»tbare Srplosion in Rummelsbiirg.

I« der Fabrik der Llkliengcsellschast sür Anilinsabri- kalion in Ruminelsberg ereignele sich gestern gegen Mittag eine s u r ch 1 b a r e E x V l o s i o n. Tie Zahl der Tolen loird bisher aus zehn und die der Schioerverletzten auf acht ange­geben, doch iürchtet man, daß noch mehrere Tote und Schwer- verlihzte unter den Trümmern liegen. Wir erhielten folgende Meldung«»:

Berlin, 26. Febr. Bei dem heute vormittag 11',-Uhr ersolgten Unglück scheint es sich um die Explosion eines Kes­sels zu handeln. Bis gegen 1 Uhr nachmittags waren be­reits 12 Tote a»s den Trümmer» des zusammengestürzten Gebäudes geborgen ivorden, doch muß noch mit einer höhere» Zahl Verunglückter gerechnet werden. Tie Trümmer des Fabrikgebäudes gerieten sofort na.chj der Explosion in Brand, so daß sich die Ausräumuiigsarbeiten außerordentlich schwierig gestatten.

Die Explosiv» war so stark, daß im Umkreise von einem Kilometer die Fensterscheiben und Spiegel sprangen. Gegen 2 llbr loar die Gesahr aus der Unglücksstelle beseitigt, so daß die Feuerwehren abrückten, außer der Lichlenberger, die noch ablvscht. Ter Fabrikbelrieb ruht. Er dürste morgen wieder beginnen. Die Gerichtslommission ist eingetrossen, um die Ursache der Exolosion sestzustellen. Es soll Entzündung des Nitrobeiizol-Appaxntes vorliegen, der von dem seit 30 Jah­ren in der Fabrik beschäsliglen Meister Nosansktz aus Edar- lrittcnburg bedient wurde. Dieser wurde gelotet. Ein schwerverletzter Arbeiter stürzte, als er flüchtete, in die Spree und wurde als Leiche geborgen. An der Unsattstätte, die einen furchtbaren Haufen von zertrümmerten Steinen, Glas und Eisen darstellt, ans dem nur im Vordergründe zives eiserne Reservoire unversehrt hervorragen, erschienen Poli­zeipräsident Lewald aus Lichteiiberg, Polizeipräsident von Jagow und Branddirektor Reichel.

lieber die Eiltstehung der Explosion in der Anilinsabrik in Rrimmelsburg meldet derBerk. Lok.-Anz." : In der Ni­trobenzolfabrik, einem isolierten Gebäude tstiiten ans dein Gelände, wurde beute vorniittag ein offener Rührkessel ans- gestellt, den der erste Jngensenr Roesch, der bei dem Unfall ebensall uni kam. prüfen und abiiehmeii sollte. Kurz vor I I tthr ertönte eine furchtbare Tetoiintivii. Die Nitrobenzol- sabrik wurde total demoliert. Ans dem ChaoS schossen Flam- iiieii und entzündeten die Triimmerstätte. Möglicherweise sind ans dem ofsenen Rührkessel Funken in den ncuen Kessel gesloqcn, setzten diesen in Brand und snhrteii die Erplosw» twrber. lieber 1000 Kilo Benzol nnd Nitrobenzol sind ver­brannt. In später Abendstunde wurde noch ein Ingenieur unter den Trümmern gefunden, und zwei weitere Arbeiter werden noch vermißt, so daß sich die Gesamtzahl der Toten möglicherweise ans 13 erhöhen kann. Nach der Ansicht deS Gewerbeingenieurs tqini die Schuld an dein Unglück kaum dem »encn Filtrirrapparat zngejchoben werden. Lcrmntlich sei einer der anderen Kessel undicht geworden und habe die äarastrophe herbeigesührt. Tie Gewalt des Lustdruckes war so stark, daß Arbeiter, die sich melwere hundert Meter von der Fabrik cutsernt aufhielte, i, umgeworsen wurden.

vermischte».

Das eigene Kind verbrannt. Ans Köln wird gemeldet: Die ledige Schauspieleriii Katharina T He­len brachte ihren Knaben, dessen Unterhalt sie angeblicki nicht mehr bestreiten konnte, zu dem Kaufmann L. Tort wurde das Kind von dem Kausmoim, der Schauspielerin und der Wllwe ühristmaii» in ein Bett gelegt und daraus, nachdem die Tür verriegeli ivorden war, das Bett ange- 'ündet, worauf die drei das Haus verließen. Nackzharn sprengten die Tür und fanden das Kind erstickt vor. Die Täler iviirden verhaftet.

* 0) t o ß f e>t c r. Aus Bruchsal, 26. Febr., meldet ein Priv Tel.: Heute srüh 6 Uhr brach in der Brückeii- niühle Feuer ans und zerstörte diese vollständig. Samte licht Borräte verbrannten. Mittags gegen 12 Uhr stürzte der westliche Giebel ein und zertrümmerte tnis Nachbar­haus vollständig. Menschenleben sind glücklicherweise nicht zu bellagen.

* Enttäuschte Millionenerbcn. TieNordd. 'Allg. Zig." schreibt: Im November v. I. ging die Nachricht von einer Alillioiienerbichatt Fremann oder Freeman durch die Blätter. Ein schönes junges Mädchen namens Ziemann sollte vor vielen Jabrcn aus Tuche! in Wcstprenßen nach Amerika gegangen sein und dort ihr Gliick gemacht haben. Faßt sei sie als Witwe eines Generals mix Hinterlassung eines Vermögens von nieit über zn?a>izig Millionen Mark in Cbatianaoga i» den Vereinig­ten Ttoaie» gestorben. In ihrem Testament Inibe sie die Fa nttlie Zicmami reich bedacht. Es Ivurde sogar bedanplet, daß der deutsche Konsul in Atlanta eine arme Gärtnerswliwe Auguste Zienian», die mit iechs unomorgten Kindern in Tuchel lebt, von der ihr zugesallenen Erbichasl benachrichtigt t>obe, und dag der älteste Sohn dieser Frau schon aus dem Wege nach Anierita sei, NM die Angelegenheit zu ordnen. Leider ist an der Geschlchie von der Mtllioncnerbschast kein wahres Wort. Ter Konsul in Atlanta hat der Frau Ziemann die Freudenbotschaft nichr sen­den können Ten» die reiche Gencratin ans Tuche! hat gar nicht gelebt. Tie zadlreichen Personen, die NM Grund einer vermeintlichen Verwandtschaft mit ihr aus die angeblichen Mil­lionen Anipruch erhoben, liabcn sich also vergeblich .hossmingen gemacht.

' T ö d l i cki e r Z w k i k a m v s. Aus Meß, 26. Febr.. meldet em Privatielegranun: Heute morgen fand int Walde voon Orly bei Meß ;wiick>en dem Leutnant L a v a l e l t e - St. George von, Metzer ^niantcrieregiment Nr. 08 nnd dem Leutnant H a a g e von bcmiclben Regiment ein Turll statt: Haage wurde erschossen. Näheres tehlt noch.

Tausend Hochzeiten an einem Tage. Der Fa- 'ching'onntag woe in Wien, ivie allsährlich. der Haupttag oer Heiratslustigen. Zn oen 76 katholischen Pfarrkirchen der 21 Wtener Bezirke waren nicht weniger als 1000 Brautpaare vor dem Tranaltar ericktzenen. Tabei ist in bieiem Jahre in vielen Be­zirken ein Rückgang der Zahl 'der Hochzeiten ivahrznnehmen.

der »ch nicht nur aus die drei FalchingStagr erslieck! Im Jahre 1912 fanden am Fafchingsfonntag 1100 und im per klossenen Iahte gleichialli am Aaichiiigesonntag liber 1200 Hock.

zeitcß statt.

* Ber s ii ch e z u r H e l> » n r, des tt >, t e r j c e b o o t s

A. 7. Tie enülistlie Admiralilät inachl den Beifiicki, das niiiergegaiigene Unterseeboot 21. 7 durch Explosiostosse zu leben. Gestern waren Tauckier mehrere Sninden an der Arbeit, die Kabeltaue, die bereits sestgeinaclit sind, in eine bessere Lage zu bringen. Tie Taue werden an dem Schisse ,Z5rmoifth" festäeinackit, dann iverden kleine Minen in den Sand und Sn)lamm gelegt, in die das Unterseeboot zinn Teil eingesunken ist, lind von der Oberfläche aus loird 0,'r. sucht werden, sic durch eine elektrische Leitung zur Explosion zu bringen. Die 'Absicht ist, den Sand durch die Explosion zu locker».

* Zn der Not. Aus Prag, 23. Febr., meldet ein Prrv. Telcgr.: Der Schriftsetzer Kapper, der durch den Setzerstreik seinen Posten verlor, schoß lwnte ans seine Tocki lkr, die er fchwer verletzte und tötete sich danii selbst. Tie Verziveiflung über seine Stellungslosigkeit trieb ihn in de» Tod.

^Schlägerei z io i s ch e n T e u t i ch e n und I t a I i c nein 'Ans G roß M o I> e u v r e, 26. Febr , meldet ein Prioa, telegrannn : In der Nacht zum Mittwoch kam es hier zu einer wüsten Schlägerei zwischen Teutschen und Italienern. Tabes mnrdc ein Teutscher so schwer verletzt, daß er heute morgen gestorben ist. Ein anderer liegt schiver verletzt darnieder.

* T i e E e l i p t i ka gesunken. Bei der dentichen Tamps- saiiiiahrisgesellschast Hansa ist von Kanitan Probst poni Tampser Wildensels" iolgendes Telegramm drahtlos eingetrossen: Ankunst in Lttiadon 25. Februar, abends 6 Uhr. Rest der Mannschaft des TampfersErlivtikn" mit Schis? ertrunken. Gerettet Oberleutnant v. Lifiert, zweiter Maschinist Petersen, Steward Wichmann, Leich: llialrofen Petersen und Manne, Matrosen Tenberg, Ohlsberg nnd Jörgensen, Heizer Haatonion Möller »nd Fransen.

Lingcsnndt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Vcrantwortting.)

Gießen, 26. Febr.

Warum bekommt man beim II,»steigen ans dem Marktplatz von der Linie I nach II oder umgekehrt teilte» Ausweis, daß man die Fahrt weiter benutzen darf, wie dies t» andern Städten vielfach der Brauch ist?

Vergangenen Ticnstag ivurde zwei Personen Geschwistern',^>e an, Seltersweg -Go, lbeftraße einstlegen, um nach dem neue» Fried­hof zu fahren, für die Benutzung der weiteren Fahrt nochmals das Fahrgeld abverlangt. Es ivar ihnen nnmöglich gewesen, heim Ber- lassen des einen: Wagens in den andern einzusteigen, da sich dieser ichon bei ihrem Herüberschreftei! in Bewegung gefitzt hotte. Folg­lich warteten sie ans den andern solgenden. wo ihnen aber trotz dieser Erklärung, die sie gleich beim Eintritt in den Wagen gaben, der Betrag noch einmal gefordert wurde.

Nun must man doch sagen, daß wohl kaum jemand bie er- wähnte kurze Strecke fährt, die er ganz gut in den Minuten zurück- legen lau», die er etioa an, einen andern Wagen am Umsteigeplaß warten must, nnd es ist doch auch das »msteigen im Fahrpreis in- beginnen. Aber abgesehen von dieser Geringsüaigkeit, die man trotz­dem nicht gern zweimal leistet, kann inan doch den entsenfter woh­nenden Fahrgästen nicht zumuten, immer erst nach dem Marktplatz zu lanien, statt die nächste Einsteigegelegenheit z» benutzen, um ihr Ziel zu erreichen Uno wie kann z. B. jemand, der von der Kaiser- 'AlleeLudwigplatz oder Frankinrler Straße her den Wagen be nutzt, wisse», ob er gerade den Anschluß an die Strecke nach dem neuen Friedbol erreicht. Und wenn es nickt der Fall ist, nnter- faql man ihm dann die Weilersahrt, aut die er doch Anspruch dat Aeltere Leute oder solch», die sieh ans ttzeiuiidheitsrücksichten nicht so eilen können und daher etwa- früher fahren, um nur ja den Anschluß in der Richtung des neuen Friedhofs zu bekommen, kon neu also bloß Ins zum Wiefecker Weg fahren, da es ihnen nicht qestattel ist, aut den betrvssenden Wagen, der sie ihrem Ziele zu- sübre» würde, zu warten, und mnsfen nockKnals bezahlen, wie es vergangenen Dienstag der Fall ivar.

Daß dies alles nicht im Jniesvsfe des PublituMS liegt, wird jedermann zugeben »nd man wird iich beimnen, ob man nicht lieber ui Gemütsruhe den ganzen Weg zu Fuß macht, als daß man sich erst noch über die elektrische Bahn auirogt, die einem nur efaert kleinen Teil des Wegeck zu befördern willens ist.

Möge dieser Hinweis dazu dienen, diese Beschwerde zu prü­fen nnd dann abznstellen zur Zufriedenheit der Fahrgäste, die dann die Bahn auch mehr benutzen werden l X.

Niärkte.

A Butzbach, 20. Febr. Ter B r ä I» i i« ru n gs IN a rt t ist

ans den 10. Rlärz iestgelegt wolden. Mit dem Fasel- uns Rind- viehinarkt ist Schweinen,arkt nerbnnden. Bei der Berlomng komme II Rinder, eine Slnzahl Znchtschn-eine »nd Rassehühner zur Aerk>'iln»a

le. Wiesbaden, 26. Febr. ven- »nb Etrohniarkt.

tzlngeiahren waren lh Wage» mit Heu nnd Stroh. Bezahlt wurde tue He» 6 , 00 - 7,40, Stroh ('litditftcoh) 4,004,40 Mk., Stumm- stroh --,00 -0,00 i'if. Frucht»> arkt. Hafer 18,20-17,00 Mk. -Alles je 100 ltilo.

Meteorologische veodachtungen der Station Gietzen.

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Höchste Tentperalur a», 25. bis 20. Februar 1014 = + Niedrigste , , 25. , 26. , 1314 = +

Niederschlag: 0,0 mm.

6,5 *c. 2,5*