len 2«~ Bürgichailsdnitehen soll im allgemcitiert 90 Proz. n«tst ubersteigen. Tie Bnrgsrüaft soll grundsätzlich nur den Hpriotheken on zweiter Zielte gemäht! werden unter der Be drngunq, datz auch das erste Darlehen den Garanticvorschris len unterworfen wird. Tnrch diese Matzrcqel sollen die Ban- genofienichaften entlastet werden und es ihnen erleichtert wer den, Beleihungen über die inündelsichere Grenz« hinaus zu angemessenen Bedingungen herbeizusührcn. Tie Bürgichast des Rcichsfiskus toll sich' aber nur für Kleinwohnungen für Ztaat-arveiter erstrecken. Zu diesem Zwecke sind aus ReichS- staatsmitteln bis fetz! bereits 19 Millionen Mark bewilligt worden. Tie Vorlage entspricht einem Wunsche des Reichs- iagcs. der dahin ging, datz das Reich gemeinsam mit den, Ernzettlaalen die Bürgschaft für zweite Hnvvthekcn der Klein lvohnnngsbautcn gemcinnütziger Baugenossenschaften über- nehmen sollte. Zn vollem Matze konnte diesem Wunsche nicht staitgcgeben werden, in Frage kommen konnte nur der Klein Wohnungsbau für Arbeiter. Tic weitere Fürsorge in grö tzerein llmsange überlätzt das Reich den Regierungen der Einzclstaateu und den Kommune». Fminerhin wird die ge planic Dilfeleistung des Reichs den Baugcnossenschastcn indirekt zur Hits: kommen, indeiii sic cs ihnen ermöglicht, ihre Gctdmillct für andere Aufgaben zu verwenden._
DcutleHc* Iteieb,
ZurLagcdcrakodemi scheu Lehr er. Fm Bud gclausschutz des preutz. Abgeordnetenhauses erklärte der lln- terrichtsminifier, bei der »mwandlung von Extraordinarien in Ordinariate solle künftig mehr als bisher ein angemessenes Tempo eingeschlagen werden. Ten Wünschen der Privatdo- zcnlcn sollte tunlichst Rechnung getragen werden. Tas Trän- gen der mit Lehraufträgen für wenig besuchte Fächer bedach ten Privatdozente», die Lchraiisträgc in Ertraordinariake nmgewandelk zu sehen, könne aber nur dazu rühren, datz die Nnierrichlsverwalkung inii derartigen Lchrausträgen künftig hin ivarianicr sei. Zu der Neubesetzung des Lehrstuhles des uerslorbeneii Professors Erich Zchniidt rrtlürte der Minister, datz er vorkäilfig ein Provisorium gesckrasi ni bade und datz der Lehrstuhl neu besetzt würde, sobald ein prädestinierter Lehrer gesunden sei.
Tie A » S s r ch t e >l für das baldige Zustande kommen der dem Reichstage und dem preutz. Landtage v orgelegt cn Gesetzentwürfe sind zurzeit recht scbleckil. Sowohl im Reichstage wie im Landtage besteht die Absicht, lurtz vor Psingstcn die Sessionen bis zum Herbst zu vertagen Beiden Parlamente» liegt ein' solche Fülle von gesetzgeberischem Maieriat vor, datz selbst unter normalen Verhältnissen es- nicht möglich wäre, dieses Material bis zu Beginn des Sommers aufznarbeilen. Fn diesem Fahre sind die Boranschlagseröriernngen b.'dauer licherwcise sehr in die Länge gezogen worden, so datz bis zu Beginn der Osterferien im günstigsten Falle nur die Voranschläge verabschiedet werden könnest. Vas dm Re ich » lag anbclaugl. io wünscht die Regierung in erster Linie die Berabschiediing des Epionagegefetzes, des iSesetzcs liber die Errichtung eines KolonialgciichtShoseS, der Novelle zur Gebührenordnung für Zeuge» und Sachverständige, des- Gesetzes über die Wiederaufiiahme eines Tiszivti- narverfahrcns. Ferner wird als wünschenswert bezeichnet, datz die Novelle zum ReichsbcamkenbcsoldmigSgesetz und di: Vorlage über die Erhöhung der Bezüge der Allpensionäre bis Psiugsteii noch ihre Erledigung iliid-eii ivird. Ter Rest deS gesetzgeberische» TtosseS mützte bis zuiii Herbst aus» gcspnrl bleiben, in Frage tomnien das Petrvlenmmonopol gcsetz, der Entwurf über das Verfahren gegen Jugendliche, das Konkurrenzklnuselacsch, das Sonuragsruligetetz, die Novellen zur Getverbeordnnng, über Sei, Hausierhandel und die Wandcrlagcr, über die Bekämpfung der Schundliieralur. über die verschärfte Aufsicht für Schankivirtschasten, Kinos usw., das Luftverkchrsgesetz, und die Novelle zum .»rat: flefcß; schließlich sind noch zu erwähne» daS Postschecks gesctz und der Gesetzentwurf über das Erbrecht des Staates.
A n t w o r t aut Anträgen i in Reich s lag. Auf die Anfrage der Abgg. Tr. v. Schulze Gaevernip und Fegt er, ob der Reichskanzler in der Lage sei, die Veröffentlichung - „Tie drulsche Landwirtschaft, .Hauptergeb nisse der Reichsstatistil" nach verschiedene,! Punkten hin zu erweitern, hat das Reichsschapam» schriftlich geantwortei, datz eine solche Erweiterung ivege» zu großer Tchwierig- keilc» und zu erheblicher »osten abgetehnl werden müsse. Tie Gründe für diese Ablehnung iverdcu ausführlich in der Antwort angegeben. — Auf die Anfrage des Adg Tr. Berner iG i c tz e . die eine Erhebung bei sämklichen »lcinliandcls und Nittelstandsorganifationen anregt, um zu eriimden, inwiciveit die Getchättswclt ein Interesse an ocr Peranstaltiing von A » Sn n h m r a n g c d o t en hat, antwortet Staatssekretär Tr. Tel brück, daß eine solche
Läilieman» »nb Toerpseld ireigelegt Imticn, sind Reste eines ältere» Pninslcs gesunden mvide», d,-r eine ganz andere bestall belle und schon vor 1500 crbant worden ist Aber schon lange vorher, mindestens seit 2000 v. Ebr. Iva, der ganze Burg dügel von stiiiins dick» bewobm. Hier lasten sich drei oder vier an, einandrr iolgende Wohnschichten ,'cheiden Zu der »orletzteu gedon ein mächtiger Rundbau, desten Fundamente -,i,m Teil srcigeleg, worden lind. Er matz fast 14 Meter INI Durchmesser, war aus Pehm-iegclmauer» an, steinernem Sockel errichte!, ringsum durch „»Igeniorimge Strehepseiler verstärkt und einst inj! ge- brannreii Flachziegei» abgedeckt Fn dieicm bedeutendsten viä bistoliichen Bau in (strieckmnland darf mau wobi daS älteste Herrenhaus in Tirhns erlennen. BiSlur hakte man vcr geblicki nach den Gräbern der lirnnihstckn» Fürste» gesucht. Nun ist endlich ein ganz ausgezeichnet erbaltencs »uv bei grab entdeckt »ird nusgegrabcn ivvrde» Nur »st cS leider schon sei, mehr als 2000 Fahren seiner Schätze beraubt und in der römischen »asterzeil .,» einer Oelmnble »mgcstaltct »Wide». Torb geven andere Nöck, »ich, ansgegradeue vlrnile doiinnng am beste ren Erfolg für die nächste Eanrpagnc. — Im inerteren Vcr,ans der Sitzung berichtete Tr. Nengebaner non seine» Studie» über die Kunst ler dcs berühmten Mausoleums von Halikarnaß
- Alexander Moisfi dari sich ruhnien, die grüßte Schani viclergagc z» beziehen^die ma» in Teutichland kennt. Ter neue Vertrag, der "vr einigen Tagen zwiiche» Mal- Rkitthardt und (bin adgeichloiicn Ivorden ist, garantiert, wie die Straßbnrg.-r Post ersähri. den, Künstler ein Fahresestlkomme» von 100000 Mart. Tiefe Ricsenaagr erhält^Moissi allerdings nicht »»r für seine iuirgtest on: Tcutfchen Theater in Berlin, er hat darür auch iäwiliche Gastspiele und Borrragsabendr an Max Reinhardt verkauft. Er ist vervflickUel, dort zu gastieren, >0o Reinhardt iür ihn gbqrichlosst» hat. und die Gampictinnimc» sind in die Gage eingerechnet, io datz Mar Reinhardt ,etzl in gcwrnem Sinne der Jmpresario Moiffis gen-ordcn ist.
— Vom Druck ieblerteufel. Die norwegische „Aiten- posten" erzählt: Fn einen» »orrckturabzug unserer Zeitung waren kürzlich die llcbcrichrriieir zioeier Notizen verrauscht worden. Tic eine Notiz lautete- Der grötztc Ochse des Landes fetzt am Freilag inr Hörfgal Nr. 1 des Ilniverntätsgebvudes lerne Dvrle'ungeii fort. F» der anderen Nostz «der dien es: Pro,cs- sor N. N. mutzte gestern im Schlachthaus von Ehristiania fei» Leben lassen. Ter Körper >ovg r »ilo. Tie Vertanichung nmrdc glücklicherweisc vor dem Erscheine» der Zeitung rückgängig gemacht.
Erhebung abgclehnt ioerdeu niüsse. Eine solche Erhebung verbiete sich schon deshalb, weil es iiiizioeckmätzig fein würde, unter dem Gesichtspunkte der Beschaffung von Mo tcrial für eine Acndernng des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb einen einzelnen Punkt herauSzugreisen.
Ter Geschäftsbericht dcs Reich»versiche- rungSamtcS für das Fahr I9l» ist dein Reichstage zugogangcn Tic Eiitschädigungen in der llnialiver sicherung betrugen nach diesem Kesckuistsbericht 170 798700 Marl, i» der Fnvnlidenversicherunq ivurdcn insgesamt bis Ende 1912 2 477 490816 Mt gezahlt. Fm Fahre 1915 wurden in der F»valide»Versicherung 290 Millionen Mark Ein nahnieu aus Beiträge» erzielt. Mit oe> Turchiühruug der Unfallversicherung waren 1918 IN! BeriiiSgenojirnschaflen und 561 AusführungsbeHörden beschafiigt. Für die Uufa.ll Versicherung loinmen in Beirocht 6190 708 Betriebe »nd rund 27 Millionen vcisicheric Personen. _
Auslanv.
E i » ii achahiiicnS werte» Beispiel i u d c r Sorge st, r die Künstler bei ihre» Lebzeiten will i) > a >i frei ch der Wett gebe» Ter französische Kam- merausschutz für die Schönen Künste nahm einen An trug des Abgcoidneien Hesse an, ivonach bei öffentlichen B:r, steigernngen von »»nstlverkrn der »nnstler oder seine Verwandten während .'> 0 F a h r e n a ch s eine in T o d e r i n e u b e st i m in t c » Prozentsatz von d c xn Erträgnis erhallen sollen. Tiefer Prozentsatz wird iin Ausschutz in einer seiner nächsten Sitzungen iestgestellt werdeii. Nach einem 2!nirag Abel Ferr» soll der Prozentsatz bei cineni Ertrage von 200 Frniik-.- ein Prozent und bis zu vier Prozent bei einem Ertrage von mehr ats 50000 Franks betrogen. Falls ein solches Eefetz bereits bisher in Kraft gewesen wäre, hätten beispielslveisc die Berwaudten des Malers Corot im Fahre 1912 die Summe oo» 71000 Franks und der noch lebende Maler Tegas 8SOOO Franks erhalten.
Trc rumänische n K a »> in e r w a h l c u sind am Tiensing abcno beendet worden. Gewählt irurdcu 109 Liberale, 10 konservative Tcinotraicn. 9 Konservative, 2 Nri- tionalistcn und ein linabhängigcr
T a S Befinde» der Königin von R n m ä n i en nach der Augenoverarion ist ausgezeichnet.
Aus StaSt und fait*.
fflicüen, 2e. Februar 1914.
FnvaliVkn Bersicherungspflicht.
Bei Prüinug der Ansprüche ans Invalidenrente hat sich vielfach herausgestellt, datz die Per sicher» ngsbci-- träge z» Unrecht entrichtet worden sind, da weder eine Vcrsichcrnuqspslichl noch eine PersicherungSberechtigung bestand. ES erscheint hiernach die Frage der BcrsicherungS- Ytlichl oder BeriichcruiigSbcrechtiguiig bei der Ausstellung der O-uittuiigslarten von de» Ausgabestellen u i cki t in i t d c r n ö l i^g e n G r ü n d 1 i ch k e i t g e p r ü f l zu ioerdeu.
Seit Fahren Ivird in loachsendem Matze beobachtet, datz ältere Personen, die vorher der Fnvalidenvcrsick>erung nick» angehört habe», mit der Beitragsleistung erst begsunen, wenn sie dicht vor dem Eintritt der ErwcrbSilnsähigkeit stehen. Sie bemühen sich dann, in möglichst kurzer Zeit, vicliach mit ausgiebiger Nnchverivendung von angeblich rückständig gebliebenen Beiträgen, die Wartezeit zu erfüllen. Häufig find es alte Leute, die bei ihre» »iiidern wohne» und iicki nach Möglichkeit im Hauswesen oder ini Gewerbebetrieb nütziich machen und deshalb beaniptuchen, als Dienstboten ihrer Kinder angesehen ui »»erden, auch wenn sie früher niemals Lohnarbeit verrichtet haben.
Tas ist r o tz h. M i » i st e r i u m hat sich deshalb veranlaßt gesehen, einer Anregung des Vorstandes von der Lan - deSversichcrnngsanstnlt des Grotzberzogtums Hessen entsprechend die 88 15 und 10 der Tie n st a n w e i s n n g für die mit b.er Ausstelliltig und dem llmta ifch der Onit tuirgstarten beauftragten Stellen zu ändern:
Bestehen hiernach Zweifel über die Beriich-ruugs piiich!, die sich ohne weitläufige Erhebungen nicht beseitigen lassen, oder hat der Antragsteller bereits das.50. Lebensjaiie vollendet, so ist die Ans-stelluiig der Qälittungskarte zunächst a b.z ii l e h n e n »nd der Vorstand der Laiidesveriichernng.- anstalt unter Mitteilung der Gründe uni eine Aentzcrung innerhalb einer ;» setzenden Frist zu ersuchen.
** Tageskale ii der nie Donnerstag, den 26. Februar: Stadtiheater: Lustiger tzlbenb — Mareest Salzer. An- lang 8 Nhr.
Lelehallevcrci«: k. offentl. Porlestmg: »Demlchlauü und England". Anfang S'i llhr in der Turnhalle der Höheren Mädchcn- Ichnle tDammstraücl. .
Ter G r o tz I, crzoq einpfing am Mitlwocki den Generalmasor von der Armee v. Trotta gen. Trebden von Gießen, den Gest. Fnstizral Wart störst von Fried- bcrg.
** IS nt e n n n n gen und B e r f e tz n n g e u. Ter Groliberzog hat den Rechner an der Zellcnstrafanstalr Butzbach Rcchiiungrrat Karl Bauer ans sein Rnchsiichen unter Anerkennung seiner langiährigen treiien Dienste mit Wir- lung vom Tienstanlritt seines Nachfolgers in den Rnhestand versetzt und ihm die »rone znm Ritterkreuz 2. Klasse des Per dienstordens Philipps des ttzrotzmüligcn verliehen. — Am 2.5 Februar nuirde der Rechner am Landcsziichtdaiis Marien schloß Heinrich M o h r zu», Rechner an der ZellenstrasanAalt nlil Wirkung vom Ticnstanlritt seines Nachfolgers ernannt.
■„■i u d pc in -ja r11rar
»er. Oberst und Kom. d. 9. Bad. Inf. Regt« Nr. 17h, in. gefetzi Pens z. Tisv gen und zum Komdt d. Tr. lleb. ' Orb ernannt. Telienbrnh, Oberstit v. Stabe d Inf. Le rrgts. Grotzherzogin ,8 »irvtzsterzogl. Hess.) Nr. 117, >,n Verletzung zum 9. Bad. Fns R. Nr. 170 ,,,. d. Führ, die: RcgtS. beanstr. Frhi v Eelking, Oberstit und BeUS. Ko >m .- Hannov. Fns R Nr. 105, zuni Stabe d. Fns. Leibreq Grotztierzogin (8 Großherzogl. Hess - «r. 117.
^ "'Ter Kaiser über General v. Lin de na Ter Kaiser ,andre an die Wiiwe des vcrfiorbrnen, kürz! zum täouverncur von Men cruaiintcn Generalteukna,' v Lrirdciiau fotgendes Tetegranrm: Zu dein plötzlickien. In i i i k I b c t r ii b i' n b c n -i o b c ^ b r r 5 o i t ni iftrPi irii Fstncn anernr herzlichste Teälnavme ans Ich stabe d E»i,ck,la,eiien, den ick, feit langen Fahren kenne, als So daicn und Menschen hochgeschätzt und ha noch g r 0 „ c s von ist,» erwartet. Seil, Tob ist i mich und die Armee ein herber Sterlust. l»vlt sei Fhnen » den Fhrrgen mit ,einem Tröste nahe
0" Jvaufrrcii-r für «Kenerolleutnant »on Linder schreibt die Lnen,che Ztg.:
- /und Gai-nison, trauert ikm diesen Gene
MiNkcdnq und^rin. ;ciqte sicb am Mittu'octf nackmil^
rnder gromm gerlnadmc der Trierer Bevötkerun» on den Trau fererlrckicae». An der Banstko und in den Skratzen du die der Traiurzng ging, staute sich eine gewaltige Mensch
menge und cnblötztc ehrfurchtsvoll die Kopie, sobald der Sarg ,'rchlbar wurde. T»e eigentliche Traucrfejcr fand um 8 llhr »achmittogS IN der Basilrta statt, die von der Stadt Trier- reich und strmmnngsvoli ausqeichmückt wo>-deil ii«v. Die Stadl wollte damit dckniiden, wie lehr sic die Bcrdrenste des Verstorbenen um Tr-icr zu würdige» gewntzr bat. Vor oem Aliar, umgeben von Lorberrbanmen »Iw Palnien, N» 1 I der Sarg a»i gebahrt. Auf dein Sarge ruhten Helm und Säbel. Ans de» Sluien zur Apiis, dar dem Sarge, waren zahllose Kränze mir Mächtigen Tckueifeu ausgebaiii. Mit einem vom Kirchen a>oi gesungenen Choral nobi» die Trauersrier rhreii üliifaria Dam, imach Tivisionspsarrer Przygode vor dem Sarg. Nach Beendigring der kirchlichen Feier hoben 12 Untcroiftzierc vom Fnianterie Regiment Nr. 29 den Sarg aus und irngen ihn durch das Hauvtvorlal der Kirche »»nt Leichenwagen, der mit 0 Pferden bespannt war. Der Trancrzug ging über den Konstantin vtag. durch die Mnstorstratzc, Ostallcc, Babnlioiftratze zum Hauvtbolmboic. Fn sämtlichen Straßen, durck> die der Traiier- .zug kam, bildere» die Triiovcn der Garnison Tvnlicr.
“* Zu der rohen Tat in der B a l, n l, o f st ratze teilt uns ein Augenzeuge mit: Tie Streitigkeiten, die den Grund zu der iokgescstwereu Tai bildeten, haltcu schon crui dem Maskenball in der Turnhalle begoniien. Ein als rohcr Mcnsch bekannter Arbeiter war mit seiner Geliebten in Streit geraten, iveil sie ihm nicht aus seine wiederholte» Ausforderungeii hin in seine Wohnung folgen wollte, da sie wohl berechtigte Beranlassunz zu staben inctnte, Miß- handlungen von dem eifersückitigeu Liebhaber befürchten zu müssen. 'Als dieser mit dem Revolver drohte, ging sie schließlich doch mit. 'Aus der Bastnstofstratze »viederholte sich die Szene. Tas Mädchen weigerte sich init aller Entschiedenheit, ihm zu folgen. Als der Rohling gegen sie tätlick, ivurdc, legten sich andere für sie ein und cs- kani zu einer allgemeinen Schlägerei, bei der der Liebhaber übel zuge richtet wurde. Fn seiner Wut hierüber zog cr den Revoltier und zielte auf das völlig unbeteiligte, des Weges kommende Tienstmädchei, Lina Brück. ES handelt sich also, so sagte der Augenzeuge ans, nicht um einen Unglück» lichen Zufall. Wenn dieses die gerichtliche Unterinchnng bestätigen sollte, würde die Bestrafung dev Täters recht erheblich ansfallen, zumal er keineswegs angetrunken gewesen sein soll.
** F » d e r K l i n i f s ii r p sucht s ch e und n e r - v ö j e K r a n kh c i i c n sollen, wie wir dem gedruckten Aus schußberichi der Zweiten Kammer über de» Voranschlag für 1914 ciitiichmcn, Dauerbäder eingerichtet werden. Zur Beichassniig der hiersiii- nötigen Räumlichkeiten soll durch Anbau an Gebäude 15' der Männer und Frauen abtcilung die Klinik erweitert werde». Veranschlagt sind die Kosten mit 84 000 Mk. Der Ausschuß beantragt: Zustim- uiung zu der uachgcsuchkeu Krcdiknberkragung von 84 000 Mk.
** Zum Neubau d e S A m k s g c r i ch k S g e b ä u des- zu Gießen heißt cs in dem 'AnSsckuißstcricht der Zweiten Kammer: Nachdem nunmehr der Neubau sertig gestellt ist, ist die iuncre Einrichtung erforderlich. Soweit möglich, wird das alte Mobiliar aus dem bestehende» Fuftizgebäude verivendcl tverden. Weiter iverdcu 8 7 000 M a r I f ü r innere Ein r i ch tn n g verlangt. Ter 'Ausschuß spricht die Erwartung aus-, daß der erössnetc Kredit i» lpariamer Weise n, Anspruch genominen ivird und beantragt Bewilligung von 87 000 Mk.
** Ter Esclskopf, der nach unserem Itiinnmiigs- bilde vom Karneval i» Gießen groben llnfug getrieben stabe» und von einem Schnpinann abgcführr fein soll, stellte sich in unserer Redaktion vor und behauptete das Gegenteil von deni, was wir berichteten. Er fei angegrisf i, worden und stabe sich zur Wehr gesetzt, er sei auch niri-: abgesüstrt, man stabe mir seinen 'liamcn sestgestclli, so i—a—te cr. Wir wollen ihm das gerne glauben und bekennen, daß lvir vielleicht falsch unterrichtet waren. Die Angelegenheit ist jedoch so harmlos, daß wir ihr nicht weiter nachgchcn wollen. Auch der Esel möge sich benihigen. Aber Esel sind bekanntlich immer eigensinnig.
** Baum wärtcrkursus. Fm März beginnt an der Obstbau- und landwinschastlickien Dinterschule zu Fricdbcri, der diesjästiiae Ban m wir t c r kn rsn s. Tre Tuner beträgt acht Woche» und zwar 5 Wochen im Frühjahr, I Woche inr Somnrer »Iid 2 Wochen im Herbst. Tertmnmer, welche sich zu bcruis mäshgen Baumwärtcru ausbilden wollen und ein Alter von 10 Fahren habe», lind bonorarrrci und können au, Antrag vor den berrefiendeu LairdwirtichaiIskammer--'Ai,sschü>,'cn bis 60 M. Znirliiiß erhalten.
** Die Grotzb. Zentralstelle für die öcitttli ■ schreibt »Ns: Der bereits aiigekstndigte Meister kurv iüi T a m c » ,'ch »e i d c r i n n en in Friedberq bat besonderer Umstände halber nicht, wie vorgesebe», am 9. Februar l. F. beginnen können. Der Kursus nimmt nunmehr am 9. März 1914 in der Ge werbeschulc zu Friedberg seinen 'Anrang. Eine Vorbesprechung der zu dem Kurse tzlngemeldcten ist aus Sonntag, den 8. März, vor- iniiiags 10' ,. Nhr. im Gebäude der Gewerbe,tfiulc zu Friedberg g»- geietU, wobei die UnIerrichtSzeil den Wüm'chen der Teilnehmerinnen entivreckicnd srstqeiehl werden soll. Die Ilnterrschtsertcilung liegt in Händen der Frau W u n d e r l i ch G setzen und findet an Wochentagen vor und »achmirtagS ftatt.
*• Ei a d! r hea I rr. Nochmals sei daiont liiugcivrele», daß der beiiiige Lst»l rage oben > von Präses,or Marc eil Salzer püiiktlrrh um 8 Uhr beginnt
" Der Mann ohne Arme ist der neueste Schlager des Lichtivielbauses. Mit Errolg hat man darin versucht, die l-eisviellolen Künste eines ZrrkusvhänomciiS für den Film z» verwenden und mit einem der gewöhnlichen Varielä- und ZirkuS- drawen z» v rdinden. llnstreitrg feifctit die Künste de« Jean S a n s b r a s, wie nch der Wuuderniensch nennt, weit mehr als dar Drama selbst. Sie eaveckcn in ,ed«m, auch den, ausgesvrochenen Kinolemd. großes Futeresic. Der Mann, der seit einem Fahre in Berlin und anderen Großstädten TeulschlnudL voa sich reden macht, hat i» Ermangelung der Arme leine Füße vollsläudig zu Bänden auSgebrldrt, kann damit seine Morqcutoilelle machen, sein Frübstück damit einnedmeu. ja selbst damit schreiben. Wir habe» hier tal- lächlich eine» Wunderuienschen vor uns.
Ern geriebener Schwindler. Tie Kriminalpolizei »crhaiicte in Wiesbaden den Spengler und Fnstallatcur Heinrich Tchlnnk ans Frrmksurt a M., der seit einer Reihe »an F-alncn als Spezialität Weikzeugoiebstälrlc ausiührtc »nd die Beule ivic lend leicht dadurch an den Mann brachle, daß er sich als- Meister ansgab. der in Not »nd Bedrängnis geraten sei und des »alb iciit Werkzeug verkäme» müsse. Temen Wohnsitz wechselte der Ver- liaitele. de» eine hohe rrlraie erwarten dürste. lesen Angrnblick, hielt sich vor allem aber in hessischen Städten auf.
** Grund»ü ck Sv e rkc h r. Grundstücke zu Mainz, die an,' den Namen des <ovirito Bo »nein«, Direktor in Frankfurt a. M , eingeiragen waren, sollen Dienstag, den 28. April 191 i, nachmittags 3 llhr, im neuen Fnstrzgebäudc zn Mainz, im Wege der Zwangsvvllstreckinig versteigert werden. - Ei» <Krnndftück zu B o d c n h e i m, das m» den 'Nomen der Lan g, Friedrich. Taglöhnei-, hl Lang. Elisabeth« geh. Brecher, besten Ehefrau, eingetmgen war, sott Freitag, den 17. April 1914. nachmittags Uhr, im Wege der Zwangsvollstreckung im Ge meindehanle zu Bvdenheiin versteigert Iverden. — ®ii_ Grund stück zu Gonsenheim, das auf de» Namen der Schiitdiier 1. Ochl. Foicf, Vierter, 2. Orhl, Tnsanna geh. Klein, dessen Eheiran, eingetragen wgr. soll Montag, den 20. April 1914, nachmittags :-!> - Nhr, ans dem Gemeindehaus in Gvnsenheini ini Wege her Zwangsvollstreckung versteigert werden Grundstücke zu Frettenheim, die auf den 'Namen des Fatob


