Ausgabe 
24.2.1914
 
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|SSfeTd)luii an boi ^Lottenborhi üir bic ,nettere Stärkung btr Flotte at, 8 ,iu sein, nid« ohne Dirkutno geblieben nxtr.

' et 5R ei gt i r <f>cn , 21. ^Vebr. :önitc abend feierte der T u r n- et it fein 6. Stiftungsfest. Die Begrüßungsrede dielt der 1. etiretttcr, c oantcr. Bl»! dem Programm find bervorzudeben ein >6mgipiel,^ein Tiroler Reigen von 4 Turnern und 4 Turnerinnen der Schusterjungenreigen von 46 Turnern. Verlosung und I-taitj bildeten den Schluß der Feier.

B. Kondors, 23. Febr Am Samstag abend hielt der imadfabr erverein Rabenau sein 2. Wintervergnügen, ber» .buitbni mit Maskenball, ab. fstach der Demaskierung hielten »Aus- ssühoungen und der Ball die Besucher bis zur frühen Morgenstunde 1 zusammen.

Treis a. d. Lda.. 22. Siebt. (Sitte Kappensitzung feierte «un Samstag abend der seit zwei Jahren bestehende volkstümliche flk.einG emü11 1 chke 1 1". Großen Beifall erhielt der von dem Vorsitzenden kombonierte Gevattermarsch.

Svovt..

Podbielskis 7 0. Geburtstag.

Berlin, 22. Febr. Bei mildern Frühlingswettcr wurde beute nachmittag die neue Sportfaison ifti deutschen Stadion cröffnel. Dar Entscheidungsspiel um den Kronprinzenpokal, veranstaltet vom Deutschen Fußballbund, wurde zwischen dem norddeutschen Fußballbuitd und dem Verbände mittel- «deutschcr Ballspiclocrciue nusgetroqen. Nach einer Spiel- idauer von zweimal 4'> Minuten riß Norddeutschlaitd drei Minuten vor dem Zeitablaus mit 2 : l ben Sieg an sich. >Iu der großen Pause zwischen den beiden Spielen wurde zu sEhren des Siaatsmfnistcrs v. Podbtelski anläßlich seines 70. Geburtstages eine Bronzctafcl enthüllt. Das Bild zeigt den Staatsministcr mit der InschriftDem Förderer des deutschen Sports." Neben etwa 1300 Vertre­tern fast alter dem deutschen Reichsausschuß sür die olnmpi- : scheu Spiele angefchlossenen Sportkorporationen beteiligten :firi> mehrere Militärvereine an dem Turchinarsch zu Ehren .des Siebzigjährigen. Ter Vizepräsident des deutschen Rcichs- ausschusseS, von Lertzen, feierte den Staatsministcr in längerer Rede, worauf Exzellenz v. Podbtelski in einer kur­zen Ansprache dankend erwiderte.

<nfticbi5fdbtt.

London, 23. Febr. Ein Militärdovpeldecker, aus welchem sich ein Ziviislieget mit einem Passagier befand, stürzte heute morgen bei Chichester infolge des Bruchs eines Teiles des Abbarates a v. Ter Passagier nmrde getötet, der Flieger schwer verletzt

Uiiivpriitiits-Nacl, richten.

- Ter Bezirkstierarzt Bcterinärrat a. o. Professor Tr. pitil. Rcinhold Fat» dach ist krankheitshalber von der Lei­tung der atubulatorifchen Klinik der Tierärztlichen Hochschule |in Dresden zurückgetreten und hat die Verwaltung des tVeterinärbezirks Rochliß übernoinmen: zu seinem Nachfolger in der Leitung der anibulatorischen Klinik der genannten !Hochschule wurde der Bezirkstierarzt in Maricnberg, -»Privatdozent Dr. vhil Eivald Weber unter Versetzung in !dir Bezirkstierarztstellc für den Vcterinärbezirk Dresdcn- (Altftadt und unter Ernennung zum a. o. Professor berufen.

& a m b u tfl ,_21. Febr. Ter Senat beantragte bei der Bürgersätast die Schaffung hton drei neuen Professuren, für -Sprache und Kultur Japans, für die Kultur und Geschichte Indiens und für die Geschichte Rußlands, sotvie die Er­richtung einer kolonial-geictnchtlichen Abteiluiig am histori­schen Seminar.

GerichtrfaaL.

Eine Kündigung mit Hindernissen.

'<< Berlin, 22. Febr. Ter Gemeindediener Gustav Leh- lti»n« hat es fertig gebracht, die Erekutibbeamten einer ganzen Gemeinde einen Taa lang in Atem zu halten. Die humoristisch« ^Geschichte zeitigte einen Zivilpiozeß, der die 101. Zivilkammer des Landgerichts I beschäftigte, - In der Beweisanfnabme wurde äolgender Tatbestand sestgestrllt: Lehmann umr als Milüäranwär- 1er orobeweve von der Gemeinde Trevtow als Gemeindediener «ngestellt worden Sein Vertrag ging dahin, daß er als lebens­länglich angestelller Beamter gellen sollte, falls ihm nicht bis zu einem bestimmten Termin gekündigt wurde. Dieser-letzte Termin atxn der 31. Iamiar 1912. An diesem Tage mm ließ sich Leb ,manu bei dem Amtsvorsteher melde», und znmr zeitig früd- -viotgens »nd teilte dem Boegeletzten mit, daß er sich bereits feit 41 Smnben ui, Dienste beffnbe, er bitte daher um einen Tag Ur- i lanO Ter Amlsvorsteher nickte gewährenb nnb Lehmann ver- - schwand Nach einigen Minuten erschien der Beamte, der die Pettonalien zu bearbeiten statte nnb warf die Bemerkung hin, baß beute der letzte Tag sei, <p dem Lehmann gekündigt werden könne .Lehmamt wa> t'ndefien nicht da, er hatte ja regelrestt Urlaub ge- nemmen. und man mußte ihn also erst suchen.

Die stille Hvssnung, daß Lehmann nach gesunden tvetden j föimtc, ernnes sich als trügerisch Endlich verfiel man aut einen iAusweg Es tvnrde ein amtliches Schreiben aufaefetzt. tu bem -Lehmann bedeutet wurde, daß er entlassen sei. Es erschien die emiachste Sache van der Welt, dieses Schreiben in der »Wohnung Lebmanns au, den Tisch zu leg-n, Tie Sache schien einfach, ,n Wnkltchkett war es ein vergebliches Bemühen, denn man hatte rächt mit der resoluten Wirtin des Lehmann gerechnet. Als der Amisbole mit dem schreiben erschien, verweigerte die Frau die Annadme mit der ErNürnng, ihr Mieter hätte dttrch amtliche Schreiben schon viel Aerger gehabt. Tarant wollte der Bote den .IBuet am dem Tische niederlegen, was ihm aber auch nicht ge­stattet imirde. Schließlich gedachte er ganz schlau zu sein Er machte die ^kür von draußen zu. wartete eine kurze Zeit und schob dann das Stdteiben unter der Tür in die Wohnung. Die Wiriin statte wob! aber etwas derartiges vermutet, denn sie öffnete vlöIr­lich die Tür und gab das Schreiben dem Bolen zurück, der es wieder mit ams Bureau brachte, Leb mann erschien nach sei­nem Urlaub gelund und munter im Bureau und wußte anschei­nend von nichts. Als tdm nach drei Monaten bedeutet ivuide, -daß er im Bureau nichts mehr zu suchen habe, da ihm ja ge kündigt worden sei. war er sebr erstaunt Er verließ seinen Posten. belnelt sich aber alle Ansprüche vor, die er nunmehr ibttrtbbcn Rechtsanwalt Walter Bahn vor der 191. Zivilkammer vertreten ließ

In der Beweisaufnahme wurde scstgestcllt. daß Leh. .mann der Kündigungsbrief erst einen Tag nach der vereinbarten Fast zugestellt werden konnte. Die als Zeugin geladene Wirtin des Klägers schwor, daß eine Pereinbarnng. die Kündigung durch Mchtannahme von Briefen unmöglich zu machen, zwischen ihr tiitd ihrem Mieter nicht getroffen ivorden sei Tarauibin wurde die beklagte Gemeinde Trevtow verurteilt, »nd zwar tvurde dem Kläger Lehmann zunächst ein Teilbetrag von 3500 Mk gesprochen. Der Rechts!»eisland des Klägers erklärte, daß sich , dessen gesamte Ansprüche an die Gemeinde Treptow aus 27 ODO Mk. t belaufen.

Die vetiänmte Kündigung dürste also für die (Gemeinde ziem- -lich kostspielig werden, zumal fie auch noch die nicht unbeträchl- ! sichen Gertchlskosten zu tragen hat.

Todesstrafe gegen einen Spion.

iC Wien, 22. Febr. Der seltene Fall, daß Todesstrafe wegen Spiottage auch im Frieden verhängt wird, hat sich vor dem hiesigen Landesgerichk ereignet, dos den seüderen Obcrlent- nant Cedvtml Jandrie zum Tode durch den Strang verurteilt. We die Beweisaufnahme in dein Prozeß, der natürlich aus Staals- «ntcrciie unter vollem Ausschluß der Ocssentlichkeii geführt wurde, vergeben haben soll, fanden sich kn dar Wohnung de» Angeschul-

digten verschiedene Dokumente, nt denen Mitglieder einer frem­den Macht dem Angeklagten verschiedene Aufträge erteilten. Auch gestohlen« Mobi nierungsyläne, gesteimzuhaltende Eisenbahnsahr- vläne usw. wurden gesunden. Die Verhandlung gestaltete ,tch insofern einfach, ais der Angeklagte geständig war. Er gab zu, seit dem Jahre 1912 mit dem russischen Generalstab IN Ver­bindung gestanden zn haben. Tie Todesstrafe wurde verhängt, weit der Angeklagte seine verbrecherische Tätigkeit zu einer Zetr ausübtc, in der das Land durch äußere Feinde bedroht war. Ter Bruder des Verurteilten wird sich in einigen Tagen unter dcc gleichen Anllage vor Gericht zu verantworten haben. Es ist übrigens wohl kaum zu erwarten, daß das Urteil ausgefuhtt werden wird; es dürste in lebenslänglichen Kerker umgewandelt werden.

Kassel, 20. Febr. Wegen Betrüge? in 953 Fällen ver­urteilte heute mittag das hiesige Landgericht den Kausmann Harry Hoerkc in Wandsbeck zu drei Jahren Getängnis und vier Jahren Ehrverlust. Der Angeklagte gewann g-meinsam mit seinem Sttetiohn Mattin Hoppe in Hamburg von Kopenhagen und Amsterdam aus durch betrüneri'che Vorspiegelungen und markt­schreierische Rellame unzählige Leute in allen Teilen rseuttch- lands zur Beteiligung an Serienkvsges eil sch asten. Die­sen Spielern wurden die schlechtetten Serienlose ans ganz Europa zugeiandt, so daß aut rund 390 Mark sovieleintagen im besten Falle eine Mark Gewinn entfiel. Ten 'Angeklagten erwuchs aus diesem Schwindel eine Iafnescinnahme von 100 000 bis 3 20 000 »Mart. Hoppe ist am 17. Oktober 1913 wegen Beihilfe zu diesem Betrüge zu neun Monaten Gefängnis verurteilt worden. Nach vieler Mühe gelang es dem hiesigen Staatsanwalt, den Angeklagten im Dezember 1913 in Gens ausfindig zu machen und verhaften zu lassen. __

vermischte».

* Tynamitcxplosion in der Kanzlei eines

f isch oss. »Aus Tebreyin, 23. Febr., wird gemeldet: it der Kanzlei des griechisch-katholischen Bischofs »Miklossy fand heule eine Tynamitexplosion statt, durch welche fünf Personen, darunter der bischöfliche »Vikar und der Sekretär, getötet wurden. Ter Bischof selbst blieb unverletzt. Tie Tochter des Vikars wurde, als sie die Nachricht von dem Tode ihres Vaters erhielt, wahnsinnig. Man vermutet ein Attentat gegen den Bischof. Durch die Gewalt der Explosion wurden die Möbel aus die Straße geschleudert und die Fenster der umliegenden Häuser zertrümmert. Das Gebäude ist vollständig zertrümmert. Tie Explosion wurde in den entferntesten Stadtteilen gehört. Tie Untersuchung ergab, daß die Dynamitbombe von Czeruowiy mit der Post an Bischof Miklossy gesandt wttrde. Ein gestern rin- getroffener »Brief kündigte an, daß eine Sendung, enthaltend Kirchenlcuchtcr für Kultuszwcckc, einen geeigneten Teppich aus Leopardenseil, sowie 100 Kronen für den Bischof an- komme. Der Brief war mit Anna Kovact unterschrieben. Die Sendung traf wirklich ein und wurde von dem bischöf­lichen Vikar geöffnet, der durch die Explosion sofort ges tötet wurde. Drei Personen sind tot, stehen verwundet. Tie anfangs ausgetaucht« »Vermutung, twß das Attentat aus der Mißstimmung der protestantischen »Bevölkerung cttt- sprungen sei, erwies sich als völlig grundlos.

* ganzen Schwarz Wald ist seit Sonntag nachts .anhaltender Schneeiall eingetreten. Die Temperatur sank von ptu» 1 1 Grad Wärme gestern aus minus 2 Grad. Ter Neuschnee liegt bis 10 Ztm. hoch.

* Ertrunken. Aus Obertsrot (Murgtal) wird ge­meldet! »Bei der hiesigen Pavicr- und Pappensabrik ereignete sich am Samstag obend ein tödlicher Unalückssall. Ter Arbeiter Wielandt aus Neichenthal, »Batet von 8 Kindern, der nach der Kanalichlruie geschickt wotXn war, um den Schieber zu schließen, glitt aus, stürzte in den Kanal und wurde aus diesem tu die bochgehende Murg getrieben. Beim Sägewerk der Fabrik wurde »Wielandt angeschwemmt. Die soso« angestelllen Wiederbelebungs­versuche blieben erfolglos.

* Zu Tritt in den Tod. Aus Berlin wird gemeldet: Heute nacht versuchte der Bügler Kolb in seiner Wohnung in der »Äollinerstraße gemeinsam mit Frau und Tochter aus dem Leben zu scheiden. Tie drei legten sich zn Bett, nachdem sie den G a s h a h n geöffnet hatten. »Als morgens der Gasgeruch bemerkt wurde, wurde die Wohnung geöffnet. Es gelang, Frau und Tochter zum Bewußtsein zu bringen. Kolb war tot.

* Fischvergiftung in der Kaserne. Unter Ver- g i s t u n g s c r s ch c i u u n g c n erkrankten am Sonntag nachmittag 21 Mann des Gar de -Train-Bataillons in Tempelhos. Die »Mannschaitett hatten Schelliisch zu »Mittag gegessen. Bald dar- aui stellte sich bei' einer Anzahl Soldaten starkes Unwohlsein und Erbrechen ein. Ta dies die typischen Merkmale von Vergiftung sind, so wurden die Erkrankten iosart ärztlich behandelt. Ein Teil der Erkrautteu erholte sich bald wieder, so daß sie am Dienst am »Montag wieder keUnehmeu konnte». Mehrere Kraute jedoch mußten in das Garnisonlazarett gebracht werden. Reste der Fisch­mahlzeit, die wahrscheinlich die Krankheit verursacht hat, sind dem bakteriologischen Institut zur Untersuchung geschickt worden. Tie Küchenkommission hatte den Fischen im Rohzustand nichts verdäckttiges angemerkt.

* GesädrIiche Spielerei. AuS Wittenberge (Bez. »Potsdam, wird gemeldet: In »Boberow bei Lenzen entstand in der »Wohnung des Ehevaares »Wolter ein Stubenbrand. »Bier Kinder verstopsten in »Abwesenheit der Eltern ein Mauseloch mit »Lavier, das sie anzündeten. »Als die Feuerwehr etndrang, waren zwei Kinder erstickt, die anderen so schwer verletzt, daß sie kaum mit dem Leben davontommen.

* Schwindler. 2lus Hamburg, 23. Febr., meldet ein Privat-Telegramm: Tie Hamburger Polizeibehörde v er has­

tete ^den angeblichen Kausmann »Alfred Geist, der gestern das Kart Schultze-Tbeater pachtete und als Sicherheit auf das Altonaer Unterstützungsinstitut lautende gefälschte Spaclassenbückier hinter­legte. Et unterschlug die Einnahme und schädigte das Theater um etwa 560 Mk. In ähnlicher Weise schädigte er die Neue Oper um einen weit bedeutenderen »Betrag.

* ß i i e n b a I) it u n g l ii cf. Ans »Paris. 23. Febr , wird ge- meldet: Aus Reims wird gemeldet: Tie Lokomotive und drei

großen Schaden ongerichtet: namentlich aut dem »Platze der tüni.igen intern. Ausstellung sür Städiewesen wurden zahlreiche vor turzein in »Angrtis genommene »Bauten zerstört. Der ange­richtete Schaden beträgt über eine »Million. Aus dem (jlugfclb von Bron wurden sechs Schuppen mit sämtlichen darin beiindlichen Flugzeugen vernichtet.

* Ter deutsche SchonerEleonora" aus Bre­men, der von einigen Zeitungen alsErna" bezeichnet wird oesand |un au, der Fahrt von St. Malo nach Charlestown als er am camstag IM Plymouth Lound Schul, vor dem'Sturm luchte. Tic Anker konnten aber das Schiss nicht Italien ttnb es wurde um 11 Uhr nachts gegen Trakes Island getrieben Tie Mannlchatt gab Feuersignale. Ein Regierungsschlevoee und ein onrercr -chlepver mbren nach der Unglücksstelle. Tie aus süns Mann beuehende Be,atzung wurde, wie bereits gemeldet wird gerettet, uyd m das ceemannsheim von »Plnmouth gebracht.

Kapitän Kulike befehligt wurde, brach durch die »Wucht des sturmes auseinander C 1 -' 3e -' n ., ot - Aus Wrxsorh, 21. Febr.. wird gemeldet: Wie Lloyds niuteilen, in der norwegtlche SchonerMerieav" bei den soltce-Jnjeln getchcitert. Das Schitt befindet sich in einer sehr schlechten Lage, da das Meer stark bewegt ist. Zwei Mann der »Be- iatzung sind '» einem Boot der»Merieao" an Land gegangen. Aus den Jnieln bennden sich einige Leute. Ein Rettungsboot ist ver- oren. »Man betürchtet. dast dabet mebrere Persönen ertrunken sind. Zwei andere Rettungsboote sind in Eile nach der Uniall- stelle unterwegs. Vierzehn Mann, die dem Schoner Hille

bringen wollten, sind ertrunken. Sechs Leichen wurden an Land geschwemmt. Die gesamte Besatzung der»Mexieao" ist gerettet.

* N a h r u n g s s o r g c n. »Aus D i e d e n h o s c n , 23. Febr . meldet ein Privattclegramm: »Am Samstag aliend veauchtc in

Nicder-Jeutz die Frau des »Maschinisten »W üst hvlz sich und ihh'e drei Kinder im 2llter von sechs Wochen hiss drei Jahren in ihrer »Wohnung durch Gas zu vergiften. Der hinzukommende Matii, fand die vier schon bewußtlos vor, doch gelang cs glücklicherweise, alle wieder ins Leben znrückzurusen. Mißliche Faniillenuerdält- nissc sollen der »Beweggrund der Tat gewesen sein. Ter »Mann ist seit längerer Zeit arbcftslos.

"BomTanzindenTod. Aus L u d Iv i g s h a s c n , 23. Fcbr., mäldet ein »Privattelegrainmt In einem Pavftlon im Frie- scnpark im Stadtteil Friesenheim wurde deute vormittag aus einer Bank ein Liebespaar erschosseii ausgesundcn. Die Toten imtrden als der 20sährigc »Arbeiter Ewald »Rück er t und das 19 Jahre alte Dienstmädchen Margarete Türk rekogiwszicrt. Das »Motiv der Tat ist unbekannt. Tas Liebespaar hatte noch diese Nacht an einem üssentlicheu Tanzvergnügnt teilgenommen.

* Der abergläubige Lokomotivführer. Der?lber- glaube des bösen »Blickes ftndet sich, wie ein Bericht der »New PorkerWorld" zeigte, nicht nur itt Italien, sondern auch tm vorgeschrittenen »Amerika. Aus einer der großen Eisenbahn­linien, die den nordamerikaniichen Staat Illinois durchguercn, blieb plötzlich ein Schnellzug mitten aus der ichneebedecktcn Strecke stehen. Die Auftegung war groß, die Reisenden eilten neugierig an die Fenster und die Zugbcamten stürzten nach der Lokomotive. »AIS der Zugführer den Lokomotivführer fragte, warum er plötz­lich gebremst habe, wies dieser aus eine schwarze Katze, die am Fuße eines »Baumes im Sckmee wühlte, mtt den Worten:Ties verdammte Tier ist über die Schienen gelaufen. Ich will es wieder über die Schienen zurückjagen, um uns vor dem bösen Blick zu schützen" und daraus bemühte er sich, dieses Vorhaben auszusühren, was ihm schließlich auch gelang. Dann sprang er wieder aus die Lokomotive und ließ den Zug wefter sabren. Es scheint also für eine Eisenbai,nsahrt kein ungünstigeres Zeichen zu geben, als wenn eine schwarze Katze über die Schienen läuft. Unglücklicherweise befand sich unter den Reisenden ein Ober­beamter der Eiscnbahngesellichast, der wenig Verständnis sür dir von der ichwarzen Katze drohenden Gesadren besaß, und dem Lokomotivführer, der allzusehr um sein eigenes und der Rei­senden Schicksal besorgt war, den Dienst aufkündigte.

vüchertijch.

(Die Berusswahk.) Ter technische Berus. Nur noch wenige Wochen trennen uns von dem Zcitpimkt, wo Tauieitde von sungen Männern vor die Berufswahl gestellt werden. Da er­scheint zur reckten Zeit ein Schrtttchen des Dipl. Ing. Wilh. «tiel überTie »Aussichten des technisck>en Berufes", das vom Jndustriebeamten-Verlag, Berlin XIV 52, an alle Interessenten kostenirei versandt wirb. An Hand von einwandsreicnt Material wird in der Schrüt nachgewieien, daß die technisd:en »Privatange- stelllen zurzeit unter einer außerordentlichen Uebcrproduktivn an technischen Krästen zu leiden haben. Alljährlich strömen Tau- sende der Technik zu. »Bor allem: ist es der Nimbus, der wie cm geheimnisvoller Schleier die Industrie, die Technit umwedl, die Meinung, daß dem Techniker die ganze Welt mit ihren Schätzen oisenstede, daß mit einem lüßckten Glück und das erhofft teder der Techniker ohne weiteres ein gemachter »Mann sei. Der Ruhm einzelner reizt, und man bedenkt dach ttidtt, daß cs eben nur einzelne sind, die das Glück erjagen, während die große Mehrzahl aller Ingenieure und Techniker sich mit völlig unzu. reichenden Gehältern begnügen inuß und zeitlebens: in unbeftiedigte, Lage verbleibt. Jeder, der sich dem technischen »Bernir widmen will, sollte au, alle Fälle obengenanntes Schrrirchen lesen, bevor er sich endgültig entftheidel.

Märkte.

llll. Wiesbaden. Diehhof-Marktberichl vom 28. Hebt. Auftrieb: Rinder sitz (Oeblen <>7, »Bullen 27, Kühe und Färsen 122), Kälber 10 , Schate 78, Schweins 918.

Marktverlaut t In Grouvieh bei schlevvendetn Geschält lieber« stand, Schweine und Kleinvieh langsam geräumt.

Preis« lür 100 Psv. Lebend- Schlacht­gewicht

Me.

51-55

Ochlen.

Poklkleifchsge, anSqemästete, böchsten Schlacht» wettes tm »Alter vott 47 Jahren . ....

Jttnae, sleilchtge, nicht ausgemästete und allere ouSgentästet«............

Mäßig genährte junge und gut ge-

genährte ältere...........1649

Sutten.

Pollkletlchige, auSgew, höchsten Schkachtw. . . 4548

Vollsteischige, süngere. . . .......4244

Fällen, Kühe.

Pvllsletschlqe nnsgemästete Färsen höchste«

EchlaebtwerteS..... 4751

S'ollslelschigc misgemästet; Kühe höchsten

CchlachtwerteS bis zu 7 Jabren.....3943

Aeitere ausgemästete Kühe und wenig gut ent­wickelte süngere Kühe . ........4246

Mäßig genährte Kühe und Färsen.....3437

Vertilg genährte Kühe und Färsen.....3034

Kälber.

Feinste Mastkälber...........6264

Mittlere Mast- »nd beste Saugkälber.... 5358

Geringere Plast- und gute Saugkälber . . , 4852

Geringe Saugkälber..........4447

Schale.

Weidemastlchafei Mastlämmer und Mlasthammcl , . . 47,0000.60

Schweine- Lollsteischtge Echtveine von 80100 kg Lebend-

gewi.bt......... . . . . 50-51*/,

Pollsleischige Schweine unter 80 kg Lebendgewicht 50-51 Pollfleischjge Schweine von 100120 kg Ledend-

geivicht............

Lollsteiichige Schweine von 120150 kg Lebend

gewicht..............5i.oo

Fetisch weine über 150 kg Lebendgewicht . . 4950

Lauen ..............4600

Mk.

90-91

5054 89-94

80-81

75-81

70-76

83-32

70-76

7582

6469

6063

103107

88-97

8087

73-78

9600

64-66

61-65

51-52*/- 64-66

64-00

61-63

58-00

kirchliche Nachrichten.

Evangelische töemeinüc.

2n der Zohanneskitche.

Mittwoch, den 25. Februar, abends 6 Uhr: 1. PassionZandacyr. _ Pfarrer Bechtolsheimcr.

iraer mehr wird Tee, namentlich in den kräftigen Sorten, als tägliches Getränk bevorzugt* Von

!ESSM£R S TEE - MISCHUNGEN

setzen sich London Tee ä Mk. 2.60 und Englische Mischung ä Mk. 3.20 das Pfd. zum grossen Teil, Ceylon Indian ä Mk. 2.80 und FF. Ceylon Indian L Mk. 3.50 das Pfd. fast ausschliesslich aus feinen britisch-indischen Tees zusammen. Diese vier Mischungen verdienen ihres Wohlgeschmacks, ihrer Feinheit und grossen Ergiebigkeit halber ganz besondere Beachtung. ^ ss

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