H>tCÄc den Korr bei- Ztsenbahnlinic übe t eine Entsernung »wj 40 $Mometetn hinau- und die Verbindung der Italic nistnen Linie mit der Linie nach Aidin verbietet, noch nicht nbqcschlossen sind, und, wie bereits gemeldet, <nij Schmierigkeiten stoßen
U e b e r g r i f s e der in c x i k a n i s ch c » A u s st an - d i; ifetit. Aus ElPofo nnrd gemeldet: Tie standrechtlickte Erschießung des englischen FainierS Bcnton durch die In surgenken in Mexiko hat einen Sturm der Entrüstung an der chrenzc hervorgernsen An einer Massenversammlung, die bier abgehalten ivurde, wurden Entschließ ingen angenommen, in denen das Staatsdepartement in Waslnng- lon scharr kritisiert wird, lveil es den Konsulatsbericht über die Erschießung BentonS unterdrückt Ijabc. Weiterhin wird der Kongreß ersucht, eine erschöpfende Auskunft über die verbrecherischen und gesetzwidrigen Handlungen zu verlangen, die angeblich gegen Ausländer in Mexiko begangen worden finb. Tie Massenversammlungen bilden den Abschluß eines Tages großer Ausregung. Ter Bürgermeister Patte die Adlialtuiig der Versammlung ün Freien unter sagt, da darin eine große Gefahr liege. Aach Mitteilungen der Witwe BentonS hatte der Streit ihres «satten mit dem Jnsurgcntcnführer Villa seinen Ursprung darin, daß Bcntvn von Billa die Erlaubnis erbat, 100 Stück Bich von hier nach den Bereinigten Staaten bringen zu dürfen. Villa habe dieses Gesuch mit der Erklärung abgclehnt, er könne das Vieh selber gebrauchen
Chinesische Räuber. Bei der Plündcruiig
LiuantschauS am 20. Januar durch Räuber unter Führung des „Weißen Wolfs" wurden von ihneir 1.200 Männer, Frauen und Kinder niedergcmacht.
25000 Mann starke Truppen näher sich jetzt dem befestigten Platz des „Weißen Wolfs" bei Tschangpang in Kivan- tung, wo 2000 Räuber weilen, von denen die Hälfte mit mv- dernen Gewehren bewatfnet ist. Man rneint, daß die zur Bande des Weißen Wolf gehörenden Räiiber de» Mittelpunkt für einen neuen Amstand bilden iverdcn, wenn nicht di: Gelegenheit benutzt wird, sie auszurotten; die Truppen zeigen jedoch eine starke Abneigung gegen einen solchen Angrisi.
Tie A n t w o r t n o t e G r i e ch e n I a n d S an die Großmächte lenkt die Aujmcrksamkcit der Großmächte daraus, daß cs aus ethnologischen, strategischen und wirtschaftlichen Rücksichten oppvrtim wäre, daß gewisse Törscr des TalcS von Argtzroeastro Griechenland cinvcrtcibk wer den. wobei die griechische Regierung zu einer Grcnzbe- r i ch t i g u u g, welche die albaiiiichc Küste bis zuin Kap Pa- gania verlangen würde, sowie zur Zahlung einer 2 u m »i c von 2 500000 Franks an Alb a n i e n geneigtzist. Tie Regierung vcrlaiigt auch, daß genügende »i,d wirksame «Garantien der in Albanien lebenden griechischen Bevölkerung gegeben werden. Sic verlangt ferner für Chimara, welches stets Autonomie genossen habe, entsprechende Bürgschaften Tic Regierung ist der Meinung, daß der Kanal von k^lorfu unter Neutralität zu stellen sei. Griechenland ivird, indem es die Albanien ziigesprocbcnci, Gebiete räumt, sic den holländischen Offizieren übergeben, damit die Ordnung nicht gestört werde.
Provinzickl-Nusschuh der Provinz Oberhcsscn.
Gießen, 21. Fcbr.
Anwesend: Provinziatbireklor Geheime Rat Tr. Ui i n- ger. als Vorsitzender und 1 Mitglieder. Beginn 0, Ende U'/r Uhr.
1. Gesuch des I o h. Steiners zu Gießen n in Erlaubnis zu ni Betrieb einer Schankwirt ichafk in dein .Hause Walltvrstr. 4 6. Es handelt irch um den Ucbergang einer bereits bestehenden Wirtschaft. Da« Gesuch ioar von dem Polizeiamt befürwortet worden, die Stadtverordnetenversammlung aber hatte sich dagegen ansgeiprochen. Tos Kreisamt trug deshalb Bedenken, die Konzession zu erteilen und legte die Akten dein Provinzial- auSschuß vor. Dieser entschied, daß die nachgesuchtc Erläub- >iis zu erteilen sei.
2. G c s i> ch d e s I o h S. W a ß ,n u t h z u 0) i e ß e n u m Erlaubnis zum Betrieb einer Schankwirt»
> cba f 1 im H a u s e B a h n h o f st r a ß c 62. Gesuchstellcr de treibt ein Cafe und sucht um die Erlaubnis »ach, in diesem auch bessere Liköre aiisschcnleu zu dürscn. Stadtverordnetenversammlung wie Polizeiankt batten sich dagegeii aus ge ivrvchcn, weshalb die Akten bei der» ProvinzialauSichuß in Vorlage kamen. Tas Gesuch wurde heute kostcnsällig atzgc- wicsen
3. Klage d c s £ . 3. z u Gießen gegen G r o ß h. Krc i s a m t Gießen wegen P c r s a g » n g eines Randergewcrbescheins für 1014. TaS Kreisamt batte deshalb de» nachgriuchlen Aandergewerbeschein nicht erteilt, weil S. in der letzten Zeit dreimal »vegcn Bcttelns bestraft lvordcii ist. S. ist nahezu blind und >,at außerdem einen doppelten Lcistenbruch. Ter ProvinzialauSichuß war der Ansicht, daß in diesem Falte der Wandergeweibcstheiii wohl nur als Tcckmantel der Bcltetci diene» werde und ivics die Klage koftentällig ab.
4. Die Ztndtverordnetcnwahl zn Gießen >m Jahre lOl 0, Wegen verschiedener Unregelmäßigkeiten bei der genannte» Wahl Ivar bekanntlich reklamiert worden. Ter Kreisansschuß batte die Wahl zum Teil anigoholmn und zwar bezüglich der drei, ans drei Jahre geivahlten Personen, sie aber im übrigen bestätigt, «hegen dieses Urteil >var von C. Kumpf und von Rechtsaniocckl Fischer, als Vertreter des Job. Gg Pforf, Brrniung verfolgt worden. Ter Pro vinziala „sschnß bob in soiner heutigen Sitzung die genannte Entscheidung a n s und wies die Sache zur „ o ch nialigcu Berhondtiiug an den Kreis ans schuß des Kreises Gießen zurück. Tie in der Berns»ngsi»sta n \ erivachsenen Kosten wurde» der Stadt Gießen zur 2aü ge setzt, im übrigen wurde die Entscheidung über die «losten dem weiseren Versabre» voivehalte,,. Tic von dein Vorsitzenden >n ü n d l i ch zu diesem Urteil gegebene Begründung ist etwa folgende:
ES IN an«,vei»lich de, Akten scstgcstetlt, oaß der Kreisrot des Kreises Gieße» seinerzeit die Wahl wegen erheblicher Gesetzwibrlq keilen van Amts wegen generell beanstandet dal Weiler sieht ausweislich de» Protokolls über die «trcisausjchuß-Sitznng veni 10. Dezember ,013 seit, daß der Verirrter de» einen Rcllamavtcn in der mündlichen Veriiondlung daran,' hinqrwieien dal. cs seien gelegentlich der 'lßabi auw >,olb weitere Geietzioidrigkeslen insv Jr.-n »argckammen. alS das Wahlergebnis nicht in eine,,, Akt, nun Teil midi now unirr Abweirnheii der Mitglieder des Wahl varttvndkS lediglich durch Beamte der Vingermeistcrei vorgrnam. men warden fei. Ter Eniqrgnung de» Oberbürgermeisters, datz cs nichr zulässig wäre, nach Ablauf der Lstenlegungstrin noch Ein ivrndnngcn vorzubringen, ist van den, Vertreter des Piast damit begegne! wordrn, daß dies.anch nicht als Einwendung, ivuder» als eine weitere erst noch Ablauf der Lrienlegungslrrü bekannt grioordcnc erhcbtich« «Kesrtzwidriqlrit und als Matrnat mit Rücklicht aut die crkolgle Beanstanduna der Wabl durch den «lrciSral iwrgebracht werde Tiefes Vorbringen stellt „ch als weiteres AngriffSmoterial gegen die Rcchtsbcstäiidiqkeil der Wabi deshalb dar weil das Versabre» vor dem Kreisausichuß sich nicht nur a„k d,c' erhobenen RcNomolionen beschränllc, sondern auch die Bc-
anstandvng der Wahl durch den Kreisrat zun, «Gegenstand haue. Ter Kreisausfchutz hätte sich mit dem Angritismittcl umiomebi befassen müssen, als die. Beanstandung der Wabl nur ganz allg:
mein »nd nicht unter Hervorhebung bestimmter «Sründe
erfolgt ist. Zum mindeste,I hätte er, wenn er die un
ter Umstanden eine erhebliche Geictzwidrigkeil in iuch ictüic- ßcndc Behauptung nicht selbst kiare» wollte, dem Krcis- rat Gelegenheit geben müssen, sich darüber zu entscheide», ob er etwa aus Grund weiterer Erhebungen die er
habene Beanstandung ouSzudebnen Vcraiüaiiung nehmen werde Jedenfalls liegt aber de-: Fall des Art. 52 des Verwallungsrechts- tülcgegcsetzeS vor, denn eS handelt sich um ein Angristsmittel, das in den vorbereitenden Erklärungen nicht enthalten war. Ter genannte Artikel bestimmt hierzu zwingend, daß, soweit es^zur Aufklärung des Sachverhalts crsorderlich ist. ein Termin zur weitere» mündlichen .Verhandlung anberaunit iverde'n mutz. Tie Vorschrift, deren Einhaltung »ach Lage der -ache geboten war, ist vom Kreisausschiiß unbeachtet gelosten worden. Der ProvinzialauSichuß kan» sich mit der Frage, ob das in der mündliche» Verhandlung vor dem Kreisaiisschuß weiter vorge- brachte Angriffs,natcriai begründet ist oder nicht, in der Berufungsinstanz erstmalig nicht belassen, da sonst für die Beteiligten in einer immerhin ivichtigcn Frage eine Instanz verloren ginge, ganz abgesehen davon, daß die Vorschrift des Artikels 52, wie bereits gesagt, eine zwingende ist und die Ansietzung der Verhandlung vorschrcibt, wenn die dort erwähnten Merkmale vorliegen. _
Aus StoSt und Land.
Gießen, 23. Februar 191.1 Generalleutnant von Lindcnau r.
Ter frühere Oberst des Gicßener Jnfanicrie-Regiments Kaiser Wilhelin, Gciieralleiitllaiit Exzellenz v. Linden au, lag, lvie ivir am Sainstag ineldete». seit kurzem au einer scbivercn Erkrankung in. Kranken hau sc zu Trier darnieder. Wie uns aus Trier geschrieben wird, ist er am Sainstag nachmittag seinem Leiden erlegen. Ein Telegramm meldet uns dazu:
- Trier, 22. Febr. Hier ist Gencralleiitiiailt von Li »de ii an gestorben, der vor lurzein zunr Gouverneur von Metz ernannt worden war. Er litt an einer Eiterirng an- Ohr und hatte sich im Krankenhause der Barmherzigen Brüder einer Operation unterzogen.
Generalleutnant Kurt von Lin den au war in den Jahren 1905 bis 1907 Oberst des Gicßener Infanterie Regi- inents Ar 116. Taraus wurde ihm die Führung der 75. Jn- santeric-Brigadc unter Ernennung zum Generalmajor übertragen.
Der Verstorbene steht int Alter von ; ; 7 Jahren und entstammt einer alten thüringischen Lssizierssainilic. Reben seinen »ngcwöhiilichcn Fähigkeiten als Ljsizicr haben ihm auch militärische »nd geschichtliche Werke einen Namen gemacht.
Das „Berliner Tageblatt" schreibt zu dein Ableben von Lindenaus:
Wiederholt ist in diesen letzten Jahren, wenn der Posten des Kriegs mini st ers neu zu besetzen ^var, Lin- denau nutcr den Kandidaten genaiint worden. Seine uni- sosscndc Sachkenntnis, seine sstewandtheit und seine ioelt- inännische Liebenswürdigkeit, ließen ihn als geeignet für dieses Amt erscheinen, und man wußte, daß er die besondere Gunst dc§ Kaisers besaß. Er selbst wünschte sich lieber den Wirkungskreis eines Koniinandierendeil Generals, konnte aber auch in der Verleihung des G o n v c r - ■ neurvoste,ls i» der tvichtigsken Festung einen Beweis des kaiserlichen Vertrauens sehen. Er hat diesen Posten nicht mehr antrcten dürfen."
Neue Berkehrsverbindungeu in Obcrhesien.
Neue Perkehrsvcrbindiingen werden in mehreren Teilen unserer Provinz angestrebt. Es handelt sich dabei um die Errichtung von An to mo billin ie» be^w. elektrischen B a b n e n , da sich die Erbauung von Eisenbahnlinien nicht überall verwirklichen läßt.
Ssnstelle des EisenbahnproiektS Mücke —Ulrich- stein -Schotten strebt inan die Errichtung einer Anta- liiiie an. Zwischen Beuern und Großen Buscck soll ebenfalls eine Kraftwagenverbindniig hcrgestellt werden. In Butzbach und Umgegend ivird die Errichtung einer elek- trischcn Bahn von Butzbach durch mehrere Taunusorte über Ober- und Rieder-Mörlen nach Bad-Rau Heini lebhaft erörtert.
Ta die Wcttcraucr Krajlliiiic Fricdberg—Ranstadt kanin den starken Personenverkehr bewältigen kann, und die Re- gicrnng die Erbannng einer Eisenbahn Friedberg — R a » ft n b t abgclehnt hat, jo strebt man die Errichtung einer elektrischen Bahn zwischen beiden Orten an. Tiefe soll neben dem Personenverkehr auch dein «tz ü tc r v c r k e h r dienen und von dem Kraftwerk Wölfersheim gespeist iver- den. Tic Vertreter der beteiligten Oiemeindeii hielten bereits dieser Tage eine Besprechung in Rieder-Mockstadt ab und sprachen sich eirtschicdcn für die Verwirklichung dieses Projektes ans.
** Z fl ge § fff 1 c » bc c iär Montag , den 23. Februar' Gieße »er Karneval-«Äejellschast 1811: Rose»-
iiioiitagsball, 8'/, Uhr in Stein» Garte».
** L a n d e s u ii i v c r s i t ä t. Oberlehrer Tr. vhil. Ail- l:clnt (6 un bei, der sich an der Landesuniversität für klassische Philvlogic zu habilitieren wünscht, wird Montag, den 23. Februar, um 5 Uhr pünktlich in der kleinen Aula seine P r o b e v o r l e s ii ii g ballen über die Frage: „Was vcr- stcben die griechischen Dichter der älteren Zeit unter Schicksal'?"
** Gewerbebank Lollar. Rach einer ainttichen Bctanntmachnng des Großhcrzoglichen A mtsgerichts Gießen, die das Konkursverfahren über das Berinögen der Gewerbebank Lollar, c. G. m. u. §>. in Lollar, betrifft, ist der Termin zur Erklärung über die von de», Koiitiirsvcrwaliei eingereichte Vorichußberechnniig aus Montag, 2. März 1914, vor»,. 0>/. llhr, Zimmer 16, anberaunit worden. Die Berechnung liegt 3 Tage vor diesem Termin zur Einsicht der Beteiligten auf der Gerichtsschresbcrei des Ainls- gcrichtS Gießen ossrn.
ll n s g l l In der M üllerschcn Schreinerei zu A l p c n r od erlitt der Sohn de« Besitzers durch das ad springende Verschlußsrück eines Treibriemens eine schwere Armverletzniig, die die ilebcrsnhrnng des jungen Mannes ,n die «K i e ß e n e r Klinik er,'orderlick, machte.
" Ein flüchtiger Stadtsekretär. Der seit länger als acht Tage» klüchtige Etadlsekretär Giebel ans Franken, berg. der sich amllicherVcrsehlnng-ii schuldig gemacht haben soll und von der Marburger StaatSanwaltschajt verfolgt wird, ist in Wie» verhaftet worden.
.... ** Sladtthcatc v. Tic GesangSvosse „Wie ein st i m M a, , die morgen zum criten Maie zum «enesiz und 25säbrlgcn Buhne»,ubüaum von vcrrn R»do0 «Soll gegeben wird, rührt von den,eiben Lextdickilern „nd «Gniponinen her, ivle „Filmzauber" Einzelne Rümmer,« des neuen W-ries sind hereil» popnlär gewor- den. Wir nennen „Heißgeliebtes F i r l c i ä n z ch e n", ch-r gesungen und getanzt von Frl. RalhnsniS. Frl. Jüngling, Frl.
Lindeck. Frl. Siettncr und .Herrn Goll. — „T as war in S ch ön c b c r g, i m M o na t M a i“, Duett gesungen und getanzt von Frl. Martini und Herrn Grosser. — „T i c Männer sind
alle Verbrecher", gesungen von Frl. Martini. — „T c c M a n n >v a r a u S H a i t i", Tuett gesungen und getanzt von Frl. Jüngling und Herrn Grosser. — Kouplct-Einlagc: „R a >' o >va s", gelungen von Herrn «Krosser. — ,.«K roßmaINaträ ii m l", Lied, gesungen von Frl. MarUni. — „Liebling komm aus Somme r io o h Ii II n g", TNlclt, gesungen von Frl. Martini und Herrn Grosser und Tango, gelanzt von Frl. Martini und Herrn Grosser. — Tie vorkomm enden Tänze sind arrangiert von der BallcU- mcrNerin Lina Goll-Lldini.
*’ Ter Ehrenvorsitzende btS Teutschcn Flci ichcrverbandcs, der jahrelang crsolgrcichc Vorjitzeiwc des Verbandes, Karl Marx, begebt am Dienstag in körvcriichcr und geiniger Frische in seiner Baternadt Franksnri a. M. seinen 70. Geburtstag. Marx wurde am 24. 'Februar 1844 zu Frankfurt am Main gcbore», trat nach seiner Konfirmation 1858 in bas Vater liche Geschärt, das er 1870 nbernalim und vor einigen Jahren an leine Löhne übertrug. Seit dem Jahre >886 gehört Marx dem Bor stände des Teutschcn Fleischer-Verbandes a», war inchrere Jahre zweiter Schriftjührer, ionrdc dann zweiter und schließlich erster Vor sitzender. Dieses Ami legte er infolge hohen Alters ans dem Vcr kandslagc in Kassel 1013 in die Hände des Verbandes zurück und wurde zum Ehrenvorsitzenden ernannt.
* Di e silberne Hochzeit feiern an, Dienstag Gastwirt Löb Grünewald, Mühlftraßc 33, und Ehesrail Susanne gcb. Heldenmut.
'* Kleine Mitteilungen. In Butzbach hat sich ein etwa 20 Jahre alter Monn erhängt. Ter Grund zu der Tat ük unbekannl. — In Frankfurt wurde der ,':0|ährige Adolf Hossniai,n in einem- Wagen der Straßenbahn von plötzlichem llnwoblsein bciallen, so daß er aus dem Wagen entfernt lind in einen nabegelegenen Hausgang getragen werden mußte. Tic Rbt> tungswachc koniitc nur den bereits eingctreicne» Tod iiiiolgc .Herz, fchlaqs jeststetleii. — In Frankcnbacli brannte die Scheune des Landwirts Iah. «klein und ein Stall des Jobs. Bernhardt nieder. Durch das rasche Eingreiicii der Jcnerwehr konnten die an- liegenoen Wohnhäuser gerettet iverdcn. — Metzger Wind in Friedberg hot feilte Wirischail a» die Hamburger Akticii- hrauerei verpachtet. In der Rocht vom Freitaa zum Sonnabend machte im Gefängnis Gladenbach ein Einwohner ans ErdhoHiem, der am Tage vorher ivegen eines Sirrlich- keiiSocrgchcns verkästet worden ivar, seinem Leben durch Erhängen ei» Ende. Bei seiner Festnahme hatte er schon vcnncht. sich zu vergiften. — In Heusenstamm wurde in ocr Nähe der Chaussee ain Forst der 16 jährige Sohn de« «tzgstwirts imd ven- iionierien Gendarms Gustav R a ch o l s mit einer Schußwunde im Unterleib anfgesuiiden, die er sich selbst bcigcüracht hatte. —- Die Regierung hat der von der Gcineindc Hatrcrshcin bcichlojscncn Aujhebunr der W e r t z n >v a ch s st c n c r ine Gcneh- iniguiig- versagt. — Ein Großieuer zerstörte iir An me» an du Wirlschailsgehäiidc des Anbaners Philipp Klapper lind dee Gastnicts Klappe r.
Landkreis Gießen.
ck, A i c >' c ck , 22. Fcbr. G e m e i n d c r a t s s i tz u n g. Tic Erössnung der geplanten VerbindungSslraßc zwischen, Kirchstraße und Altenbusccker Straße wird unter dem Vorbehalt genehmigt, daß der von dem Gemcinderat genehinigte Plan cingehalten wird. Weiter wiirdc der Bürgermeister beanstragt, bezüglich des Geländecrwerbs mit de» Eigentiimern in Unterhandlung zu treten und das Ergebnis bei der nächsten «tzelcgenheit vorzuicgcn. Ter Büchervorrat der Bolksbibliothek soll je nach Bedürfnis vergrößert werde». Tie Turchnihruiig der Karlsstraßc soll so lange per- schoben werden, bis sic durch Einreichung von Baugcjnäien crsorderlich Ivird. Ter Preis snr die «tzemcindojagd betrug bei der Versteigerung 1450 Ml. Ter «isemeinderat beschloß, sie nicht unter 1800 Mk. abzugcben. Rach Mitteilung des Bürgermeisters hat lick, das Gießen er O j t i ,z i e r ko r v s bereit erklärt, den geforderten Preis zu zahlen. Daher wird den, Korps die Jagd a»j weitere 6 Jahre überlassen.
kl. Lollar, 22. Febr. Zu dem Brande in den Bude ruSsckzeii Esseniverken erfahren wir noch: Es ist jetzt fest, gestellt, daß der Brand durcki Kurzschluß der elektrischen Lei tung in dem Speiscsaal (nicht in der Kcsselfcibrik) entstanden ist. An der Wand lausen Drähte, die durch eine Zwischen decke nach dem aus dem Dache angebrachte» Ständer gehen. Durch die auSschlageiidcn Funken ist das Holzwerk der Decke in Brand geraten. Ta die Fabrik- »nd LrtSseuerwehr alsbald an der Brandstelle waren, ivurde vcrhület, daß das Feuer größeren Umfang aiinahm. Ter nit den, Gebäude an gerichtete Schaden ist »»bedeutend. Glücklicherweise ist der Unfall nicht ivähreiid einer Arbeitspause geschehen, ioo sich gewöhnlich etwa 200 Arbeiter in dem Raninc anshaltcn.
z. Allcndorf a. d. Lda, '22. Febr. Tic Iinterste Klasse unserer Scknilc hat in der letzten Zeit außerordentlich reichen Lehrerwechsel gehabt Seit .herbst ist jetzt der vierte Lehrer an der Stelle tätig. Bor ihm haben auch noch die Lehrer der anderen Klaiscn zur 2l,isbilie einige Tage unterrichtet. Ter häusigc Wechsel wird von Eltern der Schüler bedauert.
sa, Kesselback,, 22. Febr, Heute nachmittag gegen 5 Uhr siel ein sechsjähriger Knabe des Ludwig Arnold von hier, der mit anderen «lindern am Wasser gespielt hatte, in die Lumda und ertrank.
— Sil (in gen, 21. Fcbr. Bei der heutigen Jaqdver- pachtnng bliehen die hieiige» Jäger mit 2265 Mk. Minsrbie- lcnde. Bisher kostete die Jagd 1750 Mk. Povoclbaum-Frankfurt, lind Rentier Albcrs Laubach, lonrden, ivic bisher, Mitpächter.
£ Grü >iberg, 22. Febr. Bedeutende Berichöncrungen ivird die BaHnhofstraße erhalten, ein baufälliges Haus ivurde abgerissen und g» seiner Stelle soll ein stattlicher Reuban er richtet werden. Auch die gcgcnnberliegcndc alte Scheuer wtrc bald verschwinden. Tic katholiichc Kirchen gemeinde denkt dort eine Kapelle zn errichten.
tt. Hungen, 22. Fcbr. Gestern morgen geriet bet in der Holzschneiderei des Zimmermeisters Kart Müller be schäsiigte Ziminergcselle Möbus aus Borsdors in die Kreissäge und schnitt sich den Zcigcsinger der linken .Hand zur Hälfte ab.
Kreis Büdingen.
i Nidda. 22. Febr Pom 25. Februar bis 12. Mör, findet im Gastliansc „Zur Traube" ein Kursus für Säugling s p i l e g c ii n d M n t t e r s ch n tz statt Die Teilnahme ist kostenlos. Leiterin des Kursus alt die Schwester Hedwig von Below.
Kreis Alsfeld.
Alsfeld, 22. Febr, In dein Basaltsleinbrnch bei Iiainrod wurde der Arbeiter Helsenbein von obstürzenbe» Felsblöcken gelrostcn. Es wiirdcii ihm sechs Rippen zer< schmettert: aiißerdem erlitt er schwerere innere Verletzungen,
Kreis Friedberg, h. F r i c d b c r g , 22. Febr. Zu der großen Zahl der Schulen, die Fricdberg bereits beiitzl, kommt zn Ostern eine Scmiiiar- nb u n g s s ch n l e , die ihren Platz in den Räumen des alten Museums erhält.
L Friedberg. 22. Fcbr. Einen, Dienstboten des Land- Ivirts Breidcnbach »erlief) der Grobherzog snr 40jährige treue Dienste eine Brillantenbroche
5. Butzbach, 22. Febr. Am Samsiag abend veranstalte- len k»e Unicrottizicre des hieiigen Bataillons in« Taunushotel einen Kappcnabend Hierzu war auch eine Anzahl der Offiziere erschienen. Ter Kricgerverein und Militärvercin waren zur Feier cingcladen
Kreis Wetzlar, h Wetzlar, 22. Febr. In Anerkennung der liervorragenden Verdienste um die eoaugelliche itzemeinde der Stadt wurde der in den Ruhestand getretene Superintendent S ch o e I e r von den kirchlichen Körperschaften zum EhrciiPresbntcr ernannt.


