Gin Entwurs zur Förderung der- Baues von K l e i rt mo fj n u n g c u fürArb« iter u u d gering besoldete Beamte ist vom Bundesrak verabschiedet morden und ivird dem Reichstage demnächst zugehcn. In der Vorlage wird der Diskus ermächtigt, Hupothc/cii- darleheu bis zur frölte von 25 Millionen Mark zu über- nehmen zur Unterstützung des staatlichen Meinwohnungsbaues, Tie frvvothek soll für lO Jahre unkündbar belieben werden. Jur Förderung der Verstellung von Kleinwoh- nuiigen sind bisher aus Etatsmittelu bereits 49 AliUtonen Mark bewilligt ivorden, durch den neuen Entwurf soll das Reich Bürgschaften übernehmen, die sich auf die zweiten Hypotheken erslrecien, tun diese» Hypotheken Mündclsicher- heik zu verleihen Durch diesen Entwurf wird einem Wunsche des Reichstags entgcgengekommen Tie Ileber- nahmc der Bürgschaft durch das Reich bezieht sich aber nur ans Kleinwohnungen für Staatsarbeiter und gering besoldete Beamte, Tie weitere Fürsorge in gröberem Umsange überläßt das Reich den einzelnen Regierungen und den Kommunen, Tie geplante Hilfeleistung des Reichs wird den Baugenossenschaften in Zukunft die Flüssigmachung von (Geldmitteln »ür ihre weiteren Ausgaben erleichtern.
Der G e n e r a l v a r d o n in Bauern, In der Sitzung des Finanzausschusses der bayerischen Abgeordneten- lammcr teilte der Finanzminister mit, daß nach seiner Meinung die Wehrbeitragserklärnng in Bayern nicht die günstige Wir kling habe wie in Preußen. In Preußen sei die Steuerveranlagung bisher nicht io scharf gewesen lote in Bayern, Bor allem aber seien bei der ersten Veranlagung der neuen Steuern in Bayer» ohnehin schon durch den dortigen Generolpardon für 1912: 79 Millionen Mark an .Kapitalrenten mehr angegeben ivorden als 1911 nacki dem alten Gesetz, 79 Millionen entsprechen bei 4 ».fr. Verzinsung nahezu einem Vermögen von 2 Milliarden Mark, Der Statthalter von Elsaß-Lothringen, Graf v, Wedel, ist am Freitag morgen ans Straßburg 'Elsaß' auf dem Bahnhof Friedrichstraße ciiigctrossen, Ter schlesische F r a » e n v e r b a n d hat im prcuß, Abgcordiietenhaujc eine Bittschrift übersandt, in der er die Bitte aussprickst, die selbständig erwerbende Ehefrau als selbständig sleuerpstichlig zu betrachten und der Ehefrau daS Recht zu geben, ihr Vorbehaltsgut und eigenes Kapitalvermögen allein versteuern zu dürfen. Nach der bisherigen Praxis müssen die Eheleute ihr Einkommen zusaminen- rcchnen und gemeinsam versteuern, Turch diese Praxis wird die Steucrlcistung in manchen Fällen außerordentlich in die frohe getrieben und somit indirekt die Eheschließung in stcucrtcchnijcher Hinsicht einer Extrastcuer unterworfen.
Auslanv.
Ta« Deutsch! >i m in Ungarn, Im ungarischen Abgeordiietenhanse äußerte Ministerpräsident Tisza sich über die pan germanische Agitation, die teilweise durty ausländische Otelder unterstützt werde, ES werde versucht. für die Bewegung solvohl in Deutschland wie in deutsch-österreichischen Kreisen Interesse zu erwecke». Bei der vatriotische» deutsmsprechentdeu Bevölkerung lliigarus, welche dem ungarischen Staat treu ergeben sei, finde die Agitation keinen Anklayg, Nachdem jedoch die Agitation den Hebel bei der Muttersprache angesept yabe und tendenziös verbreitet werde, die deutsche Muttersprache sei gefährdet, müßte den Agitatoren dieser Vorwand genommen und die Praxis des Schulunterrichts verbessert wer den , indem in den Siaaisschulcn, welche in den Ortschaften dciitschspreck>ender Bevölkerung errichtet würde», für die P s l e g e d e r d c u t s ch e „ S p r a ch c g e s o r g t u n d e n t - sprechende Lehrkräfte he r a » g c bi l d c t würden, I Zustimmnng,)
Der s r a ii z ö > i s ch c Kammer-Ausschuß für Stcuersachen beschloß, bei der Beratung der gevlantcn Kapilalsteuer auch eine besondere K a » i t a l z » w a ch S-- st euer cinzuführen, die die lOOOO Franks übersteigenden Kopitalzunahincn treffe» soll. Tie Steuer, die ein für allemal zur Zeit der Feststellung des Zuwachses bezahlt werden würde, soll l Prozent für die Zunahme bis zu 100 000 Mk, betrage» und bis zu 5 Prozent für die Zu- nahmen für mehr als eine Million Franks betragen.
Eine Rede des neuen russischen Finanz- m, n i st e r s. Der Verweser des russischen Finanzministeriums Bark hielt am Donnerstag beim Empfange des Personals des Ministeriums eine Rede, Er wies auf die s o > i d c F i ii a n z läge hin, die aus einem festen Goldsyskem und dem größten freie» BaWestande baiiert und erklärte, die allernächste Ausgabe des'Finauzminisleriums sei die E r n ü ch t e- rung des BolkcS mit alle» Mitteln, sowie die frebung der produktiven Arbeitskräfte vermittels eines richtig organisierten zugängliche» Kredits, Rußlands Ziel fei die frebung des aus der Arbeit gegründeten Wohlstandes des Volkes, Ta »eben düric das Ministerium jedoch nicht vergessen, daß eS für das Gleichgewicht des Staatsbudgets verantwortlich ist. Bei der Wahrung des Gleichgewichtes des Budgets dürfe man aber nicht vor einer noch so großen Ausgabe zurück ichrecken, sie werde sich hundertfach bezahlt machen, Ruß laud durchlebe gegenwärtig eine kl m g e st a l l » n g und
e i n c st a r k c E » l w i ck I u » g i n d e r L a n d w i r t s ch a f t,
einen außerordentliche» Aufschwung der Industrie lind eine stetige Steigerung der frandelsbilanz. Bark erklärte: Wir find uns dabei bewußt, welche riesigen, noch unberührten Reichtümer in Rußland der frebung durch unsere Arbeit und unsere Kavitalicn harre»,
Russische T o ku m e n t e. Das russische Ministerium veröffentlicht eine Sammlung divlomatischer Dokumente über die Balkankrtse Aus der Sammlung geht, so wird amtlich versichert, der unparteiische Eltarakter und das „Des interefjrment" des russischen Borgehens yervor und beioeift lerncr „unwidcrleglicy" Rußlands sreundjchaitlickie frallniig gegen alle Balkanstaatcn chaivic gegen Rumänien. Da die russifchc Regierung doch ioohl nickt alle auf die Balkan- Irijis bezüglicken Akten veröffentlickt hat und andere Schritte nebenhergegangen sind, lfaben die Veröfsentlich,,,,- gen keine volle Beweiskraft Mit dem „Desinteressement" ist cs sicher nicht weit her gewesen.
Dcutickte l(e(«tiien.
Ermordung zweier Tcutschcn aus Samoa, Berlin. 20. Febr Tic Pflanzer Trcviranus und Sch litt (Schmidt?) sind nach einevi hier eingetroiienen Tele gramnk des Gouverneurs von 2 mit o o nm 9 Februar von vier entlauseneu Fita-Fita (Angehörigen der Polizrltruppc) aus der Lcsca-Ptlanzung, etwa 15 Kilometer von Apio, ermordet worden, Bei der sofort cingeleitetcn Verfolgung hat anscheinend ein schwerer Kamps mit den Verfolgten statigefundcn. denn drei der Täter lind am 11, Februar bei Molie erschossen worden, und nur der vierte konnte nach erfolgter Verwundung gcsairgen ge- nonimcn werden, Ter Polizeimeister Mohkns erhielt bei dem An ,,M am die Mörder einen Schuß in den Oberschenkel, der Pslan uings-Ausseher frelligs von der Samoa-Kantschuk Kompagnie wurde hicrbci getötet, Aic der Gonvenicur weiter berichtet, er
innert der Poriall an die einige Jahre zurückliegenden 'Ausschreitungen des Samoancrs Sitivi, der tidi gleichfalls in den Busch flüchtete und von dort ans mehrfach sinnlose Angriffe aut ihm gänzlich unbekannte Personen nnteriiabm, wobei er den Pflanzer Hirsch erschoß.
Hanp<veksamm!urn der deutschen LandDirtschastUchen Gesellschaft.
~ Berlin, 20. Fr ln ,
I», Kaiieriaal des „Rheingold" trat beute vormittag n.iter bciu Borste, des Freiherr» r M ahrcnholtz die Deutsche Land-
wirischaftsgcstNschasi zu ihrer 72. Hauptversammlung zusammen, nachdem eine vorangegangcnc rein formelle 7>, .frauvtvcriaminlnng sich mit Statutenänderungen besaßt hatte. Das erst: Thema betraf die Frage der
automatischen F ü t t e tu n g Sc in r i ch t u n g c n,
Ter Vortragende st recke rr v. L e v c I (Freistatt bei Barel'^erklärte, daß bereits eine große Anzahl von auiomatislyen Füt- terungscinrichtungku vorhanden feien. Sie lind so beschaffen, daß aus den, stuttcrreservoir vo» Zeit zu Zeit ein bestimmtes Onaaium Inner entleert ivird, das in die Krivve fallt. Zu starke Freister werden dadurch gezwungen, ihre Nahrung in be- stimmren Portionen zu sich zu nehmen, schlechte Fresser werden durch kleine Portionen an das Fressen gewöhnt, Tic Einrichtungen siir Schweine sind so deschosicn, daß das Schwein, wei», c-. Hunger bekomint, eine Oefsnnng einstoßen muß, hinter der istch die Krivve beiinoek. Dadurch wird ein bestimmtes Quant, IM stuttcr in die Krippe entleert. Eine notwendige Ergänzimg der aniomatiiche» Fülterungseinrichtnng bildet die automatisch« Tränke, die aber auch ichon eingesiihrt ist.
fsjute-gutsbesitzer v. Pernulh Hcinzendorf bei Krasärcn, Schlei, 1 ergänzte die Aussührungcit des Vorredners, und zivar au der daich von Lichtbildern, Fm allgemeinen stellten seine Mitteilungen nicht ein so günstiges Ergebnis fest.
Das zweite T>»ema betrat den „Einfluß der jelveiligen wirt- schastliche» Verhältnisse ans die zweckmäßigen Methoden der Ackcr- beftcllung".
Aus Stcrvt «nv Sanft,
Gießen, 21. Februar 1914.
** Tagest a len der fiir Samslag, den 21. Februar, und Somilag, de» 22. Februar : Etadttheater: .Das Mnlikanlen- mädel". Abends 70, Nbr,
Kran bauerscher Q n a r t e tt v e r e i »: Wohltätigkeits- konzert im Stadttheater Sonntag nachmittag i'A Uhr.
G i eßen e r Turnverein von 1846: Karnevalistisches Konzert, Sonntag nachmittag 4 Uhr in der Turnhalle.
Große stiießener K a r n e v a l - G e I e l l i ch a ! t l 91 1, Samstag abend 9 Uhr im Eala Amend : Karnevalistischer Familien- abend. Sonnlaa nachmittag 4 Uhr in der Licbigshöhe: Karneval,
L i ch t j p i e I h a u L: Täglich Vorstellung.
II» i on-T h e ater: Täglich Vorstcllmig. (Dienstags u»L Samstag? neues Programm.)
O d e r b e i s I s ch e z Museum » » d G a ! I' i ch e S a NI IN. lniiaen. Geöffnet Sonntag vormittags II—1 Uhr unentgeltlich.
Museum für Bölkcrknnde. Geöffnet an Sonntagen, vormittags von 11 —1 Uhr unentgeltlich.
O b e r h c i s i i ch e r K n n n v e r e i n. Die Gemälde-Ausstellung ist täglich von II—I Uhr. Mittwochs von 2 bis 5 Uhr, und an Sonntagen vo» 11—3 Uhr geöffnet.
** Stadtverordnetenwahl. Der Provinzinlausschutz hat die Eukscheiduiig des KreiSausschnsseS über die Gießenei Stadtverordnete»»»«!,! wegen eines Formfehlers ausgchove» nnd zur nochntaligen Verhandlung au den Krcisansschutz vcrwiescn,
** Herzog Fried r ich von Anhalt suhr in der Nack» aus Samstag im I1-Zug 12.31 Uhr durch den Bahnhof Gießen, Er lvar auf der Rückreise von Karlsruhe nach Dessau,
** Berändcrunge n im Eisen bah «dienst e, Bahnhofsvorsteher Petri, früher in Gießen, ist von Helden- bergen-Aindecken nach Frankfurt versetzt worden. An seine Stelle tritt Bahnhofsvorsteher fr a i n e r von Stockheim, Nach Stockhcim ivurdc Bahnhofsvorsteher Fessel, ebenfalls früher in Gießen, versetzt.
*• Offene Stelle. Erledigt ist die Stelle eines Dammwärter? zu Kornfand.
** Schwere Erkrankung d e s G'c n c r a l s von 8 in den au. Ter hier bekannte und beliebte frühere Oberst des hiesigen Regiments, Generalleutnant Excllcnz v. Lindenau liegt schwer krank im -Krankeiihaüse in Trier. Er leidet an einer Fnruv kulos c mit hol>em Fieber. Sein Instand gibt zu Besorgnissen Anlaß. Herr von Lindenau ist vekauutlich vor kurzem zum Gouverneur von Metz ernannt Ivorden, konnte aber wegen seiner Erkran kung den hohen Posten noch nicht antreren
** Veränderungen im Beur laubtenstaifd d c r 25. D i u ii io». Zu Oberleutnants befördert, die Leutnants der Reserve: Andreae des Leib Tragoncr-RegtS. {2. Großh. .fr eff.) Nr. 24 (II Frankfurt a. M.): B lum ers des Großh. Artillerie-Korps, (1. Großh. fress. Fcldartilleric- Rcgts. Nr. 25 (Gießenl. — Zu Leutnants der Reserve befördert: die Vizefeldwebel oder Vizewachtmeister: Kellner (I Darmstadt), des Lcibgarde-Jnf.-Regts. (1. Großh. Hess.) Nr. 115: Kemps -Mainz) des Jns.-Leib-Regts. Großhcr zogin (3. Großh. fress.) Nr. 117): M o u f a n g (I Darmstadt) des 5. Großh. freist. Jni.-Reqts. Nr. 168, Zu Leutnants der Landwehr-Infanterie 1, Aufgebots befördert: O lbe r t, Vizeseldivcbcl (I Darmstadt), Versetzt: die Leutnants ö, R,: Tara» des Jnf.-Regts, Prinz Karl 1. Großh, fress.) Nr. 118 -I Frankfurt a. M.), zu den Reserve-Ossi,zieren des Krafliahi Bataillons: Liebt des 8, Westpr, Jnf.-Regts. Nr. 175 (I Frankfurt a. M.>, zu den Reserve-Ossijicrcn des Großh. fress. Train-Bataillons Nr. 18.
** Tie Krankenkassenwah leu. ?lm 3l. März l I. finden die Wahlen zum Ausschuß der Allgemeinen Ortskrankenkasse für die Stadt Gießen statt, statt. Durch die Reichsversicherungsordnung ist kür die Krankenkasscn- ivahlen die Verhältniswahl vorgesehen und dadurch allen Organisationcu die Möglichkeit geboten, sich mit Erfolg an den Wahlen zu beteiligen. ?lus dieser Erwägung heraus halten sich bereits vor längerer Zeit Vertreter von hiesigen Vereinen und Verbänden aus allen Berufsgruppe» zu- sammengesundcii, um zur Krankenkasienivahl Stellung zu nehmen. Nachdem der Versuch, gemcinschailltch mit dein hiesigen Gewerkschastskartell eine Liste auszustellcn, an deni ablehnenden Verhalten der Gewerkschaften gescheitert ivar, wurde beschlossen, eine besondere Liste aufzustellen, in der allen beteiligten Berufsgenossen Rechnung getragen ivird. Da auch die hiesigen F r.a u e >i v e r ei ne in dem „Ausschuß für die Krankenkassen Wahlen" vertreten sind, ivird die auszustellende Liste zueinemDrittelausweib- Iilye» Versicherten bestehen. 'Außer den Frauen- vereiuen sind in dem Ausschuß vertreten: Evang. z'Irbeiter verein, Kathol. ozesetlenverei», Liberaler Arbeiter- und An gestelltenverein, Straßcnbabnerverein, Werkincisterverein Anwaltsbureaubeamtenverein, Kausin. Verein, Kath. xvus- männtscher Verein, d,e Ortsgruppe des Leipziger Verbandes der Kaufleuie und die Ortsgruppe des Teutschnalionaleu Handlungsgehilfcnvcrbandes.
** D i e A n läge n n: u > i k fäll! morgen wegen Verhinderung der Begimenismusik aus.
** B o Nt S t a d t t h ca t e r wird uns gcfchrieven: Nochmals sei aus das Benefiz und Bühnenjubiläum von .freist» Rndolj Gffll am kommende» Tiem-tag hingewicjeu, das in jeder Bczichung verspricht, ein Ereignis zu werden, — Zum einmaligen Vortragsabend von Professor Marzell Salzer am Donnerstag, den 26. Februar, dürfte noch iolgcnde Änsle.sjung der Wiener „Neuen Fr, Presse" interessieren: „So oft man diejen originellen Meiner plastischer, dabei -chanwiclerisch unendlich sorgsam abgetönter Rede auch vcr nommen haben mag: man ist immer von neuem über diese un- crfchövslrch wrudclnde Laune, bieic B,n<glichkei , diese Fülle Inniger und sogleich wiederum tief tragischer Aua »een, Wendungen, Ncbcr- raichnngeii, Ileoerriimpelungen des Zuhörers verblüfft, Diele a,s einen, tugcndlich irischen, i» Begeisterung jubelnden nnd jgchenden Temveramciii au eilende Kunst hak mir dem ichlichen Reziratorcutum kaum den Bcgrits und die Bezeichnung gemeinsam, INallelt Salzer meistert in gleich spielender Weite alle Tichtnngssormcnund Schal trrrungen, voni ernstesten, düstersten Scclcngcmäldc bis zur Elon" ncric und der literarischen Groteske,"
** Fl o t t c n v e r ci ii. Eine Anzahl vo» Bertrelcrn der Ortsgruppen des Flottenvereins un Kreise Gießen hatte sich am Freitag im frotcl (ffroßhcrzog zu einer Besprechung vereinigt, Ter Sä'ahmeifter des Flottenvereins in .fressen, fraupkmann B o l l m a r - Darmstadt teilte mit, daß die Vorarbeit durch die Grün düng cinrn Kr eis gruppe, ivelche die Ortsgruppen nnd log kleine» Stellen znsammensaßt, erleichtert l»crde-i toll. Der Redner zeigte an der frand einer selbst entworjenen Karte vom Kreise Vließen, daß der Flottenverein in ,56 Wohnorten und Geholten des Kreises noch keine Mitgtieder hat, 16 dieicr Wohnorte haben weniger als 100 Einwohner. 24 10—500, 14 500 -1000 und 2 sogar über 1000 Einwohner, — Im kommenden Jahre sind vom Landesoerbond eine Lehrersahrt, eine allgemeine Fahrt und eine Schülcriahn für höhere Lehranstalien an die Wasserkante beabsichtigt,
Festnahme. Der ausländische Ilrbcitcr LubeSki in TroiS-Horloff, der auf Grube Friedrich beschäftigt war, verletzte im Sireitc seinen Arbeitskollegen mit einem Bierglas. Es wurde deshalb gegen ihn Strafantrag gestellt. Als L. davon hörte, flüchtete er ini Zuge nach Gießen. Die Gendarmerie von Hitugeu benachrichtigte die Bahnhosspolizei in Gießen, die den Ausreißer sestuahm.
** Verkauf des bisherigen Rcichsbank- I gcbäudes. Das der Reichsbank gehörige frans, Äest- Anlage 33, ging am gestrigen Freitag durch Kauf zum Preise von 32100 Mk, in den Besitz des Chemikers Karl ' Felsing über. Wie wir hören, soll in dem frauje ei» Finanzierungs-, Immobilien- itiid ,frypothekengeschäst errichtet werden. Ferner ist auch (im ziveiten Stock, die Errichtung eines Bankgeschäftes in 'Aussicht genommen. Die Rcichsbank hatte seinerzeit das Gebäude vo» Jean T e i u für 42000 Mk, erworben,
* v Unfall. Einem österreichischen Arbeiter, der beim Bau der Osülerumgehungsbahn beschäftigt ist. wnrde am Allcndorfer Wäldchen von einem 34 Zentner schiveren Kippwagen der Feldbahn der Fuß gcauetschl. Der Arbeiter mußte in die Klinik gebracht werden.
** teilt Bcrgwerksvetcran. Obersteiger Johannes tzl vvcl begeht heule im Kreise seiner großen Familie de» 80.Geburtstag, Er stammt aus Dorheim in der Wetteian und kam schon als Ilhähriger Knabe mit seinen! Vater, der ebenfalls Bcrgnian» war und das tKießener Bmunfteinbergwerk erbohrt ha!, »ach Gießen, Ununterbrochen hat er dann bis >902 ans derielbeit Är beitsftätte gewirkt Nach Mjähriqer Tätigkeit ans dem Gießener Brannsieinliergwcrk schied ce als Obersteiger und VerirauenSmanii der Werksleitnng »o» der ihm lieb geipordenen 'Ilrbeitsfielle,
*'■' Kleine Mitteilungen Nach de»! Schmelzen des Schnees tonnten jetzt nach siebeinvöchiqer Ilnicrbrechung znm erstenmal wieder die .frolzhaucr in den Tonnniai Waldungen zu fr c r ch e » h a i n ihre Arbeiten fortsetzen Fn eine», »»beivachten Augenblick überschüttete sich ani Freitag morgen zu T i r l a m m e » ein l> »iäbe, Kind mit heißer Milch, Tie Verbrennungen on Gepchr nnd Händen sind schwer, jedoch nicht lebensgefährlich Fn Flensungen glitt ein ,ungcr Mann ain der vereisten Tori- straffe aus nnd siet zu Bode» Dysoci erlitt er eznen Schädrl druck', dem er »ach wenigen Stunden erlag. Der 37,ährige verheiratete Bereiter Peter Arndt ans Köln stürzte in Osienbach von einem Pjerdc io unglücklich, daß er sich eine» ichwere» Schädcl- bruck zuzog, an dessen Folgen er i»i Krankenhaus starb.
Landkreis Gießen.
— Lollar, 21. Febr, Heute morgen gegen 7 Uhr brach in der Kesselfabrik der Buderusschen Eisenwerke Fe uer aus, Tie Fabrik- und Ortsseuerwehr lvar totort an der Brandstelle. Das Feuer soll durch Kurzschluß der elektrischen Leitung cntstnnden sein. Nach einer Stunde war der Brand soweit abgelüscht, daß die Orlssenermchr abrücken konnte.
4 Li ck , 20. Febr Tie fr vlzv e r ste igcrungen in den städtischen und fürstlickfen Waldungen haben gegen die Vorjahre bis jetzt eine nicht unwesentliche Erhöhung der Holzpreise zu verzeichnen gehabt, besonders in de» Walddiftrikten, die an verschiedene tvaldarmc tffemar- kungen der Wetterau heraureichen. In diesen Bezirken war die Nachfrage naturgemäß bedeutend größer als in den nach Osten nnd Norden sich hinziehenden Waldgebietcn.
Tre hiesigen frolzversteigernnge» ivurden i» diesem Winter selbst von entlegenen Ortschaften der Wetterau besucht.
L, Holzheim, 20 Febr, Landwirt Wetz ist für den hiesigen Bezirk z»m Kreistagsabgeordueten gewähltwordrn,
Kreis Büdingen, r> Nicder-Mockstadt, 20 Febr Im Wagnerschen Saale fand eine ös i en tl ichc Bo l ks v ers a m ni lu ng statt, ivelche zahlreich besucht war, Gcmeinüerat Lux- Nieder-Florsladt sprach über den Bau einer elektrischen Bahn F r i e d b e r g — R a n st a d t (mit Gütervcrkelir). Zum Schlüsse der lebhaften 'Aussprache wurde eine Entschließung gefaßt, die dahin ging, das; sämtliche beteiligten Gemeinden die Mittel für die nöligen ^Vorarbeiten der erwünscht«» Bahnverbindung bewilligen möchten. Nach den Aussührungen des Redners sollen >ich die Baukosten (inkl, Staatsxuschnß) auf 850000 Mk. belausen.
Kreis Alsfeld.
M a u l b a ch , 20. Febr. Am 19 Februar wnrde der seit dem 5. Jan. hier veranstaltete Kursus der K r c i s h a n s h g l l I! II g.s - > ch u l e in feierlicher Weist geschlossen. Fn der Schule iand vor den cingrladcnen Körperschaften der Gemeinde und den Angehörigen der Schülerinnen eine öffentliche Prüfung statt, die den Beweis erbrachte, daß mit Elfer nnd Gründlichkeit gearbeitet worden war.
Tie ausgestellten frandarbeiten landen allgemeine Anerk^smiig.
An die Prüiung schloß iich im Gasthaus von Fahrt eine tzcklchseier. Ansvrachcn wurden gehalten von dem Äreisamtmann Blumers. dem Mitglied des Krcisausichuists Gntsvächtcr fresse und den, Ortspsarrer.
B. Ruhlkirchen, 20, Febr, Au einer T res chm a- i ch i n r riß beim Anziehen der Pferde eine Zugkctte und das Sielscheit flog mit großer Wucht einem Fuhrmann aus Se> belsdors gegen den Leib, Ter schnell hinzugezogenr Arzt stellte schwere innere Verletzungen fest.
Kreis Lauterbach,
, Schlitz, 20. Febr. freute mittag ‘ -1 Uhr überflog zum cr'.ennml ein Flugzeug imscr Slädtckicn. Der Tovpeldecker kam >n aedeutcnder frohe von Süden her nnd flog ziemlich schnell in der Richtung nach Kassel.
Kreis Schottcu.
V Gedern, 19 Febr. Eine scchzigjährige Frau hatte in einem Ansall das Haus verlassen und de» Wen ins Fest»


