Dresden, sondern in Leipzig, entlprelyend der Regierungsvorlage, ansftihren zu la>sen Daniit durfte bei Zu- fnmimmg des Plenums di« Verlegung der Hochschule von Dresden nach Leipzig qesicherr sein.
Die Stadtverordneten von Breslau qench- unglen am Donnerstag einstimmig die Aufnahme einer Ä n l e i h e ü b e r 7 0 M i l l i o n e n M a r k zum Bau von Kran- lenhäufern, höheren Lehranstalten, Lderbrücken und eines zweiten Hafenbeckens, zur Vergrößerung der Gas- und Elektrizitätswerke und der Friedhossanlagen nebst dem Bau eines Krematoriums.
Ausianv.
Französische Besorg nisvorSpio nage, Die französiscve Post- und Telegraphenverwollung hat einen Be setzentwuri ausgearbeitct, wonach die Entsendung von Hertzschen Wellen zum Zwecke von Funkentclc- g r a m m e n ausschließlich dem Staat Vorbehalten bleibt, dagegen wird jedermann das Recht zucrkannt, einen Funk- ipruchempsängcr zu besitzen unter der Bedingung, daß er um die behördliche Genehmigung nachsucht und eine gewisse Gebühr bezahlt, die übrigens sehr gering bemessen werden soll. Es heißt, daß der Gesetzentwurf, der schon in Kurze dem Parlament unterbreitet werden soll, zum Teil aus eine Anregung des Kriegsniinisteriums zurückzuführen sei, welches behauptet, daß verdächtige Ausländer, namentlich an der Ost- grcnze und in den Kriegshäsen, in ihren Behausungen sunkcn- iclcgravhischc Apparate eingerichtet hätten, und daß diese keineswegs bloße Licbhabcrapparalc seien, und mit denen sie die vom Eifelturm entsandten Chissrctelegrammc auf- fingcn, uni sic zu entzifiern,
Rumänien u »o Bulgarien, Tic rumänische Re- gicriing bat mitgeieili, d>iß sie bereit sei, ebenso wie die bulgarische Regierung, einen Ausschuß zu den Verhandlungen über die Donaubrücke und eine Verbindung zwischen den beiden Eisenbahnnetzen M ernennen.
Die griechische Anleihe in Frankreich, Ter „Matin" teil! mit, daß die erste Hälfte der Griechenland von einer sranzösiichcn Finanzgruppc gewährten Anleihe von 350 Millionen im Monat April, die zweite Hälfte Ende dieses Jahres zur Ausgabe gelangen werden. Die Anleihe werde durch die Zollüberschüsse der Häsen Altgriechenlands und durch die Zolleinnahmen von Saloniki und Kaoalla verbürgt. Die griechische Regierung verpslichte sich, bei ihren Bestellungen für die Flotte und das Heer, sowie die Eisenbahnen, die französische Industrie in weitestem Umfange zu bedenken, Tie Ministerpräsidenten Toumcrguc und Bcniselos hätten zum Teil diese Bestellungen genau festgesetzt, Ter „Matin" iügt hinzu: Griervenlano wird die Millionen, ivelche cs durch die Anleihe erhält, dem Ministerpräsidenten Bcniselos zu danken haben, zu dem die französische Regierung Vertrauen hal,
Ei n Eisen bahnbauder Verein igtenStaa- i eil. Das Repräsentantenhaus iit Washington nahm am Mittwoch mit 230 gegen 87 Stimmen eine Regierungsvorlage an. die den Bräfidenten ermächtigt, mit einem Kostenaufwand von 35 Millionen Dollars eine Eisenbahn von der Küste Alaskas nach den großen Kohlenfeldcrn zu bauen.
Kirtbc «nd SchnU.
Eine Vertraue nskuiidpcbung für Kardi - ii a l Kovp, Tie „Schlesische Volkszeiiung" verösscntlicht eine Bcriraucnskuudgebuiig des Breslauer Dvinkapi - icls an Kardinal Tr, v, Kopp, >» der es heißt:
Hvchwürdigsicr» Herr Kardinal, gnädiasler Fürst und Herr! Mit tiefer Bedanernis sind wir Zeugen aller der Sorgen und g r a ui v o l l e it A eracrnissc, welche die Stampfe der Ge- gcnwarl für Eure hochwürdigsten Bischöfe und zpnu besonders auch für Euere Eminenz im Gefolge boben. So bin ich denn von den Mitglieder» des Domkapitels ersticht und beauftragt worden, Eurer Eminenz die tcilnahnivolle Beriicherung unserer unwandel- barcn Trcnc und Ergebenheit zu Füßen zu legen. Wir bitten den göttlichen Steuerniann, daß er das Schifslein der Kirche durch Sturm und ,Klippen wieder zu Frieden und Ruhe, wie so oft ichon zum Tröste der treuen Katholiken und ihrer gottgesetzten Führer, der hochwürdigsteii Bischöfe, gnädigst lenken wolle.
rin» Stn-t und Land.
Gieße». 20. Februar killt.
Neuwahl zum Kreistag» des Kreises Gieße».
Infolge der Reneinteilung des Kreises in Wahlbezirke war Neuwahl sämtlicher Kreisiagsabgeordneten vorzuneh- men. Es waren daher durch die 50 Höchstbesteuertcu des skr ei- se3 ach t St re is tagsab geordn e te (Vi der Gesamtzahl) neu zu wählen, Til Vornahme dieser Wahl fand heute vormittag Ul Uhr im Regierungsgebäude z.r Gießen statt. Es wurden solgende acht .Herren gewählt, die bisher schon dem Kreistage angehörten:
1, Kommerzienrat Emmclius, Gießen
2, Geb, Kommerzienrat Tr, Gail, Gießeil
3, Justizrat Grünewald, Gießen
l. Geh, Justizrat Hirschhorn, Gießen 5, Brauereibesitzer Jhring jr, Lich <l, LandgerichiSrat R e u e n h a g e » . Gießen 7, .Kommerzienrat Schirmer, «ließen 8 Banuniernehmer Siitn, Gießen,
Krankknversicherungsvslicht der Staatsbeamten,
Ter Vorstand der staatlickren Betrrebskrnnkcnlasse gibt in einem Rundschreiben bekannt, daß auch die sämtlichen angestellien Beamten des hessischen Staates einschließlich der Gendarinerie, soweit deren Gehalt oder Lohn (einschließlich Wohnnngsgcld und für das Etats- iahr 1913 verwilligte Zulage usw den Betrag von 2500 Mk nicht übersteigt, nach der Reichsversicherungsordnung k r a n k c n v e r j i ch c r n » g s p f l s ch t i q sind. Anderes gilt nur, wenn von de» Ministerien eine Befreiung von der Ber- sichernngspslicht ansgesproche» wird, Tie Erwägungen hierüber stehen unmittelbar vor dem Abschluß, Bevor die Eni schließuiige» der Ministerien förmlich vollzogen sind, muß indessen nach den Vorschriften der Reichsversicherungsord- nung versaliren werden.
Mit Rücksicht hieraus ist es geboten, daß bei der statl- iindcnde» Auszahlung der Gehalte und Vergütungen im Monat Februar 1914 für alle im Staatsdienst beschästig- teu angestellte» Beamten, Skralsinenslanivävier und Bediensteten die Beitrüge zur Krankenkasse sllr 2 Monate -=, 9 Wochen in der in der Beitrags- und Abzugsberechiiung vom 27, Tezember 1913 angegebenen Höhe in Abzug ge bracht werde», soweit dies nicht bereits auf Grund eines früheren Ausschreibens gescheiten ist.
Hierzu wird bemerkt, dag die meisten Beamten bisher entweder der staatlichen BetriebSkrankenkasse oder der ftaat* lichcn Medizinakkasse für sich und ihre Familien angehören und ihnen die betreffenden Mvnatsbeitrüge für Jamnrr und Februar bereits in Abzug gebracht morde,, sind, Soll nun diesen Beamten noch einmal ein Krankengeld von zioci Monaten in Abzug gebracht werden-'
Ta g e skal ende r ssir Freitag, den W, Febe,: Stadt theater: .Schneider Wibbel' Ansang 8 llhr,
** Verleihung Der Großherzog hat dem Kammer säuger Professor Dr, Felix von Kraus, München, das Ehren kreuz des Verdienstordens Philipps des Großinüli gen verliehen
Ernennungen, Rcvrsionsgehikfc Finaiizassejsrr Emil Zimmer aus Tarmstodi wurde zum Lbcrrechnungs probaior bei der 2, Justisikaturabteilung der Oberrechnuiigs- kammer ernannt, — Zu Recfterungsbaumeistern find ernannt worden die Regierungsbauführer Chriskan Beyer aus Frankfurt a, M., Adolf Engel aus Wimpfen a. R,, Ernst Mornewcg aus BenSheim a, d, Bergstr, und Wilhelm Seih aus Gonsenheim, — In den Ruhestand versetzt wurdo der Babnwärter in der Hessisch Preußischen Eiscnbahngc- mcinsckmst Heinrich Schmiti zu Arnisheim vom l, März d, IS, an,
A u s d e in M i l i t ö r w o ch e n b I a t t, Im Tauitiftk karps Im aktiven Heere, Tr, S ch m i e d i ck e , «Ken -Arzt und
Korpsarzt des 18, Armeekorps, unter Beförderung zum Ob, Gen -Arzt zum Jnsp. der l, San.-JNsp , Dr, Walther, Gen,-Ob,-Arzt und Ti»,-Arzt der 17, Div,, unter Besörde rung zun, Gen,-Arzt zum Korpsarzt des 18, Armee-Korps, Tr, Klip st ein. Ob,--Stabs- und Regts.-Arzt de» l. Nass, Jns -Regts Nr, 87, unter Beförderung zum Gen-Ob -Arzt zum Div,-Arzt der 17, Tiv,, —jernonnt Versetzt: Tr, M ül- ler. Ob,-St, und Regte-,-Arzt des l, Masur, Feldart,-Rcgts, Nr. 73, zum 1, Nassau, Jns-Regt, Nr, 87,
** Kongreß für Innere Mission, Die „Freie Ver einigmig für Innere Mission" IN Frankfurt a, M, Hai dkil „Zen- tral-Ausschuß firr Innere Mission" eingcladcn, de» 38, Sbongretz !ür Innere Mission 1915 in F r a n kf u r i a, M, abzuholtcn. Der „Zentralausschuß für Innere Mission" Hai diese Einladung angenommen, Frankfurt, uw seit 1854 kein Kongreß für Innere Miision mehr getagt hat, kommt durch seine günstige Lage be sonders in Betracht. Durch die neugegrüiidete „Freie Vereinigung für Innere Mission", der sich 40 Organisationen der „In neren Mission" in Frankftiri angcjchlonen baden, ist eine Grundlage geschaffen, auf der der .Kongreß sich ausbauen kann,
> D i e G r o ß h, Z e n t r a 1 e für Mutter- u » d Sä u g l i n gs fü rsor ge in Hessen schreibt uns: Es wird wohl kaum eine Mutter, wenn sich die ersten Anzeichen von englischer Krankheit bei ihrem Kinde melden, sofort zuril Arzt gehen, weil sie diese Anzeichen als Laie nicht erkennt. Wenn sie aber mit ihrem Kinde eine der sechzig Be ra kungs st eklen, die jetzt in säst allen Gemeinden von über 3000 Einwohnern bestehen, besucht, so wird sic der leitende Arzt aus diese Anzeichen ausmerlsani machen und sie ver anlassen, ihren Haus- oder Kassenarzt aufzusuchcn. Am besten ist cs allerdings, die Krankheit gar nicht erst entstehen zu lassen Wird das Kind frühzeitig in die Beraiungsstunde ge bracht, dann kann seine Ernährung und Pflege vom Arzt geregelt werden, und die Fehler, die das Kind so leicht schädigen, können vermieden werden, Tie kleine Mühe loird späler reich bcloljiit, davon können die 10 000 hessischen Mütter, die die Berainngsstellen im letzten Jahre besucht haben, erzählen. Ei» gesundes Brustkind aufzuzichcn ist die rechte Freude der Mutter, ein falsch ernährtes Flaschenkind bringt Sorgen und Not ins Haus,
** £ a m nt I ii n g von Briese» und Tagebüchern aus Kriegszeiien, Die Direktion der Großherzoglicken Hoi- bibliothek schreibt uns: In Preußen, Baden und anderen deutschen Länder» bemüht man sich feit einigen Jahren mit Eriotg, die erhaltenen Briete und Tagebücher aus Kriegszeiien zu sammeln, um sie an einer Stelle für die Zukunft zu erhalten. Mit vollem Recht, denn zu den gesmichtlichen Quellen gehören nicht nur die amtlichen Aktenstücke und die Aenßerungen und Niederfchristen der iührenden Persönlichkeilen, sonder» auch die Schriftstücke jeder Art, ans denen man die Aussaslungen und Emvtindungen der verichiedencn Botks- llaüen erkennen kann. Nirgends lernen wir m den Geist, der die Sscere beseelt, und die Stimmung, die das Volk eriülli bat, besser kennen als aus diesen Zeugnissen, Es erwächst daraus die Pilicht, diesen kostbaren Schatz iür die Geschichte unseres Volkes, so lange es noch möglich ist, vor Verschleuderung und Vernichtung zu schütze», Auch^in unserer hessischen Heimat sind sicherlich noch solche Briese und Tagebücher, namenttich ans den Kriegen 1866 und 1870/71 sowie ans den Kämpsen in Ehina und Asrika zahlreich in den Händen alter Kriegsvelcranen und ihrer Familien erhalten, Tie Großherzogliche Regierung hat i» Ucbereinstimmuna mit den anderen hier in Betracht kommenden Stellen die Großherzogtiche Hosbibliothek in Tarmsiadt als Lanhesbibliothek iür das Groß- berzogium Hessen zur Lanimel- und Auibewahrmigsstclle bestimmt,
** E l i s a b c l h M e n tzc l, die liebenswürdige Erzählerin aus der Goethe-Epoche und eifrigste Erforicheriu der Jugendzeit Goethes, ist in der Nacht auf Donnerstag in Frankfurt gestorben. Sie wurde am 11.März 1852 >u Marburg geboren, hat aber den größten Teil ihres Lebens in Frankfurt verbracht, Ihr Hauptarbeilsgebict lag in ausgedehnten Studien über die Goethczeit, manche bedeutungsvolle Schrift von ihr brachte eine Fülle bisher nicht bekannten Malerials über den Dichter und seine Mniter, In Elisabeth Mentzel verliert die dculsche Goeihe-Gemeinde eine ihrer vorzüglichsten Milarbcilcrinncn, Daneben iand die Schriftstellerin noch reichlich Zeit zu belletristischen Arbeit e n aller Art, Eigcnllich ivar ihr kein Gebiet fremd, ans dein sie sich literarisch nicht betätigt hal, Frankfurt verdankt ihr auch eine umfassende Geschichte über das heimische Schauspiel, Nur ihr Versuch auf dramatischem Felde schlug ichl. Die Verstorbene hatte sich im deutsch-französischen Kriege, den sic als Krankenpflegerin mitmachte, auch das E ise r n e Kreuz erworben,
** StadItheater. Zur heutigen Erftauftührung der Müller Lchlösserschen Komödie „Schneider Wibbel" dürste noch folgende Besprechung der „Kölner Votkszeitung" von Interesse sein , „Das Motiv der Komödie ist sehr glücklich und in seinen Möglichkeiten überaus fruchtbar und der Verfasser bat sehr geschickt damit operiert. In einer vortrefflich beobachlelen Szene tritt der humoristisch gewertete Widerstreit der Gefühle am stärksten in die Erscheinung, Wibbel hat hier den Genuß, das Benehmen seiner Freunde bei seinen, Begräbnis hinter der Fensterqardine zu beobach- ten. Angenehm berührt, daß die Wirkungen nicht in dem Grob- iommiiiion uns in geivaliiam herbergeführten Situationen gesucht iverde», londern »ch natürlich aus den geschickt gestellten Prä- imiieii ergeben, eo ist diese Komödie ein gutes lustige-- Volks- ituck. Es gab keine unwirkiamen Stellen, daü Publikum kam ans der andauernden .feuerte» gar nicht heraus und feierte den an- weienoen Vertaner durch _Diele Hervorruic, ES ist loodl nichi gewagt, wenn mou dem Stücke auch hier eine lange Reihe von Wiederholungen prophezeit," ’
n " belRtonbauerfcften
OT lin iA , Vt" 3S - t, A ,,6 ., a "’ 22 ' vebrnar im Stadttheater, «2., Zuge der Zeit kolgend. bat sich der Verein
entichlaben, i» dleiem Jabre große Chöre mit Orchester au! lein Proarannn zu setze», ^zumal das obne Belastung der Einnahme 4 bi,i,n -3'veck, ausaelübrt werden lanute. ^.rotzdem hat sich der Verei» nicht veranlaßt gelüblt, „un etwa „ach den, Hochmoderne,, überznqehen. sondern hat Werte von den bene» und dabe, zugänglichste» Meister» erwählt. Franz Schubert, Rob. Schwalm. I. Rheinberger, C. Goldmark und SernSheii» sind Komponisle». deren Wert- ,„ der Mcknnergelang- zählen ^ ® ro ^ ,cn ' °* 5et gOlchjeuig dankbarstei, Ausgabe»
a " 0 , bandclsgeseltichaft Zurbuch, Der
Kau,mann Wilhelm Z u r b u ck, von Gießen l«i von der vsseue n Handelsgesellschaft Zurbuch, deren Testhaber er war.
ein I m m o b i 1 für sich übernommen Ter Magistrat in Fron k- iur t berechnet den gemeinen Werk des betreftendcn Besitzes nach der aus ihm lastenden Hypothek ans l 18 <100 Mart und Kat von der Hälfte, also von 74 000 Mark Zurbuch zur W-ihrschaitrabgade heraiigezogen, während Z, seinerseits der Ansicht ist, nur der Wert dürfe als gemeiner Wert in Ansatz gebracht werden, der jederzeil rcatn'ierbar sei und demgemäß zu einer Sckwyung bvn 62 500 Mart kommt. Er Itagt aus entsprechende Herabsetzung der Anforderung^ Der Bezirksmisschuß von Wiesbaden lgit daraus beschlossen, Sachverständige über den gemeinen Wert des Grundstücks zu hören,
** Svortlehrdrkllric in Gieße n. Der Sportlehrer des Deutschen Rcichsausschiisses für Olvmpischc Spiele W, Dörr aus Frankftiri a, M. beginnt am 26, Februar in Gießen einen Sportlehrerkiirsus für aktive Otsiziere, Der linierricht findet nachmittags statt, lim auch Zivilpersonen die ^.eilnabmc au einem solchen Kursus zu ermöglichen, findet nachmittags von 6 bis 8 llhr ein zweiter Kursus statt, Gc- lehrl wird die amerikanische Svorliechnik in allen leichialhlc- kischcn Uebungcn, die im Rahmen des Standardprogramms der Olympiade vorgesehen sind. Tie Meldungen richte man an den Sportlehrer direkt > Frankfurt a. M-, Kronprinzen- lkraße 28),
" D e r F o r k s ch r i l t der Einäscherungen. Genau IÜÜ4 Einäscherungen find z»n, erste» Mate im Januar 191-4 in Deutschland vorgenoniniei, worden. Von diesen kommen ans Mainz 37 und Ofsenbach 22. In, Jainiar v, I, wurde» 950 Per tone» eiugeäschert.
** Eine eigenartige Liebhaberei, Seit Jahren niachten sich in Gießen bisher Unbekannte ein Vergniigen daraus, die teueren Ladenscheibcn der größeren Geschäste mit icharfen Kiesel- oder Schieserncinen zu verkritzeln, so daß sie schließlich für den Ladenbcsißer nnbranchbar wurden. Man kam nie den Tälern ans die Spur, da sie ihr Handwerk so geschickt in, Vorübergcheii verrichteien, daß inan ihre Tat erst bemerkte, wenn sie längst verschwunden waren. Gestern nachmittag um 4 Uhr ivnrde nun der Dienstniann B, und der Anstreicher Sch. dabei abgesaßt, als sie die Scheiben der Firmen Carl Brück und Meyerhoss & Goslar beschädigten, --elbstvcrsicmdlich ivurde» sic zur Anzeige gebracht. Zur Ent- schnldigung gaben sie Betrunkenheit an. Trotzdem dürften sie mit keiner leichten Strafe davonkonnneii.
** Mehrstündige Verspätungen Fronk- furter Züge, Infolge vorzeitiger Weichennmlegung eni- gleisten am Donnerstag abend 6' < llhr aus bent Bahnhof Frankfurt West einige Wagen des Ardeiierzuges 799 nach Fricdberg, Ter Verkehr zwischen Zrnnksurt, Homburg, Friedberg, Gießen und Erouberg erlitt durch die Störung eine mehrstündige Unterbrechung, Personen kamen, obwohl der Zug sehr stark besetzt war, nicht zu Schaden,
** Elektrische lieber landzentralen. Im Hin blick auf die zahlreichen Starkstromleitungen, die den Kreis jetzt durchziehen, weist die Bau- und Betriebsleitung der Uebcrlandanlage daraus hin, daß bei Reparaniren an Häusern, in deren Nähe die NiederspannnngS-Orlsnetzleitun- gen vorüberführen, die beiresfenden Handwerker die unter Strom besindlickp-ii Leitungen nicht beriihren dürfen, Tenn hierbei können durch Kurzschluß nicht nur Störungen, sondern auch durch de» Schreck beim Auftreten eines Lichtbogens oder durch die plötzliche Einwirtnng des elektrischen Stromes Unglürkssällc durch Heräbsttlrzcn von Leitern, Dächern usiv, hervorgernfen werden. Wenn auf diese Weise Leitungen in irgend einer Art gefährlich lvcrden, so muß die Elekirische Ueberlandamage in Gießen oder Fciedberg zur Zlbschalluug während der Zeit der Reparatur direkt oder durch die betr, Bürgermeisterei ansgefordert werden,
*" Ter ,K e n ch h u ft c n , der zu Anfang dieses Monats unter den Kindern Gießens außerordentlich stark verbreitet war, ist jetzt ersreulühertveise erheblich z n r ü ck q e g a n g c n, wenngleich er noch nicht völlig beßobcn ist. Als ganz vorzügliches Hausmittel gegen jede ?lrl von Husten bei Kindern cmpsiehlt sich Meerzwiebelsast, Man kocht die Blätter der gewöhnlichen Meerzwiebel mit Wasser und recht viel weißem Zuckcrlant zu einem sirupdickliche» Safte ein und gibt den- selben teelöffelweise alle 2—3 Stunden dem Kinde Es wird ihn gern nehmen und die Wirkung zeigt sich schon sehr bald, D i e A r m u t d e r P r i v a i b e a m r c », Einen ticfeit Einblick in die wirischastlichc Armut manches Privatbcomten gewährt das Inserat in einer Frankfurter Zeitung vom Donnerstag, wo es heißt:
Verh, Beamter einer Akiiengciellichast mit hohen Dividenden
bittet um ein, getragenen Anzug, da bei einer f ü n s -
kövsigenFamilieb, ein, Wochenlohnvon27Mk,
z, Anschaiiung eines solchen nicht in der Lage, Oiserten , , , ,
** Bichmarkt in Gießen Bei dem am 17, und 18, Fcbr, abgehaltcnen Markte waren aiftgeirieben: 17 40 Stück Rindvieh und 191 Stück Schweine, Der nächste Viehmarkt findet am 3, und 4, März statt,
Gütcrrcchtsregistcr, Gütertrennung halien vereinbart Georg Wißner. Hüttenarbeiter zu Lollar, und dessen Ehefrau .Katharine geh, Läufer,
** Kleine Mitteilungen, Kriegsveleran Wilhelm C ä s a r , der >866 und 1870:71 »lillämpfte, ist im Alter von siebzig Jahren in B u v b a ch geßorben, — In » o l z h a u s e n v, d, H, venchluckle ein Mädchen eine Sicberheilsnadcl und mußte soiort, da Lebensgciahr eintrat, dem Friedberger .Kranlenhauie zugrftihri werden, —. Der Gastwirtschaft von W, Bo sie in Ottenbach statteten Diebe nächtlicherweile einen Besuch ab, wäbrend sich die Wirtsleute aus den «Kastwiricball begeben hatten. Nachdem sich die Diebe in der „verlasscuen" Wirlichail gehörig gestärkt hatten, suchten sie unter Mitnahme einer Menge Eßwaren, Zigarren, Zigaretten, Likören usw. das Weite. — Ta die Bahn durch das Wohratal ihrer Vollendung eiiigegengehi, wurde in der gestrigen Siadiverord- neicnversamniiung zu ,K i r ch h a i II beschlossen, noch im Lause dieses Monats die Strecke zu bereisen und etwaige Wünsche der Stadt an maßgebender Stelle vorzubringen,
'' Siiuifix ie ju Hessen. In dem kkouknrsveriahreii über das Ver mögen des Emil R Ü ck er, Metzger in Mainz, ist Termin zur Gläubiaei- verianimlimg aus Donnerstag, d. März 1914, vormittaas 10K Uhr, vor Broßh AnNSarricht tzllalnz bestimmt. — I» dem Konkurs- veriahreii über das Vermögen des Neüauratears Otto Kettemann in Mainz ist der Tchlubtermin onl Mitiwocb, II März 1914, vormittags 90, Uhr, vor dem Großherzo-il. ?tmtsgericht Mainz bestimmi, — lieber das Vermögen der Ernestine Hirlchkorn IN Groß-Gerau ist das Konkiirsvertahren erösinet. blechisamvalt Kleinschmidt in Groß-Gerau wird zum Konkursverwalicr ernanni, Konliirssordenmgen sind bis zum ll. Mäbz 1914 bei dem Äerichn anznnielden.
Landkreis Giegen.
eie W i e s e ck . 19, Febr, Ani Freilag, abends 8 Uhr, findet ösfeutliche G e m e i n d e r a t s s i tz u n g mit solgendei Tagesordnung statt: 1, Verkauf von Baugelände an Philipp Mootz, hier Festsetzung des Preises, 2, Ankauf von Gelände zu der projektierten Straße, von der Kirchstraße nach der Altcn-Busecker Straße führend; Eröfsnuug der Straße
3, Die Errichiung eines Fußpfades, vom Ausgange des Ortes bis zur Marburger Straße sührend, am Lickilenauer Wege,
4, Ankauf von Büchern zur Gemeinde Volksbiblioibck, 5, Die Durchführung der Karlstraßc, 6, Aufbesserung des Leichenwagens nebst den dazu gehörigen Gegenständen.


