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D«r Srlrtjche Arbeitrmsrtt im Zamrar 1914.

'-Bari) Worlaattfltr Mitteilung des ÄaifcrL Statistischen Aaite imReichs- und Staatsanzeiger" auf Grund der Berichte für dasNeichsarbeitsblatt" zeigt die Lage des ge­werblichen Arbeitsmarktcs im Januar 1914 gegenüber dem Vormonat ernc weitere Abfchwächung, Gegenüber dem gleichen Vormonat des Vorjahres ist fast durchweg eine er­bebliche Verschlechterung einqctreten, Tie Ausstellungen über den Beschäftigungsgrad nach den Mitteilungen der Krankcn- la»en liegen diesmal noch nicht gor. Nach den Berichten non 18 größeren Arbeitersachverbänden mit zuiamnien 2 000918 Mitgliedern waren Ende Januar 1914 4,7 u. ö. der Mitglie­der arbeitslos gegenüber 4,8 vH, Ende Dezember 1918, Bon Ende Dezember aus Ende Januar pflegt im allgemeinen die Arbeitslosigkeit ans der gleichen Hohe zu bleibcn^wen» nicht etwas zuzunebmen. Im Borjahr ergab sich eine Steige­rung der Arbeitslojenzisscr zur gleichen Zeit von 2,8 auf 8,2 vH. Die Arbcitslosenzisser an sich i st also

indiescinJahrebeträchtlichhöheralsiniBor

fahr. Bei 352 öffentlichen Arbeitsnachweisen mit 121840 Vermittlungen kamen im Januar aus 100 ossene Stellen bei den männlichen Personen 236, bei den weiblichen 104 Arbcitsgesuchc, Die entsprechenden Ziffern des Vormonats waren 214 und 120, Hiernach hätte der Andrang männ­licher Arbeitsuchenden weiter zugcnomnien, derjenige Weib lichcr Arbeitsuchenden cbgenommen, Vom Dezember zum Januar ergab sich bei den männlichen Personen die übliclie Verschlechtern»^ bei den weiblichen Personen die übliche schwache Verbesserung, Bei den männlichen Personen war aber in diesem Jahr die Vcrhältniszisfcr für die Arbeiter iingünstiger, Tic Berichte von industriellen Firmen und Per bänden über die Lage des Arbeilsmarktes im Ianitar leiten, von wenigen Ausnah,nen abgesehen, eine weitere Ab­schwächung mit. Aus dem R » h r k o h lc n m a r k t wurde diese Mschwächiliig durch den Frost, der die Schifsahrt un möglich niachte, noch verschärft. Im ober - und nieder- schlesischen Bergbau war die Lage günstiger, hier herrschte nach wie vor Arbcitcrniangcl, Aus die Lage im B r au n 1 o h t en bc rg b an übte das Frosttpetter einen günstigen Einiluß ans: die Mehrzahl der Bezirke klagt über Arbeitermangel, R o h e i s e n i u b u ft r i f sowie Stahl und Balzwerke berichten vielfach einen schwachen Geschäftsgang, der zur Einlegung von Feicrichichlcn nötigte. Die M g f cf» i n c u i li b u ff r i c wies gleichfalls an vielen £ rien einen Rück gang auf. Der Lokomotivban war hingegen befriedigend, der Automvbilbciu gut beschäftigt. Insbesondere in der elek irischen Industrie machte sich, soweit die Großstädte in Betracht komnien, ein UÜberangebot an Arbeitern geltend, Tic wichtigsten Ztvcige der chemischen In du st r i c waren nach wie vor gut beschäftigt. In der Textil industric machte sich in; Zusammenhang mit dem wenig befriedigenden Geschästsgang ein großer Andrang an Ar bcilskräslcn bemerkbar, Bo» 298 Firmen ist die Arbeiterzahl angegeben, und zwar mit 357 834 zu Ende Januar gegen 356 459 zu Ende Januar 1913. Es ist also eine Vermehrung um 0,39 v, H, lim Vorjahre um 4,03 v, H) eingelrclcn, mäh rend für Dezember eine solche gegenüber dem Vorjahrem 1,96 v, ö. zu verzeichne» war. Die Zunahme ist demnach geringer geworden. Im eiiz-cliien verteilt sich die Zunahme im Januar gegenüber dem Vorjahr au» die chemische Jndu stcic <-- 10,90), ans den Bergbau und das Hüttcnivcjen ( 1,84) und auf die Industrie der Maschinen (-!- 0,83 v, £>.);

alle übrigen Industrien zeigen einen Rückgang,

Aus tan Aeichrtagsausschüffen.

:: Berlin, 18, Febr,

Tie Regelung militärischer Machtbefugnisse,

Der aus Anlaß der Zaber»er Vorfälle cingeietztc Rejchslagsausichnß nr Regelung militärischer Machtbefugnisse Kielt deute solne erste Sitzung ab. Als Vertreter des Reichskanzlers war der Direktor im Reichs, nstizamt Delbrück anweiend. Das Zentrum beantragte, zunächst die Regierung um Vorlegung des Motcrrals über die geltende» Landcsqcsetze zu ersuchen, fer­ner nntzuteilen. welche Schrille juc Bcrclnbeitlichung der Vor schreiten bereits »eickiebrn »eien. Ein Fortschrittler imbcrilnad' dem Antra», da das Material bereits bekannt sei, und man das Gesetz im Falle eines Aufschubes in dreier Tagung nicht mcbr erledigen könne. Ei» R a t i p n a l l i 1 c ra l e r erachtete den Zen ti.nnsimtrag jür rirKOg, Man müsse zunächst Klarheit über die Ansichten der Regierung gewinnen. Ein Konservativer hielt die Reichs,esetzgebnnq nicht iür zuständig, n>» so weniger, als die stommandogeival! Nicht eiiimal in de» Einzelstaatcn all die Mitwirkung der Parlaniente gebunden sei. Der Zentrumsantrag sei daher abzulebncn, Es» Fortschrittler kielt im Gegen- iag dazu das Reich ans Grund des Artikels 6l der RcichSverfas- sinrg sür zuständig. Von Sozialdemokraten und Polen wird ein ftviatz zu dem Zkilirnmsantrage vvrgeschlagen, wonach die nächste Sitzung, der da« Material vorliegen soll, bercits in einer Woche statlzulindeir babe, Direktor im Reichsjuftizamt Del brück stellte in Auölicht, daß das Material der .Kommission z» gehen werde. Ein Konservativer erklärte die Vorlegung des Materials nicht sür richtig. Direktor Delbrück äußerte sich dann noch zu den Anträgen aus reichsqesetzlichc Regelung, Das Reich sei nicht zuständig. da es sich hier um eine Festlegung des VerdälrniHes des Militärwricns zur Polizei bandle, das der Landesqcietzgcbung unterliege. Dazu ivärr eine Veränderung der Reichsrersaisung crsordcrlich, Tie Zuftiuimung der Regierung löniic dader nicht in Aussicht gestclll werden: sachlich könne sic sich auch an den Verhandlungen über den Gesetzentwurf nicht bc Icitigen Rach weiterer kurzer Aussprache wurde der Zentrums antrag angenommen, dre Bcrrchlcrstatlung dem Fort- tchrittlcr Tr, von Liszt übertragen und die Beratung aus den 20, Februar vertagt.

Der Bu d qc I a u s s ch u ß begann beule die Beratung des K ol o n ial vvra »s ch I a g s. Der Berichterstatter Keinath iNtl.) svrach über die den, Reichstage zugegangene Denkschrift, betreffend die Ävloiiialverwciltungen der cnrvväiichrn Staaten' Ter istaatsjclrctär äußerte »ich dann da am, ein Vergleich unserer Verwaltung mit den fremden sei nur schwer möglich, am nächsten komme uns noch die englische Verwaltung, Freilich regier: das englische Kolvniaiomt die Kolonien nicht, soiidcrn es kontrol ­liere l'ic nur. Das batte er auch sür richtiger. Unsere Gei ehe ver­langten aber, daß der Staatssekretär allein die Verantwortung trage. Er möchte diese Verantwortlichkeit mcbr nnd mehr,ii die Gouverneure abtoölze». In England seien auch die Verhandlungen Mit den Parlamenten einsacher als in Deutschland, Ivo viele Beamte «»sschließlich in, Interesse der parlamentarischen Arbeit tätig ien> müßten. Für Kamerun kämen namentlich die ErHhrungeii IN dem englischen Nigeria in Betracht, Ein F o r t s ch r i I t I c r empfahl die Entlastung der Zentralvcrwaltnng durch die Schaffung von Aemtcrn miltleren Ranges, Ei» Sozialdemokrat meinte, die Abwälzung der Verantwortlichkeit aut die Gouverneure wäre dem Sraatssekretär zwar sehr bcaucni. aber für den Reichstag unannehmbar. Ein ZcnlrumSrcdner kielt das Programm des Staatssekretärs cbenialis sür undurchführbar, Ein K o n s e r - vativc r billigte die stärkere Verlegung der Verwaltung ln die Kolonien, aber nicht die Uebernabme der Verantwortung durch die ck ouvcrncure, Ein R a t i o n a l l i b c r a l c r stellte einen Antrag, wonach dem Reichstage mit den Voranschlägen der Schutzgebiete auci» die Lvranschlagsentwüric in der von den Gouverneuren und Srlbst- verwaltimg'-körpern auigestctttcir Form nebst den Vcrhandtiinqs- vrotokollcn zugehen sollen, Ter Antrag fordert ivcrler, daß von grundsätzlichen »der tvcsentlichen Voran,'chlagsemderungen gegen

das Borsahr den Gouvernementsräten rechtzeitige Kenntnis ge­geben werden möge

Der Staatssekretär beloMe, die Verwaltung sei mit deni zweiten Teile des nativnalitberalen Antrages einverstanden: über die anderen Forderungen sollen Verhandlungen mit dem Reichsichatzamt sückisinden, Ter nationolliberale Antrag wurde dann in einem Punkte cinftimnrig, im zweiten gegen die Konser­vativen angenommen,

Verichiedenc Anträge beschönigen iick mit der rechtlichen Lage der Eingeborenen, Ein Zentrumsantrag fordert eine kaiserliche Verordnung, die Leben, Freiheit und Eigentum der Eingeborenen sicheritellen soll. Ein Mitglied der W i r t i ch a i !- lickt cn Vereinigung begründet einen Antrag zum Arbeitcr- ichrttz in den Kolonien und rührte Beiiviele von Mißhandlungen der Eingeborenen an. Ein Sozialdemokrat unterstützte den Antrag, Ein ZentruniSredner betonte, wenn der Staats­sekretär nicht Garantien gegen eine weitere Ausbeulung der Ein­geborenen gäbe, so könne er feine Verantwortung mcbr für die Bewilligung von Geldmitteln übernehmen, Der Staatsick re- t ä r crkiärte, die Entschließung sei ihm dem Sinne nach iomvathiich, Arbcitszwanq sei in keiner der Anwerbeordnungen ausgesprochen. Für die Mißstände könne man die Regierung nicht immer verant­wortlich machen, da die Durchführung ihrer guten Absichten oit lehr schwer sei Auch die Eingeborenen selbst seien an de» Miß ständcn nicht ohne Schuld,

Ter Ausschuß Iür W a n d e(r I a g c r u n d H a u i i c r h a II d e l texte seine Beratungen bei deüi Anträge des Zentrums und der Kvnicrvativr» fort, der Uhren jeder Art vvni Hausierhandel aus- icbiießcn wilt, Ter «lntrng wurde mit 14 gegen 12 Stimmen t bg c lehnt, Tic Bestimmungen der Vorlage, die vom Hausier­handel alle rüegenstänte ausschließen, die zur Verhütung der Empfängnis oder zur Briei igung der Schwangerschaft dienen, wurden angenommen, Tas Verbat des Hausierhandels mit Mcn- scktenlwaren wurde aufrecht erhalten.

Der Ausschuß sür den Gescycniwurt betr, die Wieder­aufnahme er II es Diszivlinarversahrens beendigte beute die erste Lesung und beschloß eine längere Vertagung, da noch Unstimmigkeiten zu beseitigen sind. Der Ausschuß hat an wm Regierungsclitwurie di: wescntlickie Acnderung vvrgenommcn, ast die Wiederaufnahme auch zulässig sein soll in Fällen. in wnen der Beamte sich später eines neuen, die Ticiistentlasitin,» bedingenden Verhaltens schuldig gemacht hat.

Drr Arsttzrntwlirf ar-fn unfiltüche Literatur rmS..«unst".

Ter Entw ur s eine s Gesetzes gegen die Ge- fährdunc, der Jugend durch Zurschaustellung von Schriften, Abbildungen und Darstcl lun- g e n, der dein Reichstage am Mittwoch zugcgangen ist, gestimmt, daß die Gewerbeordnung folgenden 8 43a erhält: Schritten, Abbildungen oder Darstellungen dürfen in Schau­fenstern, in Auslagen innerhalb der Perkauisräiimc oder an ösicnt- fichen Orten nicht derart zur Schau gestellt werden, dast die Zur­schaustellung geeignet ist, Acrgcrnis wegen sittlicher Gefährdung der Jugend zu geben.

In K 149» tvird bestimmt, daß mit Hast oder Geld­strafe bis zu 300 Mf Zutviderhandlungen gegen diese Be- stimniungen bestrast werden.

Der vorliegende Entwurf will der tveitercn Verbreitung der die Jugend sittlich gefährdenden Sckiristcn, Abbildun­gen nnd DarsteUungen insotoeit entgegentrete», als dies unter Wahrung der Freiheit der Presse, der Kunst und Wissenschaft, sowie der Freiheit jedes er­wachsenen Menschen, sich seinen Lesestoss nach Be­lieben ausznwählcn, im Rahmen der Gewerbeordnung mög lich cwcheint. Die Frage, ob und wie die sog, Schundlitcra-- tnr und sonstige anstößige Darbietungen strafrechtlich be- lämpst werden können, scheidet hier aus. Nachdem die Kol­portage und der Straßenhandel keine Möglichkeit mehr hatten, die Schnndlitecatnr zu verbreiten, war es not- wendig, aucki für den Buchhandel einschränkende Bestini- mnngen zu erlassen, Tic Bertriebsstätten jilgcndgcsährden- der Darbietungen sind nach den angeslelUcn Erhebungen hauptsächlich Antiquariate, Papiergeschäfte, Zigarrentäden und Frisenrgeschäite, Um die Schundliteratur wirksam zu bekämpfen, muß deshalb dahingcstrcbt werden, daß diese Geschäfte derartige Erzeugnisse nicht mehr auslegen dursen. Unter das Verbot saUeu Ansichtspostkarten,' Lichtbilder, Schallplatten mit Text, die Rcklamevilder der Kinos, die Projcttionsbilder an der Straße, die öffentlief» ausgestellten Mutoskopc, die Ausstellung von Bildern und Figuren in Schaubuden aus Volksbelustigungsplätzen, unter der Voraus­setzung, daß diese Zurschaustellung derart erfolgt, daß sie geeignet ist, Acrgernis wegen sittlicher Gefährdung der Jugend zu geben.

Au» Stadt «nd LanK.

Gießen, 19. Februar 1914.

Das Vorlesungsverzeichnis sür d a S Sommerhalbjahr ist dieser Tage erschienen nnd ent­hält außer den für die Studierenden bestimmten Vorlesun­gen und Uebungcn wieder eine ganze Reihe von Vor­trägen. die auch für einen weiteren Hörerkreis Interesse haben, Tic Dozenten gestatten auch außerhalb der Universität Stehenden gern den Besuch ihrer Vorlesungen, doch ist eine vorherige Anmeldung selbstverständlich, Bo» den sür die Allgemeinheit etwa m Betracht kommende» Vorlesungen beben wir hervor: Pros. Dr, Schian: Die innere Mission, ihre Geschichte, ihre Probleme, Montag nnd Donnerstag 1112. Prof, Tr, Gmelin: Atlgenieine Staatslehre lPolitiO, Montag und Mittwoch >21, Prof. Dr, Hübner: Staat und Kirche, Dienstag 121, Pros, Dr Hennebcrg, Pros, Tr, Sominer, Pros, Tr, Watzin- ger, Prof, Tr. Meyer: D e r v o r g c s ch i ch t l i ch c M c n s ch. Mittwoch 89. Prof, Tr, Martin: Entwicklungs­geschichte der Haustiere, Donnerstag und Freitag 9io. Pros, Dr, Sicbeck: Einleitung in die Philo­sophie, Freitag 34, Prof, Tr, Kinkel: Lcbens- a n^chau n ngei, großer Denker (zweistündig); Faust 2. Teil (einstündigl, Privatdozent Tr, Weidenbach: Letzte Entscheidungen der Philosophie, Freiiag 57. Pros, Tr, Fromme: U c b u n g e n im Feldmcsscnund Nivellieren (für Landwirte), Mittwoch von 2 Uhr an. Privatdozent Tr, Eermal: Radioaktivität, Mittwoch 3 - Pros, Dr Feist: Ehemie der menschlichen

Nahrungsmittel, ihre Verfälschung und deren Er­kennung. Dienstag 8-9, Privatdozent Dr, Tliomae: Tie Erzeugnisse der deutschen Kolonien und ihre warentechriiian' Beurteilung, Montag 67, Prof Dr, Sic- vers : Geschichte d c r^g r o ß e n Entdeckungen, Mon­tag 911. Pro» Tr Skalweii: Hanpttheorien der Volkswirti chaftslehre, Riiltwoch 78 nachm. Prof, Dr, Rolof»: Allgemeine Geschichte von >871 bis zur Gegenwart, Donnerstag und Freitag 43 Prof Dr. Watzinger: Vorgeschichtliche KulturEuropas und der Mi ttelmeerländer, Dienstag und Don­nerstag II12 (mir Führung durch die städt. Sammlungen Samstag 1011 Pompe,. 'Mittwoch 4-5. Pros Dr Rauch: F r a n z o, i s ch e K u n st von Franz I. bis aus unsere Zeit, Donnerstag 68. Pro». Tr. C o l l in : D e r d c u tch e Roman im 19. Jahrhundert (zweistündig), Goethes Faust (einstündig). Pros. Dr. Lelm: Geschichte de.

didakt. Dichtung in Deutschland (einstündig- Privat» dozent Dr, Franz: Dante, Montag mid Donnerstag 56. Privatdo^mt Dr. Junker: Indische Philo sophe me, Dienstag 46, Mittwoch 45. Pros Trautmann: Die Zeitgenossen Bachs (mir Beispielen ain Klavier, Don» nerstag 8fl.

** Dr. Eckcncr i ii Gießen. Wir inacben iioLmal. aui den heute stattiindcnden Dortraz mit Licknbilderi: des Herrn Dr. .Hugo Eckrncr-Fricdricbshaici, über:Tic Leistungen der Zeppelin-Luttichissc int Jahre 1913 mit beson­derer Berücksichtigung der Unfälle der Marine Luftschiffe" auimcrksiim. Herr Tr, Eckcncr ist zurzeit in Hamburg stalivnie>-t, MN nach den, Verlust der gesamten Marine Luiliahrer den Rcuerlatz auszubildrn und er Ivor dieser Tage gemeinschaftlich mil Grat Zevpelin bei der Abnahmefahrt des neuesten Zevpelin-Luiiichiiie», das von der Hacrcsvcrioaltiuig über- ltcmmcn loird. tätig. Er ist vermöge seiner langiährigen Tätig- feit IN tcr Lnstschiiiahrt wohl einer derjenigen, der über die Un- iällc der Äarineluilichisie. über die Verhütung solcher Unfälle und die Eniiricktungsmöglichleit der ganzen Lnstschiiiahrt diesachverstän- digftc Austunst geben kann,

*° Bund 6 e u t i di e t Ober-Ppslschakkner. Tie Be- zirksaruvoe Tarmstadt tLitz Mainz! stielt am Samstag in Mainz- im Saalstan .Frauenlob" ihre Jahresverlammlnug ob. Sie war ans allen Teilen pestenS gut befncht, Ten bieilesten Raum dir Verliaudlungeii »ahme» c-ie Staude--, Befoldunak- und 0rga»iialio»s>ragen in Anspruch, über welche der j, Vorsttzendc, Eber-Poitfchah'ner Weigand, eingehend iuraci', Tie Bestrebungen des Bunde« gehen in der Lanotiache dastin.^oast die gestobene Ilnier- beamlenktaiie bei der ReichSpost- nnd Tclearapstenverwaltiing zu einer ranglich stöster zn bewertenden Beamlenklaiie stcranSqebl det wird, d, st. daß sie in gleichem Sinne wie die Ziiglnstrerktaste der mittleren Beamtenichait »»gegliedert wird. Bezüglich de« Ein­kommen« wönfcht der Blind der Eiellung entlorechciid ctue» Ge- stattslai, von 16002500 Mark und den WohnungSgeldzuschnß nach der Tarikklastc V,

** Viehwagen i it Perionenzügen, lieber die Mot Wendigkeit einer ichnelteren Beförderung von Viehwagen aus den vreußiich-stciiiichcn Eijenbahnen ist von Interessenten mehrfach bingemicien worden Bornebmlich ist als ein »nicht erachtet worden, daß Viehwagen, die den Anfchjnß an Eil oder Fcrngüterzüge nicht erreichen, mit den nächsten P e rf o n k n z ü g e II belördcrt werden. Die Eisenbastnverwalwng soll nun den Äüiiilben noch getomnien sein, und bestimmt staben, dast Tiersenbiingen, die in­folge Zngvcrfpätungen oder aus anderen Gründen vstne Schuld der Absender oder der Begleiter eine Verzögerung in der fghrvlan- mäßigen Beförderung erleiden, mit besonderen, zur Tierbesördeiung ireigcgebcnen Zügen, die die Tiere am ichnellsten der Bestini - »nungsstation zusüstrcn, weitcrbcsördcrt werden sollen. Hierbei ivird ein Frachlzuschlag nicht erhoben. Für die Tierbesörderuiia ist eine große Anzahl von - Pcrionenzügen ireigcgcban worden. Tic Freigabe sämtlicher Personen»üge zur Bcsörderung von Tier wagen bei verichlten Anschlüssen läßt sich deshalb nicht durchführen, weil die Pünltlichkeit und Sicherheit des Betriebes sowie die ge botene Rücksicht ans den Personenverkehr dies nicht zulassen. Im übrigen sind die Dienststellen aus die Borichriiten sowie die Rot Wendigkeit vünkllichcr und schneller Beförderung von Ticriendnugen besonders bingewiefen worden, was in ZuklinU von geil zu Zeit wiederholt werden jolt.

" Konkurse in Hesjeu. Im Kouknrie über den Nachlab de« Leopold Paul in Mainz soll Echliistverleilmig erlolgen. Tie ver- iügbare Maste beträgt Mk. 919 , 26 . Da« KonkurSveriahren über das Bermöaen der Firma Pauke ch M e r b e r t i» Dber-Finkc»- bach ist eingestellt. In den, KonkinSveriabren über da« Ver­mögen de« Wilhelm cklerhardt, Wirt in Lsienbach a. M-, ist der Schlußtermin au! Doiinerslag, ü. Mürz 1914, vormittags 10 Uhr, vor dein Großherzogl. stlmtdgericht Ostenbach, Saal 12, bestimmt.

Landkreis Gießen.

-e Utphe, 17, Febr Leute wurde hier die Jagd der Ge­markung lltphe und der Feldgemarlung Fetdheim nochmals vcr steigert, da die Orts- bczw, Gemartungsvorftände die erste Bei fteigerung nicht genehmigt hatten, Tic Jagd von Utphe wurde zum Preise von 400 Mk, iseither 580Mk ) von drei Bcrftädtcr .Herren gepachtet, die von Fcldbcim erhielt Gras Wilhelm von Solms-Lau stach iür 700 Mk (feitber 480'IV1: Bei der ersten Perilcigerung waren für die hiesige Jagd nur 250Mk., für die von Feldheim 605 Mk, geboten worden

Kreis Büdinste».

§ Echzell, 18, Febr, Die hiciign Waldjagd vacküete Cmspächtcr G. Schuch, Hof Schlnseld, sür 1000 Mark,

Kreis Alssekd.

R II v v e r l e n r o d , 18, Febr, Gestern abeud hielt in voll besetzter Kirche Missionar Grob aus Bermutshain einen Licht bildervortrac? über seinen bisherigen Wirkuiizslrei« in Westairika, die Gold- und Sklavcnküfte, Ten erklärenden Lczt iprach Missionar Grob, das Schlußwort Pfarrer Jung VVII Ober-Gleen, Aus der Bürgermeisterei wurde heute vormittag die Verpachtung der hiesigen Gemeinde-Wald- und Fe l d j a g d abgehaltcn, Ter seitherige Pachtprcis von 520 Mk, blieb bestehen, Tie Jagd wurde von Fabrikanl Rinn aus Hcuchclhcim bei Gießen erstanden

A Ober-Ohmen, 17, Febr, Heute nachmittag iand hier die Verpachtung der hiesigen Gemeind ejagd aut Iveiterc ieckts Jahre statt. Es erfolgte ein Höchstangcbit van 450 Mark, dem der Sicigercr Fabrikant Rinn aus Heuchrlheini bei Gießen noch 50 Mark hinzuiügte, Ter lilemcinderat versagte jedoch dem Angclvt die lstenehmigung.

Flensungen, 18. Febr, Durch das gelinde Weller ter letzten Tage schmolzen Eis- und Schneereftc, Dadurch bil­deten sich aui den Straßen nicht jetten sehr glatte Stellen, Aus einer solchen glitt ein junger Manu von 18 Jahren aus und siel si> unglücklich ans den »opi, daß sich der Schädel i Pallete. Tags daram erlag dce Verunglückte seiner schweren Wunde,

veretllsnachrrchttst.

Äicßcner Tu rnvcrcin von 1846: Das beliebte karnevalistische Konzert silchct nach mehrjähriger Pause am Sonn­tag, dem 22, d, M,, wieder in der Turnhalle statt, Ter Zutritt ist auch Rickitmitgliederii gestattet. Vom Verein ist keine Mühe gescheut wurden, um ein vollwertiges Programm zu bieten,

Klein-Linden, 14, Febr, Die hiesigen Mitglieder der Ortsgruppe der christlich-sozialen Partei veranstalteten im Saale des (yasthauics zur^Vurg einen gtttbciuchten F a m i - iienabenb. Buchhändler Sonnenschein Marburg hielt einen Vorirgg über Zweck und Ziel der christlich-sozialen Partei, Ausgehend von der Gründung der Partei durch Stöcker schilderte er ihre Entwickelung bis aui die ctzegenwart in kurzen Zügen und gab dann ein klares Bild von der Notwendigkeit einer Partei, die das Ehristlickw, das Rationale in gleicher Weife wie soziale Gedanken in der Politik zur Geltung und Ausivirkuna bringt,' Weitere Ansprachen hielten der Vorsitzende des Vereins der deut­schen Stndentcn, Pfarrer Bröckelmann, und ein alter Vor­kämpfer der Partei, Herr Lenz- Betzdorf.

Büdingen, 16, Febr. (Schössengericht.) Ter Taglöhner G, L, von Lorbach wurde wegen Beckelns zu 10 Tagen Hast vcrurieilt. Die Schäfer: 1. A, Ph Sch., 2, A, St beide zu Düdelsheim, wurden, und zwar _3<f>. als nicht schuldig von Straie und Kosten ireigeiprochen. St, wcigen vorsätzlicher kör­perlicher Misthandlung zu 10 Mark ober 2 Togen Gciängnis verurteilt, Der Metzger O, E. A, F, aus Neustadt a, O zurzeit hier in Untersuchungshaft, wurde wegen Beckelns zu znnn Wochen und wegen Trunkenheit zu 3 Tage» Haft verurteilt, weiter erhielt er wegen Bedrohung eine Gefängnisstrafe von 4 Wock»e>i. die erlittene Untcrsuchungshafi wurde auf die aner­kannte cslrafc angercchnct, Ter Tagiöhnxr Ö- T, VI. von Miitclgründau wurde wegen ÄörperVerletzung in zwei 'Füllen