Ausgabe 
17.2.1914
 
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Au» Stadt und La«-.

Gießen, 17. Februar 1914.

**KosteniirarkenzurEntrichtung vonGeiichts- '*>kru. Zur Bereinsachung und Berbilligung der Zahlungsver- »Hr4 rönnen jetzt in einigen Städten ,u. a. auch Trtanffurt Ge- irchtslvsten, über die eine Kostenrechnung noch nicht mitgetcilt ist. durch Verwendung von Kostenmarken entrichtet werden. Tic Benntzun., von Kastenmarken spart den Koste» ia klein Zeit und Geld. Die Ausfüllung vou Postanweisungen, die Einzahlung des pstldcs und das Porio iür die Geldsendung fallen weg: Urkunden. Me sonst bei Gericht zurückgehallen werden müßten, bis die Kosten­rechnung der Beteiligten zugeiandt und von ihnen bezahlt ist, kännen sofort zurückgegeben werden. Kostenmarken werden über 0.05, 0.10, 0.20, 0.30, 0.60, 1, 3, 5, 10 und 20 Mart aus- gegeben.

** Fürsorge für Jugendliche. Man schreibt uns: Etwa 50 000 Jugendliche iverden in Deutschland jährlich vom Strafrichter verurteilt. Tie Gefängnisse und Strasanstalten können den Zweck der Besserung und Erziehung nur mangelhast erfüllen, da sic den jungen Menschen oftmals dauernd mit dem Flecken der Schande bchaften. Erfolgreicher und zugleich sparsamer ist die vorbeugende und heilende Tätigkeit der Lehrlingshcime und son­stiger Anstalten für sittlich gefährdete Jugendliche Ta nun in diesen Tagen der Sammler für das Lehrlingsheim in Dillenburg und die Erziehungsanstalt in Aumühle (Ar. Darmstadt' die Be­ll« hner des Kreises (fließen um Gaben bittet, so wird hosfentljch dieser Ausruf christlicher Einsicht und Barmherzigkeit seine Wir­kung nicht verfehlen. Tie Anstalten sind weder vom Staat ins Leben gerufen, noch werden sie von ihm unterhalten. Doch leisten sie dem ganzen Bvlk erheblichen Dienst zur Eindämmung des Bcrbrechertuins und bedürfen auch behufs Verzinsung und Abtra­gung der noch aut ihnen ruhenden Schuldenlast (40000 Mark! drin­gend der Unterstützung. Um sich vor Betrügern zu schützen, beachte »ran, daß der Sammler in seinem Gabenbuch die Genehmigung des Großh. Kreisamts mit sich führt uich auf Verlangen jedermann porzeigt. Ein persönlicher Besuch der Anstalten dürste aber am besten davon überzeugen, daß sic sich vor jedermann sehen lassen können und aller Ulfe wert sind.

Das Gesetz im Wandel und Verkehr, lieber eine Reihe von wichtigen gesetzlichen Fragen aus dem täglichen Lehm geben die neuesten Entscheidungen des R c i ch s g e r i ch t s Auf- lckltuß. Wir entnehmen ihnen folgende Fälle! Zur Stempel- pflicht beim Grundstückskauf. Der Kaufvertrag über ein Grundstück ist nicht nach dem objektiven Werte des Kauf» objekts zu verstcmpeln, sondern nach dem tatsächlich erzielten Kaufpreise, ganz gleich, ob der Käufer einen Spekulations- Ivert gezahlt hat, den der Verkäufer mit der erforderlichen Gv- jchästsausgabe begründete. Ein gefährliches Konkur­renzmanöver. Ein Hamburger Kaufmann hatte mit dem in einer Vertrauensstellung sich bcftndenden A n g c st e l l t e n seiner Konkurrenz einen Vertrag abgeschlossen, wonach der betrefseirde Angestellte sich gegen eine Beteiligung am Rein­gewinn bereit erklärte, dem Äertragskontrahentrn Vorteile zu- kommen zu lassen, die seinen Prinzipal schädigen mußten. Beide Vertragsteile find zu erheblichen Gcsängnisstrafcn verurteilt wor­den. obgleich der Angestellte sich vertraglich verpstichtet hatte, alle Verantwortllchkeit selbst zu tragen. Unfall im Abort eines fahrenden Eisenbahnzuges. Der Eisenbahn- reisende muß zwar im allgemeinen bei seinen Bewegungen im Zuge die im Verkehr erforderliche Sorgfalt beobachten. Es würde aber eine Ueberspannung der Sorgfalts- Pflicht sein, wenn man verlangen wollte, daß er sich bei jedem Auf st eh cn im fahrenden Zuge, namentlich auch bei der Benutzung des Aborts, sc st halten müsse. Ist ein Reisender loährcnd seines Ausenthalts im Abort durch einen Plötzlichen starken Rück des Zuges gegen die Fenster­scheibe geschleudert und dadurch verletzt worden, so ist die Eisen- bahn hierfür im vollen Umfange schadenersatz­pflichtig. da cs sich um einen Betric bsunsall handelt.

- Die Reproduktion von nackten Kun st werken ist bei tadelloser Wiedergabe des Originals nicht n n » ü chtig. Tas Landgericht Berlin hatte im objektiven Straf­verfahren ,die Unbrauchbarmachung von 43 Postkarten ausge­sprochen, weil diese Postkarten nachte Kunstwerke berühmter Mei­ster Wiedergaben und weil bei einer Postkartenabbildung die künst­lerische Idee nicht die Eigentümlichkeit gewinne, die Unzüchtig­keit des Nackten zurückzudrängen, sondern auf die Jugendver­führerisch" wirken. TaS Reichsgericht hat das Urteil aufge­hoben und ausgeführt, daß die Darstellung des nackten Körpers an sich n i ch t unzüchtig wirken kann, diese Annahme des Landgerichts Berlin deslwlb rechtsirrig fei.

** GütcrrechtSrcgister. Gütergemeinschaft ha­lben vereinbart: Sckmried Heinrich Michel und dessen Ehcirau Marie gcb. Heißner in Hetzbach. Errnngcnschastsgcmcin- s ch a s t haben vereinbart: Maurer Phil. S ch m i t t zu Saasen und seine Ehefrau Kath. Schnritt geb. Hahn: Georg Anton Stauch. Techniker, und Johanna gcb. Merz in Wornis: Maurer Friedrich Meidt zu Lncckbvrn und seine Ehefrau Karoline Mcrdt geb. Röder: Taglöhner Philipp Nccb II. und Anna Katharina geb. Herbold zu Groß-Rohrheim. Gütertrennung haben ver­einbart : Eckstein, Ludwig und Frau Margarethe geb. Klent von Klein-Bieberau.

** Grundstü cksvHr k ehr. Ein Grundstück zu Bens- Heim, das auf den Namen des Bäckers Hans Jäger in Bcns- heim eingetragen war, soll Montag, den 30. März 1914, nach­mittags 2% Uhr, int Sitzungssaale des Amtsgerichts Bensheim int Wege der Zwangsvollstreckung versteigert werden. Grund­stücke ^u Ober-Modau, die auf den Namen des Franz Tho­mas Siegmaticr und der Susanne geb. Krichbaum, jetzt Ehe­frau des Georg Ziegler zu Ober Modau eingetragen waren, sollen Donnerstag, den 30. April 1914, vormittags 10 Uhr, aut dem Dienstzimmer des -Ortsgerichts Ober-Modau im Wege der Zwangs­vollstreckung versteigert werden. Grundstücke zu Bensheim, die auf den Namen des Fabrikanten Wilhelm Fischer und dessen Ehefrau Margarete Anna geb. Wiener in Bensheim im Griiiid- buch eingetragen waren, sollen Montag, den 30. März 1914, nachmittags 2>* Uhr, im Amtsgericht Bensheim im Wege der Zwangsvollstreckung versteigert werden.

** EineGe ist e re r s ch ei n u ng" ist letzt das Tages­gespräch von Reiskirchen geworden, und da sie eines ge­wissen Humors nicht völlig entbehrt, so geben wir gern den Bericht eines unserer Mitarbeiter darüber wieder: Belustige» sich

eines Abends aus dem sogenannieii Tchulwair. in Reis- kirchcn eine Antabl Bursche» mit Schlittensahrcu. Plötz­lich erschienen am Ende der Schliitenbahn zwei weißgekleidete Gestalten. Im ersten Augenblick stutzten die meisten der Burschen: einige beherzte, die an eine GeistererscheimiNg in unicrm Jahr­hundert nicht recht glauben wollten, bewaffneten sich rasch mit ein paar abgerissenen Latten und stürmten aus die vermeintlichen Geister ein. Tic drohende» Latten slöstten unser» Geistern doch Angst ein, mit langen Sprüngen über Stock und Stein, verwlgt von der gohlcnden Burl'chenschar, ging der Wieseck entlang Plötzlich bildete ein Drabtiann ein säst unüberwindliches Hindernis, der eine Geist setzte kurz entschlossen darüber, der andere packle es nicht und fällt in die Hände seiner Verfolger, welche ihn nach einer gehörigen Tracht Prügel unerkannt seines Weges ziehen ließen.

Landkreis Gießen.

(;) Taub ringen, 16. Febr. 1914. Bei der am 73. d. M. zu Lollar vorgcnommcncn Wahleines Kreis- tagsmitglicds wurde im Wahlbezirk Treis a. Lda., Staufenberg, Daubringen Ruttershausen-Lollar an Stelle des zurückgetretencn Bürgermeisters Benner-Treis a Lda. Bürgermeister Walter» Taubringen mit 12 von 21 ab­gegebenen Stimmen gewählt.

tt Langsdorf, 15. Febr. Gestern abend hielt hier Tr. Hos s. iii an», Lehrer a» der Ackerbauschule in Friedderg, einen Portrag über d,e Behandlung der Obstbännie >i» Winter Don den zahl­reich Erschienene» wurden die Äussübrungc» de« Redners mit grobe», Interesse enlgi aenginomniem Er bildete sich eine Orts­gruppe de- Oberhessischen Obsldauverem«.

Kreis Lauterbach.

R. Hopsmanns seid, 16. Febr. Ein Handelsmann aus Ober-Seemen unternahm eine Gcschäststour im Dogels- berge. Um den Umweg über Eichenrod zu ersparen, bog er mit seinem Fuhrwerk, von Bahnhof Rixfeld kommend, in die zurzeit wegen Schneeverwehungen gesperrte Straße nach Hopsmannsscld, sogen. Schlitz gas se, ein. Diese Straße ist aber rn ihrer tiefsten Senürng kurz vor izeni Ort vollständig verweht und kaum zu erkennen. Das Pferd des Händlers verlor plötzlich den festen Untergrund und versank etwa 2 Meter im Schnee der Straßen­böschung. Nur mit Hilfe einer Anzahl Torsbewohner konnte das Pferd wieder hervorgeholt werden, hat sich aber ver­schiedene Verletzungen zugczvgen, so daß es aus einige Zeit nicht gefahren werden kann. Tie Insassen des Fuhr­werks, Vater und Sohn, kamen mit dem Schrecken davon.

Kreis Friedberg.

? Pohl-Göns, 16. Febr. Der Gemcinderat beschloß in seiner Sitzung vom Samstag abend die Einführung des elektrischen Lichtes und Anschluß an die lleber- landzentrale. Auf die hiesige erledigte Pfarr­stelle wurde Pfarrer Naumann aus Siescrsbeim in Rheinhcssen dekretiert. ,

Hessen-Nassau,

Bieber, 15. Febr. Gestern abend fand die Hanvt- vcrsamnilnng >md Rechmmgsgblegnng des bieügeii Raiffeisen- Vereins bei Gastwirt Paul statt. Ter Berein besteht seit Sevlember 1911 und hat eine Reserve-Rücklage von 79 SM. ge­mocht. Im verflossenen Jahre worden sür 21897 Mark Waren umgesetzt.

O Biedenkops, 15. Febr. Tie Steuersätze »»sereS Städt­chens sind Iür das neue Jahr wie folgt seslglsetzt 180 Proz. En>- kommensteuer, 200 Proz. Realstener »nd 100 Proz. Betriebssteuer. Ter Eli» stellt sich in Einnahmen und Ausgabe» aus 20? 503,14 Mark.

Hanau, 16. Febr. Beim ersten Bataillon sdes Eisenbahnregiments Nr. 3, demselben Bataillon, bei dem im Vorjahre die Typhusepidemie grassierte, sind wieder 80 Soldaten von einer epidemieartigett Krankheit befallen und in das Lazarett gebracht worden. Tie Krankheit soll einen influenzaartigen Charakter haben.

0(ridit*{aaL

Zum Drama auf Dakowhmokrc.

4 Mcseritz, 15. Febr. Zu dem Drama auf Schloß Dako- wymokre, wobei der Majoratshcrr Graf Matthias Brudzcwv v. Miclzynsli seine Frau Fclieie gcb. Grästn Potocka und seinen Neffen, den Grasen Alfred v. Mianzynski in der Nacht erschoß, er­fährt dieDeutsche Journalvost" folgende Einzelheiten:

Gras v. Mielzynski hörte am Morgen des 20. Dezember gegen 4 Uhr ans dem Korridor seiner im ersten Stockwerk gelegenen Ge­mächer im Schlosse Takowymokrc Schritte. Er trat deshalb auf den Korridor hinaus, konnte aber niemanden sehen. Tatsächlich Ivar ein Diener an seiner Tür vorübcrgcgangen. Gras ». Micszhnski wollte sich davon überzeugen, wer der nächtliche Wanderer war: an Ein­brecher, wie früher behauptet wurde, dachte er in diesem Augenblicke nicht. Er begab sich daher in das Erdgeschoß und bemerkte dicht am Treppensuß eine Tür halb osten stehen. Nun wurde er stutzig, und es schien chm jetzt doch möglich ,daß Einbrecher cingcdrungcn seien. Er nahm von einer Truhe, an der er eben vorüberging, ein stets dort liegendes Gewehr, das er ,M den daneben befindlichen Patronen an Ort und Stelle lud. Gras v. Mielzynski trat sodann durch die halboffene Tllr und sah dicht unter der Spalte einer anderen Tür, ine zum Schlafzimmer seiner Gattin führte, einen schwachen Licht­schimmer. Gleichzeitig hörte er aus dem Zimmer die Stimme seines Nessen. In diesem Augenblick wurde ihm zur Gewißheit, was er seit langem vermutet hatte, daß seine Frait zu dem Neffen in ehe­brecherischen Beziehungen stand. Diese Erkenntnis raubte ihm die Besinnung. Im gleichen Augenblick öffnete sich die Tür und seine Frau trat ihm entgegen. Einzelheiten darüber, was sich nun er­eignete, vermag der Graf nicht anzugcben. Tatsache ist, daß er seine Frau aus der Stelle nicderschoß und mit einem zweiten Schuß seinen Neffen nicderstreckte. Seine Aufregung war derart groß, daß er einen dritten Schuß auf die erschreckt hcrbeicilende Gesellschafterin seiner Frau, ein Fräulein v. Koczorowska abgab und sie lebens­gefährlich verletzte. Ter im Schloß vorgesundene und beschlagnahmte Briefwechsel zwischen der Grästn und ihrem Neffen hat ergeben, daß zwischen beiden ein Liebesverhältnis bestand. Der 24 Jahre alte Graf v. Mianzhnski ist der Typ des leichtsinnigen und verkommenen polnischen Aristokraten. Er neigte stark zu alkoholischen Exzessen und trank täglich etwa vier Flaschen Ungarwein. Uebcr und über ver­schuldet, bezog er von seiner reichen Mutter eine Jahrcsrente von 6000 Mark, er verbrauchte aber jährlich über 50 000. Tie Unter­suchung hat ergeben, daß die erschossene Grästn Mielzynski selbst ihm jährlich Tausende und Abertausende zur Verfügung gestellt hat. Der leichtsinnige Aristokrat hat bereits drei Jahre in der Fremdenlegion gedient und ist von dort gcstüchtet. Graf Mielznnski ist während der Untersuchungshaft häustg in Erregungs­zustände geraten, wobei er irr redete. Der einzige Wunsch, den. er in ruhigen Stunden äußert, ist der, daß seine Kinder, ein fünfzehn­jähriges Mädchen und ein zwössjährigcr Knabe, ihm nicht ganz ent­fremdet werden. Den Vorsitz im Gerichtshof bei der kommenden Schwurgerichtsverhandlung wird Landgcrichtsdirektor Eontcnius führen, die Anklage vertritt der Erste Staatsanwalt Dr. Boelesar: die Verteidigung liegt in den Händen der Rechtsanwälte Jarccki und Drwcsli (Posen),

vermischte».

- Keine Einsturzgefahr des Mainzer Domes! Zu der gestern von uns unter Vorbehalt milge- teillen Notiz eines auswärtigen Blattes über neue Sprünge am Mainzer Dome schreib! derMainzer Anzeiger":Wie von authentischer Seite mitgeteilt wird, handelt cs sich hier um einige vor Jahrhunderlen entstandene alte Risse und müssen derartige, zur Beunruhigung weiter Kreise geeignete Meldungen geradezu als gewissenlose bezeichnet werden. Aii- dercrseits wäre cs aber auch an der Zeit, daß seitens des Tombaubureaus endlich einmal durch ein energisches De­menti in den Tageszeitungen diesen Tatarennachrichten ent- gegengeirelen würde. Jedenfalls hätte schon längst eine sach gemäße Aufklärung erfolgen müssen."

* Deutscher Techniker-Kongreß. Im Lehret ^^fi"shaus zu Berlin fand am Sonnlag zur Beratung derPOlenlgesetzreforin ein gemeinsam vom Bund der tech­nisch industriellen Beamten, dem Deutschen Techniker-Ber- band und dein Deutschen Werkmeisterbund, die zusammen über 1-0000 Mitglieder verfügen, cinberufcncr Deutscher Techniker-Kongreß statt. Anwesend waren bei der Tagung Vertreter des Reichsamt des Innern und des Reichsvatcnt- amres, ferner die Reichstagsabgeordneten Dr. Haas ^Karls- ruhci uiid Giebel (Frankfurt), sowie der Gewcrkschastskom- missar -rnlbcrschmidt (Berlin). Nach einigen Vorträgen lieft uns angenommen, in der der Tcutiche Technikcrkongreß die Fortschritte in dem Entwurf zum neuen Gesetz gegenüber dem alten Rechlszustand aner- ennt, aber betont, daß der Entwurf noch nicht allen Wün- Ntzen der .lngestclllen enlgcgenkommt und auf die noch vor­handenen Mangel hinweist.

nrnUti "k n 1 .* $ 01 * Jet1 e 61 e t. Ter neue Polizei-

prüfen von Par«. venmon. l-at eine Post,eischule ins Lebeu ge- T Vt* n ' *' n arj >br« Worten eröffnen wirb. Bei dein Unter- r,ck> e. der dar ettc.lt w»d, soll der Film ein« Hede»,ende Roste spielen, ,a er soll geradezu bei den jungen Außenbeamten lang-

lährige Ertahrung ersetzen. Beim Polszeiunterrichie durch den Film wird nämlich den angehenden Poliziste» bemahe alles gezeigt Iverden, ivas in chrer Praxis vorkom.meu kann. Ter Film zeigt Straben- izeuen, terner Tgschendtebe, ihpacheii usw bet der Arbeit, es iverden

Straße»»ullä»se und das Eingreiscn der Polizisten vorgeiührt, »»d w bat tu der Tal der Lernende Gelegeudet, in kurzer Zeit alle .'älle zu selieu, die er sonst erst in langer Praxis tu seinen Winens- schal, ausiieyme» könnte. Ter tvebrauch von . .'affen durch die Polizei ivie durch die Perbrecher wird ebensatls ezeiqt wrrde», kurz, de»i Film ist vier ein neues (bctuei erschtotseu, dessen Wichtig, teil nicht zu bestrei.ei, ist. Wie cS hei-t, ivted peuuiou selbst dem lluierricht häufig beiwohne», um die Fortschritte seiner Zöglinge tm Auge behalten zu können

Kleine Tagezchronik.

^ Sämtliche Kabel nach Helgoland sind durch den Sturm zerstört: es ist nur drahtlose Verbindung möglich.

2ic N arltpreise für Vieh und Frucht »nd die Hiießener Fleisch» und Brotpreise

am 16. Februar 1914.

Schlachtviehpreise in Franks« rt a. Äk.

Fletschpreise >» Gießen

Ochse»

Kälber

Schweine

50 Kg. Schlachtgewicht 7993 Atk.

Kg. Cchlachtgw. 35 113 Pi. '/, . . 63-68 .

l, Kg. 92-100 Pfg . 94 98 .

7. . 75-9« .

G etreidepreise in At a n n h c i m

Brotprcise in Gieß« ,

Weizen HO 5(q. 19.75 - 20.50 All. Roggen 100 Kg. 16.25-16.50 Atk.

Welvt'ror ^ 62 i>ss. Schlvarzdrot 2Kg.v4Mg,

Mörttt.

Wltken, 17. Febr. llst o rktberi cht. Auf bentigem Wochen- »arkt« lostet«: Butter das Pfund 1 ,901.00 Ulf, Hühnereier

1 Stück 89 Pfg., 2 Stück 0 Psg, Kose das Stück tz8 Pfg, Kasematte 2 Stück 56 Psg., Tauben das Paar 0,801,00 9) t» Hühner per Stück 1,001,60 Mk., Hahnen pr. Stück 1,50 2,50 Mk., Enten vr. Ct. 2,503,50 Mk, Gänse das P!d. 75-85 Psg, Ochsenfleisch pr. Pid. 92-100 Pfg,. vlindfleisch vr. PI»»d 9094 '! tg Kubfleisch 80 Psg, Schweine­fleisch vr. Pfund 7»909b Pta.,Kalbfleisch vr. Pid. 94-98 Pfg., Haniinelsteisch vr. Pid. 7096 Pfg., Kartoffeln vr. K>0 Kg, 6.00 bis 6*50 All, Weißkraut das Stück 10 bis'20 Psg, Ziviebel» v«r Zlr. ! 2,0015,90 All.. Atilch das Liter 22 Psg, Nüsse 100 Stück 50' 0 Psg, ver Ztr, 0-00 All, Birnen das Psimd 18 bis 20 Pfg, Llepjel der Zentner 20 bis 25 Alk. Alarktzeit von 8 bis

2 Ilbr.

FC. Wiesbaden. Viehhoi-Marktbericht vom 18. Febr. Auftrieb: Rinder 214 (Ochsen 54, Bullen 25, Kühe und Färsen 135), Kälber 3' , Schate 75, Schweine 1079.

Marktverlaus: Geschein I» alle» Viehgattunge» rnbia. bei Groß­vieh Ueberstand. Preise füe 100 Md.

Lebend- Schlacht- Ochsen gewicht^

Dolllleikchsge, ansqemästste, höchsten Schlacht» Atk, wertes im Atter von 47 Jahren . - 5054

Junge, fleischige, nicht ausgemästete und älter«

ausgemästete............4953

Mäßig genährte junge und gilt ge­genährte ältere...........4548

Bullen»

VokMeischige, ousgew, höchsten Schtachtw. , . 4548

Pollfleischige, jüngere....... . > 4244

Färsen. Kühe.

Pollflejschtg« ausgemästete Färsen höchsten

Schlachtwertes...........4862

Dollfletschsge ausgemästete Kühe höchsten

Schlachtwertes bis zu 7 Jahren.....3943

Aeltere ausgemästete Kühe und Ivenig gut ent­wickelte jüngere Kühe.........4246

Mäßig genährte Kühe und Färsen.....3437

Gcrmg genährte Kühe und Färsen.....2933

Kälber.

Feinste Mastkälber...........6365

Mittlere Mast- und beste Saugkälber.... 5680 Geringere Dlast- und gute Saugkälber . > . 5255

Gering« Saugkälber..........4751

Schake.

Weidemastschafs Mastlämmer und Masthammel .... 47,0000.00 Schweine.

Lollfleischlge Schweine von 80100 leg Lebend-

geivl ht......... . . . . 51-58 -----

Pollfleischige Schweine unter 80 leg Lebendgewicht 50-51'/, 64'/,-66 Pollflclschige Schweine von 100120 tz; Lebend­gewicht ... .......... 52 -53'/, 6567

Vollsletschige Schivcine vo» 120150 kg Lebend­gewicht ............ . 51-52 6465

Fetlschweme über 150 kg Lebendgewicht . . 4950 6163

Meteorologische Beobachtungen de^ Station Liehen.

Febr.

1914

o *2 S

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S -c 35 C

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Weller

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Beiv. Himinel

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9

17. 7"!

747,3

3.7

5,6

94

N

2

10

Rege»

Höchste Temperatur am 15. bis 13. Februar 1914 = 4- 10,7c. Niedrigste . . 15 , 18, . 1914 = -f 5 2'.

Niederschlag: 0,9 mm.

89-95

8794

8086

7681

71-75

84-93

7076

7582

6469

5862

105108

94-109

8792

80-86

9600

Seit Bestehen des eoffcinfreicn Kaffee.Hag braucht der Kaffeegenus; nicht mehr verboten zu iverden; Kaffee Hag, eoffeinfreicr Bohnen­kaffee, löst keine (Erregung des Herzens ans.

zVorlragHcrzneurosc u. b. Behandlung

I>:mk für unschätzbare l>ien*«c

'/. rau fot. iabvelana an hochgradiger Darmträgbeil UN ^ 'oxtivnhreiid ernstliche Verdauungsbeschiverdeii D gab ich ihr als ins, einzige Nahrung Bioion, das inioloe 'eine Berdaullchkeit absolut keine Beschwerden vcrurlgchie m> »e aunerdcm zuiehcnds narkie. Sie erhol,e sich sehr rasch und di Nerven beruhigten nch. Bioson bat daher »irlner Iran unsgiäl bare T.en,,e geletstel und ,var sür sie ein une seubarer Leben Verlängerer. Ferdinand Eifel, Coln a. Rb Sle^raerstv iO Ünierschnsk beglaubigt: 22.9.13. Kreiselts, 'lgl Notar Biolou da Pake,, mehrere Wochen ausreichend,Akt.:!- in Alwibicken^Drogcrici

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