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die ®vuii5beiusct uuu neuem eine nachträgliche Bewertung rbier Grundstücke nach dem Ertragswert oder Berkausswert rüriioirkeiid aus das Jahr 191-1 beantragen können- Eine bestimmte Auskunst über die Ansicht der Reichsleitung würde im Volke beruhlgend wirken und eine Unzahl von Berusungen hinlanhalten. Ist der Herr Reichskanzler bereit, hierüber Auskunft zu erteilen? In einer weiteren Ansrage erfnn digt sich der Abg. Li Hart Ztr.i ob beabsichtigt sei, das 99- Infanterieregiment wieder nach Zaber» zu verlegen oder ob ein anderes Regiment nach Zabern in Garnison kommen soll.

Die Borg äuge in Zaber» haben angesichts des bevorstehenden K ö l n e r K a r n e v a 1 s zu einem Meinungs­austausch zwischen Militär und den Veranstaltern der Fest lichkeiten geführt- lieber den Verlauf einer Sitzung der gro ßen Larnevalsgesellschaft in Köln berichtet der dortige Stadk- anzeiger: Präsident Prior benutzte die Begrüßung der Eh­rengäste vom Militär, Angriffe der Frankfurter Zeitung auf d e n & i 1 n e r Karneval zurückzuweisen, in denen behauptet war, der Gouverneur von Köln habe von dem Karnevalspräsidenten verlangt, die Zaberner Vorgänge nicht zu berühren, andernfalls müsse er den Offizieren dkn Besuch der Sitzungen verbieten. Wie Prior versicherte,, ist an dieser Behauptung kein wahres Wort. Allerdings besähen die Leiter jener Sitzungen sv viel Taktgefühl, daß sie die mili­tärischen Ehrengäste nicht Beleidigungen aussetzlen. Das Ver­hältnis zwischen Militär und Zivil sei in Köln so ausge­zeichnet, daß man über den erwähnten Artikel kein Wort zu verlieren brauche. Major Sieger unterstrich unter dem Beifall der Anwesenden die Ausführungen des Präsidenten.

M i n i st e r v r ä s i d e u t V e n i z e l o s ist am Mittwoch abend von Berlin nach Wien a b g e x e i ft.

A«»lanv.

Die französische K a in m e r erörterte am Mittwoch die Vorlage, welche die Regierung des Protektorates über M a r o k k o ermächtigt, eine A n l e i h e v o n l 70 M i l l i o ii e n zur Ausführung öffentlicher Arbeiten und zur Tilgung dar Schulden des Maghzen aufzunehmeii. Ter Berichterstat­ter Long, der auf die verschiedenen Einwendungen aut wartete, erklärte, daß die Vorlage 500000 Francs für Ei send ahnst u dien vorsieht. Der Bau dieser Eisenbahnen soll im wirtschaftlichen Programm inbegriffen sein. Lang wies die Berechtigung für die Wahl Casablancas als Hafen nach und gab für die dortigen Hafenarbeiter Gründe wirt­schaftlicher und militärischer Natur an. Ter Ministerprü- ibcnt erklärte, daß das Parlament demnächst sich über eine Vorlage zum Bau einer E i s e n b a h n v o n T a n g e r n a ch Fez aussprechen solle, die da« erste Stück der marokkanischen Eisenbahnen bildet. Die Vorlage wurde hierauf durch.Hand aufheben einstimmig angenommen.

Eine französisch-russische Spannung. Die Pa­riser Blätter beschäftigen sich lebhaft mit der Petersburger Mel­dung desEcho de Paris", wonach die P u t i l o w f ch e n Werte non der Firma Krupp angekauft worden feien. DerTemps" will wissen, daß es sich nicht um einen eigentlichen Ankauf dieser Werke durch die Firma Krupp handle, sondern um eine Kapi- talsverMehrung der Putilowfchen Werke, welche von Krupp und der Deutschen Bank gezeichnet worden sei. Das Ergebnis wäre übrigens dasselbe, oa die Gruppe durch die von ihr geschaffene .Kapit-lsvermehrung die Leitung des ganzen Unternehmens in die H^ad bekäme. Man könne sich nicht vertzehlen, daß eine Be itätigung dieser Nachricht in Frankreich eine» schlechten Eindruck bervorruien würde. In welchem Maße der Wechsel in der Leitung der Putilowichen Werke eine Rückwirkung auf das Geheimnis der franzöiiicheu Patente und der französischen ErzeugungSver- iahren ausüben könnte, lei eine sachmännische Fraget aber daneben gebe es auch eine politisch,- Foage, welche zwischen Frankreich und Rußland mit vollem Freimut erörtert werde» müsse. Es ici un­bestreitbar. daß rml Lause der letzten Alonate die srauzöfische In­dustrie bei den Bestellungen der russischen Regierung keineswegs begünstigt worden sei. Ferner müsse daraus hingewieien werden, daß Rußland bezüglich der M o b i l i s i e r u n g und der 2 ch i e- nenwege nicht alles getan habe, was eS hätte tun können

DaS russische Nachrichtenbureau setzt auseinander, aus welchen Gründen der M i n i st e r r a t, als er eine russische Privat Gesellschaft für Wafsensabrikation bildete, einer mit dem baut« B i ck e r s liierten Gesellschaft, den Vorzug vor anderen, nnt Creusot-Schneider »der mit Armstrong-Whitewoth liierten Ge­sellschaft gab, Tie Gründe seien die folgenden: Das Haus Vickers sei auerlaiinterinaßen das erfahrenste in der Herstellung von schweren Artillerie-Geschützen in Stabt und Chromnickel, sowie der besten Verschlußstücke. Außerdem müßten die in langer Erfahrung ausgearbeiteten Fabrikationsversahren der genannten englischen Firma der Wafseninduftrie Rußlands eine allgemeine .Vollkom­menheit geben. Die oben erwähnte russische Gesellschaft begann bereits iistt dem Ban einer neuen Wasfensabcik bei Tsa ri t s y n S ki.

Modernisierungen in Palästina. Aus Je­rusalem wird gemeldet linier dem neuen Gesetz über die Bilajets har das französische Bankhaus Pörier eine auf 10 Jahre lautende Konzession erhalten zum Bau einer Trambahn von Jerusa lein nach Bethlehent, zur Installierung der elektrischen Beleuchtung in der Stadt und zur Anlage einer Wasserleitung von Wadi F o r o h.

Arbeiterbewegung.

Ter Au » sta » d der Kohlentransportarbeiter in London ist nahezu beendet. Eine große Zahl von Arbeitern hat die Arbeil nieder ausgenommen und fortgesetzt kehren zahl­reiche Arbeiter zur Arbeit zurück. Ter Präsident des SvndikatS der Kvhlentransportarbeiteri erklärte, die Arbeiter Initte» die Ar­beit wieder aufgenommen, damit die Arbeitgeber' auf ihre For- teiungen cingingen. Einige Arbeitgeber haben Lohnerhöhungen bewilligt.

An» Stabt und Land,

Gießen, 29. Januar 1911.

Tageskalender lür TonnerStag, den 29. Januar: O b e r h e i l i i rl, e r A e i ck> i ch I s v e r e i » : Vortrag :Ter Fast Eaniß." Eolel Schütz 8'/, Uhr.

D e Ii t l ck, e r F r a n e » v e r e i » v o in 3! o t e n K r e uz! u r d i e Kolonien: Borlrag mit Lichtbildern : »Die Aickgaben des | Noten Kreuzes im Kriege, Ettahrungen aus dem ruflifch-javanilchen Kriege und dem Balkankriege." 8!i Uhr in der Neuen Aula der Universität. .

** Privatarchitekten unb H audwerkska m - mcr. Am 21. Januar 1911 fand, ivie uns die Handwerks­kammer zu Darmstadt schreibt, auf dem Bureau der Hand- iverkskammer abermals eine Besprechung mit Vertretern der Architektenschaft und des Baugewerbes statt, (Kegen- stand der Besprechung bildete wie im vergangenen Jahre l die A u f st e l l n ii g eines Vertragsentwurfs für ' » r i ö (i t e Eubmissionsan geböte. In früheren Ver- , Handlungen hatte man sich über die weseiiilichsten Punkte - bereits geeinigt, und es war im Laufe des Winters ein > Normaleiilwurf ausgearbeitet worden, zu dem beide Par­teien verschiedentlich Stellung genommen hatten. Bei bei kürzlichen Zusammenkunft galt es nun, die letzten Be­denken zu klären. Tie noch vorhandenen Meinungsverschi.- -denhviteu nmrden Punkt für Punkt durchgesprocheu, und

e« gelang, alle strittigen Fragen klarzustelleu. Die Be­sprechung hatte das erfreuliche Ergebnis, daß Ueberein- sttmmung erzielt und ein Vertragsentwurf geschaffen wurde, der den vielseittgen Klagen des Handwerks über schädigende Bestimmungen privater Submissiousbedingungen Rechnung trägt. Ter Entwurf trägt aber weiter nocki den so oft ge­äußerten und von der Handwerkskammer stets vertretenen Wünschen des Bauhandlverks Rechnung, soiveit die« bei privaten Vergebungen möglich ist, ohne die berechtigten Interessen der Arckiitektenschaft zu gefährden. Die Ver­tragsformulare werden unter der BezeichnungAusgestellt vom Landesverband Hessen der Deutschen Freien Archi tekteuschast D. F. A. und der Handwerkskammer für das Größt, erzogkum Hessen" herausgegebeu. Bekanntgabe von Zeit und Ort des Erscheinens sowie der Beziigsstellen Ivird rechtzeitig erfolgen.

Hessischer Lande s ge werbevc rein. Ter Ausschuß des tieffischeu LandesgewerbevereinS hält am 81. Januar in Darmstadt eine Hauptversammlung mit folgender Tagesordnung ab: Voranschläge, B.rechts girngswesen der geuierblicheii llnterrichtsanstalien, Jugend fürforge, Auflösung kleiner Gem.-rbevereine, Abhaltung von Meiiterliirseii außerhalb Tarnistadts.

** Stadtthealer. Aus privaten Gründen scheidet Herr Brnchmitz im Einvernehmen mit der Direktion schon letzt ans dem Verbände unserer Bühne. Als Ersatz ist Herr Oskar Höcker vom Koni gl. Echan spiel hau so in Potsdam geivomien worden, der zum ersten Male am 6. Februar als Eguiout auftreten ivird. Herr Hocker iii auch für den louimenden Winter für das Heldcnsach m Aus­sicht genommen.

** Allge m. Deutsch e r Ä i n d e r g ä r t » e y i n neu = Verein Berufsorganisation Gestern wurde in den Räumen des Gießener Fröbel-Seminars eine Ortsgruppe des Allgenreinen Deutschen Äirzdergärtnerinnen-Vereins gegründet. Mitglied kann >ede geprüfte Kindergärtnerin werden.

' Konzert-Verein. Man schreibt uns: Johann e b a st i a u B a ch i (1685 1750) Matthäus Ii e i ii o ii ge­hört zu den ivi beste» Sinne voltsMmlichsten Werken edler Munk und bildet in einer großen Reihe von Städten das allfähttich wiederkehrende, von immer weiteren Kreisen heiß begehrte Pro­gramm der Kar-Woche. Ans äußeren Gründen ist eine derartige Auflührung um diese Zeit hier leider nicht durchzuführen. Daß sie überhaupt zustande tommt, dasür werden die Musikfreunde dem Konzortverein Dank wissen, ebenso wie oeni Akademischen Gesangverein, der sich in strenger, unermüdlicher Arbeit dem Studium des Wertes hingegeben hat, um es zulainmen mit dem Meininger H o f o r ch e ft e r unter Prof. T r a u t m a u n s Leitung zu einer würdigen Aufführung zu bringen. Tie Matthäus- Paiiiou rilr als die bedeutendste inuiikalstche Darstellung der Leidensgeschichte und in ihrem Aufbau, ihrer musikalischen Er­findung und Gestaltung als eiü Wunderwerk Die Pastionsgeschich.te ist IN ihr in der dentbar vollendetsten Weise mit höchster drama­tischer Kraft und Tieje des Ausdrucks bei belounderungswücdiger Schlichtheit der Mittel und größter Verständlichkeit geschildert. Fu der heutigen Fassung entspricht sie oer Umarbeitung aus dem Jahre 1740. Bei der ersten Aufführung, am Karfreitag 1729 war der Schlußchor ivergl. Kretzschmar. Führer durch den konzert­saal, Bd. 2O Mensch bewein' dein -linde groß" noch nicht darin Nachdem das Werk in Leipzig selbst bis gegen 1780 ver­ein U'lt aufgeführt worden war, geriet es später in nöllige Ver­gessenheit Dem jungen Mendelssohn gebührt das große Verdienst, es mit jener denkwürdigen Erstauifsthrung in Berlin am 12. März 1829 neu belebt zu haben. Balb folgten Königs­berg, Dresden und andere Städte. Auch hier erlebte man, wie so oft in der Geschichte der Musik, es sei nur an Beethovens Svmpho- nieu, an feine bei den Zeitgenossen als uuauiiübrbar geltenden Streiawuartette erinnert daß das Werk einiach abgelehni wurde. Schüchtern nur l>eißt es in dm» Briest- über die Dresdner Auf­führung, daß die Pastions-Mnsik neben jeder neueren Tondichtung bestehen tonne. Heute sprechen wir nur mit Ehrfurcht von ihr, und verstehen nicht, wie es möglich war. daß sie unerkannt in den Archiven schiummern konnie Die Wiedererweckung durch Mendels­sohn bedeutet einen Markstein in der neuen Mniikgeichichte über­haupt Sie bal, wie Kretzichinar sagt, eine Periode der muii- kalischen Renaiiiance eröifnel, in der wir heute noch mitten darin stehen. Zwar wurde sie, wie schon erioähnt, auch im 18. Jahv- hundert gelegentlich aufgeführt. io durch Rochlitz unb Doles. doch fehlte damals das Verständnis für die gewaltige Größe des Werkes und die eigene Sprache Bachs, welche heule zu Tage bei fedem Gebildeten vorausgesetzt werde» darf. Freuen wir uns, daß jetzt wieder, nach 5 Jahren seit der letzten Ausführung, Gelegenheit gegeben wird, uns au diesem Werke höchster Bachschen Meister­schaft zu erbauen.

** I ii d e r g e st eigen Filmzauber-1 uffü h r u n g im Stadtthealer hatte für den ertränkten Herrn Rotteck, dessen Erlältung schon in der Festvorstellimg am Dienstag zum Ausbruch gekommen und nun noch verschlimmert worden war, Herr Sie in Hofer die Rolle de« Map Rabcmacher übernom­men und führte sie trefflich durch. Selbstverständlich hatte der Künstler den gesanglichen Teil der Rolle nicht so schnell einstudieren können, und man mußte daher auf das Tanzduett mit Fräulein LindeckMachen wir zusammen eine Firma api" leider ver­zichten. Im übrigen stand die Vorstellung aus der gewohnten Höhe.

** I ii b i e Gießener Klinik eingeliefert wurde der Rottmeister Ludwig Becker nus S t e i n b a eft bei Gießen. Er wnr beim Fällen eines Baumes im Gemeinde­walde zu Sleinbach auSgeglitten und einem anderen Arbeiter, der gerade zum Schlage nusholte, vor die Atzt gefalle n. Diese durchschlug ihm von hinten das eine Bein oberhalb des Kniees bis auf den Knoche». Man legte dem Unglücklichen einen Notverband an und brachte ihn nach Gießen. Der Verunglückte besitzt eine starke Familie Heute früh um 10 Uhr verunglückte der Holzhauer Karl Hof auS Trohe int Walddistrikt Hangelstein bei Wieseck. Eine bereits gefällte Buche, die au einem Abhang lag, sollte etwas zur Seile transportiert werden, wobei der Baum ins Rutschen kam. .Hierbei geriet Hof unter den Baum und brach das linke Bein. Der Verunglückte wurde in die Klinik nach Gießen verbracht.

** Ei ii Ki n d mit zwei Köpfen. Der Gießener Anatomie wurde ein Kind mit zivei fest miteinander per wachfeuen Köpfen übersandt. Das Naturwunder war dieser Tage demkPhiliPP Gerhardt scheu Ehepaare zu Spreu d li ii ge n (Offeubach) geboren. Das Kind lebte bei der Geburt, starb jedoch nach kurzer Zeit.

" Festnahme einesschweren Jungen'. Am Mittwoch wurde in Offenbach der etwa 20 Jahre alte Ferdi. »and Zimmer aus Ginn heim tFrantfurt) festgeiionimeii »er in Gemeinschaft mit seinerBraut" kleine und große Diebstähle in ganz Hessen ausgeführt hat. Im letzten Monat soll ec allein in Darmstadt sieben Einbruchsdiebstähle ausgesührt haben, in einem Wastengeschäft, einer Schuh, und einer Nähniasthinenhandlimg »sw. Man fand bei ihm von allen diesen Einbrüchen herrührende Gegenstände vor. Er wurde in Darmstadt eingeliesert.

" Jagdvervachti, ngen. Während in andere» Gegenden die Jagdpachtprerse erheblich in die .Höhe gehen, sind sie t nt ogeUd erg an einigen Orten auffallender Weise g e su n -, 5 " 0 '.^^ die Verpachtung der Jagd Eschenrod nur

70., Jiott gegen 920 Mark im früheren Termin. Tie llrsackgin unten m der zunehmenden Kultivierung und dem stei­genden Touiistenverkehr z» erhlicken sein.

"Ein neuer F r a u c u b e r u s. Im Aulchluß au de» Artikel .Ein neuer Franeiibenö", den wir dieser Tag» veiölieni- lichteu, soll »odi erwähnt werden,daß das Gießener Fröbcl- Se miliar dieielbeu Ziele erstrebt, wie daS Kiudergärluerimieu- äcminar zu Mainz. Der Kursus lür Jugeudleitermueu wurde bi» jetzt in Gießen noch nicht abgel,allen, weil sich noch Nicht genügend Leiluelimeriuneu gelmideu haben, die den vorgelchriebenen Bc- Lmgungen entipracheu. Vorbedmaungen zur Llickualime i» ciucit ftugenfleitecimieutuviiiä sind : voll räudig o.blolvierie Iliklasiige

höhere Mädcheiiselmle, mit Erkolg abgelegte staatliche Prülung »ach lZZähriger Ausbildung in einem Kiubergärlueriuneii-Lemnigr und l Jabr Praktikum an einem auettanulen Kinbergarken. Sobald das Bedürlms vorliegt, wird auch im Gießener Fröbel-Semmar em Kursus lür Juqeudleilerinizer, eröfsnet werden. Kiuder- qärtueriuiien, die die vorerivahiikr 'AiiSdildiUig besitze», tömieii, ialls sie sich zur Juqeudleiterin auSbilde» ivollen, daS vor- aeichriebene vraktstche Jahr im hiesige» Seminarlii,vergärten oder Bürgerkiiidergarlen abiolvieren.

** Kleine Mitteilungen. Bei einer Schiitteniahrt aus der Eisbahn zu In Heide» wurden drei Personen i'chwer verletzt. Vom 8. bis 11. Februar findet imGambrinus" zu Nidda eine Wanderausstellung künstlerisch wertvoller Bilder stall. Am nächsten Sonntag iindet zu Lind heim das D e k a >l a t s m i s s i o n s f e st im Detanat Büdingen statt. Ein kleines fi iitb geriet in Langen beim Spielen deni Herdfeuer zu nahe und wurde so schwer verbrannt, daß es nach kurzer Zeit st a r b. - In G r o ß s a ch s e n in der Bergstraße gerieten die Kleider des Wagnermeifters Frösiinger, als dieser einen Böller abseuern wollte, in Brand. Der Mann erlitt furcht­bare Brandwunden am ganzen Leibe und liegt hoifnungslos dar­nieder. Der Landwirt Pfeiffer aus A f ch a f f e n b u r g stolperte im ltzeineindewalde bo» Sommerau über einen ltzrenz- stein und erlitt dabei einen tödliche» S ch ä d e l b r u ch. In dem Fabrikgebäude der Schuhfabrik von D r e f ch f e l d und Halberstadt in Ofsenbach >var in den Kellerräumen, die von der Metallwareniabrik von E. Mallhaei als Lager- u. Ankleide räume benutzt werden, Feuer ausgebrochen. Es wird Brand­stiftung durch einen Lehrling angenommen. Beim Fenster- reinigen stürzte gestern iiachinittag in der Walvodenstraße z» Mainz aus dem erste» Siock ei» T i e n st in ä d ch e n aut die Straße. Auf der Strecke ziviicheu L a u b e n h ei m und B re tz cu h e i IN wurde der 50 Jahre alle Bahnwärter undStrecken- läufer Simon au-5 Laubeuheim au der Nabe vom Schnell­zuge KreuznachBingerbrück ersaßt und getötet. Die Leiche wurde gräßlich verstümmelt. Der Bahnwärter hatte sicki erst vor 11 Tagen zum zweitenmal verheiratet.

Landkreis Gießen.

r. Arnsburg, 28. Ja» Ter Realschüler Melchior von hier verließ heute Morgen die elterliche Wohnung, um nach Station Hofgüll zu gehen. Unterwegs stürzte er so unglücklich, daß er ein Bein brach. Ein vorübergehender Mann aus Mufchenheini fand ihn und benachrichtigte die Eltern.

-ii. Göbelnrod, 28. Jan. Heule fand in Gegenwart des vollzähligen Gemeinderats die Verpflichtung unseres neuen Bürgermeisters, des Laiidivirts H. Weber IV., durch daS Kreisainl statt. Der bisherige Bürgermeister, Herr H. Damm, der 18 Jahre dieses Amt geiührt halte, hatte wegen seines hohe» Alters eine Wiederwahl abgelehnt Seit einigen Tagen wird ein Tanzkurfus für Kinder von einem Tanzlehrer aus Homberg a. d. Ohm im Schultbeißickien Saale abgehalten.

°m. Hungen, 28. Jan. Auch unser Städtchen seierte gestern abcnb im Saale derTraube" den G e b u r t s t a g d e s ,K a i s e r s in altherkömmlicher Weise durch einen Fest Kommers, an dein sich die Bürqerichast zahlreich beteiligte. Nach einer turzen An ivrache des Bürgermeisters Fendt ergriff .Kirchenrat H a i n e r das Wort zu einer längeren Rede, in welcher er auch die Zaberner Vorfälle streifte. Sein Hoch galt dem Kaiser. Lehrer Bürstleiu brachte ein Hoch aus den Großherzog aus. In vorgerückter Stunde sprach »och Rechtsanwalt Sandmann. Tie Musikkapelle Hisgen Lick, und der GeiangvcreinEintracht" sorgten für Unterhaltung.

Kreis Büdingen.

h. Büdingen, 28. Jan. In einem Zeitraum von wen, gen Wochen bat es bier achtmal gebrannt. Wenn auch die Brände durchweg keinen nennenswerten Schaden anrickiteten, io ist doch die hohe Zahl der Brände immerhin sür einen Ort von etwa 8500 Einwohnern bemerkenswert.

Geiß-Nidda, 29. Jan. Wie wir meldeten, war die Tochter des Spetzereihändlers Äeutzenröder an den Folge» einer Gehirnerichntteruiig, die sie sich durch einen Sturz aus dein Eise zugezogen haben sollte, gestorben. Wie wir ans sicherer Quelle erfahren, lag bei dem Kinde keine G e h i r n e r s ch ü t r c r n n fl , sondern eine im Verlaus einer schweren Erkrankung ausgebrochene latente Gehirnhautentzündung vor, an der sie starb.

Kreis Wetzlar.

---- Fellingshausen, 29. Jan. Unter den ehemaligen Gar disteu, die au der Jubiläumssahrt am 11., 15. »ich 16. Juni nach Berlin teilnahmen und daher de» ltzardeslern aus Silber zu Kaisers Geburtstag erhielten, sind aus Fellingshausen die ehemaligen Gar ­disten : Ludw. Wagner, Ludw. R u P P e r t, Karl Leib und Heinr. Wagner zu nennen.

Hessen-Nassau.

Hanau, 29. Jan. Bei einem Einwohner in Hanau wurde von der Polizei ein großer R e i s e k o s t e r b e i ch l a g nahmt. Er soll mit Juwelen und Goldn>aren gciüllt sein, die in Mannheini lind Straßburg g e st o h l e n loorden sind. Der Kotier wurde vor einiger Zeit ans Ehrenbreitenstein gesandt, und zwar von einem Kauftnaim Sittig aus Frantsurt a. M der früher einem Hanauer gewohnt hatte. Dieser Hanauer, dem die Sache verdächtig erschien, erstattete setzt Anzeige bei der Polizei. Sittig wird von der Staatsanwaltichajt Frankfurt wegen llnterichlggung verfolgt. Er steht im Verdackü, an jenen Ein blüchen beteiligt gewesen zu sein. Sittig hatte geschrieben, man möge den Kassel uorläustg auibewahren, er selbst wolle sich nacli Kairo begeben. Sittig soll übrigens inzwischen in Italien verhaltet worden sein.

b. Bad Homburg v. d. H . 28. Jan. Bei der Zwangs Versteigerung der S p i e s 's ch >' n F a b r i t. die einen gc richtlick, festgesetzten Wert von 8311>00 Mk. hat. blieb die Konser­venfabrik von W. Spies, G. »i. b. H mit 205100 MI. Best- bielende und erhielt auch den Zuschlag.

veretnsnachrichten.

Watzenborn, 27. Jan. Ter Gesangvereiu Sang e r kränz feierte am Samara i fein 88iäbrigeS Stiftungsfest. Die GesangSvoriräge zeugten von einer guten Schulung. Von dein Präsidenten Harnisch wurden die Mitglieder Karl Schäfer und Balthasar Lang aus Anlaß ihrer 25jährigen Mitglied ichait zu Ehrenmitgliedern ernannt. Hieraus gedachte da- Vor standsmiiglied Schäfer auch der übrigen Ehrenmitglieder, ins beiondeie der Gründer des Vereins. Der Verein steht nnier Lei tung des Lehrers Blaß.

L i ch, 21. Jan. (Verspätet eiiigcgangen.) Heute hielt hier der GesangvereinM ä » n e r g u a r t e 1 t" seine 5d a u v i v e r - s a m m l u n g im HotelHolländischer Hof" ab. Tie Versammlung begann mit einem Ehorlied. Sodann gedachte der Präsident des verstorbenen akiiven Mitgliedes PH. 2 v a b r. Ter Rechner. Höhnet verlas die Jahreseinnahinen unb »Ausgaben, wonick, die Kaste einen recht erfreulichen Barbestand ausweist. Als Vor stand wurden folgende.Herren gewählt: E Marchalelt, erster Vorfitzender, A. Zdisgen, zweiter Vorsitzender, H. Höhnet, Rechner, A. Weber, Schrittiührer. I. Becker, K. Jung. R. Jeu ich, H. Heß, Beisitzer. Es wurde beschlossen, in drei Wochen eine Abendunterhaltnng im engeren Kreise des Verein? abzuhalten. wozu die Herren R. Moll, K. Kambeis, I. Herter, H- Reichwald und F. Grob als VergnügungSausickiuß gewählt wurden. Nach Schluß der Versammlung wurden »och einige vom Dirigenten, Hanptlehrer Roth, gut eingeschulte Chöre vor- getragen.