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Tic .Deutsche TageSzeitunsj" sagt !

Der Reichskantker iand am Schluß seiner Rede lebhafte» Bestall, »ich! nur bei bcn Nationalliberalen unb im Zentrum, sondern auch aus der Rechten. Was er sagte, gibt im jetzigen Augenblick keinen Anlaß zur Kritik Es hätte vielleicht noch schärfer beraiiögehobeil werden müssen, nämlich, daß eine Einschränkung der Komma»t>oaewalt nicht ersolge» dürse. Mer vielleicht bat ha« der Herr Reichskanzler nicht besonders betont, weil er es für selbsiversiändlich erachtete. Wir tverden abwarten, ob sich unsere Bernintung bestätigt.

Dietägliche R u n d s ck a u" urteilt:

Zobern ist endlich erledigt Wir hassen, dass man endlich die ssssakt-Lolhrinastchen Verhältnisse einsichtsvoller beurteil« und Ge rechtigkeit tvirklich zeigt. Gerechtigkeit guckt für das Reich, das nicht nur immer zu geben, sondern auch zu fordern Hot und Ge­rechtigkeit für die dlmtschaciinntc Bevölkerung im Elsaß. dst man nicht der französischen Agitation prcisgeben darf. Die Sozial demokratie iah, dost mit .«aber» keine orode» Er'olae mcbr zu er zielen Ivareit und vcriäwb das Kampfgebiet. in dem sie durch xcrsönliche Äuställe gegen den Kronprinzen die Gunst ihrer Massen zu erwerben suchte.

DieM o r q e » p o st" urteilt:

Ter Geiamteindruck der gestrigen Rede des Reichskanzlers war unvergleichlich besser, als der seiner orotorischen Leistungen in jenen Tezembertagen. _

©Ctiffefti?» Seitö.

Bei der preußisch-hessische» Eisenbahn betriebsgenieinschafl betrüge» ii» Tez-mber 1913 die Eintiadme» aus de», Personen- und Geväckverkebr BöfflOfK) Mk. (plus 356 000 9Kf.), aus dem Güterverkehr 130636000 Ml. (minus 1 «Vf 000 Mk und ans sonstiwn Quellen 13508000 Mk. (plus 1335000 MI . zusammen 179 743000 Mk. «plus 3.7000 Mt. , ferner seit Beginn d's Rechnungsjahres die Einnahmen aus den, Personen- und ttzepärkverkehr -H.540.7<hio Mk svkns 34398 0<10 Mk. . ans dem Gnterverlehr 1364 686 000 Mt. (Pins 3103,000 Ml ) und aus sonstigen Quellen 105 646000 Mt. tvtns 3 01 »l«Ot> Mark , zusamnien 1935824 000 Mk. iplus ,<8 4t4 000 Mt

Eine Anfrage zum G i s t »i o r d p r o z e ß H o v s Ter sozialdeinotratische Abgeordnete Tr. Quark (Frankfurt hat int Reichstage folgende Iiirze Anfrage gestellt! Will der Herr Reichskanzler die nötige» Lchrstre tun, um angesichts der (Feststellungen im Franlsur'or «tziiimord vrozeß .Hopf eine Ergänzung der d'ntsckieii Gesetze und Verordnungen über den Handel mit Giften durch (riitlr've« hung seil ebener remmder Milroorgani^nie» in das amtliche Verzeichnis der Giste sowie eine internationale Regelung d"s Handels mit Gift und solchen Mikrooraanssme» in An­lehnung an §12 der preußischen Land'spolizeiperordnung vom 22. Februar 19tx» in die Wege zu leiten?

Ter Regierungsantritt des Prinz: n zu Wied. Tos WienerDeutsche Volksblatt" melden Ter Prinz zu Wied hat Sie Kabinette verständigt, daß er nach Besuchen in Wien und Rom in den ersten Tagen des Februar in Albanien zu landen gedenke, Die Agcnzia Stefani meldet ans Valona: Ter internationaleKontroll- ausschuß hat den Ministern in einer Verbalnote mitgeteilt, daß sie die R e g i c r u n g s g e tu a 11 von Ismail stc- inalübernommen habe. Die Minister erklärten ihr Ein­verständnis und das K abiit clt hat sich aufgelöst. Der bisherige Minister des Innern Fewz i Bei wurde mit der Leitung der Regierinigsgeschäsle in Valona betraut. Tie an­dern bisherigen Minister werden ihm als Ressort Direktoren unterstehen. Tie Behörden in Berat »nd Elbassan sind tele­graphisch aufgesordert, Fewzi Bei als Borgefetzlen anz- erkenne». Tie Abdankung Ismails hat einen günstigen Eindruck gemacht. In Alessio traf eine aus österreich.- ungariichen und italienischen Soldaten bestehende Abteilung von 50 Mann ein.

Au» Stadt «nd Land.

Gießen, 24. Januar 1914.

Mehr Vogelschutz in den Anlagen der Stadt.

Eine mit Recht erhobene Klage über d>e allzu starke Bc- schiietdnng der Kugelatazien, durch die die Vogelwelt großen Schaden erleidet, gebt uns vom Vorstand des Tierschutz­verein «zu Gießen zu:

Wer seit einiaen Tagen durch die Anlagen gebt, wird kaum ohne Kopfschütteln mid innere Entrüstung an den zum Entsetzen kahlgeschorenen Kugelakazien vorüber

lieber die Halbing des irnizössschen Präsidenten dem Kinemato- graphen gegenüber hat sich kürzlich ein Mitglied des betamiteii Pariser Hanse» Paltzs ir-res zn einem Berichterstatter derLi- beitö" geäußert nnd babci in Worten dankbarer Anerkennung von dem irüheren Präsidenten Fallisres geivrochen, der ein ge- ra^ezu ideales Olielt für jeden Photographen gewesen sei. Cfine «nele Amvkisimgen zn tedürien, ,:,b.- er stets die Stellung ein­genominen. die iür irgendeine Auinahnie am geeignetsten war und mit diesem Vorzüge verband er noch den w-iieren einer voll­endeten Höiiichkeit. Dem irgenrpärtigen Präsidenten Poincarö war es ,u Beginn seiner Präkidentschast sehr unangenehm, sich stets von PhoMgravben und .»snemaiogravhe» um-eben und ver «olgt zu losten. atei all.näh'ickl geivöhnte er sich daralk die Nttauz '«'sehteil photographischen Ausnahmen als eine Bervilichtung anzilsehen. die er mit den übrigen Lasten seines Amtes zu tragen Hobe, und jetzt nnd die Photographen mir ihm zlstrieden. Nicht einen aenni enZwang mar daoegen Tonme-gne, her ietziae Mtrn'ervräudrnt der iran-osischcn Rew h'sk, u bekeh-en". Jeden Photo tiapben tvirs er. nicht immer höilich. zurück, bis ihm end- Ü® etstrr IeinerBei tolgee" erklärte, daß er iür eine zahlreiche nanitlic zn sargen habe, und sich von Herrn Tanmergue, der d-ch ein guter^Reputlitaner Irin lovsse, tischt da- Brot iregnehmen lais-n iverde. Dieser Apprss an das re0ilb«ilanliche Herz des Miuiswr- ma,Genien wirkte, und seit jener Zen im, sich über ihn lein Photograri, mehr zu blsagen.

Binsenwahrheit. Woher mag diese Bezeichnung für eine Wahrheit, me jede» inleuchten must, stammen? Hängt sie mit lciu lateintinVK Lv'.schwort nodnm in seirpg guaerere, nach nVoten au der Binse, d h. Schwierigkeiten suchen, wo es keine lsot- Mammen, oder haben die Mn'ensödne Heidelbergs erst dieser Wort geprägt? aer bekannte Arzt Pros. Ad ü« »Iißmiu, erzählt nämlich in seinen ..Erinnerungen"! ,,Unter Binen per stand man die sanieil nnd steiten Holme einer hoben (ürasart rer Molinsa eoernl-a. die aus den Berohotden in Menge ivöchsi Mit einen,lichen Binse» hoben die>e Grasiwime wenig gemein Ten HaiGel damit tetrieb ,n Heidelberg ein Menich von tr-nni Wem - ehe», aber Gelulie-eiGem Sin,, der aut dm, schloß borg Has und lbami'ie b-saß. Er iRnio und so",weite di- rei«en Halme, tro^ne'e sie bind Hz zu B ischeln und brach'e und verkan'le sie den P'ei enraucher» in den Wirt- und Rrinaih'u'eni. Er reiste sogar mit seiner Waren^ ait[ (, on D i c j ( pirschen Unfm(t*äten als Heidelberger Pin«e"bich b-konut Ta er sich leschrönlter stellte, als er wir io galt er bet den Musentöhnen iür das llrbild oeistiaer B'ichränktbeit »nd manannte .Binom ivohrdeilen" solche, die sogar drr Binsenb,b verstand. Ter Ans- tluck ist mis drr Studenleuivrache in die Schriftsprache übzr- gegaiigen, seine Heiinnft dürste vergessen sein."

können. In einer geradezu schauerlichen Weise sind die noch vor kurzem so schön geformten Bäume verstümmelt. Mag ja auch von gärtnerischem Standvunkte aus ein Beschneiden von Zeit zn Zeit als notwendig sich erweisen, so dürste es doch andererseits fraglich sein, ob zu einer solchen Rasur die Lage angelegt werden muß. Bor allem sollte man dabei bedenken, ob man dadurch nicht in anderer Weise einen viel grotterc» Schaden anrichtet, in dem man nänilich die Bogclwelt «chädigt. Sicherlich haben alle Spaziergänger mit großer Freude und Eieniigtuung nach dem Blätterfall im Herbste die Wahrnehmung g"mackit, wie mannigfach genide von nn- seren kleinsten und lieblichsten Sängern die dichten Kronen der Kugelakazieu als der s i ch c r st c Ort gegen Fei n d c und Unbill der Witterung z um N estba u a u s- gesucht werden. Dazu kommt noch, daß in den reichlichen Astauirlen leicht nnd sicher eine Wohn und Brutstätte Gebaut werden kann. 9 J u it i st z u in w c n i g st c n s ü r e i n I a h r jede N i st g e l c g c ii b e i t g e n o_m in c u. Wen wird cs da noch wundern, wenn gerade die Böget aus de» Anlagen und Gärten verschwinden, die als die Vesten Obstschützling« von unersetzlichen Werte sind?

Hat doch die hiesige Stadtverwaltung sich eines ver­stärkten Vogelschutzes in lobens- und dankenswertester Weise angenommen, indem sic zur Vermehrung und Erhaltung der Vogetwelt sog. V o q c l > ch g >'h ö l z c anleaen ließ. In nicht minder anerkennenswerter Art beniüht sich der hiesige Tierschutz Verein durch Fütterung im Winter nnd An­bringung von R i st statten, die Vogelwelt zn erhalten »nd zn beleben. Hier aber wird all diesen edlen Bestrebungen geradezu Hohn gesprochen.

Verehrt. Stadtverwaltung wird ohne Ztveiiel mit Tau­senden von Mitbürgern des gleichen Sinnes sein und im Interesse der Erhaltung und stärkeren Belebung der Bogel- wett dahin Weisung ergehen lassen, sämtliche Baume nur soweit beschneiden und aiisputz-n zu lassen, als cs unbedingt erforderlich ist. In gleickicin Sinne sind auch dem Borstande des Tierscbutz-Bcrcins Zuschriften ,»gegangen, in welchen mit Entrüstung diesem Banmichnitt Ausdruck gegeben wurde,

** Tageskalender wr EmnSfcan. den 24,, und Tonnlgg, 3 ',. Ja». Stodtthenter: Naelnnittaa? 314 llbr ! ,TieZari»', ateiibs 7 1 '. Uhr: .Aägerdl»t" («aftiriel Tieher),

v i eh t s v I e l h a n s: Tool teil Vor'tellnno.

U» io» -Theater: Täglich Porstellung. tTienstagS und

Samstaas neues Proaraniitt.l

O b e r d e t 1 > l eh e s llnieine nnd 6 t a il' sche Sa in w - hm neu. Geöffnet Sonntag vormittags «1,1 llhr imentgeltlich

Museum iür Völkerkunde Grösinet an Sonntagen vorn inaas von 11 > Uhr unentgeltlich.

O h e rh e s s i I ch er 5l n s> n e > e > n. Tse Gen»tlde-dl4stellinig ist tnalich von II I Uhr. Miinnochs von 3 bis L Uhr, und an Sonntoaen von 11 3 llhv geöffnet.

?IlldeutIcher V e > l> a » d. Sonntag abend? 8 ', Uhr: .Tentsche Bauerziaiisiedlnngeil in Bosnien' tinit LiehtdildernJ Hotel ist, oitberz uz.

K a r " e » a l - G e > e I [ (rf) n i t 6 , teste n. AlgSkenball in, Ewö «3eib. Sonntag abend.

Dlot'tao. 28. Jannar, naelnnitttas 3-5 llbr INI Hotel Schütz: Oeüe »lisch er Vortrag mit praktischer Anleitung über die E h e IN I > ch e i'i >s s eh e z n Hans e.

Die A» l aa enills i k stndet bei gutem Weiter morgen vor- inittaa tun It Uhr in der Cüd--Anlage ilatt. Svielvian: I. Die Denllche» in der Lnlt voran! Marsch von W. Kommallein.

2 . , Ouvertüre zur OperetteBerliner Lust', von P. Linke.

3.Atsba', »Jnkermezzo von H. Lindsnn. >. Mein Regiment! 'Maisch von L. Blankenburg.

** P f a r t fl c 11 e. Der Äroßherzog Hai dem Psarrvcr- wakler Fritz Weiß zu Bieber die dortige evangelische Pfarrstclle übertragen,

" Ter Großhcrzog hat dem Präsidenten der preu-- pischen Zentralgenossenschaftsläss.', Wirkt. Obersinanzrat H e i l ig ein st a d t, in Berlin das Köinptnrtreuz t. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen.

** Eine Borparadc z u K a i s e r s G e b u r t s - t a g fand heute morgen um 10«> Uhr auf Ossoalds-Garten statt, die vom Regiinentsl'ommaitdeur abgenornmen wurde. Zu dem seltenen »lititärischeil Schausviel hatte sich eine große Menge von Zuschauern etngesunden.

3 u dein Geburtstage des Kaisers sind die giäumc des Großh. Amtsge richts, wie mau uns bittet mitzuteilen, geschlossen. Nur in eilenden Angelegen­heiten findet die Annahme Rechtsuchcndcr statt.

" Stnhttbeatcr. Nochmo!-; sei ans das morgige ein- malioe Kastivist des Königl Banr. Hoischaliivieiers Konr. Drehet hingewie'en, der alle» Freimden des Humors mir seinem Doridader Zongerl in dem Bolksstück beiondere lffade

bringen wild. Die Aufführung de? hekanulen Ivirknngsvolle» Sehauivieles .Die Zarin' am inorgiaen Aaehniittag dütsle vorausnchtsich die letzte Auffül rniig des Werkes nberhaupl !ei».

Sf * Ter Evaiigel. Arbeiterverein veranstaltet am Sonntag ans Anlost von Kaisers Geburtstag im Ber- eiiislokal einen F a m i i i c n a b e» d , bestehend in innii- ialischen Tarlietungcn, Gesangsvorträgen. Ansprachen usw.

Am Samstag,' den 31. l. Mis. ijälr der Verein seine dies­jährige H a u p t v c r s a m in l u n g ab.

" Die Eisbahn ist dureh de» anhaltende» Frost i» denkbar bestem Zustande. Morgen, am Sonntag, stndet nachmittags von 3'/ bis öA Uhr Konzert statt,

" Durch den starken Frost haben eine Llnzahl Ka stanien b ä »ine an der Fraiiksurter Straße finger­breite Risse erhalten. Durch solche Erscheint,nqen ist es zn verstehen, wenn man allgemein »ach wärmerer Temperatur verianat.

** Alle Besitzer von Zugtieren und Leiter von Fuhrwerken werden dringend erniahnt, bei der zurzeit herr­schenden strengen Kälte Zugtiere nie länger als unbedingt erforderlich und nie unbedeckt i m F r e i e n st c h c n zu lassen.

.* Der Eisvogel richtiger Eistaucher, von dessen häufigerem Vorkommen in diesem Jahre wir gestern berichteten, und da« mit Recht, hat das Interesse unserer Leser eriveckt. Aus Klein Linden fomntt die Nachricht, daß die Wahrnehmung ani einer Täuschung beruhe, die durch den tiefen Lehne- im Bogclsbcrg hcrvorgcruscn sei. Eine Be­stätigung unserer Ansicht erhalten wir aus B ad-N an­heim Man schreibt uns von dort:Jahr für Jahr kom­men ans vielen Teilen Deutschlands nnd Oesterreichs Nach­richten über die Abnahme des Eisvogels (Mcedo ifpibai dieses wegen seiner Farbe,ipracht so herrlichen Juwels un- jercr heimischen Pogelwclt. In vielen Gegenden ist er schon recht selten geworden, aus nianchen (ßebicten bereits gänz­lich verschwunden. Es wird daher jeden Bogelsreund dic'Mit- teilung intcrefiicren, daß der seltene Vogel hier noch verhältnismäßig zahlreich vorkommt, in einer Häufigkeit, wie sie wohl nur noch tveni- 3 e i, L a n d >r r l ch e n der Nachbarschaft eigen ist Besonders am großen Teich und an der tl fa halten sich die noch gevne auf. Spa^i.ergänAer, die von hier den Promcnadcnweg nach Fricdberg nehmen oder einen Gang um den Teich machen, können jetzt täglich die larvenpräch.

tigen Tiere beobachten! man kann oft 56 der Böget auf einmal sehen.

" Silberne Hoehz ei t begeben am kommendett Montag

Emil S ch ü n l e r und Fron, 'Marie, geb. Schurz

** Das Grobherzoglich Hessische Regierungs­blatt Nr. 3 vom 22. Januar bat sotgeuden Inhalt! I. Gesetz, die Hingabe eines Darlehns und die Erüistiung eines «tzredits an die Zentralkasse der Hessischen landwinichastlichrn Genossenschasten, E. G. in. b. H. zu Tarmstadt betresscnd. 3. Gesetz. Beteiligung des Staates an der Hessischen Landeshvvothekenbaiik betreiiend. 3. Verordnung, die staatliche Betriebstraitkenkaise für das Großher­zogtum Hessen betrefsend. ! Pekauntmachung, die Versiche- riingsbehördeii iür die staotljche Betriebskrankrutasse iür das Groß- herzogtum Hessen betrefsend, 5. Bekanntmachung, die Errichtung eines selbständigen Standesamts für die Gemeinde Münch-5K'»sel betrefsend. 6 . Bekanntmachung, die Anlegung des Grundbuchs betresieud. 7. Bekanntmachung, die Durchsührung der Besiim mungen des Bundesrats über Hansarbeit in der Tabakinditstrie vom 17, November 1913 betresiend.

** Zur Stadtverordnete n-Sitz u^lg. Wir schrieb:» in unserem Berichte!Einige Zweifel loagt Stadto. Wi»n zu äußern, oh die Anlage (elektrische Ueberlattdanlagel wirklich io tadellos sei, wie alle 'behaupten." Herr Winn schreibt uns dazu, daß diese Mitteilung nicht ganz richtig sei!

Ich habe seinen Zweifel in die Gille der Ansage der Ueber- landzentraie gesetzt, sondern im Gegenleii ausgesührt, die Herren Vorredner hätten midi liiajt üderzeugt, daß ein Sachverständiger zur Beurteilung der Anlage nötig sei. Nach den 'Mitteilungeil der Herren Vorredner sowie des Herrn Oberbürgermeisters sei die Anlage gut und sachgemäß ausgesührt. Weuil ein Sach verständiger erst nach Fertirstellung die Anlage prüiem soll, dann kann an den eventuell bestehenden Tatsachen nichts mehr ge­ändert werden. Wolle man aber einen Sachverständigen zu« ziehe», dann solle man jetzt di: «Anlage vrüsen lassen, damit daim bei weiteren 'Anlagen Nachteile, wenn solche bestehen sollten, vermieden werden lönnen."

0'ewiß ist, daß ein Zweiiel in den Worten des Herrn Winn vernehmlmr geworden war. Daher »ahm Oberbürgermeister M e - c ii in Veranlassung, ihn darüber auszullären, daß die Anlage gut sei, und das Ergebnis war, daß von der Zuziehung eines Sachvetsländigen vorerst abgesehen werden soll,

r *' E i n neuer Frau c » b e r u i. Seit zwei Jahren bestehen in Preuße» an staatlich anerkatiiiten Kindergärtnerinnensenlinaren Kurse mit staatlicher A b i ch l u ß v r ü s II NN g zur Heran - biidling von Jugendleiterinneu, d. h. von Leiterinnen von großen Bolkskindergärten, Horten, Lehrerinnen für Kindergartenun-crioei - sung an Frauenschulen und Kindergärtnerinnen in Seminaren. Ostern 1111-4 wird in Hessen oni Kindergärtnerinnen-Seminar der Mainzer Jrauenarbeitsschitie. Rosengasse 13, in Mainz der erste Kurins süjr Jilgendlriterinnen mit staatl. Abschlußprüsung eröffnet.. Auinadniebcdingungcn sind! Vollständig absolvierte lOklass. höhere Töchterschule oder Lheeum, mit Erfolg abgelegte staatl. Prüsung als Kindergärtnerin und ljähriges Praktikum an einem anerkannt voll- wenige, > Kindergarten. lJn Ansnahmesallen kann das Pratikum' auch nach bestandenen' Augendieiterinnenepainen absoiviert werden.k. Das Be'ürinis »ach staatlich grorüsten. sackstich ausgebildeten JugenNcite'.innen ist iür Erziehungsanstalten reichlich vorhanden. Tie Anstellungsaiissichten lind günstig, die Ekehaltsoerhältnisse entirrechen denen der Gewerl'.äehrerinnen. 'Ansragen nnd An­meldungen für den zu Ostern 4 5» 14 beginnenden Kursus sind zn itchlen an das Kittdergärrnerinnen Seminar Rosengasse 12 IN Main z.

G ü t e r r »th t s r e g i st er. Gütergemeinschaft habe» vereinbart! Johann Adam Müller, Landwirt, und dessen Eheiran Eva Marie geb. schmidt in Ollen. Jakob ü ö r r, Schnei­der.nd dessen Ehefrau Christine geh Hot chuh in Hebstahl. Wit- heli» Körber, Jagiöhner, nnd dessen Ehefrau Margarete gcb. Nest in Hebstahl, Wilhelm Haas I! . Landwirt, und dessen Eh>'- srml Margarete geb. Menges in Hebstabi. Johann Peter ri­ll e r, Landwirt, und dessen Ehesra« Elise Katharine geb. Ihrig in Hebstahl, Karl Sauer, Wirt, nno dessen Ehesra» Anna Christine geb. Stuck in H e b st a hl. Johann Jost Stein, Wagner, und dessen Ehefrau Elisabetho geh. Kiehl in Güttersbach, Peter Schaler. Steinbrechiw, und dcssen Ehesra» Anna Cbristiilc geb. Haas in .Hchstahl, Peter Ouiä. Taalolmrr, und dessen Ehefrau Anna geb. Schwinn in Hrbstadl. Adam Herold, Taqlöbner und dessen Ehesra» Anna geb. Neil in Hebstahl. Bernhard Schä- ser, Steinbrecher, nnd dessen Ehefrau Sophie gcb. Beisel in Öebstahl, Wilheim Ihrig Ii., Steinhauer, nnd dessen Ehesra» ,2ophie geh. Krämer in Hebftahi, Kars Hagendorn, Schul'- uiackier, und dessen Ehefrau Marie geb. Miltenberger in Heb- irahl. Wilhelm Schulz. To.glvt.ner,nd dessen Ehefrau Eva Katharine geb. Bonde« >,i Uuter-Srnsbach, Adam En gelter, Maurer, und dessen Ehefrau 'Anna Katharine geh. Heilmami in Beerfelden, 'Adam Tamm, Dreher, und dessen Ehettau Sophie geb. Miltenberger i» Beerselden. Wiihelni Brück, Wilchhändler, und dessen Ehesran Katharine geb. Tpies in Lang Göns haben Errungen schastsgemein schast vereinbart. Karl Her­mann Otto Müns und Ehesran Helene geb. Schäfer in Osten, bach g. M. haben Gütertrennung vereinbart.

** Grundstücksverkeh r. Grundstücke in der Gemarkung Villi Ilgen, die auf den Namen des Philtvv Heinrich Eiraf i» Billingen und Ehesran Karoline geb. Bontmersbeim und Philipp Heinrich Gras Ehesran Karotiue geb. Bommersheim eingetragen waren, sollen Freitag, den 13. März 1914. nachinittags 2'/ t Uhr, aus dem Gemeindehause in Villiugen im Wege der Zwangsvols- streüung versteigert werden - Ein Grundstück ;n Mainz, das auf den Namen des »1 Bernhard B a nm g a rt n e r, Privat mann, d) Maria Theresia Baumgartner geb. Richter, dessen Ehesran cingetragen war, soll Donnerstag, den 12. März 1914, nachmittags 4 Uhr, im Justizgedäude zu Mainz, Saal 314, im Wege der Zwanasvollstreckuna versteigert werden. Gr»ndstücke zu Bingen, die aut den Namen der Frieda Maria Elisaietb I a ehne geh. Daiinhäilscr, Witwe von Friedrich Wllhelm Jaehne in Dingen eingetragen waren, sollen Samstag, den 14. März 1914, vormittags 9'-'.. Uhr, im Amtsgerichtssitzungssaal des Amtsgerichts Bingen im Wege der ZwailgsvoUstreckung versteigert werden, werden.! Eine Hosreike zu W'ieseck. die aus den Namen des Map S i m v von Wieseck und dessen Ehesran Marie geb. Roth eingetragen mar, soll Freitag, den 13. März 1914, nachmittags 3 llhr, aus dem Gemeindehaus zn Wieseck im Wege der Zwangs­vollstreckung versteigert werden.

* Klein e Mitteilungen Förster Tillemuth in Bermiltshain konnte wegen der Strenge dieses Winters nicht weniger a!s zwöis Füchse in letzter Zeit sangen und erlegen. In Friedberg fand gestern nachmittag im Seminar die Ent­lassung der Llbiturienten statt. Zwei Fuhrleute der Braiwret Bindecker vernnglüttten, als sie inst dem Bierwagen von F r r e d b e r g nach Nauheim suhren. Beide lamen unter die Räder des Wagens. Ter ri»o erlitt eincn Schenlelbruckt der andere verletzte sich schwer am Kops. Zu Seligenstadt Narb die Ehesran eines Schuhmachers hei der Geburt de? 20. Kindes. Wegen des anhaltenden Frostts. werden in Friedberg sowohl in Privalgärten ais auch in den Anlagen von seiten der Stadtverwaltung F u t t c r h ä u scheu iür die hungernden Vögel errichtet. In Großen Buseck ivurde ein Jungsrauen verein unter Leitung des Ortsgeistlickieu gegründet. Dem Verein gehören bis setzt etwa 22 juiige Mädchen an. Zu DaubriIIgen fand der 'Abschluß des Tanzkurses statt. Ter 34 Jahre alte Taglöhner Nikolaus Nefs III. in Viernheim war mit Schweineablade» beschäftigt. Dabei schlug das durch einen bissigen Hund belästigte Pferd aus und traf Nest so schwer, daß die Schlagader am Beine platzte. Ter Schwerverletzte wollte noch zum Arzt gehen, brach aber unterwegs zusanimen und verblutete, ehe ihm ärztliche Hilse zuteil wurde. Eni lunger Mann aus Vilbel, der seit längerer Zeit mit schui- ptslchtigen Mädchen ^sträflichen Verlehr pflog, wurde gestern v e r- baltct. Ein Strebendorser Einwohner stieß in der Trunkenheit seiner Frau ein tzAesser. in die Brust und ver­letzte sic dadurch l e 6 e n s 9 e i ä f) r 1 i dt. Ter F e [ b 10 e b e I Rickes von ber 9. Kompagnie des hl. Jii'anterie-Regiinenttk erlch 0 ßs 1 ch heute nachmitlag mit seinem Tienstgewehr.