** «»itTnrjc itt «ffictt. Uebec das VermSaen d-s SchreinermeisterS Pin! ivp Arnold von Rödgen bei Kietze» ,» am 20. Januar das Konkursverfahren eröffnet. Rechtsanwalt PeterS in (Aji-tzen ist zum Konkursverwalter ernannt. Konkurs- kordcrungen sind bis zum 12. Februar 1V>14 bei de», Amtsgericht Greven anm'nelden. —- dem Konkurse fibi’r das Bermö reu der
^irma „Bernhard Beraer II." i>t Terinin benimmt a»ri Montaa. 9. Februar 1914 , vormittaas 9% Uhr, Ämtsqeri^t WöN- stein, Zimmer Nr. 92. - In dem Konti,rse über das Vermögen des kammanns Hermann Berger und des »aukmannS Moiiiz Berger ans K a „ - B i ck e l l, c i m ist Termin benimmt an! Montaa. 0. „ebrnar ISIS, oormittaaS 9>, Ubr. Anitsgericht Söll» stein, Znnnier Nr. 83. — lieber das Vermögen des Wagners Heinrich Arnold von Rödgen bei Kietzen ist am 20. Januar daS Konkursverfahren eröffnet. Rcchlsannmll VeterS in Wietzen ist ,»>„ Konknrsoenv alter ernannt. Konkurs ordcrungen sind bis zum >2. Februar 1914 bei dein Amtsgerichte in niesten anzn- inelden. — Ueber das Vermöge» des BackncininacherS Johanne» Wen „er von Erielden ist am 21. Januar das Konknrsvcr- inbren eröffnet Kanimami Hernann Neniier z» Wrotz-Kera» ist znm Konkursvcrwaller ernannt. Konknrsiorderungeu sind bis zum 1". Februar 1944 bei den, Amtsgerichts i» Groß-Gerau an- zumelden.
Kreis Aricdbcrg.
O Friedberg, 23. Jan. Ein bei einem Gärtner in hlad-Nauheim beschäftigter Lehrling, der aus .Leiden bergen gebürtig ist und im Friedberger Bersorgungshaus in Fürsorgeerziehung mar, verließ heutse nachmittag die Wohnung seines Lehrherrn, ohne daß inan wußte, wohin er sich begeben hatte, später wurde er in der hiesigen Gemarkung an einem Gittermast derelcktrischeu Ueber- laiidleitung gefunden, als er den Ruf „Feuer, Feuer!" wiederholt von sich gab. Der Jüngling hatte den Mast erstiegen. Tabei »purde er von, elektrischen Strom schwer verletzt. An den Beinen, am Leche, an den Armen zeigten sich heftige Brandwunden; die Kleider waren z. T. verkohlt. Der Schwerverletzte wurde in das hiesige Krankenhaus gebracht: man soll noch nicht wissen, ob er mit dem Leben davonkommt. Aus welchein Grunde der Lehrling den Mast, vor dessen Betretung doch and drücklich durch einen Anschlag wegen der damit verbundenen Lebensgefahr gewarnt ist, erstiegen hat. iveiß man noch nicht. Es soll der junge Mann seinem Lehrherrn schon mehr ent- lausen sein und auch schon Selbstmordgedanken geäußert haben.
Kreis Schotten.
HAusdem Vogelsberg, 24. Jan. Eine gefunbc Natur hat ein junger Bergarbeiter aus Groß-Eichen. In der Silvesternacht schoß ihm sein Freund eine K u g c l i n den Leib. Er verbiß den Schmerz, arbeitete noch zwei Wochen im Jlsdorfcr Bergwerk, bis die Wundc ihn auss Krankenlager zwang Zufällig entdeckten des Burschen Geschwister die schwere Verletzung — der junge Manu hatte bis jetzt nichts gesagt — und veranlaßten seine Uebersührung ins Krankenhaus.
Starkenburg und Rheinhessen.
ch. Bingen, 23. Jan. Festgenommen wurde hier ein Gelegenheitsarbeiter aus Büdeshciin. Obwohl keine direkten Beweise vorliegen, ist der Mann dringcndver- d ä ch t i g, den R a u b a n f a l l a m D r a i s b r n n n c n verübt zu haben. Der Berhastetc leugnet seine Schuld.
vkreinsnachricsiten.
— Der Turnverein von 1846 feiert seinen Maske,i- tall in Gestalt eines Trachtenfestes in der Turnhalle am Oswalds- garten am Samstag, den 7. Februar I. I. Das ausgcstetlte Programm versprecht einen gemißreichcn Abend.
L. Aricdbcrg, 24. Jan. Hier fand in, Saalbau eine Feier der evangelischen Vereinigung statt. Festredner ivar Pfarrer R e h w a l d von Heppcichcim, der über die kirch lich«» Verhältnisse Englands sprach, 'solovorirägc und Gesänge oeS KirchenchorS verschönten den Abend.
c. Rodhcim a. b. B., 24. Jan. Dieser Tage biclt der Gesangverein „Eintracht" seine gut besuchte Hauvtoesiammlung im DcreinSlokal ab und satztc de» Beschluß, in diesem Jahre sei» iünfzigsübriges Bestehen festlich zu begehen. Der Verein ist de», Dünsbcrg-Sängerbund bcigetrelen. ES ist sicherlich eine seltene Erscheinung in unserer iestreiciien Zeit, daß der Verein l0 Jahre seinem Ziele zugestrcbt hat, ohne bisher ein Fest zu icicru.
Die Berufung des Chauffeurs U. St. aus Frankfurt a. M. imirbc Wege» Nichterscheinen des Angeklagten verworsen.
Gießen, 23. Januar.
Wegen ll n t e r s ch l a g u n g und II n t r c u e wurde der Kauimann W. &. aus Buhbach zu eine m M onil Gefängnis und wegen Unterschlagung seine Ehefrau zu einer Geldstrafe von 50 Mark verurteilt. Der Ehemann war Rechner der S t e r b c k a s j e des Bundes d e u t s d> c r G a st Wirt c. Als solcher vereinnahmte er im April vorigen Jahres Mitglicdcrbeiträgc im Gesamibeirage von etwa 180 Mark. Diese Simone sollte er an die Witwe des verstorbenen Mitgliedes PH. Th. als Lkerbegeld auSiahten. Außerdem hatte ihn letztere bevollmäch tigt, den Rest des ihr zukonuiiendeii Sterbegeldes bei der Kasse des Bundes iür sie zu erheben. Er erhirll denn auch Mille Mai 1913 von der Kasse 779 Mark mit dem Austrag, dieies Geld zniammen mir den 180Mark an die Witwe Dt. ausziizahlen. Beide Betrüge hat aber der 'Angeklagte für sich bestallen und zusammen mit seiner grau, tic um die Sache wußte, rcrdraucht. Tie Angeklagten besau den sich damals in unverschuldeler Rot und dailcii ltidu das Rot wendigste zum Leben. Das Gericht erkannte dcslmlb aus die genannten milden Strafen.
Wegen Beleidigung des GcMcindeiorstwartcs F. K. in Billingcn toar der Landwirt F. K. aus Petterweil angcllagt woidcn. Das Schöffengericht haue ihn sreigc spiochcn und die Straskammer kestüiigie dieses Urteil. Im Früh ahr vorigen Jahres ging in Pctierweil und llnigcgend das Gerückt, es würden ans dem Pctteriveilcr Gemeindcwaldc Sicine abgesahlcn, für die ein Entgelt nicht in die Gemcindekajse käme. Das veranlaßtc den 'Anictiagicn, der Gemeinderalsmi giied war, dem iberede aut den Grund zu gehen Gelegentlich einer Holz- kersteigrrnng stellte er gegenüber dem Zeugen L., der selbst mehrfach Steine aus dem erwähnten Walde geiahrcn haue, die Be- l.auvtnng ans, es würden mehr Steine abgesahrcn, als Geld in die Gemeindefasse flösse. Tie Worte, welche er branchle, sowie die sickeie "Gl seiner Bebmivmng lonnten dm V-r^achk als wol tc er den gor wart F. ii., der di.' Al sihi über die Berwertung der S.einc Haie, einer Pstichtoerletzung tezi^ilgen:! desbalt nahmen sich auch die Foistbcbördc und die Slaatsamvaii schait sehr energisch der Tacke an. Das Gericht aber kam zu der Ansicht, daß es dem Angeklagten »ich, um eine Beleidigung des Fvrstwartes zu tun war. sondern lediglich NN, die Ziiarsiellung des -Sachverhaltes, an der er als Gcmeindcratsmi glied iebhosic Teilnahme hatte. Wenn er auch eine recht ungeschickte Form gewällt hatte, so nahm das Gerichl dock an. er habe in Wahrneck- lnung I eiccktigiee Jutercsscil gehandelt. Cs hob aber zugleich berror, daß die Verhandlung nicht den geringsten Zweiscl an der Plichinenc und Znirrlüssigkeit des ForsM'artcs habe nafkommen lassen.
Fahrlässige G c s a n g c n e n b e s r e i n n g war dem 0! ei an gen cn Wärter T. ans Vilbel zur Last gelegt. Eine» Bettler, der sich >» Untersuchungshast bejand, hatte er ohne Erlaubnis des dieiistaufsichtsührendcn Richters, welche zur Anßenarkeit solcher Häsilingc erforderlich ist, am ciner Wiese in der Rühr des Waldes »eben de» Schießftänden beschäftigt; er selbst war ebenfalls don tätig. Der Lüstling, weicher zur Arbeit seine HaslNeider abgelegt hatte, entfloh durch den Drahi zaun de» Tchießstüiibc. Ter etioa >5 Jahre allere 'Angeklagte vermochte ihn nicht mehr einzuholen. Der Bettler wurde später wieder enigeliefert Der 'Angetlagte ist schon zweimal ivcgen des gleichen TeliltS beslrail worden. Er wurde deshalb z» ciner Geldstrafe von 30 Mark verurteilt.
Wegen Vergehen gegen das V i e hsc u ch e u g c se tz wurden die Arbeiter St. W . M. D.. I. P. und 8- K. aus Berns bürg zu je 1 5 Mark Gelds» rase verurteilt. Tic Bekannt- mackmng des Kreisamtes vom 12. 'August 1912 stellt die Pflicht auf, Klauenvieh, das von einem Bezirk außerhalb Hessens cingcsührk wird, der Ortsvolizribchirde anzuzeigcn und i» Qua ran töne zu geben. Tic 'Angeklagten hatten je 2 Schweine ans einem verseiichien iüebiet. aus dem Regierungsbezirk Kassel, erhalle»; K D. hat die Anzeige unterlassen, von den übrigen 'Angeklagten ist das nicht scktgestellt: sie mußten aber trotzdem be straft iverden, weil sie die Schweine mit anderen Tieren zusammen- gestellt hatten.
Gegen einen rückfälligen Dieb wurde in der letzicn Sache verhandelt. Ter Maurergeselle L. W., ans Mansbach gebürtig, hatte in Laute rb ach in der Nacht vom 15. auf 16. Dezember vorigen Jahres bei dem Schuhmacher H. G. D. einen Einbrnchsdiebstadl verübt, nachdem er am Tage zuvor die Gelegenheit ausgekundichasiet hakte. Er drückt: aus einer Trevvc stehend von außen die obere Scheibe des LadenicnsterS ein und stahl auf diese Weise zwei linke Hcrreiisckinbk und ein Paar Damenschuhc. Der 'Angeklagte aalte sich damals i» Not befunden, weshalb ihm mildernde Umstande zugebilligt wurden. DaS ll r t e i l lautete auf 1 I a li >• GesüIIgni s. __
Gictzcncr Strafkammer.
Gießen, '20. Jan.
Wegen AuSgießcns von Wasser aus dem Fenster ihrer Wohnung war die I. L. Ehefrau aus Kirkori Mil 8 Tagen Hast bestraft worden! die gegen dieies Ur teil eingelegte Berufung wurde mit der Maßgabe zurnckgewiescn, daß anstelle der Laststrasc ans eine Geldstrafe von 25 Mark erkannt wurde. Die 'Angeklagte, schon lange verärgert darüber, daß der an ihrem Hause vorüberführende, nach ihrer Behauptung im Privateigentum stehende Weg vom Publikum öiientlich be- icutzt wird, hatte am 25. Jul, 1913 der Zeugin E. E., als sie das erste Mol vorbeiging. Schimvimorte zngerusen, und als die Zeugin der Weg abermals vorübenührte, Wasser übcrgcgossen, io daß der ganze Rücken durchnäßt wurde. Obwohl die Angeklagte die Schuld leugnete und die Sache io hinstcllic. als sei die Zeugin nur durch ein Versehen ihrer 12jährigen Tochter, die ge- radeZiic Fenster geputzt habe, mit Wasser bespritzt^worden. kan> die Stroikammer dock in gleicher Weise wie das SchSstengericht zu der Ucberzeugnng von der Schuld der- Angeklagten.
Aut lieber Weisung an die Landespoiizci- b c h ö rd e
und aut 8 Tage Hast wegen Bettclns lautete das Iliteit Großh. Schäsfengerichts Gießen vom 16. Deznnber 1913. Der Gelege» hcitsarbciter B. T.. aus Steinbcrg gebürtig, vieliach wegen Bet telns vorbestraft, haue im Dezember vorigen Jahres aut dem Seltcrswcg die Passanten durch Betteln belästigt. Er halte Berufung eingelegt, insoweit das Urteil aus Ueberweisnng lautete. Die Berufung ivurde jedoch verwarten, iveil das ifferichl zn der Ucbeizcngung kam, daß es sich um einen ar!>eitsscheucn Men scheu handelte.
Wegen Beleidigung loar der G. L. I. aus Altcnburg aut die Privatilage des H. W. II. daselbst durch das Schösscngcricht Alsfeld verurteill worden. Der Angeklagte hatte Beruiuilg eingelegt und Freisprechung lrgehrt. Tie Streitteile lcbicn in gespannte» Verhältnisse» und gelegentlich eines geringiügigcn Anlasses hatte der Angeklagte in unschöner Weise daran, angcspiclr, daß es dem Prioatilüger fetzt, wo ec eine Invalidenrente beziehe, viel bester gehe als früher, so daß er jetzt sogar baue. Der Streit drehte sich hauptsächlich UNI die Worte, welche der Angeklagte gebraucht hatte. Das Gc- licht kam zu dem gleichen Ergebnis imc das Schössengericht und verwarf die Berufung.
Aus Zurückweisung der Berns,, n g lautete auch das Urteil in der Strassackic^gegen den Tchutzmackier I. B. aus Rieder-Ohmen. Er war ooni Schöffengericht Grünbcrg veiurtcill'worden, weil er ngchträglicherweisc den Genieindeziegen- bock, den ,Admn", aus dem Stalle des Ziege»Halters berauSgeführt und in den Stall des Zeugen I. Sch. gebracht hatte. Seine .Hameiabcn Fr. B. und H. R. waren in l. Instanz mangels Beweises frngespvocken morde»! dem I. B. aber wurde der gelbe Sand, der am andern Morgen „och an seinen Sckiulien hastete zmn Verhängnis. Solcher Sand befand sich zur Zeit der Tat rm ganzen Ort mir in der Hoireite, in deren StaUe der Ziegenbock gebracht worden war. 'Ans diesem Umstand schloß die Stiaskamnier gerade nne das Schöffengericht in erster Linie ans die Täterschaft des Angeklagten
Zaberner Urteile.
Zaber II. 23. Jan. Heute Ivurde der 57jährige Maurer und Fabi i ta,heiler H i e » wegen Gefangen c n befrei II Ii g, veiült Ivahrcnd der Zaberner Etrahenmirahen am 10. Ravember volige» Jahres ,» Tateinheit mit tätlichem Angriff gegen einen Polizeibeamlen und wegen Widerstand- gegen die Staatsgewalt zu einem Monat Gefängnis vciurieilt. - Jener R c k, u t, der icineiseit wegen unbefugter B 'ka»i!iqal>e dienstlicher Mitieiiungen an die Presse bezw. wegen Unterschreibens der be- lanntc» Mitteilungen an den „Elsässer" mit 43 Tage» Mittel- arrest bcstrast ivorden nor, wurde begnadigt, 2!) Tage der zuerkminten Strafe hatie er bereit- verbüßt.
Ge ln Han sc», 23. Ja». Der Schachtmeister Link, der durch Zcitungsinseratc zivei Kasseler Mädchen kennen gelernt hotte und lick, ihnen als Zietenhusarcn stiilinieistcc vvrstcllw, sich mit ihnen vcilobtc und sie dann zur Hergabc grSßcrcr Geld- summen veranlaßt kaue, ivurde von der Kasseler Slraikamaicr zu acht Jahre n Z u ch ich a n S vckurtcilt.
?l l t o n a . 23. Jan. Das S chw n r g c r i ch t verurteilte »ach 13stündiger Perbandliing den 27iahrigen Emil Bahn, der anl 22. Jani-ar 1913 seine Geliebte Minna Meyer in Alton» erstach, wegen M o r d e S z u m Tode. _
«pOft.
- Beginn der Tiroler W i n t c r s p o r t io o che. 'Aus Jnnstinck ioird uns geschrieben! Gleichzeilig mit den Dculichc» Tkimeistcischa'ten, die licner in Gärmstch-Pae'en!irchcii, also hart an de, tirvlisckw» Grenze zur 'Austragung konimen. nimmt am 25. Jänner tic große Tiroler Winleiiporlwoche ihre» Ansang. Sic kringt neben einer großen Zahl kleiner svortlickpr Veranstaltungen. an deren Turchiührung sich sämtliche Winlersporistanonen des Landes leteiliaen. die wich-igsten österreichischen Winierspor!- Mcisteischaite». Besitzer von leilnehmerkarte» zum Preise van 6 Kronen genießen überdies aur allen Linien der k. k. österreichischen Ttaatslahncn eine .dOprozcitti,e Fahrpreisermäßigung, die bis cinfchl. 15. Februar Geltung hat.
vermiscbts».
kf. S 5 n i n Ko » stant >» » n d der Invalide. I» Atben hat He»e» Bordcanr eine büblchc Weichiclite vom Wriecheirkönig llonsianlin eriabren, die in, letzten Ballankricqe kpielt. I» emem Biic'e an ouS »Ecko de Paris" teilt er sic etiva ioigendcrmanen mit; Ter König kebit im 'Aulomobil i» kein Hauptquartier zurück. Unterivegs trifft er eine» einiamin Coidatcn, der niüliianr vorwärts hinkt. Er '-ölt a» und front: »Wohin de» Weges ?" — ,I» die Stadt, Majestät, man hat mich »ach Hanke geschickt" — „Warum?" — »Ick' bin iin Kriege gegen die Türken verwundet ivorden: meine Wunde schien gebellt, »nd so zog ich wieder inS Feld, eie Wunde ist jetzt aber nieder aistgebrochen. und ich bin »nn ins KronkenhanS zurnckacickickt ivorden." — „Eteiq i» nieine» Wagen " — „O »ein. Alaiestäl." — .Rasch steig ein !* — „Ich kann nicht." — .Ich beiehkc es!' — ..Uunlögkich, Majestät.' — .'Aber warum 7 Heraus mit deinem Grunde." - .Ja . . . ich
habe" lbier nennt der Invalide Jaiekte», >v>e sic aui den, Balkan, iiunal i>n Feldlager, nicht selten sind). — „Steig ein ... die habe ich auch!"
Kleine TagWchronik.
Der Aelteste der deuiseben Turnerschast, Geh. Sanitäts-
rat G o c tz, dem ein 'Arni abgenommen ioerden mußte, ist als genesen aue- dem Krankenhouse entlassen worden.
Ter Ober,vllaii,stcnt Schwatlo in Dresden versuchte sich und seine Familie angeblich infolge iinanziellcr Schwierigkeiten zu veigiztcn. Die I7jäbrige Tochter ist gestorben, während die Eltern lebeiiSgciährlich eickralckt im Kronkenhauic liegen.
21 js die in Steglitz loohichafte Frau Zillmann auf dem Gaskocher dos Mittagsbrot bereiten ivolltc, singen ihre Kleider Feuer. Die Nachbarn erstickten auf das Geschrei die Flammen, doch liegt die Frau hoffnungslos darnieder.
Der a n d a l n s i i ch e E r p r e ß z u g ist, nach einer M ei düng ans Toledo, 22. Jan., infolge eines Erdrutsches entgleist. Sieben Personen nmrdcn verletzt.
'Aus Homburg i Pi wird gemeldet: Während in der hie jigen Heil »»d Pilegeaustalt de, 'AnstaltSarzt Tr. Markgraf mit der lünstlichen Ernätzrnng eines Kranken bcschaitigt war. wurde er von dem in der 'Anstalt zur Brvbackitung seines Geistcszn standcs uniergcbrackne» U»iers»ch»ngsgkfangeiicn Kollmehcr ü» er fallen und durch siini Mcssenkiche in den Rücken verletzt. Das Bcsinden des 'Arztes ist dem Berbältnis nach gut. und man hofft, daß er in einigen Tagen dos Bell Ivieder wickd verlaffen iönnen. Einem Obervsieger brachle kollwiUier einen lleinktz --tich in einen Finger bei.
'Aus Küstrin wird gemeldet: In der Nacht zum Freitag wurde auf den Wacht v o st e II bei den Munitionsmaqazinen hinter 'Aitdreiviv ein scharfer Schuß abgegeben. Ter Täler cntkani.
Zehn R ü r „ b e r g c r Bürger stellten dem Oberbürgermeister Tr. »'.Schuck, 100000 Mk. iür einen von ihn, zu bcstinimenden freien Zweck zur Verfügung Die Stillung soll den Ramen Schuck stismng tragen.
I» Schanghai ist die Gattin des deutschen Flei» s ch e r IN c > st c r s Richard 'kl e u IN a » II c v.m ordct auigesundcn Ivorden. Der Mord, der in fiühcr Morgenstunde begangen ivurde. I hat in Schanghai große Aufregung verursacht. Die Frau >va> ' schrecklich verstümmelt. Der Kops war beinahe vom Rumpfe ab getrennt, ei» 'Arm nahezu abgehackt: ferner hatte der Mörder ihr mehrere Finger abgeichnilie». offenbar, um sich in dcn Besitz der Ringe zu setzen. Der Wert des entwendeten Geldes und der ge stohlcnen Juwelen wird ans annähernd 4000 Pfund geschützt. Die Brutalität, mit der das Verbrechen ausgeführt ivurde. laßt darauf schließen, daß noch andere Beweggründe alS die eines bloßen Raub Mordes voriiegcn Der Galle der Getöteten, der ein großes Ge schält in Schanghai besitzt, befand jicki zur Zeit des Mordes in, Hospital. Tie Frau neu mit einem chinesischen Diener allein zu .Hanse, der jedoch der Tat nicht verdächtig ist. _
Hanvel.
X Hanau, 23. Jan. Die Hanauer H a n d e l s k a »t m c t beschloß zur Ermittelung der im hiesigen Bezirk vorliegenden Wünsche über die A b io e l> r des englisch amerikanische» Tabak t rüste S eine Besprechung sm Kreise der Tabakintcresscnten her beiznsühien. lieber die Lage der im kiesige» Bczirt stark der tretenen Tabakindnftrie ist in der Plenarsitzung der Hanauer Han delskammer wie folgt berichtet worden: „Teure Robmateriasien und zunehmender Zigarette,ikonsui» erschwerten auch in 1913 der Zigarrcilfabrikaiion des Geschäft. Immerhin konnten einige Betriebe ihren UniiaN steigern. Zn klagen ist über unliebsame Ersah rungen mit den Kreditverhaltnissen und der ZahlungSweisc de, Kundschaft. Die Herftellnng von Zigarreii-Eiilettiernngen lwtte normalen 'Abiatz. wen» auch zu gedrückten Preisen: in Zigarren Kisten und Wickelsormen erreichte das Geschäft nicht ganz den vor- jährigen Umfang. ,_
Briefkasten der Redaktion.
>B»o»n»,e Bnsrage» bleibe» »nberüasichligb.1 tztraßendahn »ießen—wieieck. Ihr Eingesandt lönnen wir
erst dann veröffentlichen, wenn Sie »ns Ihren. Namen nennen Anonyme Einsendungen drucke» wir grundsätzlich nicht ab.
Weiteranssichtcn in Hessen an, Sonntao. de» 25. Jan. >911: Vorwiegend heiter und trocken, Frosiwetler, 'Winde ans östlichen Richtungen.
Letzte Nactzrictitcn.
Eisenbahnunglück in Frankreich.
Paris, 24. Jan. Ter L u x n s z u g Paris-Calais stieß gestern nachmittag iin Bahnhos von Marquise mit einem Güterzug z u s a in m c n, der gerade verschoben wurde. Cig Schaffner wurde gelötet und mehrere Reisende leicht verletzt.
Die Bekämpfung der Trunksucht in R II ß l a II d.
Petersburg, 23. Jan. Der Reichsrat begann heute mit der Beratung des Gesetzentwurfes betreffend die Bekamp- s ei i> g d e r Trunksucht, istras Witte legte in längerer Rede dar. seine Nachfolger im 'Amte als Finanzininifter hätten fein Werk, das Branntivcinnlonopol, das-"die Uni.rdriickung der Trunksucht erzielen sollte, enistcttl. Das Volk bezahle für den Monopolschnavs über eine Milliarde, Ivährend für Bollsauikläruiig nur 160 Mil lioitett verausgabt würden. Sei! zehn Fahren seien die Monopol einnahmcn um eine halbe Milliarde gestiegen. Es fei Nicht zu verwundern, daß dadurch ein großer Barbestand gebildet Ivorden ist, doch das Mittet, dura, welches dieser vornehmlich für die Landcs- vcricioignng bestimmte Barbestand erzielt sei, sei anormal, und es wäre besser, die Monopoleinnahmen zu iirieren und die Ileberschüffe zur Betäinpfung des Bolksübcls zu verwenden. Mittel zur Landesvcrleidignng mußten bereit gehalten werden, sie dür- icn aber nicht durch die Förderung der Volksschwäche gesammelt werden, die anderen müßten durch neue 'Anleihen und Steuern beschafft werden. Ter Ministerpräsident erwiderte, die Ziele des Grafen Witte seien nicht vergesse» und ioürdcn wie früher gefördert. Der Schnapsverbrauch pro Kopf sei in den letzten lo Jahren nicht gestiegen. Tie Maßnahmen zur Bekümv simg der Trunksucht würden ebenso energisch sortaesilhrt, wie zu Miltes Zeiten. Eine dieser Maßnahme» bilde der vorliegende Gesetzciitiviirs.
E r ni o r d ii » g d e s f r a n z ösische » General» f o ti i u l S von Tanger.
Tanger, 24. Ja». Der französische Generalkonsul v v n T a n g e r, E h e »> a n d i e i d e V a l d r o ni e , ist gestern von seinem >1 och erschossen worden. Er gab abends ein Tiner lind befahl seinem Koch, die (Mste zn bedienen. Im Salon gab der .ü-och zlvei Schüsse auf dcn Konsul ab, die ibn sofort töteten. Ter Täter wurde »er. hastet. — Eine andere Meldung besagt dazu: Der gestern von seinem Koch erschlossene sraiizösische Generalkonsul von Tanger bal erst seinen Posten an, 1. Dezember angetreten. Er stand im 49. Lebensjahre.


