Mxitfi mit ’fiotitouftwrbnttn und 130 mit Smnccirf'suielii bc lifläftiflt In ^Iftf'nffcnburq wurde» bei den ftäbtifffarn Not- standsarberke» durchschnittlich ,50 Mann beschäftigt.
Im GaftwirtSgewerbcist nach dem Bericht der Arbeit«- bernnttlnngSftekle Franksutt a M der Geschäftsgang gegen den Vormonat nicht besser geworden
Hauptversammlung des tstberhesfiscken Gbftbauvereins.
G i 1 6 e n, 13. Januar
ixntt !and im Hotel ,7«[i»nf»Q«* eine Honvtverlnminl»»« des Oberb» ist icke» Obstbauvereins statt, die sich eines' starten Besuche? lt» eifrenen batte. Der 2, Vorsitzende des Vereins, LaudtaaS- abgeardneter Breiten dach, bearnbte dieAnwelenden und dankte dir da-: zahlreiche Erlchttnen, Dann aedachte er der erfvrienlichen Tätiateit des bisberiaen I. vorntzenden, Ministerialrats Dr. Schlievbake, der iniolae seiner Verletzung die Kelchäste bätte »iederleaen wüsten Er ichlng bierans streisrat 3rhrn. v. Schenk in flriedderg als neuen vorntzenden vor. Lebrer B u ft - Leibgestern stimmte dem Vorschlag zu und überdrachle zugleich die Grabe des biSkeriqen Präsidenten. , , „ „
UreisratTreiberr v. Sch e»k wurde einstimmig zu», I. Präsiden len des Oderdeibichen Obstbanvereins aewädlt Landtags- abaeordneter Breitenbach bat bieraul, man möge auch einen 2. vorntzenden wädle». da idn in'olge leiner Eigenlcbast als vo>- sttzender des Landw>rticha>tskamnieranr-schniies die Wabrnng der Interessen des Vereins und der-enigeu des Landwirtichastskammer- ausschuiles aemiilermaften zwischen zwei Lager dringe. Nach längerer Aussprache nah», Herr B r e i t e n b a ch ,edoch da? Amt nochmals an. „ . . _ _ . _.
Hieraus ging man ziu» zweiten Punkt der saq sordnnng: ,D>e Herausgabe einer gemeinschastlichen Zeitung zur Aabrima der Inte-eilen des Obst-, Wein- und Bartenbaues >» Hessen' sder. Nachde», Oekono,Nierat S v i e ft-striedberg und Re- »ierunqsrat Langerinann Kiesten die Derbältnisse der Per- ianimlnng i» klarer Weise aeschildert batten, wurde »ach kurzer Beratung befchloise», den .R a t q e b e r s tt r O b N- u n d Barten- bau», der in Iriedberg terausgeaeben wurde, weite,bin als Vereinsorgan deizudeballeu. und eine weitere Clellunguabiue zur Zeilschrjtiensrage blr zwecklos erklärt.
Mit der Vauvtversanuiiluua des Oberbeistlche» Obstbauvereins rvar eine Hguvtverlainnilung des Kreis-Obst- und Garten- l>a n » De re i ns Giene» verbunden Aus Antrag des Vor- s,»enden die'es Vereins, des Regierungsrales L a n a e r m a n er'olgte geineinschaftliche Abstimmung. An Stelle des als Beisitzer aus bei» Breis-Obst- und »arteudai,-Verein Gieften ausgeichi-denen Lebrers B e n d e r» Blabenborn-Steinberg. der setzt als Vertreter des dortigen Ortsvereins dein Vorstand anaebört. wurde Gärtiier Job Gg. Häuser XVII. in Watzenborn-Steinbeig als Beisitzer gewäklt.
An» Stadt und Land.
Gießen, 20. Januar 1914.
Zur ksinkommenftener in Hessen.
Ein rechter Troft für die. die ständig über die wachsende Verelendung der Massen reden, mag in der Tatsache liegen, daß sich die Eiiikommenverhälttiiise in allen Schichten der Bevölkerung in den letzten Jahrzehnten, wenn auch langsam, aber doch immerhin gebessert haben Mit dem alk- gemeiner, tzüedergang unseres Volkes hat es also — wenigstens im Großherzog tum Hessen — noch gute Weile
Ein Blük auf die Tabellen, die von der Grotzherzoglichen Zentralstelle für die Landesstatistik aufgestellt worden sind, gibt uns das Recht zu dieser erfreulichen Behauptung. Danach betrug uümlich das gesamte veranlagte Einkommen 1913 651 Millionen Mark, wahrend es sich im Jahre 1890 auf nur 275 Millionen Mark belief, Man wird einwersen, daß die gestiegene Kopfzahl der Bevölkerung dabei in Betracht zu ziehen sei. Dem ist nicht so Aiif den Kopf betrug das Einkommen !913: 493 Ml. 1890 aber nur: 277 Mk.
Auch in den einzelnen Einkommensgruppen ist ein Aufschwung zu verzeichnen, mit einer Ausnahme: Die erste Klasse vou 500 bis 900 Mk. Einkommen ist von 64,7 Proz. (1890) auf 36,1 Proz. (1913) gesunken. In demselben Zeit- rarim ist dagegen die EinkommenSgrupve mit 900 bis 1700 Mark von 21,5 Proz. auf 43,4 Proz, mit 1700 bis 2600 Mk. von 6.0 Proz. auf 10,3 Proz., mit 2600 bis 4000 Mk. von 4,04 Proz. auf 5.46 Proz., mit 4000 bis 6000 Mk. von 1,90 Proz. auf 2,36 Proz., mit 6000 bis 8000 Mk. von 0,81 Proz. auf 0,91 Proz., mit 8000 b's 12000 Mk. von 0,59 Proz. aus 0,70 Proz und in der Klasse mit 12000 Mk. und mehr Einkommen von 0,54 Proz. auf 0,73 Proz. gestiegen
Es ist somit erwiesen, daß die Einkoninrensvcrhältnisse aller Klassen gestiegen sind. Denn, wenn ailch die Zahl der Personen, die nur -ein Einkommen p>n 1700 Mark und weniger hatten, noch 79,5 Proz. der gesamten Bevölkerung ausmacht, so ist doch eine langsam? Besserung dadurch zu verzeichnen, daß die Zahl derer, die der niedrigsten Klasse angehören, stark znrüekgegaugen ist.
DaS veranlagte Cinlommeii der nach der letzten PolkS- zählung gezählten 31 153 Erntvobner des Kreises Gießen belief sich im Jahre 1913 auf 21 712 321 Mark, wovon an Stciiern 580634 Mark bezahlt wurden. In der Stadt Gießen zahlten die 14 064 Steuerpflichtigen an Einkommensteuer 967 512 Mark. K. B.
" Oberbibliothekar a 2. Professor Dr. Wilhelm Belke vollendet am 21. Januar sein 60. Le- benSsahr. Zu Belpke geboren, besuchte er das Gvmnasium in .Helmstadt, studierte klassische Philologie und Geschickt' in Leipzig und Marburg und wurde 1876 Hilfsarbeiter an der Universitätsbibliothek der letztgenannten Hochschule 1877 ging er in gleicher Ciqenschast »ach Göttiitaei,. erwarb sich 1877 mit der Dissertation „de metr,s polvschematistis" de* philosophischen Doktorgrad und wurde >879 Bibliothekar au der Mainzer Stadtbibliothek 1896 erhielt er de» Prosessortitcl und >907 trat er in den Rultestand Das Haupt- hebiet feiner literarischen Betätigung war die OKschichte der stkheinlande und besonders die Vergangenheit von Mainz. Hierher gehört auch a. seine Arbeit über die Landgrafen und Großhcrzöge von Hessen-Tarmstadt. Ferner veröffentlichte er „Kiinsthistorische Analetieu" (1882) und gab 1901 06 die Berichte über die Bcrwaltuug der Stadlbiblivthek und des iHlutenberg-Museums heraus, das er 1900 begründet hatte und dessen Leitung er bis zu seiner Ucbersicdeliiiig nach Gießen beibehielt. Zahlreiche Publikationen hat er in den Jahresberichten der Geschichtswissenschaft über Mit- teirhein und Hessen niedergelegt. Er ist Mitglied des Hes- Irschen Tenkmalsrats und der Gesclischast für rheinische Ge- schichtSkunde.
" Stadtverordneten - Versammlung Für die sitzuug der Stadtverordnerim-Bersammlung ain Donnerstag. den 22, Januar 1914, nachmittags 4 Uhr, ist folgende Tagesordnung ausgestellt worden: I. Auslosung von L-chuldvcrschreibmtgen 2. Mitteilung 3. Baug.'such Ludtvig «ehrum für die Erednerstraße. 4 Äeschasfuna von Radium, 5, Haltung eines Kraukenautomobils durch die Firma Kro- nenberg u. Schilling. 6. Anschluß der Sanitätskolonne au die Feuermeldeanlage 7. Bauliche Veränderungen uv der alten Klinik und Lieferung elektrischer Energie für Zwecke der GewerbeauSstestung. 8. Sttftung de- Apothekenbesitzers Th. Schwieder, 9. Rechnung der Armenkasse sür 1912 10 .
Rechnung der Plockscheu Stiftung fiir_ 1912. 11. Preise ^für Erbbegräbnisse. 12. Schallwand im Stadivcrordneten-Sii- zungssaal. 13. Grunderwerb sür ein TranssormotorcnhäuS- che», 14. Anschluß des WasseriverkS Göbelnrod an dieZlcber- landanlagc. 15. (besuch des StmographenvereinS „Stolze- Schrey" wegen .Herabsetzung der Vergütung für die Benutzung eines Schulsaales. 16. Zuschuß zum Säuglingsheim. 17. Gesuch des Georg Emil Baum ium Erlaubnis znm Schau!- wirtschaslsbetriebc rm Haus Sieinstraße 23. 18. Desgleichen des Satt Wirth im Haus Kaplansgassc 10. 19. Desgleichen des Johann Waßmutk, für Baltnhofstraßc 62. 20. Desgleichen deS Otto Wenzel für Brandgasse 4. 21. Desgleichen den Heinrich Bönsel Ehefrau für Hammstraße 15.
" Winterfelddienst der 116er. Am Samstag in der Frühe um 6 Uhr rückte das Regiment Kaiser Wilhelm mit der Maschinengewehrabteilung und den Feldküchen seld- marschmäßiq nach der Wetterau ins Gelände. Tic Mannschaften sollten zeigen, daß sie sich vor dem Wetter nicht fürchten, um den Felddienst zu üben. Bei Gambach wurde mittags auf freiem Felde Halt genracht und die Feldlüchen dampften, daß es eine Lust wart noch größer aber war das Vergnügen, als ihnen die gekochten Speckerbsen in die Feldkcssel gelöfselt wurden. Gleich nach dem Essen gab cs den bereiteten Kaffee, worauf der Märsch auf Butzbach los- qing. Die Stammannschaften marschierten nach einer kurzen Pause aus dem Butzbacher Kaseruenhofe auf dem direkten Wege nach Gießen zurück. Die erst im Oktober cingetrctene junge Mannschaft wurde iin Extrazuge in die Garnison zurückbesördert.
" Fürsorge fiir bic Heranwachsende weibliche Jugend. Der Gemeindc-Frauenverein und die Ortsgruppe des Allg Deutschen Frauenvereins halten Frl. G'»da Diehl aus Frankfurt a. M. veranlaßt, am Samstag aeend über obiges Thema im großen Hörsaal der Univcriität zu reden. Frl. Diehl betrachtete zunächst die durch das gcgennxirtige Maichinenzeitalter veränderte Lage der weiblichen Jugend in Deutschland, loodurch eine ständig wachsende Ausschaltung der Haus- Vroduktion statthat, dagegen die Notwendigkeit des Geldverdiencus an immer weitere Kreise heranttitt. Dementsprechend steigt auch der Prozentsatz der erwerbstätigen Frauen, Diese Tatsache bringt zwar manche Vorzüge mit sich, birgt aber auch mancherlei Gefahren und Nöte. Der Freude an der eigenen Tätigkeit, der errungenen Selbständigkeit, dem Bewußtsein der Verantwortlichkeit stir sich selbst und die Gesamtheit, treten die Auslösung oon der Gemeinschaft der Familie, die Untergrabung aller Autorität, die Unkenntnis der sittlichen Gefahren, die verderbliche Freude an Tand und Schein als üble Begleitumstände gegenüber. Besonders zu beklagen ist, daß die entsetzliche Leere des Fabrik- lebens ungezählte Schoren junger Mädchen den Problemen der Wie so gänzlich unvorbereitet gegenüberstehen läßt, sie vielmehr durch Wohnungsnot, Alkobolbcdürfnis und mangelnde Aus- und Weiterbildung der llnsittlichkeit in die Arme treibt. Eine laxe Ausiassung der ethischen Pflichten, durch die Propaganda der neuen Ethik geichürt, greift um sich. Da erhebt sich nun die Frage, ob Hilie nötig, ob sic möglich ist und loas da Helsen mag Daß ein Gegengewicht notig ist. erscheint wohl zweifellos. Tü wachsende intellektuelle Bildung kann aber nicht allein die Umkehr bringen, wird doch durch sic viel Weibliches und Feines verschüttet. Die Familie vermag auch nicht alles, ist weder immer willig noch geschickt dazu. Es ist ein unumstößliches Naturgesetz, daß der junge Mensch jemand draußen braucht, der ihm helfende Hände cut- qegenstreckt. So erwächst von selbst die Notwendigkeit organisierter Iugendpfte-e um neben der intellektuellen Bildung und dem gesellschaftlichen Schlif! auch Eharaktcr- und Herzensbildung zu vermitteln. Weiter ging die Vortragende auf die Geschichte und den gegenwärtigen Stand der Jugendxilcge ein und besprach als letzten Punkt die Frage, >v i c rechte Iugend- vilege zu geschehen habe. Oiewiß sei Leitung nötig, aber sie dürfe nichi in Bevormundung ausarten, nicht in Langeweile und Pedanterie ersticken. Zu vermeiden sei auch die Gefahr der Schmeichelei, um ein Entgleiten zu verhüten. Die Jugend darf sich nicht für die Hauptsache halten: sie darf nicht der Familie cntirerndet werden. Wer Mitarbeiten solle? Nun, jeden geht die Sache an, jeden, der einen Zzig zum Heranwachsenden Eieichlecht fühlt und imstande ist, die nötigen Führereigenschaften zu entwickeln. Eines aber muß man sich vor allem klar machen: Hinter dem Worte steht etwas Schweigendes, das Lähmung oder Kraft gibt: das ist das Vorbild Unter lebhajtem Beifall konnte Irl. Diehl ihre gediegenen Ausiührnngen schließen.
„St i r dt c n t u m und Volksbedürfnisse" behandelte der frühere katholische Pfarrer, >etzigc freireligiöse Prediger und Lehrer Herr Dr. I. Schiller aus Frankfurt a. M. gestern abend IN einem üssentlichru Vortrage im Hotel Einhorn. Der Redner bekannte, kein Prophet einer neuen Sache sein zu wollen, sondern nur die gegenwärtigen Formen der Staatskirche und ihren Einsluß auf die Beoüriniiie des Volkes zu bele.ichten. Diese Bedüriniiie seien keineswegs allein materieller Art. vielmehr greise der irüher allein den höheren Ständen zugestandene Bildungshunger ans immer weitere Schichten über, und wenn inan auch keine seichte Alleswisserci sürdern wolle, so gelte es doch, logische Klarheit zum Allgennmgut des Volkes zu machen. Solch geistiges Streben sei ebenso zu begrüßen wie die Fortschritte in - echnik, Handel und Woblstand. Das deutsche Volk sei im friedlichen Konkurrenzkampf der Völker nur dann im:ande, in Ehren zn bestehen, wenn es in Wissen und Geisteskrait Hervorragendes leiste. Wohl könne es scheinen, als sei die Kirche vor allem bernien, der Bildungsnot abzuhelsen: in WirNichkeit aber psropie sie die Köpfe nur mit Wottstoff voll und betrachte zu viel Wißen als schädlich. Dos gelte nicht nur sür dir katholisch', sondern auch für die evangelisch: Kirche. Tiefstes Uebcl sei die Nötigung des Gläubigen zur u n e l, r l i ch kr i t vor sich selbst. Dieser Vorwurf treffe mich die sog. liberale Theokogäc. die sich nicht von Worten' trennen könne, die von den Zuhörern geradezu inißvcrüanden werden müßten. Nur auf Grund völliger Freiheit könne Achtung vor der einzelnen Persönlichkeit erwachsen. Tie Freiheit des kl h r i |t e n m e n f d) e it fei im letzten Grunde allein die, zu tun, was der Priester lehre, Tie Wohltaten der Kirche lausen aut einen Handel mit dem Himmel od-r aus den Dienst vor dem Reichtum hinaus. Darum säßen die wahren Vatettandsieinde nicht außerhalb, sondern innerhalb der Kirchen, Eine wahre Reformation dieser ict unmöglich, nur, reinliche Scheidung angebracht. Doch dürfe niemand aut Trennung von Sjnat unb Kirche warten, wndern — wo irgend angängig — mit der eigenen Perion vorangehen. iamtt ici keineswegs ein Beweis von Uiichriiclichteit gv- geben: ern Verblerben von kirchlich llnglänbigcn im Schoße der alten Ernrlchlung aber wirke geradezu lächerlich. Wer nickt die freie Lat wolle, dürie auch nicht vom freien Gedanken schwärmen. —Zit der freien Aussprache bekannte sich Herr Prediger Euler als cm Mann, dcz gerade um. seines entickuedencii Ehristimtums TülUl aus der «taatslirche ausgetreten sei. Wissen, Freiheit, uralt bliebe» ewrg Llüäwerk, aber der persönliche Halt, den er in dem Lebendigen Christus gesunden habe, helfe ihm über alte Lchwiertgkeüen hinweg. Herr Dr. Spohr betonte deni- gegenuber, daß gerade tiefstes religiöses Leben einer Autorität gut entoehren .onue. ihm iei Christus wohl ein Vorbild, aber teilte Autorität, ^n seinem Schlußwort gab Herr Tr, Schiller lemer Freude über ie.de chrliäie Gegnerschaft Ausdruck. Unterschiede wurden stets bleroen: aber viel sei schon erreicht, wenn es gelänge, .lndersden.ende an lrredlichcs Nebeneinanderleben zu gewöhne».
E int 8« 11 •»' 1 1 e ü e t e i n i g H n » des Großher-
5 • 1 u ™ - Die freie G a ft w i r i e - I n n u n g in D a r m st - d t not W Ute, ^>nnungsveriommlung angeregt und beichlosien, den ttezttt der Innung au, das ganze Großherzoglum auszndehnen. Die Geunde, die in der Beriammlung zu dem Beschluß iühtten, sind Wlgende: Bis vm -.'ahees,rist wurde» die Interesien der hessischen Gastwirte ausichlreßlich von dem G a st w i r t e v e r e i n D a r m - der seinen Wirkungskreis über das ganze Grotzherzogtum erltreckt. g.ie in Tarwstadt wohnenden Mitglieder des Vereins lchlopcn „ch nun E>4de 1912 z'n oer Gastwirle-
I n n u n g T a r m st a d t zusammen. Beide Vereinigungen hatten eine gemeinsame Verwaltung, insbesondere denietben Vorstand. Auch die Mittel ließen sichi bei dem Jneinanoergreift'n der Aus»
gaben und dem Zusaminenbang deS Vereins- und Innuugslebeni namentlich im Hinblick aus die geschiäftlrche EntiMckettirg kaum trennen. Nur die Formen der beiden Korvorotionen sind verschieden. Da hierdurch Schwierigkeiten bei der Führung der Berwal- NiNgsgcschäite entstanden sind, io emichloß nmn sich, auch die anßee- halb Darmstadts ivohnenden Akitgtrcdrr des Vereins in den Kreis der Innung einzubezichen. Damit chkrd einerseits die Existenz eines besonderen Gastwittevereins cnibchrlich, andererseils erleichtert sich die ganze Geschäils- und ilkechnungsiührung der Jnnunis. — Da bei den nbttgen Gastwltteveremen der 3 Provinzen und auch bei den ÄerioaliungSbehörden keine Bedenken über die Ausdehnung des Jnnungsbezirke? vorlicgen, ivird die Genehmigung hierzu durch das G r o ß b. Ministerium erfolgen,
** Alldeutscher Verband, Der 'Alldeutsche Verband veranstaltet, wie uns geschrieben wird, am nächsten Samstag im Hotel Schüjz einen Vortragsabend mit Lichtbildern, an dem Herr Dr, jnr, Lilbr. O e h l e r über das Deutschtum in Bosnien und die Frage der Großgrundbesitzauiteilung zum Zweck der Ansiedlung .von Kleinbauern iprecheix Ivird, Herr Dr, Oehlcr ist feit mehreren Jahren in Bosnien tätig als Oreo i ator des Raiiieiienkasienwe'ens in den dortigen deutschen Bauernkolonien und eben aus dem Rückweg nach Bosnien begriifeil,
** Die Herrin des Nils ^gelangt zurzeit im Lickt- i v i e l h a u s zur Ausführung und lockt täglich durch den Ruf, der dem Drama vorausgeht, ein zahlreiches Publikum in das Theater, Dieser stiul ist nicht unberechtigt. Was die Technik aus den lobenden Photogrävbien hervorzuzaubern versteht, in dieser Geschickte der Königin Cleopatra, des von ihren Reizen umgarnten Liebhabers Marr Aurel und des stolzen Römers Antonius Hai sie alles vereinigt, um die beabsichiigie Wirkung zu erzielen. Rein vom technischen Standbunkte aus betrachtet, ist das Drama eins der besten aus dem Gebiete der Kinematographie, Prachtvolle Bilder in orientaliichem Prunk, jesselnde Szenen aus dem römischen Krtcgs- leben, Massenizenen in Aegnpten und Rom, sie alle bieten, in raisinierter Regiekunst vereinigt, ein technisches Kunstweick ersten Ranges, das das Interesse des Zuschauers ungewöhnlich anecgt, Lluck die Darstellung der Hanvlrollen, besonders der herrischen, graniamen und^ sinnlichen Cleopatra, ist wahrbeitsgetteu, wie es uns kein Geschichtsbuch anschaulicher schildern kann,
** Einigeübermütige Musen söhne, die des Alkohols anscheinend überdrüssig waren, führten am Sonnüag iinttacs von einem in der Schulstrabe haltenden Milchwoaen mehrere Flaschen Milch aus. Sie zogen damit in ein nahes Ladengeschäft, um sie dort unter allerlei Ulk zw leeren. Der Besitzer, der sich^ ihrer: vergeblich zu entledigen versuchte, holte schließlich euren schlitz- mann zn Hülfe, Nachdem dieser die Srudenten mit Mühe aus dem Laden entfernt hatte, wollten sie mit dem Milchweigen das Weite, suchen. Erst als ein zweiter Schutzmann enchien, gelang es, die Uebermütigen abzuiühren und so an weiteren Taten zu hindern.
** Blind - r Eifer schadet nur. Ter Besitzer eines einsam gelegenen T. ittSlnruses in der Nähe Gießens wollte mit seinem Knechte einen Kirschbaum fällen. Ter Knecht stieg hinaus, um ein Seil anzubiingen, mit dem der angi'iägte Blaum umgezogen iverden sollte: ei wurde aber abgeruien und ließ das Seil mir lose liegen. In der MeinuiP, daß es befestigt sei, riß der Wlrp, dkm es nicht rasch genug ging, mit Leibeskräften an dem Seil, Es gab nach und der Uebereiirige flog in großem Bogen aus die Erde allwo er sehr verdutzt liegen bläeb. Das Sigen soll ihm HOttt noch Schwierigkeiten bereiten,
" Ser linein der Hausbesitzer läßt, ivie mm, uns ickreibt, gelegentlich seiner Iabres-Hanvtverlninmlnng, die an: Mfttwoeb abend in, Saal des Hotels Schlitz stattstndet, einen Vor- traa über H a u s b a I t v i l ^ch t nnd die V e r l i cf) e r u n q S - anstatt deutscher Haus- nnd Grundbelitzer, soivie über den Webrbeitrag halten. Das Reseral hierüber hat Rechtsanwalt Raab übernommen.
"Tie (über ii eöodi*eit feiern heute Georg Schimmel und Frau. Herr Schimmel ist Werknieister in der Ztgarrensabrik Bender.
Landkreis Gießen.
’2< Lich, 18. Jan Ter starke Frost der letzten Woche ermöglichte es den hiesigen Brauereibesitzern und Metzgern, diesmal in kurzer Zeit ihren Eisbedars zu decken. 'Alle zur Berfiigung stehenden Borratsränme sind schon gefüllt. Die Brauerei Jhring, die gegen 50 Arbeiter zwei Wochen lang beschästtgte, har allem rund 1500 Fuhren Eis geerntet.
4 Muschenheim, 18. Jap. Seit sehr vielen Jahren ist die Wetter in diesem Winker wieder einmal so stark zugefroren, daß sie zum Schlittschuhlausen benutzt iverdcir icntn. Heute unternahmen viele Schlittschuhläufer auf der Wetter Ausflüge nach benachbarten Orten.
ll. Lollar, 17. Jan. Durch Stauung der lahnabwätts- treibenden Eismassen an dem Wehxe vor der Turbine am hiesigen Hüttenwerke hat das Wasser einen großen Teil derGemarlung Rnttershausen überschwemmt. Um sich einen Abfluß zu verschaffen, haben die Fluten das anliegende Wresengelände auf eine Läng-e von ca, 100 Metern und durchschnittlich 20—25 Meter Breite durchbrochem. Hierdurch ist den Geländcbcsitzern ein großer Schaden entstanden,
-r, Muschenheim, 17, Jan Der hiefige landw. Konsumverein verlor bei der Hmlptgenossenschaft
Friedberg 3500 Mk. Zur Deckung dieses Verlustes wurden die Reserven und Geschästsguthaben der Oienossen verwandt; außerdem muß nach Beschluß der letzten Hauptversammlung jedes Mitglied noch 10 Mt. bezahlen. Das letzte Geschäftsjahr war für den Bercin sehr günstig. Der Reingewinn beträgt nahezu 1800 Mk. Davon sollen als Warendividendc 8 Prozent verteilt und der Rest zur Gründung eines neuen Reservefonds verwandt werden.
Kreis Büdingen,
h, B ü d i u g e n, 18, Jan Ter Wilddieb, der kürzlich
in den ksicsigen fürstlichen Waldungen überrascht und dann dem Wächtcrsbacher Gefängn»- zugeführt wurde, dort aber noch am gleichen Tage a u s b r a ch,i wurde in Witkgenborn verhaftet. Er hatte sich hier in einer Scheune wohnlich
eingerichtet, ^
.. h- «tockheim (Dberhessen), 18, Jan, In Gegenwart d»e Kreisrats Bocckiilanil (Büdingen) fand heute eine gutbefuchlc Berjammlung statt, die sic!, mit der Wieder- erössnung der seit sechs Jahren stilliegenden Zucker- fabril beschäftigte, Nack, längeren Verhandlungen wurde ei» Ausschuß gebildet, der in den Interessentenkreisen der Umgegend Umfrage halten soll, wieviel Morgen Zuckerrüben inan zur Bcrarbcilung bauen will. Wenn inindestens 3000 'Morgen augemeldet werden, soll die Fabrik zum Herbst dicsesIJahres wieder in Betrieb gesetzt werden. Der heutigen Versammlung nach zu schließen, rst die Stimmung für die Mlederaiifnahme des Betriebs günfttg,
Kreis Alsfeld,
0 Eh rings hausen, 19. Jmi, Gleichwie in Krofdorf, so ist auch für die hiesige Bürgernieisterei ein Kriegerdenkmal ^nrt emein Voranjchlag von 2000 Mark beschtosien, Tie Sammlung hat bis jetzt 1000 Mk, an freiwilligen Gaben ergeben. Das Denkmal kommt unterhalb der Kapelle mrd des alten AnttsqerichtsgebäudeS an der Kreisstraße Wetzlar-Herborn zu stehen,
Kreis Lauterbach,
4 Lauterbach, 18. Jan, Die Inbetriebnahme der neuen El senb a h n str ecke Nr ederaula-Schlitz
wird am 1, Juli dieses Jahres ersolgen. Die Streck«


