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Der ar i« ch it ck c Minister» ras ident in Paris. Präsident ¥ «tiu « vf a«b zu ©neu des M»i>stiwpiäsidentcn B c nrzelo « ein Frühstück NN Kemen Kreise, an dem Minister vräsident Doumergue te,s»»dnl
Ter trübere sraiizösische .$ ri c.j 4 m i n i ft rr l'U- ntrol P > 8 u (t r t ist geswrben Piguart war ani Dienstag voi, Doch« bei« Reiten »ui gesrnrener Erde mit dem Pferde gestürzt »nd hatte tick dabei eine Verkenn NI am' oberen Teile des Kvpfes »gezogen, Die Wunde schien leickiter Natur Am Samstag trat plötzlich eine Verschlmsmernng ein
A«» Stadt und Land»
Siebe», 20. Januar 1914.
Die Lnndeduniversttstt «st,ehe».
Der Voranschlag der E > n n a h m e nu n d Ausgabe n nir die Landesuniveriit»! Aießen bildet alljährlich ri» sehr umtang- reickeS Sondcrkavitel >n> Ttaatsbichget. Tie Einnahmen sind sütz dos Rcchnungssahr vom t. April 1H14 bis daliin 1915 an» 731013 Mark und die Ausgabe» aut 1 747 654 Mt. berechnet, so dat; ein -c>taatszuschuß von ein,» Million lti t>41 Mk, ersordcrlub ist Ter Br ginn des neuen EtatsjahreS bedeutet für die Entwickelung der Landcsuniversttät eine wichtige Etappe, denn eS werden in ihm zum ersten Mal zwei neue grpfte, Kliniken mit einem S o n d c r o o r rr n s ch 1 a g ausgesübrt, die im vorigen herb» cr- ösinct worden finb: die »iimf für Ohren--, Nasen- und halskran! beiten, und die Klinik für haut lind Geschlechtskrankheiten: sic wurden mit einem üNstriiaritwand von über 1400 0M Mk. errichtet, zu welchem die Stack Gießen 100000 Mk. Beitrag geleistet hat.
Ter neue Staatsvoranschlaq gibt ein erfreuliches Bild voi, dem Wachsen und Csidkihen unserer Landesuniversität. Während im Eiatsiahr 1913 die Aeiamteinnahmen 638 601 Mk. und die Gesamtausgaben l 653 041 Mk. betragen, konnten für >014 die Einnahmen "und Ausgaben mit ca. 100 000 Mk. höher eingestellt werden und während sich 1913 gegen das Vorjahr ein Zuschuß Mehrbetrag von 24 835 Ml. ergab, ist für das neue Etatsiahr nur e>« Mehr von 1871 Mk. gegen das Vorjahr erßarderlich, Tie Landes untverfilät besitzt zurzeit acht b e s o n d e r e .st l i n i k r n , für die auch im Skaaisbudget bejondere Boranschläac ausgestellt sind. Diele Kliniken erfordern inSgesaint (mit klinischer Apotheke, Zentral- Waschanstalt. Veterinär- und Polikliniken' bei einer Einnahme von 610 441 Mk. und einer Ausgabe von l 002 867 Mk. eine» Staats- Zuschuß von 392 426 Mk.
Tie persönlichen Ausgaben der Universität für Professoren usw. Beamte und Bedienstete belaufen sich inkl. eines Disvositionsionds von 10000 Mk. und eines Wobnungsgeldzu- schuiseS von 31642 Mk. »»samtnen aus 495 582 Mk., wäbrend die s a ch l i ch e n und Betriebs-Ausgaben 1 252 072 Mk. betragen, d. f. 89 963 Mk mehr als im Poriabre. Dielen erhöhten Ausgabe«« stehen aber krsreulicherweifc noch höhere Einnahmen gegenüber, nämlich anstatt 638 800 Mk. im Vorjahr für 1914 731013 Mk., also eine Mchrcinnahnie von 92 412 Mk.
Die allgemeine Verwaltung der medizinischen und Frauenklinik, sowie der klinische» Apotheke und der Zentrasi waschanftalt erfordern einen StoatSzuschuß van 144 350 Mark, gegen das Vorjahr 12000 Mark mehr, während der Sondcr- boranlchlag für die meLizinizchc Klinik bei einer Einnahme von 114 673 Mark unb einer Ausgabe von 100 049 Mark, ein-n Staats- zuschuh von 13724 Mark und einichlichlich des Anteils an der allgemeinen Verwaltung und den Kosten der klinischen Aoothekc und Zentral Waschanstalt 75 629 Mark erfordert. Der Sonderboranschlag für die Frauenklinik erfordert bei einer Einnahme no» 76 250 Mark und einer Ausgabe van N0 965 Mark inkl. des Anteils einen Geiämtzpschnß von 83 347 Markt für die chirurgische Klinik beträgt die Eiirnahme 303 871 Mark, die An gabe 242090 Mart, der Geiomtzuichnß 53 964 Markt für die Augenklinik stellt sich die Einnahme aui 57 340 Mk.. bie Ausgabe aus 10< 042 Mark, der Gesamtzuschuß aus 55 935 Mark, für die Klinik für psychiatrische und nervöse Krankheiten ist die Einnahme 73071 Mark, die Ausgabe 138 432 Mark, der Getämlzuschnß 71 011 Mark Für die neue Obren-, Nasen- und halSklinik ist die Einnahme mit 24 138 Mk , die 'Ausgabe mit 38 518 'Mark, der Staatslutcknih mit 16 677 Mk, und für die Klinik für haut- und Geschlechtskrankheiten betrögt die Einnahme 32875 Mark, die Ausgabe 40 465 Mark, der Staarszulchuh >0985 Mark. Die chirurgische Vetcrinär- klinil und Lehrschmiede endlich erfordern bei einer Einnahme von 20 950 Mark und einer Ausgabe von 31915 Mark einen StaatS- zusckmß von 10965 Mark.
Der L e h r k ö r v e r der Laiidesuniveriität hat oeaen daä Vor iahr nur unwesenktiche Veränderungen erfahren. Bemerkenswert ist das austerordentliche Anwachsen ckr Stuckere'iden aut dem e.na- tomlicken Institut und dem ohriwlogi'chen Praktikum, deren Zabl von 18 im Fahre 1905 auf 79 in 1913, be:w. von 50 auf 138 stieg. Es muhte deshalb für Anatomie und Physiologie ein neuer Assistent angestcllt werden.
** Tage Skalen der iiir Dienstag, 20. Jan. Stadt» theat«r: »Tie Fonenaliften'. Anmng 6 »str,
Mi ebener Franeiroerein. Regienumsrot Lanaer- mann: „Tie Reicksverück-r-magordnniia und ihre Bedeutung für Me .Omiü'ratt". In der Universitätsanla abends 8'/, Uhr.
" Zum Scheiden Professor Körtes, Ter Großherzog bat am 17. Januar d, Fs. den ordentliche» Professor i» der Philosoph,scheu Fakultät der Landesunivcrsi- tät Dr. Alfred störte in Gießen aus sein Nachsuchen mit Wirkung vom l, April 1914 aus den, Staatsdienst entlassen
** Piarrpersonalien. Der Gro sicher zog hat den durch die Tekanatssnnodc» aus die T-ruer von fünf Fohren vollzogenen Wahlen- des evanäolischen Pfarrers stonrad Belte zu Darmstodt zum Stellvertreter des Dekans des Dekanats Därmstrdt, des evanaelischen Pfarrers Adam Glück zu Heuchelhein, zum Stellvertreter des Dekans des Dekanats Gießen, des evangelischen Pfarrers Julius Diefenbach zu Eudorf zuni Stellvertreter des Dekans des Dekanats 'Alsfeld, des evanaelischen Pfarrers Otto Bv° q e l zu Reichelsheim zum Stellvertreter des Dekans des Dekanats Friedberg, des evangelischen Pfarrers Ludwig B e r ck zu Mainz-Mombach zum Stellvertreter des Dekans des Dekanats Mainz und des evangelischen Pfarrers Heinrich Klingen sckimidt zu Alsheim zum Stellvertreter des Dekans des Dekanats Oppenheim — die Bestätigung erteilt.
** AuS dem Schuldienft, Uebertragen wurde am 15. Januar dein Schnlamtsaspiranten Heinrich Breit- wiefer aus Daruistadt die erledigte Lehrerstelle an der Volksschule zu Ober Mumbach, streisHeppenheim,
** Der Grvßhcrzog hat an, 17, Januar d, I, die am 19. Dezember 1913 von der Stadtverordnetenverfanim- kung zu Bingen vvrgenommenc Wahl des Lederhandlers Johann Baptist Schneider III zum unbesoldeten Beigeordneten der Kreisstadt Bingen bestätigt.
»* Aerztlickcr Fortbildungskurs, 'Bei dem am Mittwoch, 21. Fmiuar, ghends von 5 bis 7 Uhr, in der Chirurgischen Klinik stattsindendcn 7. Vortzgqsabcnd sprich, Professor D> P g p ve c t über neuere Destrebuiigen in der Behandlung der Knochen- brücke, Prasessor Dr. Brüning über chirurgrscho Behandlung der Epilepsie und Privatbazent D>-, Thics über die Behandlung der Phlegmone,
" Aufnahme von Z w e i j ä h r i g-F r e i wi l li gen, Zweijährig-Fretlvtkligc Schuhmacher, Schneider, -Sattler und Musiker können, wie man uns mitzuteilen bittet zum Herbst ds. Fs, im 4. Bad. FeldartiNeric-Rrgfmrnl 66 zu Lahr i. B. eingestellt worden.
" Neuerungen im Vo lks bad. Die 'Arbeiten, die zur Erweiterung der Bi-ausebad--Abteilnng im hiesigen ftädti fchen V-olksdade erforderlich wurden, sin-d nunmehr becn
del. Neu hinzugekoniiilcn sind Wannendader dritter Klasse zum Preise voii 40 Pfennig, und zwar drei Bäder für Männer und drei für Jeanen, Während es bisher Brausebäder erster mit> zweiter Masse gab, h,rt man nunmehr die Klassenunterschiede aufgehoben; es gibt jetzt nur noch Brausebäder zu 15 Pfennig, Dadurch ist ein Ausgleich geschafferi und der üleberfüllung der einen der bfibcn fsbteilungcii gesteuert worden. Es s,„d jetzt vorhanden' für Männer: drei 28an- uenbäder dritter Klasse »nd 13 Brausebäder; für Frauen: drei Wannenbäder und sechs Brausebäder. Die Wannenbäder erster und zweiter Klasse sind hierbei, natürlich nicht mit einbegriffen Bei der Ausführung hat man sich die 'Neuerungen, die sich im Badehausbau inzwisckse» Geltung »erschafft haben, zunutze gemacht. Besonders praktisch ist es, daß die Bassins i» den Brausebädern größer sind, als beim alten Systein. Tie neuen Anlagen sind in glasierten iKail- schert Steine» hergestellt, während die Firma Emil Horst- Gießen die Platten lieferte.
! * Siegreiche ® i c 6 e H e v 2 chwi »> »> e r. blui dem nationalen Schwimmiest inr Hallenbad zu Darnrstadt hegte tu dein akadenu Mgnnschastoschwiinmen, wie wir bereits ineldeten, die Mann» schgit der G i - ß - n - r Universität, Plan schreibt m,S noch dazu: Z» der lnr die »niversttäten Heidelberg, Tarmstadt, Marburg »nb Riehen gnsgeschnebene» akabennschc» Schwimmslnssette b,tle auch die «iehener Universität ibrc altbewäbrte Mgmischast <R tut, Dahlhaus, H o e s e l s, Walter) entlandt. Sie er» rang nach gntängltcheni Kamps« schliehlich überlegen in der vorzüglichen Zeit von 3 Phn. 8 Sek. de» Sieg vor T»rn>stadt (2,15*/*). Außerdem bellritt Herr'Hoesels noch das Kürspringen »»h erhielt neben den Meisterspringern Luder (Berlin) und Nikolai (Frankl,irtl den 3. Preis, Tie negreick- Miede,ter llnwersitgls- mgi»,schall erhielt einen Ehrenpieis und 4 silberne Plaketten,
” Schiverer UnglückSs«Il. Der Spengler Paßpach aus Gießen, der ans dem Buderussche» Eiscniocrk i» Wetzlar beschästigt ist, wurde ani gestrige» Montag schwer verletzt »ach Gießen in seine Wohniing aut dem Linden- platz gebracht. Der Schwerverletzte hatte eine Leiter bestiegen, an der plötzlich eine Sprosse brach. Der Mann siel so unglücklich herunter, daß er mehrere Rippen brach. Eine Rippe drang in die Lunge, so daß eine starke Blutung eintrot. Es besteht jedoch begründete Aussicht, den Mann am Leben zu erhalten.
" Schweres 21 „t omob ilnnglück. 2luf der Land» strafe von Steindors »ach Wetzlar ereignete sich gestern nachiiiittag ganz in der Nähe von Wetzlar ein schivereS Lluto- niobtliinglück, über dessen Ursache noch nähere Angaben kehlen. TaS?lnto war von dem HanowerkSmcistec Brichtel a»S Frankfurt a. M. und den, Chansienr beseht. Beide Insassen flogen bei dem Anprall, der plötzlich erfolgte, aus dem Wagen. Brichtel erlitt eine Verletzung am 21 »ge »nd einen Schädclbrnch, Ter Verunglückte wurde nach der Gießcner Klinik gebracht, wo er seinen Verletzungen erlag. Die Verletzungen des Chauffeurs sind leichter 2lrt, ** Vermißt wird »och iniiner, wie u»S ^schriebe» wird, die seit dem 25, November v, Js, verschwundene Marie Leinweber, geb. 6,2Närz 1898 zu Gießen, die nach einem hinter lchsenen Blies beschlossen hat. sich das Leben zu nehmen. Sie ist etwa 1,70 Meter groß, hat mittlere Fissur, volles rundes Gesicht, schwarze Haare. Bei ihrem Weggänge trug sic hcllgrüiieS Facketl mir schioarzen Franzcu, dunklblauen Rock, Die Untersteiber sind weiß und nicht grzeichnet, schwarze Ttlümpte und Schnürstiesel. Personen, die ütmr den Ausenthalt und den Ber bleib der Vermißten Auslkuml geben können, «erben ersiicht, bei Grvßh. Pulizeiamt .Kriminal-Ahte-ilnng) Mitrril'ung zu machen.
” Christlich-soziale Partei. Tie Ortsgruppe» M i e Ü e n, D » t e » h o > e » »nd Klein-Linde» der Ehristlich» sozialen Partei hielten am lebten Sonntag iin Saale der Herberge zur Heimat eine» gut besuchte» F a >» > l i e n a b e n d ad. 2!aeb einer musikalischen Einleitung de? Klein-Lindener ZitbcrchoreS und einer Vegrüßung »nrch Oberbibliothekar Tr. Heuser wechselten innsikalische Darb!et»»geii des Hausanarteits und des Zitberckors mit Ai,sprachen, Reiangövorträsse» des ResaugschorS Tiiteiibostn, Sologesängen von Frä"Ie,n König und Dellamatw» de? Heirn Schnitt Sämtliche Darbielnnaen landen allseiiigen 'Beiiall. Ten Mlanzvinikt des 2li>«n's bildete die von Duchhänoler Sonnen- i ft) t i n-Marburg gebalienc Festansvr ach e.
B c n a ch r i ch t i g u n g 4 z e t t e l im Po fta u s t r a g s - dien sie. Bei Postauslräge» mit dem Vermerke „Sofort zurück" oder „Sofort an 2,'. in N." oder „Sofort zum Protest", sowie bei Postpiotestausträgeu, die schon nach dem ersten Versuche der Do> - zesgniiss zu protestieren sinö, lassen bie Brresti-ägci künitig einen gedruckten Benachrichtiqniissszetl.'l zurück, wenn sie weder den Emp, länger des PoftaustragS oder dessen Bevollmächiigten aniress'ii, noch eine der sonstigen, zur Bareinlösung von Postausträgeu berechtigten Personen über das Porlicge» des Anstrags mündlich verständigen können. In deui Bcnachrichtignngszettel sind die Postausträgc naher bezeichnet mit dem Züsatzc, daß ihre (Alltagen bis ZUN! Slbend am Postschalicr unter Vorlegung des Beuackirich- tigungszcttels noch eingelöl! oder angciwmmcn werden können.
Die Strcuvslicht ans dem Lande, Es wurde in einige» Ortschaften beobachtet, daß aus das 'Ausstreucn von 'Äsche »iw, bei Glatteis nicht die er>o>dcrlichc Sorgsatl gilegt loird. Sb kann »,a» beobachten, iiasi sich in den Dortsiraße» Eisstächen vildc», die, i» den meisten Fällen durch das Schlei sin der Kinder noch besonders glatt gemacht, aesahrucl werden tüimcn: besonders in der Tniilelhcil. Hat sich dock erst dieser Tage in Langd durch einen Fall aut den -himcrkops ein 21!an» schwere Verletzungen zugezoge». Da wo noch keine Aosscrsiitunaen angelegt sind, wo also noch die Brunnen aus den Sbeaßen das cn- schderliche Wasser ticsern. müssen die tKemeindevenoaltungen dasür sorge», daß u», die Brunnen herum stets gestreut wird, denn das überlanscnde Wasser bildet sofort eine Eiüssäckie. Fetzt, in der Zeit der HauSschlachtungen ist der Wasserverbrauch größer, wodurch sich natürlich auch die Gesahr des dlusglcitenst erhöht,
*'* Kleine Mitteilungen. In Friedberg ist die Gründung eines größeren Männerchores zustande gekommen. 77 aktive Sänger iind dem Verein bciqeireteu. Biichhändler Se ri b a wurde zum Präsidenten erwählt. Die Leitung des Chores hat SeniinarmiNickchrer Hücker übernommen. — In Wetzlar hat sich ein 8 a n i u ch e n z u ch! v e r e i » gebildet, um die rationelle Zuckt des bei den hohe» Fleischvrcisin gut zu verwendenden Kaninchens z» betreiben. - In Frankenau glitt die Ebesrau des 'Maurers Sckcllberg beim Hcrabiverien von Stroh in der Scheune aus und brach das Genick. - In Geismar ist unter den S cka se n die Räude ausgebrvchen. - Aui der Fried berg er Eisbahn war Eissest. Der bekannte Asiikareisende p, Schilgen imrd in Fricdberg in nächsier (heit einen Vortrag halten über |,inr Forschung » im dunklen Erdteil. — Brötchendi ehe sind wieder in Frsidberg »t Tätigkeit, — D« Eisenbahnrangierer Koch aus Roth e »berg eg stürzte beim Rangsiren ab und ivuroe üb e r sa h r tu. Koch starb kurze Zeit nachher an den erlittenen Verletzungen Als der Fabrikarbeiter Martin O h l von B ü r st a d t !wch Hause aing, irart* er von drei betrunkenen Burschen übeisalsii, Er trug drei schwere Verletzungen am Kovse und am Rücken davon und sei» linker Daumen ist ihm ans dem Gelenk gerissen. Die Täler wurden sestgenommen — Ersroren ist in Gernsheim der 12 Jahre alte Soh» des SckiNSmannes Kiesel, Der .Knabe, der bisher vergeblich im ErS des Winkeibaches gesucht iwurde, ist um DamStag nachmittag tot ausgesundcn worden.
Kreis Lckllterl'ach,
A A >1 s dem Kreise L a i> t e r b a ch, 18. Jan. Das Er» gebnis der Viehzählung zei g ein starkes Llntsieiaen des ge- saniten BiehbesiandeS, An Nindvieh sind vorhanden 24 901 Stück (1912 nur ‘-3 258), darunter Kühe 11510 (1912 — 11 .>86), a
Schiveinen 19014 <1912 — 17333), darunter Zuchisaucn I12s <1912 nicht lesonders gezählt), an Ziegen 32-« (1912 — L94l> Kanmcke>i 10 854 Stück <1912 überhaupt nicht gezähitl. Die Zahl der Kaninchen oder LtaNhaien beträgt in der Siadt Lainerbach »Nein schon 2580, in Angersbach 983 Stück.
Kreis Schotte».
st, Schotten, 19. Jan. Kaum ist der Brand voin 14, d. Mts, gelöscht, da ertönt l>ciitc morgen 94j Uhr schon miede> Feuerlärm. ES brannte in der Werkstait des Schneidei- Meisters Louis Zeiingcs. llstre Fenerwehr war sofort zur Stelle und der Brand wurde im Keime erstickt. Da niemand in der Werkstatt ivar, mußten die Fenster von außen eins geschlagen werden, tvorauf dichter Qualm den, Haus entströmte, Die Werkstatt liegt im 2, Stock: ini dritten Stock wohnt der Kellner Lndivig Buß, dessen Frau gcsderir iiiedergelouimei, ist. Die Frau tvurde mit den: Kind über das Dach eines Hintergebäudes in ein Nachbarhaus gebracht, — Es ist nicht je st gestellt, ivodurch der Brand entstanden ist; jedensakls, wie vermutet loird, durch den >Of«u, Es war schon misgestreut Warden, durch Knrzschl u s-> in der elektrischen Lichtleitung sei das Feuer entstanden: dic-:- ist jedoch vollständig aus der'Lust gegriffen, Herr Ingenieur Zucker aus Nidda war sofort erschienen und fand, daß die HauSleitung vollständig in Ordnung war. Zum Beweise hat der Schlossermeister Zefchiy sofort nach 'Ansbruch de.- Brandes die Sicherung an der Zätzlertafcl, die noch unversehrt ist, herausgenommen und auf der Bürgermeistcrei niedergelegt,
Starkenburg und Rheiuhkfscn,
UI, D a r I» sta d t, 20, Fan. Unter den Insassen der der Lau- üesversicherungsonstalt Darmstadt gehörenden Lungenheilan - st a l t i» S an d b a ch im Odenwalv ist ein S t r c i k ansgebrochen, der gegen die Anstaltsdirektion gerichtet ist mW in den dort angeblich bestebcnden mißlichen Verhältnissen seinen Ursprung hat. Schon seit längerer Zeit Ivurdcn von den Anstaltsinsassen Magen tvegen schlechter Verpjlcgt>ng erhoben, die aber von dem Direktor Tr, L i v v- unberücksichtigt blieben. Als nun eine Deputation der Kran len abermals nicht gehört iuurdc, wandte man sich telegraphisch an den Vorsitzenden der LandesversicherungSanstalt. Gchcimrat Dietz- Tarmstadt, mit der Bitte, um Abhilje der bestehenden Mißstände, Dieser entsandte 2 Kommissare »ach Sandbach, um die nötigen Schritte einzuleiten. Da aber der Wortführer entlassen wurde, per ließen von den 116 Insassen 90 sofort die Anstalt, Nunmehr hat sich Landlagsabgeordneter Hartmann mit der LandeSvenichcrungs anftalt, dem leitenden Arzt towsi den Beschtverdesührcrn in Bel bindung gesetzt, um eine sriedlichc Lösung der Angelegenheit herbei- znsühren,
rm. Darinstadt, 19. Jan. Ein Grobfeuer war heute nachmittag in der Werkstättc der deutschen Fakirol- werkc durch Selbstentzündung entstanden. Rasch stand der ganze Hosrauin in Flammen, da die vorhandenen Vorräte an Benzin, Wachs, Petroleum, die meist in großen Blech- kannen aiisbewahrt waren, in Brand gerieten und die Vorderhäuser, wie auch die anstoßenden Häuser der Rückseite sehr qesährdetc«. Die init aster Anstrengung unter Leitung des Branddirektors Fischer mit der neuen Dampispritzc arbeitende Feuerwehr hatte die größte Mühe, de? Feuers Herr zu werdeu. Der Schaden ist bebcutcnd. Nur ein Arbester Rode ivurde ini Gesicht leicht verwundet.
rm, Tarmstadt, l9, Jon, Zu dem Automobilnn glück zivischen Geinsheivr „nd Waller statten erfahren ivir, daß aui vergangenen SaniStag in Amvescnheit der viasi- g eben den Behörde», bei denen die Ttaatk-anwaltschoit durch Kri minalkommissar Re pp vertreten ivar. eine OrrSbesichtigung statt fand, die ergeben Kat, daß der 17 Fahre alte Landwirt A. Dil bclnr die Schuld an dem Unglück trägt. Er fuhr am frag licken Tage mit dem Fuhrwerk seiner Mutter, einer Witwe, mit Eis imch Groß-Gerau, tvurde aber dort länger, als vorgesehen, ausgehalten, da erst am Nachiniiiag das Eis von der Unionbrauerei abgenwnnnen ivurde. Auch der Landwirt PH. Wede! bvn Gcinsheini Izattc Eis nach (tzrvß-Gerau gebracht und siihr sonderbarerweise ei wo >00 Meter hinter dem jungen Wilhelm, obtvohl er eine brennende Laterne hatte, tvährend W, o h n c L i ch i war, Ter das Auto sührende Chausseur K Hcldmann aus Wolsskehlen, dessen Zustand cs gestattete, daß er der -Ortsbr iichtignng driivohncn konnte, gibt NN, daß er in Ser Ferne drei Lichter gesehen habe, als er plötzlich die beiden Pserdeköpse direkt vor sich sah und rasch bremste lind nach der Seite lenkte, Tas cinc Pserd sprang in die Höhe, riß die Deichsel mit sich und dem vorwärts geschleuderten Fngcnieur W, Schlot t direkt in den Leib, so daß er aus dem Wege nach Groß--Geran starb De, Chausseur hatte mir de»! kaum beschädigten Auto Herrn Sckolz sofort in das Krankenhaus gefahren, -Sehsott lag nach dem Zu sammenvivll einige Schritte Istniei- deui Wagen, während der Chausseur vor dem 'Auto lag. Wie sestgestcllt wurde, sah der Chaussenr das Licht des hinter Wilhelm fahrenden Wagen Wedels, sowie zwei aus gleicher Höhe mit diesem fahrende Radler die Arbeiter Bvllhardt und Bockhardt aus Geinsheim, die von ihrer Arheil nach Hause fuhren, Schlatt war aus einer Re visivnosahit zur Besichtigung der elektrischen Lichianlage», Das Anvv hatte nur ein-,- Geichwinds-ikeit von eüva 30 Kilometern und hat nach dem Zusammenstoß sosort gehalten. Nach allen Feststellungen wird sich der junge Wilhelm wegen Körper Verletzung mit tödlichem Erfolg oder fahrlässiger Tö tung zu verantworten haben,
m, Os s en bach, 24. Jan Bei der Bn racrm eister wähl in F r o s ch ha u f c n, die weg-en Wahlbeeinslussnitp kassiert worden war, siegte nunmehr im zweiten Wahlganp der bisherige Beigeordnete Holler mit 120 Stimmen ge gen den Fabrikarbeiter Kaspar Gärtner mit 112 Stim- men, der bei der ersten Wahl den Sieg dovongctragen hatte,
sressen-Nassau.
X Marburg, 19, Fan, In dem von der Be z ir ksvc t< waltung des Regierungsbezirks Gaffel erstatteten Bericht über das Etatsjahr 1913 wird bei dcnr LandeLhospitol Haina cnväkmi, daß dort Ende 1912 in Abteilung VIII ein Kranker an Typhus crkranlte, der wieder gcnaS, später aber an L u n g c n t u b e r k u l o s c starb, To er schon inr Jahre 1910 cinnml ThphuS gcbabt hatte, muß seine letzte Typhuscrkrankung als Rüctsail ausgesaßl werden. Ein irischer Tvphnsjall kam im Berichtsjahr nicht vor, dagegen erleankten an Ruhr 12 Geistes kranke, von denen vier starben. Renn der Erkrankungen an Ruh, traten in Atteilnng VIII ans. Gleich nach den enteil Erkran kungen wurde von allen Psleglingen der 'Abteilimg VIII, soweit Mniich, Blut zur ilntcrsuchung nach Marburg geschickt, DaS Er gebnis Ivar infvsern überraschend, a!S last sämtliche Kranke fü'- inchrere Pararuhrstämme vositive Reaktion zeigten. Von den vom Leite! beS UntersuchungsamtcS als besonders verdächtig Iwzcich- neten Kraulen sowie von denen, die klinische Anhaltsvunktc boten, wurden mebrsach Stühle zur bakleriologische» tlnicnuchung ein gesandt, Ruhrbazillcit wurden bisher nicht gesunden: dies hol wahrscheinlich seinen Grund darin, daß durch die Versendung nach Marburg, besonders bei warmem Wetter, eine Veränderung der Proben erfolgt. Es wird deshalb dalsingeftrcbt werden müssen, die Untersuchungi-ii in Ziikunsl in Hainau vo-zuiichmeii. Dir Abteilung 8 wurde alsbald »ach Austrcten der Rnhrcrkrankungen gesperrt und die erfordertschen Tesinsektionsmaßnahmcii wurden durchgcsührt,
ch, B t n g e r b c ü ck, 19, Jan, Zu einem Z u s a »i m e n - st o ß kanl es auf deni Bahnhose von Stromborg, Dvi gegen 11 Uhr abends dort eintrrsjcnde Zug der hunsrückbahn lief gegen den dort zu gleicher Zeit rangierenden G ü - te r z u g. Durch den den Zusamnienprall begleitenden Stoß wurden die meisten Fahrgäste des Personcnznges von rhren Sitzen geschleudert, (Mehrere 'erlitten mehr oder weniger


