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ilnordnuntz des Postamtes tx-ii Empfänflern ansgehandigl worden, eine ohne jrt>c Berspätting, die jmrite bei dein nächsten Bestellganyc

üuilattA.

DeIcassös Na chfvIger in Petersburg. Iw iranzosischcn Ministerrate unter dem Vorsitz des Präsiden ten Porncars wurde der Direkdor der politischen und Han- delsangetegenheiten im Ministerium des Aeußecn, Palöo- logue, zum Botschafter in Petersburg ernannt Palöo logue wird der Nachfolger Teleassös, der aus seinen Wunsch endgültig nach Frankreich zurückkchrt.

_ Die Enthebung des Generals Li in an von Äandersvom Kommando des 1. Ä o r p s in Konstaii- tinopcl und seine Ernennung zum Gencralinsprtteur der tür­kischen Ärmer ist, wie die Pforte offiziös »erkunden läßt nicht die Folge irgend eines Schrittes seitens Rußlands, sondern ist ausschließlich der Initiative des Kriegsministcrs Enver Pascha zuzuschreiben, der in einer Besprechung mit Eleneral Lima« v. Sanders diesem die Absicht mittciltc, ihm das Generalinspektorat über die Armee anzuvertraucn und ihm die Last des Kommandos des l. Korps abzunehmen. General Liman v. Sanders hat geantwortet, er sei zur Reorganisation der ottomanisclien Armee bereit, gleichgültig, in welcher Eigenschaft. In den Kreisen-dcr Pforte glaubt man übrigens, daß diese Aenderung geeignet sei, Rußland zusricdenzustellen.

Türkische Agitatoren in Albanien vor Ge­richt. Am Sonntag begann in Balona vor dem Kriegs­gericht die Verhandlung gegen Bekir Aga sowie sechs türkische Offiziere und f ü n f D a n d e s ü h re r , die vergangene Woche auf dem Dampfer Meran mit zweihundert Mann in Valona eingetrossen waren, uni hier die staats­feindliche Bewegung jortzusetzcn, deren Ziel die Erhebung eines mohammedanischen Fürsten auf den albanischen Thron ist. Auch einige Zivilpersonen, die kompromittiert sind, wer den vor das Kriegsgericht gestellt. Den Vorsitz führt der Gcndarmerictommand>rnt Oberst Werr. Außer Osfiziere» chören dem Gericht auch drei Zivilpersonen an Tie Vers andlungcn sollen in fünf bis sechs Tagen beendet sein.

Das chinesische Parlament ist aufgelüst lvor den. In seinem Erlas- erklärte der Präsident P n a n sch i k a i, die Auslösung des Parlaments erfolgte deshalb, weil es nn möglich sei, seine Beschlußiälsiglcit zu crreickien Ein zweiter Erlaß weift die Notwendigkeit nach, die das Parlament und die Wahlen belrcsicndcn Gesetze umzuarbeitcn. Tic Wieder» cinbcrusung des Parlaments »ach der Abänderung dieser tstesetze wirb seierlich versprochen. Gleichzeitig wird der Per - wallungsrat beaujtragt, das Ergebnis seiner Erwägungen Über die Organisation einem Ausschuß zur Abänderung der Bcrsassung vorzulegcn.

Tlus Stadt nnd Land»

Gießen, 13. Januar 1914.

Llempeladgabc im Wirtschastsbctriebe.

Die Klagen im Gastwirtsgewerbe über die hohe Be­lastung mit Stempel gebühren mehren sich sortge setzt. Insbesondere richten sich diese Klagen in erster Linie gegen den K l a v i c r st e m p e l, der je nach der Größe seines Wohnortes 1020 Mark betrag!. Tic Annahme, daß die Ausstellung und das Spielen eines Klaviers in eineni Gast­zimmer zur Hebung des Geschäfts und des Konsums beitrage, ist in den allermeisten Fällen ein Irrtum. Sehr viele Wirte üistsse» sich ein Klavier anschafsen, uni ihren Kindern Unter richt erteilen und darauf üben zu lassen. Ta nun die Privat­wohnungen des Wirles hauptsächlich in Städten) größten teils in den oberen Tlockwerken liegen, wv im Winter aus Ersparnisgründe» nicht geheizt ivird, das Tätigkeitsfeld aber im untersten Stock sich befinde!, so findet das Klavier vor­wiegend in einem Nebenzimmer der Gaststube oder auch in derselben seine Ausstellung, ivo die blinder ihre Schulausgaben erledigen, ihre ttebungc» aus dein Klavier voriichinen und dabei durch die Eltern beaufsichtigt werden können. Wenn nun hier und da einmal aus demselben durch einen Elast oder ein Kind gespielt ivird, so kann ma» dies noch nicht als eine Eiiinahmcguellc für den Wirt betrachten. Es inutz apch ferner berücksichtigt werden, dnß für etwaige besondere musikalische Unterhaltungen eine Liistbarkeitsstcuer erhoben wird. Aus diesen Gründen stehen die Gastwirte aus dem Standpunkte, daß der Klavicrstempel eine einseitige unb deshalb ungerechte Belastung des Wirlcstaiides ist, da die Privatleute, selbst wenn sie Familicnsestlichlmten mit mehr oder wenigen Ein­ladungen feiern, von der ^tempelabgabc cnlbundc» sind.

Des weiteren richte,i sich die Klagen über die Höhe des Stempels beim Wechsel einer Wirt'chast. Nach den, Gesetz über den Urkundcnstenipel von, 24. März 15*10 muß beim Wecktet einer Wirtschaft der halbe Stempel bezahlt werden. Wechseln müssen aber vekannilich nur die ärmsten und be­dauernswertesten Wirte, die in ihrem innegehabten Wirt- fchasisbetriebe eine Existenz für Ernährung ihrer Familie wicht senden können und deshalb genötigt sind, besseres Aus kommen zu suchen. Diese trifft die Stempelabgabe am härte­sten und sie müssen oft ihr sauer erspartes oder das von der Frau niit in die Ehe ciugcbrachte Vermögen hingebcn.

Ueber die von dem RhcinMain<sastwirtevcrbai,d an die Zweite Kammer der Landstände eingercichtc Eingabe um Erlaß oder.Herabsetzung der vorerwähnten Stempclabgaben werden zurzeit von der Regierung Erhebungen in den Kreisen angrstcllt.

** Tageskalender lilr Dienstag, den I». Ja».: Stadl- lheater: .Eine Iran ohne Bedeutung." Antang 8 Uhr.

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" AuS dem Schiildien sie. Erledigt ist eine mit einem katholischen Lehrer z» besetzende Lehrerstelle zu Sörgenloch. Lehrer Johann Iansohn an der Volks, schule zu Wackernheim, Kreis Bingen, ist auf sei» Nach, suchen aus seine», Dikl,sie entlaste,I worden.

" E r n e n u u u g e Ter Grostherzvg hat den Steuer - cinnchmcr des Steucramts Groß-iGerau Wilhelm Köh­ler kl. zu Groß-Gerau zu», Lauptstcueranitsasiistenten bei dem hauptsteucramt Mainz krnanni. Ter Schrcibgchilfe bei dem Finanzamt Bingen, Philipp Blum, wurde zum Finanzamtsgehilsrn bei dem Finanzamt Heppenheim ernannt.

*« Offene Stelle. Erledigt ist die Stelle des Steuereinnehmers des Steueramts Gernsheim

" Im Bezirk der E i s e n b a h n d i re ition Frankfurt a M. sind an einmaligen und außerordenh, lichen Ausgaben im Elat an Eisenbahnverwaltung sllr 15)1-1 vorgesehen: 150000 Mk atS fernere Rate für die Erweite­rung des Bahnhofes Wetzlar, 400 M0 Ml. als fernere Rate für Erweiterung des Bahnhofes BadTAauheim, 800 000 Ml als fernere Rate für Erweiterung des Bahnhofes Friedberg, iOOOO Mt als fernere Rate für Erweiterung des 'Zahn . Hofes Alsfeld. IM OM Mk. für Bahnhoj Schotten.

** S o it b ii* i r tdi a j t ä f a m m e t f ü c das G r o n Her­zogtum Hessen. Landmirtichastlicke Borträge finden statt am Sonntag den >8. Januar, nachmittags t>- llbr. >» Gr»n berg imEnglischen Hof" Vortrag über: -..Haltung. PNegr. Zucht der Zicg:", Großh. LandlistttschastSlehrer Tamn>--Lra> und am Diensiag, den 20. Famiar. abends 7 llhr, IN G a m - bach IM Gasthäuse von Müll Vortrag über :Welch: Jhttfl bewirten eine Stcigening und Verbilligung der Produkte uno welchen Einsltiß hat die BvdenbrarbeiNiNg aus die Kühe b-r Er­träge?" Rescrciit: Großh. Landwirtschastslehrcr Tr. Hvlimann- Friedberg.

»»Tic Humboldtianer". Mau schreibt uns: Näch­sten Freitag, den 10. d. Mts., findet die mit Unterstützung der! Stadtoeiwalrung vorbereitete llrauisührung des Festspiels von Tr. R. Strecker.Tie Kumboldtianer". statt, das uns die Erlebnisse Gießens vor !00 Fahren in, passenden Bildern vor Augen sühien wird. Ter Fnlwll d>w Stückes ist den Lesern des Gießencr Anzeigers aus einer früheren Besprechung bekannt, wir wollen nur noch einmal daraus Hinweisen, daß die Anhänger der Gießciier deutschen Partei, die den Anichluß an Preußen be­trieb und ihren H aupirtückhall in alademischu Kreisen hatte, »ach Wilhelm von Humboldt, einem der patriotischen Urheber der da­mals neuen Brrlrner Universität, zu dem.Welcker in Beziehungen stand, genannt wurden. Tah.-r der Titel, der oiellcschr vielen von vornherein nicht ganz verständlich war. An der Austöhrung sind liebe» den Künstle,n unseres Sladtilzeaiers eine große 'Anzahl -Ulit- glieder der hiesigen F-rcilichtbühnc, Tamcn und Herren der Ge- scllschast und Isiudenttn mehrerer Karporniioiicn letciligt.

" N a l u rl, c i l v c re >» (S i c [i c n. .Blute,ilmstchung und Nerveukralt" ist das Thema eines am Freitag, den 16 . Januar, im 2aaie des Hotel ertnin stallt»,denbe» Vortrages des Herri, Paul Schirrmeister. Berlin sVorfiliender des Deutschen Bundes der Vereine für natnraemäbe Lebens und Heilweise*.

*» Groß herzogliche Zentrale für Mutter- und uglingsiür sorge in Kessen Am Ticnstag, den 20. Fanua, 1914. nachmittags 5 Uhr, iinbet im Bahnhoishotel zu Tarmstadt, am 24. Fanuar, nachmittags 5>.I Uhr. in der Kinder klini! zu Gießen, Friedrichstraße >6, und am

з. Februar, nachmittags <>/, Uhr, im Gutcnbcrg-Äasino zu Main; eine Konferenz der leitenden Ae r z lei der Bcraiimgs- stellen der Gr. Zentrale für 'Mutter- und Säuglingssürsorge in Kessen statt. Durch die ärztlichen K'reisuercinc baden sämtliche 'Aerztc aus Tarmstadt und Umgebung Einladung hicrzi, erhalten. Tie Tage-or'iiiiiig ist ielgcnde: >. Bortrog des Herrn Dr. Soll, leitender Arz, der Elconoren-H-illtätte zu Liudensels:Wichtige Eriiährungssiagen" 2. Anfragen und Tisknssion.

" Lai,divirtschasl!>chcr Verein für die Pro­vinz Oberhcssen. Am Samstag, den 17. Januar 15)14. findet in Gießen, nachmittags 2 Uhr, im Saale des Hotel- Neun,irants .Ftlscukeller" eine ordentliche Mitglieder-Ver- sammlung stall. Tagesordnung: l. Bericht des Präsidenten über das Geschäftsjahr 1912/13; 2. Vortrag des Großh.

Kreisamtmanns RegierungSrot Lang ermann z» Gießen: Die Beziehungen der oberdesfischen Landivirte zu der neuen Krankenversicherung: 3. Mitteilungen. Alle Mitglieder des Vereins iverdcn freundlichst cingeladen.

** Tas Ende des T r e b e r st r c i t s. Fn dein Streit zwischen den hessischen Landwirten und dem Verbind der Frank- fntter Brauereien um die Treb.'rvrcise, steht eine Einigung unmittelbar bevor. Tie Brauereien sind aus die Forderungen der Landwirte cingegaugen und bereit, den Zentner Treber zu l,80 Mark aus die Tauer ran drei Fahren zu verkaufen. Nur wenn die Gerstepreise höher als 20 Mark steige», steht den Braucreien das Recht der Viertels ihrlichen Kündigung zun, Jahres- schluß zu. Eine Brauerei Verl üi sich allerdings bis jetzt ablehnend, doch erhosit man auch mit dieser eine Verständigung.

**T i e >v i ch t i g st e n B e st i ni »> u n g e u a u s d e ni u e ii e n K r a n k e n v e r s i ch e r u n g s q c s e tz" bringt das Jahrbuch für .Handlungsgehilsiniien lftl l", das tnt Ver­lage der Verbündeten Kausmännischcn Vereine für lveibsichc Angestellte, Sitz Cassel, erschienen ist. Das Büchlein ist ein wichtiger Berufsberater und enthält außerdem eineAnlei­tung zur Einreichung einer Klage beim Kausmannsgericht", Winke für das praktische Leben", überErlangung eines Heilverfahrens bei der Reichsversicheruirgsanstalt",Gute Ratschläge zur Anlegung und Verwahrung von Ersparnis­sen", eine kurzeRechtsbelehrung", den Haushaltsplan für >5*14" und des Weiteren verschiedene Artikel beruflichen und allgemeinen Inhalts. DasJahrbuch" ist zu beziehen durch den Kausm. Verein s. weibl. Angestellte, Gießen, Schiffen- bcrgcrweg 8III, gegen Einsendung von 30 Psg.

Inder.Herbergezur Heimat kehrten im Dezember 1493 Gäste Gegen 1385 im gleichen Monat des Vorjahrs) ein. Tavon entfallen l>99 Gäste, die Verpslegung und Untertunit an- nahmcn (179 1 . Ter Rest der Gäste mil 797 waren Selbst',ahler c5)0G,. Im letzten Jahre lvurdcn in der Herberge 14 093 Leute (gegen

13 700 im Vorjahr) beherbergt. Tie frühere Frequenz der Herberge ging i» den letzte» Jahren sehr zurück, weil mau ein Untertommen gegen Arbeitsleistung mehr und mehr von Bedingungen ab­hängig machte, die eine Eindämmung des Zustroms dieser Wandern­de» nach Gießen auch mit Erfolg herbcigesührt hat. Es wurden be­herbergt:^ 1908 18640, 1909 17901), 1910 15 743, 1911 13526, 1912 13 760 Gäste. Ter Ausfall ergibt sich nur durch weniger Ver- pftegte gcacn Arbeitsleistung. Ter Arbeitsnachweis der Herberge hatte im Dezember 82 offene Stellen zu vergeben, die sämtlich besetzt werden konnlen, und zwar 08 Stellen in der Stadt Gießen und

14 Stellen nach dem Land. Untergebracht wurden 40 Handwerker usw. und 42 ungelernte 'Arbeiter. Stark gesucht waren Schuhmacher- und Schrcinergcsellcn.

** D i e Eisbahn ist feit einigen Tagen lvicdcr erSsf- nct und wird von der Jugend besonders eifrig benutzt. Wie uns der Eisbahnverein milteilt, ist für Mittwoch nachmit­tag von 3 bis 5 Uhr ein Konzert zum Eislauf geplant.

" Unter einen Straßenbahnwagen gerbet gestern mittag gegen */ 4 12 in der Nähe des Hotels Groß- verzog in der Bahnhosslraße da? Kind eines hiesigen FriscurS. Glücklicherweise wurde cs nur leicht verletzt und kau, mit geringen Haiitabschiirsunge» davon, so daß das Kind aüeinach Hanse gehen konnte. Den Wagensührer trifft keine Schuld, da das Kind von der Seile aus in die Fahr­bahn sprang, wodurch cg von dem Woge» ersaßt wurde.

** Vorsicht beim Raßaus wischen w ä h r e n d gro­ßer Kälte. Tic aus den gesetzlichen Bestimrnungen über IIII- cllaubtc Hanblungen beruhende gewöhnliche Haitpslicht de» Grund- stückseigentümeis bei Glatteis erfährt durch das Verhältnis des Mietvertrages eine Ver,'chäriung. Hier battet der Vermieter au) Grund des Vertrage» sowohl für eigenes Verschulden al» auch sür das Verschulden seiner Angestellte», wenn auj d<-n Zugängen zu den Micträumen icmand zu Schade» kainmt. Van-Fn,ereile ist mithin die Erörterung der Frage, ob der Hauswirt in Fällen besonderer Kälte das N a ß a u f w i s ch e n d c r T r e p p e verbieten muß. Aber auch dem Mieier ist in dieser Beziedung Vorsicht zu cmpsehlcn, denn er haltet in solchen Fällen, wo sich Glätte durch das von ihm übernommene Auiwischen des Flures oder der

и. repve bildet. Ter Kläger B. hat in einenr Hause in Greiz ein Photo gravhisches Atelier mil Wohmmg gemietet. Nach der Hausordnung silch I» diesem Lause die Mil Linoleum belegten Treppen jeden Sonnabend zu waschennd.jeden Tag feucht ausziiwischkn. An einem Tage im Januar 1812, zu einer Zeit, als cme Kälte von 20 Grad herrschte, hatte das 19 Jahre alte Ttenittuadchei! der Ehefrau des HmlSbcsitzers D. die Treppe zur Wohnung ihrer Herrschaft und den Treppenabsan am Morgen mit warmen. Was,er aiisgewischt und dann mil dem seuchten Wischtuch nachgewischi. Ta die Feuchtigkeit ioährcnd des Slulwischcns zum Teil gewor, ^bildeten sich glatte Stellen Bald danach lam infolge der Glatteisbildung auf dem Treppcuabsgtz die Frau des Photo-

giapheu B. zu Fall. Sie und ihr Ehemann lmben nun gegen die Frau des Hausbesitzers D. K läge erhoben und Ersatz des entstandenen Schadens begehrt. Landgericht Greiz und Ober­landesgericht Jena lmben die Klage abgewieseu. Gegen dieses Urteil halle der Kläger im i t E r i o l g R e w i s i o n beim R c > ckt s geiicht 'eingelegt und zur Begründung Vorträgen lassen: Tie Beklagte hätte dafür sorgen müssen, daß während der großen Kälte mit eineni trockenen Lappen uachgewischt oder >ci»er Sand gestreut wurde,. Auch das Mädchen hat schuldhaft ge handelt, denn es hätte das ltzesneren der zurückgebliebenen Feuch rigleit und die Glatteisbildung bei einiger Ansmerksamleft bcmer ken müssen.

** Veen u glückte 0 * r ii »dun g. Seit Jahren schon plant inan im Mittelpunlt unserer Stadt die Erbauung eines großen Gasthoscs. Erst mackite die Behörde Schwierigkeiten ioegcn des Bauplanes und als diese glücklich behoben waren, da tauchte der Plan aus, lein Hotel, sondern ein großes Warenhaus zu erbaueu. Wie gerüchtweise verlautete, halle damals eine kapitalkräftige Firma sich bereit erklärt, für 25000 Mk. die noch zu schassenden Räume auf längere Jahre zu mieten. Da ivar nun eines Tages eine Vereinigung von 3 Herren .<;ebildet werden, die das vorhandene Warenhaus hintertreiben wollte. Es sollte eine G. m. b. H. gcgründel werden init dem Zweck, den Gasthof zu erbauen nnd zu be- lrcibeii,nd die Grüiidniig des Warenhauses zu vereiteln. Tie drei Herren zeichnete,, zunächst genieinsam 15 0M Mk. und suchten unter den Geschäftsleuten solche, die geneigt ivaren, das der ganzen Gießencr Geschäftswelt drohende Ver­hängnis eines Warenhauses abzuwehren. Tic Griinduiig schic» >m besten Werden begrissen, aber ein hiesiger er- sahrener Geschäftsinhaber machte daraus ausmerksam, daß cS doch ein leichtes wäre, sür 25 000 Mk. jährlicher Miete in Gießen ckiien Unlcrnehmer zu sindcn, der in bester Lage geeignete Räume für ein Warenhaus schaffe. Aus der §>otcl Gesetljchaft ist daraufhin nichts geworden.

" Besitzwcchfcl. Die Firina Klingelhöffer & DilgcS, Drogen- und Farbivacen-Großhandliing. erwarb für Mk. 86 000 baS Anwesen der Firma G. LI. Krämer, Lebkuchen- und Zuckerwarciifabrik, West-Anlage 28.

** Äus der Schule. In Wolinbach, einem klcineu ^orfc in der Nähe von Hungen, ipiclie sich dieser Tage folgcndcs Zßcschschlchen ab: Kommt dort ei» Bauer des Morgens III die Schule, uni sich bei dem Herrn Lehrer über eine körperliche Zücki- tigung, die sein Liebling ersahren hatte, zu beschweren. Er betrat da» Schulzimmer mit den Worten:Komm, mein Lieber, von d c m Lausbub brauchst du dick, nicht schlagen zu lassen." Bei diesen Worten nahm er seinen Sprößling au die Hand und »erließ mit ihm das Schulzimmer. Als er die Tür öisnete, rief sein zweiter Sohn, der ebeniallS in der Klasse weilte, seinem Vater nach:Vatlcr, ncmmt mich aach mit." r-- Natürlich fxtt der Lehrer die Beleidigung nickt auf sich ruhen lasten, und die Geschichte Ivird noch ein gerichtliches stiachspiel haben.

** Kleine Mitteilungen. In W e ti e r f e l d ivird in diesem Fiübiahr ein neues Schul Haus errichtet iverdcn. In Ossenhe > m wmde gestern rin achtjähriger Knabe von einer Kutsche über sah re n. In Sprendlingen stürzte der Bicnncr Adam Schreiner von einer Leiter lterab, wobei er sich auch eine schwel c K o v s v c r i c tzu n g zuzog. Ta der Verunglückte K r a m p i a » s ä l l e brlam, um sich schlug und biß. hatte der Arzt schwere Müde, die Munde zuzunähen. Eine Fftau. die zur Hil clcisttmg herbeigekammen war, imwdc in den Ober mm gebissen.

"" Konkursc i» Hessen. In dem Konkursveriahren des

Karl T e m v c l z» B a b e n b a u s t ti soll die Schlußverteilung er- lolaeu. Z» verteile» sind läklzäk Mk. Zu berücksicktiaen sind nicht bevorrechttgte Forderungen zum Betrage von 59 562,82 Mk. TaS Konkursocriahre» über das Dormögen des Bletzgcrmeilirrs Fea» vilanzncr in Worms ist anlgehobcn. I» dem Bon- lursverkahren über das Vermögen des Kansmanns Jakob Ln>), in Firma Jakob Lny in 0> e r x 5 li e i m, vorm. Rapv & Luy, ist Termin zur Vrülung der »ackträglich anaemeldeien Forderungen ans Mittiooch, 2l. Jannar >914, nachmittags 3i4 Uhv. vor dem Großhcrzogl. Amtsgericht Gernsheim anberaumt worden.

Landkreis Gießen.

Gr en - Bu s eck, 12. Jan. Schon vor einigen Jahren wurde die Notwendiqlcit eines Sch u l h a n s - Neu- bau es erkannt und dann auch die Errichtung beschlossen. Jetzt sind die Arbeiten ausgeschrieben worden imb solle»' baldigst begonnen werden. Die Vollendung dürste im Herbst 1915 erfolgen.

Groben-Ltnden, 13. Fa». TaS Fel! der silbernen Hochzeit heneben honte die Eheleute Georg SchiNtdt IV. und Fra», Ehristiue, aeh. Cch-nelz.

tt. Langsdorf, 13. Jan. Tciii Schmicdemeister Adam Fall fehlten in letzte Zeit öfters tleinere Geldbettäge. ohne daß er bisher einen Verdacht gegen ,cinc» Gesellen 'hatte. Als ihm in der vorigen Woche wieder 30 Mark fehlten, stellte er seinen Gesellen zur Rede, und dieser gestand nun auchbcn Diebstahl ei» Am erfolgte 'Anzeige wurde er min verhaftet. Ein ähnliche« Fall begegnete dem Schmiedemcistcr Hrch. H e i l V. Dieser bemerkte sckwn einige Zeit, daß ihm öfter tleingeioaltenes Holz entwendet wurde. In der Nacht aus Sonntag stellte ce sich auf die Lauei-, und es dauerte nicht lange, da erschien auch der Dieb in Gestalt des vor einiger Zeit zugezoqencil Arl>efters Johannes Heinz. Ter Dieb erhielt eine solche Tracht Prügel, so daß ihm daS Holz- stehlen mif einige Zeit vergangen sein dürste.

Kreis Büdingen.

0 Walle rn Hausen, 11. Jan. Gestern erhielt unser zweiter Lchre.r Wilhelm Seng, der sechs Jahre hier an- aestellt war, ein Telret an die Schule zu Maar bei Laulerbach.

Kreis Alsseld.

(B> Wattersdorf, N.Ian. Am 8.Jan. fand die hiesige Bür germcisterwahl statt. Es wurde H. Schn- chardt III. mit 22 Stimmen wiedergewählt.

Starkcnburg und Rheinhcsscn.

Oil e >i bach, 12. Jan. Der Zweigvereiii vom B oa c ls- h c r g e r H ö h c n k l » b hielt am Samstag abend im Hotel Degen hardl lein W i n l c r i c st ab, das als Weihnachlsscicr und Winter wnnenwendicit gedacht Ivar lind bei äußerst reger Beteiligimg einen sehr schönen Verlaus nahm. Auch der stellveriretcnde . Vorsitzende des Geiamtvereinö, Krkis-Belerinärarzt Dr. Scheibe! »ahm an dein Feste teil. Tie slcißigslcn Wanderer des letzten Jahres wurden Mit Erinnerungsgaben an iroh vcrlcbic Stunden bedacht, und eine Tombola ergab einen schönen Betrag zur Bescherung »an Ktn dcrn hier ansässiger unbemittelter Landsleute.

Mainz, 13. Fa». Fm Mainzer Krematorium babi-u im 4. Viertclsahr 1913 108 Einäscheningeu stattgefunden. Unter den Eingcäscherten waren 61 männliche und 41 loeitzlichc Personen. Tie Gesamtzahl der.Etnäscherungen betrug 419 gegen 477 des Voriahrcs.

verein?nachrichten.

B. L.-E. Ein prächtiger Wintenag mit hkllcnr Somiei, skt>fm und frischer Nordostdrise jührte ank Sonntag rund 60 An- gehörige des B. Gießen in Sba3 schöne Bisderländchen. Bon

Breber sührtc zunächst der «Weg der schwarzen Punktmarkierung nach aut den Dünsberg. Bat auch stellenweise der Aufstieg auf den vereisten Pfaden seine Schwierigkeiten, so wurden diese .Hinder-- nis^e doch nrit gutem .^unwr genommen und unverdrossen er­klomm die ltattliche Schar in einstündigem Anstieg den Gipfel des Berges, wo der Turmwart für die nötige 'äuszere und auch inner e Heizung gesorgt hatte, bequemen Windungen ging es nmr-