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mehr den '»«fl nnrön hinab in bai .% ii n i 6 o di t a I, baä durch- ouert Würbe und bittauf durch Wald und Felo in stetiger Ster qung durch den Tcksteikt Helsholz nach dem Hochgelegenen H-b?n- ivlins. Reizende Landschaftsbildec boten sich unterwegs den Blicken der Wanderer, von denen lurmentlich der Blick ans Königsberg, das sich uon dieser oeite besonders Malerisch auününmt, lier- nor zu heben ilt. Nachdem man in Hohensolms ausgiebig Kaiseerast gehalten, erfolgte der Weiternrarsch über Königsberg, dessen Ruine noch besichtigt wurde, wieder zurück nach Bieber, -im von hier die tzzeimsahrt anzurreten. Tie meisten der Teilnehmer ließen es sich jedoch nicht nelmren. im Klubloka! ..dribb der Bach" bei Scherz, Gesang und fTnrrj die Wanderung würdig zu beschließen.

Im Evarrg. Arbeiterverein hielt am letzten Sonn­tag der Vertreter der Maggi-Werke, Herr I. S ch w c n d ! Gießen einen Portrag überEine Fahrt um den B o d e n s c c". Ter Redner ließ die Anwesenden zunächst eine Reise nach den prächtigen Gauen um den Bodensec machen. Er führte dann im weiteren Ver­lause den großartigen Betrieb der Maggi-Werke in Singen am Hohentwiel vor. Mau wanderte mit dem Vortragenden durch helle Arbeitsräume und sah die modernen Fabrikationseinrichtungen.

Ter Gieße »er Lokomotivführer »Verein ver» auslaltete am Sonntag, II. Januar, im Saale des Hotel Groß» herzog von Hessen einen Lichtbilder -Portraa. Pom üiord- deut-chen Llond war hierzu die Lichtlulderierie »Eine Reite nach Aeanvteu" zur Beringung gestellt tvordett. WerklläUeu- Porsteber Rupert sprach be» 2eri luerzu. Turch de» von Heinrich Noll gehellten Lichtbilderarvarat kamen die Bilder iebr spart nnd deutlich zur Ansicht Vorder halte Lokomoliv'iihrer G e ek aus Kassel über .liniere Oraenisnlion und was uns zur Zeit bewegt' aesvroebea. Ter Borlraoende beleuchtete, ausgehend von der Gründung des Vereins deutlcher Lokomotivführer im Jahre 1«66, alle bis heute gepflegten Wohllahrls- und Standes- behrebutige».

---- G r o ß e n - L i n d e n, 13. Jan. Am Samstag veranstaltete der Radsahrcrvercin sein Wintcrveranügen. Ter l. Vor­sitzende Mehl begrüßte die erschienenen Gäste. Ter Verein batte unter seinen Mitgliedern eine Verlosung veranstaltet. Unter der Musik des Herrn Somes-Holzheim und bei einigen Couplets des Herrn Straub aus Gießen verlies der Abend angenehm.

-^Lollar, 12. Ja». Ter kürzlich in Lollar gegründete Stenoaravhe» verein .Gabelsborger' Halle die G i e ß e n t r Vereine gleiche» Eicheins am Souiitaa zu einer Zusammeu- kunit einaeladeu. Ter Besuch war sehr zahlreich. Vorträge und Tanz holen nmnnigtgch« Abwechslung.

II. E t t i >i g s h g u i e ii, II. Ja». Gestern abend hielt der GesangvereinE o n c o r d i a" inner Leitung ieines Vorstandes, des Beiacordueleu Jolmnues Ovver V., seine Hauvweisammluug im Bereiuslokal ab. Tie Verlanunlima war gut besucht. Für das anSnrschiedene Vorklnudsniilglied Phil. I o r wurde Landwirt Karl G ö r n e r t gewählt

Uttivsrsitats-Nciebttichtcn.

In Düsseldorf ist am 7. ds. Mts. Professor Tr. med. Gustav Pfalz, ordentliches Milglied der donigen Aladimiie sür praktische Medizin und Direktor der alademischcn Klinik sür Augenheilkunde MI den städtischen Krankenanstalten im 5(i. Le­bensjahre « e ft o r b e it.

Hk. Berufung Ter Nahrungsmittelchemiker Tr. Fr. H ü h n, bisher Assistent an der landwirv'chastlichen Bersuckts - station zu Münster i. W., ist zum Vorsteher des Nahrungs- mittelunteriuchnuisamtes in Osnabrück ernanm Worden

Hk. In Leipzig starb am 9. ds. Mts. der ordentliche Honoiarprosessor sür Benvaltungsrecht in der dorligeu Jnristen- sakultät und Geheime Regieiuiigsrat bei der Kgl. Kreishanpt- mannschafr Leipzig Tr. jur. Georg ü i p e im Alter von 06 Jahren.

Wie aus Straßburg i. E. berichtet wird, hat der a. o. Professor Tr bans Kniev an der dortigen Universität einen Rus äls Ordinarius der Botanik und Pharmakognosie sowie als Vorstand des Botanischen Instituts und Gartens an die Univer­sität W ü r z b u r g als Nachfolger von Prof. G. .ikraus zum 1 April 1914 angenommen.

Frei bürg i. Br Tr. Aladar Skita. bisher a. v. Professor sür chemiickie Technologie und Llbteilungsvorsteher am chemisstz-technischeu Institut der Technischen Hochschule zu Karls­ruhe, ist mit ministerieNer Genclimimmg in die naiunvisien- ichnstlich-mathematische Fakultät der Universität Freiburgi. Br. übergetreten.

Gerichts?««!.

Der Giftmordprvzctz Hopf.

Frankfurt a. M.. 12. Jan. Bar dem Schwurgericht begann heute unter dem Vorsitz des Landgerichtsdirektors Melmann die Verhandlung gegen den bl Jabre alten Kaufmann und Artisten Karl Hops, der in vier Fällen des Mordes und i n drei Fällen des Mordversuchs beschuldigt wird. Zu der Verhandlung, die voraussichtlich fünf Tage dauern wird, sind 46 Zeugen und 13 Sachverständige geladen. Der Andrang zum Zu­schauerraum ist überaus stark. Der Vorsitzende erössnele die Ver- bondluug mit ebner Ausvrache au die Geschworenen, IN der er die Herren auisordert. ohne Vorurteil an die Sackic heranzuireien und alle Rücksichten schwinden zu lassen, die abseits von dem Wege liegen, dem die Wahrheit als Ziel gesetzt ist. Hops ickird von zwei Kriminalbeamten in den Schwurgetichtssaal geiührt. Er nimmt aus dem hintersten Titz des Raumes sür die Riuieklaaten Platz, so daß er von den Zuschauern nur wenig gesehen werdet» kann Nach der Anklage soll er seine Mutter, seine erste Frau und zwei Kinder, ein unehelich cs und da 3 Kind von seiner zweiten Frau durch Gift ums Leben ge­bracht haben. Tes M o r d v e r s u ch s vermittelst Giftes wird er beschuldigt gegenüber seinem Vater, seiner z w e i t c n u n b b e t dritten Fra u. Schon in seinem trüberen Wohnort Niedcrhöch- stadt INI Taunus waren Gerüchte umgelauien. daß er seine Frau habe vergüten wollen, denen er durch erfolgreiche Privatklagen enl. gegengctreten war. Er siedelte svätcr »ach Franksurt a. M. über, wo seine dritte Frau wenige Monate nach dem Abschluß einer hohen Versicherung unter eigentümlichen Erscheinungen er­krankte. Tie Unleriuchiing im Küankciihause hatte zur Folge, daß Hops am 14. April verhaltet wurde. Nach aniäuglichem Leugnen gestand er auch, seiner Frau A r s e n i k ! n T e e u n d S e k t g c - geben zu haben. Tie Staatsanwaltschalt ließ nun auch die Leichen der beiden ersten Frauen, der Eltern Hovss und der Kinder ausgraben. In allen Lcichenreften wurden verhältnismäßig g r o ß c Mengen Arsen ir a ch g c w i e s e n.

Aus die Frage des Vorsitzenden, was er zu der Anklage zu sagen habe, erklärt Hopf sich für unschuldig. Die vielen Güte erklär! er sür die Hundezucht und die Heilung erkrankter Tiere ge­braucht zu haben. Weiler erklärt Hopi. die bei ihm geiundeuen Kul­turen an Cholera-. Typhus- und anderen Bazillen zu Versuchs­zwecken sich aus Wien verschrieben zu haben. Er selbst habe von diesen Bazillen eingenommen. Er gesteht zu, daß er auch seiner dritten Frau Cholera- und Tnvhusbazjllcn eingegcbcn habe, will das aber in einem ZustaudgeistigerStörunq getan haben.

Ter Vorsitzende geht dann mit dem Angeklagten die Todesiälle der einzelnen Personen durch, an deren Tode Dovl nickt unschuldig sein soll. Am 1. April 1866 starb das uneheliche Kind Hopss. In Irr Leiche wurde bei der im Sommer 1613 erfolgten Au-grabung Arsenik iestgestellt. Ter Angeklagte erklärt dazu, daß er nach dem Tode des Krudes der Leiche Arsenik injektiert habe, um den eintretenden F an lnfspro z zu verlang­samen. Auch in der Leiche des am 3. April 1896 angeblich au einem Blasenleiden verstorbenen Vaters von Hoch wurde Arsenik sestgcstellt Hierzu gibt Hovf die Erklärung ab, daß sein Baker viel Osienbacher Wasser getrunken, das Arsenik enthalte. TaS Vorhandensein direkten Giftes in der Leiche seiner am 28. No­vember 1902 gestorbenen ersten Frau will er damit erklären, daß die Frau stet« Schönheitspikleu einqenmuw.cn habe, die bekanntlich bmisig Arsenik enthallen. Gravierend kür ilm ist der Umstand, daß er kurz nach dem Tode seiner mit 20 000 Mark ver­sicherten Frau seinen, Schwiegervater den Betrag von 1400 Mark zurückerstatleie, als er das Geld von der Versicherung erhrlten hatte, und dabei seinem Schwiegervater sagte, daß das Geld aus dem Verkauf von Serum stammt, das er gegen die Dunde-

Rchud« ermüden habe. Ter Schwiegervater wutzte überhaupt nicküs davon. daß seine Tochter sür den Todesfall versichert gewesen sei.

In der Iveilcren Folge der Verhandlung wird die Geschichte von Hopfs zweiter Ehe besprochen. Als der Angeklagte diese Frau

mit 30000 Mk. versichern:, verschwieg er der Versicherungsgesell­schaft die Tatsache, daß seine erste Frau versichert war und er nach deren Tod 20 000 Mk. erhalten habe. Ta die zweite Frau erst ein Jahr nach der erfolgten Ehescheidung von Hops aenorben war, nimm! die Anklage für diesen Fall Mordversuch an. Die Frau starb au Tuberkulose und Hops gib! zu, schon damals Tuberkelkulturen be­sessen zu baden. Hops soll dagegen au dem Tode des ihm von dieser Frau im Februar geborenen und im Avril 1906 gestorbenen Kindes Ichuldig sein, da mich in dem kleinen Körper Arsen gesunden wurde. Auch da will ber Angetlagle in die Adern der Leiche arsenigc Säure cingcspritzt haben, um den Verivesungsprozeß auszuhalten. Im Jahre 1911 starb dann Hopss Mutter an BreckHurchiall, nachdem sie kurz vorher ihrem Sohn gegenüber geäußert hatte, baß iie ein anderes Testament machen wollte. Die Leiche enthielt auch Arsen. Hier behauptet der Angeklagte, daß er seiner Mutter für einen kranken Hund Arsentropsen gegeben habe, von denen die Frau ge­trunken haben müsse. Da aber Hopss Mutter an einer ichlcichenden Krankheit gelitten hatte und auch in den letzten Jahren off krank gewesen war. nimmt die Anklage auch in diesem Falle nur Mord­versuch on. Ter dritte Mordversuch betrifft dann seine dritte Frau, der zur Verhaltung.Hopis im Jahre 1913 geiühr! hat.

T a r m st ad t, 12. Jan. Wegen des am 8. Sepl. v. I. au dem Eisenbr.hnübcrgang an der Sprendlinger Straße in Lücnbach er» iolglen E i s e n b a h n u ii s a l l c s , wobei der Milchhändlcr^N e u - d c ck c r und die Milchhändlerin Susann« Schäfer aus Sprend­lingen getötet wurden, batten sich heute vor der Strafkammer der 22 Jahre alle Dilssweichen st etter Jakob Herzog und der 59 Jahre alte Weichensteller B u r ck h a r d t in Osseubach unter der Anklage der fahrlässigen Tötung zu verankworten. Beide wurden zu einem Monat Gefängnis verurteilt.

Sport.

Paris, 10. Jan. Wie nach den aujänglichen Mitteilungen nicht anders zu erwarten, koiiutcu die deutsckoni Spieler im Tennis- Match ParisBerlin gestern die iranzosiichc Haupt­stadt als Sieger occlasieu. Berlin gewann 15, Paris 7 Spiele.

Luitichriiahrt.

Dasvi iiijühiig e" für N a t io » a l j l ug s chü l c r. Zue erleichterten Prüiung sür den Einjrihrigen-Freiwilliacii-Ticnst werden setzt auch solche jungen Leute zugelassen, die sich aus dem Gebiet de« Flugwesens besonders auszeickmeii und eine genaue Kenntnis der für die Luitsahrt erforderlichen Wi'sensgcbietc be- iitzeu. Als ausreichende Flugleistnug wird die Erfüllung der Be­dingungen sür die Flngiu 'istervrüiung angeKheii. bis zu der di: Flugausbilimna der Nalioiialilugschülcr getrieben 'wird. Ilm ihnen min noch die Mäglichlcft zu geben, sich ohne besondere Kosten für den mündlichen Teil der Einjährigen Prüfung vorzubereiten, hat die Berwalnmg der Nntionalsluaspende mit der Lustsahrerickuie Berlin-Adlershos, die aus der Flugipende unterstützt wird, ein Abkommen getroffen, nach dem Nationalslngschnler an den drei­monatigen Sonderkursen der Schule teilnehme» können, ohne daß sic Schulgeld zu entrichten haben.

§turm- und Wcisjernot.

Tie natioiuilliberale F-rakliou des preußischen Abgeord­netenhauses bar den Anrrag gestellt, die Staatsregicrung auizusorderu, die Maßregeln zu ergreifen, die erforderlich sind, um den durch Stürme und Wasser,ewalr schwer geschädigten und in ihrer Existenz gefährdeten Aiiwohneru der Ostsee z-.i Hilfe zu kommen. Tazu liegen bereits gleiche Anträge und eine Ansragc von den Konservativen und den Freisinnigen vor. Tie Regierung wird lerrirs bei der ersten Lesung des Voranschlag».die,Erklärung ab geben, daß sie alles nut werde, um den durch die Stürme ge­schädigten Gemeinden in sinanzieller Hinsicht Hilfe zu bringen. Zurzeit läßt sich die Höhe des Schadens jedoch nicht übersehen. Tic Provinzialinstanzen sind bereits angewiesen worbe», sich dev Bewohner, der überschwemmten Dörfer aus das nachdrücklichste aiiznnebmeu.

Köslin, 12. Jan. Ter Sturm hat ab geil aut. Heute herrscht leichter Westwind. Tas Torf Laase ist dem Verkehr wieder erschlossen. Nach Wussecken hinüber kann die vereiste Landstraße benutzt werden. Ter See ist bei htarlem Frost vollstiw- big zuaesrorcn und ermöglicht den Verkehr. Das Schlimmste scheim übcrstandcn zu sein und die Bevölkerung saßt wieder Mut.

Köslin, 12. Jan. Prinz Eitel Friedrich tras im Automobil in Sorenbohm ein und besichtigte dort die Verwü­stungen. Tie Häuser der unteren Teile des Dorfes sind vollstän­dig vereist: zwei Gehöfte sind dem Einsturz nahe. Von beiden Häusern sind bereits große Teile abgebröckelt. Tie Strandbe- festigungeu sind teilweise verwüstet. Von dort fuhr der Prinz nach Deep. Bei Nest begegne:, ihm eine Hilfskolonnr des Jnsliitterie-Regimculs Nr. 54, von bereu Führer er sich über die Arbeiten am Tics berichten ließ. Der Führer teilte mit, baß es nach iüusstündiger Arbeit gelniigen iei, das Ties sreizumachen. Prinz Eitel Friedrich besichtigte eingehend die Arbeiten am Ties und fuhr den Jamundersee enilaiig nach Groß m ö ll en. So­dann fuhr der Prinz zurück nach Köslin, wo er um 5 Uhr anlangle. Tie Ortichaiien, die der Prinz passierte, waren sämtlich geflaggt. Er wurde überall von der Bevölkerung freudig begrüßt. Der See ist ziemlich ruhig zurückgetretcn. Tas Wasser des Jamunder Tees füllt ständig, die Einwohner befinden sich wohl.

Berlin, 12. Jan. Tas unter dem Prorekioral des Kron­prinzen stehende ständige H och w a s s e r ko m i l c e ist wieder zu iainmcngctreieii und hat für die durch die Katastrophe schwer ge- ichädigleu Mitbürger eine Hilisaktion cingelritet. An der Spitze stelzt der Minister des Innern.

Jan er lSchlcsien), 12. Jan. Eine aus sieben Köpfen b e st c h e i> d c d eu t s ch - r u ss i s che Familie, die aus einem Rittergut beschäftigt war. wandene, um das Fahrgeld zu spare,i. ui Fuß nach der Heimat. Unterwegs wurde sie bol, einem Schnee st u r m überrasch t. Alle sieben Personen wurden erfroren ausgesvnde». . '

K v n st a u z, 12. Jan. Juiolge neuer groper Lckmeesölle und darmiiiolgenoen Föhns, der die 2chncrmai,en zum Auftauen brachle, sind die Flüsse über die User getreten. Ein Moiorlastschiss, dos aus der Tornbirner Aach verankert war, wurde losgcrisscn und sührerlo« ohne Sianailickper in den Bodensee ge- Iriebeu Die Feuerwehr sowie Militär leisten Hilfe.

Münchcü, 12. Jan. Nach 36ständigem Regen trat in den Bor alpen starker Schneesall ein, wodurch einer Hochwaslerkataslrophe vorgebeugt ist. Ter in den letzten 10 Stun­den niedcrgeiaUene Schnee erreichte stellenweise eine Höhe von einem M eter.

S i g mari ng c n . 12. Jan. Tie Donau und ihre Ne­benflüsse sind stark gestiegen. Tic User sind überschwemmt. Heute herrscht Kölle und ungemein starker Sckmeesall.

Isnh, 12. Jan. Jnsolge^des starken Tchneesalles im Allgäu lonuteu am gestrigen Sonntag und auch heute au, der Strecke Jsny-Kempteu keine Züge Verkehren. Ter Sonittag-Vormittagsjug blieb aus offener Strecke stecken. Von Kempten ist ein Hilsszug mit 30 Arbeitern abgegangen: gleich­wohl ist cs bis heute abend noch nicht gelungen, den Zug srei- zumachen.

DasBerliner Tageblatt" meldet aus Petersburg: Wäh­rend des letzten Schnecsturms marschierte von Kronstadt nach O r a n i e n b a u m eine Abteilung von 60 R e kr u - tun. Sic verloren die lliichtuirg und sind nicht.an ihrem Be­stimmungsort angelangt. Man nimmt an, daß sie alle erfroren sind. _

Kleine Tagerchronik.

Ter unter dem Verdacht, an der Irma T e s s a u e r in Tü­bingen einen Lustmord verübt zu haben, verhaftete Hausknecht Karl Maier aus Unterjesingen hat ein G e st ä n b n i 3 abgelegt.

Bei einem Einbruch in der Villa des Ingenieurs R e x r o t h in Saarbrücken wurden in der Nacht zum Montag 50 0 00

M a r k i n T a u i e u d m a r k s ch e i ir e n e n t w e n d e t. Die Täler hatten es zunächst aus das Silberzeug, welches in Säcken vcrvackt umherverstreut ausqeiunden wurde, abgesehen, bis sic sodann den Schreibtisch durch Abheben der Tischplatte erbrachen und mit dem Gelbe flüchteten. Bemerkenswert ist, daß die Einbrecher große Massen van Schmierseife und Psesser zur Verwischung der Spuren vor Polizeihunden verwandten. Am Tai ort wurde ein Stemmeisen, anscheinend aus einer Glascrwerkstat' herrührend, sowie eine Rohrzange, ticke sie von Installateuren ge braucht werden, ausqeiunden. Die Zange ist mit einem laleiniicheu H gezeichnet. Für die Hcrbeischassnng des Geldes und Ermiltluiig der Täter ist eine Belohnung von 5Proz. des wirdcrerlanglen Gel des ausgesctzt.

In Kaktowip fiat am Samstag die Frau des Poliz: seigeanten K ad e ihr 2 i a h r i g e o Kind und dann sj ch s e l b st erschossen. Kode hatte wegen Untreue der Gattin Schcidun-I bcautiagt. Nack dem Sühnetcrmin begaben sich beide in die ge meiiiichaftlichc Wohnung, wo die Z-rau die Tat ausfübrtc. In einem dinterlassenen Briese nennt die Frau Scham über das Vorgesallene als den Beweggrund der Tat.

Bei Konstanz verunglückte am Montag früh ein mir vier Personen besetztes Boot avi dem »ntersee zwischen Ochningen und Mammrrn. Vier auS Oehningen stnmmende junge Leute, die läglick von dort noch dem schweizerischen Ufer zur Arbeit iahreu, gerieten infolge des heiligen Lstioindes in den Wellengang, der das Boot sofort mit Wasser süllte und zum Sinken brachte. Zwei her iIIIlgen Leute, der 29 Jahre alte Aua. Schmidt und der 17 Jahre alte Altton Ruf, sankcn sogleich in die Tieie, während die beiden anderen von der Besatzung eines Nachens ausgenommen wer den konnten. Tee 22 Jahre alle August Duttle starb jedoch seinen Rettern unter den Händen, während der 16 Jahre alle Heinrich Rus, kaum ans Land gebracht, verschied.

'Aus der lapaniickien Insel Sakuraschima ist ein starlee vulkanischer A u s b r u ch erfolgt. Die Stadt K a g o s ch i m n und die umliegenden Törser brennen.

Kandel.

Die B e e n d i g n n q d e 8 A m in o n i a k st re i t e S. Wie die Badische Bnilin- und Sodaiabnk in LudwiqSbusen a. Dih.

milteilt, wurde zwischen ibr. der Dentsche>, Amlnoniak-Berkau^S- iKrfiiiiflima Büchizm und den olerjchlenschen ÄokSwerken und l5l)e>nischen Fabriken in Berlin eine Verständigung wenen des Be, - ktlnis von sclnveielsaurern Ammoniak erzielt. Für die jetzt Frieden schliesjenden Produzenten dringt die Verständigung nnturlich groi;e Vorteile. Allerdings hat die Landwirtschalt, die nmkreud cinc^ Lionkurrcn^auw'es der Vroduzeuten sedr billige Preise iur dos '.nichtige Diingemittel duvontrua. von de>n eriolaten AuS.ileich der Interessen keinen Nutzen, »veil der Preis daiiir steigen wird,

Lingesanvt.

lFür Farm und Inhalt aller inilcr dicier tlinbrik stehenden Artike uberuimmt die Lkedaklion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. >

e Robbe im a. b. Bieber. 10. Jan.Ehre, dem die Eore gebührt!" Tie inteeessanie Geschichte vom Bäuerlein und seinen Kühen, die sich in Gießen eine» Fiißwaschnng unter ziehen mußten, bedavi der Berichii iuiig ! Bäuerlein und Kühe waren nicht von Rodleim a. d. Bieber, sondern von Kroi- dvri. Diesem Torfe gebührt mithin die Ehre!

Märkte.

tzttes eu, 13. Ion, W o rktberi chk. Auf beuttgem Wockeu» wortte losteie: Butter da« Plimd 0,801.00 Mk., bicku'erei-e

1 Stück Ick00 Pta, 2 Stuck 0 Psg., p.äie las Stück k8

ck'kg., ktäfeiuatte 2 Stück 56 Pig., Tauben da? Paar

0,801,00 PI., Hühner per Stück 1,081.60 Mk., vahueu vr. Stück i,S0>0 Mk Enten nr. St. 2,003,00 Alk., Gänse 5nS Ptd. 7585 Pta., Oibsenfleiseb pr. Ptd. 82108 Mg., tziiudsteiseh vr. Pstind 8894 Ptg.. Kuhtteisch 80 Pkg, Schweine, deisch pr. Ptimd 801»0 Pta., zialvsieisth pr. Md, 8t 88 1hg.. Saniuiettleisch vr. Md. 7090 Psg.. Kartoffeln pr. 100 0g. 5.00 bis 5,50 Mk., Weißkraut dos Stück 10 bis 20 P'g, Zwiebeln per Zte. 0,0010,00 WL. Milch das Liter 22 Pig, blüffe J00 Stück 50'0 Pig, ver Ztr. 000 3JII V Birnen das Mund 15 bis - 0 P!g., Aepsel der Zentner 15 bis 22 Alk. Alarktzeit von 8 bis

2 Ithr.

Tie Marktpreise für Vieh und Frucht uns die Giek-encr Fleisch- und Brotpreise

_am 12. Januar 1914.

Schlacktvielivrelfe in F r a n k i u r t a. M.

gleischpreise in Giestea

Ochse,»

iUilbec

Schweine

50 Ka. Schlachtgewicht

7883 Mk.

'!, Kg. Schlachtgw. 90-115 Pf . . 68-72 .

Kg. 82-100 Psg,

, 84-88 .

, 80-100 .

Celreidepreise in Mannhe im

Brotpreise in Gießer

Wetzet» 1<<0 Stq. 19.50-19.90 Mk. Noqqen 100 Kg. 10.2516.50 Mk.

W en:drot 2 5tq. 62 ijr Cchlvarzbrot Lskg. 54 Pf,^.

Amtlicher Wetterbericht.

O e s s e n t i i ch e r Wetterdienst, Gießen. Wettcraussichten in Hessen aniAiillivoch, den 14. Januar 1911; Vorwiegend wolkig, einzelne Lchueelälle, kalt, östliche Winde.

Lelzte Nachrichten.

Tic neuen M i l i t ä r a u s g a b c n in Frankreich.

Paris, 13. Jan. K'riegsmiirister N o u l e u s gab im ge­strige» Mimsterrat eine eingelicnde Tarlcgung über dos Programn' der neuen M i l i t ä r a ns g a be n , die 1208 Millionen bkti agen. Das unter dem oorhergogangenem Ministerium aui gestellte Programm hatte diese Ausgaben am mir 900 Millionen Franks bczissert. i

T i e A u s st a ii d S b e >o e gu ii g in Südafrika.

Kapstadt, 12. Jan ,10.30 Uhr abends. Tie Lage Hai sich in de» letzten 24 Stunden msolge der Agitation der Geivcrk schäften besonders im Norden, aber auch in den anderen Testen der ttuion, v e r s ch l i m m c r i. Die Hafenarbeiter in Kapstadt sind jetzt ossiziell von dem Verbände der Eisenbahimnge stellten und der Haienarbeitcr zum A u S st a n d e a n s q e s o r - dcrt worden.

I o h a n n i 5 bu r g , 12. Jan. 9,45 Uhr abends. Tie Llb stimmung der hiesigen Onsgrnpve pes Lu chd r u ckcrci-V c r v a n d e s har eine große M e h r h e i l für einen a l l g e m c t tt c n Ausft and ergeben. Es wird beiürchter, daß die Be rgl eu l e sich der Bewegung anschließen werden. Eine Adteiluiig der Berg l e ii t o ist hier angetommen. Sie sind alle sür den allgemeinen Auustand. Verschiedene Gewerkschasieu, einschließlich die Auge stellleu in den Läden und Lagerhäusern, sowie die Bureau- beamten in Johannesburg haben ebenso abgestimmt. D i e Lage per schlimmer: sich.

Pretoria, 12. Jan. .5 Uhr abends Deute nachmittag ist nur ein Zug abgegmigen. Aus Johannesburg ist wäh rcnd fünf Tage kein Zug eingetrosseu.

Lein e grimmigste Lainre zeigt er zumeist

O ® im Januar, der ®tnter nämlich. Dann mutz man besondere' Aorafalr ans die (^esnndbett verwenden, nnd die zweck- maniae Kleidung allein reicht da nicht aus. Eine der beiten Waisen aeaen die Geiabren ded Winters sind itnan

a achte aus den Namen!» ächte Svdener Mineral Vaäillen. 2ie sind glänzend bewäbrt vvrbeuaend urid bekämosend ^ bei akuten nnd chronischen Katarrbe»». bartnäckiaer Be» schleimuna. Nullen, stimmlicher Indisposition :v. Jayo ächte mmamm 2obcnev sind überall für 85 Psg. zu haben. 1342s-,