wurde, erklärte der Shonprm,: Alle Gerüchte, nach denen lerne Lerfetzirrnz auf Snstinim:-tertrn mit seinen Vorgesetzten zrrrückMfSdren sei. seien vollständig grundlos. „Ms ich daN Svnnmrndo der erste» Lcibhirjarrn übernahm, mar b:- rerts meine spatere Verwendung im Generellffa.be in Aus sicht genommen. Nack, den Manövern im vergangenen .Herbst sollte ich nach Berlin lommen, bat sedoch, noch ein Jechr in Danzig bleiben tzu dürfen. Das wurde zunächst gestattet. Jin Dezember erhielt ich jedoch dos Komneando zum Gene rolstabe, da Se. Majestät es für notwendig hielt, daß ich mit Rücksicht auf die Zeitlagr mich schon jetzt über die höhere Truppenführung informiere. Ich werde ja gegebene» Falles ein größeres Kommando führen als das eines Regimentes. Die Ausstreuungen über ineine Beziehungen zu den Vorgesetzten in Danzig, wie überhaupt zur Stadt und ganzen Bevölkerung stellen mich als einen undankbaren Menschen hin. Ich versichere, daß die beiden Jahre in Danzig geradezu die schönsten in der Kronprinzessin und meinem Leben gewesen sind. Mit Exzellenz von Mackensen bin ich intim befreundet. Zwischen uns bestand und besteht noch das herzlichste Verhältnis._
AnslanS.
Ein amerikanisches Gesetz gegen die Trusts. Die Mehrheit des GesetzcsauSschusses des Repri- scntantenhauses in Washington Hai den Plan einer Ge sctzesvorlagc gegen die Trusts gefaßt, der im Ptenaraussüiuß erörtert werde» soll. Der Plan folgi Wilsons An re gungc» und besteht aus einer Vorlage, durch die die Beziehungen zwischen den Tireltoren verschiedener Gesellschaften beseitigt werden, die die Verbindungen und Abmachungen betreffend die Preise regelt und aus einer Bor läge, die sowohl Einzelpersonen als auch der Negierung die Befugnis gibt, gegen Korporationen oder andere, die versuchen, durch Ilebertretung der betrefsenden Gesetze Schaden anzurichten, gerichtlich vorzugchen. Das Gesetz, durch das die Vereinigung mehrerer Tirettorenstcllcn in einer Person verboten wird, soll Anwendung finden bei Bantcn, Trust» qescllschasten und allen industriellen Korporaltonen, welche am zwischenstaatlichen Handel beteiligt sind. Dadurch wird die Kontrolle der Gesellschaften aus der Hand weniger auf eine große Anzahl »euer leitender Persönlichkeiten übergehen. Daö Gesetz ist bestimmt, Abmachnngen für die Festsetzung der Preise wie überhaupt jeder Art von geheimen Abmachungen ein Ziel zu setzen.
vie neue Verhandlung gegen Leutnant von §ontner.
4 Straßburg, 10. Jan.
Vor dem Obertriegsgerich! des !5. Armeekorvs fand heute die Berufungsverhandlung argen den Leutnant Freiherrn v. Forst- »e c vom Infanterie-Regiment Nr. 99 in Zobern statt, der am 19 Dezember Dom Kriegsgericht der 30. Division wegen Waiicn- mißbraucktS und vorsätzi Körperverletzung zu 43 Tagen Gefängnis verurteilt worden war. Es handelt sich bckaniillich um die Vorgänge bei Tctliocilec, wo Lcutnanl u. Forstner den Schub- diacher Blank, der ihn durch Zuruse beleidigt haben soll, durch einen Säbelhieb über den Kops verletzt hatte.
Die Verhandlung begann mit einer Ucbcrraschung insoscrn, als nicht, wie ursprünglich bestimmt, Obcrkricgsgerichlsrat Dr. M e d i c « s , sondern Lberkrie^sgerichtsrat Stud dir Verhandlung leitele. Diese Aenderung imrd daraus zurückgeiübrt, daß Ober- kricgsgerichtsrat Dr. MedicuS die Acußcrung getan haben soll, er werde Leutnant v. Forstner srersprechen. Diese Acußerung wurde nicht dementiert, jedoch criolgtc eine Beurlaubung des Oberkriegs- gerichtsrats Medicus, wie verlautet, in Privatangelegenheiten, und die Ucbcrtragunq der Perbonhlnngsleitnng an eine» anderen Offizier.
Den Ponitz iührt Obern M e n g e l d i r, die Anklage vcriritl Oben! Johns. Die Verteidigung des Angeklagte» hat Dragoncr- rittmeifter Kühler übernommen
Der Tatbestand, der fMießlich zu der Erhebung der Anklage gegen Leutnant v. Forstner und zu dessen Verurteilung führte, ist »och erinnerlich. >
Die Vernehmung des Angeklagten v. Forstner brachte erstinals zur Kenntnis, baß Leutnant v. Forstner für den Gebrauch des Wortes „WackeS" gegenüber de» Rekruten mit sechs Tagen Stubenarrest bcsirait worden ist. — Oberst v. Reuter hat es bekanntlich stets abgelehnt, über eine Bestrafung des Leutnants weaen des Gebrauchs dieses Wortes Auskunst zu geben — Leutnant v. Forstner rührte weiter aus. daß er häutig Bedrohungen ans- gesctzt war und glaubte, daß er angegriffen werden würde. Er legte dem Gerichtshof eine Hobe H e l m f ch a ch t e l in i t B r i c i c n und Karten vor, die ihm zugesandt wurden und die sämtliche mehr oder minder oersteekte Drohungen enthalten. T i e P e r n e h - mung der Zeugen ergab dieselben Feststellungen und Widersprüche wie im ersten Prozeß. Nach den, Plädoocr des Rittmeisters Köhler beantragte die Verteidigung Freisprechung. Die Anssage Forstners im ersten Prozeß, daß er nicht in Bestürzung gehandelt habe, müsse heute ganz anderes bewertet werden als damals. Forstner !oar damals zweifellos der Meinung, er würde ich mit dieser Aussage den Vorwurf der Feigheit zugezogcn haben, was er »atnrgemäß vermeiden mußte. Die ganze Sachlage deute ober daraus hin, daß ». Forstner oiel zu erreg! war. als daß er die Sachlage noch hätte ruhig überblicken können. — Tie Anklage wegen Körperverletzung cntiällt dadurch, daß Leutnant o. Forstner einfach die Befehle seiner Vorgesetzten aussührte.
, Nachdem der Vertreter der Anklage selbst die F r c l- I vrcchnng des Angeklagten beantragt hatte, beschloß das Obcr- knegsgeriebt in diesem Sinn und sprach den Angeklagten Leutnant .rreiherrn v. Forstner frei.
Au» Stadt und Laut».
Diesten, 12. Januar 1914.
_ "Ter Großherzog empfing am 10. Januar den Kai,erlichen Bonkrat Brandenburg, den Hoflieferant Kayscr, Gartenarchitekt, den Polizeiw-ekitincister a D ^ ch a r in a n n. den Lehrer Buß von Leihgestern, de» Schul -uat B a l d a u s von Büdingen, den Vorsitzenden des Krieger verems ,n Bad Nauheim Schäfer, den Geb -chulrai Münch
** A u s d e m S ch u i d i e n st e. llebenrage» tvurde de rrchulaipirantcn Karl Blcser aus Maar, Kreis Laute dach, eine Lrhrerstelle au der Volksschule zu R u p p c r t e » rob,_ Kreis Alsfeld: bcm Ichulamtsaspiranlen Wllhel V'f llsenborn, Kreis Büdingen, eine Lchrerllellc e der Volksschule zu Gelnhaar, in demselben Kreise: de Lehrer Wilhelm oernj zu Wallernhausen, Kreis Büdii gen, rrnt Lehrerstelle an der Volksschule zu M a a r. Kre Lautcrbach: dem Schulamtsaspiranleu Wilhelm KuschI aus G-stow, Kreis Anaermünde. eine Lehrerstelle an d Volks,chule zu M a a r, Kreis Lauterbach.
*» Dom städtischen Wasserwerk. Der Gesa» lvasserzuftuß aus den Ltollenernlagen >m Lkaduvalo: ui bei Großen-Duseek, so,me vom Pumptvert Qucekborn vetr, im Rechnungsjahre 1912/13 1 811 700 Kubikmeter oder dur, schnittlrch 4963 Kubikmeter täglich. Die stärkste Abgabe w am 17. Juli 1912 mit 7390 Kubikmetern, die geringste o 8. April 1912 mit 2891 Kubikmetern Der durchsckmittllic tägliche Verbrauch an Wasser auf deu Kvpf der Bevöllerui des gesamten DersovgnngsgebieteS betrug einschlteßlich d Verbrauchs des Bahnhofs für Betriebszwerke ! 49 Ltt,
Die Arbeitsleistung der 4 Pumpmaschinen in Querkborn betnig l l 807 Stunden: die durchschnittliche Arbeitsleistung
für den DetriebStag war 352,55 Millionen kg/’m. Am 1. April 1913 waren 14 öffentliche und 9 sonstige Venttlbrunnen vorbanden 2326 Hausanschlüsse, einschl. 74 Garten-Rn schtilsse mit 2437 Wassermessern. sowie 350 Hydranten, da von 62 Oberslurhydranten, standen mit dem Wasserrohr „ehe der Stadl in Verbindung Ferner waren 74 Privat Hydranten mit normalem und 8 mit unnormalem Schlauch- getoinde vorhanden. Das Dorf Oueekborn, das betaiintlich Wasser von Gießen erhält, zählt 123 Hausanschlüss?, drei Ventilbrunnen und 12 Hydranten. Die Länge des ^Haupt rohrnctzes und der Zubringerlei lungeu betrug am «chlusse des Jahres 87 216 Meter mit 232! Kubitmerern Raum inhalt. Das Wasser >vnrde im Betricvsjahre laufend durch das hygienische Institut der Landes Universilät und durch das tiiitersuchuiigsamt der Provinz Oberhessen chemisch und balteriotogisch untersucht. Das Wasser war immer von cinivandfreicr Beschafsenheit. — Das Wirtschaftsergebnis ist wieder erfreulicb. Nachdein 47 753 Mt. an Zinsen ab- gesührt wurden, verblieb ein Gewinn von 95 048 Mt o. ,. 7,46 Proz. des Schuldlapitals - zur Schuldentilgung. Auf dem Lasserwert lastete am >. April 1913 eine Schuld von »och l 230 239 MI
** Deutsches Fest. In einer früheren Notiz haben wir bereits auf das hier in Gießen geplante „Deutsche Fest" yingewieseii, das der lliitcrstützuug des TeutschrunlS im Auslände dienen soll. Ter van den damals genannten Vereinen gewählte Ausschuß, au dessen Spitze der Scl,u! verein, der Altdeutsche Verband, der Südmartenurrcin und der Bund der Deutschen in Böhmen. Ortsgruppe Gießen, stehen, hat in rühriger Tätigkeit die nötigen Vorbereitungen für ein gutes tzielingen des Festes getrosjri,. Als Tag der Veranstaltung ist Mittwoch, 4. Februar, bestimmt worden: sie findet in Steins Garten statt Aus dem reichhaltigen Programm möge heule nur die Äufsührung des „Tatie- lich" von hiesigen Danien und Herren erwähnt werden. Ter „Tatterich", dieses prächtige Lustspiel in Tarrnstädter Mundart init seinem bleibenden charakteristischen Humor, hat noch immer seine Wartung ausgeübt und wird auch diesmal Bcisall jiiideu. Wir werden aus Einzelheiten des Festes „och zurüettommen, das für alle Kreise unserer ladt gedache ist und hoffentlich auch hier einen vollen, Erfolg haben wird
" Oberhessischer O b st b a u v e r e > ». Sonntag, den 18. d.Alts, findet i» Gieße», nachmittags 3,l HOr, »n Lenzfetien vebsnkcllcr eine außerordentliche Hauplverlauinilung statt. Tie TaaeSordiinna bat nur zivei, aber wichtige Punkte: I. Präsidentenwahl, 2. Zeilschrsileuiraqe. Zn letzterem Punlte baden die Herren Re icrungsiat Langer m a » »-Gießen und Oekonomieiat Tpieb- Friedberg dns Rewrat übernommen.
** Fachkursc und pra. ttische M c i st e r t » r s c. Unter Mitwirkung der Groß!, Z e n , r a l st e l l c s ü r d , e G e w r r b c weiden im Winterhalbjahr 1913/14 folgende Fachkurse und praktische Meiste, kurje abgehatten: Mitte November v. I. nahm ein zweiter et c kl ra l c ch n i j che r Fachkurs in Mainz seinen Anfang. der bis Ende Februar l.J. dauern wird. Hieran nehmen! 23 Handwerksmeister teil. Ein dreiwöchiger Meistcrkurs für Schneider nahm am 5. Januar in Darmstadt seinen Anfang. Ein Back und G a r n i e r k u r s s ü r B ä ck e r NI e i st e r nnirdc am 6. Januar in Darmstadt eröffnet. Dieser Kurs findet nach einer mit da» Zweigverband Grobherzogtum Helsen des Zentraiverban- des deutscher Bäckeriniinngen „Germania" gctrvssenen Bereinba- iung statt. Am 12. Januar beginnt ein dreiwöchiger Ausbil- dungsknrsiür Weibbin der und Dekorativns- m a l e r in Darmstadk. Nebenher läuft ein Kurs im Holz - und Marmor m ulen in stilisierter Weise. Der Eisen- be t v n k n r s in Tarnrftadt nimmt am 1. Februar seinen Anfang. Als llntcrrichtszeit werden Aochenabcndc, Tamsiag-dlachmiltagc und Sonniag-Bormittage nach Bereinbacung mit den KurstcU- nrhmcrn gewählt, damit auch im Berufe stehende Techniker und Handwerksmeister von answärbr an dem Kurse teilnehmen können. In der Zeit vom 2. bis 21. Februar wird znm ersten Make ein Meistcrkurs in D a m e n > ch n e i d e , e > in Darmstadt ab- gehalten, an dem ebensowohl Meiester und Meisterinnen, als auch Gehilfinnen icilnehmcu können. Gleichjalls znni ersten Male wird ein über 12 halbe Tage sich erstreckender Fach kn rs für Rc- varaiur und Justierung von Wage» und Gewichten unter Mitwirkung der Großh. Eichungs-Inspektion in Darmstadt veran,lallet. Anmeldungen zu den deninächst beginnenden Kursen inlitml die Großh. Zentralstelle für die Gewerbe in Darmstadt entgegen.
** Kalender-Ausstellung. Eine össemliche K atciider- ausstellung veranstaltete der Bezirks-Maichincnmeislerllub „Klopf- Holz"-Gießcn am Sonntag morgens und nachmittags im Saale des GewcrkschastShauses. Obwohl die Besichtigung der Ausstellung unentgeltlich war, entsprach doch der Besuch den Erwartungen nicht. Mau hatte es eben m« einer Veranstaltung z» tun, die für Gießen setzt erst ins Leben geniien ist. Wiederholungen werden lehren, daß auch dieser Knnslzwcig hier nichr und inehr Anhänger linden nirb. llnter deu 84 Kalendern, die gezeigt wurden, befand sich eine Anzahl wertvoller Kunstwerkc, die von behentendcn Kunst anstallen und Druckereien aus dem ganzen Reiche geliefert worden waren. Die erste Stelle »nter den Kalendern — sämtlich Kalender iür das Jahr 1914 — bEinsprüchen die rein kiätstlcrischcn Arbeiten. darunter bcjanders der Wandkalender der Firma Henrpel Berlin, die Prägearbciten, eine Seele von Steinzcichnungcn dev Darm,lädier Firma Hotmann, wertvolle Tiesdvuckbilder von Host» manirCellc. Vertreten ivar auch eine Llnzahl der bekannten ^tädtekalcnber, der Berliner. Münchener nnd Alt-Nassauer Kalender. Künstlerisch wertvoll waren die kirchlichen Kalender. Bei den Kalendern für Kontors und dgl. tritt naturgemäß das Künst- lenschc ,n den Hintergrund, die Ti-chn'k rückt an seine Sthlle und licscrt klare und herrorstkchende Satzbilder. Die Ausstellung der Kalender war mit Sorgfalt »nd Geschmack von Herrn Oskar'F a - b i ch licsorgt worden
. . ** . 3 nt L i ch t i v ie 1 h a u s wird iit dieser Woche ein Lnst- lOid Körnte,,e liefet" mit Hcnny Porten in der Hauptrolle gezeigt. Henno Panen. die gewöhnlicki als Salondome zu sehen m. ,vielt in diesem reizenden Lustsviel einen kernigen Backfisch, das übermütige Töchterchen eines Gutsbesitzers, und wird auch drc,e,n Genre vorzüglich gerecht. Erwähnensioert sind a»ck die berr- .ö Raturnulnahineil aus Lregoni die Lustspiele „Jrnia tveiß Rat und „Willi ist ungezogen" und das Drama „Ter Liebe Flammen Besonders reichhalrrg ist diesmal die Wock^nübersicht.
**lDkr städtisch« See fisch markt am letzten Donnerstag hatte ,,ch eines sehr starken Zuspruchs zu er- r *l l tro-?. et .^ r, k l 'J n 9 von Käufer,, war so stark, daß sich nur mit Mühe eine ordnungsmäßige Geschästsabwickclung durch- setzen ließ. Hieraus geht am besten hervor, wie sehr sich die ßieslge Bcvvltcruug an die Fischnahruug gewöhnt hat, denn der groge Zuipruch war sicherlich die Folge, daß der Markt an einigen Wochen nicht abgehaltcu worden war. Die Ware tr ^"» begünstig,, vorzüglich und sehr preiswert. Trotz der großen Vorräte konnte ein großer Teil werden Di- Fifchmarktleitung ™ n°chste" Mvriten durcl, Errichtung eines ivsis
Verlauf-staiides und Beschaffung größerer Vorräte kann^ ^ der starken Nachfrage genügt werden
^ B o m Der h n a ch t % * u u d N t u i ft h r S b c r f e h r bet unicren E oU anttcrit. Daß der Dakcivcr!ehc der den Voü- -m^anickmüM^, ^"*5 vor Weihnachten lawinen-
Ä der e w« Tatsache. Bo» der gewaltigen
b N 3 Pvüvnu au, den Bahnhöien ,n Gießen vor Weihnockücn zu bearberteu hotte, kann man sich E e-neir
Be'glifs machen. >vei»> mau eri «Irrt, daß Gießen als SaniMNl- und llmichlagsstalion für den Po st vakel verkehr an gewöhn sichen Tage» im D urchi chni 111 täglich rund 35000 Pakete bearbeitet. Im Verhältnis hierzu ist der Verkehr für die Stad: nur Nein zu nennen, densn er beträgt laum 10 Proz. lijZer Zahl Eerrrulich aber ist die Tayach:. daß in diesem Jahre der Verkehr in unserer Stadt, soweit die Annahme von Päketim in Bchrackn lommt, sich NM 10—12 Proz bei beiden Poßämrern gegenüber dem Voriahr gesteigert Hai. Ter Brr es verkehr zu Neujahr läßt sich nur schätiingstveise ermitteln. Es sollen am 31. De zember minbeftcnS 400 000 Briese in der Stadt aui gegeben und auch die gleiche Anzahl zur Austragung an die Emv tanger gekommen sei». Am 31. Dezember wurden die Brieikästen halbstündlich geleert, so daß die Abstempelung ohne jede Unter biechung von den dazu bestellte» 10 Bcamt.m hat ertolgen können. Der Markenverkauf bei unseren Postämtern im Dezember füllt sich im ganzen um 12 000 Ml. höher als ,m Mo natsdurchjchnitt, ivelchei. Betrag aui den Wcihnack tsoerkehr und den Neujahrsverlehr entfällt. Diese Mehreinnahme dürste in Höh von 800t) Mk. auf den Weihndchk-epatelverkehr und von 4000 M, aus den Neujahrsbricsverkehr zu rechnen sei».
** 1B a f e t e i n (n m m I u u 3 durch ö i c P 0 st. Das Post anit teilt uns mit: Es ist noch nicht genügend bekannt, daß die Post alzusendende Pakete an, Bestelln»., aus^den Wohnungen ab holen läßt. Mau braucht nur ei» oiienes Schreiben, eine Karte oder einen Zettel mir den Worten: „Pate: abznholen bei /Name und Wohnung), nntrankicrt in den nächsten Briefkasten zu werfen oder einem Brieiträger mitzngeben. Auch kann die Be flellung aut 'Abholung von Paketen dem Postamt durch Fern sprecher mitgeteilt werden. Hieraus wird die Sendung bei der nächsten Patetbestelljahrt gegen eine Gebühr von 10 Psg. vom Hause des Absenders abgeholt. Das Periahren ist einfach und bequem nnd besonders solchen Personen zu empfehlen, denen ein Tienstbote nicht zur Verfügung steht.
** 0) 111 n D ft ii dS » c r E 0 I, r. Einige Grundstücke inTtett l ach und Wall Hausen, die aut den Namen der 1. Roß. Peter II. in Stetlbach zu > 2. a) Roß, Peter kl in Stettbaw.
bi Roß, Margarethe, 0) Roß, Peter. tl> Roß, Katharine ein getragen waren, sollen Montag, den 2. Februar 1914, nackfmit tags 3 Uhr. aui dem Rathaus zu Ober-Beerb ach im Wege der Zirangsaollstreckuug versteigert werten. Tre Grundstücke Crosgarten in Vilbel ,n der Hanauer Straße und Hosreite. di. aut den Namen des. a> Gabrian Johann Lichwig 6; b) <tza brian Margarete, geb. Bender zu >2 in Vilbel eingetragen waren, sollen Donnerstag, den 26. Februar 1914, vormittags 9'.» Uhr, im Sitzungssaal Nr. 4 des Amtsgerichts Vilbel im Wege der Zwangs Vollstreckung versteigert tverden. Eine ,Ho> reite in der Stesfansmart zu Gießen .Tiephanstraße Nr. 29. die aut den Namen des ») Roth, Fritz: d) Roth, Anna geb Herbert, dessen Ehefrau, eingetragen waren, soll Freitag, de» 20. März 1914, vormittag» 10V» Uhr, turch das Großh. Amts gerächt Gießen in dessen Saal Nr. 18 im Wege der Zwangsvoll streckung versteigert werden. - Eine Hofreite in der Griedclcr Gasse zu Butzbach, die aus den Namen der Margaret« Flach zu 05. und des Ludwig Flach in Amerika zu V, eingetragen war, soll Samstag, den ,4. März 1914, vormileags 10 Uhr, im Amtsgericht zu Butzbach im Wege der Zwangsvollstreckung versteigert tverden, und zwar »ur der der Margarete Flach ge hörige Anteil. - Einige Grunds!liste zu Eschollbrücken, Pfungstadt und Hahn, die au, den Namen der .Margarete geb. Herbert. Ehesrau des Georg Michel II. in Hahn und aui den Name» dt'» Michel, Georg II.. und dessen Ehefrau Margarete gcb. Herbert in Hahn eingerragen waren, sollen Miiiwockr, den 4. März 1914, nachmittag» 3>- Uhr, aui /der Bürgcrnierslerei in Pfungstadt im Wege der Zwangsoollstreckuiig versteigert werden.
** GL tcrrechtSregister. Oberingenreur Johann Nikolaus Joscvh Me» nicken und dessen Ebenau Agnes Kalharina gebe Tchneidwtnd zu T arm stadt haben durch Eheverlrag Gütertrennung vereinbart. - Alfred Leo Wagner, Zahnarzt, und Anna Maria geb. Mattlr r» Worms haben Errungensckwils- gemeinichast vereirchart. — Gütertrennung haben vereinbart: Jo Hann Weingartner, Händler, nnd desien Ehefrau Elisa betbe geb. Grünewald i» Ebcrstadt, August Weiß »nd Ehefrau Anna gcb. Bert von Tors-Gill, tzlikolaus Gusto» Fath, Porreieuiller, und befielt Ehefrau Tovhie gcb. Sauer, beide znOifenbacha. M.. Ernst Kallberg, Ingenieur, und dessen Ehesran Anna Maria geb. Prager, beide zu Osscn- hach a. M., Johann Joset Bigeliu« und denen Ehefrau Anna geborene Diensldori, beide zu Ofienbach a. M.. .Kellner Franz Joseph Nink nnd dessen Eheirau Adele geb. Haumann zu Tarni sta d t.
Kreis Büdinge».
ll» B >> d i n ge», 9. Jan. ltz e m e i» d e r a t s s i ß » n g. Zu An!a»g der Sitzung wurde vom BörgerineNler die Derptlichtuna der neu gervablten Genieinderatsinitglieder Tiirck, Scheid uni Eckert vorgenoinmcn. Das wiederge.oählte Geme>nderat-- mitqlied Hinkel wurde an! teilte» früher geleisteten Diensteid hingeivielen Boi» Kreis Ivar die 'Anregung geaeben Ivorden, daß bei einer Abfahrt votr der Kreisflraße nach einet» Feldweg «m sog ileinernc» Mann eine Mulde aevilasiert würde. Gemeinderat T ü r ck alanbt. daß durch diese ülulage keine Verdesterung <ne den Fuhroerkebr geschaffen und riel eher die Alüahrt verschlechtert würde. Der Geinemüerat schließt sich den AttSfülirungen an Ultd lehnt die Aussiilrruua ab. Auch beule kotNtttl über die Errichtung eines O r t s ff a l u ! S zur E r b e b » n q e 1 :t e r FiliaIste » er in Büdingen kein Belchlnff zustande. Ter AuSlchuff, dem die Bearbeit, 1111 iür die Ciniührung einer S t r a ß e » r e i» i g u » g an! stgdtiiche Kalten überwiesen ivar, sehlägt der» ütemeinderat vor, von einer aeinntte» Strgßettreinigung au! städlsiche Kostett a b z u! e he n. sonder» nur eine» AInnt, onrnitestett. der täglich beit gröbsten Echnrntz von ben Straße» errtierrrl »»d die städtilelre» Plätze reinigt. In, übrige» ioitleu die Straßen Ivre seither durch die Betvolrner gereinigt iverden. Tie Kone» iür die arizustelleodi Perion nebst Anichgssnng der nötigen Geräte Iverde» an> ök>6 Mk. jölnsicki veratrichlggt. Auch dieier Antrag findet IIN Genieindergt wenig Zukimitnnng, iür den Antrag Ipreetteu nur Bürgerweister Fendt und Gememdergt Klein. Dagegen ipricht Geniei derat Keil, der gus'ulirt, daß bie Gemeinde ivare» müsse inst Rücksicht an> die starke Belastung der Steuerzahler: auch weist er daraus hin. daß durch den Beitrag, den die Stadt zu den Kosten kür das Gvmnaümn Ml den Staat leisten müßte und der »ngeigl» 7000 Mk. jährlich betragen könnte, dgs flädtliche Budget sehr stark belastet würde. Er empnelilt, uu> eure bessere Reinianug der Straßen z» erzieleii, die. Errictztuue eines Orts statu tS, „acl welchem die Beivohner der Stadt die Straßen im Sotirmer ivöckrent- sich dreitnal nachtnittagS von b—9 Uhr und im Winter zweimal von 2—b Ithr reinigen müßten. Für diesen Antrag sorechen noch die GeureinderalStniiglteder Schnlz, Türck »nd Eckert. Der Antrag wird mit üliehrbeit onaeuoinmiu. Das Geinch um 91 e it p il a it e t un g einer Sackgasse an der Mühltorstraße wird g b g e I e h »t.
Hessen-Nassau.
-r. Völzberg, 10. Jan. An Stelle des bisherigen BürgerincisterS Peter Schultheis, ivelcher im Noveinber vor. IS. von der Slraskamnter zu Hana» ivegen Urknnden- fälschnng zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt wurde, ist vor inchreren Tage» Landivirt nnd Kanfmaun Lorenz Schultheis gewählt ivorden. L. Schnltheis steht im Anfang der 40er Jahre.
F. E. W iesbaden, 9. Jan. In der beutigen Sitzung der Stadtverordneten wurden als Mehrtosten de, der vorlän« figen Abrechnung über das K a i,' c r - F r i e d r i ch - D a d 132 032 Mark bewilligt. Für Ergänzungen wurden 60800 Mk. bcreitge- Itellt, da im letzten Jahre sich heransgcstellt hat. daß 400 Thermalbäder täglich gefordert wurden, ioährend bei dm vorhandenen Ein richtungen nur 280 Bäder abgegeben werden konnntm. Mit de» daraut bewillsgten 80M Mk. zur Herstellung elniw Thermalwane, leitungsanlagr vom Brunnenkontor in der Sviegeigasfe nach dein Kaiser-,rrtedrtch-Bad, sind letzt von der 2,8 Millionen.Antesh« für das Bad insgesamt 2,88 Millionen anfgcwandt.


