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Weier »om Pöbel. de» ick streng von »er aufi.iiiöiaen Kürgerschaft unterscheide, schwer beleidigt. Es gelang nie, die Beleidiger zu saiscn, die Offiziere waren beinahe für Vogel frei erklärt. Auch die Polizei nahm sic nicht in Schuh. Am 26. November erfolgten Beleidigungen der ans der Turnhalle kommenden Offiziere, E s ertönte die Aussvrderung, die Offiziere in den Kanal zu werte». An jenem Abend war Leutnant Schabt besonders Gegenstand der Beleidigungen. Er- beschwerte sich bei Oberst v. Reuter und dieser gab ihm eine Patrouille mit. Bo» der Patrouille wurden zwei Schreier aus der Menge heraus- gegrissen. TaS Vorgehen der Temonstranten war immer dasselbe. Sic johlten und schrien, und wenn sich die Ossiziere umdrehten, inackten sie ein unschuldiges Gesicht, Bei diesem Benehmen wurde einmal aus einer Gruppe heraus der Bankbeamte Kahn ergritien, der nach Zeugenaussagen gelacht hat. Tie Polizei stand den Demo» stranien gegenüber machtlos da. Als einmal die Ossiziere aus der Turnhalle kamen, wurden sie von Burschen, die sich vor der eurn- hatte schon vvrher unliebsam bemerkbar gemacht hatten, ausge- vsitsen. Ter Piiss wurde auch von anderer Seite aufgenominen, cs lag also Organisation in der Sache. Einen beleidigenden Zürnt beantwortete ein Ossizier damit, daß er einen Schreier ieitnedmcn ließ.

Während die Sachlage bisher klar ist, haben sich »VN da ab die Meinungen geteilt, ob es nötig war, das- das Militär eimairitt oder nicht. Es standen sich hier zwei Ansichten diametral gegen über, und es loar Ausgabe der vauvtverhandlung. diele Frage auizuhellen und zu beantnwrten, Tic einen Zeugenaussagen gingen dahin, das» Menschenmengen aus der Straße ivarcn, andere Zeugen bezeichneten die Straßen als menschenleer, Ter Siaatsannialt ging dann aus das Verhalten des Krcis- direktors ei», der sich dahin geäußert habe, er könne es ttieltl verhindern, wenn ein Leutnant belästigt würde. Wohin, io fragte er, sollen wir kommen, men» dieser Standpunkt in Zabern IN Permanenz erklärt würde? Gegen die Borkommnissc in Zabern schritt endlich Oberst v. Reuter ein. Pstickt und Ehre ge­boten ihm, den O s s i z i e r sr a n d zu schützen. Er ging um Grund des § :1a der Vorschriften über den Wastengebranch de, Militärs so vor, wie es eigentlich angesichts der unerhörten Vorgänge in Zabern schon langst hätte geschehen müssen. Tem Obersten fehlte das Bewus-rsein der Rechtswiürigtcit seiner vano- langen vollkomtnen, so daß auch die Anklage wegen Anmaßung der Orekutivgeivalt fallen muß Etwa« anderes, so führte der Staat« nnroaft ircitci' aus, fei es bezüglich bei Auflage wegen Verletzung der t; 230 des Rcicksstrasgesetzblulzs, betreffend F reihe its I, e, a u b u n g. Ter Oberst durfte die Fcstgenominenen unter keineu Umständen cingcivcrrr halten, sondern mußte sic der Z i v i l b e h ö r d e ü b c r l i c se r n. Hierfür beantragte der oiaats anwalt eine Ge!ä n gn i s st r a i c von lieben Tagen Be züglich des Leutnants Schadt ließ der Anklagevertreter die Anklage wegen »avsiriedensdeiichs lallen, jedoch beantragte er wegen der angeblichen Körperverletzung, begangen durch Ein schlagen eines Zahnes, eine Gefängnisstrafe von drei Tagen, weil lein Anlaß vorhanden sei, den Zeugen Kornmtznn für unglaubwürdig zu ballen.

Verteidiger Rechtsanwalt Tr. G r o s s a r t nahm iusbeionberc zunächst Stellung gegen die Behandlung der beiden Angeklagten durch die PiMleirn im Deutschen Reichstag. Tic Vor- gätige in Zabern, so betonte er, sind nicht von den guten Elementen Ser clsässischen Bevölkerung ansgegangen, sondern von Vertrelern besonderer Interessen. Man müsse auch die nervöse Stiminnng bc rülkstchngen, unter welcher die Kritik rinsetzte und dabei den ,Ri^i überhörie, inan solle zuvor die gerichtliche Aburteilung abwarlcn. Schon nach dem gewöbnlichen Gesetz sei jedermann berechtigt, seine Ehre zu schützen. Mehr noch wie der Bürger ist der Offizier bc rechiigt und verpilichtel, dies zn tun. Sich aus der Straße lierum- zuichlagcn. enlspricht nicht der Stellung des preußischen Osffziers. Zn Zabern mußten die Offiziere lange Zeit hindurch Beschimvinn- gcn schlucken, sa sich förmlich sogar verkriechen, Zm weiteren Verlaus seiner Anssührungen versnchrc der Verteidiger für das Verhalten seiner Klienten rechtliäze lsfrnndlaArn auszuspüren und ihre Ob- ieliioitäl zu begründen. Ter Oberg war zweiiellos berechtig!, sich aus die Tienstvorschriften über den Waffenqebrauch des Militärs zn beziehen, die, nwnn iie auch >m elsaß-lolhringischezi Einsührnngs- gefetz nicht ausdrücklich genannt sind, doch aus allen Wachen und Posten ausliegen und für alle vreußischen Truppen, wo immer sie sich beftnben mögen, Gültigkeit haben Wenn der Oberst erkannte, daß die Zivilbehörde zur Ausrechrcrhaltung der Ordnung nicht ge­nügte, konnte er aus Grund der gesetzlichen Unterlagen selbständig eingreisc». Ter Oberst befand sich im besten Glauben, das wird ihn, niemand abivrechen loollen. Der Verteidiger unternahm dann, die Festhaltung der Verhafteten im Pandurenkeller als nicht strafbar nachzuweisen. Nachdem der Verteidiger noch daraus hingewicscn, daß der Vater des Obersten v. Reuter im Zahrc 1870 bei Spichern den Heldentod gestorben und baß der Oberst die Traditionen seiner Familie l,insichtlich der Wahrung seiner Za milienehie sortsctzen nwllte, beantragte er dessen Freisvre- chuna. Tie rechtlichen Ausführungen bezog er auch aus den ÄngeUagten Schadt, der unter den, Bcicbl des Obersten stand. Tie Entschlossenheit zun, Handeln bei unseren Leutnants, wie sie hier in die Erscheinung trat, hat die deutsche Armee nötig. So sllichtbar seien die ganzen Borkommnisse nicht gewesen, daß sic die Auffassung recknsertigtcn, die in den in der Anklage an gezogenen Paragraphen zum Ausdruck gekommen seien. Tie er krachten Beweise für die Körperverletzung, deren sich Lentitanl Schadt schuldig gemacht haben soll, bczclchnete der Verteidiger als sür eine Verurteilung nicht genügend. Einzelne Vorgänge seien gewiß bedauerlich! es stünden ihnen aber die großen Rück­sichten aul die Armee und deren Ebre gegenüber. Oberst v. Reuter habe so gehandelt, wie er »ach seiner Auffasiiing von Ehre und nach seinem Gewissen vcrantworken zu können glaubte.

Tic U r t e i l s o e r k ü n d i g u n g wurde ans Sonnabend vovnittag 10 Uhr seftgesetzt.

Die Zungsraubahn.

Gießen, 8. Januar.

In die Hochalpen führte der sturste öffentliche Vortrag des Kaufmäimischcn Vereins und des Ortsgewerbevereins inr den man Professor Karl Brock m ann ans Ossnibach gewonnen hatte. Tie große »niversitätsaula war bis ans den setzten Platz besetzt.

Proscssor Brockmann ist den beiden Vereinen durchaus lein Fremdling mehr, schon tviederholt hat er die Mitglieder in die Alpen geführt und ihnen dort für die. gewaltige Schönheit der Natur die Äugen geöffnet, So tam es, daß von Ansang an ein herzlicher Ton des Verständnisses vom Katheder ausgrwg, Noch fester tvurde das Band geschlungen durch den Humor, mit dem der Vortrag gewürzt war.

Mit den ersten Plänen, die man zur Erbauung der «leltrischcn Bahnlinie von der Sckwidcck aus die Bahn JntcrlakenScheideck hatte man schon nach dem Eiqcr- glctscher, dein Rotstock, der Station Eismeer bis zun, Jung, srauioch faßte, begann der Vortragende In, Jahre 1890 wurden drei Projekte ausgestellt und am 27. Juli 1806 mit der Ausführung des Scllerfchen Planes begonnen Heute ist man damit zu Ende und doch ist der Gipfel nach nicht ganz bezwungen. Zum Betriebe war es nötig, unten im Tale d,e elektrische .Kraft zu sainmel» und sie dann aus die Höhe zu leiten. Zwei mächtige Elektrizitätswerke er­zeugen durch Wassertrast den nötige,, Betriebsstoff das eine Werk Lauter brunn hat 2500 Pserdekiäsle auszu- weisen, das Werk bei Burg Lauen 10000 Pferdekräste Es wird eine Spannung von 7000 Volt erzielt. Erhebliche Schwierigkeiten niachte die Zuführung des Wassers und das Legen der Leitung. Noch größere Anforderungen stellte die Führung der Bahnlinie selbst, bei der außer der Legung eines Tunnels die Stationen in den Felsen selbst errichtet »»erden mußten. Das Bohren wurde zunächst mit clck-

lrischeu Sloßbohrmaschincit vorgciiotnmen, als sich diese später nicht bewährten, griff man zu pneumatischen Boyr- inaschinen. Sehr sein konstruiert mußte auch die elektrische Lokomotive werden, sie besitzt 350 Pferdekräste, zur Zelt ihrer Erbauung eine ganz respektable Stärke, wenn sie auch jetzt längst überholt ist, Bemerleiisivert ist es, wie die eleltrische Kraft in der Bahn und in den Stationen und den Yotels ausgenutzt wird: Sic muß nicht nur für die Fort­bewegung der Züge sorgen, Licht spenden und lseizen, slk wird auch in der Küche verwandt und muß in großen Tonnen den Schnee schmelzen, wenn im Winter die Gletz- bäche gefroren sind, wobei 14 Liter Schnee 1 Liter Wasser geben.

Das ist in großen Züge» das gigantische Wer!, dessen Details der Vortragende noch weiter ausführte, wahren, er seine Hörer an der Hand von prächtigen L i ch l b u 0 c r n vom Tale bis in die höchsten Regionen des ewigen irchnecs führte und ihnen die benachbarte Alpenwelt ^igte, soweit sie dem unbewassneten Auge sichtbar ist. Auch das Leben und Treiben bei einer solchen Bergfahrt beschrieb Prosessor Brockmann mit humorvollen Worten. Reicher Beifall folgte beiden Teilen des interessanten Vorrrages. _ b

Aus StaSt und Land.

Gieße», 9. Januar 1914.

Dir Gewährung kommunaler zweiter Hypothekeu,

Die versahrene Grund- und Bodenwirtschast in wachsen­den Gemeinden hat den Hausbesitz in unentwirrbare H h p o- t h e k e n s o r g e n gestürzt. Alle bisherigen Bemühutlgen haben eine Hilfe nicht gebracht. Selbst die Ausnutzung des Hausbesitzerprivilegs in Bezug aus rin kommunales Ein- greisen vermochte nicht die Sache einen mertlichen r-chritt weiter zu bringen, tveil einerseits die tommnnalen Mittel bei der herrschenden Finanznot sehr knapp sind und weil andererseits der .Kreis der Interessen nnverhältnisinäßig groß ist.

Tn etwas geschehen muß und bei den Gemeindeverwal- tnilgen der gute Wille auch vorhanden ist, wird inan sich vorderhand zu Kleinversuchen entschließen müssen, aus denen sich die maßgebenden Erfahrungen ableiten werden. Beachtensivert sind dafür die Anregungen der letzten Tagung des Rheinischen Städtebundes, aus der ^Bür­germeister Boß-Dülken eine kommunale 'Ausleihung zweiter Hypotheken nur au ortsansässige, dem Mittel- Handwcrlcr und Kleingeiverbebcstand ungehörige Bnr g e r befürwortete, auf Neubauten, und zwar die im Ge- ineindebezirt liegen, ferner auch aus Um- und Erwesie rungsbauten. Er empfahl auch, .Häuser mit Werkstätten und Heineren Läden zu beleihen, um den gewerblichen Mittelstand zu stärien. Dabei sei eine regelmäßige und nicht zu geringe Tilgung der zweiten Hypotheken ersorder sich. Tie Höchstbelastung sollte ans 75 Pro;., unter Umstän­den auch aus 80 Proz. festgelegt werden, Tie gesamte B e r- waltungsarbeit sollte in »ilttlere» und {(einen Städten dem Verwalrungsrat der städtischen Spar lasse übertragen werden.

Man hielt diese Forderungen für beachlenswert. Woher die Mittel genomnien werden sollen, und in tvelchem Um­fang, stand allerdings dahin. Die breite Masse der not­leidenden Hausbesitzer hätte ja nichts von einer solchen Be­tätigung der Kommunen, aber es lväre ein Anfang, aus den, sich weiter bauen ließe. Wollten die Gemeinden, wie das von Regierungsseite angeregt ivorden ist, 'Anleihen für solche Zwecke ansnehmen, so toürde das Geld bei dem heutigen schlechten Emffsionsgeschäsl so teuer iverden, dgß nur mit kommunalen Opsern eine Hilft möglich wäre. Um Opfer bringen zu können, muß mau aber die Mittel haben, die allgemein fehlen.

** Güteircchtsregifter. Tie Elritiigeilschaftsg.'meiu- ichajt als Güte,recht ihrer Ehe haben vereinbart Schuhmacher Jakob Junker und dessen Ehesran Katharine geb. Decher in Münster, Weißbinber und Laildnärt Friedrich Lind III. und Ehefrau Elise geb Kröll von G o n t e rs k i r ck e n , Lanbwirt Wilhelm KNcckel II. in Röthges und Eheftan Emilie geb. Maul, Land-, Gastwirt und Metzger Rndoli Gras in Villin- gen und lkhcsvan Marie gcb. Ester, Landwirt Hcinnch Reich- bardt in Gonterskirchen und Ehefrau 'Anna geh. Lich- lenheld, Landwirt Reinhard Gras II. NI Bill in ge» und Eheftan Mathilde geh. Gras, Landwirt Wilhelm R o h n in Go n- tcrskirchcw und Ehcsran tzluguste geb. Gilbert, Landtvirt .Heinrich Fischer und Ehefrau Luise geb, Karvi daselbst, We- bereigehilie Wilhelm Kauß in Lardenbach und Ehesran Ka­tharine geh, Blum, Bergmann Karl Kauß daselbst und Ehcftau Elisabrthc gcb. Sauer. Landwirt Olw Reu iiing und Ehe sran Emma geb. Betz daselbst, Tchniied Johannes Äraul« w ii i st X. sw Schoaihcim und Frau Angelika geb. tzöreth, Maurer Valentin Becker und Ehesran Christine geh. Schößlrr zu ll e tz h a u s t n haben durch Ehcvertrag allgemeine Gülergemein ichast vcreintart, .Hans Sebastian Grub er, Metzger, und Ehe- srau Marie Leb, Svengler in 2l r he i l g e n lmben Gütertreii- IIII n g im -rinne des Bürgerlichen Gesetzbuchs vereinbart,

Landfteis Gießen.

-i. Stangenrod, 8. Jan. Ei» lremder Arbeiter besorgte sich von hier einen billigen Nknsahrsbraten, inden, er einet» hiesige» Einwohner eine» Haien mitnahm, Ta der Täler bekannt ist, dürste ihm der Brate» nicht sehr gut bekommen.

-II. E t t i n g s b g lt! e », 7, Inn. In der 6) c m e i n d e r a t s- iitznng ivnrde das neugewählte Mitglied, Landwirt nnd Konsitm- halter Ludwig Römer, verpflichtet.

Kreis Lautervach,

Ba, ,h e r b st e i n, 8, Jan, Zur E r iv e i t e r u n g des Wasserwerkes wurde» der Geiiieiude mehrere im sis- lalischei, Walde besiudsiche Quellen durch die Domanial« verwaltuug zur Verfügung gestellt. Um dieses Quellengebiet zuni Eigentum der (»senieinde zu machen, tvurde mit der Forstbehörde ein gegenseitiger Geländeaustausch von je 6 Hektar 'Nadelholzwald imBurgfrieden" bewerkstelligt. Eine Herauszahlung findet von keiner Seite statt, die aus den Grundstücken stehenden Holzbestände verbleiben de» bisherigen Eigentümern, sind jedoch bis I, April 1914 abzutreiben, Tie von der Geiueinde beabsichtigte käusliche Erwerbung des Quellengebietes konnte nicht berücksichtiat werden,

Kreis Fricdberg,

stockheim, 8, Jan, Dem Peruehmeii »ach soll die Koniervenfabrik Stockheim wieder in eine Zucker, ab ri k umgewandelt werden. Die bereits ae* ftt) c Menen Verhandlungen haben sich günstig dafür ausge-

siuiicuvuig uno Rhein hkffen.

rin, g-armstadt, 9, Jan, In der verfloisenen N kniGm Wafsengcschäsi in der Ernst Ludwigsti ein Einbruch verübt Tie Diebe, wahrscheinlich sind es z

sietzeu sich am Abend im Hause einschlicßen und dran

drr, Rückseite in den Loden ein, lvtt sie Waffen a Jrt, fiftoten, Brownings, Jagdmesser, Rucksäcke, Jaqdu 's 1 ? Runitro», im Werte von etwa 1000 bis 1ÄX) können " 1,0t bi# f&t di° Täter nicht entde

m O i i e ll b a ch, 9, Ja», In der T t a d t v e t o r ö n e t e n- Versammlung ist insoleni eine Aendermig eingelreleii, als Kicderhln i» den vorbeeotendeil AuSschüIicn ein Stadtverordnete I den Vorsitz ftihrt und demgemäb auch im Plennni der Ttadt- verordnetenützting über di« entsprechende Materie berichtet, Ivährcnd lttsher der Oberbürgerineilter oder ein Beigeordneter als Vo>- ützender inngierte und das Ergebnis der Vorberalungcii vortrng. Eine weitere Neuerung besteht darin, daß einigen Deputationen nnd Ausschüssen 7 an der Zahl 15 F raue n ans der Bürgcr- Ichaft zngeleilt worden fiiity die ebenlalls stinnnberechiigt sind. Tie Hessische L a » d e« b y p o t h e k e » b « n f bat ihr Aktien­kapital in» 109 000 Mk, erhöht, die Sladtverardnele» beschlösse», von dem erhöhten 'Akiieiikapital 10 000 Mk. zn übernehmen,

ob, Bingen, 7. Jan. Vom Kreis amt ist nunmehr eine Besliinninng erlassen, die de» Frieden mit den Pielibäiidlern ivieder berslelleu dnrlle. Tie Quarantäne vor ilbtrieb des Viehes von dem Markte ist aus geh oben worden Vieb aus verseuchten sebicten dars erst »ach einer siebentägigen Quarantäne ans die hiesigen Viehmärkte aingetriebei, werden. Für Klaueniiere sind jedoch nach wie vor gültige llrivrnngszeiignisse vorzuzeigen,

Hessen-Nassau.

l,i Marburg, 8, Jan, Der deutsche Zentralausjchuß zur Bekämpsung der Tuberkulose bewilligte für die bei Marburg zu errichtende Walderholungsstätte eine einmalige Beihilfe pon 3000 Mk,

F r a n t f« r t a. Ml, 8, Ja», Heute morgen erschoß der in der Hohenstraße 40 wohnhafte 28jährige Rudolf Klein sch rot aus Neckarsulm die '29 Jahre alte, Eheftan seines Logisherrn, des Kutschers Epple, niit der er, wie aus einem von ihm hinterlassenen Briese an den Ehemann hervorgcht, ein Liebesverhältnis angrtnüpst hatte. Er drang heute früh, während Frau Epple noch schlies, in ihr Zimmer ein und tötete sie durch zwei Schüsse in die linle Schläfe nnd die Herzgegend, Hieraus brachte er s i ch s e l b st e i n c n Schuß in die rechte Schläfe bei und verletzte sich tödlich, 'Nachbarn, denen aussiel, daß die Wohnung länger als sonst geschlossen war, verständigten die Polizei, und diese sand den Kleinschrot auf dem Boden liegend, die Frau im Bette tot vor, Tie stantsauvallschastliche Untersuchung ist eingeleitet worden,

X Schlüchtern, 8, Jan, In dem Toric Ulmbach wurde der 51 Jahre alte Schreiner Heinrich H o h m n n n durch die Unvoiffchtigkeit eines nach Spatzen schießenden Knaben i ns Auge g et rossen. Das 'Auge ist vollständig zcrstött.

«erich»^»aaU

Lich, 7. Jan. (LchösfeiiqerichN. '^as erst 16 Jahre alte Dienstmädchen B. Sf. halte sich in sechs verschiedenen selbständigen Handluirqen wegen Wäschediebstahl 311 verantworten. Bon der hiesigen städiischen Bleiche hat es im Law'e des vorigen Soimners mehrere Bluseii, Hemden, Ctri'nnvse nsiv. entwendet. Die An­geklagte war dnrch die früher bei ihr vorgenommene Hausjnchrnrg überiührl und ancl» hente zun» Te l gestä,»diq. Das Gcr,cht er­kannte ans eine Gesanitstra^e von einer Woche Gefängnis, »vegen eines der dlngeklagtci» »veiler zur Last gelegten Diebstahls uiußte inangels Beiveises Freisprechnng erfolgen. Ter Marirer Hch. Z. vo>» Ctansenberg halte sich in Lich als Vorarbeiter einlogiert, war aber am »,ächslei» Tage, ohne seine Zeche zn bezahlen, verduftet. Er ivlirde ,vege»» Zechbetnigs z», 10 Mk. Geldstrafe oder 2 Tagen Gesänanis verlirteilt. Der Weistbinderlehrlmg 0. P. von Langs­dorf hatte sich in der Tr»mkenhe»t dazu hinretßen lassen, einen» anderen Burschen, der ihn verleumdet hatte, mit einem Stock mehrere Schläge auf den Kopf z»» versehen. Er mußte dieses he»»te n»it 18 Mk. Geldstrafe oder 3 Tagen Gesäilgnis büßen.

Universitäts-Nachrichten.

Gin Vortragszyklus über Rontgenologic mit besonderer Berücksichtigung der Diagnostik sür praktische Acrzlc wird von» Zentralkomitee iür das ärztliche Fortbildnngsivesen »n Preußen in der ersten Febrnarivoche im Kniserm-Hriedrich-Hause in Berlin veranstaltet. Die Vorträge (mit Demonstrationen) finden von» Molltag bis Freitag täglich von 1112 Uhr mittag? und 79 Uhr abends statt; der San»stag ist für praktische Vor­führungen Vorbehalten.

Kandel.

*' Die Bank für Handel u u d I » d u st r i e, Nieder- Inssimtt Kießen lTarinstädter Bnnk), letzt im Verein mit anderen Banken laut üeuliqem Inserat 21! k, 8 000 000. ckprozentigc neue reickismündelsickere 2I»leihe der Stadt Tortnumd von 1014 zm» Kurse von 93,80 Pro;, zur Zeickniniitz au!. Dos Papier muß zur jehitzen Zell, wo das Geld ivieder recht siüssig geworden ist, als ganz besonders billig bezeichnet werden.

Märkte.

" Gießen, 9. Ja». Vieh markt. Bei dem am 6. und 7. Januar abgehaltenen Markt waren ausgetricbeii 631 Stück Rindviel, und 87 Schweine. Ter nächste 21!arkt findet ani 20. und 21. Januar statt,

lo. Wtesbabe», 8. Ja». Heu- und Strohniarkt, Angelahren waren ll Wagen mit Heu und Stroh, Man nollerte Heu 6,607,20 'Ulf. Stroh (Richtstroh) 4,800,00 Mk., Krumni- stroh 3,20-0,00 Pik. Frnch tm arkt. Haser 16,00-17.00 Mk, 2llles je 100 Kilo,

(In einem Teil der Sknslage nnederholt,) lc, Fraukkiirt a. M. V i eh ll o i-Ma rrt h eri cht vom 8. Jan. Auitrieb: Rinder 158, Ochsen 32, Bullen 4, Kühe »nd Färsen 122, Kälber 846, Schale 129, Schweine 886, Ziege» 0.

Lendenz: Kälber gedrückt, Schasc ruhig, Schweine rege, bleibt

Ueberstanb. Preis sür 100 Md,

Lebend- Schlacht­gewicht,

Kälber, 21!k. Mk.

Feinste Masikälber......... 6870 113117

Mittlere Matt- und beste Saugkälber. . . . 63-87 I07-II4

Geringere Mast- und gut! Sangkälbec . . . b862 98105

Geringere Saugkälber......... 5054 8592

Schake,

Slallmastschaie:

Masllämtucr und jüngere Masthammel , , . 4445 9294

ßlellere Masthammel, gul genährte junge Schale und geringere Masilämmer ...... 36-38 88-91

S ch w e i n e.

Vollsieischige Schweine »on80-100 kg

Lebendgewicht........ 56.5158.00 72.00-75.11

Dollfleffchige Schwein- unter 80 üg

Lebendqewtch!........ 56 0157.50 71.0074.01

Vollfleiichige Schweine von 100120 kg

Lebendgewicht........ 56.0058.00 71.007410

Vollfleiichige Schweine von 120150 k;

Lebendgewicht........ 56.0058.00 72.0574.01

Meteorologische Beobachtungen der Station Sieben

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