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Süchertisch.

Soeben erschienen: Ludwig Reeg, Der Heimweg. Verlag C £> Beck, München. Preis 3 Mark. Das ist die machtvolle Lebens fuge/ zn der die beiden früheren Bücher ReegsBon deg liefet: Wirklichkeit" undDas verborgene Leben" hmletteu wie zart und borf> bestimmt einführende Präludien. Erklingen m leiren früheren Tichttmgen die Melodien des inneren Lebens rede für sich, wie die Lieder des Psalters nud, wie diese, freigelöst über dem Persönlichen schtvebend, so schreiten die Rvthmr-n des neuen Wertes im Schritt des Dramas: wenn nicht der Form, so doch dem Wesen nach istDer Heimweg" ein Drama der Seele, des mneren Wer­dens der Persönlichkeit im Kampf mit den Lebensmächten. Die ein­zelnen Gesänge schließen sich zum Lebensbild zusammen; rede neue Lebensstufc wächst mit innerer Notwendigkeit aus »er früheren hervor: erschütternd wird es spürbar: Hier dichtet das Leben selbst' Wohl tritt das Individuelle kräftig imt> lebendig m bieder Dichtung hervor, doch es ist nur Durchgang zur Vollenduug und so zuletzt nur Siunbild des ewigen Menschen Wesens. Fragt einer, was solch ein Buch »ms zu gelten habe u: der Vfot der G--genwar1, so möchte man ilM antworten: Eure neue Sehnsucht und eine neue Gewißheit! >

_ Die O pferschvle. Roman von Jda Bop-Ed. Ver­lag August Scherl G. m. b. H., Berlin. Geheftet 4 Mark.

cfoa Boy-Ed hat sich zu diesem neuesten Romau von den geivaltigen Erscheinungen und Begebnissen unseres Weltkrieges anregen lassem Und doch ist es 'keinKriegsroman" im allgemeinen srnioe. Wohl tönt alles Große und Graue,ihafde dieses Krieges gewaltig durch da« Buch, aber es klingt doch nur von ferne hinein in. all dry Merrschenschicksale, die es tief imd erschütternd berührt, ^o lebenso voll und wahrheitsrmttig die Männer dieses Buches geschildert sind, die fast alle zu Helden »verdeu, in Wahrheit gehört es den. Frauen, schildert es mit einem von dichterischem Empfinden! verklärten, tiefen Verständnis das Erleben der Franenseele in dieser! schweren und doä) unvergeßlich großen Dagen. So muß mast denn auch vor allem von hm Heldinnen dieser an sich stillen und innerlichen Geschichte sprechen, von denen, die da entschlossen und, willensstark oder fast der Verzweiflung erliegend nach schwerem Kamps alles, was sie an wahrem oder vermeintlichem Glück besaßen, in die OpserschaLe legen ....

-- Helene von hlau: Die Abenteuer der Japanerin Kvlilee. Roman Verlag von Egon Fleischet & Ev., BerlinW. Preis geh. 5 Mark. Ein Abenteurerroman doch nicht nach der alten Schablone, wie ihn etwa Jules Berne gegeben hat: nichts Umoahrscheinliches, nichts Unmögliches ent* hält diese Geschichte Sie ist mrs dem Leben geschöpft, aber anö dem bei uns so lmbekmmten Leben einer uns wesensfremden Rasse. Wie die vornehme Japanerin, die Tochter des lwheuStaatsbeanr- ten, lediglich um ibrem Väterlande zu dienen, in der Zeit kurz vor dem Kriege, den Japan natürlich kommen sah, da sein Bundes­genosse England ihm die nötigen Winke gegeben hatte^ im Interesse der zukünftigen Entwicklung als Spionin in unsere Büdseekolvnien geht und dort zum ersten Male deutsches We«en auf sich wirken läßt, wie sie ihm irnterliegt, und tvie das Menschliche das Politische besic^t, ist von Mene von Müblau mit großer Anschaulichkeit und feiner Stimmung geschildert. Tie schwüle Atmosphäre vor Aus­bruch des Krieges brs zu dessen Begimr, das Leben imd die Arbeit in unserer schönsten Kolonie, die herrliche Landschaft, die mit glühenden Farben hingezaubert ist. endlich der heroische Wider­stand der kleinen Besatzung und ihre unausbleibliche Niederlage bilden den äußeren Rahmen des Seffengemäldes. Tenn ein solck^eS ist dieses farbenreiche Buch, das uns die Seele einer sremdrassigen Frau cnthrült.

Neuerscheinungen von Reclams Universal- Biblivthek in neuer Ausstattung. (Verlag Phil. Rec- lam jun., Leipzig.) Frankreichs Schicksale im Jahre 1870. Aus dem Nachlaß des Grafen Gobiueaw Irr crutvris. lieber tr.

von Rudolf Schlösser. Sechs Monate Me st fr o n t. Feld- zua^erlebnisse eines Artillerieoffiziers in Belgien, Nordffankveich und der Eyampague. Von Walther Reinhardt. Mirabeila und a ndere Novellen. Bon Lotte Gubalke. Das Wart« bursfest am 18. Oktober ^817. Kurze und wahrhaftige

Beschreibung des großen Bu '.scberrfestss auf der Wartburg bei

Eisenach. Von Hans Ferdruaud Maßmumr. Nebst Reden sock» Liedern. Mt einer Grnlerttmg heraus gegeben von Tr. Raimund Steiuert. Der Weltkrieg 1914/17. Gesammelte Berichte von Geueralurajor v. Loebell. 4 Banv: Bon Beginn 1916 bis zum DuSbruch des rumänischen Krieges, Ende August 1916. Michel. Geschichte eines Deutschen unserer Zeit. Von J-oharmeB Schere. Mt einem Bildnis des Verfassers und einer Einleitung! von Tr. Rdax Mendheim. 1. Band.

Das neue Deutsche P o st r e ch t, enthaltend Post­ordnung für das Deutsche Reich vom 23. Juli 1917 mit erläuternder! Anmerkungen sowie Gesetz über has Postlvcsen des Deutschen Reiches nebst der PostnovAle, erläutert durch hie Rechtsprechung bis in die jüngste Zeit, beide Ausgaben mit einem ausführlichen Sachregister .und einem Tabell-enanhang über das Poslgebührenwffen von Dr. jur. R. H. Roeder, Berlin. PreiA 4 Mavk gebunden. Jndnstrieverlag Spaeth & Linde, Berlin C 2.

Gietzcner Haussrauen-Verein.

KochlUlweisungen.

Eintopfgericht. 200 Gramm weiße Bohnen . 2Y» Pfund Schnittbohnen. 100 Gramm Gerstenffvcken. 2 Pfund Kar­toffeln, Salz, Zlmebeln, Petersilie, Äohueukraul, etwas Fett. Tie Bohnen werben über 9tacht emgeweicht, augeÄxlü und 23 Stun­den in die Kochkiste gestellt. Die Bohnen (-es können Salzbohn-on! sein) lverden in Fett oder in Ermcmgkttmg dessen in Milch aufgelösten Suppenwürfeln gedünstet und mit den Gerstenflocken den kochenden Bohnen beigefügt. Ebenso die in Scheiben geschnitten neu Kartoffeln. Eventuell reibe man noch einige rohe Kartosfelst dazu. 15 Minute»! aukocheu. 2 Stunden Kochkiste. Bor dem An* richten mit Petersilie nnd etwa noch fehlendem Gewürz abschinrcken.

K a r t o f f e l s u p p e mit Buttermilch. Geschälte, in Wüffel geschnittene Kartoffeln werben in Salzwasser weichgekocht, die Buttermilch nutet bestLudigem Rühren hinzugageben. Das Ganze mir heiß werden lassen.

Labshaus von Fisch 3Pfund Kartoffeln, Vt Liter Brüh« oder Wässer, 70 Gramm Fett, 1 LorbceMatt, 1 Zwiebel, Salz, Pfeffer, Reste von übriggebliebeuem Fisch Mich Klipp- oder Stocks fisch. Ter Fisch ivird in kleine Würfel geschnitten, ebenso die Zwiebel. Tu gargekochten Kartoffeln werden geschält und &t* stampft. Das Fett wird in einen Kochtopf getan, die Zwiebel darin geröstet, dann werden Kartoffeln, Fisch und Gewürze da^ugsgeben. Das Gericht wird auf dem Hevd noch einntal recht herßgemacht. Schmeckt sehr gut mit SalzgurAeu.

K r i e g s g e b ä ck. 2 Eier, 2 Eier schwer Zucker. 2 Eier schwer Mehl. Zucker und Eier eine halbe Stunde rühren, daS Mehl wn* unter mischen. Mit Tocköffeln auf ein gestrichenes Blech setze» nnd hell backen.. _

Bexlerdild.

Wo ist der deutsche Horchpo''en k (Auflösung in nächster Nummer.)

Auflösung de- Homogramms in voriger Nummsrr

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Rad d o i r Ban

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Schnftleituug: W. Aleyec. .ZwitlrngSrunddruck der Brüh l'schen Uuw.-Bitch- !ind Steiudruckerei. R. Lange, Gießen.