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.hre fetneit Shiöcfyel beftmnbem tonnte, die ein Stiumpf von taubengrauer Seide höchst vorteilh<rft hervorhob. „Frei- lich," sagte sie, „totr rechnen sehr auf Sie/" Sie sah hils- Ivs urrd bekümmert drein, war aber doch kalt genug, diese ihre Hilflosigkeit auf das vorteilhafteste zur Schau zu stellen.
Er meldete fick an diesem Versuch, ihn ai sangen. Wieder dachte er an me Jahre, die hinter ih-»» lagen, und wunderte sich, wie er damals hatte so schwach sein können. „Ich JHÜfjte," sagte er. .,ehe ich mich in irgendeiner Richtung entschließe, natürlich erst einen genauen Einblick in die Ber^ hältnisse Ihres Gatten bekommen."
Es war, als überhöre sie, was er sagte, denn sie fragte unvermittelt: „Sind Sie verheiratet?""
Er war nicht im mindesten überrascht, sondern antwortete trocken: „Nein."
„Sie ftrib noch jung," sagte sie und musterte ihn eine Weile ganz offen, mit einer Miene, die ihm zeigte, daß er ihr gefiel. Wieder seufzte sie. „Mein Mann ist alt/" setzte
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sie dann nach einer Panse hinzu
„Wie alt?"" fragte er.
„Er wird fünfnndfünfzig. Und ich? Wie alt schätzen Sie mich?""
„Vieruirdzw-arrzig/" antwortete er aufs Geratewohl.
„Sechsnndzwanzig,"" verbesserte sie ihn, ihm kokett zu- nickend und ihm mit einem Blick dankend.
Sie sprang plötzlich auf, ging unruhig im Salon hin und her und begann, sich in ein Fieber hinernredend, unvermittelt die Geschichte ihres materiellen Zusammenbruchs zu erzählen.
Er hörte ihr aufmerksam zu und wog gleichmütig oft, was an ifyxen Worten Wahrheit und was Lüge sein könne. Aber er faitb schließlich, daß sich wohl alles in Wirklichkeit so verhalten und zugetragen haben konnte, wie sie es erzählte.
Sie war Schauspielerin gewesen, Sängerin am Theater des Westens, allerdings erst eine Anfängerin, doch hatte man schon begonnen, ihr größere Rollen zu geben. Da lernte sie Gutzeit kennen, der sich in sie verliebte, und der Himmel Und Hölle in Bewegung setzte, um sie heiraten zu können. Er tat es auch, nachdem es ihm gelungen war, sich von seiner ersten Krau scheiden zu lassen. Damals brach das erste Unglück Über das Geschäft herein, denn Gutzeit mußte nach erfolgter Scheidung seiner ersten Fran die von ihr in die Ehe einge- brachte Mitgift von dreihmrderttausend Mark zurückzahlen und zwar, was das Unglück war, in bar. Immerhin, Gut- z-eit, der sich aus den Airsängen eines kleinen Möbelfabrikanten emporgearbeitet batte imb der für seinePerson sparsam war, gelang es, der Lage Herr zn tverden. Besonders nachdem er in der Person eines Herrn Goedecke, eines jungen Berliners, einen außerordentlich tatkräftigeir und gewandten Geschäftsführer erhalten hatte, vergrößerte sich der Umsatz ständig. Aber nach einer kurzen scheinbaren Blüte trat jäh und unerwartet die Katastrophe ein. Goedecke, der nach Rußland gereist war, uni dort einen großen Einkauf in Holzern abzuschließen, kehrte von dieser Reise nicht mehr zurück, und es ergab sich, daß er dem Geschäft, dessen Füh- rmrg chm in dummer Vertrauensseligkeit überlassen worden
m jahrelangen Unterschleifen an viermalhnnderttau- wnd Mark entzogen hatte. Das war vor drei Monaten geschehen. Die Lage war zwar noch immer verworren, soviel aber sicher, daß, wenn nicht ein kapitalkräftiger Helfer einsprang, das Geschäft verloren war. Ein großes Sägewerk ?. n der Ostsee, bedeutende Holzlager und das Hans, in dem fte wohnten — alles Objekte, die hoch belastet waren, so daß 2™, ble 8™fen, die sie fraßen, nicht mehr aufbringen ^ n T/'.^urden nni E^i Spottpreis verschleudert werden. Und ihnen selbst bliebe nichts. Nichts. .
blieb vor ihm stehen und sah ihn angstvoll jan. Nichts von Berechnung war mehr an ihr zn entdecken. Sie schien gebrochen. „Werden Sie uns helfend" ftagte sie.
die Angelegenheit prüfen/" entgegnete er vollkommen sachlich, obwohr ihii ihre Angst in denZusta.rd ^angenehmen Erregung versetzt hatte. „Zeigt es sich daß das Geschäft zu halte,, ist Lck daß di-Lld^. öfe hineingestcckt merbett mußten, sich verzinsen, bin tcl> nicht abgeneigt, das Ganze zu übernehmen." ™
wir^' ftafite sie hastig. „Mas würde dabei für uns ansfallen? JAe Stimme zitterte, und vor ihren Ailgen laa eS wie ein Schleier. ' 1 l9ren
Er M Ute einen Augenblick ihre Angst voll ans. Dann sagte er: „Das hängt von der tatsächlichen Lage ab, in der
sich das Geschäft Ihres Gatten befindet und über die ich mir klar werden muß. Nach dem, was Sie mir berichten, wird es freilich nicht viel sein. Immerhin soviel, daß Ihr Gatte rn irgend einer Eigenschaft in dem Geschäft verbleiben könnte, vielleicht als fachlicher Leiter. . . Ihr Gatte, gnä- drge Frau, fdyeint kein Kaufmann zn sein?""
Sie wurde rot, und ihre Augen begannen bös zu leuche ten. „Er ist ein Dummkopf!"" rief sie aus.
Er lächelte. „Trösteu Sie sich,. Ein jeder Mensch macht Dunnnheiten. Ich habe aiich welche gemacht."
Sie wandte sich ihnr voll zu unS sah ihn demütig an, als bewundere sie seine Kühle. „Sie? Sie sind sicher sehr erfahren? Und auch reich?""
bin erfahren — ja, sehr. Und ich bin auch reich, glücklicherweise. Aber ich hoffe, noch reicher zu werden/"
Sie faßte lvie im Traum nach seinem Anw. „Und Sie werden uns helfen?"" fragte sie mit verschleierter Stimme.
_ . Wue den Druck und ließ die Wärme der Hand ans
sich ernwrrken. Aber er wurde nicht verwirrt dadurch, viel- rnehr innerlich völlig klar. Er erkannte mit einem Male einen tl der geheimen Zusammenhänge des Lebens, die ihm bisger recht dunkel erschienen waren. Es war immer k er ' tec die Macht hatte, nahm, während der, der schwach war, sich berauben lassen mußte. Nun, es war ifym letzt eine Wollust, zn rauben
„Wie?"" bat sie erstaunt. „Sie tverden uns helfen?"
„Wem?""
„Uns! Nein, nicht uns: mir! . . . Werden Sie es?"
„Ich weiß es nicht . . ."
Sie umklammerte seinen Arm fester. „Ich werde Ihnen dankbar sein. Immer. Ich werde es Ihnen nie vergessen.. /" r , loste ihre §anb von seinem Arm, betrachtete und streichelte sie wie in Gedanken. „Lieben Sie Ihren Mann?"" ftagte er leise.
Da weinte sie plötzliche und überließ ihm gehorsam die eme Hand, während sie mit der anderen ihre Tränen trock- Sie nicht/" schluchzte sie, „er hat mich unglücklich gemacht . .
, //'P 1 ? ^ben macht immer der eine den andern unglücklich, sagte er grausam. „Das ist so. Man muß sich hütekf, der andere zu sem. Das ist alles." '
„Ja, sagte sie weich.
„Sehen Sie das ein?"
„Ja, ich sehe es ein . .
®J C nähvr an sich heran und drückte einen schnei- len, oberslachlichcn Kuß auf ihr Haar, so, als gebe er ihr «m s'° ,jür eine Weile zu trösten, ein flüchtiges Geschenk.'
' M sehen, was ich für Sie tun kann," sagte er zögerlich. Aber ich tue es nur unter einer Bedingung."
? e lIm unter Tränen dankbar an VJ? Ü/ Ürfen m i vergessen, daß es nur c,n Geschenk ist, was ich Ihnen mache, und daß ich dieses Geschenk zurück^
vergessen?""' ^ r€ut • • • Wollen Sie das nicht
widerstrebend, den Kopf zur
LehnFßie mksii GLw„k"abP^"'^'^°wuMein . . .
Einen Moment war es, als wolle sie sich in seine Arme ^ u £ übweisende Ausdruck in seinen Augen hielt sie davon ab. „Ich, nehme alles an, was Sie mir schenken "" sagte sie gehorsam. „Aber ich bitte Sie doch: seien Sie gut'""
Er er^wb sich, und küßte ihi die Hand. 9
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^ ^bsltztum, das nun ihm gehöre. #
rvwwü* 1 [ö0te c Sehe jetzt. Ich erwarte Jhrekr
Ln" St: Ln" melnm ^ ^ will dann ver.
0tn9 ' _ (Fortsetzung folgt.)
Zpätherbstgang in der Lüneburger Heide.
Von Ludwig Beil.
(Nachdruck verboten.)
Es ist noch früb, ein fvostfeuchter Herbftmvrgen
^upf füllt die hohe Halle des HauptbahnhofS streicht rmt wechen, leckmchen Zrmgen unter der EiseNktonstruk, twn ^ns Freie hbnruS, wo er die Lrllen MvrgenTvebel zum Quirlen
liog/mrswn^, in nmrnenr Wteil. Ter Rucksack


