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diesen prpchikvv-lle-n. schlickten, geraden Mid einfachen Menschen, rxn von <xll feem, was er gL'an und ejAebt hakte, so sprach, als wärt- das alles nicksts weiter als höchstens eine spannende, baute und bewegte Fahrt ins Land der ^bc iteaer gewesen. Er berichtete, als wäre es die selbstmrstmidlichste Sache van der Welt — aber er berichtete es erst auf eine Frage hin, —, daß er mm Äner gvoßcn Reise ^änre, daß er allerlei Ehren' erngeheimst iutb daß er jetzt, an diesem Abend noch, wieder am die Front führe.
„Ta hast du gewiß diel vor?" sagte sein.Freund.
,Eiu Lachen war die Antwort: „Ihr ivexdet's b-altz Hörem"
Tancit war das Gespräch über den Krieg und über das Fliege! c zu Ende, und die beiden Jugendsremrde, die sich lange nickst gesehen harten, wandten die Blicke wach rückwärts und tauschten Er-- innerungen aus Tagen aus, die vielleicht zehn Jahre, vielleicht auch ein weirig länger, zurücklagen.
„Weißt du noch," sagte der Freund,, „wie lvir mit den größere Stengeln der Sonnenblumen losgezogen find, und wie mir urrs richtige Schlachten mit den sStraßechungen geliefert li-aben."
Ter Flieger mit dem hohen Orden am Halse lauste und sagte vergimgt: „Ja, das war 'sein." Tann sprachen sie weiter über die Heimat, über Dessau, über gemenrsame Freunde und Kameraden und ihre Schicksale, über allerlei Begebnisse ihres jungen Lebens, die ihnen merkwürdig und er'ivähuonswert waren.
Blond, sprühend, lebendig, und doch schon so ernst, viel ernster, als er es seinen Jahren auch Hätte feilt dürfen, saß der Fli-gcr da, dieses lebendige Stück vom Ruhme.des jungen Deutschlands, und immer, wenn irgendein halbvevg>essenes kleines Erlebnis ans Jrrgendland bald von ihm, bald von dein Freunde angesckstagenj wurde, wich der harte und Aare Glairz seiner Angen einein schönen und warnien Leuckchen.
Man mußte ihn immerzu anseheir, man hatte ihn gleich lieb.
Sehr schnell war die eine Stunde, die ihm noch für uns geblieben n>ar, vorüber, und es uurrde Zech zunt Aufbruch, nach eiuem letzten Glase, das mit tausend gutem Wünschet geleert wurde. Der Freund, den die Begegnung dieser Stunde tief bewegt hatte, mu^ite zurückbleiben, und ich begleitete den Flieger allein bis vor Unseres Hanfes Tür.
Ein seiner Regen fiel, und die Bogenlarnpeu auf dem Bahrr- hofsp'latze halten im Nidel einen Hof, wie nmnchmal d-er.Mond in den Wollen. Es war kalt, neblig und häßlich geworden.
Wir standen ein paar .Augenblicke auf der untersten Stufe der Treppe und hatteit niock). ein kleines Gespräch über den Freund im5> seine Krankheit. Tabei hatte der Flieger^der sonst ganz Stahl Md Kraft war, plötzlich viel Güte in der Stimme, Mitleid und Teilnahme.
Dann schwiegen wir, und der Flieger sah nach der Uhr hinüber: „Es ist Zeit."
Dann gaben wir uns die Hand.
„Wie sonderbar ist das," sagte ich. „daß Sie inm wieder svrtsseheit, hinaus . . . Sie mögen nicht hören, daß man Sie lobt, und oaß man Ihnen Bewunderung zollt, wie man's so gern probte. Aber das will ich Ihnen doch sagen, daß nrir wunderlich, säst traurig zu Dtute ist, wenn ich daran denke, wohin Sie reisen, und daß wir der Llbschied von Ihnen sch>verfällt."
Er sah mich groß ait. Er war sehr erirst geworden. Tamr lächelte er eia lvenirs und sagte, die Achsel hebend: „Das ist der Krieg . . Aber wrr haben ja bis jetzt Glück gehabt . . . Und d»nn . . . Gute diacht ..."
Er gab mir noch einmal die Hand, schüttelte sie und hielt sie, mich an sehend, einen Augenblick fest, einen Augenblick länger vielleicht, als es sonst beim Mschied Brauch ist.
Es war plötzlich so, als hätte er es gar nicht sehr eilig, an seinen Zug zu kommen.
So standen wir ohne Worte. .Ich weiß noch gut, daß ich etwas sagen wollte und das Wort nicht.fand, das ich so gern hätte sagen .mögen. v
Plötzlich machte er sich los und trat ^schrrell auf die Straße hinab, in den Regen und in die Nacht hmaus.
Ich sah ifjm nach.
Er ging sehr langsam, ohne Eile über den Platz und machte noch einmal neben einer großen Laterne Halt, um sich umzusehen. So standen wir noch einmal ein paar Augenblicke Blick in Blick, und es war etwas in nrir, was mich zu dem Zögentden riß — aber ich blieb an meinem Platze und l-vb nur noch eiitmal die Hand, um ihn wiükend zu grüßen.
Das tat er auch.
Tamu wandte er sich> mit eiirem Ruck und ging schnell weiter und war bald zwischen beit Menschen verschwunden.
So ging er hinüber in den Zug, der ihn zur Front brachte, zu neuen Siegen nnd zürn Tode.
Bei Regen und Nebel, in würrderlicher, ahnungsvoll - iveher Stimmung ist er gegangen, bewegt und erschüttert hat er uns Aurückgelassen.
Mchertlkff.
— Grundriß einer äußeren Geschichte Deu ksch- lands tu zwei Iahrtausenden. Don A. Conrades Richter, in Hannover. 116 S. 8°, Hannover, Heüvingsche Verlagsbuchhandlung. Preis 2 Aiark. — Die D>lkerVerschwörung gegen uns, der Verleunidirngsfeldzug unserer Hauptseinde und ihre Grausamleiten und VölferrechtsVerletzungen nötigen uns zum NackHenken rrver die Fragen: Wie Aon'nle das alles kommen, tvie muß dieser Krieg enden, und werben unsere Feinde nachl)er Frieden halten? ~ cr ersahr-eüe Ber;asser läßt den Leser im.Buche der Geschichte ine Antwort finden. Tie Anfänge der deuckschen Geschichte (113 vor Chrpio). flkvben und Zerfall des Franken- und des Deutschen Reiches und den Wiederaufbau des Reiches, auch das deutsche Verhalten gegen andere Völker und Mächte und umgekehrt, führt er uns kurz (ohne Kriegs- und Schlackstengeschichte) U7ld doch gründlich vor Augen.
i m * 11 1 ^ r Wille (Kunst^vart). Zweites Septemberheft ch/v-.l^gsausgabe zum eriEgten Preis von 3,60 Mark vrertehahrlich. Verlag von Georg D. W. Callwey, München.) — Mit dem vorliegenderr Heftendes Knnstwarts läuft dessen erstes
schien alter ab. Eiii Dien» chenslle r voll ganz ungewöhnlicher ^rfö^gek Für das neiuste Heft: 'derselbe Ferdmarld Ave-
nartus, der vor 30^Jahren das Msttt gegründet hat, Urcht nur dem Rameu nach als Herausgeber, sa-nLenr er ist auch tatjächlich als Lprecher und Leiter an erster Stelle dabei! Das ist an sich ein im deutschen PreUcben ganz ungewöhnlicher.Vorgang. Auch aus den Enmeitungsworten ^,30 Jahre Kwtstwart" spricht reine Arbeite freude und Zu verf eckst, die deutlich auf den neuen Einfluß des „Tauschen Willens" (so heißt ja der Kunstwart jetzt) hinweist, oen er gerade während des Krieges zu feinem alten httrzugenvnrmen
, T ^wo. Vaivmonawfcyn.fi für üite=
rarurfreuntzL. (Begründet von Tr. Josef Ettliuger. Herausgegeben vo« Tr. Ernst Heilb-rn.) Verlag: Egon Fleischel 6- Co., Ber- lm W 9. Das 1 Noveinberheft ist soeben mit folgetidem Inhalt er- lchwmen: Paul Bourfeind: Vom gesprochenen Wort: Hanns Johst: Ern großer Roman der kleinen Welt: Edgar Steiger: Tie Me- wpher: ^orie w Bunsen: Tolstois Briefwechsel mit Alexandra Tolstst: Mfred Biese: Das Liederbuch dreier Freunde,' Heinrich Zerkauten: Neue Lyrik III; Artur Brausewetter: Luther und sein Werk u. a. m.
~ D)e Weltlite ratur, Heft 43: Hebel: Erzählungeu aus dem Lchstzkästlern mit alten Bildern.
^regener ^^rsfrsruen-Berein. Kochanweifungen.
M e iß kr a u 1s u ppem i t H aferflockem Für jede Person Monsten Eßlöffel Hafer flocken und ungefähr ein halbes^ Pfund Weißkraut. Das Weißkraut wird fein gehobelt, in etwas Fcktt gedämpft und in viel 'Wasser gar gekocht. Tie Haferflocken lverden für sich gar gemocht, durchgeschlagen und zu dem Weißkraut gegeben, und ine Suppe mit Sccktz und Kümmel oder Tomate gOvurzt.
Por eek artvffeln. Kartoffeln in der Schale werden nicht ganz gor gdk»cht, abgezogen und in Scheiben geschnitten Tann däinpft man Mehl in etwas Feit, löscht es mit Wasser ober Butter-, mrlch ab, gibt ZwiebAn und einige große Stangent weißen. Lauch kletligeschnttken dazu, -dann die Kartoffeln mrd würzt mit Kümmel Nnd Salz.
GraupenMitAepfeln. Dicke Graupen werden tags zu- vor emgeweicht, cmgckkocht und m die Kochkiste gesE, dann mit Magermilch, loenig Salz, Zucker und Zimt gemischt. Aepfel werden geschält, nr Viertel geschnitten und in ganz tvenig Wasser ang^äst uiid in die Kochkiste gestelll, damit sie nickst zei-sallen An eine vorg-erickstete Auslaufform gibt man die Aepfel, darauf die Graupen, bestreüt es nrit Reibbool und überbrckt es im Ofen.
Fettlose Bratkartoffeln mit Aepfeln. Kartoffeln werden m der LNMe gelocht, ataiageu mib in Scheiberr geschnitten D-aun gibt man in einen Brattopf ungefähr ein halb Liter Mager-, inilch, erhitzt sie., gibt die Kartoffeln hinein, .salzt und brät sie Ntiter Umwenden schön braun, bis' die Milch ganz eingekocht ist Tann gibt man sie auf eine Platte und legt steifes^' Apfelmus darum.
Gleichklang.
Einer hat es einen Beruf Hofft bamit sich durchzuschlagen.
Einer mard's von ernenn Lied Aus den seligen Kindertagen.
Einen hat man's, der bei Nacht
Tinen Einbruch wollte wagen. -ll..
(Auflösung in nächster diumnrer.) l
Auflösung des Bilderrätsels in voriger Nummer: Einigkeit macht stark.
Schnitleitung: W. Mener. — Zwillingsrunddntck der Brnhl'schen Nil v.-Buch- und Stettidruckerei.
R. Lange, Gießen.


