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begrüßt Sie ebenfalls,' w-ars dem schönen

sagte Hans Joachim fröhlich eine Kuß-

Er lächelnd.

Beate w-ars dem schönen Tiere Hand zu

Guten Tag, Brannchen! Aber nun zu Ihnen, Herr von Sormitz! Sie machen mir ein so ernstes Gesicht heute, das gar nicht in dieser: sonnigen Frühlingsmorgen passen will. Was ist Ihnen?"

Langsam, jScite cm Seite, gingen sie den stillen Waldtoeg entlarrg. Bmrte Sonnenlichter glitzerten dnrch die noch kahl<nl Teste, huschten über den Boden hin und verfingen sich im knospenden Zweigwerke der Sträucl-er. Leise rauschte der FriihlingsNiinb in den Bäumen uird riß übermütig diewel­ken Blätter ab, die noch da und dort daran hingen, das Leben, das den Dod verjagt. Veilchen hoben aus dein Gras ihre Mauaugen empor znrn Himmel, der ihnen sonnig ent- gegeugläuzte, bunte Käser hasteten über den Weg, und von rrgeiidwoher klang der schnretternde Jubelruf einer Amsel. Frühling ringsum, der seine Siegesfahne durch das Land trug.

Was ist Ihnen, Herr von Görmitz?" >viederholte Beate ihre Frage, als er nicht gleich Antwort gab.

Ach," sagte er,wozu wollen wir uns diese Stunde verderben lassen durch die leidigen Händel in der großen Welt da draußen?"

Es muß Sie aber auch persönlich airgehen, Herr von Sormitz. Nicht nur die große Welt. Denn Sie sind verstimmt. gestehen Sie es!"

Er holte tief seufzend Atem.

. t,Ach, ja! Gestern abend, als ich nach Hause kam, fand ul> einen Brief aus Berlin vor. Heble Nachrichten. Preußen, von dem wir alle hofften, daß es sich an Rußland anschließen und damit das Zeichen zum Abwegen des drückenden Joches geben würde, hat sich Frankreich unterworfen, hat die Be­dingungen Napoleons angenommen und stellt für ihn ein Hilfskorps gegen Rußland. Die Vesten und Tapfersten in Preußen können das nicht ertragen und scheiden grollend aus dem Heere aus, um nicht unter Napoleon fechten zu müssen. Gneisenau, Boyen, Elausewitz, die Grafen Dohna und viele andere hängen den Säbel au die Wand und lassen chn rosten oder sie gehen nach Rußland. So weit ist es ge­kommen, daß Preußen aus Vaterlandsliebe gegen ihr eige­nes Vaterland kämpfen. Wahrhaftig, es wäre zum Lachen, wenn's nicht so herzbrechend wäre!"

Und ein leises Stöhnen kam aus seiner Brust.

Beate ergriff seine Hand.

Mein armer Freund!"

Er sah ihr tief in die leuchtenden Augen.

Noch nicht ganz arm, Beate. Ein Vaterland habe ich verloren mein Herz sucht eine andere Heimat geben Sie sie ihm. Beate m Ihrem Herzen, eine Heimat in Sturm Lmd Stille. Er ließ such vor ihr auf die Knie nieder und Wie seine heiße Stirn auf ihre Hand, Sie aber strich ihm lnebkosend über Stirn und Haar.

leise fan "rmes Mädchen Ihnen sein?" fragte sie

Alles, Beate! Mein Stern, an den ich glaube, meine Hoffnung, die mich hochhält, nieine Stütze, wenn icl) in dunk­ler Nacht einmal nratt und müde werden sollte' Sprich Ge­bebte, willst du mir das sein? Sprich!"

Sie faßte seine Hand, wie zu tapferem Gelöbnis, und entgegnete schlicht:

"Ich will, Wenn mir Gott die Kraft gibt."

Ta sprang er auf, umschlang die zarte Gestalt und küßte ihre raten Lippen.

3 n der Ferne verklang jauchzend der Amselruf Scwveigelch, Hand m Hand, schritten sie weiter. Die Sonne

Ä lü!- bu ' lusciiMicfKT 1 Gestalten, und der warme Hauch d^ frühlings küßte ihnen Stirn und Wange.

I .Innann leligen Schweigen nahm endlich) Hans Joachim wieder das Wort:

E;.' werden unrulnvolle Tage hier bei uns im Lande kommen. Die französische Armee mit alten ihren Bundes-

1$* !lch nach Osten zu in Bewegung, und wir wer- den die Emquartterungen in den näch)sten Wochen nicht mehr los werden. Dagegen können wir nichts machen, wir müssen vorgcschrieben ist - aber »vir werden uns auch nicht unter die Füße treten lassen. Wir werden nichts

imh Cr &' J 50 / e m a äber das, was ihnen zufteht, hinausgeht ^brutaler Getvalt werden wir mit Gewalt zu begegnen

.. sAch, wenn doch diese schrecklichen Tage erst vorbei waren, Hans Joachim! Und wenn doch erst dieser abscheuliche Mensch dadrin" sie zeigte nach Stift Hohenbergen hin-

r { Y er / . //Un ^ verlassen hätte! Mir ahnt immer Unheil von ihm."

Ohne Furcht, Beate! Sollte er wirklich einen Gewalt- streicl) wagen, es ist für alles Vorsorge getroffen. Ich werde aber der Tante Aebtissin noch heute nahelegen, daß sie m durch eme direkte Beschwerde an den König nach Kassel den unwillkomnienen Gast vom Halse schafft. Jerome ist kein Tyrann, er ist nicht ohne Einsicht und begründeten Vorstel­lungen leicht zugänglich, wenn ihm nicht etwa von Paris aus die Hände gebunden sind."

cm a '^wert euch, Hans Joachim, daniit der unheim­liche Mensch von hier sortkommt."

"Es soll geschehen, Beate. Und nun noch eins, Geliebte, u^d sei rmr mckst böse darunu Ich habe die Absicht, in die russische Armee cmzutreten-"

"Hans Joachim!" rief sie erschrocken.

r,Ser nicht böse, Geliebte," bat er weiter.Aber sieh, w sicher die Sonne heut über die Erde scheint, so sicher ist dieser Krieg für den Eroberer ein Vernichtungskrieg. Das ahnt ein jeder, der die Dinge kennt und ihren Lauf beobacht ^ bat/ 'klue treuesten Anhänger in Frankreich haben i J,? n Kampfe gewarnt und nennen ihn offen eine

j Verrücktheit. Aber er hört auf nicmaiub, wen die Götter vernichten wollen den schlagen sie mit Blindheit. Er rennt in sein Verderben!

O, wäre es so!"

Es ist so, Beate, und da darf ich doch nicht fehlen Mit offenen Armen mmmt uns Rußland auf es kann uns da^ist "' nb ° lnic & ziehen, Geliebte, wenn die Stunde

Aber wenn du nicht wiederkehrst?"

Ich..kehre, wieder, mir sagt es das Herz, und seine

ml! m p rttC ' öat und nicht zusaminengeführt, mit uns nach kurzem wieder zu trennen. Nein Beate das tut er nickst. Willst du mich gLen lassen?"

Da küßte sie ihn auf die Stirn.

- . lstn, Geliebter. Du sollst das Mädchen, das du dir

^wählst nicht sa-wach finden Zieh hin, aber kehre'wieder, Hans ^zo^chun, kehre wieder!

Küssen^ ie ^ Cine 9frmc uni) Gedeckte ihren Mund mit

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di- äö'äjt* lic A mb»'»*«- d-,«

rni?^^e-chzcitig fuhren Hans Joachim und Beate be- stürzt auv ihrer Umarmung auf.

(Fortfe^uug folgt.)

rroscittszko.

Ein Ernrnerungsblatt zu seinem 100. Todestage, 15. Oktober.

Name Koseiuszkos ist zum nationalen Symbole geworden. Die polnifchc Geichichtsichrerbung ltellt Kösciuszko gern ini Liebte »««tri-b-n und InMch üLlüfsig ^ UtN. rein Geilte, ja nuryterne a)i)tvrlker neigen zu der Ansicht dak er ^taatsmaim wie als Felderr kanm erheblich Der daS 'Mittel- maß hluausgeragt habe. Aber daraus kommt es bei seiner Brurtei- eittscheioeud au. Er war ein leidenschaftliwer Patrrot, tm reiner intb hoheitsvoller Charakter: der Sache, der er diente, gab er sich mrt Leib mrd Seele bin: so verschmolz diese ganz mit seiner Verum, so Umrde Kosciuszko zu in nationalen Symbole des polnrul)en Volke» und,emes Geschickes, und selbst die Legeuve hat ihre LAanze um seine Gestalt gewunden. Legeirde ist es, wenn erzäW w^rd, daß Koicnlszkv, als er m der Entsckieiduugsschlacht von Macie- jowue verwundet zusanimenbrach, ausgerusen lube »«j" Dies. ÄE.«« « E «ÄWÄ können, denn m Mahcheit ist sem End. auch das des altm « se» war Kosciuszko der Schicksalsn,cnsch scinZ

sEr crsten Hälft- romanhaft bewegt ©a Sohn ern-s litaurschcn GiutSL-ichers ans dem niederen Adel b^^b^brschrst des Fürsten EzartordSki einen Platz an her Kädettenschule in Warfchau, wo er sich so auszeichnete üak ^ erhielt, das chm die Fortsetzung seiner Studien

ermöglichte. Aber jäh unterbrach seine Osfizierslauf-

bie schöne Tochter des ^Narschalis vvn Litauen -und Vrzekwnfeldherrn Josef SosuotE. batte sem

^das Fr^lein liebte ihr nnöder, aber bem SS'»?P mi ^ ^elurann und junge Offizier als Erdmu vnl zu gering, und mit verwundetem Herzen, mich in feiueni